Johannes Paul II. und Johannes XXIII. werden am 27. April 2014 heiliggesprochen

Johannes Paul II. und Johannes XXIII. Heiligsprechung am 27. April 2014(Vati­kan) Papst Fran­zis­kus gab beim ersten ordent­li­chen Kon­si­sto­ri­um sei­nes Pon­ti­fi­kats heu­te in Rom bekannt, daß er sei­ne Vor­gän­ger, die seli­gen Päp­ste Johan­nes Paul II. und Johan­nes XXIII., am 27. April 2014 gemein­sam hei­lig­spre­chen wird.

Vor etwa zwei Mona­ten hat­te der Papst auf Emp­feh­lung der Hei­lig­spre­chungs­kon­gre­ga­ti­on die Hei­lig­spre­chung der bei­den Päp­ste bekannt­ge­ge­ben. Offi­zi­ell stand damals zunächst nur Papst Johan­nes Paul II. auf der Agen­da der Kon­gre­ga­ti­on, die ein zwei­tes Wun­der aner­kann­te, das kir­chen­recht­lich für eine Hei­lig­spre­chung not­wen­dig ist. Ein erstes Wun­der ist bereits für die Selig­spre­chung vor­ge­schrie­ben. Im letz­ten Augen­blick war auch die Hei­lig­spre­chungs­ak­te von Papst Johan­nes XXIII. ein­ge­scho­ben wor­den.

Für den Kon­zils­papst gibt es jedoch noch kein zwei­tes Wun­der. Den­noch ent­schied Papst Fran­zis­kus unter Aus­set­zung der Bestim­mun­gen für ein Hei­lig­spre­chungs­ver­fah­rens, auch den „Papa buo­no“, der das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil ein­be­ru­fen und eröff­net hat­te, hei­lig­zu­spre­chen. Die wun­der­lo­se Hei­lig­spre­chung löste Erstau­nen aus und wird mit den 50 Jahr­fei­ern zum Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil in Zusam­men­hang gebracht (sie­he eige­nen Bericht).

Der 27. April 2014 ist der „Wei­ße Sonn­tag“ oder, seit 2000 auch „Barm­her­zig­keits­sonn­tag“ genannt, wie es Wunsch von Papst Johan­nes Paul II. war. Es han­delt sich um den ersten Sonn­tag nach Ostern.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wiki­com­mons

32 Kommentare

  1. Für die Kon­zil­späp­ste gilt eben eine eige­ne Bestim­mung, die Welt will es so und daher hat es auch zu gesche­hen, beten wir dafür das hier Gott der Herr sel­ber ein­grei­fen wird und so die
    (Un-)Heiligsprechungen nicht zustan­de kom­men.

    Zum hei­li­gen Josef, Patron der Kir­che Zu dir, hei­li­ger Josef, flie­hen wir in unse­rer Bedräng­nis und bit­ten ver­trau­ens­voll um dei­nen Schutz. Bei der Lie­be, wel­che dich mit der unbe­fleck­ten Jung­frau und Got­tes­mut­ter ver­band, und dei­ner väter­li­chen Sor­ge für das Jesus­kind fle­hen wir dich an: blicke in Mil­de auf das Erbe, das Jesus Chri­stus mit sei­nem Blut erwor­ben hat. Hilf uns in unse­ren Anlie­gen mit dei­nem mäch­ti­gen Bei­stand für­sorg­li­cher Beschüt­zer der Hei­li­gen Fami­lie, und wache über die aus­er­wähl­te Schar Jesu Chri­sti. Hal­te fern von uns, lieb­rei­cher Vater, alle Ansteckung durch Irr­tum und Ver­derb­nis. Steh uns vom Him­mel her gnä­dig bei, du star­ker Hel­fer, im Kampf mit den Mäch­ten der Fin­ster­nis. Wie du einst das Jesus­kind aus der höch­sten Lebens­ge­fahr erret­tet hast, so ver­tei­di­ge jetzt die hei­li­ge Kir­che Got­tes gegen die Nach­stel­lun­gen der Fein­de und jede Wider­wär­tig­keit. Nimm uns alle unter dei­nen bestän­di­gen Schutz, auf das wir nach dei­nem Bei­spiel und mit dei­ner Hil­fe hei­lig leben, fromm ster­ben und die ewi­ge Selig­keit im Him­mel erlan­gen. Amen.

  2. Ein­fach nur eine Far­ce und eine Belei­di­gung für rich­ti­ge Hei­li­ge!
    Zuerst den „Advo­ca­tus dia­bo­li“ aus­schal­ten, damit man kei­ne Gegen­ar­gu­men­te mehr hat.
    Dann braucht’s natür­lich auch kei­ne Wun­der mehr, denn das II. Vati­ka­num war anschei­nend Wun­der genug.

    Johan­nes XXIII. hat mit den Kom­mu­ni­sten zusam­men­ge­ar­bei­tet indem er sie vor einem Ein­tritt in die Kir­che nicht ver­pflich­tet hat der kom­mu­ni­sti­schen Irr­leh­re abzu­schwö­ren und hat sich damit auch gegen die Anwei­sun­gen Pius‘ XII. gestellt hat. Han­delt so ein Hei­li­ger?

    Und was Johan­nes Paul II. angeht muss ich wohl nichts mehr sagen (Koran­kuss, Hin­du-Zei­chen, Bit­te um Islam­seg­nung, objek­ti­ve Häre­si­en in sei­nen päpst­li­chen Doku­men­ten, Assi­si-Tref­fen, „Exkom­mu­ni­ka­ti­on“ Erz­bi­schof Lef­eb­v­res, Emp­fän­ge für Frei­mau­rer, [halb-]nackte Leu­te bei sei­nen Mas­sen-Mes­sen, Teil­nah­me an Der­wisch-Tän­zen, For­de­rung der Reli­gi­ons­frei­heit schon als Kaplan, Unter­drückung der Mes­se aller Zei­ten, Öku­me­nis­mus etc. etc. etc. Han­delt so ein Hei­li­ger?).

    Die Absicht von Papst Fran­zis­kus die­se bei­den Vor­gän­ger „hei­lig“ zu spre­chen lässt den drin­gen­den Ver­dacht zu, dass es nur dar­um geht das II. Vati­ka­num „hei­lig zu spre­chen“. Ideo­lo­gie­ge­lei­tet, wei­ter nichts. Mit einem echt hei­li­gen Papst wie Pius X. haben bei­de nicht mal annä­hernd etwas zu tun!

    Ich wer­de mich wei­gern, die­se bei­den Päp­ste als Hei­li­ge zu ver­eh­ren, denn die­se „Hei­lig­spre­chun­gen“ sind defi­ni­tiv ungül­tig!

    „Deus non irri­de­tur! — Gott lässt Sei­ner nicht spot­ten!“ (Gal 6,7)

    • Das Kon­zil hat sich als pasto­ral defi­niert, und war nicht unfehl­bar, und hat aber ganz über­wie­gend Glau­bens­grund­sät­ze ver­kün­det, und jetzt meint man, dass wenn man sei­ne Teil­neh­mer hei­lig spricht dass dann das Kon­zil durch die Hin­ter­tü­re unfehl­bar gemacht wer­den kann, das ist mei­ne sub­jek­ti­ve Ver­mu­tung, und Ihr Wort in Got­tes Ohr, dass eine Hei­lig­spre­chung kein unfehl­ba­rer Akt ist.

      • In der Tat, der Ein­druck ent­steht so. — Wenn eine Hei­lig­spre­chung unbe­fehl­bar wäre, dann wür­de der Hei­li­ge Vater — mei­ner Mei­nung nach! — sein Amt ver­lie­ren, wenn er zwei objek­ti­ve Häre­ti­ker (ich bin sehr vor­sich­tig in mei­nen For­mu­lie­run­gen) hei­lig spricht und so auch der Ein­druck ent­steht, dass deren (Irr-)Lehren voll­kom­men ortho­dox sei­en.

        Also, ent­we­der (1.) sind Hei­lig­spre­chun­gen nicht unfehl­bar und dann uns die Folk­lo­re am 27.04.2014 in Rom egal sein, oder (2.) Hei­lig­spre­chun­gen sind unfehl­bar, dann hät­ten wir am 27.04.2014 — mei­ner Mei­nung nach! — kei­nen Papst mehr, oder (3.) bei­de Pon­ti­fi­ka­te ent­spre­chen voll­kom­men den „Anfor­de­run­gen“ für eine Hei­lig­spre­chung. Bei (3.) kann ich — mit Ver­laub — bloß lachen!

  3. Ist so eine Hei­lig­spre­chung eigent­lich de fide, also unfehl­bar, sodass die bei­den Päp­ste zumin­dest unfehl­bar in den Him­mel kom­men?

    • Eine Hei­lig­spre­chung ist nicht unfehl­bar.
      Ob bei­de Päp­ste im Him­mel sind weiß Gott allein und dar­über dür­fen wir unter kei­nen Umstän­den urtei­len.

      • Hei­lig­spre­chun­gen sind selbst­ver­ständ­lich unfehl­ba­re Akte. Da kann für einen an der »Tra­di­ti­on« ori­en­tier­ten Katho­li­ken kein Zwei­fel sein.

        • Wor­auf beru­fen Sie sich hier? Bit­te recher­chie­ren Sie, wenn Sie die Zet dafür haben; ich will ja wis­sen, wem ich glau­ben darf. Tra­di hat wei­ter unten bereits gesagt, er wer­de recher­chie­ren und hat bereits Tho­mas von Aquin (immer­hin eine Kapa­zi­tät in Sachen Theo­lo­gie) zitiert, und die­ser hält Hei­lig­spre­chun­gen nicht für unfehl­bar.

      • Dan­ke für die Ant­wort. Ande­rer­seits habe ich im Reli­gi­ons­un­ter­richt gelernt, dass die Kir­che lie­ber Hun­der­te nicht hei­lig spricht, damit ja kein Unhei­li­ger hei­lig gespro­chen wer­de. Des­we­gen gebe es ja auch einen Anwalt dia­bo­li etc.

        Die Kir­che lehrt ja, dass es gut ist, die Hei­li­gen anzu­ru­fen. Naja, wird dann Gott schon dafür sor­gen, dass auch die Anru­fung eines hei­lig­ge­spro­che­nen Unhei­li­gen Nut­zen bringt, viel­leicht gemäß Eccle­sia sup­plet.

    • Trost spen­det mir der Gedan­ke, dass man die hei­li­ge Phi­lo­me­na aus dem Hei­li­gen­ka­len­der gestri­chen hat, und so hof­fe ich auch, dass Johan­nes XXIII. und Johan­nes Paul II. aus die­sem wie­der ver­schwin­den wer­den.

      • Ich habe jetzt nicht die ent­spre­chen­de Quel­le zu Hand, aber ich weiß, dass auch der hl. Tho­mas von Aquin — der „Doc­tor ange­li­cus“ — Hei­lig­spre­chun­gen nicht für unfehl­bar hält. Ich wer­de da noch recher­chie­ren.

      • Bis jetzt konn­te ich fol­gen­des her­aus­fin­den:

        Papst Inno­zenz IV. (reg. 1243–1254) sag­te, dass als Vor­aus­set­zung für eine Kano­ni­sa­ti­on der Nach­weis von „fides, excel­len­tia vitae et mira­cu­la per pro­ba­tio­nes“ gilt. Dar­aus schlie­ße ich (!), dass wenn einer die­ser Vor­aus­set­zun­gen nicht vor­liegt, die Hei­lig­spre­chung also nich­tig ist. ACHTUNG: Das ist mei­ne Schluss­fol­ge­rung, kein Urteil der Kir­che! Dar­über­hin­aus ant­wor­tet der Papst, dass man einen Irr­tum grund­sätz­lich nicht aus­schlie­ßen kön­ne, aber trotz­dem von der Annah­me der Gebe­te aus­ge­hen kann, wenn jemand „bona fide“ zu einem fälsch­lich Kanon­sier­ten bete.

        Tho­mas von Aquin (Quodl., 9) ver­or­tet die Kano­ni­sa­ti­on zwi­schen Glau­bens­ent­schei­dun­gen und Gerichts­ent­schei­dun­gen. Es ist „pie creden­dum“. Kei­ne Ver­bind­lich­keit also. Dar­aus schlie­ße ich: Wenn man dann fest­stellt, das ein Kan­di­dat auf­grund sei­ner Wor­te und Taten defi­ni­tiv nicht hei­lig sein kann, dann kann man das auch nicht mehr pie crede­re.

        Hof­fe ein biss­chen Licht ins Dun­kel gebracht zu haben.

  4. Bald wird man auch Med­jug­or­je als echt aner­ken­nen, so wie es läuft.
    “ Rom wird der Sitz des Anti­chri­sten wer­den“ sag­te mei­nes Wis­sens die Got­tes­mut­ter in La Salet­te.

    • Ja, in La Salet­te hat die Mut­ter­got­tes pro­phe­zeit: Rom wird den Glau­ben ver­lie­ren und der Sitz des Anti­chri­sten wer­den. Sie hat die Ver­derbt­heit der Klö­ster vor­her­ge­sagt. Hof­fent­lich ist nicht jetzt die Zeit, in der die­se Vor­her­sa­gen in Erfül­lung gehen.….

  5. Der 27. April 2014 ist der „Wei­ße Sonn­tag“ oder, seit 2000 auch „Barm­her­zig­keits­sonn­tag“ genannt, wie es Wunsch von Papst Johan­nes Paul II. war. Es han­delt sich um den ersten Sonn­tag nach Ostern

    Papst Johan­nes Paul II. erfüll­te dabei aber nur einen von der hei­li­gen Schwe­ster Fausti­ne hin­ter­las­se­nen Wunsch ‚den Jesus ihr gegen­über geäu­ßert haben dürf­te. Sie wird all­ge­mein ernst genom­men und macht auch auf mich nicht den Ein­druck einer KON­ZILS­hei­li­gen.

      • Das habe ich auch nicht behaup­tet, ich habe nur den obe­ren Text zitiert, und dar­auf hin­ge­wie­sen dass der Barm­her­zig­keits­sonn­tag nicht eine Idee von Johan­nes Paul II. ist

        • Ent­schul­di­gung, dann habe ich Ihren Bei­trag miss­ver­stan­den. Ich habe abso­lut gar nichts gegen den Barm­her­zig­keits­sonn­tag, ich bete den Barm­her­zig­keits­ro­sen­kranz sogar täg­lich. Und ich wer­fe Johan­nes Paul II. die Ein­füh­rung die­ses Festes kei­nes­wegs vor.
          Ich wür­de sogar sagen, dass dies eines der (weni­gen) posi­ti­ven Akte war.

  6. Ich habe nichts dage­gen, dass Johan­nes XXIII. hei­lig­ge­spro­chen wird. Mir wäre es aber lie­ber gewe­sen, der Papst hät­te sich damit nicht über das Kir­chen­recht hin­weg­ge­setzt, son­dern auf die Bestä­ti­gung eines Wun­ders gewar­tet. (Ich weiß, dass ein Papst das darf. aber trotz­dem: Gut fin­de ich es nicht). Und wenn ich mal eine ganz böse Bemer­kung machen darf: Kann es sein, dass F. auto­ri­tä­rer ist, als es die Medi­en wahr­ha­ben wol­len?

    • Dass Pp. Fran­zis­kus wesent­lich auto­ri­tä­rer ist, als es die Medi­en wahr­ha­ben wol­len, wur­de auf katholisches.info schon des Öfte­ren fest­ge­stellt.

  7. Der Papst wirkt wie ein abso­lu­ti­sti­scher Herr­scher, der nach dem Jubel der Men­ge Aus­schau hält und sich bei all sei­ner Demü­tig­keit auf den Wogen des Zeit­gei­stes tra­gen lässt. Dass die­se bei­den Päp­ste nun als Hei­li­ge gefei­ert wer­den müs­sen, das wird für vie­le treue Gläu­bi­ge ein stän­di­ger Stein des Ansto­ßes blei­ben. Und es ist sehr frag­lich, ob zukünf­tig noch die Hei­lig­spre­chun­gen als unfehl­ba­re Akte des Pap­stes gel­ten kön­nen.

  8. Die­ser gan­ze Hei­lig­spre­chungs­wahn ist doch nur Poli­tik um das Kon­zil stär­ken und eben­so „dem Volk nach dem Mun­de gespro­chen“, dass ja sofort nach der Hei­lig­spre­chung von JPII schrie.

    Wenn ich fra­ge für was eigent­lich, krie­ge ich nie eine Ant­wort.

    Die­ses angeb­li­che 2. Wun­der müss­te eigent­lich als 1. Wun­der dekla­riert wer­den, da das erste ja schon in sich zusam­men­ge­stürzt ist.

    Anson­sten Zustim­mung zu Tra­di­di von 12:53

  9. Das ist ver­rückt! Es gab über­haupt nie eine Ver­eh­rung von Johan­nes XXIII. im gläu­bi­gen Volk.

    Die Ver­eh­rung bei „Intel­lek­tu­el­len“, Wich­tig­tu­ern und Frei­mau­rern kann kla­rer­wei­se nicht als Kri­te­ri­um gel­ten. Wer bit­te ruft Papst Johan­nes um Für­bit­te an???

    Papst Fran­zis­kus macht immer so auf „volks­nah“ und dann oktroy­iert er eine ein­sa­me und unnach­voll­zieh­ba­re Ent­schei­dung.
    War das etwa der Plan für den Rück­tritt von Bene­dikt (der lei­der selbst bzgl. des II. Vati­ca­num ambi­va­lent blieb)? Steck­te also doch mehr dahin­ter als „ingrave­scens aetas“?

    Auch bei Johan­nes Paul II. geht das viel zu schnell. Bei allem Respekt für einen Papst mit gro­ßen Ver­dien­sten, aber Assi­si, Koran­kuß und Voo­doo-Zau­ber (Benin und Togo) har­ren noch der kri­ti­schen Aus­wer­tung.

    Die­se Art des will­kür­li­chen Auto­ri­ta­ris­mus gab es in vor­kon­zi­lia­ren Kir­che nicht. Dort hielt man sich an den gemein­sa­men Glau­ben. Jetzt wird her­um­ge­fuhr­werkt, daß einem die Graus­bir­nen auf­stei­gen.

    Das Mot­to eines Jesui­ten­pap­stes, der von sei­nem Orden­scha­ris­ma beson­ders die Gei­ster schei­den müß­te, müß­te ganz ein­fach lau­ten:

    Das Kon­zil muß weg!

  10. Ich emp­fin­de es prin­zi­pi­ell als abso­lut wider­lich, dass sich die Päp­ste („gegen­sei­tig“ wär nicht das rich­ti­ge Wort) suk­zes­si­ve hei­lig­spre­chen. Erin­nert mich an Fil­me­ma­cher, die sich medi­en­wirk­sam mit Oskars aus­zeich­nen oder an Uni-Prä­si­den­ten, die sich im Drei­eck die Ehren­dok­tor­wür­de geben (A gibt B, B gibt C, C gibt A die Ehren­dok­tor­wür­de; so wur­de es mir mal erklärt; A gibt B und B gibt A macht sich näm­lich nicht so gut). Oder an die evan­ge­li­sche Kir­che, wo über 50% der Pasto­ren Pasto­ren-Söh­ne und ‑Töch­ter sind. Alles das­sel­be: Die Klicke ehrt sich selbst.

  11. Mir fal­len zu der gegen­wär­ti­gen, desa­strö­sen und schein­bar aus­weg­lo­sen Lage zwei Din­ge ein:

    1. Pfar­rer Milch sag­te ein­mal in einer Pre­digt über Petrus (das habe ich gera­de vor­hin ent­deckt, als ich mir über Jesu Wort an Petrus Gedan­ken mach­te):

    „Die Qua­li­tä­ten sind nicht die Ursa­che der Beru­fung, die Qua­li­tä­ten sind die Fol­gen der Beru­fung. Weil er auf die Beru­fung ein­ging, wur­de der Sockel sei­nes Daseins so gefe­stigt, daß er auch all die­se Schwä­chen und all die­se Fehl­hal­tun­gen über­sieg­te, bestand und bewäl­tig­te. Das ist das Gro­ße, das per­sön­lich Gro­ße und Hei­li­ge an die­sem Simon, der mit die­ser Cha­rak­ter­hy­po­thek bela­stet war. Aber er sag­te: Jawohl, du hast recht: er stand dafür ein. Es wird ja doch die Zeit kom­men, auch jetzt, in unse­rem Jahr­hun­dert, wo eines Tages Papst und Bischö­fe vor das Volk hin­tre­ten müs­sen und sagen: Mei­ne lie­ben Brü­der und Schwe­stern, wir haben kri­mi­nel­len Unsinn gebaut, ver­zeiht uns. Das wird und muß kom­men. Der erste Inha­ber des Petrusam­tes hat es getan.“(Hll. Apo­stel Petrus & Pau­lus 1980) (Quel­le: http://www.spes-unica.de/milch/texte/text.php?datei=19800629)

    Es ist soviel Was­ser den Rhein her­ab­ge­flos­sen seit eini­gen Jahr­zehn­ten, so viel mate­ri­el­le Häre­si­en, die immer gera­de so an der for­mel­len Häre­sie vor­bei­schrapp­ten, wenn sie nicht sogar schon objek­tiv in deren Bereich waren…das Kon­zil, Paul VI. — ein furcht­ba­res Pon­tik­fi­kat! — der Herr bleibt der Herr in alle Ewig­keit und ER wird alles zurecht­rücken, wenn die Zeit erfüllt ist.

    2. Ich habe Zwei­fel dar­an, ob eine Hei­lig­spre­chung so ein­fach vom Tisch zu fegen ist. Immer­hin bedeu­tet sie, dass wir zu die­sen Hei­li­gen um Für­bit­te beten dür­fen. Bei der Vor­stel­lung, die Kir­che ver­führ­te mich viel­leicht sogar dazu, zu einem zu beten, der in der Höl­le sitzt — denn ange­sichts der schwe­ren, unbe­reu­ten und unbe­rei­nig­ten Häresien,die ja schon genannt wur­den oben von ande­ren Postern, muss ich anneh­men, dass die Hei­lig­keit bei­der aus schwer­wie­gen­den Grün­den höchst zwei­fel­haft ist.

    3. Wer weiß, was vor dem 27.4.2014 alles noch gesche­hen wird?
    Uns ist ja ohne­hin auf­ge­tra­gen, immer zu all unse­ren Plä­nen hin­zu­zu­fü­gen: „Wir haben dies und das vor…so Gott will und wir leben.“
    Es kann auch alles ganz anders kom­men!
    Lasst uns beten: Herr, wenn es ein Feh­ler ist, ver­hin­de­re es!

    • Pfar­rer Milch ist geni­al und (lei­der) immer noch aktu­ell.
      Zu den Hei­lig­spre­chun­gen ist zu sagen, laut der Anna Katha­ri­na Emme­rich gibt es ein extra Fege­feu­er für Leu­te, die fälsch­lich hei­lig­ge­spro­chen wur­den.
      Ich mei­ne so eine See­le die im Fege­feu­er sitzt und Für­spra­che bräuch­te, aber kei­ne kriegt, weil sie um Für­spra­che gebe­ten wird, ist natür­lich eine beson­de­re Stra­fe.

      Ich möch­te hier, ein biss­chen theo­lo­gisch schlam­pig auf den Brand­ner Kas­par ver­wei­sen, wo der Petrus auf der Fra­ge des Marei­le nach dem „Hei­li­gen Kai­ser Karl“ sagt „Ach der , der sitzt im Fege­feu­er“ und die Marei­le sagt dann „Aber der wur­de doch von Rom hei­li­ge gespro­chen“ dar­uf sagt der Petrus „Ja, aber das gilt doch her­oben nicht“.
      Der Brand­ner Kas­par ist rei­ne Volks­fröm­mig­keit, aber ich neh­me an, hier liegt das Volk sehr rich­tig.
      Die Gebe­te wer­den natür­lich nicht ver­wor­fen, son­dern es gilt (Ana­lo­gie­schluß) das glei­che wie für Gebe­te für arme See­len, die die nicht nötig haben, weil sie ent­we­der schon im Him­mel oder in der Höl­le sind, die Gebe­te wer­den nach dem Rat­schluß Got­tes dahin gelenkt wo sie hin­ge­hö­ren.

      • Was Sie sagen ist Blas­phe­mie. Laut Wiki­pe­dia wur­de Karl der Gro­ße „auf Initia­ti­ve Kai­ser Fried­rich Bar­ba­ros­sas am 29. Dezem­ber 1165 von Gegen­papst Pascha­lis III. hei­lig­ge­spro­chen“. Das wäre des Rät­sels Lösung. Eher ist jemand ein Anti­papst, als dass Hei­lugspre­chun­gen nicht dog­ma­tisch sind. Das­sel­be gilt für ex cathe­dra Leh­ren.

        • Naja Blas­phe­mie ist zu hart, im übri­gen ist der „Brand­ner Kas­par“ All­ge­mein­bil­dung im katho­li­schen Bay­ern, jedoch gibt es im Bis­tum Aachen das „Hoch­fest des Kai­sers Karl“.
          Das ist einer der Fäl­le, wo irgend­was inner­halb der Kir­che längst nicht so geklärt ist, wie es nötig wäre.
          Man muss außer­dem beden­ken das bis zum Dekret des Pap­stes Urban Hei­lig­spre­chun­gen nicht for­mal erfol­gen muss­te, so ist z.B die hei­li­ge Hil­de­gard von Bin­gen nie for­mal hei­lig­ge­spro­chen wor­den u.a..
          NUr hilft das bei dem aktu­el­len Pro­blem nicht wei­ter.

          • St. Alp­hon­sus Ligu­o­ri, 1759: “Zu behaup­ten, dass die Kir­che sich bei der Kano­ni­sie­rung irren könn­te, ist eine Sün­de oder eine Häre­sie gemäß St. Bona­ven­ture, Bel­l­ar­mi­ne, und ande­ren; oder wenig­stens gleich neben einer Häre­sie gemäß Sua­rez, Azori­us, Got­ti, etc.; weil der Sou­ve­rä­ne Papst, nach dem Hl. Tho­mas von dem unfehl­ba­ren Wir­ken des Hei­li­gen Gei­stes auf beson­de­re Wei­se gelei­tet ist, wenn er Hei­li­ge kanonisiert.”

  12. Das nöti­ge „Wun­der“ ist schon zu Leb­zei­ten von Johan­nes XXIII. gesche­hen. Näm­lich, daß Kar­di­nal Ron­cal­li Papst gewor­den ist.

  13. Und unter die­sem Rom soll­te die FSSPX sein? (und wäre es ja, wenn das Abkom­men 2012 geklappt hät­te, wie es die Obe­ren der Gemein­schaft wie auch viel Freun­de der­sel­ben erhofft hat­ten, nicht zuletzt hier auch etwa Dr. Obenau­er!)

    Zum Glück wur­de die­ses Abkom­men ver­hin­dert — ein Dank an alle, die mit dazu bei­getra­gen haben!

    (Sage ich nicht als bil­li­ge Pole­mik, son­dern als einer, der selbst lan­ge Zeit für die sol­ches Abko­men war, es aber schon spä­te­stens mit der Ernen­nung Mül­lers als Feh­ler und Illu­si­on ein­ge­stan­den habe — was nun ja nur noch immer kla­rer wird, von Tag zu Tag.

    Es ist kei­ne Schan­de, Feh­ler zu machen oder Illu­sio­nen auf­zu­sit­zen, — zumin­dest kei­ne so gro­ße, wie die­se Feh­ler und Illu­sio­nen nicht als sol­che zuzu­ge­ben und zu ver­wer­wer­fen — aber es ist eben dann schon eine Schan­de, die­se Feh­ler nicht erhlich zuzu­ge­ben und zu bereu­en und den Mah­nern zu dan­ken —- und sie zu reha­bi­li­tie­ren.…..)

    • Ach, @dspecht, wenn die­ses Abkom­men (sofort) geklappt hät­te, wäre Bene­dikt noch heu­te Papst und Mül­ler nie zum „Glau­bens­wäch­ter“ ernannt wor­den. Das alles geschah und wur­de erst mög­lich nach dem Wil­liam­son-Inter­view. Was wir hier und heu­te erle­ben, hängt ursäch­lich damit zusam­men, dass die FSSPX und mit ihr die gesam­te Tra­di­ti­on ihre Chan­cen nicht genutzt hat. Das sage ich ganz ohne einen Vor­wurf, denn die Grün­de dafür sind viel­fäl­tig und kaum beherrsch­bar.

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