Das Nardenöl und der Bischof von Limburg — Vom verdächtigen „Armutsgeist“ der liberalen Kirche Deutschlands

Bischof Tebartz-van Elst von Liimburg wurde mit ungewöhnlicher Eile aus seinem Amt entfernt. Das hat mit den Gründen zu tun, weshalb man ihn loswerden wollte, nicht aber mit dem Bau des Diözesanzentrums.(Rom/Limburg) Der Fall Lim­burg um Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst blieb auch außer­halb Deutsch­lands nicht unbe­ach­tet. Jüngst befaß­te sich Cor­ris­pon­den­za Roma­na des tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Histo­ri­kers Rober­to de Mattei mit dem Fall. Die Ana­ly­se „Das Nar­den­öl und der Bischof von Lim­burg“ stammt von Mau­ro Faver­za­ni. Er spricht von einem zwei­fel­haf­ten „Geist der Armut“, der rund um den Fall beschwo­ren wird und der so gar nicht mit dem sonst in der deut­schen Kir­che zur Schau getra­ge­nen „libe­ra­len Geist“ zusam­men­pas­sen will.
Der Autor weist zudem auf eine selt­sa­me „Eile“ im Fall Lim­burg hin, wo der Bischof bereits „prä­ven­tiv“, noch vor Fest­stel­lung irgend­ei­ner Ver­ant­wort­lich­keit nicht de jure aber de fac­to aus sei­nem Amt ent­fernt wur­de. Dabei geht es in der Sache nur um Ver­wal­tungs­an­ge­le­gen­hei­ten. In Fäl­len ande­rer Bischö­fe und hoher Prä­la­ten, wo es um weit schwer­wie­gen­de­re Fra­gen ging, um Ver­stö­ße gegen die Moral und die Glau­bens­leh­re der Kir­che, wur­de noch „nie“ eine sol­che Eile ange­wandt.
Die Grün­de für die Ent­fer­nung von Bischof Tebartz-van Elst sind daher nicht beim Bau des Diö­ze­san­zen­trums, son­dern anders­wo zu suchen, so der Autor, und lie­fert einen Anhalts­punkt dafür. Zu ergän­zen wäre noch, daß sich Bischof Tebartz-van Elst unter den Genann­ten für die Nach­fol­ge von Kar­di­nal Meis­ner als Erz­bi­schof von Köln befand. Ein Bischofs­sitz, der tra­di­tio­nell mit der Kar­di­nal­s­wür­de ver­bun­den ist, aber auch mit der Anwär­terschaft auf den Vor­sitz in der Bischofs­kon­fe­renz. Der Bischof von Lim­burg war einer der drei Ver­tre­ter des deut­schen Epi­sko­pats, der im Okto­ber 2012 zur Bischofs­syn­ode zum The­ma Neue­van­ge­li­sie­rung nach Rom geschickt wur­de. Signal dafür, daß eini­ge ande­re Bischö­fe auf ihn schau­ten.

Kein Zweifel, daß „Entfernung“ des Bischofs definitiv ist

Mau­ro Faver­za­ni läßt kei­nen Zwei­fel dar­an, daß die „Ent­fer­nung“ von Bischof Tebartz-van Elst defi­ni­tiv sein wird. Wegen des Kosten­streits um das neue Diö­ze­san­zen­trum neben dem Lim­bur­ger Dom erwähnt er Klä­rungs­be­darf, der kei­nes­wegs nur oder vor­ran­gig den Bischof betrifft. Der Bau des neu­en Diö­ze­san­zen­trums samt Bischofs­woh­nung wur­de nicht vom Bischof gebil­ligt, son­dern vom Dom­ka­pi­tel. Genau jenem Kapi­tel, das so laut­stark die Abset­zung des Bischofs ver­lang­te und nun eben­so laut­stark gegen des­sen even­tu­el­le Rück­kehr ist.

Für Faver­za­ni wird dahin­ter das Sze­na­rio einer „Men­schen­jagd“ sicht­bar, die gegen den Bischof insze­niert wur­de. Der Grund, so der Autor, ist bei den „tra­di­tio­nel­len Posi­tio­nen“ des Bischofs zu suchen. Posi­tio­nen, die ihn „nicht nur inner­halb der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz in die Min­der­heit setz­ten“, son­dern auch zum Feind­bild der „übli­chen katho­pro­gres­si­sti­schen Krei­se“ mach­te. Wört­lich schreibt Faver­za­ni: „In einer Kir­che wie jener Deutsch­lands, wo die libe­ra­len Töne immer lau­ter wer­den von jenen, die gegen die Hei­li­ge Schrift und gegen das Lehr­amt for­dern, daß die Prie­ster hei­ra­ten dür­fen, daß die Bischö­fe vom Volk ‚demo­kra­tisch‘ gewählt wer­den und daß die Frau­en Zugang zum Prie­ster­tum haben, ver­wun­dert es nicht, daß jene Anlaß zum Skan­dal geben, die nicht im Chor sin­gen.“

Bischof lud gleichgesinnte Bischöfe zu Treffen — Thema: die schwerwiegende Lage der Kirche in Deutschland

Der Vor­fall in der Erz­diö­ze­se Frei­burg mit der For­de­rung des diö­ze­sa­nen Amtes für die Fami­li­en­seel­sor­ge, die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zu den Sakra­men­ten zuzu­las­sen, „spricht für sich“, so der Autor. „Ohne daß dies in den Hier­ar­chien Reak­tio­nen aus­ge­löst hät­te, die viel­mehr bereit sind, davon auf der näch­sten Syn­ode zu spre­chen. Die­sen Krei­sen wird die­ser jun­ge Bischof Msgr. Tebartz-van Elst kaum ent­gan­gen sein, der sich meh­re­re Male und das seit eini­ger Zeit mit jenen weni­gen Mit­brü­dern im Bischofs­amt getrof­fen hat, die mit ihm über­ein­stim­men, um über die schwer­wie­gen­de Situa­ti­on zu spre­chen, in der sich das Schiff Petri befin­det“ und mit der Über­zeu­gung, daß dage­gen etwas getan wer­den müs­se. Der von den Medi­en ver­brei­te­te Ein­druck, daß nur eine Gele­gen­heit gesucht wur­de, um ihn zu stop­pen, bekommt dadurch noch mehr Plau­si­bi­li­tät.

„Was erstaunt an die­ser gan­zen Ange­le­gen­heit?“, fragt Faver­za­ni. Sei­ne Ant­wort? „Die Metho­de“. Wört­lich führt er aus: „Ins Auge sticht der Auf­wand und die Beharr­lich­keit, mit der man sich die Mühe mach­te, Papst Fran­zis­kus stän­dig zu infor­mie­ren. Ins Auge sticht die Eile, mit der man zur Ent­fer­nung von Bischof Tebartz-van Est geschrit­ten ist, indem ihm ver­wehrt wird, sein Amt aus­zu­üben, obwohl er momen­tan in sei­nem Amt bleibt, und die Eile, mit der man ihn durch einen neu­en Gene­ral­vi­kar ersetzt hat. Hier wur­de mit Nach­druck eine unge­wöhn­li­che Auto­ri­tät aus­ge­übt, die in ande­ren, weit schwer­wie­gen­de­ren Fäl­len nie aus­ge­übt wur­de. Fäl­le, in denen nicht Ver­wal­tungs­fra­gen zur Dis­kus­si­on stan­den, son­dern in denen es um Miß­brauch in Fra­gen der Moral und der Glau­bens­leh­re ging.“

Noch nie wurde solche präventive Eile bei Entfernung eines Bischofs an den Tag gelegt

„Hier geht es nicht um einen Vor­fall, wie jenen des ultra­pro­gres­si­ven ehe­ma­li­gen Erz­bi­schofs Wea­k­land von Mil­wa­kee, der 450.000 Dol­lar, die er der Kas­se der Erz­diö­ze­se ent­nahm, für das Schwei­gen sei­nes homo­se­xu­el­len Gelieb­ten zahl­te. Und um nicht die Pro­ble­me zu nen­nen, die in vie­len Diö­ze­sen von Sodo­mi­ten und Pädo­phi­len auf allen Ebe­nen ver­ur­sacht wur­den. Noch ste­hen die ‚bizar­ren‘ Ideen eini­ger hoher Prä­la­ten zur Dis­kus­si­on, die für die Aner­ken­nung soge­nann­ter „ein­ge­tra­ge­ner Part­ner­schaf­ten“ für Homo­se­xu­el­le und die Ehe­schlie­ßung von Prie­stern sind, wie der Vor­sit­zen­de der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, Msgr. Robert Zollitsch, oder für den Ein­satz der „Pil­le danach“ bei Ver­ge­wal­ti­gung, wie der Erz­bi­schof von Köln, Kar­di­nal Joa­chim Meis­ner. Die übri­gens bei­de vom Hei­li­gen Vater ange­hört wur­den, bevor er den Bischof von Lim­burg emp­fing und ihm die trau­ri­ge Nach­richt mit­teil­te. Der Ein­griff wur­de sofort und mit har­ter Hand ent­schie­den. Und das, obwohl die Fra­ge, die auf dem Spiel stand, ledig­lich war, daß er even­tu­ell sei­nen Bischofs­sitz ‚zu schön‘ gestal­ten ließ, was frei­lich eine unver­zeih­li­che Sache ist in einer Zeit des archi­tek­to­ni­schen Pau­per­is­mus in der Kir­che“, so der Autor.

„Die Anschul­di­gen sind zudem alle erst noch zu bewei­sen: even­tu­el­le Ver­ant­wort­lich­kei­ten müs­sen erst durch eine von der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz ein­ge­setz­te Kom­mis­si­on fest­ge­stellt wer­den. Doch die ‚Ent­fer­nung‘ hat bereits statt­ge­fun­den. Einer der weni­gen Fäl­le von ‚prä­ven­ti­vem‘ Han­deln in der Kir­che. Man­che reden sogar schon davon, den Gebäu­de­kom­plex in eine Men­sa für Arme umzu­wan­deln, davon, dar­aus eine Biblio­thek für Prie­ster zu machen, oder ein Flücht­lings­heim, viel­leicht ein Hospiz für Ordens­leu­te oder ein Jugend­zen­trum… Die Armut pre­di­gen ist in Ord­nung. Es kommt dabei aller­dings der Zwei­fel auf, daß auch in der Kir­che eine Art von „Geist der Armut“ oder ein „katha­ri­scher Wind“ sein Unwe­sen treibt. Ohne inhalt­lich auf die kon­kre­te Fra­ge ein­ge­hen zu wol­len: Es gab jeman­den, der mit Wor­ten bean­stan­de­te, daß die Füße Chri­sti mit dem kost­ba­ren und wohl­rie­chen­den Nar­den­öl gesalbt wur­den: „War­um hat man die­ses Öl nicht für drei­hun­dert Dena­re ver­kauft und den Erlös den Armen gege­ben?“ Es war Judas Iska­ri­ot, der das sag­te. Und wir wis­sen, wie die Geschich­te wei­ter­ging …“

Text: CR/Giuseppe Nar­di
Bild: Cor­ris­pon­den­za Roma­na

16 Kommentare

  1. Wenn der­ar­ti­ge Stim­mung gegen einen so hohen Wür­den­trä­ger gemacht wird, ohne daß fest­steht, ob über­haupt straf­recht­lich rele­van­tes Han­deln vor­ge­le­gen hat, ist Skep­sis mehr als ange­bracht.

  2. Bezeich­nend, dass die „Men­schen­jagd“ sich nahe­zu immer auf Bischö­fe focu­siert, die der hl. Tra­di­ti­on zumin­dest nicht feind­se­lig gegen­über­ste­hen. Die links-libe­ra­len Schmier­blät­ter stür­zen sich denn auch auf sie. Die „zeit­ge­mä­sse“ Bischofs­grup­pie­rung rund um den ehem. Erz­bi­schof Zollitsch muss sich dies­be­züg­lich sicher­lich kei­ne Gedan­ken machen. Neue­ste Unge­heu­er­lich­keit; der „Medi­en­preis“ an eine ver­bis­se­ne Ver­fech­te­rin für das ang. „Frau­en­recht“ auf Ermor­dung des unge­bo­re­nen beseel­ten Kin­des. Vor­sit­zen­der der sog. „Jury“ ist der von libe­ra­len Medi­en mit Samt­hand­schu­hen ange­fass­te Bischof Fürst.
    Hw Prof. May zu den „Lieb­lin­gen des Zeit­gei­stes“ im Hir­ten­amt:
    -
    „Ein Bischof, der von den libe­ra­len Medi­en in Ruhe gelas­sen wird, kann kein guter Bischof sein“.…
    -

    https://katholisches.info/2013/10/29/skandal-um-katholischen-medienpreis-der-bischoefe-preistraegerin-spendet-preis-der-abtreibungslobby/

  3. „War­um hat man die­ses Öl nicht für drei­hun­dert Dena­re ver­kauft und den Erlös den Armen gege­ben?“ Es war Judas Iska­ri­ot, der das sag­te. Und wir wis­sen, wie die Geschich­te wei­ter­ging …“

    Das ken­nen wir doch. Man hört es viel von moder­nen Katho­li­ken.
    Die Kir­che ist viel zu reich, sie soll­ten das Geld den Armen geben usw. Bla, bla, bla. Sich sel­ber gön­nen sie sich natür­lich das was ihnen zusteht. Man­che wür­den am lieb­sten die Kathe­dra­len abrei­ßen und Chri­stus in einem Schup­pen an den Rand der Stadt ver­frach­ten. Schließ­lich ist er arm gekom­men und soll­te auch arm blei­ben. Frei nach dem Mot­to. „Jedem das was ihm zusteht“.
    Ich bin ande­rer Mei­nung. Für mich kön­nen die Kathe­dra­len und Kir­chen gar nicht groß und schön genug sein vor die­sem gro­ßen Gott. Wir haben ihm alles zu ver­dan­ken. Ehre sei Gott in der Höhe.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  4. Ja, ich bin auch dafür, dass die Kir­che Luxus­gü­ter ver­kauft zugun­sten der Armen. Jesus hat kei­nen Luxus beses­sen — nur gute Freun­de. Die Kir­che soll­te end­lich wie­der Mut zur Armut haben. Mit allen Kon­se­quen­zen.

    Der Ver­gleich Kathe­dra­len — Nar­den­öl hinkt auch. Mir ist eine ein­fa­che Kapel­le in mei­ner Nähe wert­vol­ler als eine Kathe­dra­le weit weg. Und in einem Schup­pen lässt es viel­leicht bes­ser beten als in einer prunk­vol­len Kathe­dra­le. „Wo zwei oder drei in mei­nem Namen ver­sam­melt sind, da bin ich mit­ten unter ihnen“ — von groß­ar­ti­gen Kathe­dra­len hat Jesus nir­gends gespro­chen.

    Was demo­kra­ti­sche Bischofs­wah­len angeht — so wäre das sicher nicht ver­kehrt.

    Und was Abset­zung von Bischö­fen angeht, vor nicht all­zu lan­ger Zeit wur­de ein „moder­ner“ Bischof in Frank­reich abge­setzt — unter JPII, wenn ich mich recht erin­ne­re. Und mit einer nicht mehr real exi­stie­ren­den Diö­ze­se betraut.

    • „Und in einem Schup­pen lässt es viel­leicht bes­ser beten als in einer prunk­vol­len Kathe­dra­le.“
      Ja die Geschmäcker sind wohl ver­schie­den. Wie sag­te doch Napo­le­on „In der Kathe­dra­le von Char­tres fühlt sich der Athe­ist unwohl“.
      „Was demo­kra­ti­sche Bischofs­wah­len angeht – so wäre das sicher nicht ver­kehrt.“
      Der Bischof der die Wah­len gewin­nen will darf den demo­kra­ti­schen Scha­fen die ihnen wäh­len sol­len aber nicht die Lau­ne ver­der­ben. Er muß ihnen stän­dig nach dem Mun­de reden und die Hälf­te der hei­li­gen Schrift kann er Sei­ten­wei­se aus der Bibel raus­rei­ßen.
      zb. „Der wer die Frau eines ande­ren nur lüstern ansieht hat schon Ehe­bruch began­gen.“
      Das kommt bestimmt gut an bei den demo­kra­ti­schen Bischofs­wäh­lern. Oder etwa nicht?
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • „Und was Abset­zung von Bischö­fen angeht, vor nicht all­zu lan­ger Zeit wur­de ein „moder­ner“ Bischof in Frank­reich abge­setzt – unter JPII, wenn ich mich recht erin­ne­re. Und mit einer nicht mehr real exi­stie­ren­den Diö­ze­se betraut.“

      Heißt er viel­leicht Jac­ques Gail­lot? Oh das wür­de mir aber leid tun. Hof­fent­lich über­lebt es Frank­reich. Iro­nie aus.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Ja, das klingt aufs Erste logisch und christlich.Zu Ende gedacht endet es aber im Cha­os,
      dann haben die Armen gar nichts mehr.Ausserdem wür­de mich Inter­es­sie­ren wie man Armut definiert.Ich hab da kla­re Vorstellungen.Nur das elementarste.Wasser und Brot .Das ist Armut zu ende deklariert.Wenn Sie da mehr Anspruch und Wür­de drau­packen wol­len, schla­ge ich vor sie fan­gen bei sich an.Das Geld ande­re Leu­te ver­tei­len und den guten Sama­ri­ter spielen.Gefällt mir nicht wirk­lich.

  5. Wie arm­se­lig wäre es um unse­re abend­län­di­sche Kul­tur bestellt, wenn die­ses Armuts­ge­schwa­fel von Beginn an umge­setzt wor­den wäre!
    Im übri­gen muß uns der Ter­ror gegen Bischof Tebartz- van Elst nicht ver­wun­dern. Ist die­se Vor­ver­ur­tei­lung in die­sem System durch Jour­na­li­sten und alle mög­li­chen Medi­en nicht üblich? Wie­viel mehr erst gegen­über einem muti­gen, kon­ser­va­ti­ven katho­li­schen Bischof. Er ist ein­deu­tig im Wege, wenn man das gewünsch­te Ziel errei­chen will.

  6. @ mim haben sie sich schon mal über­legt, wer den gan­zen Kram, den die Kir­che so besitzt in Form von Sta­tu­en, Para­men­ten und archi­tek­to­ni­schen Ensem­bles, genannt Kir­chen und Klö­ster kau­fen soll­te?
    Man kann damit doch gar nichts anfan­gen!

  7. Aber um unse­ren Glau­ben wäre es ver­mut­lich bes­ser gestellt, wenn sich die Fürst­bi­schö­fe mehr um die Ver­brei­tung des Glau­bens geküm­mert hät­ten, statt gro­ße Kathe­dra­len und Bischofs­sit­ze zu errich­ten. Und um Macht zu strei­ten.

    Wie vie­le Krie­ge haben denn die Päp­ste ver­ur­sacht? Kann das auf­ge­wo­gen wer­den durch die groß­ar­ti­gen Bau­ten im Vati­kan?

    Wenn der Glau­be schwin­det, ret­tet er sich in Prunk.

    • „Wie vie­le Krie­ge haben denn die Päp­ste ver­ur­sacht? Kann das auf­ge­wo­gen wer­den durch die groß­ar­ti­gen Bau­ten im Vati­kan?“

      Wenn sie nicht gekämpft hät­ten wür­den Sie heu­te in ihrem Schup­pen kein Kreuz mehr vor­fin­den und ihre Gebe­te wür­den zu einem ande­ren Gott gehen. Es ist nicht alles so ein­fach wie sich man­che heu­te in der Zeit der Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen das so vor­stel­len. Man den­ke nur an Lepan­to und Wien.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  8. Zuerst muss unter­schie­den wer­den, ob es sich um eine Kirche=Gotteshaus han­delt, hier passt der Ver­gleich mit dem Nar­den­öl, oder um ande­re Gebäu­de.
    Der hl. Pfar­rer von Ars hat ver­schim­mel­te Lebens­mit­tel geges­sen, aber sei­ne Kir­che aufs Schön­ste aus­ge­stat­tet. Lesen Sie nach, wie­we­ni­ge Ein­woh­ner Köln oder Wien hat­te, als die bei­den gro­ßen Dome gebaut wur­den. Die Men­schen waren nicht im ent­fern­te­sten so „reich“ wie wir heu­te , aber sie hat­ten einen star­ken Glau­ben, eine Lie­bes­be­zie­hung zu Christus.Schauen Sie sich die Kir­chen in Mexi­co an, schön aus­ge­schmückt, weil die Armen es wol­len, sie wol­len einen Vor­ge­schmack auf die ewi­ge Herr­lich­keit haben. Wür­de jemand vor­schla­gen, dass der gelieb­te Mann/die Frau in einem Schup­pen leben soll, wäh­rend er selbst in einer geheiz­ten 2- Zim­mer­woh­nung wohnt? In einen Schup­pen gehö­ren Gerät­schaf­ten und Werk­zeu­ge aber kein Mensch und schon gar nicht Gott. Haben wir uns schon so stark an die Häss­lich­keit gewöhnt, die uns täg­lich im Stra­ßen­bild in Form von zer­schlis­se­nen Jeans, löch­ri­gen Strumpf­ho­sen und her­un­ter­ge­latsch­ten flecki­gen offe­nen Turn­schu­hen belä­stigt, dass wir das Ästhe­ti­sche, Schö­ne gar nicht mehr ertra­gen kön­nen?

    Unse­re Kir­che ist hier­ar­chisch und Gott sei Dank nicht demo­kra­tisch. Las­sen wir den Hl.Geist gelas­sen Sei­ne Arbeit tun.

    Wer den Armen und Bedräng­ten (kör­per­lich, see­lisch, gei­stig, geist­lich) wirk­lich etwas Gutes antun möch­te, soll­te beten und mög­lichst wenig sün­di­gen, denn jede Sün­de ver­grö­ßert die Herr­schaft Satans. Hilf­reich ist auch, Geld für Prie­ster­aus­bil­dun­gen zu spen­den, denn Armut wird es immer geben, aber wir sol­len die Armen für die Ewig­keit ret­ten. Jeder möge sich selbst fra­gen, wie er lebt, wel­che Rei­sen, wohin, wel­ches Auto, .… Ich den­ke heu­te leben mehr Men­schen in Prunk und Ver­schwen­dung, als die Kir­che an Schö­nem besitzt.
    Die ande­ren Gebäu­de aller­dings, kön­nen fast kom­plett ein­ge­spart wer­den, denn mit der Ent­welt­li­chung muss Ernst gemacht wer­den, also kei­ne Pfarr­ge­mein­de­rä­te, kei­ne Bischofs­kon­fe­ren­zen (jeder Bischof ist selbst für sei­ne Diö­ze­se ent­schei­dungs­be­fugt), kei­ne „Kita´s“, die nicht katho­lisch sind, kei­ne Cari­tas, die gut betuch­ten Rent­ner 3–4 mal im Jahr betreu­te Rei­sen anbie­tet, sie müs­sen noch nicht ein­mal katho­lisch sein, kei­ne KFD, kein ZdK, soll­te alles abge­schafft wer­den, dient nur der Zer­stö­rung der Kir­che. Hier ist enor­mes Einspaar­po­ten­ti­al.
    Ein Wei­ser hat gesagt: In schlech­ten Zei­ten, lässt es sich gut leben, denn nur ein schwe­res Leben ist ein sinn­vol­les Leben. Wenn wir die­sen Sinn (1. Gebot) nicht fin­den, dann geht es wei­ter wie bis­her, nur schlim­mer und schnel­ler.

  9. Es waren weni­ger die Bau­ko­sten — son­dern der Umgang mit der Wahr­heit. Auch für einen Bischof gilt das neun­te Gebot. Mit sei­nen fal­schen Aus­sa­gen hat er sei­ne Glaub­wür­dig­keit selbst demon­tiert ‑eben­so mit unnö­ti­gen Luxus. Das ist ein gefun­de­nes Fres­sen für die Medi­en. Eine Mit­schuld haben beson­ders die Diö­ze­san­bau­äm­ter — für die ist nur das Beste und Teu­er­ste gut genug und die Diö­ze­san­bau­mei­ster wol­len sich ewi­ge Denk­mä­ler set­zen.… Wenn man­che Pfar­rei­en Ram­pen für Roll­stuhl­fah­rer dann nicht finan­zie­ren kön­nen (so rund 10.000 €) und ande­re Spar­maß­nah­men ver­ord­net wer­den, explo­diert es ! Bei Unzu­frie­den­heit in einer Diö­ze­se hat ein Bischof zwei Fron­ten. Dann wird es eng. War auch bei Bischof Mixa so — der durch­aus ein guter Bischof war — trotz klei­ner Eitel­kei­ten. Klar der Medi­en­hype war auch völ­lig über­zo­gen.

    Was die mei­sten noch nicht kapiert haben — Fran­zis­kus ist, da er 100 % auf dem Fun­da­ment der Leh­re Jesus steht der wah­re Ultrakonservative.…das sich Jesus Leh­re defi­ni­tiv nicht mit dem Muff bischöf­li­cher Hof­staa­ten, Tala­re und Äußer­lich­kei­ten ver­trägt hat Fran­zis­kus ver­stan­den.

  10. Jeder Mensch macht Feh­ler, per­fekt sind nur die Füh­rer der Gno­sti­ker, wes­we­gen sie auch Per­fec­ti hei­ßen.
    Man muss sich ein­fach mal klar machen, das wir mit jedem Urteil über ande­re uns sel­ber rich­ten.
    Stich­wort unnö­ti­ger Luxus, Ja nun,.wer arbei­tet denn nicht an der Erzeu­gung, Ver­mark­tung und Instand­hal­tung über­flüs­si­gem Zeugs?
    Der Bischof von Lim­burg hat reagiert wie ein Mensch, jeder Mensch reagiert so.
    Das wird lustig, wenn sich die Armut durch­setzt, die gan­zen Ämter und Ver­wal­tun­gen, alle wer­den auf­ge­löst, die Kir­che ent­lässt alle ihre Leu­te, Autos gibt es auch nicht mehr, alle gehen zu Fuß und im Win­ter sit­zen wir alle frie­rend um den Drei­fuß. JUbel und freu. Nur was machen wir dann mit dem Heer der Arbeits­lo­sen?

  11. .…, „wo es um weit schwer­wie­gen­de­re Fra­gen ging, um Ver­stö­ße gegen die Moral und die Glau­bens­leh­re der Kir­che“. Also bit­te die Ansicht des Autors ist ja naiv, die Leh­re der Kir­che wird ja heut­zu­ta­ge durch Mei­nungs­um­fra­gen bestimmt, die Papst Fran­zis­kus in Auf­trag gibt, ver­glei­che dazu den Arti­kel im heu­ti­gen Spie­gel- Online.…

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