Homo-Provokation vor Altären alter römischer Kirchen — Arroganz der Kirchenfeinde

Homo-Provokation vor römischen Altären(Rom) Homo-Knut­sche­rei­en vor den schön­sten und älte­sten römi­schen Altä­ren und Frau­en im Talar. Dabei han­delt es sich nicht um einen geschmack­lo­sen Scherz, son­dern um die neue­ste pro­vo­kan­te und ket­ze­ri­sche Arbeit der „Künst­ler“ Gon­za­lo Orquin und Mau­ro Mauglia­ni. Gemein­sam mit Luis Ser­ra­no zei­gen sie ab dem 25. Sep­tem­ber die Aus­stel­lung Tria­lo­go in der Gal­le­ria l’Opera in Rom.

Mit der Aus­stel­lung wird ein neu­er Aus­stel­lungs­raum der Gale­rie zeit­ge­nös­si­scher Kunst von Andrea Iez­zi eröff­net. Er soll „vor­be­halt­los allen neu­en Ten­den­zen der zeit­ge­nös­si­schen Kunst“ Raum bie­ten. Wie aus den Ein­la­dun­gen zur Aus­stel­lungs­er­öff­nung her­vor­geht, „wur­den die drei Künst­ler vom Jour­na­li­sten und Kunst­kri­ti­ker Edo­ar­do Sas­si ein­ge­la­den, treu Wer­ke zu nicht kon­ven­tio­nel­len The­men auf nicht kon­ven­tio­nel­le Art gestal­ten: Ordens­frau­en, Hoch­zei­ten, Innen­räu­me lau­tet der Unter­ti­tel der befremd­li­chen Gemein­schafts­aus­stel­lung. Die „krea­ti­ven“ Künst­ler reagier­ten auf die Ein­la­dung mit „Bil­dern, Skulp­tu­ren, Orten, Vide­os (Fried­hö­fe, gesun­ge­ne Rosen­krän­ze), spre­chen­den Sofas, Küs­sen mit Häre­sie­ge­ruch, zu Füßen der Altä­re von eini­gen der bedeu­tend­sten und älte­sten Basi­li­ken Roms“.

Der 32jährige spa­ni­sche Pho­to­graph Orquin aus Sevil­la behan­del­te das The­ma „Hoch­zeit“ und „Ehe“ aus „dop­pel­ter Per­spek­ti­ve“, wie es in der Ein­la­dung heißt. Ein­mal aus „bür­ger­li­cher“, indem er ein jun­ges Paar zeigt. Und ein­mal aus „uto­pi­scher“ Per­spek­ti­ve, die eine „uni­ver­sa­le Bot­schaft der Lie­be“ sein soll „durch die kol­lek­ti­ve Akti­on vor dem Hin­ter­grund histo­ri­scher Kir­chen Roms“. Die Per­so­nen auf den Pho­tos sind Freun­de und Bekann­te des spa­ni­schen Pho­to­gra­phen, die sich in frü­he­sten Mor­gen­stun­den, gleich nach Öff­nung der Kir­chen dort für ihr son­der­ba­res „Pro­jekt“ tra­fen.

(Ordens-) Frau im TalarDer Maler Mau­ro Mauglia­ni zeigt in der Aus­stel­lung hin­ge­gen sei­ne „per­sön­li­che Rei­se durch die Welt der Non­nen“. Das Ergeb­nis sei ein „gro­ßes Por­trait, das mit der Zwei­deu­tig­keit des Geschlechts und der Iden­ti­tät spielt“. So zeigt er „eine jun­ge Ordens­frau, die einen Prie­ster­ta­lar trägt“. Eine Skulp­tur aus Zucker erin­ne­re an die Welt des Hei­li­gen und sei­ner Reli­qui­en. Eine ande­re Instal­la­ti­on zeigt ein Video über einen alten Knie­sche­mel, der sich jedoch in einem Pop-Ambi­en­te befin­det.

Die Aus­stel­lung Tria­lo­go ist bezeich­nen­des Bei­spiel dafür, daß einem bestimm­ten Teil der zeit­ge­nös­si­schen Kunst nichts Bes­se­res ein­fällt, als die Gefüh­le der Gläu­bi­gen zu belei­di­gen. Kunst wird mit Spott ver­wech­selt und Ent­hei­li­gung und Pro­fa­nie­rung des Sakral­rau­mes durch obszö­ne Hand­lun­gen, die von der katho­li­schen Leh­re aus­drück­lich ver­ur­teilt wer­den, zei­gen von einer Arro­ganz und Ver­ach­tung vor der Mei­nung und den Gefüh­len ande­rer, die erschreckend ist. Von der Belei­di­gung und Miß­ach­tung Got­tes ganz zu schwei­gen. Die Aus­stel­lung in Rom stellt eine wei­te­re inak­zep­ta­ble Pro­vo­ka­ti­on durch die Fein­de der Kir­che dar. Es bleibt zu hof­fen, daß sich aus der kirch­li­chen Hier­ar­chie eine Stim­me kräf­tig zur Ver­tei­di­gung des Hei­li­gen erhebt und Pro­test ein­legt.

Text: CR/Giuseppe Nar­di
Bild: Cor­ris­pon­den­za Roma­na

1 Kommentar

  1. Bischof Wil­liam­son über die sog. „moder­ne Kunst“ als Spie­gel­bild des See­len­zu­stan­des des Has­ses:
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    „…daß das Moder­ne in der Kunst stets von Miß­klang und Häß­lich­keit geprägt ist, weil der moder­ne Mensch sich immer stär­ker für ein Leben ohne oder sogar gegen Gott ent­schei­det – wel­cher doch sowohl Ord­nung als auch Schön­heit in sei­ne gesam­te Schöp­fung hin­ein­ge­legt hat.
    Aller­dings ist die­se Schön­heit und Ord­nung heu­te so sehr unter dem Prunk und den Mach­wer­ken der gott­lo­sen Men­schen begra­ben, daß Künst­ler all­zu leicht glau­ben kön­nen, es gäbe bei­des gar nicht mehr.
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    Durch ihre Häß­lich­keit sel­ber zeigt die moder­ne Kunst auf die Exi­stenz und die Güte Got­tes.
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    Folg­lich ent­springt die Schön­heit in der Kunst dem Ein­klang in der See­le – selbst wenn es blo­ße irdi­sche Har­mo­nie ist –, wäh­rend die Häß­lich­keit aus der Dis­har­mo­nie der See­le stammt, wie es beim Haß der Fall ist.“

    Das häss­lich frat­zen­haf­te welt­gei­sti­ge „Mar­ken­zei­chen“ der Glau­bens- und Kir­chen­fein­de; der hl. Lud­wig Maria Gri­g­ni­on v. Mont­fort dazu:
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    „Schliess­lich ver­fol­gen und has­sen die Welt­men­schen täg­lich die Kin­der Got­tes offen oder im gehei­men.
    Sie belä­sti­gen, ver­ach­ten und kri­ti­sie­ren sie; sie äffen sie nach, sie beschimp­fen, besteh­len und bestrü­gen sie und tre­ten sie in den Staub.
    Sie selbst aber machen ihr Glück, 
    las­sen es sich gut gehen, sind ange­se­hen, berei­chern sich, machen Kar­rie­re und füh­ren ein ange­neh­mens Leben.“
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