Selektive Abtreibung von Mädchen in London: eine Straftat, deren Verfolgung aber „nicht im öffentlichen Interesse“ ist

Selektive Abtreibung von Mädchen(Lon­don) Die Abtrei­bungs­ärz­te, die das Gesetz ver­letzt haben, das selek­ti­ve Abtrei­bung nach dem Geschlecht ver­bie­tet, müs­sen den­noch nicht vor Gericht. Für den Crown Pro­se­cu­tor Ser­vice, ver­gleich­bar der Staats­an­walt­schaft auf dem Fest­land, han­delt es sich um ein Baga­tell­de­likt. Pro­test kommt sogar von Abtrei­bungs­be­für­wor­tern.

Wenn schon nicht die Abtrei­bung, so gilt zumin­dest die selek­ti­ve Abtrei­bung nach dem Geschlecht als „poli­tisch nicht kor­rekt“. Immer­hin leben wir angeb­lich in einer post­fe­mi­ni­sti­schen Gesell­schaft, in der der Mensch so „gleich“ ist, daß bereits die Geschlech­ter „auf­ge­löst“ wer­den sol­len. Jeden­falls hat Frau, zumin­dest im poli­ti­schen Schön­sprech, offi­zi­ell Vor­rang und selek­ti­ve Abtrei­bung rich­tet sich vor­zugs­wei­se gegen Frau­en. Daß die selek­ti­ve Tötung von Mäd­chen den­noch nicht nur in Indi­en und in der Volks­re­pu­blik Chi­na ein weit­ver­brei­te­tes Phä­no­men ist, son­dern auch in Euro­pa statt­fin­det, stellt Groß­bri­tan­ni­en unter Beweis.

Die selek­ti­ve Tötung unge­bo­re­ner Kin­der, weil sie Mäd­chen sind, ist in Groß­bri­tan­ni­en eine Straf­tat. Die Straf­ver­fol­gung des Ver­bre­chens durch die Ein­lei­tung eines Straf­ver­fah­rens sei jedoch „nicht im öffent­li­chen Inter­es­se“. Dies erklär­te die bri­ti­sche Gerichts­bar­keit, die offi­zi­ell bekannt­gab, auf eine Straf­ver­fol­gung von Lon­do­ner Ärz­ten zu ver­zich­ten, die Abtrei­bun­gen auf­grund des Geschlechts vor­ge­nom­men hat­ten. Die Erklä­rung kommt einem Frei­brief für bri­ti­sche Ärz­te gleich und damit einer De-fac­to-Lega­li­sie­rung der gegen das weib­li­che Geschlecht gerich­te­ten selek­ti­ven Abtrei­bung.

Für den Crown Pro­se­cu­tor Ser­vice han­delt es ledig­lich um ein “unpro­fes­sio­nel­les Ver­hal­ten“ der Ärz­te, das aber nicht zu ahn­den sei.

Das The­ma Selek­ti­ve Abtrei­bung von Mäd­chen wur­de durch Berich­te des Dai­ly Tele­graph bekannt. Die Bewei­se, die den Ermitt­lungs­be­hör­den über­ge­ben wur­den, bele­gen, daß eini­ge Lon­do­ner Ärz­te bereit sind das Gesetz zu bre­chen, um den Wunsch ihrer Kund­schaft zu erfül­len und unge­bo­re­ne Mäd­chen zu töten, weil deren Geschlecht nicht erwünscht ist. Trotz der ein­deu­ti­gen Bewei­se, erhob die Staats­an­walt­schaft kei­ne Ankla­ge. Die Sache wur­de als deon­to­lo­gi­sche Fra­ge her­un­ter­ge­spielt und damit als Baga­tell­de­likt behan­delt.

Die ver­gan­ge­ne Woche getrof­fe­ne Ent­schei­dung des Crown Pro­se­cu­tor Ser­vice löste sogar bei Abtrei­bungs­be­für­wor­tern und femi­ni­sti­schen Grup­pen Kri­tik aus. Nicht nur, weil die Staats­an­walt­schaft eine Straf­tat nicht ver­folgt, son­dern weil sich die Straf­tat vor allem gegen Frau­en rich­tet.

Der bri­ti­sche Pre­mier­mi­ni­ster David Came­ron zeig­te umge­hend Ver­ständ­nis für die Ent­schei­dung der Staats­an­walt­schaft und for­der­te dazu auf, die­se zu respek­tie­ren. Came­ron beton­te die „Unab­hän­gig­keit“ der bri­ti­schen Justiz. Ganz ande­rer Mei­nung sind 50 Unter­haus­ab­ge­ord­ne­te ver­schie­de­ner Par­tei­en. Sie pro­te­stier­ten in einem Schrei­ben an den Gene­ral­staats­an­walt gegen das Vor­ge­hen der Staats­an­walt­schaft. Mit sei­ner sol­chen Straf­frei­stel­lung wür­den „die Ärz­te über das Gesetz gestellt“. Die Abge­ord­ne­ten erin­nern dar­an, daß selek­ti­ve Abtrei­bung nicht nur eine „pro­fes­sio­nel­le“ Fra­ge der Ärz­te, son­dern „ille­gal“ ist. Die Ent­schei­dung der Staats­an­walt­schaft, so die 50 Abge­ord­ne­ten, sei daher „ein­deu­tig ver­fas­sungs­wid­rig“.

Das bri­ti­sche Abtrei­bungs­ge­setz von 1967 wol­len die Abge­ord­ne­ten auch nicht in Fra­ge stel­len. Sie for­dern aber des­sen Ein­hal­tung: Die Ärz­te ste­hen „nicht über dem Gesetz und das Gene­ral Medi­cal Coun­cil ersetzt nicht nicht die Gerich­te“.

Die selek­ti­ve Abtrei­bung von Mäd­chen erfolgt laut Medi­en­be­rich­ten vor allem auf Wunsch von Ein­wan­de­rern mit oder ohne bri­ti­sche Staats­bür­ger­schaft. Aller­dings sei­en auch Eng­län­der dar­un­ter.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Popu­la­ti­on-Rese­arch-Insti­tu­te

1 Kommentar

  1. S.E. Weih­bi­schof Laun über den Mas­sen­mord an unge­bo­re­nen beseel­ten Kin­dern:
    -
    „Ein Hass, eine Blut­runst, die aus der Höl­le kommt“

    Hw Stei­ner von der Pius-Bru­der­schaft:
    -
    […]
    „Euer auf­klä­re­ri­sches System ist an die Gren­ze gesto­ßen.
    Dort, wo es nur noch Gott kor­ri­gie­ren könn­te.

    Aber in eurer ach so auf­ge­klär­ten Demo­kra­tie
    gibt es eben kei­nen Gott mehr.

    Nur noch in den Wohn­zim­mern und Hin­ter­hö­fen.
    Im Pri­vat­le­ben.
    Nicht im Bun­des­tag und im Par­la­ment, dort,
    wo ihr eure gott­frei­en Abstim­mun­gen voll­zieht.
    Und auch die beru­fe­nen Pro­phe­ten der Kir­che, die euer Tun längst hät­ten ver­ur­tei­len müs­sen, sie sit­zen wie Blin­de dane­ben und schwei­gen.
    [.…]
    Ihr seid schon längst dabei, den
    DESIGNER-MENSCHEN ZU ERSCHAFFEN!
    Einen Men­schen, der den Wer­ten der Ich-Gesell­schaft und des Mate­ria­lis­mus genügt:
    ohne Behin­de­rung, ohne Fehl und Makel, blond, blau­äu­gig.
    Ja, Mary Shel­leys Fran­ken­stein ist Wirk­lich­keit gewor­den.
    Was ist das Näch­ste, über das ihr in eurer gten­zen­lo­sen Hybris abstim­men wer­det?

    Über die Todes­pil­le für alte Men­schen?
    Weil das Sozi­al­sy­stem nicht mehr halt­bar sein wird, in fünf, in zehn oder zwan­zig Jah­ren?
    Dann wird Ausch­witz nicht mehr in Polen sein,
    son­dern über­all.
    In jedem Altenheim,in jeder Pfle­ge­an­stalt.
    So wie Ausch­witz schon längst inal­len Abtrei­bungs­kli­ni­ken ist, 
    wo unwer­tes Leben ver­nich­tet wird.[…]

    Ja, unwer­tes Leben. 
    Ihr nennt es nicht so, damit man nicht sieht, wie der „demo­kra­ti­sche Mensch“ dem ras­si­sti­schen Men­schen gleicht.
    [.…]
    So wie alle Ideo­lo­gen des 20. Jahr­hun­derts zur Errich­tung ihrer Rei­che erst Gott töte­ten.
    [.…]
    „Eri­tis sicut Deus – Ihr wer­det sein wie Gott.“
    -

    Mar­tin Hoh­mann über staat­lich ver­lot­ter­te und ver­bru­ta­li­sier­te Gesell­schaf­ten:
    -
    „Das Böse hat sich unter den Tarn­be­grif­fen „Frei­heit“, „Fort­schritt“, „Selbst­be­stim­mung“ in der Mit­te der Gesell­schaft, mit­ten im Volk ein­ge­ni­stet.“
    [.…]
    Neben­bei gefragt:
    Wie soll man Befür­wor­tern der Abtrei­bungs­ge­walt ihre stets erho­be­ne For­de­rung nach sen­si­blem, gewalt­frei­em Umgang mit Mensch und Umwelt glau­ben?
    Das ist dop­pel­ter Stan­dard und rein­ste Heu­che­lei.
    Fazit:
    Die ABTREIBUNG hat eine STAATLICH GEFÖRDERTE, INSTITUTIONALISIERTE
    B R U T A L I T Ä T
    erzeugt.“
    -

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