Übernimmt Rußland Schutzmachtrolle für Christen im Nahen Osten? — Frankreichs Rolle bröckelt, Christen sind verzweifelt

Christen des Nahen Ostens hoffen auf Rußland als Schutzmacht(Damaskus/Moskau) Die Ver­tei­di­gung der Chri­sten des Nahen Ostens ist zu einem stra­te­gi­schen Ele­ment in Ruß­lands Außen­po­li­tik gewor­den. Staats­prä­si­dent Putin befin­det sich dabei in völ­li­gem Ein­klang mit dem Mos­kau­er Patri­ar­chat. Aus­gangs­punkt ist die Fehl­ein­schät­zung des Westens zum „Ara­bi­schen Früh­ling“, das Bröckeln der tra­di­tio­nel­len Schutz­macht­funk­ti­on Frank­reichs und die zur Gewiß­heit gewor­de­ne Befürch­tung der Chri­sten im Nahen Osten, vom Westen im Stich gelas­sen zu wer­den. So blicken nicht nur Syri­ens Chri­sten neu­er­dings ver­stärkt Rich­tung Mos­kau und hof­fen, dort eine neue Schutz­macht zu fin­den.

Die Quel­len sind offi­zi­ell. Und sie müs­sen in Ruß­land kei­ne Demen­ti befürch­ten, wie dies für west­li­che Staats­kanz­lei­en inzwi­schen ein Teil des täg­li­chen poli­ti­schen und diplo­ma­ti­schen Geschäfts gewor­den ist. Der Kreml ist ernst­haft bereit, zu prü­fen, den Antrag von 50.000 syri­schen Chri­sten auf Erwerb der rus­si­schen Staats­bür­ger­schaft zu prü­fen. Die Chri­sten, die Ruß­land dar­um gebe­ten haben, sie unter den Schutz des rus­si­schen Adlers zu stel­len, leben in der christ­li­chen Regi­on ent­lang der Gren­ze zum Liba­non nörd­lich von Damas­kus. Ver­gan­ge­ne Woche hat­ten sie dem rus­si­schen Außen­mi­ni­ste­ri­um ihren Antrag um kol­lek­ti­ve Ver­lei­hung der rus­si­schen Staats­bür­ger­schaft zukom­men las­sen (sie­he eige­nen Bericht). Die Spre­cher von Staats­prä­si­dent Wla­di­mir Putin und des Außen­mi­ni­ste­ri­ums gaben in den ver­gan­ge­nen Tagen über­ein­stim­mend bekannt, daß der Antrag der Chri­sten von den rus­si­schen Behör­den auf höch­ster Ebe­ne geprüft wird.

50.000 syrische Christen stellten Antrag auf russische Staatsbürgerschaft

Als cap­t­atio ben­evo­len­tiae spar­ten die Chri­sten nicht mit Lob für Ruß­land und Prä­si­dent Putin. Ange­sichts ihres unge­wöhn­li­chen Antrags und der lebens­be­droh­li­chen Lage, in der sie sich befin­den, wenig ver­wun­der­lich. Der Angriff und die Zer­stö­run­gen und Kir­chen­schän­dun­gen durch Isla­mi­sten in Maalu­la stecken den Chri­sten der Regi­on in den Kno­chen. Seit Mon­tag trei­ben die Dschi­ha­di­sten in der christ­li­chen Stadt Sadad ihr Unwe­sen. Die Chri­sten der ande­ren Orte rech­nen sich aus, daß es nur mehr eine Fra­ge der Zeit sein dürf­te, bis die Isla­mi­sten-Mili­zen mit den Fah­nen des Dschi­had vor ihren Orten auf­tau­chen.

Die wohl­wol­len­de Reak­ti­on in Mos­kau bestä­tigt, was seit Aus­bruch des Syri­en-Kon­flik­tes beob­ach­tet wer­den konn­te. Der Kreml schaut Rich­tung Nahen Osten und er ist nicht bereit, die­se Regi­on den USA und den Isla­mi­sten zu über­las­sen. Die Chri­sten der Gegend spie­len daher für den Kreml und das Mos­kau­er Patri­ar­chat eine her­aus­ra­gen­de Rol­le. Da die USA und der Westen ins­ge­samt für die Chri­sten des Nahen Ostens nur huma­ni­tä­re Hilfs­pro­jek­te zur Ver­fü­gung stel­len, wenn sie von den Isla­mi­sten aus ihrer Hei­mat ver­trie­ben sind, sie aber poli­tisch opfern, suchen die Chri­sten Rücken­deckung beim christ­li­chen Ruß­land. Und dort scheint man bereit­wil­li­ger zuzu­hö­ren.

Moskauer Patriarchat handelt auf kirchlicher Ebene, der Kreml auf diplomatischer

Das Patri­ar­chat der Rus­sisch-ortho­do­xen Kir­che bezeich­net den Antrag der Chri­sten als Signal für die „Auto­ri­tät und den guten Ruf, den Ruß­land in der Regi­on genießt“. Erz­prie­ster Niko­lai Balaschow, der stell­ver­tre­ten­de „Außen­mi­ni­ster“ des Mos­kau­er Patri­ar­chats sag­te: Die Chri­sten des Nahen Ostens „wis­sen seit Jahr­hun­der­ten, daß kein ande­res Land sich wirk­lich ihrer Inter­es­sen bes­ser anneh­men wür­de als Ruß­land“.

Es darf daher nicht als Zufall ange­se­hen wer­den, wenn erst gera­de am 14. Okto­ber die Geist­li­che Aka­de­mie der rus­si­schen Kir­che in Mos­kau auf den Anhö­hen des Mari­en­hei­lig­tums von Said­na­ya einen Skulp­tu­ren­kom­plex mit Chri­stus im Mit­tel­punkt errich­ten ließ und ein­weih­te. Said­na­ya ist eines der christ­li­chen Zen­tren Syri­ens. Es liegt in der Gegend der Chri­sten, die nun den Antrag auf Erwerb der rus­si­schen Staats­bür­ger­schaft gestellt haben. Said­na­ya ist einer der bedeu­tend­sten Mari­en­wall­fahrts­or­te für die ara­bi­schen Chri­sten des gesam­ten Nahen Ostens. Die Rus­sisch-ortho­do­xe Kir­che woll­te damit ein „Zei­chen des Frie­dens inmit­ten eines vom Krieg zer­fres­se­nen Lan­des set­zen“, so Erz­prie­ster Balaschow. Eine Geste auf kirch­li­cher und geist­li­cher Ebe­ne, die ganz dem poli­ti­schen und diplo­ma­ti­schen Akti­vis­mus der rus­si­schen Regie­rung zu ent­spre­chen scheint. Ruß­land will den Chri­sten Mut machen und zeigt demon­stra­ti­ve Anwe­sen­heit.

Syriens Christen wollen nicht Teil westlicher Flüchtlingskontingente werden, sondern ihre Heimat verteidigen

Wäh­rend der Westen sich in theo­re­ti­schen Null­dis­kus­sio­nen ergeht und über Flücht­lings­kon­tin­gen­te aus Syri­en debat­tiert und dar­über, ob man schon Chri­sten „bevor­zu­gen“ dür­fe oder nicht, denkt Ruß­land nicht an die Auf­nah­me der Chri­sten. Und die Chri­sten, die sich an Ruß­land gewandt haben, wol­len auch gar nicht ihr Land ver­las­sen. Sie wol­len nicht Num­mern in irgend­wel­chen west­li­chen Flücht­lings­kon­tin­gen­ten wer­den, son­dern ihre Hei­mat ver­tei­di­gen, in der sie als Chri­sten seit 2000 Jah­ren aus­har­ren.  Sie wol­len sich unter Ruß­lands Schutz stel­len und hof­fen auf ein noch stär­ke­res Enga­ge­ment Mos­kaus im Nahen Osten.

Die Ver­lei­hung der Staats­bür­ger­schaft an die Chri­sten Syri­ens wür­de Mos­kau aller­dings tat­säch­lich zum Ein­grei­fen zwin­gen, falls Isla­mi­sten-Ver­bän­de die Chri­sten angrei­fen wür­den. Die Fra­ge ist als Abschreckungs­maß­nah­me gedacht, kann aber bit­te­rer Ernst wer­den, falls sich die Dschi­ha­di­sten in ihrem Todes­wahn von einer rus­si­schen Pro­tek­to­rats­er­klä­rung nicht abschrecken las­sen soll­ten.

Vorgezogene Botschaft von Patriarch Kirill an Obama zum 11. September

Um die Sor­ge um das Schick­sal der Chri­sten in Syri­en und im gan­zen Nahen Osten zu bezeu­gen, sand­te der Mos­kau­er Patri­arch Kirill US-Prä­si­dent Barack Oba­ma bereits Ende August eine Bot­schaft zum 12. Jah­res­tag des Al-Qai­da-Angriffs vom 11. Sep­tem­ber auf die USA. Dar­in bat er den ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten, den Stim­men der Chri­sten in Syri­en und den Stim­men der Reli­gi­ons­füh­rer Gehör zu schen­ken, die sich „ein­hel­lig“ einer für jene Tage geplan­ten Mili­tär­in­ter­ven­ti­on wie­der­setz­ten. Patri­arch Kirill warn­te vor einer „dro­hen­den Ver­nich­tung der Chri­sten und deren Mas­sen­flucht“, die auf den Chri­sten des gan­zen Nahen Ostens laste.

Das Mos­kau­er Patri­ar­chat bemüht sich um enge Bin­dun­gen zu den geschun­de­nen Kir­chen des Ori­ents. So wur­den deren Ver­tre­ter auf Kosten Mos­kaus zu den 1025-Jahr­fei­ern der Tau­fe der Rus ein­ge­la­den. Patri­arch Kirill war auch der letz­te christ­li­che Kir­chen­ver­tre­ter, der Syri­ens Staats­prä­si­dent Baschar al-Assad 2011 in Damas­kus auf­such­te.

Tritt Rußland an die Stelle der traditionellen christlichen Schutzmacht Frankreich?

Ruß­land kann in der Gegend an eine zari­sti­sche Tra­di­ti­on anknüp­fen. Vor allem scheint Ruß­land die tra­di­tio­nel­le Schutz­macht der ori­en­ta­li­schen Chri­sten ablö­sen zu wol­len: Frank­reich. Frank­reichs Schutz­macht­rol­le, beson­ders der star­ken mit Rom unier­ten katho­li­schen Ost­kir­chen bröckelt seit lan­gem. Grund sind poli­ti­sche Fehl­ent­schei­dun­gen im Nahen Osten, aber auch ein schwin­den­des rea­les Inter­es­se für die Chri­sten in der Levan­te.

Dem ent­spre­chen umge­kehrt eine zuneh­men­de Ent­frem­dung und auch ein Miß­trau­en der ori­en­ta­li­schen Kir­chen gegen­über Frank­reich und sei­ner Außen­po­li­tik. Die Chri­sten regi­strier­ten mit Miß­mut, mit wel­cher augen­schein­li­chen Nai­vi­tät Frank­reich sofort den „Ara­bi­schen Früh­ling“ unter­stütz­te und die War­nun­gen vor den dahin­ter stecken­den Gefah­ren über­hör­te, weil sie nicht in das ideo­lo­gisch gewünsch­te Bild paß­ten. Die augen­schein­lich­ste Zäsur war, als im Sep­tem­ber 2011 der maro­ni­ti­sche Patri­arch Bécha­ra Pierre Kar­di­nal Raï bei sei­nem Besuch in Paris von Staats­prä­si­dent Sar­ko­zy gemaß­re­gelt wur­de, weil er nicht den­sel­ben Enthu­si­as­mus der west­li­chen Staats­kanz­lei­en über den „Ara­bi­schen Früh­ling“ teil­te. Sar­ko­zy erklär­te dem Patri­ar­chen vol­ler Gewiß­heit, daß die­se „Demo­kra­tie­be­we­gung“ bald auch Syri­ens Herr­scher­fa­mi­lie Assad besei­tigt haben wer­de und dann ein blü­hen­des Zeit­al­ter der Demo­kra­tie anbre­chen wer­de.

Die­se Fehl­ein­schät­zung, die man im Westen zum Teil selbst heu­te nicht bereit ist ein­zu­se­hen und anzu­er­ken­nen, führt die Chri­sten der Gegend nach Mos­kau, wo sie, die Ver­zwei­fel­ten, ehr­li­che­re Auf­nah­me erhof­fen als im Westen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Asia­news

10 Kommentare

  1. Heu­te, am 25.Oktober, ist der Jah­res­tag der Schlacht von Tours 732. Karl Mar­tell hatbmkt sei­nem Sieg über die mus­li­mi­schen Mau­ren das christ­li­che west­li­che Euro­pa vor der Isla­mi­sie­rung geret­tet. Und heu­te ist Frank­reich lei­der regie­rungs­mä­ssig ein Schand­fleck in Sachen Ver­tei­di­gung des christ­li­chen Glau­bens. Im Gegen­teil; eine „human sozia­li­sti­sche“ Katho­li­ken­ver­fol­gung ist im Gan­ge. Der amtie­ren­de fran­zö­si­sche Bil­dungs­mi­ni­ster Vin­cent Peil­lon hat im Jah­re 2008 Inter­view Fürch­ter­li­ches von sich gegeben.…ja, es hört sich an, wie ein Kohor­ten-Wort­füh­rer des Für­sten die­ser Welt; schreck­li­che Ver­höh­nun­gen der Hei­lig­keit der Kir­che als mysti­scher Leib Chri­sti:
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    Man wird nie ein frei­es Land auf­bau­en kön­nen mit der katho­li­schen Kir­che. Eine Revo­lu­ti­on kann nicht nur in mate­ri­el­ler Hin­sicht statt­fin­den. Man muß sie auch im Geist voll­zie­hen. Nun haben wir die Revo­lu­ti­on vor allem poli­tisch gemacht, aber noch nicht die mora­li­sche und spi­ri­tu­el­le. Damit haben wir die Moral und die Spi­ri­tua­li­tät der katho­li­schen Kir­che über­las­sen. Wir müs­sen sie erset­zen.
    Da man nicht ein­mal mehr den Pro­te­stan­tis­mus in Frank­reich anpas­sen könn­te, wie sie das in den ande­ren Demo­kra­tien getan haben, muß man eine repu­bli­ka­ni­sche Reli­gi­on erfin­den. Die­se neue Reli­gi­on ist die Lai­zi­tät, die die mate­ri­el­le Revo­lu­ti­on beglei­ten muß, die aber in Wirk­lich­keit die gei­sti­ge Revo­lu­ti­on ist.
    Die Revo­lu­ti­on impli­ziert, daß alles ver­ges­sen wer­den muß, was der Revo­lu­ti­on vor­aus­geht. Daher spielt die Schu­le eine zen­tra­le Rol­le, weil die Schu­le das Kind aus all ihren vor-repu­bli­ka­ni­schen Bin­dun­gen rei­ßen muß, um es dazu zu erzie­hen, ein Bür­ger zu wer­den. Es ist wie eine Neu­ge­burt, eine Trans­sub­stan­tia­ti­on die durch die Schu­le und für die Schu­le wirkt, die neue Kir­che mit ihren neu­en Prie­stern, die neue Lit­ur­gie und die neu­en zu lesen­den Geset­zes­ta­feln.“
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    Die Kir­chen­feind­lich­keit Peil­lons ist erschreckend. Er woll­te gar durch­set­zen, dass bei einer „Neu­grün­dung der Schu­le der Republik.….die Bedin­gun­gen für eine Erzie­hung zur Geschlech­ter­gleich­heit sicher­ge­stellt wer­den“
    Gelun­gen ist ihm die Durch­set­zung der „lai­zi­sti­schen Moral“:
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    „den Schü­ler von allen fami­liä­ren, eth­ni­schen, sozia­len, intel­lek­tu­el­len […] Deter­mi­nis­men zu lösen, damit jeder von ihnen sich eman­zi­pie­ren kön­ne […] da das Ziel der repu­bli­ka­ni­schen Schu­le immer die Schaf­fung eines frei­en Indi­vi­du­ums war.“
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    Von der glau­bens und kir­chen­feind­li­chen fran­zö­si­schen Hol­lan­de-Regie­rung haben bedroh­te Chri­sten kei­ner­lei­ech­te Hil­fe zu erwar­ten.
    Mehr über den see­len­fin­ste­ren Mini­ster Peil­lon hier:

    https://katholisches.info/2013/07/02/frankreichs-judischer-bildungsminister-wir-mussen-katholische-religion-durch-eine-republikanische-religion-ersetzen/

  2. Erstaun­lich, wie sich das Blatt gewen­det hat.
    Frank­reich, die „Älte­ste Tocher der Kir­che“, ist unter dem Ein­fluß der Loge zu einem chri­sten­feind­li­chen Land gewor­den, das auch vor Über­grif­fen auf fried­li­che Demon­stran­ten des Manif pour tous nicht zurück­schreckt, die Gewis­sens­frei­heit auf­hebt und die ori­en­ta­li­schen Chri­sten opfert.

    Das bis vor kur­zem kom­mu­ni­sti­sche Ruß­land, zwi­schen 1917 und 1985 als Regime ver­mut­lich größ­ter Chri­sten­ver­fol­ger und Mas­sen­mör­der aller Zei­ten, ent­deckt, wor­auf es letzt­lich auf­baut, näm­lich auf der Tau­fe der Kie­wer Rus und dem Glau­ben an Chri­stus.

    Das „Drit­te Rom“, wie es heißt (eine Theo­rie, die ich nicht tei­le), könn­te — so para­dox ist die Lage — der Kon­zils­kir­che Roms jetzt eini­ge Nach­hil­fe­stun­den in poli­ti­scher Akti­on geben.

    Höch­ste Zeit für vol­le kirch­li­che Ein­heit.

    • Könn­te die grie­chisch-katho­li­sche Kir­che Ruß­lands, die heut­zu­ta­ge aus nur rund 30 Gemein­den besteht, die aktu­el­le Posi­ti­on der rus­sisch-ortho­do­xen Kir­che ein­neh­men, wäre bereits viel zum Woh­le der Welt getan. Die Geheim­nis­se von Fati­ma mah­nen zu die­ser Ein­heit.

      • Wis­sen Sie mehr zur grie­chisch-katho­li­schen Kir­che Ruß­lands? Wo sind die­se 30 Gemein­den?

        In der Fach­zeit­schrift G2W las ich vor etwa 11, 12 Jah­ren, daß es bis 1917 eine rus­sisch-katho­li­sche Kir­che des öst­li­chen Ritus gege­ben habe, die aber gänz­lich ver­nich­tet wor­den sei.
        Gibt es eine Revi­ta­li­sie­rung?

        Nun, „Geheim­nis­se von Fati­ma“ mah­nen m. E. nicht (direkt) zu die­ser Ein­heit, son­dern ver­hei­ßen sie, wenn die Wei­he rich­tig durch­ge­führt wird. Die­se muß der Papst in Ein­heit mit dem Welt­epi­sko­pat durch­füh­ren. Mit Papst Fran­zis­kus sind wir natür­lich Licht­jah­re davon ent­fernt. Die „Wei­he“ am 13. d. M. war ein Hohn.

        Mir ist ange­sichts des lit­ur­gi­schen und keryg­ma­ti­schen Wir­kens des hl. Vaters klar, daß sich die ROK hier nicht sehr ange­zo­gen füh­len kann.

  3. “ Die Ver­tei­di­gung der Chri­sten des Nahen Ostens ist zu einem stra­te­gi­schen Ele­ment in Ruß­lands Außen­po­li­tik gewor­den. Staats­prä­si­dent Putin befin­det sich dabei in völ­li­gem Ein­klang mit dem Mos­kau­er Patri­ar­chat. “
    Um Got­tes Wil­len was für eine Nai­vi­tät. Genau­so wenig wie der jet­zi­ge Papst in der Lage ist den katho­li­schen Glau­ben zu ver­tei­di­gen kann Russ­land den christ­li­chen Glau­ben ret­ten. Russ­land ist nicht geweiht wor­den an das Herz Mari­ens.
    „Aus­gangs­punkt ist die Fehl­ein­schät­zung des Westens zum „Ara­bi­schen Früh­ling“,
    Das ist doch kei­ne Fehl­ein­schät­zung son­dern ein Pro­gramm. Das ist doch alles genau geplant und lan­ge vor­be­rei­tet. Begreift der der heu­ti­ge Katho­lik abso­lut nichts mehr was für einer Macht er gegen­über­steht. Nur Chri­stus kann uns ret­ten und sonst nichts mehr.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • ich dan­ke Gott über­schwäng­lich für die offen­sicht­li­che Bekeh­rung Russ­lands in sta­tu nascendi,wer das vor­ort erlebt hat wird mir beipflichten.Schön wäre, wenn dies im jetz­ti­gen Euro­pa auch so wäre! Der christ­li­che geleb­te und unter Ver­fol­gung und Mar­ty­ri­um bekann­te Glau­be hat Russ­land .bekehrt.Gorbatschow selbst hat anfangs sei­ner Regie­rung die Mön­che des Kie­wer Höh­lenk­lo­ster in die Psych­ia­trie gesteckt,erst Tscher­no­byl hat ein Umden­ken ein­ge­lei­tet obgleich zunächst noch katho­li­sche Prie­ster( nisi fal­lor­aus Riga )als Häft­lin­ge mit pri­mi­ti­ven Gerä­ten und mini­men Schutz­an­zü­gen den bren­nen­den Reak­tor löschen sollten.Die spä­te­re Reha­bi­li­ta­ti­on und das Ein­ge­ständ­nis der schwe­ren Schuld gegen die Kirche,die Tatsache,dass heu­te unzäh­li­ge Klö­ster und Kir­chen wie­der exi­stie­ren-das alles sehen die ortho­do­xen Chri­sten nur durch die Macht der Für­bit­te der Aller­se­lig­sten Jung­frau so wie auch durch das Blut unge­zähl­ter Hei­li­gen realisiert.Tatijana Gor­ti­sche­wa berichtet,dass noch in den 80er Jah­ren eine Frau 10 Jah­re Lager quitierte,da sie von der Bot­schaft Mari­ens Russ­land wür­de sich bekeh­ren einer Mit­ge­fan­gen erzähl­te.
      Das alles ist ein Wun­der und vor unse­ren Augen ist es geschehen.Ich bin vie­le Jah­re unter dem Kom­mu­nis­mus vie­le Stun­den mit den Gläu­bi­gen in den noch ver­blie­be­nen Kathe­dra­len im Got­tes­dienst gestan­den-nir­gends im Westen habe ich soviel Reue, Trä­nen und instän­di­ges Gebet gefun­den wie dort.Nirgendwo wur­de in sogro­sser Zahl die Got­tes­mut­ter ver­ehrt, geliebt und hoch­ge­prie­sen-das sind mei­ne ganz unwich­ti­gen Erfahrungen,aber sie zäh­len zu den schön­sten und besten mei­nes Lebens.Auf die Für­bit­te der Got­tes­ge­bä­re­rin ‚Ret­ter, ret­te auch uns!

  4. Russ­land wur­de weder der Imma­cu­la­ta geweiht, noch hat es sich mit der schein­ba­ren Abwen­dung vom Kom­mu­nis­mus auch schon „bekehrt“.
    Ich plä­die­re hier für Vor­sicht. Die­ses Land steckt in einer tie­fen Kri­se, hat sei­ne Sün­den weder bereut noch berei­nigt. Ver­ges­sen wir nicht, dass die Kir­che sich immer auch her­ge­ge­ben hat, unge­rech­te Macht­ha­ber mit gerech­tem Anschein zu stüt­zen — wenn es denn einem Kal­kül gedient hat. Kal­kü­le aber füh­ren ins Ver­der­ben — das lehrt die Geschich­te König Sauls. Deie Kir­che hat mit sol­chem Poli­ti­sie­ren stets unend­lich viel Leid über die Men­schen gebracht.
    Für Russ­land steht zuerst die Wei­he durch einen recht­mä­ßi­gen Papst an, dann die Bekeh­rung. Alles wei­te­re bestimmt ER — nicht wir.

  5. Putin und Med­we­dew sit­zen auf der einen Sei­te des Schach­spiels. Oba­ma und ande­re auf der ande­ren Sei­te. Wir sind nur die Figu­ren die gescho­ben wer­den. Man nennt es Wirk­lich­keits­kon­trol­le oder heu­te modern „Dia­lek­tik“. Der moder­ne deut­sche Katho­lik brüllt wie er kon­di­tioi­niert ist Tebartz van Elst an. Er fühlt sich damit auto­ma­tisch mora­li­scher und näher zu Chri­stus als die­ser Bischof. So ist er eben der nor­ma­le Pha­ri­sä­er. Ich bin gut seht ich mir mich! Und wie schlecht ist die­ser Bischof.
    Wer Chri­stus und sei­ne Kir­che liebt wird die Wahr­heit fin­den und muß alles ver­ges­sen was die­se Welt sagt und gesagt hat. Rom hat Russ­land nicht geweiht an das Herz Mari­ens. Sie wei­hen die­se Welt die nicht geret­tet wer­den kann.
    Per Mari­am ad Chri­stum.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Wie bit­te? Wor­auf bezie­hen Sie sich und in wel­chen Zun­gen par­lie­ren Sie da am Schluss? Ich jeden­falls möch­te ger­ne ver­ste­hen kön­nen, was ich lese.

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