Papst Franziskus und Fatima — Ernst der Lage nicht erkannt?

Papst Franziskus und die Statue der Gottesmutter von Fatima(Rom) Am ver­gan­ge­nen 13. Okto­ber soll­te, so die Ankün­di­gung, durch Papst Fran­zis­kus die Wei­he der Welt an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens statt­fin­den. Statt­ge­fun­den hat jedoch nichts der­glei­chen, obwohl eigens die Sta­tue der Got­tes­mut­ter aus Fati­ma nach Rom gebracht wor­den war. Was geschah wirk­lich in Rom? Was hät­te wirk­lich gesche­hen sol­len? Wor­um geht es in der Bot­schaft von Fati­ma? War­um ist die Lage so ernst? Und: War­um kon­tra­stiert der Ernst der Lage so sehr mit dem, was in Rom gesche­hen ist? Mit die­sen Fra­gen befaßt sich der bekann­te katho­li­sche Histo­ri­ker Robert de Mattei und ver­sucht Ant­wor­ten zu geben.
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Fatima und Papst Franziskus

von Rober­to de Mattei

Die Zere­mo­nie vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag, den 13. Okto­ber in St. Peter weck­te gro­ße Erwar­tun­gen, führ­te aber auch zu gro­ßer Ent­täu­schung. Die Erwar­tun­gen ent­stan­den durch die kur­sie­ren­de Nach­richt, Papst Fran­zis­kus wür­de vor der aus Por­tu­gal her­bei­ge­brach­ten Sta­tue der Got­tes­mut­ter von Fati­ma die Welt dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens wei­hen. Die Hoff­nun­gen schie­nen durch die Tat­sa­che Bestä­ti­gung zu fin­den, daß der Papst Kar­di­nal José Poli­car­po, den Patri­ar­chen von Lis­sa­bon, gebe­ten hat­te, sein Pon­ti­fi­kat der Got­tes­mut­ter von Fati­ma zu wei­hen.

Das Her­bei­strö­men der Gläu­bi­gen begann am Sams­tag, als die im Hub­schrau­ber gebrach­te Sta­tue der Madon­na von der Men­ge ver­ehrt und dann in das Mari­en­hei­lig­tum der Gött­li­chen Lie­be gebracht wur­de. Am Sonn­tag dräng­ten sich mehr als 100.000 Gläu­bi­ge auf dem Peters­platz vor der Basi­li­ka, um an der Zere­mo­nie teil­zu­neh­men. Vie­le hoff­ten, daß bei der Wei­he durch Papst Fran­zis­kus eine Erwäh­nung Ruß­lands erfol­gen wür­de. In Fati­ma hat­te die Got­tes­mut­ter näm­lich einen fei­er­li­chen und öffent­li­chen Akt der Süh­ne und der Wei­he Ruß­lands an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens gewünscht, der durch den Papst gemein­sam mit den Bischö­fen der Welt erfol­gen soll­te.

Pius XII. weih­te am 31. Okto­ber 1942 in einer Radio­bot­schaft die Kir­che und die Mensch­heit dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens.

Der­sel­be Papst Pacel­li, weih­te mit dem Apo­sto­li­schen Schrei­ben Sacro Ver­gen­te Anno vom 7. Juli 1952 alle Völ­ker Ruß­lands der Got­tes­mut­ter. Ruß­land wur­de aus­drück­lich genannt, aber es fehl­te die fei­er­li­che Ein­heit mit den katho­li­schen Bischö­fen der gan­zen Welt.

1965 baten 510 Bischöfe um die Weihe Rußlands — Paul VI. ignorierte Wunsch

Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil wäre die ein­zig­ar­ti­ge Gele­gen­heit gewe­sen, um die For­de­rung der Got­tes­mut­ter zu erfül­len. 1965 unter­zeich­ne­ten gan­ze 510 Erz­bi­schö­fe und Bischö­fe aus 78 Län­dern eine Peti­ti­on, mit der sie den Papst baten, in Ein­heit mit den Kon­zils­vä­tern die gan­ze Welt und in beson­de­rer Wei­se Ruß­land und die ande­ren vom Kom­mu­nis­mus beherrsch­ten Län­der dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens zu wei­hen.

Paul VI. kam der Auf­for­de­rung aber nicht nach. Johan­nes Paul II. schrieb, nach­dem er bei einem dra­ma­ti­schen Atten­tat am 13. Mai 1981 schwer ver­letzt wor­den war, sein Über­le­ben dem wun­der­ba­ren Schutz der Got­tes­mut­ter von Fati­ma zu. Als Pil­ger begab er sich ein Jahr nach dem Atten­tat zum Mari­en­wall­fahrts­ort und der Got­tes­mut­ter und weih­te ihr „jene Men­schen und Völ­ker, die die­ser Über­ant­wor­tung und Wei­he beson­ders bedür­fen“.

Eine ähn­li­che Wei­he wie­der­hol­te er am 25. März 1984 auf dem Peters­platz in Anwe­sen­heit der Sta­tue der Jung­frau, die eigens aus Por­tu­gal gebracht wur­de. Der Papst hat­te den Bischö­fen der gan­zen Welt geschrie­ben und sie gebe­ten, sich mit ihm in die­ser Wei­he zu ver­ei­nen. Aber das Schrei­ben erreich­te nicht alle und nur weni­ge mach­ten sich das Anlie­gen zu eigen. Auch bei die­ser Gele­gen­heit wur­de Ruß­land nicht aus­drück­lich erwähnt. Es gab ledig­lich einen Ver­weis auf „die Völ­ker deren Wei­he und Über­ant­wor­tung du von uns erwar­test“.

Ein drit­ter Akt, mit dem die Kir­che und die Mensch­heit der Jung­frau Maria anver­traut wur­den, erfolg­te am 8. Okto­ber 2000 vor der Sta­tue der Got­tes­mut­ter von Fati­ma durch Johan­nes Paul II. gemein­sam mit mehr als 1500 Bischö­fen, die den Welt­epi­sko­pat ver­tra­ten. Auf Wunsch Johan­nes Pauls II. ver­öf­fent­lich­te der dama­li­ge Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger das Drit­te Geheim­nis von Fati­ma (eine Ver­öf­fent­li­chung die von vie­len aller­dings als unvoll­stän­dig ange­se­hen wird) und am 12. Mai 2010 erhob er als Bene­dikt XVI. vor ihrem Gna­den­bild in der Erschei­nungs­ka­pel­le von Fati­ma kniend ein Gebet des Anver­trau­ens und der Wei­he an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens mit der Bit­te um Erret­tung:  „Komm uns zu Hil­fe und erret­te uns aus allen Gefah­ren.“

Papst Franziskus sprach in müdem Tonfall schwache Formel

Die Ver­eh­rer der Got­tes­mut­ter von Fati­ma erwar­te­ten sich von Papst Fran­zis­kus einen Schritt, der über die sei­ner Vor­gän­ger hin­aus­ge­hen wür­de, aber sie wur­den tief ent­täuscht. Der Papst sprach mit müdem Ton­fall eine For­mel, die schwä­cher war als alle vor­he­ri­gen, ohne das Wort Wei­he zu gebrau­chen und ohne weder Fati­ma noch das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens, noch die Welt, noch die Kir­che und noch weni­ger Ruß­land zu erwäh­nen. Der Papst hat ent­ge­gen der Ankün­di­gung (auf der Inter­net­sei­te des Mari­en­hei­lig­tums von Fati­ma und durch Radio Vati­kan) die Welt nicht dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens geweiht. Es gab ledig­lich eine all­ge­mei­ne Anspie­lung auf „Gott, der nicht müde wird, sich barm­her­zig der Mensch­heit zuzu­nei­gen, die vom Bösen bedrängt und von der Sün­de ver­wun­det ist, um sie zu hei­len und zu ret­ten“, ((In der deut­schen Über­set­zung des Gebets durch Radio Vati­kan ist die Rede von einem „Wei­he­akt“. Im ita­lie­ni­schen Ori­gi­nal kommt das Wort „Wei­he“ aller­dings nicht vor. Dort heißt es „Akt des Anver­trau­ens“.)) aber ohne jeden Hin­weis auf die Gefah­ren, die heu­te über der reue­lo­sen Mensch­heit schwe­ben.

Benedikt XVI.: „Wer glaubt, prophetische Mission Fatimas sei beendet, der irrt“

Die Seli­ge Jung­frau Maria war kei­ne geschwät­zi­ge und sen­ti­men­ta­le Frau und ihre Bot­schaf­ten, wenn sie authen­tisch sind, kom­men direkt zum Wesent­li­chen. Ihre Wor­te sind ein Geschenk des Him­mels, um die Men­schen im Glau­ben zu bestär­ken oder ihnen Ori­en­tie­rung zu geben und ihnen in den Schwie­rig­kei­ten Trost zu spen­den. In Lour­des 1858 besie­gel­te Maria das Dog­ma der Unbe­fleck­ten Emp­fäng­nis, das von Pius IX. vier Jah­re zuvor ver­kün­det wor­den war. In Fati­ma 1917 kün­de­te sie eine gro­ße Stra­fe an, soll­te sich die Welt nicht bekeh­ren und für ihre Sün­den Süh­ne lei­sten. Bene­dikt XVI. sag­te am 13. Mai 2010 vor mehr als einer hal­ben Mil­li­on Pil­ger in Fati­ma:

„Wer glaubt, daß die pro­phe­ti­sche Mis­si­on Fati­mas been­det sei, der irrt sich.“

Mit der Pro­phe­zei­ung woll­te uns die Got­tes­mut­ter ver­ständ­lich machen, daß die Welt eine tra­gi­sche Stun­de in ihrer Geschich­te durch­lebt und jeden zu sei­ner Ver­ant­wor­tung rufen.

Dramatische Botschaft der Gottesmutter über bevorstehende Strafe

Eine star­ke Unter­wei­sung auf der glei­chen Linie von Fati­ma erfolgt durch eine ande­re, kaum bekann­te maria­ni­sche Bot­schaft, deren 40. Jah­res­tag genau auf den 13. Okto­ber 2013 fiel: dem von Aki­ta. Aki­ta ist der Name eines Ortes in Japan, in dem Schwe­ster Agnes Kats­uko Sasa­ga­wa, vom Orden der Die­ne­rin­nen der Hei­li­gen Eucha­ri­stie die Got­tes­mut­ter erschie­nen ist.

Am 13. Okto­ber 1973 erhielt die Ordens­frau die letz­te und wich­tig­ste Bot­schaft, in der die Got­tes­mut­ter die Stra­fe beschreibt, die die Mensch­heit erwar­tet:

„Wenn die Men­schen nicht bereu­en und sich nicht bekeh­ren, wird der himm­li­sche Vater über das gan­ze Men­schen­ge­schlecht eine ent­setz­li­che Stra­fe ver­hän­gen. Eine Stra­fe, weit schlim­mer als die Sint­flut, eine Stra­fe, wie sie bis jetzt noch nicht vor­ge­kom­men ist. Feu­er wird vom Him­mel fal­len und einen Groß­teil der Mensch­heit hin­weg­fe­gen, die Guten wie die Schlech­ten ohne Prie­ster und Gläu­bi­ge zu ver­scho­nen. Die Über­le­ben­den wer­den so bedrückt sein, daß sie jene benei­den wer­den, die tot sind. Die ein­zi­gen Waf­fen, die euch blei­ben wer­den, sind der Rosen­kranz und das Zei­chen, das von Mei­nem Sohn hin­ter­las­sen wur­de. Betet jeden Tag den Rosen­kranz. Mit dem Rosen­kranz betet für den Papst, die Bischö­fe und Prie­ster. Das Werk des Teu­fels dringt auch in die Kir­che ein, und Kar­di­nä­le wer­den sich gegen ande­re Kar­di­nä­le stel­len, Bischö­fe gegen Bischö­fe. Die Prie­ster, die mich ver­eh­ren, wer­den von ihren Mit­brü­dern ver­ach­tet und behin­dert wer­den… Kir­chen und Altä­re wer­den geplün­dert. Die Kir­che wird voll sein von sol­chen, die Kom­pro­mis­se akzep­tie­ren und der Teu­fel wird vie­le Prie­ster und geweih­te See­len ver­füh­ren, ihre Beru­fung zu ver­lie­ren. Der Teu­fel wird beson­ders uner­bitt­lich gegen die gott­ge­weih­ten See­len vor­ge­hen. Der Gedan­ken, daß so vie­le See­len ver­lo­ren­ge­hen, ist der Grund für mein Leid. Mein so gro­ßes Leid. Wenn es kei­ne Wen­de gibt und die Sün­den an Zahl und Schwe­re wei­ter zuneh­men, wird es kei­ne Ver­ge­bung für die Sün­den mehr geben.“

Im April 1984 erklär­te Bischof John Sho­ji­ro Ito von Niiga­ta (1909–1993)  nach einer gründ­li­chen Prü­fung, daß die Erschei­nun­gen von Aki­ta als über­na­tür­lich zu betrach­ten sind und erlaub­te in sei­ner Diö­ze­se die Ver­eh­rung Unse­rer Lie­ben Frau von Aki­ta. Im Juni 1988 bezeich­ne­te Kar­di­nal Ratz­in­ger, damals Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on die Ereig­nis­se von Aki­ta als glaub­wür­dig. Der phil­ip­pi­ni­sche Bot­schaf­ter beim Hei­li­gen Stuhl, Howard Dee, bezeug­te öffent­lich, daß Kar­di­nal Ratz­in­ger in einem Gespräch mit ihm betä­tig­te, daß die Bot­schaf­ten von Fati­ma und Aki­ta den­sel­ben Inhalt haben.

„Nicht Zeit für Illusionen, Optimismus und oberflächliches Lächeln“

Die Bot­schaf­ten von Fati­ma und Aki­ta sagen Stra­fen für die Mensch­heit und für die Kir­che auf ihrer natür­li­chen, poli­ti­schen und vor allem ihrer geist­li­chen Ebe­ne vor­aus, und erin­nern uns dar­an, daß Gott unend­lich barm­her­zig ist, weil er unend­lich gerecht ist. Es ist nicht die Zeit für Illu­sio­nen, für Opti­mis­mus, für ober­fläch­li­ches Lächeln, son­dern die Zeit des Ern­stes und des Kamp­fes. Und die Unbe­fleck­te hat ver­spro­chen, uns bis zum end­gül­ti­gen Tri­umph bei­zu­ste­hen.

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Cor­ris­pon­den­za Roma­na

15 Kommentare

  1. Dan­ke für die­se pro­fun­de Ana­ly­se!

    Sie zeigt, daß Papst Fran­zis­kus tat­säch­lich weit davon ent­fernt ist, den Ernst der Lage erken­nen zu wol­len. Eigent­lich war die „Wei­he“ vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag — ange­sichts des­sen, was die Kir­che bzgl. Fati­ma bereits längst aner­kannt hat — ein Hohn.

    De Mattei läßt auch durch­blicken, ohne es ganz deut­lich zu sagen, daß Papst Bene­dikt bei wei­tem mehr wuß­te, als er uns sag­te. Das III. Geheim­nis harrt noch der Publi­ka­ti­on. Daß die Erklä­rung von 2000 bereits alles gesagt haben soll, glaubt ohne­hin nie­mand mehr.

  2. „Wenn die Men­schen nicht bereu­en und sich nicht bekeh­ren, wird der himm­li­sche Vater über das gan­ze Men­schen­ge­schlecht eine ent­setz­li­che Stra­fe ver­hän­gen. Eine Stra­fe, weit schlim­mer als die Sint­flut, eine Stra­fe, wie sie bis jetzt noch nicht vor­ge­kom­men ist. Feu­er wird vom Him­mel fal­len und einen Groß­teil der Mensch­heit hin­weg­fe­gen, die Guten wie die Schlech­ten ohne Prie­ster und Gläu­bi­ge zu ver­scho­nen..“
    Die Bot­schaft von Aki­ta dürf­te nicht echt sein, erstens kann es kaum eine Stra­fe geben die schlim­mer als die Sint­flut ist, und schloss Gott mit Noe einen Bund dass er die Mensch­heit nicht mehr so bestra­fen wird.
    Mit nicht aner­kann­ten Erschei­nun­gen zu argu­men­tie­ren soll­te man ver­mei­den, sowohl mit Med­jug­or­je wie mit ande­ren.

    • Wickerl, reden Sie vom Alten Bund? Da der Alte Bund durch den Neu­en und Ewi­gen Bund auf­ge­ho­ben wur­de, bin­det er Gott nicht mehr, oder?

    • Aki­ta wur­de doch vom Orts­bi­schof aner­kannt! Und Bene­dikt XVI. erkennt die Erschei­nung eben­falls an. Steht oben im Arti­kel!
      Außer­dem ist die Zer­stö­rung durch Feu­er sogar biblisch vor­her­ge­sagt. Und dass Gott danach einen neu­en Him­mel und einen neue Erde schaf­fen will.
      Das hat mit den end­lo­sen, nichts­sa­gen­den Quas­sel­bot­schaf­ten aus diver­sen ande­ren Orten nichst zu tun!

  3. “ Der phil­ip­pi­ni­sche Bot­schaf­ter beim Hei­li­gen Stuhl, Howard Dee, bezeug­te öffent­lich, daß Kar­di­nal Ratz­in­ger in einem Gespräch mit ihm betä­tig­te, daß die Bot­schaf­ten von Fati­ma und Aki­ta den­sel­ben Inhalt haben.“

    Wenn sie das III. Geheim­nis wahr­heits­ge­mäß ver­öf­fent­li­chen dann kön­nen sie ihr pasto­ra­les Kon­zil zusam­men­packen und bis auf die Grund­mau­ern abwickeln. Es wäre gar nicht mög­lich gewe­sen. Aber dann wür­de ein Cha­os in die­ser Welt ent­ste­hen was nicht zu beschrei­ben ist.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

      • „Wel­ches Cha­os?“
        Haben sie die „Offen­ba­rung des Johan­nes“ gele­sen. Ist ihnen klar was mit gro­ßen Tei­len der Mensch­heit pas­siert. Und das kommt mög­li­cher­wei­se kra­chend auf den Tisch. Und sie wun­dern sich das Cha­os aus­bre­chen könn­te. Allein der Satz „Die Leben­den wer­den die Toten benei­den“ ist biblisch ver­bürgt. Oder gehen sie davon aus das die drit­te Bot­schaft eine gro­ße Lobes­hym­ne auf die Mensch­heit ist. Dann wür­de ich sie ver­ste­hen.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Es trä­ten end­lich Ord­nung und Schön­heit ein!
      Ich habe die­sen bana­len Novus Ordo so satt — die gan­ze Bot­schaft ist ihrer Tie­fe braubt!
      Der Novus Ordo steht dem Vetus Ordo unge­fähr so gegen­über wie eine Schla­ger­pa­ra­de „ern­sten“ Musik­ta­gen gegen­über steht: das eine ein­fach nur seich­tes, kit­schi­ges Gedu­del mit einer super­kur­zen Halb­werts­zeit, das ande­re die klin­gen­de Zeit­lo­sig­keit.
      Die Schla­ger­pa­ra­de setzt auf die Har­mo­nie­sucht und sen­ti­men­ta­le Gefüh­le der Leu­te. Die Musik­ta­ge wol­len in der Musik Ord­nun­gen aus­drücken — auch wenn das man­chen schon wie­der zu anstren­gend ist. Aber der Mensch wird erho­ben, wenn er sich auf­macht und an etwas wächst. Bedient man sei­ne Bequem­lich­keit, sinkt er immer tie­fer.

  4. Was ich mich immer fra­ge: *war­um* kom­men die Päp­ste der For­de­rung der Imma­ku­la­ta nicht voll­stän­dig nach? Zu Zei­ten des Kal­ten Krie­ges hät­te ich das ja aus poli­ti­schen Erwä­gun­gen her­aus noch ver­ste­hen kön­nen, aber die­se Zei­ten sind ja nun (hof­fent­lich) vor­bei…

    • „Was ich mich immer fra­ge: *war­um* kom­men die Päp­ste der For­de­rung der Imma­ku­la­ta nicht voll­stän­dig nach?“

      Die Ant­wort ist ganz ein­fach. Weil sie Rück­kehr­ö­ku­me­ne ableh­nen. Eini­ge in der Kir­che haben ande­re Zie­le. Eine Wei­he Russ­lands an das Herz Mari­ens wür­de in Russ­land einen Glau­bens­druck aus­lö­sen den die Welt noch nicht gese­hen hat. Die Ver­ei­ni­gung der Mut­ter Got­tes von Fati­ma und Kasan wür­de die katho­li­sche Kir­che zur stärk­sten Glau­bens­macht unter der Son­ne machen.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  5. Es ist merk­wür­dig — ich hat­te heu­te im Lau­fe des Tages auch immer wie­der den Gedan­ken, dass es für F.s Ver­hal­ten am 13. Okto­ber nur zwei Erklä­run­gen gibt:
    Ent­we­der ist er sich über die Bri­sanz der Ange­le­gen­heit nicht bewusst (was ich nicht glau­be)
    Oder er hat sich in irgend­ei­ner Wei­se der Gegen­sei­te ver­pflich­tet bzw. ver­schrie­ben.
    Es ist jedoch — setzt man vor­aus, dass F. gei­stig gesund ist — aus­ge­schlos­sen, dass F. sich der Bri­sanz nicht bewusst ist. Nach zwei unmit­tel­ba­ren und mit­tel­ba­ren Vor­gän­gern, die bei allen Feh­lern deut­lich mach­ten, dass sie die Fati­ma-Bot­schaft als abso­lut „ulti­ma­tiv“ für die Kir­che und die Welt erkannt haben, hat F. kurz nach sei­ner Wahl die Fati­ma-Akten ein­ge­se­hen und Capo­vil­la nach Rom zitiert. Er hat auch das 3. Geheim­nis gele­sen. Er weiß, was los ist. Er wur­de von vie­len in den letz­ten Wochen gebe­ten, schrift­lich gebe­ten, die Wei­he „rich­tig“ durch­zu­füh­ren.
    Es kann einem nur schwarz vor Augen wer­den, wenn man sich klar­macht, dass am 13. Okto­ber 2013 — weil die gefor­der­te Wei­he nicht statt­fand, ja: über­haupt kei­ne Wei­he und sogar viel­mehr eine deut­li­che Absa­ge an die gefor­der­te Buße aus­ge­drückt wur­de — , F. die Welt dem Ver­der­ben aus­ge­lie­fert hat. Denn das Ver­der­ben ist der Welt ange­kün­digt für die fort­ge­setz­te Läste­rung Got­tes. F. unter­stützt die fort­ge­setz­te Läste­rung und hat es ver­wei­gert, die Welt dem Unbe­fleck­ten Her­zen der Got­tes­mut­ter zu wei­hen.
    Das war die­ser boh­ren­de Gedan­ke heu­te: F. hat damit das Schick­sal der Welt besie­gelt. Und die Welt begreift es nicht.
    Unse­re Mut­ter hat uns doch gesagt, was das bedeu­ten wird für die Welt, wenn man IHREN Wunsch nicht erfüllt! Die Vor­gän­ger haben z.T. den Wunsch halb­her­zig erfüllt, aber sie haben immer­hin etwas in die Rich­tung einer „Wei­he an das Unbe­fleck­te Herz“ ver­sucht. J23 und P6 haben das ver­wei­gert und unter ihnen gescha­hen die gro­ßen Ein­brü­che, die zur Kri­se führ­ten. Nun haben wir wie­der einen Ver­wei­ge­rer, aber die Zeit ist weit vor­an­ge­schrit­ten. Wir sehen doch die gro­ße Zer­stö­rung hand­greif­lich vor Augen!
    Fran­zis­kus — wie willst du das ver­ant­wor­ten!
    O Imma­cu­la­ta, höre auf die Stim­men derer, die vom Papst etwas ande­res erhofft hat­ten! Wir sind doch auch noch da!

  6. @ Zeit­schnur; Vie­len Dank für die aus­gez­eine­te Ana­ly­se. Ich stim­me Ihnen zu, es bleibt nur mehr das ehr­fürch­ti­ge Gebet zur Imma­cu­la­ta. Fan­gen wir damit an!!!
    @pem miram; Sie fra­gen nach den Hinter­gün­den oder war­um wur­de die Wei­he nicht durch­ge­führt? Ich ken­ne fol­gen­de poli­ti­sche Ver­si­on.:
    Auf Betrei­ben von Papst Johan­nes XXIII schlos­sen Kar­di­nal Tis­serant und der rus­si­sche Metro­po­lit Niko­dim in Metz vor dem Kon­zil einen Ver­trag, der regel­te, dass der dia­lek­ti­sche Mate­ria­lis­mus mit dem Kom­mu­nis­mus sowie das sowje­ti­sche Impe­ri­um nicht Gegen­stand von Kon­zils­be­ra­tun­gen sein soll­ten. Die­ser Ver­trag hat­te Fol­gen:
    1.) Er beschränk­te die Bera­tungs­frei­heit des Kon­zils ein. Die wesent­li­chen Kon­flikt­punk­te der Zeit wie der dia­lek­ti­sche und prak­ti­sche Mate­ria­lis­mus durf­ten nicht bera­ten wer­den.
    2.) Er garan­tier­te den Sowjets (Nach Ungarn und Polen) Ruhe vor den Reli­giö­sen
    3.) Die Wei­he Russ­lands an die unbe­fleck­te Emp­fäng­nis wäre als Ver­trags­bruch ange­se­hen wor­den.
    Als Lohn für den Ver­trag ent­sand­te die rus­sisch-ortho­do­xe Kir­che Kon­zils­be­ob­ach­ter. Ver­mut­lich gilt die­ses Werk der Geheim­di­plo­ma­tie noch heu­te. In der Sache habe ich gele­sen, dass Johan­nes XXIII von Fati­ma nicht über­zeugt war. Auch die­ses wür­de die Inkon­se­quenz beim Umgang mit der Bot­schaft unse­rer lie­ben Frau von Fati­ma in der Ver­gan­gen­heit erklä­ren. An die­ser Stel­le soll­te man dar­auf hin­wei­sen, dass Niko­dim spä­ter kurz vor dem Tode Johan­nes Paul I in des­sen Arbeits­zim­mer unter myste­riö­sen Umstän­den, die Herz­in­farkt genannt wur­den starb. Ob der lächeln­de Papst den Ver­trag auf­kün­di­gen woll­te?

  7. Ich wer­de nicht müde das es in Fati­ma, auf irgend­ei­ne Wei­se auch um das Vat . 2 gegan­gen ist.
    Nie in der Geschich­te der Kir­che hat ein Kon­zil, was noch nicht ein­mal dog­ma­tisch war mit der anschlie­ßen­den Lit­ur­gie­zer­stö­rung, der­ar­ti­ges Unheil und Ver­wir­rung gestif­tet.
    Die Päp­ste seit damals sind auf irgen­ei­ne Wei­se mit die­sem Kon­zil behaf­tet und des­halb auch nicht mehr voll­um­fäng­lich Päp­ste (lei­der auch Bene­dikt, der aller­dings, trotz bes­se­ren Wis­sens vom Kle­rus matt gest­zt wur­de)
    Wenn die Mut­ter­got­tes vor sovie­len Din­gen des Glau­bens­ab­falls gewarnt hat dann zu 100% auch zu der Kon­zils­ka­ta­stro­phe.
    Solan­ge Rom dar­über schweigt, ist man nicht mehr voll Katho­lisch und es kom­men sol­che halb­her­zi­gen Ver­an­stal­tun­gen mit Wei­he, ohne Wei­he zustan­de.
    Lan­ge geht das nicht mehr gut, denn die Kir­che Chri­sti ist eben nicht ewig mani­pu­lier­bar.

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