Priebkes Sarg bespuckt – Der Haß muß Grenzen kennen, aber auch der katholische Kniefall

Leichnam Priebkes wird weggebracht(Rom) Das häß­li­che Gesicht des Has­ses wur­de rund um den Tod und die Bei­set­zung Erich Prieb­kes sicht­bar. Rache und Haß soweit zu trei­ben, dem Feind ein Grab zu ver­wei­gern, bedeu­tet nicht, die Opfer die­ses Fein­des zu ehren. Erst recht nicht hat es etwas mit Gerech­tig­keit zu tun.
Die Bil­der mit Fuß­trit­ten und Faust­schlä­gen gegen den Sarg mit dem Leich­nam Prieb­kes, der ange­spuckt wur­de, sind ein­fach nur absto­ßend. Sie zei­gen die Frat­ze einer Welt ohne Erbar­men und Ver­ge­bung. Eine Welt ohne Chri­stus und ohne Chri­sten­tum. Daß die­ses häß­li­che Gesicht rund um eine der wich­tig­sten christ­li­chen Hand­lun­gen, einer Beer­di­gung auf­tauch­te, scheint daher kein Zufall zu sein. Vor dem Auf­marsch rechts­ex­tre­mer Grup­pen, die die Bei­set­zung Prieb­kes viel­leicht aus­nüt­zen könn­ten, woll­te man „das Andenken der Opfer, die Ange­hö­ri­gen der Opfer“ und die anti­fa­schi­sti­sche Gesell­schaft bewah­ren. Gekom­men sind statt des­sen gewalt­tä­ti­ge Links­ex­tre­mi­sten und der ewi­ge Mob, der noch zu jeder Zeit nach der Kreu­zi­gung ver­lang­te.

„Moralisierende Hochform“ der Medien

Zahl­rei­che Jour­na­li­sten lie­fen zu mora­li­sie­ren­der Hoch­form auf, konn­te doch noch ein­mal, bald 70 Jah­re nach Kriegs­en­de, der Natio­nal­so­zia­lis­mus besiegt wer­den. Zumin­dest in ihren Köp­fen. Die Gele­gen­hei­ten sind rar gewor­den. Prieb­ke muß­te 100 Jah­re alt wer­den, um der lin­ken Schicke­ria noch ein­mal die­sen beson­de­ren Kick zu ver­schaf­fen.

Der Spie­gel und der ORF empör­ten sich über die Pius­bru­der­schaft, die sich bereit erklär­te, für Prieb­ke die Toten­mes­se zu lesen. Damit habe sich, so der öster­rei­chi­sche Staats­funk und das Ham­bur­ger Wochen­ma­ga­zin, nur die ohne­hin bekann­te Affi­ni­tät zwi­schen Pius­bru­der­schaft und Rechts­ex­tre­mis­mus bestä­tigt. Daß die Pius­bru­der­schaft Prieb­ke nur des­halb bei­set­zen muß­te, weil der zustän­di­ge Pfar­rer durch Wei­sung von oben (vom Papst als Bischof von Rom selbst?) sei­ner Pflicht nicht nach­ge­kom­men ist bezie­hungs­wei­se nicht nach­kom­men durf­te, wur­de dabei ein­fach unter­schla­gen.

Bemer­kens­wert ist das Phä­no­men, daß der mora­li­sche Impe­tus mit zeit­li­cher Ent­fer­nung zu den Ereig­nis­sen und Genera­tio­nen­wech­sel zu per­sön­lich Unbe­trof­fe­nen an Radi­ka­li­tät gewinnt. Als Kapp­ler, der Kom­man­dant der Gei­sel­er­schie­ßun­gen von 1944 1978 starb, konn­te er in aller Ruhe und öffent­lich begra­ben wer­den. Nun, da ein Unter­ge­be­ner gestor­ben ist, ist das 2013 nicht mehr mög­lich. Die kra­kel­en­den und spucken­den Demon­stran­ten und die Gewalt­tä­ter in Alba­no Lazia­le sind erst nach 1945 gebo­ren. 2013 sti­li­sier­ten Medi­en und irgend­wel­che poli­ti­schen Rabau­ken sogar eine Beer­di­gung zum „Kampf gegen rechts“. Sopho­kles Anti­go­ne befaß­te sich bereits 500 Jah­re vor Chri­stus mit der mora­li­schen Fra­ge, jeman­dem das Grab zu ver­wei­gern.

Zivilisierte Gesellschaft verweigert Totem Beisetzung: Wie konnte es dazu kommen?

Die Fra­ge ist nicht, wie kann es eine katho­li­sche Bei­set­zung für jeman­den wie Erich Prieb­ke geben. Die Fra­ge muß lau­ten: Wie konn­te es gesche­hen, daß eine zivi­li­sier­te Gesell­schaft, daß deren Behör­den, Intel­lek­tu­el­len und Medi­en die Recht­mä­ßig­keit der Bei­set­zung eines Men­schen in Fra­ge stel­len? Wahr­lich kei­ne Lei­stung, viel­mehr pie­tät­los. Wie pie­tät­voll ist dage­gen die katho­li­sche Kir­che, die um die Dra­ma­tik im Augen­blick des Todes weiß und die­sen beglei­tet. Zumin­dest dann, wenn sie sich aus poli­ti­scher Kor­rekt­heit nicht selbst dar­an hin­dert.

Eine öster­rei­chi­sche katho­li­sche Inter­net­sei­te ver­stieg sich wegen der Toten­mes­se für Prieb­ke zum maß­lo­sen Titel „Der Amok­lauf der Pius­bru­der­schaft“. So wie der Haß Gren­zen haben soll­te, soll­ten auch katho­li­sche Knie­fäl­le Gren­zen haben. Das Gegen­teil eines Amok­lau­fes ist der Fall, wie die off­fi­zi­el­le Erklä­rung der Pius­bru­der­schaft zeigt: „Ein Christ, der getauft wur­de und der die Sakra­men­te der Beich­te und der Eucha­ri­stie emp­fan­gen hat, hat was auch immer sei­ne Schuld und sei­ne Sün­den sein mögen, sofern er mit Gott und der Kir­che ver­söhnt stirbt, ein Recht auf die Zele­bra­ti­on einer Hei­li­gen Mes­se und die Bei­set­zung. Mit die­ser Erklä­rung erneu­ern wir unse­re Ableh­nung jeg­li­cher Form von Anti­se­mi­tis­mus oder Ras­sen­haß, aber auch aller ande­ren For­men von Haß. Die katho­li­sche Reli­gi­on ist die der Barm­her­zig­keit und der Ver­ge­bung.“

Wo Diözese versagt hat, haben die Piusbrüder ihre priesterliche Aufgabe erfüllt

Den Pius­brü­dern gebührt Hoch­ach­tung, daß zumin­dest sie ihrer prie­ster­li­chen Pflicht nach­ge­kom­men sind und getan haben, was eigent­lich selbst­ver­ständ­lich sein soll­te. Die Pius­bru­der­schaft wuß­te, daß sie ihre Bereit­schaft nur neu­er Kri­tik aus­set­zen wür­de. Es wäre sicher klü­ger und eigen­nüt­zi­ger gewe­sen, dar­auf zu ver­zich­ten. Trotz der damit ver­bun­de­nen Risi­ken, haben sie ihren prie­ster­li­chen Auf­trag ohne Anse­hen der Per­son erfüllt. Das ehrt sie und beschämt die Diö­ze­se Rom und deren Bischof.

Und uns allen sei ins Stamm­buch geschrie­ben: Spuckt nicht auf einen Toten, denn das Ren­de­vous mit dem Tod haben wir alle vor uns und es wäre bes­ser, wenn jeder sich dar­um sor­gen wür­de, wie er vor sei­nen Schöp­fer tritt. Und jeder von uns hat zu hof­fen, daß er dann einen Prie­ster fin­det, der ihm die Beich­te abnimmt, die letz­te Ölung und die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on spen­det und ihn beer­digt. Denn das erschüt­tern­de an der Ent­schei­dung des „Ordi­na­ri­us“ der Diö­ze­se Rom ist, daß die­se Sicher­heit in Fra­ge gestellt wird. Wenn heu­te Prieb­ke aus Grün­den der poli­ti­schen Oppor­tu­ni­tät ver­wei­gert wird, was jedem Katho­li­ken zusteht, dann könn­te mor­gen ande­ren aus ganz ande­ren „Oppor­tu­ni­tä­ten“ eine sol­che ver­wei­gert wer­den. Poli­ti­sche Kor­rekt­heit ist ein Fähn­lein im Wind, das sich stän­dig dreht.

Die häßlichen Bilder des Hasses

Die Toten­mes­se am Prio­rat der Pius­bru­der­schaft soll­te ohne Medi­en­öf­fent­lich­keit statt­fin­den, aber öffent­lich zugäng­lich sein. Der lin­ke Bür­ger­mei­ster der Stadt mach­te Ort und Uhr­zeit jedoch bekannt und fand sich selbst vor dem Prio­ri­at ein, um die Gegen­de­mon­stran­ten anzu­feu­ern. Nach­dem Demon­stran­ten das Gelän­de zu stür­men ver­such­ten, wur­de der Zugang abge­sperrt.

Das Video zeigt, wie ein links­ex­tre­mer Mob den Prie­ster Don Cur­zio Nito­glio angreift, der das Prio­rat der Pius­bru­der­schaft betre­ten woll­te. Die Demon­stran­ten hiel­ten ihn für den Zele­bran­ten. Die abscheu­li­chen Bele­di­gun­gen, die ihm ent­ge­gen­ge­brüllt wur­den, kön­nen hier nicht wie­der­ge­ge­ben wer­den. Ein Doku­ment der sakri­le­gi­schen Schan­de. Zu den Bil­dern des Has­ses gehö­ren die in den Arde­a­ti­ni­schen Höh­len erschos­se­nen Gei­seln eben­so wie die 35 beim Atten­tat kom­mu­ni­sti­scher Par­ti­sa­nen getö­te­ten deut­schen Sol­da­ten und ita­lie­ni­schen Zivi­li­sten.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Tem­pi (Screen­shot)

16 Kommentare

  1. Chri­stus ste­he uns bei. Kein totes Tier hat sowas ver­dient. In einer Welt wo Tote ange­grif­fen wer­den und kei­nen Frie­den fin­den die ist dem Unter­gang geweiht.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  2. Papst Fran­zis­kus spricht aktu­ell viel von „Schan­de“.
    Was hier anl. die­ses Begräb­nis­ses — unter Steil­vor­la­ge der ört­li­chen Kir­chen­ver­ant­wort­li­chen — vor­ge­fal­len ist, wäre mit „Schan­de“ wohl noch weit unter­trie­ben.
    Die Ver­beu­gung vor dem glau­bens — und kir­chen­feind­li­chen „huma­nen“ Mob hin­ter­lässt einen mehr als bit­te­ren Bei­geschmack, denn so spricht der HERR:
    -
    „So wahr ich lebe, ich will nicht den Tod des Sün­ders 
    son­dern dass er sich bekeh­re und lebe“
    -

    Genau die­se Umkehr hat offen­bar Prieb­ke kraft der hl. Sakra­men­te getan und ist somit im Gleich­nis Chri­sti über den wie­der­ge­fun­de­nen „ver­lo­re­nen Sohn“ wie­der­zu­er­ken­nen.
    Gro­sse Ach­tung ver­dient die Pius-Bru­der­schaft, die dies nicht „zeit­ge­mäss weg­to­le­riert“ hat:

    -
    Lk 15,11
    Wei­ter sag­te Jesus: Ein Mann hat­te zwei Söh­ne.
    Lk 15,12
    Der jün­ge­re von ihnen sag­te zu sei­nem Vater: Vater, gib mir das Erb­teil, das mir zusteht. Da teil­te der Vater das Ver­mö­gen auf.
    Lk 15,13
    Nach weni­gen Tagen pack­te der jün­ge­re Sohn alles zusam­men und zog in ein fer­nes Land. Dort führ­te er ein zügel­lo­ses Leben und ver­schleu­der­te sein Ver­mö­gen.
    Lk 15,14
    Als er alles durch­ge­bracht hat­te, kam eine gro­ße Hun­gers­not über das Land und es ging ihm sehr schlecht.
    Lk 15,15
    Da ging er zu einem Bür­ger des Lan­des und dräng­te sich ihm auf; der schick­te ihn aufs Feld zum Schwei­ne­hü­ten.
    Lk 15,16
    Er hät­te gern sei­nen Hun­ger mit den Fut­ter­scho­ten gestillt, die die Schwei­ne fra­ßen; aber nie­mand gab ihm davon.
    Lk 15,17
    Da ging er in sich und sag­te: 
    Wie vie­le Tage­löh­ner mei­nes Vaters haben mehr als genug zu essen und ich kom­me hier vor Hun­ger um.
    Lk 15,18
    Ich will auf­bre­chen und zu mei­nem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Him­mel und gegen dich ver­sün­digt.
    Lk 15,19
    Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem dei­ner Tage­löh­ner.
    Lk 15,20
    Dann brach er auf und ging zu sei­nem Vater. Der Vater sah ihn schon von wei­tem kom­men und er hat­te Mit­leid mit ihm. Er lief dem Sohn ent­ge­gen, fiel ihm um den Hals und küss­te ihn.
    Lk 15,21
    Da sag­te der Sohn: 
    Vater, ich habe mich gegen den Him­mel und gegen dich ver­sün­digt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.

    Lk 15,22
    Der Vater aber sag­te zu sei­nen Knech­ten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm Schu­he an.
    Lk 15,23
    Bringt das Mast­kalb her und schlach­tet es; wir wol­len essen und fröh­lich sein.
    Lk 15,24
    Denn mein Sohn war tot und lebt wie­der; er war ver­lo­ren und ist wie­der­ge­fun­den wor­den. Und sie began­nen, ein fröh­li­ches Fest zu fei­ern.
    Lk 15,25
    Sein älte­rer Sohn war unter­des­sen auf dem Feld. Als er heim­ging und in die Nähe des Hau­ses kam, hör­te er Musik und Tanz.
    Lk 15,26
    Da rief er einen der Knech­te und frag­te, was das bedeu­ten sol­le.
    Lk 15,27
    Der Knecht ant­wor­te­te: Dein Bru­der ist gekom­men und dein Vater hat das Mast­kalb schlach­ten las­sen, weil er ihn heil und gesund wie­der­be­kom­men hat.
    Lk 15,28
    Da wur­de er zor­nig und woll­te nicht hin­ein­ge­hen. Sein Vater aber kam her­aus und rede­te ihm gut zu.
    Lk 15,29
    Doch er erwi­der­te dem Vater: 
    So vie­le Jah­re schon die­ne ich dir, und nie habe ich gegen dei­nen Wil­len gehan­delt; mir aber hast du nie auch nur einen Zie­gen­bock geschenkt, damit ich mit mei­nen Freun­den ein Fest fei­ern konn­te.
    Lk 15,30
    Kaum aber ist der hier gekom­men, dein Sohn, der dein Ver­mö­gen mit Dir­nen durch­ge­bracht hat, da hast du für ihn das Mast­kalb geschlach­tet.
    Lk 15,31
    Der Vater ant­wor­te­te ihm: 
    Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein.

    Lk 15,32
    Aber jetzt müs­sen wir uns doch freu­en und ein Fest fei­ern; denn dein Bru­der war tot und lebt wie­der; er war ver­lo­ren und ist wie­der­ge­fun­den wor­den.
    -

    • Ein gro­sses Dan­ke für die­se Zeilen.Wer sich im Pan­ora­ma aeter­ni­ta­tis befin­det, kann sol­che poli­tisch kor­rek­te Aktio­nen kirch­li­cher­seits nie­mals ver­ste­hen. Im Arti­kel ist Anti­go­ne zitiert-Sopho­kles sagt die ewig schö­nen Wor­te:“ ou sym­mechthein all sym­phi­lein ephy-nicht mit­zu­has­sen son­dern mit­zu­lie­ben bin ich gebo­ren“
      Eine Schan­de, dass die alten Hei­den mehr Ethos bezeug­ten als gewis­se Amts­trä­ger unse­rer Tage.
      Das streng­ste und schwer­ste Gebot Chri­sti ist das der Ver­ge­bung, der Fein­des- und der Nächstenliebe.In jedem Vater­un­ser betet der Gläu­bi­ge:“ ver­gib uns unse­re Schuld wie auch wir ver­ge­ben unsern Schuldigern“.Ein Wort, das über unser Sein oder Nicht­sein im Him­mel­reich entscheidet.Da hel­fen dann kei­ne diplo­ma­ti­schen Rän­ke und ver­schwur­bel­te kasu­isti­sche Dekre­te mehr.
      Herr lass uns der­einst nicht vor ver­schlos­se­nen Türen stehen,weil wir kein Oel der Ver­ge­bung und des Erbar­mens hat­ten ‚nicht dass uns das furcht­ge­bie­ten­de Ant­litz Chri­sti zuruft“ wei­chet von mir, ich ken­ne Euch nicht.! Nicht dass die Tür ver­schlos­sen dann ist und bleibt! quod faxit miser­i­cors ac omni­po­tens Deus- sit bene­dic­tus in sae­cu­la sae­culo­rum amen.

  3. „Eine öster­rei­chi­sche katho­li­sche Inter­net­sei­te ver­stieg sich wegen der Toten­mes­se für Prieb­ke zum maß­lo­sen Titel „Der Amok­lauf der Pius­bru­der­schaft““

    Es han­delt sich dabei um das famo­se KATH.NET.

    Des­sen mora­li­schen Absturz von einer inter­es­san­ten und anspruchs­vol­len Alter­na­ti­ve zu einer pein­li­chen Hof­schranzen­sei­te ich zutiefst bedaue­re.
    Noch vor weni­gen Jah­ren konn­te ich dort Gast­kom­men­ta­re ver­öf­fent­li­chen. Die sind vor kur­zem gelöscht wor­den (sind aber im Goog­le zu fin­den).

    Man muß hier, was Ein­fluß­nah­men betrifft, das Schlimm­ste ver­mu­ten.

    Von „Amok­lauf“ zu spre­chen, ist im Zusam­men­hang eines Begräb­nis­ses übri­gens letzt­klas­sig und wür­de­los.

    • Ich habe den Ein­druck, Kath.net hat „Amok­lauf“ mit „Spieß­ru­ten­lauf“ ver­wech­selt, also einen qua­si „pas­si­ven Amok-Lauf“ gemeint; der Arti­kel­text, behaup­te ich, unter­mau­ert mei­ne Ver­mu­tung. Inter­es­san­ter­wei­se ist bei die­sem Arti­kel auch die Kom­men­tar­funk­ti­on still­ge­legt.
      http://www.kath.net/news/43290 Der Amok­lauf der Pius­bru­der­schaft (15.10.)

      Einem Toten die Trau­er­fei­er zu ver­wei­gern hal­te ich im Übri­gen für höchst alar­mie­rend; es ist ein Zei­chen für einen argen Kul­tur­bruch. Respekt für die FSSPX, die für die Ver­sa­ger ein­ge­sprun­gen ist!

      • „Der neue Faschis­mus wird nicht sagen: Ich bin der Faschis­mus. Er wird sagen: Ich bin der Anti­fa­schis­mus.“
        Igna­zio Silo­ne (1900 — 1978), ita­lie­ni­scher Schrift­stel­ler, Christ ohne Kir­che und Sozia­list ohne Par­tei

    • Bei kath.net wur­de ich schon frü­her mehr­mals für mini­mal kri­ti­sche Anmer­kun­gen zu Papa „San­to subi­to“ gesperrt — seit Bischof Franz von Rom hat man dort kom­plett jedes Maß ver­lo­ren. Man war sich dort zwar schon immer für nichts zu scha­de, wenn es irgend­wie gegen die Pius­bru­der­schaft ging, aber das hier schlägt wirk­lich alles!

      Über den Ter­ror der ach so hel­den­haf­ten ita­lie­ni­schen Par­ti­sa­nen auch nach dem Krieg konn­te man hier ja erst im Zusam­men­hang mit dem jugend­li­chen Mar­ty­rer Rolan­do Rivi lesen.

  4. Es ist mir ein Rät­sel, war­um aus­ge­rech­net ein Papst wie Fran­zis­kus, der sich selbst immer als Ver­tei­di­ger der Barm­her­zig­keit sieht, einem Ver­stor­be­nen, die See­len­mes­se und das Begräb­nis ver­wei­gert! Wie ist das mit sei­nem Begriff von Barm­her­zig­keit zu ver­ein­ba­ren? Der Hass und die Gewalt die sich hier ent­la­den haben, sind bezeich­nend für die Lin­ken, die sich ger­ne als Tole­rant hin­stel­len aber mit Gewalt und Hass gegen die katho­li­sche Kir­che wüten und schon immer gewü­tet haben. Man den­ke nur an die Ver­bre­chen, die von Links­fa­schi­sten im spa­ni­schen Bür­ger­krieg ver­übt wur­den. Es ist eine Schan­de für die Römi­sche Kir­che, einem Katho­li­ken so zu behan­deln. Aus­ge­rech­net die ver­fem­te Pius­bru­der­schaft hat sich als Ver­tei­di­ger der christ­li­chen Näch­sten­lie­be und des Wer­ke der Barm­her­zig­keit aus­ge­zeich­net. Wer jetzt meint, die FSSPX zu Ver­ur­tei­len soll­te beden­ken, dass die Pius­bru­der­schaft streng, wie kei­ner der der­zei­ti­gen Geist­li­chen der Amts­kir­che, das Kir­chen­recht befolgt. Jetzt muss man aller­dings als ein Freund der Pius­bru­der­schaft mit Beschimp­fun­gen und Hass­ti­ra­den rech­nen, da man von den tole­ran­ten Zeit­ge­nos­sen jetzt wie­der ein­mal in die Naziecke gerückt wird. Ich dan­ke Gott, dass es die FSSPX gibt.

  5. Vie­len Dank an die ita­lie­ni­sche FSSPX! Ich wün­sche die deut­sche FSSPX hät­te den glei­chen Mut bei poli­tisch unkor­rek­ten Ent­schei­dun­gen!

  6. Es ist wie in Deutsch­land auch. Über­all haben kri­mi­nel­le Links­ex­tre­mi­sten Nar­ren­frei­heit. Sie wer­den noch vom System finan­ziert und geför­dert. Unab­hän­gig davon spricht die Het­ze gegen Deutsch­land Bän­de. Wider­lich wie man mit toten Men­schen umgeht!

  7. Es geht nicht allein um Barm­her­zig­keit. Es geht auch um Klar­heit. Mit dem Tod endet die irdi­sche Gesetz­lich­keit. Ab die­sem Punkt haben alle welt­li­chen Gerich­te zu schwei­gen, und Gott allein darf rich­ten. Wie es aus­sieht, hat sich Papst Fran­zis­kus zum gött­li­chen Rich­ter erklärt, indem er sogar eine Lei­che ver­ur­teilt, und dem ver­stor­be­nen Katho­li­ken die Trau­er­fei­er ver­sagt.
    Ich bin froh und erleich­tert, daß die Prie­ster­bru­der­schaft St.PiusX von die­sem Rom end­lich den drin­gend not­wen­di­gen Abstand hält.

  8. Ich bin schlicht­weg sprach­los.
    Mir geht mehr und mehr die Wich­tig­keit der Exi­stenz der Prie­ster­bru­der­schaft auf.
    Wie ein­fach wäre es für die Diö­ze­se Rom gewe­sen, wenn sie schlicht­weg die Stel­lung­nah­me abge­ge­ben hät­te, die von der FSPPX gekom­men ist.
    Das ist beste Tra­di­ti­on unse­rer Kir­che!
    Ich über­le­ge ernst­haft, einen monat­li­chen Obu­lus an die Bru­der­schaft zu ent­rich­ten.
    Nec lau­di­bus, nec timo­re!

  9. Sie bekom­men mitt­ler­wei­le mei­ne Kir­chen­steu­er. Aber auch nur dahin, wo ich möch­te. (Schö­nen­berg, Sim­bab­we Prio­rat, Domi­ni­ka­ni­sche Repu­blik-Prio­rat, Exer­zi­ti­en­haus, Stutt­gar­ter Kir­chen­bau…)

  10. Irgend­wann wer­den sich die Lin­ken selbst bekrie­gen. In Syri­en erschie­ßen sich die Rebel­len stel­len­wei­se auch selbst. (Sie­he hier den Arti­kel über den 13-Jäh­ri­gen, der von sei­nem Onkel zum Mör­der gemacht wur­de.)

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