Pfarrei Ognissanti der Franziskaner der Immakulata in Florenz: ab Sonntag wieder regulär Alte Messe

Pfarrei Ognissanti der Franziskaner der Immakulata in Florenz: ab 1. September wird die Zelebration der Alten Messe wieder aufgenommen.(Flo­renz) Die von den Fran­zis­ka­nern der Imma­ku­la­ta betreu­te Pfar­rei Ognis­san­ti (Aller­hei­li­gen) in Flo­renz gab „die freu­di­ge Nach­richt“ bekannt, daß ab Sonn­tag, den 1. Sep­tem­ber die Zele­bra­ti­on der Hei­li­gen Mes­se im über­lie­fer­ten Ritus wie­der auf­ge­nom­men und täg­lich an den übli­chen Meß­zei­ten statt­fin­den wird.  Die Ordens­kon­gre­ga­ti­on hat­te mit Dekret dem Orden die Zele­bra­ti­on der Alten Mes­se seit dem 11. August unter­sagt.

Die Pfar­rei Ognis­san­ti von Flo­renz ist eines der geist­li­chen Zen­tren des Ordens. Pfar­rer ist Pater Sera­fi­no Lan­zet­ta FI, der zu den bekann­ten Gestal­ten der katho­li­schen Tra­di­ti­on in Ita­li­en gehört. Er war in den ver­gan­ge­nen Jah­ren maß­geb­lich am Dis­kurs über die Inter­pre­ta­ti­on des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils betei­lig. Pater Lan­zet­ta ver­tritt, wie der Orden ins­ge­samt, die Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät von Papst Bene­dikt XVI., die das Kon­zil im Licht der kirch­li­chen Tra­di­ti­on liest. Die­se Les­art macht eine Kri­tik am Zwei­ten Vati­ca­num mög­lich und teil­wei­se not­wen­dig. Er zählt auch zu den Kri­ti­kern der Frei­mau­re­rei, der er vor­wirft, Ein­fluß auf die katho­li­sche Kir­che aus­zu­üben und wei­te­ren Ein­fluß gewin­nen zu wol­len.

Pater Lan­zet­ta war einer der Ersten, die sofort einen Antrag an den von der Ordens­kon­gre­ga­ti­on ein­ge­setz­ten Apo­sto­li­schen Kom­mis­sar rich­te­ten, um wei­ter­hin im über­lie­fer­ten Ritus zele­brie­ren zu dür­fen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Pfar­rei Ognis­san­ti Flo­renz (Screen­shot)

6 Kommentare

  1. Die­ses Ver­bot war sowas von sinn- und recht­los, dass man es auch ohne Antrag hät­te in den Wind schla­gen müs­sen.

    Woll­te man da ein Exem­pel sta­tu­ie­ren?

    Mei­ne Güte, Rom, was tust du dir und der Braut Chri­sti nur an?

  2. »Pater Lan­zet­ta ver­tritt, wie der Orden ins­ge­samt, die Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät von Papst Bene­dikt XVI…« Falsch. Er ver­tritt gera­de nicht die allein legi­ti­me Her­me­neu­tik der Reform in Kon­ti­nui­tät, son­dern eine »rech­te« Bruchher­me­neu­tik à la Rober­to De Mattei. Dafür ist er übri­gens von einem Mit­bru­der, dem tap­fe­ren Fr Ange­lo Gei­ger FI, zurecht immer wie­der geta­delt wor­den.

    • Haha! Gegen den eige­nen Orden, wo man eine abso­lu­te Min­der­heit dar­stellt, bei den Mäch­ti­gen im Vati­kan zu intri­gie­ren, die nur dar­auf gewar­tet haben, soll tap­fer sein?!

      Moder­ni­sten schei­nen eine ganz beson­ders eigen­ar­ti­ge Wahr­neh­mung zu haben. Jenen Kon­gre­ga­ti­ons­prä­fek­ten, des­sen Sekre­tär, den Visi­ta­tor, den Kom­mis­sar UND die Main­stream­pres­se: alle auf ihrer Sei­te — das bezeich­nen sie als „Tap­fer­keit“!

      • Eine noch viel eigen­ar­ti­ge­re Wahr­neh­mung hat frei­lich, wer Fr Gei­ger für einen »Moder­ni­sten« hält. Oder mein­ten Sie mich? Wie auch immer: Der hl. Pius X. möge für Sie beten.

    • „Die allein legi­ti­me Her­me­neu­tik der Reform in Kon­ti­nui­tät“ ist gera­de die etwas kab­ba­li­stisch anmu­ten­de For­mel, mit der Papst Bene­dikt — bei aller Wert­schät­zung — geschei­tert ist.

      Man kann nicht etwas „refor­mie­ren“ und es dadurch bis zur Unkennt­lich­keit ver­än­dern — oder ganz zer­stö­ren (Wer das Wesen einer Sache ver­än­dert, zer­stört sie, weiß die Meta­phy­sik).

      Das II. Vat. und der NOM SIND Brü­che. Wer woll­te das bestrei­ten?
      Rober­to de Mattei ist übri­gens ein gründ­li­cher Gelehr­ter und belegt alles, was er schreibt. Sehr zu emp­feh­len.

  3. „Rech­te Bruchher­me­neu­tik“ — was ist das denn? Ach ja rich­tig, das ist à la Rober­to de Mattei! Dann hät­ten wir ja das Volka­bu­lar zum Schmä­hen ohne kla­ren Gegen­stand zusam­men!
    Argu­men­te? Sach­ver­hal­te? Nein? Dach­te ich mir!

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