Verheiratete Priester? Steht neuer Konflikt zwischen Tradition und Revolution bevor?

Priesterweihe(Vati­kan) Durch Aus­sa­gen des neu­en Staats­se­kre­tärs Pie­tro Paro­lin, daß der Zöli­bat „kein Dog­ma“ sei und daher dar­über gespro­chen und ent­schie­den wer­den kön­ne, wenn die Ent­schei­dun­gen „der Ein­heit“ die­nen, wit­tern pro­gres­si­ve Kir­chen­krei­se Mor­gen­luft. Die Mel­dung in gro­ßer Auf­ma­chung auf zahl­rei­chen Titel­sei­ten zeigt, wes­sen Zufrie­den­heit damit sti­mu­liert wur­den. Ent­spre­chend begei­stert wird die Pas­sa­ge aus einem Inter­view einer vene­zo­la­ni­schen Tages­zei­tung wei­ter­ver­brei­tet. Durch die Redu­zie­rung des Zöli­bats auf eine „kirch­li­che Tra­di­ti­on“, von der man zwar „nicht ein­fach sagen kann, die gehört der Ver­gan­gen­heit an“, scheint der künf­ti­ge Kar­di­nal­staats­se­kre­tär den Prie­ster­z­ö­li­bat in Fra­ge zu stel­len. Gesagt hat er das nicht. Eine Bereit­schaft dazu hat er aber signa­li­siert, denn wel­chen ande­ren Zweck hät­te sonst die gan­ze Wort­mel­dung gehabt, die jeden­falls schwer­lich als Ver­tei­di­gung des Zöli­bats ver­stan­den wer­den kann.

Er ist nicht der Erste und wird nicht der letz­te sein. Er ist aller­dings der erste Staats­se­kre­tär, von dem eine sol­che Aus­sa­ge, wenn auch noch vor Amts­an­tritt, über­lie­fert ist. Es drängt sich die Fra­ge auf, war­um Papst Fran­zis­kus den noch ver­hält­nis­mä­ßig jun­gen Vati­kan­di­plo­ma­ten für das hohe Amt aus­wähl­te, zumal sich die bei­den nur ein­mal vor Jah­ren und das eher flüch­tig begeg­net sind.

Nicht der Erste, der nach Rom zog um Zölibat in Frage zu stellen

Er ist nicht der Erste, der an die Römi­sche Kurie beru­fen, eine sol­che Stel­lung­nah­me von sich gibt, um dann in Rom eben­so schnell, zumin­dest nach außen, Mei­nung zu ändern. Eine beacht­li­che Zahl von Theo­lo­gen beharrt dar­auf, daß das Kir­chen­recht in Sachen Prie­ster­z­ö­li­bat geän­dert wer­den kön­ne. Bevor­zugt blicken pro­gres­si­ve Krei­se auf die Pra­xis der ortho­do­xen Kir­chen, in der auch ver­hei­ra­te­te Män­ner zu Prie­stern geweiht wer­den kön­nen, wäh­rend eine Ehe­schlie­ßung nach der Prie­ster­wei­he nicht mög­lich ist. Nur für Mön­che und geweih­te Prie­ster gilt der Zöli­bat ver­pflich­tend. Da die mei­sten Welt­prie­ster daher vor der Wei­he hei­ra­ten, ent­stammt die kirch­li­che Hier­ar­chie fast aus­schließ­lich dem Mönchs­tum.

Durch das El Uni­ver­sal-Inter­view prä­sen­tiert Msgr. Paro­lin vor sei­nem Amts­an­tritt Mit­te Okto­ber in Rom eine Visi­ten­kar­te, die ihn in die Nähe von Tech­no­kra­ten statt von Kir­chen­füh­rern rückt. Erst vor weni­gen Mona­ten kri­ti­sier­te Mau­ro Kar­di­nal Pia­cen­za, der Prä­fekt der Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on die Theo­lo­gen­po­si­ti­on scharf, die eine Auf­he­bung oder Auf­wei­chung des Zöli­bats für Prie­ster für mög­lich und wün­schens­wert hal­ten. Sein Vor­gän­ger, Clau­dio Kar­di­nal Hum­mes, war einer jener, die sich vor ihrer Ankunft in Rom gegen den Zöli­bat aus­spra­chen, dann aber, nach einer ent­spre­chen­den Kopf­wä­sche, schnell auf die kirch­li­che Hal­tung ein­schwenk­ten. Aller­dings fiel Kar­di­nal Hum­mes, der 2006–2010 Prä­fekt der Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on war, nie als beson­ders akti­ver Ver­fech­ter des Zöli­bats auf.

Neo-Staatssekretär wirft als geübter Diplomat Stein ins Wasser, ohne selbst Position zu beziehen

Paro­lin lehn­te sich in sei­nem Inter­view nicht so weit aus dem Fen­ster wie sei­ner­zeit Kar­di­nal Hum­mes. Er ver­tei­dig­te den „Wert“ des Zöli­bats, der „auf die ersten Jahr­hun­der­te zurück­geht“. Gleich­zei­tig bezeich­ne­te er die Zöli­bats­fra­ge als „eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für den Papst“, da „alle die­se Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den müs­sen, um die Kir­che zu einen und nicht zu spal­ten“. Was der Neo-Staats­se­kre­tär damit genau meint, läßt sich schwer ent­zif­fern. Der Hin­weis auf den Prie­ster­man­gel lie­fert das Stich­wort, das in der Dis­kus­si­on meist von den Zöli­bats­geg­nern gebraucht wird. Der künf­ti­ge Staats­se­kre­tär gab mit sei­ner „tech­ni­schen“ Ant­wort einen gewoll­ten Anstoß. Sei­ne per­sön­li­che Mei­nung zum The­ma Zöli­bat äußer­te der geüb­te Diplo­mat dabei aber nicht.

Kardinal Hummes, Kardinal De Paolis, Osservatore Romano-Chefredakteur VianDer Bra­si­lia­ner Kar­di­nal Hum­mes rühmt sich, ein Freund von Papst Fran­zis­kus zu sein und ihn zu bera­ten. Auf ihn gehe der Anstoß zurück, daß der Papst sich Fran­zis­kus nann­te.

Kardinal De Velasio pflichtet Parolin auf „technischer“ Ebene bei

Unter­des­sen griff der Kir­chen­recht­ler Vel­asio Kar­di­nal De Pao­lis sofort die Aus­sa­gen Paro­lins auf. De Pao­lis ist nach wie vor päpst­li­cher Kom­mis­sar der Legio­nä­re Chri­sti. „Der Zöli­bat ist ein Cha­ris­ma, das seit den ersten Jahr­hun­der­ten als geeig­net und ange­mes­sen für das Prie­ster­tum gehal­ten wird, aber es gehört zur Pra­xis, nicht zur Leh­re der Kir­che. Dar­über zu reden ist weder häre­tisch noch skan­da­lös. Bereits wäh­rend des Pon­ti­fi­kats von Mon­ti­ni stell­te sich die Fra­ge. Aller­dings han­delt es sich nicht bloß um eine Tra­di­ti­on wie das Bre­vier, die gefal­te­ten Hän­de oder die Psal­men“, so Kar­di­nal De Pao­lis.

Osservatore Romano-Chefredakteur zieht mit

Der Kir­chen­hi­sto­ri­ker und Chef­re­dak­teur des Osser­va­to­re Roma­no, Gio­van­ni Maria Vian, kom­men­tier­te die Aus­sa­gen Paro­lins, sei­nes künf­ti­gen Vor­ge­setz­ten im sel­ben Sinn: „Es ist eine Fra­ge, die zur Dis­kus­si­on gestellt wer­den kann: obwohl sie wuß­ten, daß der Zöli­bat nur eine Tra­di­ti­on ist, haben die Päp­ste auch nach dem Zwei­ten Vati­ca­num die­se Pra­xis der latei­ni­schen Kir­che bestä­tigt. In den Ost­kir­chen wer­den ver­hei­ra­te­te Män­ner zu Prie­stern geweiht, aber Bischö­fe wer­den nur Zöli­ba­tä­re. Im Evan­ge­li­um spricht Jesus von Keusch­heit um des Him­mel­rei­ches wegen und das war nichts Exklu­si­ves der Anhän­ger Chri­sti: auch die jüdi­schen Aske­ten haben nicht gehei­ra­tet, wäh­rend im Mönchs­tum die zöli­ba­tä­re Hal­tung kon­stant galt, die für die Frau­en ein wich­ti­ges Ele­ment der Gleich­heit ist.“

Welche Relevanz können „Zeichen der Zeit“ bei einer 2000jährigen Praxis haben?

Stellt die Aus­sa­ge des Apo­sto­li­schen Nun­ti­us für Vene­zue­la und künf­ti­gen Staats­se­kre­tärs des Hei­li­gen Stuhls nur eine inhalts­lo­se Ant­wort auf eine Jour­na­li­sten­fra­ge dar? Oder ist sie der Vor­bo­te für einen neu­en Kon­flikt zwi­schen Tra­di­ti­on und Revo­lu­ti­on in der Kir­che? Soll­te dem so sein, wäre es eine wei­te­re sinn­lo­se Ablen­kung von den eigent­li­chen Pro­ble­men, indem Struk­tur­fra­gen und geschäf­ti­ger Aktio­nis­mus dazu in den Mit­tel­punkt gerückt wer­den. Und dies im Namen der Lösung eines „bren­nen­den Pro­blems“, näm­lich des Prie­ster­man­gels. Doch der Prie­ster­man­gel wird nicht durch Struk­tur­re­for­men und auch nicht durch die Auf­he­bung oder Auf­wei­chung des Zöli­bats beho­ben. Ein Blick auf die pro­te­stan­ti­schen Lan­des­kir­chen genügt. Abge­se­hen davon, kann es nie einen Rück­schritt in der Bewah­rung des depo­si­tum fidei geben. Beim Prie­ster­z­ö­li­bat hat die latei­ni­sche Kir­che kei­nen Son­der­weg ein­ge­schla­gen, son­dern stellt den höch­sten Aus­druck dar. War­um soll­te sie von etwas abrücken, was sie in ihrer zwei­tau­send­jäh­ri­gen Geschich­te als rich­tig erkann­te und gegen har­te Wider­stän­de immer neu ver­tei­dig­te? Nach 2000 Jah­ren kann es schwer­lich „Zei­chen der Zeit“ geben, auf­grund derer sich eine Ände­rung der gel­ten­den Pra­xis, die jedoch theo­lo­gisch fest fun­diert ist, begrün­den lie­ße.

Text: Paix Liturgique/Giuseppe Nar­di
Bild: Col­le­gi­um Cardinalium/Wikicommons/Diözese Novara/Vatican Insi­der

14 Kommentare

  1. Viel­leicht soll­te man doch auch Fol­gen­des erwäh­nen: Paro­lin hat in dem Inter­view (man kann es auf der Inter­net­sei­te von „El Uni­ver­sal“ nach­le­sen) die­ses The­ma nicht von sich aus ange­spro­chen. Ange­fan­gen damit hat der Inter­view­er. Hät­te Paro­lin es etwa ableh­nen sol­len, dazu Stel­lung zu neh­men? Also hat er wahr­heits­ge­mäß gesagt, dass der Zöli­bat kein Dog­ma ist, son­dern eine Sache der Tra­di­ti­on. Das Gan­ze ist also ein uralter Hut. Ich wun­de­re mich jedes Mal, wenn irgend ein Bischof oder gar Kar­di­nal das Sel­be sagt, dass da immer wie­der gro­ße Auf­re­gung im Blät­ter­wald herrscht. Jour­na­li­sten haben, scheint’s, ein extrem kur­zes Gedächt­nis.
    Zurück zu Paro­lin: An einer Stel­le, als Paro­lin schon von etwas Ande­rem sprach, wur­de er sogar vom Inter­view­er ermahnt, doch zum The­ma Zöli­bat zurück­zu­keh­ren.
    Die­se Begleit­um­stän­de rela­ti­vie­ren die Aus­sa­gen Paro­lins doch sehr. Ich mei­ne, da wird wie­der ein­mal von den Medi­en, die schon so sehn­süch­tig auf die gro­ße Revo­lu­ti­on des Fran­zis­kus war­ten, etwas auf­ge­bla­sen, was abso­lut nicht auf­bla­sens­wert ist.

  2. Der schlei­chen­de Pro­zess im Kampf gegen den Zöli­bat geht offen­bar wei­ter.

    Rück­blen­de:
    Im Jah­re 2011 for­der­ten eini­ge „CDU“ Abge­ord­ne­te -
    Bun­des­bil­dungs­mi­ni­ste­rin Annet­te Scha­van, Bun­des­tags­prä­si­dent Nor­bert Lam­mert sowie die frü­he­ren Mini­ster­prä­si­den­ten Bern­hard Vogel, Erwin Teu­fel und Die­ter Alt­haus -
    in einem offe­nen Brief:
    -
    „hal­ten es für drin­gend gebo­ten, die deut­schen Bischö­fe 
    im Lich­te der besorg­nis­er­re­gen­den Zunah­me des Prie­ster­man­gels die Zulas­sung von viri pro­ba­ti zur Prie­ster­wei­he zu ihrem eige­nen Anlie­gen zu machen und sich dafür in der Gemein­schaft der Bischö­fe der Welt­kir­che und vor allem in Rom mit Nach­druck ein­zu­set­zen.“
    -

    Dar­auf­hin ant­wor­te­te S.E. Kar­di­nal Brand­mül­ler in einem offe­nen Brief:
    -
    [.…]
    Sie stel­len damit eine Lebens­form in Fra­ge, die von der über­wäl­ti­gen­den Zahl der Prie­ster über­legt und aus frei­en Stücken über­nom­men wur­de und treu gelebt wird. Für sie alle bedeu­tet Ihre Kam­pa­gne eine per­sön­li­che Belei­di­gung. 
    Es kommt Ihnen anschei­nend nicht in den Sinn, daß Sie damit auch Jesus Chri­stus, den Sohn Got­tes, selbst belei­di­gen. Der ehe­los leben­de Prie­ster tut als Jün­ger Jesu doch nichts ande­res, als die Lebens­wei­se des Mei­sters sich zu eigen zu machen.

    Anschei­nend ist Ihnen auch nicht bekannt, daß der Zöli­bat der Prie­ster auf apo­sto­li­scher Tra­di­ti­on beruht. Es ist gesi­cher­tes For­schungs­er­geb­nis, daß anfangs gewiß ver­hei­ra­te­te Män­ner zu Bischö­fen und Prie­stern geweiht wur­den, die­se aber vom Tag der Wei­he an zwar das Fami­li­en­le­ben, nicht aber die ehe­li­che Gemein­schaft fort­setz­ten.

    Das bedeu­tet auch, daß die „Welt­kir­che“, das heißt auch ein öku­me­ni­sches Kon­zil, eine apo­sto­li­sche Über­lie­fe­rung nicht igno­rie­ren darf und kann. 
    Es sei dar­um die drin­gen­de Bit­te aus­ge­spro­chen, die­se Dis­kus­si­on, die uns schon zum Über­druß belä­stigt und belei­digt und dar­über hin­aus die Ver­wir­rung unter den Gläu­bi­gen ver­mehrt, zu been­den.“

    Und dann…
    mel­de­te sich Kar­di­nal Leh­mann (!) zu Wort.
    Nebst Lob­hu­de­lei­en auf die Initi­an­tIn­nen die eine Locke­rung des Zöli­ba­tes for­dern und der Bekun­dung, dass er sich für den im offe­nen Brief Kar­di­nal Brand­mül­lers angebl. herr­schen­den „Ton geschämt habe“ , mein­te Kar­di­nal Leh­mann u.a.
    „- ob man nicht „in Fami­lie und Beruf bewähr­te Män­ner zu Prie­stern wei­hen soll­te.“
    — „offen über neue Zugangs­we­ge“ zum Prie­ster­tum nach­den­ken soll­te , . 
    — „es sei zu erwar­ten gewe­sen“, dass die­se Fra­ge nach den „viri pro­ba­ti“ (in Ehe und Fami­lie bewähr­ten Män­nern) wie­der auf die Tages­ord­nung kom­me, wenn man zu einem „„Dia­log­pro­zess““ über die heu­ti­gen Fra­gen ein­la­de“.

    PS:
    Kar­di­nal Leh­mann ist bekann­ter­ma­ssen auch Mit­glied des Rota­ry Clubs Frei­burg !
    Die­se „Ser­vice­clubs“ sind Able­ger der Frei­mau­re­rei !

  3. … obwohl sie wuß­ten, daß der Zöli­bat nur eine Tra­di­ti­on ist …

    Das ist eben nicht rich­tig. Der Zöli­bat ist nicht NUR eine Tra­di­ti­on.

    Der Zöli­bat ist ein Rät­sel für alle, die ihn nicht ken­nen.

    Er ist eine Pla­ge für die, die ihn nur halb­her­zig leben, bei denen an erster Stel­le nicht der Herr, son­dern ande­res steht.

    Er ist ein Opfer für den, der ihn annimmt und lebt. Ein Geheim­nis, das sich ent­fal­tet und zur spi­ri­tu­el­len Gabe wer­den kann, somit eine spe­zi­el­le Gna­de, derer die alte Kir­che nicht ver­lu­stig gehen woll­te.

  4. Die Lin­ken Zer­stö­rer wer­den erst Ruhe geben, wenn die Kath.Kirche von denen genau­so wie die Evan­ge­li­sche Kir­che kon­trol­liert wird. Danach endet dann die Gleich­ma­che­rei in einer öko­me­ni­schen €inheitskirche, in der man es mit Tradition+Werte+Bibel nicht so genau nimmt. Ich hof­fe, daß die Katho­li­sche Kir­che sich nicht ver­biegt, son­dern zu Gott+VATERLAND steht.

  5. Was soll das dümm­li­che Geschwa­fel vom Zöli­bat, das kein Dog­ma sei!? Was ist denn ein Dog­ma ande­res, als eine all­ge­mei­ne Glau­bens­wahr­heit, die als sol­che vom ober­sten Lehr­amt als eben­sol­che all­ge­mei­ne, fest und immer zu glau­ben­de Leh­re der Kir­che defi­niert ist. Jedoch: längst nicht alles, was die Kir­che all­ge­mein glaubt und für ver­bind­lich wahr hält, ist auch defi­niert! Inso­fern besagt die­ses von den Geg­nern des Zöli­bats gern und tri­um­pha­li­stisch benutz­te Dik­tum vom Zöli­bat, das kein Dog­ma sei, nichts ande­res, als das die Pra­xis und der Glau­be der Kir­che, wel­che besa­gen, dass zum sakra­men­ta­len Prie­ster­tum nach Got­tes Wil­len unauf­lös­lich und untrenn­bar das Zöli­bat gehört, weil es auf das Bei­spiel und den Sen­dungs­be­fehl Jesu selbst zurück­geht und daher nicht allein kirch­li­chen, son­dern in Wahr­heit gött­li­chen Rechts ist, schlicht­weg noch nicht defi­niert ist, des­sen unge­ach­tet in der römisch-katho­li­schen Kir­che immer und zu allen Zei­ten geglaubt, gelebt und dar­an grund­sätz­lich fest­ge­hal­ten wur­de. Die oben genann­ten Auf­fas­sun­gen der Her­ren Kar­di­nä­le und des desi­gnier­ten Herrn Staats­se­kre­tärs sind nichts ande­res als eine Theo­lo­gen­mei­nung, dreist und frech vor­ge­tra­gen, als han­de­le es sich ihrer­seits um ein Dog­ma. Lüg­ner! Wer den Zöli­bat auf­gibt, gibt nichts weni­ger das sakra­men­ta­le Prie­ster­tum auf, macht aus den Nach­fol­gern Jesu Reli­gi­ons­die­ner, die im Irdi­schen gefan­gen und ums Irdi­sche besorgt sind und damit ein­zig dem aufs Irdi­sche aus­ge­rich­te­ten „Evan­ge­li­um des Huma­nen“, nicht aber dem wah­ren Evan­ge­li­um Jesu Chri­sti die­nen. Wenn also die römi­sche Kir­che den Kle­ri­ker­zö­li­bat zur Dis­po­si­ti­on stellt, trennt sie sich end­gül­tig ab von fun­da­men­ta­len und iden­ti­täts­stif­ten­den Glau­bens­voll­zü­gen der wah­ren Kir­che Jesu Chri­sti, weil das Zöli­bat unab­ding­bar und unauf­gebbar zum Wesen und zur Gestalt des katho­li­schen Prie­ster­tums und das katho­li­sche Prie­ster­tum wie­der­um zum Wesen der Kir­che Jesu Chri­sti selbst gehört!

    • Sie haben lei­der unrecht. Die Sache mit dem Zöli­bat ist wirk­lich kein Dog­ma. Bit­te infor­mie­ren Sie sich, was ein Dog­ma tat­säch­lich ist.
      Ich kann ver­ste­hen, wenn Sie für die Bei­be­hal­tung des Zöli­bats sind. Sie tun der Sache aber kei­nen guten Dienst, wenn Sie fal­sche Argu­men­te dafür ver­wen­den. Das gilt übri­gens für jede — auch noch so gute — Sache. Die Geg­ner die­ser Sache kön­nen genau bei den fal­schen Argu­ment anset­zen und die­se Sache locker aus­he­beln.
      Also noch­mals: Bit­te kei­ne fal­schen Argu­men­te. Und wenn schon nicht um der Wahr­heit wil­len, dann wenig­stens, um sei­nem Anlie­gen kei­nen Bären­dienst zu erwei­sen.

      • Hicest­ho­die hat defi­niert, was ein Dog­ma ist — und zwar kor­rekt: „Was ist denn ein Dog­ma ande­res, als eine all­ge­mei­ne Glau­bens­wahr­heit, die als sol­che vom ober­sten Lehr­amt als eben­sol­che all­ge­mei­ne, fest und immer zu glau­ben­de Leh­re der Kir­che defi­niert ist.“ (Haben Sie sein Posting gele­sen?)
        Hicest­ho­die hat sehr wohl recht! (Übri­gens feh­len Ihnen voll­kom­men die Argu­men­te — Sie behaup­ten nur, er habe nicht recht?!)
        Allein die Tat­sa­che, dass die Kir­che zuneh­mend und immer defi­ni­ti­ver den zöli­ba­tä­ren Stand des Prie­sters als allein ange­mes­sen betrach­tet hat, die Bewe­gung also vom Aus­nah­me­fall des Ver­hei­ra­te­ten (der ja schon von Pau­lus für den unan­ge­mes­se­ne­ren Stand gehal­ten wird) unter schon damals Zöli­ba­tä­ren hin zum gene­rel­len Zöli­bat für Prie­ster ging, ent­spricht vie­len bewe­gun­gen in der Kir­che, in denen Din­ge von Anfang an geglaubt wur­den und nach Aus­ein­an­der­set­zun­gen sich immer tie­fer behaup­te­ten und irgend­wann fei­er­lich zum Dog­ma erho­ben wur­den. Soweit sind wir beim Prie­ster­z­ö­li­bat noch nicht, aber die Bewe­gung geht ein­deu­tig dahin. Es ist gera­de­zu absurd, nach die­sen 2000 Jah­ren anzu­neh­men, die Kir­che habe sich in die­ser Bewe­gung nun 2000 jah­re lang in die fal­sche Rich­tung bewegt!
        Wie Pau­lus es schon for­mu­lier­te, ist der Zöli­bat der eigent­li­che Urstand jedes Chri­sten. Auch wer ver­hei­ra­tet ist, soll so „haben, als habe er nicht“. Der oder die Ehe­lo­se ist nicht geteilt. Sowohl für Gott­ge­weih­te Män­ner als auch Frau­en emp­fiehlt er ein­deu­tig den Zöli­bat. Nur der oder die, der oder die zu gro­ße Pro­ble­me mit dem Trieb bekommt, soll­te bes­ser hei­ra­ten — aber es muss ein sol­cher ja weder Prie­ster noch Ordens­mann bzw. ‑frau wer­den, oder?
        Es ist in Ord­nung zu hei­ra­ten, sagt Pau­lus. Aber für den Prie­ster gilt: „Chri­stus lebt in mir“. Er ist sich selbst voll­kom­men gestor­ben.
        Der Zöli­bat ist das ein­zi­ge und letz­te star­ke in einer kon­kre­ten Per­son bezeug­te Zei­chen der Kir­che.
        Fällt er, ist die Kir­che unwie­der­bin­g­lich zer­stört und wir dür­fen IHN selbst erwar­ten, der eben­so zöli­ba­tär leb­te wie sei­ne aller­se­lig­ste und jung­fräu­li­che Got­tes­mut­ter.
        Die­se Sicht ver­steht aber nur der, dem es gege­ben ist. (Auch das sag­te Jesus selbst).
        Wem es nicht gege­ben ist, der soll­te aller­dings auch nicht mit­re­den, als habe er hier­zu etwas bei­zu­tra­gen! Er soll in der Welt leben und sich damit zufrie­den geben! Es ist in Ord­nung.

      • Dan­ke, ver­ehr­te @zeitschnur! Ich glaub­te schon, mich voll­stän­dig miss­ver­ständ­lich aus­ge­drückt zu haben. Genau! Was ist denn nun ein Dog­ma? Etwa ein neu­es Kunst­pro­dukt des Glau­bens, womit das ober­ste Lehr­amt kraft sei­ner Was­ser­sup­pe plötz­lich etwas für grün erklärt, was vor­her alle als rot wahr­nah­men? Mit­nich­ten! Ein Dog­ma ist die fei­er­li­che Bestä­ti­gung, dass das, was in der Kir­che immer für grün galt, auch tat­säch­lich grün ist und dass der, der sagt, es seie rot, lügt und sich daher aus der Gemein­schaft der Glau­ben­den ver­ab­schie­det. Glaub­te man vor 1950 etwa nicht an die Auf­nah­me Mari­ens in den Him­mel? Wur­de vor dem Ersten Vati­ka­num der Juris­dik­ti­ons­pri­mat bis auf eini­ge Ent­wick­lungs­pha­sen in der Kir­che nicht voll und ganz aus­ge­übt? So auch der Kle­ri­ker­zö­li­bat! Er gehört zum Ursprung der Kir­che, ist bezeugt durch das Bei­spiel und dem Sen­dungs­be­fehl Jesu, an ihm hat die römi­sche Kir­che fest­ge­hal­ten, trotz aller Wider­stän­de und hat ihn zum Beru­fungs­kri­te­ri­um zum Keri­ker­stand erho­ben. Er gehört wesent­lich zur Iden­ti­tät des Prie­ster­tums und damit zur Iden­ti­tät der römisch-katho­li­schen Kir­che, gleich ob nun bereits dog­ma­ti­siert oder nicht! Was für in unwahr­haf­ti­ges Moster wäre doch die Kir­che, die ihre Kle­ri­ker auf eine der­art in die Per­sön­lich­keit ein­grei­fen­de Regel ver­pflich­ten wür­de, wenn sie tat­säch­lich mein­te, es han­de­le sich dabei nicht um gött­li­chen Wil­len, son­dern nur um kirch­li­ches Recht, das man jeder­zeit von grün auf rot umstel­len könn­te! Wer die­se Auf­fas­sung ver­tritt, ist ent­we­der nicht ganz rich­tig im Kopf oder will ganz bewusst die Kir­che zer­stö­ren, indem er sie unglaub­wür­dig macht, ihrer Iden­ti­tät beraubt und sie als Unheils‑, statt als Heils­an­stalt dar­stellt. Nein, der Kle­ri­ker­zö­li­bat ist (noch) nicht dog­ma­ti­siert, aber das ober­ste Lehr­amt soll­te sich dazu end­lich auf­raf­fen, um Scha­den von der Kir­che abzu­hal­ten und Lüg­nern ein für alle­mal das Maul zu stop­fen!

        • … und wie ich bei dem ande­ren Arti­kel zu dem The­ma gestern schon schrieb: selbst die evan­ge­li­sche Kir­che muss­te den Zöli­bat wie­der ein­füh­ren: seit 150 Jah­ren gab es auch dort wie­der Dia­ko­nis­sen und Kom­mu­ni­tä­ten für Mann und Frau, die ihr Leben tat­säch­lich als tota­le Hin­ga­be ver­ste­hen. Dass der Pfar­rer nicht zöli­ba­tär sein muss, liegt an deren ande­rem Amts­ver­ständ­nis. Aber bit­te: wenn selbst die Pro­te­stan­ten klamm­heim­lich wie­der zurück­keh­ren muss­ten, weil ihre Kir­chen ver­knö­cher­ten oder zer­fie­len — wel­cher Hirn­riss bestimmt dann eigent­lich die Katho­li­ken, die mei­nen, sie müss­ten nun alle bereits mit Miss­erfolg gemach­ten Erfah­run­gen nun noch mal machen? Wenn wir zu den Pro­te­stan­ten sehen, kann man nur fest­stel­len, dass geist­li­ches Leben nur da ist, wo auch Zöli­ba­tä­re bei­der­lei Geschlech­tes leben. Der Rest ist nur noch eine gut bezahl­te Schicke­ria, die sich selbst fei­ert, aber nie­man­den gewin­nen kann. Schaut die lee­ren Kir­chen dort an! Dage­gen sind die katho­li­schen Kir­chen noch gestopft voll.
          Ist das unse­re Per­spek­ti­ve? Wol­len wir das? Ja? Dann wol­len wir die Kir­che zer­stö­ren!
          Unser Erlö­ser und sei­ne Mut­ter waren Zöli­ba­tä­re. Und wir fol­gen IHM nach, indem wir IHRE „Fiat“-Haltung immer mehr zu unse­rer Hal­tung wer­den las­sen…

  6. Über­all dort, wo der Mensch Gro­ßes her­vor­ge­bracht hat, sei es Spit­zen­lei­stun­gen im Sport, in der Kunst, Kul­tur oder der Reli­gi­on, immer war der Betref­fen­de ent­halt­sam lebend – wenn auch manch einer nur tem­po­rär (das trifft auf man­che Künst­ler zu). Ohne die Beherr­schung die­ser gro­ßen Kraft, die die Sexu­al­kraft ist, ist nor­ma­ler­wei­se kein wirk­li­ches reli­giö­ses Erwa­chen
    mög­lich. Gna­de und eige­ne Bemü­hung gehö­ren zusam­men.

    Wer die kath. Kir­che auf ein Mit­tel­maß her­un­ter­fah­ren will, der stört sich natür­lich am Zöli­bat.

  7. Laut dem Hand­buch der Dog­ma­tik von Schee­ben ist das Zöli­bat „pro­xi­ma fidei“ also kein eigent­li­ches Dog­ma aber zum „Depo­si­tum Fidei“ gehö­rend anzu­se­hen und damit fest und von allen zu allen Zei­ten und über­all fest­zu­hal­ten. Der Beweis ist die hei­li­ge Schrift und das aus deer „lex sup­pli­can­di“ gefor­der­te ehe­lo­se Voll­zie­hen des Kreu­zes­op­fers in Per­so­na Chri­sti durch den Prie­ster wäh­rend der Hei­li­gen Mes­sen. Das Zöli­bat gehört also zum „ius divi­ni­num supra­na­tu­ra­le“, also zum offen­bar­ten Recht. So ist es es selbst im „Mün­ste­ra­ner Kom­men­tar“ zum CIC/1983 zu lesen. Und nun das!
    Ich den­ke, daß es end­lich ein­mal an der Zeit ist, dem Hei­li­gen Vater im Sin­ne des Hl. Bern­hard v. Clairvaux auf den Zahn der Treue zu füh­len und ihn ernst­haft in sei­ner Ortho­do­xie infra­ge zu stel­len, ggf. eine FORMALE HÄRESIE zu sta­tu­ie­ren (das wäre Auf­ga­be der in gül­ti­ger Apo­sto­li­sche Suk­zes­si­on ste­hen­den Bischö­fe der FSSPX). Dann könn­te man viel­leicht die MATERIELLE Sedis­va­kanz erklä­ren, zur FORMALEN bedarf es eines Votums eines mit Ordent­li­cher Amts­ge­walt aus­ge­stat­te­ten Ordi­na­ri­us. Nein, Rom bekehrt sich nicht, son­dern schlit­tert immer wei­ter in die Sün­de hin­ein. Kein Wun­der lebt der Miß­brauchs­skan­dal wie­der auf! Wer die Gna­den­mit­tel ablehnt (die Hei­li­ge Mes­se aller Zei­ten) und das Offi­ci­um der braucht sich nicht zu wun­dern. Es ist ja bekannt, daß Papst Fran­zis­kus sei­ne lie­be Mühe selbst mit der Lit­ur­gia Horar­um hat, da braucht es kei­ne grö­ße­ren Gedan­ken­be­we­gun­gen, daß er auch mit dem Zöli­bat sich nicht ganz klar ist. Hat er nicht in Bue­nos Aires eine Offen­si­ve gestar­tet, „viri pro­ba­ti“ in ver­stärk­ter Wei­se zur Wei­he zuzu­las­sen und Dis­pen­zen erwirkt? Nein, es wird jetzt klar, was Papst Fran­zis­kus wirk­lich vor­hat, die Schlei­fung des sakra­men­ta­len Prie­ster­tums im Sin­ne des Öku­men­si­mus und im Sin­ne des Brüs­kie­rens der Ortho­do­xie.
    Viel­leicht nur am Ran­de: Seit sich die Ortho­do­xe Kir­che mit­samt Ruß­lands und Ost­roms der Unbe­fleck­ten Got­tes­ge­bä­re­rin geweiht hat, soll­te die Katho­li­sche Kir­che auf­pas­sen, daß sie noch die Eine Hei­li­ge Katho­li­sche und Apo­sto­li­sche Kir­che bleibt, denn denk­bar ist es, daß die Hei­li­ge Jung­frau eines Tages erschei­nen wird und dem Papst offen sei­ne Ver­feh­lun­gen sagen wird. So wäre es denn auch vor­stell­bar, daß dann tat­säch­lich das Papst­tum an eine ande­re Kir­che über­tra­gen wird, die das gan­ze Depo­si­tum Fidei bewahrt hat oder anner­kennt. Im Moment sind jeden­falls SICHTBAR die ortho­do­xen Kir­chen näher am Depo­sti­um Fidei in ihrer Leh­re als die Katho­li­sche Kir­che des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils. Die­ses habe ich aus meh­re­ren Unier­ten Kir­chen gehört und geschrie­ben bekom­men. Die­se War­nung soll­te der Vati­kan ernst­neh­men. Roma, Roma, con­ver­te­re ad DOMINUM DEUM TUUM!

    • Dass die Got­tes­mut­ter erscheint etc. — ja, auch dass es eher sie ist, die uns das rech­te Lehr­amt ver­tritt. Aber die Ortho­do­xie hat doch selbst ein Weg der Häre­sie ein­ge­schla­gen seit lan­gem, was die Ehe­lo­sig­keit betrifft, und noch gra­vie­ren­der: was die Wie­der­hei­rat Geschie­de­ner betrifft. Auch ist die Filio­que-Fra­ge immer noch ein Tren­nungs­grund und einen Papst erken­nen sie nicht an -
      Ich fürch­te, Sie ver­ken­nen die Lage dort, weil Sie wie ich auch unter der Lage bei uns sehr lei­den. Wir müs­sen auf­pas­sen, dass wir nicht die Ortho­do­xie zur Pro­jek­ti­ons­flä­che unse­res Fru­stes machen. Denn dort sieht es nicht bes­ser aus, nicht wirk­lich. Und es könn­te auch eine Fra­ge der Zeit sein, bis sie, zusätz­lich zu ihren schon vor­han­de­nen hart­näcki­gen Häre­si­en auch noch unse­re laten­ten Häre­si­en mit auf­packen…
      In jedem Fall hat Jesus allein dem Petrus­amt den Rang zuge­spro­chen, der Fels zu sein, auf dem die Kir­che grün­det. ER hat zuge­si­chert, dass die Pfor­ten der Höl­le sie nicht über­win­den wer­den. ER hat nie gesagt, dass ER das Petrus­amt auf einen ande­ren Apo­stel ver­la­gern wird!
      Viel­mehr deu­tet die Johan­nes-Apo­ka­lyp­se 13 an, dass es die Got­tes­mut­ter selbst sein wird, die ihre Kin­der um sich sam­melt und in die Wüste mit ihnen flieht — das ist ein Bild, aber von einem Papst­er­satz auf Erden ist jeden­falls nicht die Rede.
      Da die Got­tes­mut­ter seit 200 Jah­ren immer wie­der höchst­selbst gekom­men ist, um uns zu leh­ren und zu ermah­nen, erscheint mir dies die rich­ti­ge Rich­tung. Beach­ten Sie auch den bekann­ten drit­ten Teil der Fati­ma-Pro­phe­tie: sie lehrt uns, dass der Papst und vie­le Bischö­fe, Prie­ster, Ordens­frau­en und ‑män­ner und Lai­en erschos­sen wer­den. Den­ken wir dar­über nach, ob das nicht hei­ßen kann, dass der Kle­rus und vie­le Lai­en geist­lich dem Angriff nicht stand­hal­ten und ster­ben wer­den oder schon geist­lich gestor­ben sind.
      Die hei­li­ge Maria hat nicht vor­her­ge­sagt, dass dann anders­wo ein Papst auf­steht…
      Auch Sr. Lucia hat immer wie­der dar­auf ver­wie­sen, dass ihre Visio­nen dem ent­spre­chen, was die Apo­ka­lyp­se schon lan­ge vor­her­ge­sagt hat.
      Und noch ein Detail zum Schluss: nicht Russ­land soll sich selbst wei­hen, sag­te die Got­tes­mut­ter, son­dern sie sag­te etwas ande­res. Sie sag­te, der römi­sche Papst sol­le in Ein­heit mit allen Bischö­fen der RKK Russ­land IHREM unbe­fleck­ten Her­zen wei­hen. Lie­ber Herr Rhein, das ist sach­lich und logisch etwas ande­res.
      Ver­zei­hen Sie mir den Wider­spruch, ich schät­ze Ihre Bei­trä­ge immer sehr, auch die­sen, aber da es mir allein um die Sache geht und mein Herz blu­tet, wenn ich das alles mit anse­hen muss, was geschieht und weiß, dass auch Ihr Herz blu­tet, konn­te ich nicht umhin, die­se Ein­sprü­che zu erhe­ben.

  8. Na und, dann fällt es eben und wenn die Frau­en gleich mit an den Altar als Prie­ster wol­len, laßt sie, war­um noch etwas ver­tei­di­gen was die „Mehr­heit“ nicht mehr will.
    Die­se kata­stro­pha­len Ent­wick­lun­gen sind nur eine logi­sche Fol­ge aus den furcht­ba­ren Tex­ten des Kon­zils und der Zer­stö­rung der Lit­ur­gie durch Paul VI
    Was er gemacht hat, ist nicht weni­ger als den inne­ren Zer­stö­rungs­pro­zess der Kir­che zu mani­fe­stie­ren.
    Die Kir­che Chri­sti ist von die­sen Moder­ni­sten ins Exil gejagt wor­den, näm­lich in der Gestalt von FSSPX.
    Ganz ehr­lich, bei den Gur­kenevents, genannt „hl.Messen“(eigentlich eine Blas­phe­mie) die mit weni­gen posi­ti­ven Aus­na­men in Euro­pa noch statt­fin­den, ist es doch egal ob der Herr Pfar­rer eine Frau hat oder nciht, geschie­den wird oder nicht, ob der „Hokus­po­kus“ am Altar von einer Frau, einem Kind oder von sonst­wem insze­niert wird, denn dar­um geht es doch.
    Um die Selbst­in­sze­nie­rung und das in den Mit­tel­punkt stel­len des eige­nen Egos.
    Egal ob Trach­ten­ver­ein, Skat­club oder Tau­ben­züch­ter, ein Röll­chen MUß es sein, das der moder­ne Ego­ist halt spie­len muß.
    Inhal­te, Wer­te, Tra­di­tio­nen, For­men­spra­che alles egal, Haupt­sa­che Rol­le spie­len.
    Es hat doch auch etwas emi­nent Gutes, denn der Abschaf­fungs­pro­zess geht dann end­lich so schnell vor­an, das es eine ÖKD gibt (EKD+DKB) mit Papst Leh­mann und Kar­di­nä­lin Käß­mann, ohne Mit­glie­der aber mit viel Medi­en­re­spekt.
    So wie es jetzt ist, geht es nicht mehr lan­ge gut.
    Bischof Leb­fe­v­re : Nie war er und sein Werk so wert­voll wie heu­te, dan­ke lie­ber Gott !

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