Msgr. Ricca und Francesca Chaouqui: Zwei Feinde im eigenen Haus?

Die neue Kommissarin für die Neurodnung der Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten des Vatikans(Rom) Er ist Prä­lat der Vati­kan­bank IOR, sie ist Kom­mis­sa­rin der neu­en päpst­li­chen Kom­mis­si­on für die Neu­ord­nung der Ver­wal­tung und der Finanz- und Wirt­schafts­an­ge­le­gen­hei­ten des Vati­kans. „Zwei von Papst Fran­zis­kus gewoll­te und beschlos­se­ne Ernen­nun­gen, die jedoch die leben­de Nega­ti­on sei­nes Rei­ni­gungs- und Reform­pro­gramms sind“, so der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster, der Msgr. Bat­ti­sta Ric­cas Homo-Ver­gan­gen­heit in der Schweiz und in Uru­gu­ay auf­deck­te und der als erster Zwei­fel an der Ernen­nung der Lob­by­istin Fran­ce­s­ca Chaou­qui äußer­te.

Die neue Kom­mis­si­on scheint im Orga­ni­gramm der Römi­schen Kurie trotz ihrer weit­rei­chen­den Voll­mach­ten nicht auf. Die Kom­mis­si­ons­mit­glie­der haben Zugang „zu allen Doku­men­ten, Daten und Infor­ma­tio­nen“ der Vati­kan­bank IOR, aller Bilan­zen, aller Behör­den und Ein­rich­tun­gen des Vati­kans sowie dem gesam­ten beweg­li­chen und unbe­weg­li­chen Besitz des Hei­li­gen Stuhls welt­weit. Zudem wur­de vom Papst jedes Amts­ge­heim­nis für die Kom­mis­si­on auf­ge­ho­ben. Infor­ma­tio­nen, die „pures Gold“ wert sind, so Insi­der. Die sie­ben Kom­mis­si­ons­mit­glie­der wis­sen am Ende mehr als jeder im Vati­kan selbst.

Das Fest­hal­ten an der Ernen­nung Bat­ti­sta Ric­cas mach­te den Scha­den noch um ein Viel­fa­ches grö­ßer, als Papst Fran­zis­kus auf sei­nem Rück­flug vom Welt­ju­gend­tag auf Jour­na­li­sten­fra­gen ant­wor­te­te und Msgr. Ric­ca auf eine Art und Wei­se ver­tei­dig­te, die von den Medi­en völ­lig los­ge­löst vom Fall Ric­ca als „Öff­nung“ und „Kurs­än­de­rung“ der Kir­che gegen­über der Homo­se­xua­li­tät aus­ge­legt wur­de.

Die bei­den umstrit­te­nen Ernen­nun­gen gehen auf per­sön­li­che Ent­schei­dun­gen des Pap­stes außer­halb der gewohn­ten Mei­nungs­bil­dungs­ka­nä­le zurück. San­dro Magi­ster spricht von „zwei Fein­den“, die sich der Papst ins eige­ne Haus gesetzt habe.

Ricca und Chaouqui: Zwei Feinde im eigenen Haus

von San­dro Magi­ster

Es sind zwei Mona­te seit der unglück­li­chen Ernen­nung von Msgr. Bat­ti­sta Ric­ca zum „Prä­la­ten“ der Vati­kan­bank IOR und mehr als ein Monat seit der nicht min­der unglück­li­chen Ernen­nung von Fran­ce­s­ca Imma­co­la­ta Chaou­qui (Bild) zum Mit­glied der Kom­mis­si­on für die Neu­ord­nung der Wirt­schafts- und Finan­z­an­ge­le­gen­hei­ten des Hei­li­gen Stuhls. Bei­de Ent­schei­dun­gen wur­den von Papst Fran­zis­kus durch­ge­führt, die erste war sogar eine ganz per­sön­li­che Ent­schei­dung von ihm. Für bei­de tauch­ten kurz danach schwer­wie­gen­de Aspek­te, die dage­gen spre­chen auf, von denen der Papst anfangs nichts wuß­te. Obwohl es bereits auf Ende August zugeht, scheint noch kei­ne Kurs­än­de­rung in Sicht.

Was den „Prä­la­ten“ der Vati­kan­bank betrifft, wur­de Papst Fran­zis­kus gleich nach Bekannt­wer­den der Ernen­nung von meh­re­ren Per­so­nen sei­nes Ver­trau­ens über des­sen skan­da­lö­se Ver­gan­gen­heit unter­rich­tet und dar­über, daß er im Vati­kan gedeckt wur­de und wird. Die­sen Per­so­nen, die ihn infor­mier­ten, sprach der Papst sei­nen Dank aus.

Papst Franziskus nach Rückkehr aus Rio: Ricca „bleibt an seinem Platz“

Auf dem Rück­flug von Bra­si­li­en, ver­mied es Papst Jor­ge Mario Ber­go­glio auf die Fra­ge einer Jour­na­li­stin eine kla­re Posi­ti­on zum Fall von Msgr. Ric­ca ein­zu­neh­men.

Die Wor­te des Pap­stes, die die Medi­en der gan­zen Welt empha­tisch, ein­ge­bet­tet von begei­ster­ten Kom­men­ta­ren über eine angeb­li­che „Öff­nung“ gegen­über den Homo­se­xu­el­len, ver­brei­te­ten, wur­den als Aus­set­zung eines Urteils inter­pre­tiert: „Wenn eine Per­son homo­se­xu­ell ist und den Herrn sucht und guten Wil­len hat, wer bin ich dann, ihn zu ver­ur­tei­len?“

Weni­ge Tage nach sei­ner Rück­kehr nach Rom wur­de Papst Fran­zis­kus noch deut­li­cher. Er ließ das Staats­se­kre­ta­ri­at wis­sen, daß Msgr. Ric­ca „an sei­nem Platz bleibt“. Damit bleibt mit ihm der ekla­tan­te Wider­spruch bestehen zwi­schen jener Rei­ni­gung und Neu­ord­nung der Römi­schen Kurie, die Papst Fran­zis­kus mehr­fach ange­kün­digt und ein­ge­for­dert hat und dem „Prä­la­ten“ sei­ner Ernen­nung, in den er wei­ter­hin sein Ver­trau­en setzt, der aber per­fek­ter Aus­druck genau jener skan­da­lö­sen Ver­hal­tens­wei­sen und jener Macht­lob­bys ist, die weg­ge­fegt wer­den sol­len.

Wie kam Papst Franziskus zu Francesca Chaouqui?

Im Ver­gleich zu Msgr. Ric­ca ist der Fall von Fran­ce­s­ca Imma­co­la­ta Chaou­qui anders gela­gert. Über sie ver­füg­te das Staats­se­kre­ta­ri­at bereits meh­re­re Mona­te vor ihrer Ernen­nung am ver­gan­ge­nen 18. Juli zum Mit­glied der neu­en Kom­mis­si­on mit Son­der­voll­macht und dem Zugang zu den geheim­sten Doku­men­ten über Infor­ma­tio­nen, die gegen eine Ernen­nung spra­chen. Doch Papst Fran­zis­kus han­del­te bei der Errich­tung der neu­en Kom­mis­si­on und der Ernen­nung der acht Kom­mis­si­ons­mit­glie­der erneut völ­lig auto­nom. Das Staats­se­kre­ta­ri­at war nicht in die Ange­le­gen­heit ein­ge­bun­den und erhielt erst nach voll­ende­ten Tat­sa­chen Nach­richt davon.

Im Staats­se­kre­ta­ri­at war man bereits im Früh­jahr 2012 stut­zig gewor­den, als in La Repub­bli­ca, der größ­ten lin­ken Tages­zei­tung Ita­li­ens, meh­re­re Arti­kel erschie­nen, in denen behaup­tet wur­de, daß Pao­lo Gabrie­le, der ver­haf­te­te und wegen des Dieb­stahls von Doku­men­ten, die dann an die Pres­se wei­ter­ge­ge­ben wur­den, ver­ur­teil­te Kam­mer­die­ner Bene­dikts XVI. nicht der ein­zi­ge an der Kurie gewe­sen sei, der so gehan­delt habe. Viel­mehr sei­en wie er und auch nach ihm noch ande­re aktiv, dar­un­ter auch eine Frau.

Chaouqui war Informantin irreführender „Enthüllungen“ im Pontifikat Benedikts XVI.

Bei den „Ent­hül­lun­gen“ zu jenen Ange­le­gen­hei­ten wur­den jedoch kei­ne Namen genannt. Auch nicht rund um ein groß auf­ge­mach­tes Inter­view mit einem anony­men Infor­man­ten, das La Repub­bli­ca am 7. März 2013 weni­ge Tage vor der Wahl von Papst Ber­go­glio ver­öf­fent­lich­te.

Der unbe­kann­te Inter­view­te war jedoch so geschwät­zig, daß er sich rechts und links damit brü­ste­te, der Infor­mant der „Ent­hül­lun­gen“ zu sein: Fran­ce­s­ca Imma­co­la­ta Chaou­qui, 32 Jah­re, marok­ka­ni­scher Vater und kala­bre­si­sche Mut­ter, wohn­haft in Rom, ver­hei­ra­tet, 2007–2009 zustän­dig für die Öffent­lich­keits­ar­beit der inter­na­tio­na­len Rechts­an­walts­kanz­lei Pavia & Ansal­do, ab 2010 der inter­na­tio­na­len Rechts­an­walts­kanz­lei Orrick Her­ring­ton & Sut­clif­fe und seit 2013 von Ernst & Young, mit einem umfang­rei­chen Netz von tat­säch­li­chen oder behaup­te­ten Kon­tak­ten zu Jour­na­li­sten, Poli­ti­kern, Geschäfts­leu­ten, Prä­la­ten und Kar­di­nä­len.

Als in den Tagen des Kon­kla­ve die Iden­ti­tät der anony­men Infor­man­tin von La Repub­bli­ca auch dem Sub­sti­tu­ten am Staats­se­kre­ta­ri­at, Kuri­en­erz­bi­schof Gio­van­ni Ange­lo Becciu zu Ohren gelang­te, pro­te­stier­te er bei der Tages­zei­tung. Tat­säch­lich ende­te damit das Erschei­nen von Arti­keln, die offen­sicht­lich Chaou­qui als „Quel­le“ hat­ten auf.

Als am 18. Juli die Nach­richt von der Ernen­nung der jun­gen “PR-Dame“ zum Mit­glied der neu­en Kom­mis­si­on für die Finanz- und Wirt­schafts­an­ge­le­gen­hei­ten des Vati­kans bekannt wur­de, erstarr­ten jene, die die­se Vor­ge­schich­te kann­ten.

Selbstdarstellung auf ihrem Twitter-Account„Informantin“ aus Leidenschaft

Aber selbst für jene, die nichts davon wuß­ten, wäre es ein Leich­tes gewe­sen, sich eine Vor­stel­lung von die­ser Per­son zu machen. Es hät­te genügt, deren Twit­ter-Sei­te anzu­schau­en, ihre Selbst­dar­stel­lung anzu­schau­en und ein wenig ihre Mit­tei­lun­gen zu lesen.

Man hät­te unter ande­rem sofort in Erfah­rung gebracht, daß Fran­ce­s­ca Chaou­qui über einen direk­ten Draht zu Gian­lui­gi Nuz­zi ver­fügt, jenem Jour­na­li­sten, der die Papst Bene­dikt XVI. vom untreu­en Kam­mer­die­ner gestoh­le­nen Doku­men­te ver­öf­fent­lich­te. Und daß sie eif­ri­ge Infor­man­tin der Inter­net­sei­te Dago­spia ist, der meist­ge­le­se­nen Tratsch- und Klatsch­sei­te rund um den Vati­kan.

Sicher­heits­hal­ber ent­fern­te Fran­ce­s­ca Chaou­qui am 23. Juli ihr Foto (sie­he neben­an) und am 10. August lösch­te sie ihren gan­zen Twit­ter-Zugang. Aller­dings zu spät und unvoll­stän­dig.

Ange­nom­men, daß Fran­zis­kus Fran­ce­s­ca Chaou­qui nicht per­sön­lich kann­te, wer aber hat den Papst davon über­zeugt, sie in eine Posi­ti­on mit sol­chen Voll­mach­ten und sol­cher Ver­ant­wor­tung zu ernen­nen?

Starker Mann der neuen Kommission ist Msgr. Vallejo Balda vom Opus Dei

Die wahr­schein­lich­ste The­se führt zu Msgr. Lucio àngel Val­le­jo Bal­da, Sekre­tär der Prä­fek­tur für die wirt­schaft­li­chen Ange­le­gen­hei­ten des Hei­li­gen Stuhls und seit 18. Juli auch Sekre­tär und mäch­ti­ger Mann der neu­ge­schaf­fe­nen Kom­mis­si­on, deren Mit­glied Fran­ce­s­ca Chaou­qui wur­de.

Msgr. Val­le­jo Bal­da (52) ist Spa­ni­er und gehört der Prie­ster­ge­mein­schaft vom Hei­li­gen Kreuz des Opus Dei an. Er zeich­ne­te sich durch admi­ni­stra­ti­ve Fähig­kei­ten in der Diö­ze­se Ast­or­ga und in der Orga­ni­sa­ti­on des Welt­ju­gend­ta­ges 2011 von Madrid an der Sei­te von Anto­nio Maria Kar­di­nal Rou­co Vare­la aus, der mit einem Plus abschloß. Das brach­te ihm noch im sel­ben Jahr die Beför­de­rung nach Rom zur Num­mer Zwei an der Prä­fek­tur für die wirt­schaft­li­chen Ange­le­gen­hei­ten des Hei­li­gen Stuhls ein.

Dort hat Val­le­jo Bal­da fak­tisch inzwi­schen sei­nen direk­ten Vor­ge­setz­ten, Giu­sep­pe Kar­di­nal Ver­sal­di über­flü­gelt, dem es zum Nach­teil gereicht, daß er der Mann­schaft von Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Tar­ci­sio Ber­to­ne ange­hört, die sich auf dem Abstieg befin­det.

Es erstaunt daher nicht, daß Ber­go­glio, zum Papst gewählt, schnell im dyna­mi­schen spa­ni­schen Mon­si­gno­re einen jener Män­ner aus­mach­te, auf die er sich bei der Neu­ord­nung der Kuri­en­ver­wal­tung stüt­zen will.

Der Beweis fin­det sich in der domi­nan­ten Rol­le, die das päpst­li­che Chi­ro­graph zur Errich­tung der Kom­mis­si­on Msgr. Val­le­jo Bald zuweist. Er wur­de nicht nur Sekre­tär der­sel­ben , son­dern auch „Koor­di­na­tor mit allen Voll­mach­ten und han­delt im Namen und im Auf­trag der Kom­mis­si­on bei der Samm­lung von für die Abwick­lung der Arbeit not­wen­di­gen Doku­men­ten, Daten und Infor­ma­tio­nen“.

Vallejo Balda der Chaouqui-Förderer?

Man darf anneh­men, daß der Papst Val­le­jo Bal­da auch damit beauf­trag­te, die Mit­glie­der der Kom­mis­si­on aus­zu­wäh­len und anzu­wer­ben. Das kann man aus dem Schrei­ben schlie­ßen, mit dem er den Kom­mis­si­ons­mit­glie­dern ihre Ernen­nung mit­teil­te: aus der Art, in der die Lebens­läu­fe ver­faßt wur­den (einem recht unge­len­ken Ita­lie­nisch) und sei­nen per­sön­li­chen Tref­fen mit jedem Ein­zel­nen.

So kann man bei­spiels­wei­se über den ehe­ma­li­gen Außen­mi­ni­ster von Sin­ga­pur, Geor­ge Yeo lesen:

Er ist ein höf­li­cher und flei­ßi­ger Mann und ver­fügt über einen star­ken intel­lek­tu­el­len Stil, ist umfas­send bele­sen und von einer gründ­li­chen Kennt­nis der wech­sel­rei­chen tek­to­ni­schen Plat­ten der Geschich­te. Er ist oder war es, als ich eini­ge Male mit ihm lan­ge dar­über sprach, ein ernst­haf­ter und gewis­sen­haf­ter Katho­lik, mit vie­len fas­zi­nie­ren­den Intui­tio­nen zum Katho­li­zis­mus mit chi­ne­si­schen Merk­ma­len. Er ver­kör­pert die stra­te­gi­sche Schu­le von Sin­ga­pur, stur und bewußt sozia­les und soli­da­ri­sches Kapi­tal auf­zu­bau­en und die kor­rup­ten Dyna­mi­ken des Sozi­al­staats zu mei­den.

Und über Fran­ce­s­ca Chaou­qui:

Mehr­jäh­ri­ge Erfah­rung im Bera­tungs­be­reich, Lei­tung der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on mit exter­nen und insti­tu­tio­nel­len Bezie­hun­gen, glaub­wür­di­ge Füh­rungs­qua­li­tä­ten, die auf star­ken kom­mu­ni­ka­ti­ven Fähig­kei­ten und im Bereich der zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen, aus­ge­präg­te Fähig­keit die Kon­tak­te auf Wirt­schafts­be­ne zu nüt­zen, gelei­tet von star­ken ethi­schen und mora­li­schen Grund­sät­zen und Wer­ten.

Die­se Lebens­läu­fe samt E‑Mail-Adres­sen und pri­va­ten Tele­fon­num­mern bil­de­ten eine der drei Anhän­ge einer ver­trau­li­chen Mail, mit der Msgr. Val­le­jo Bal­da am 18. Juli den sie­ben Kom­mis­si­ons­mit­glie­dern ihre Ernen­nung ankün­dig­te, die am näch­sten Tag durch Papst Fran­zis­kus erfolg­te.

Die Vertrauenswürdigkeit der neuen Kommissarin

Die bei­den ande­ren Anhän­ge waren das Chi­ro­graph des Pap­stes und eine Ergän­zung mit tech­ni­schen Anwei­sun­gen zum Chi­ro­graph, bei­de von Papst Fran­zis­kus per­sön­lich unter­zeich­net und mit dem Zusatz „Nicht für die Ver­öf­fent­li­chung und Ver­tei­lung außer­halb der Kom­mis­si­on bestimmt“.

Das Chi­ro­graph wur­de am näch­sten Tag offi­zi­ell bekannt­ge­ge­ben. Die Ergän­zung nicht. Den­noch kann man sie im Inter­net dank einer Indis­kre­ti­on von Chaou­qui nach­le­sen.

In der E‑Mail vom 18. Juli, von Msgr. Val­le­jo Bal­da um 9.41 Uhr mor­gens ver­schickt, bat er um Geheim­hal­tung. Fran­ce­s­ca Chaou­qui ver­letz­te jedoch noch am sel­ben Mor­gen ihre Ver­schwie­gen­heits­pflicht und schick­te die E‑Mail samt den drei Anhän­gen einer gan­zen Rei­he per­sön­li­cher Kon­tak­te zu.

Es wur­de zur Begrün­dung ihrer Ernen­nung gemun­kelt, sie wür­de wie Msgr. Val­le­jo Bal­da dem Opus Dei ange­hö­ren. Das ist aber nicht wahr.

Wahr ist hin­ge­gen, daß sie in römi­schen Nie­der­las­sun­gen des Opus ver­kehrt, dar­un­ter auch jener, in der der Nume­rari­er Joa­quin Navar­ro-Valls lebt, der unver­geß­li­che Spre­cher von Johan­nes Paul II.

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Set­ti­mo Cielo/Peru.com

13 Kommentare

  1. Viel von der Pro­phe­zei­ung über den Anti­chri­sten, der sich auf den Stuhl Petri setzt ist schon wahr gewor­den.
    Das jüng­ste Gericht ist nicht mehr fern, das Ende Roms ist auch das Ende der Welt.
    Wir dür­fen es erle­ben, beten wir das Chri­stus uns gnä­dig ist, beten beten beten.
    Alles ande­re hilft nicht mehr.

    • Geehr­ter Micha­el,
      wenn wir in der Zeit leben, die Sie andeu­ten, dann ist das erst der Anfang der Wehen und kommt alles noch viel viel schlim­mer. Sie­he Mat­thä­us Kapi­tel 24.
      Was den Stuhl Petri angeht, so wäre dann viel­leicht mit dem vom hl. Franz von Assi­si pro­phe­zei­ten end­zeit­li­chen fal­schen Papst zu rech­nen, nach der Offen­ba­rung des Johan­nes wäre die­ser dann aber nicht der Anti­christ, son­dern eher „nur“ das zwei­te Tier.
      Es gibt Ansich­ten, dass der letzt­zeit­li­che Anti­christ schon im Hin­ter­grund die Fäden des Welt­ge­sche­hens zie­he. Sein „gro­ßer“ Auf­tritt stün­de dann erst noch bevor.
      Sicher­heit kön­nen wir aber bei all dem mE noch nicht haben. Es steht das alles nur irgend­wie dro­hend im Raum, man rech­net mit der Mög­lich­keit, und setzt dazu in Ver­gleich, was man täg­lich hört und liest und selbst erlebt.
      Doch soll­ten wir Katho­li­ken, Prie­ster wie Lai­en, die wir Chri­stus treu blei­ben wol­len, uns inner­lich, aber auch prak­tisch-kon­kret schon auf eine Zeit vor­be­rei­ten, wo nichts mehr so sein wird, wie wir es bis­her kann­ten — auch in der katho­li­schen Kir­che nicht mehr! So rasend schnell, wie sich in den letz­ten Jah­ren die Ver­hält­nis­se ändern und die Ereig­nis­se über­stür­zen, könn­te eine sol­che Zeit sehr schnell ein­tre­ten — schon in weni­gen Jah­ren, ja sogar Mona­ten, oder Wochen. Auch in einer sol­chen Zeit darf dann der wah­re Glau­be nicht ster­ben und die Lie­be nicht erlö­schen, und sol­len mit Got­tes Hil­fe gül­ti­ge Sakra­men­te gespen­det und emp­fan­gen wer­den kön­nen… Wie Sie sagen: Gebet, Gebet, Gebet — und Sakra­men­te! Aber auch die Lesung der Hei­li­gen Schrift und von gesun­der katho­li­scher Lite­ra­tur kann uns vor der Annah­me eines frei­mau­re­risch-huma­ni­stisch ver­stüm­mel­ten, ver­fälsch­ten Evan­ge­li­ums schüt­zen.

      • Anti­christ !
        Respekt lie­ber Leo Laemm­lein, es ist nichts fal­sches bei dem was Sie sagen.
        Ich möch­te nur kurz erwäh­nen das für mich de Anti­christ nichts äußer­lich Böses und ver­ab­scheu­en­des hat.
        Er kommt mit Lächeln, Freund­lich­keit und Attrak­ti­vi­tät daher, hat alle welt­li­chen Argu­men­te auf sei­ner Sei­te, wird bestaunt und gehört und jede Kri­tik wird zunich­te gemacht.
        Er bekommt kei­ne Anru­fe von Staats­len­kern wie Bene­dikt wei­land son­dern nur Lob und Ehre.
        Aber ver­ges­sen wir nicht das Satan in all sei­ner Schön­heit und Pracht die Welt regiert.
        Alle, wirk­lich alle lie­gen ihm zu Füßen und pre­di­gen sei­ne zer­set­zen­den Reden, vor allem dort wo ihm der letz­te Erfolg immer ver­wehrt wur­de näm­lich auf dem Petrusstuhl.
        Wer Augen hat zu sehen der kann klar erken­nen, das durch die Den­ke des Vat II und der Lit­ur­gie­zer­stö­rung die Katho­li­ken aus der Kir­che ver­drängt wur­den.
        FSSPX und ande­re Gemein­schaf­ten fri­sten seit­dem ein Dasein im kirch­li­chen Abseits.
        Die „Braut Chri­sti“ pro­fa­ni­siert, ent­myst­fi­ziert und öku­me­ni­siert fröh­lich in den Unter­gang.
        Die gro­ßen Events zb. bei Papst­be­su­chen glei­chen eher Rock­kon­zer­ten und blei­ben eher ohne Fol­gen für die Reli­gi­on.
        Bischö­fe und Kar­di­nä­le leug­nen mehr oder min­der offen vie­le Glau­bens­wahr­hei­ten oder ver­wäs­sern sie.
        Eine gro­ße Anzahl Prie­ster glau­ben nicht mehr an Real­prä­senz und Trans­sub­sta­ti­on bei der Wand­lung, dem inner­sten Geheim­nis der Kir­che.
        Miß­bräu­che wohin man sieht (auch der Papst beugt die Knie zwar vor Mos­lems, aber nicht vor dem Aller­hei­lig­sten! )
        Natür­lich ist Mehr­heit nicht Wahr­heit, aber das Tem­po des Zer­falls hat dra­ma­tisch rasan­te Züge.
        Man braucht sich kei­ne fina­len Sor­gen um die Kir­che machen, denn immer ist es Chri­stus der das letz­te Wort hat.
        Es könn­te bald gespro­chen sein.
        „Wird der Men­schen­sohn noch Glau­ben fin­den wenn er zurück­kehrt“
        „Und wür­den die Tage nicht abge­kürzt, so wür­den auch die Aus­er­wähl­ten abfal­len“
        Bald ist wie­der Advent, die Evan­ge­li­en wer­den wie­der gele­sen.
        Beten wir !

      • @ micha­el — Ihre Gefüh­le kann ich gut ver­ste­hen. Aller­dings hat­te auch ich, ähn­lich wie Leo Lämm­lein, die Gestalt des „fili­us ini­qui­ta­tis“ immer als einen säku­la­ren Herr­scher ver­stan­den und das zwei­te Tier aus der Offen­ba­rung als einen reli­giö­sen Füh­rer, der gewis­ser­ma­ßen dem ersten Tier Platz macht, damit dies sich frech in den Tem­pel Got­tes set­zen kann… Es liegt sehr nahe, dass es sich dabei um den Papst oder einen Mann han­deln muss, der auf dem Papst­stuhl sitzt.
        Ich den­ke, unse­re Pro­ble­ma­tik besteht in der Situa­ti­on, dass kei­ne „har­ten Fak­ten“ geschaf­fen wer­den. Eine for­mel­le Häre­sie ist trotz Kon­zil etc.noch nicht gesche­hen, aber vie­le mate­ri­el­le Häre­si­en, land­auf, land­ab, durch Lai­en, Prie­ster, Ordens­frau­en und ‑män­ner, Bischö­fe, Kar­di­nä­le … und Päp­ste.
        Alles ein schlei­chen­der Pro­zess. Immer­hin hat Jesus ver­hei­ßen, dass er sei­ne Kir­che auf den Fel­sen, auf Petrus bau­en will und die Pfor­ten der Höl­le sie nicht über­wäl­ti­gen wer­den. Und doch haben wir den Ein­druck, die Kir­che wankt wie ein monu­men­ta­les Gebäu­de, das von einem Erd­be­ben erschüt­tert wird, und dies seit Jahr­zehn­ten.
        Die Zer­reiß­pro­be der letz­ten Zeit wird uns tat­säch­lich aber so ber­schrie­ben, als ob im Tem­pel Got­tes, also der Kir­che, wirk­lich der „homo ini­qui­ta­tis“ das Sagen haben wird, die Kir­che also um Haa­res­brei­te zer­bre­chen wird. Es gibt die, „die den Gebo­ten Jesu noch gehor­chen“, die Maria um sich sam­meln wird, aber der, der offi­zi­ell Papst ist, kann wohl schwer­lich für sie ein­ste­hen, wenn er gleich­zei­tig den Anti­chri­sten in der Kir­che instal­liert.
        Die­se Instal­la­ti­on kann aus logi­schen Grün­den nicht im Zuge for­mel­ler Häre­si­en pas­sie­ren — denn dann wäre die­ser Papst ja auto­ma­tisch kein Papst mehr und es gäbe ein offe­nes Schis­ma. Es muss daher schlei­chend gesche­hen. Andern­falls könn­te man die stän­di­ge Mah­nung, wach­sam zu sein und sich nicht ver­füh­ren zu las­sen, nicht ver­ste­hen. Ein­mal instal­liert, wird auch die for­mel­le Häre­sie mög­lich. Und dann kommt ER!

  2. Micha­el: Ja es ist erschreckend, und noch dazu wo allen bekannt ist das Msgr. RICCA von der Homo­lob­by gedeckt wur­de, belässt er die­sen ein­fach, und so muss allen klar sein, das der PAPST auf der Sei­te der HOMOLOBBY steht. Wahr­lich trau­rig. Nur muss ich ihnen doch wie­der­spre­chen, denn ich kann mir nicht vor­stel­len das mit der Ver­nich­tung Roms (in der Offen­ba­rung ver­mut­lich als Hure Baby­lon zu fin­den) auch die Welt ver­nich­tet wird, den die Hure Baby­lon fällt ja noch vor dem Ende der Welt.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  3. ein paar Tage nach der Wahl von Papst F. mein­te unser Kan­tor, er befürch­te, dass der Vati­kan (salopp gesagt) noch unter den Ham­mer käme, will sagen, dass soge­nann­te Schät­ze oder Tei­le von unschätz­ba­rem Wert ( kul­tu­rel­lem Erbe) feil­ge­bo­ten wer­den. Damals war ich bestürzt und konn­te mir so etwas nicht vor­stel­len. Mitt­ler­wei­le traue ich dies Papst F. zu.
    MEIN GOTT !!!!!!!!

    • „… sam­melt Euch nicht Schät­ze auf die­ser Erde die vom Rost und von Mot­ten
      gefres­sen und von Die­ben gestoh­len wer­den. Sam­melt Euch Schät­ze im Him­mel ! “

  4. Was wür­de Walt­her von der Vogel­wei­de heu­te kla­gen in Anleh­nung an sein Wort:„der Pabest ist ze jun­ke ‚hilf Her­re diner Christenheit“?vielleicht „der Pabest ist ze gutgläubig,hilf Her­re diner Chri­sten­heit?
    Ich möch­te @ Micha­el nicht ins Hand­werk pfu­schen
    aber,die kriegs­trei­be­ri­schen Machi­na­tio­nen zur Stun­de der ver­lo­ge­nen Axe der Gutmenschen,die jetzt in Syri­en einen Wel­ten­brand zün­selnd insze­nie­ren-gemah­nen mich an die Pro­phe­zei­un­gen des kom­men­den Weltenbrandes.die Zeit der drei­tä­gi­gen Finsternis,die nur geweih­te Ker­zen erleuch­ten-was immer das heisst-an die Zeit des gro­ssen Tischabräumens.Da stimmt das Wort des mit­tel­al­ter­li­chen Dich­ters wohl :hilf Her­re diner Chri­sten­heit!
    mich trö­stet der Ver­sik­el des Festes puris­si­mi cor­dis bea­tae Mariae Virginis:ego dilec­to meo-et ad me con­ver­sio ejus!Sprechen wir mit der Aller­se­lig­sten Jung­frau zu Chri­stus dem Herrn und König des Alls:ja,ich gehö­re mei­nem Gelieb­ten und zu mir und allen die zu Ihm gehö­ren wen­de ER sich zu.

  5. Wenn die­ser Papst das ist was er sagt, „Ich brin­ge alles „Durch­ein­an­der“, dann wird gleich­zei­tig die­se Welt ins Cha­os ver­sin­ken. Der Angriff auf Syri­en steht bevor. Und Russ­land ist nicht an das unbe­fleck­te Herz Mari­ens geweiht wor­den. Ich weiß nicht wie der Him­mel reagiert. Aber der Herr kennt sei­ne Kin­der die beten tun.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  6. Ja , ja,so ist es wohl.Und was tut der Papst? .…Was ist in mei­ner Akten­ta­sche ist? Ein Rasierapparat,ein Buch… kein Cont­down für eine Atombombe.Und dann Ms.Gänswein über Papst Bene­dikt: Alles Unsinn,alles gelo­gen alles erfunden,Benedikt ist nicht auf Befehl Got­tes abgetreten.Und Ber­go­glio jüngst.: Das Tele­fon mit dem 19.Jährigen Stu­den­ten… Es wur­de gedutzt„wir mach­ten Witze,-Glaubst du denn,Jesus habe Sei­ne Jün­ger nicht gesietzt.Mein Gott ‚was für ein Papst.…..? Saug­lat­tis­mus herrscht.Juhui.Wir kom­men alle in den Himmel..Juden,Moslems,Katholiken Athe­isten ‚Schwu­le, ‚all,-ja alle.

  7. „Sor­get Euch nicht um den näch­sten Tag…“

    Das ein­zig Sinn­vol­le was uns noch bleibt ist die Zuflucht, Ver­eh­rung und die Wei­he
    an das Unbe­fleck­te Herz unse­rer aller­se­lig­sten himm­li­schen Mut­ter Maria
    und das täg­li­che betrach­ten­de Beten des ( über­lie­fer­ten !! ) Rosen­kranz- Psal­ters.

  8. Ich möch­te Zum direk­ten The­ma zurück­keh­ren. Ich bezweif­le nicht, dass Msgr. Ric­ca .- wie Papst Fran­zis­kus sagt — sei­ne mora­li­chen Feh­ler bereut hat. Ich weiß auch, dass es mir nicht zusteht über die mora­li­schen Feh­ler, die mög­li­che Reue und Ver­ge­bung zu urtei­len, aber ich sehe das Pro­blem dar­in, dass jemand, der auf­grund sei­ner mora­li­schen Feh­ler im höch­sten Maße im welt­li­chen Sin­ne erpress­bar ist, auf einen Posten beru­fen wur­de, der ein Höchst­maß an per­sön­li­cher Inte­gri­tät ver­langt. In der Umgangs­spra­che wur­de der Bock zum Gärt­ner gemacht. Dies lässt fra­gen:
    -> war­um wur­de die­se offen­sicht­li­che Fehl­ent­schei­dung nicht revi­diert?
    -> da wir von eine Homo — Lob­by im Vati­kan gehört haben. Hat sie wei­ter­hin alle Ent­schei­dungs­ge­walt
    -> Fran­zis­kus, wo führst Du die Dir anve­trau­te Kir­che hin??

  9. Wahr­haf­tig, wenn das let­ze Kon­kla­ver­tat­säch­lich irgend­et­was mit dem Hei­li­gen Geist zu tun hat­te, dann kann man das nur unter dem Gesichts­punkt der Bestra­fung ver­ste­hen. Wor­um der Papst sich dann küm­mert, dass er mit einem 19-jäh­ri­gen jun­gen Mann am Tele­fon schä­kert und ihm dann auch noch das Du anbie­tet, wie soll man solch ein Ver­hal­ten ein­ord­nen? Und aus Ehr­er­bie­tung wird jede Kri­tik dar­an unter­drückt.

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