Warum der radikale Eingriff gegen Franziskaner der Immakulata? Eine Prophezeiung von Pater Pio

Pater Pio Heilige Messe Prophezeiung Franziskaner der Immakulata(Rom) Der radi­ka­le Ein­griff der römi­schen Ordens­kon­gre­ga­ti­on mit Bil­li­gung des Pap­stes gegen den Orden der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta hat einen gan­zen Teil der Kir­che auf­ge­bracht. Der „kon­ser­va­ti­ve“, aber nicht tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Teil der Kir­che bemüht sich, die römi­sche Ent­schei­dung zu recht­fer­ti­gen und tut sich sicht­lich schwer damit. Guten Glau­bens wer­den dabei auch offen­kun­di­ge Falsch­mel­dun­gen über die inter­ne Situa­ti­on im Orden ver­brei­tet. Eine wirk­li­che Vor­stel­lung von den Hin­ter­grün­den, die zum römi­schen Ein­griff führ­ten, bie­tet ein zufäl­lig aus­ge­wähl­ter Leit­ar­ti­kel des Ordens­grün­ders und Gene­ral­mi­ni­sters der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta, Pater Ste­fa­no Maria Manel­li, der hier erst­mals in deut­scher Spra­che ver­öf­fent­licht wird. Er han­delt von einer Pro­phe­zei­ung des berühm­ten stig­ma­ti­sier­ten Paters Pio.Zum Fall der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta ist den Aus­füh­run­gen des Histo­ri­kers Rober­to de Mattei (sie­he Bei­trag) nichts hin­zu­zu­fü­gen. Wer noch eini­ge Mosa­ik­stei­ne ergän­zen möch­te, um das Bild zu ver­voll­stän­di­gen, soll­te die per­sön­li­chen Anmer­kun­gen des Kul­tur­kri­ti­kers Fran­ces­co Cola­femmi­na (sie­he Bei­trag) und den Bei­trag zum 80. Geburts­tag des Ordens­grün­ders und Gene­ral­mi­ni­sters lesen (sie­he Bei­trag).

Cor­ra­do Gner­re, Pro­fes­sor für Reli­gi­ons­ge­schich­te und Phi­lo­so­phie­ge­schich­te an der Euro­päi­schen Uni­ver­si­tät von Rom und am Reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­chen Insti­tut Redemp­tor homi­nis von Benevent, schrieb im Zusam­men­hang mit dem Dekret der Ordens­kon­gre­ga­ti­on, das so radi­kal in das Leben des Ordens ein­greift:

„Nur weni­ge wis­sen, daß der Orden der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta auf dem Schoß des stig­ma­ti­sier­ten Kapu­zi­ners Pater Pio von Piet­rel­ci­na ent­stan­den ist. Die Eltern des Ordens­grün­ders waren geist­li­che Schü­ler des hei­li­gen Kapu­zi­ners. Die Kir­che hat sie als Die­ner Got­tes aner­kannt. Ihr Selig­spre­chungs­ver­fah­ren ist im Gan­ge. Ordens­grün­der Pater Ste­fa­no Maria Manel­li durf­te als Kind, wenn die Fami­lie Pater Pio im Klo­ster von San Gio­van­ni Roton­do besuch­te, mehr­fach auf dem Schoß des Hei­li­gen sit­zen.
Pater Pio war es, der Pater Ste­fa­no Manel­li die erste Hei­li­ge Kom­mu­ni­on spen­de­te. In sei­ner Schu­le form­te sich sein Glau­be, in sei­ner Schu­le ent­deck­te er sei­ne Beru­fung und sei­ne fran­zis­ka­nisch-maria­ni­sche Mis­si­on. Pater Manel­li weck­te und för­der­te zahl­rei­che Prie­ster- und Ordens­be­ru­fun­gen. Wegen der Stren­ge des Ordens genügt die Beru­fung nicht. Es bedarf einer eige­nen Beru­fung in der Beru­fung, um sich dem Orden der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta anzu­schlie­ßen.“

Am 5. Mai besuch­te ich die von den Fran­zis­ka­nern der Imma­ku­la­ta betreu­te Aller­hei­li­gen­kir­che von Flo­renz, die auch Cola­femmi­na in sei­nem Text erwähnt. Der Platz vor der Kir­che öff­net sich bis zum Arno, der die Stadt Dan­tes durch­fließt. Am Kir­che­n­en­de sah ich das illu­strier­te Wochen­ma­ga­zin des Ordens Il Set­tim­ana­le di Pad­re Pio (Das Wochen­blatt von Pater Pio) und nahm ein Exem­plar mit. Es han­del­te sich um die neue­ste Aus­ga­be, die das Datum jenes Tages trug. Schon beim Durch­blät­tern war einer der ersten Gedan­ken ein Wunsch: Wenn es so etwas doch auch in deut­scher Spra­che gäbe.

Ganz selbst­ver­ständ­lich steht der lit­ur­gi­sche Wochen­ka­len­der des Neu­en Ritus gleich­be­rech­tigt neben dem des Alten Ritus. Steht die Homi­lie für die Sonn­tags­le­sun­gen nach dem Alten Ritus gleich­be­rech­tigt neben der Homi­lie für die Sonn­tags­le­sun­gen nach dem Neu­en Ritus. Das sei nur erwähnt gegen irre­füh­ren­de Wort­mel­dun­gen, die der­zeit zur Recht­fer­ti­gung römi­scher Ein­grif­fe gegen die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta in Umlauf gebracht wer­den. Der Orden war in der Seel­sor­ge per­fekt „biri­tu­ell“. Die­se weni­gen, aber aus­sa­ge­kräf­ti­gen Hin­wei­se auf die Wochen­zei­tung der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta sind völ­lig aus­rei­chend, um sich ein Bild zu mach­ne.

Den erwähn­ten Leit­ar­ti­kel hat der Ordens­grün­der Pater Ste­fa­no Maria Manel­li selbst ver­faßt. Seit bald drei Mona­ten liegt er auf mei­nem Schreib­tisch bereit, mit der Absicht ihn ins Deut­sche zu über­set­zen. Das soll wegen der jüng­sten Ereig­nis­se nun gesche­hen. Aller­dings hät­te ich mir nicht gedacht, daß dies unter sol­chen Umstän­den gesche­hen wür­de.

Der Inhalt des Leit­ar­ti­kels ist auf­schluß­reich, um zu ver­ste­hen, war­um es in man­chen Kir­chen­krei­sen so star­ke Aver­sio­nen gegen die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta gibt. Kir­chen­krei­se, die sich lei­der der­zeit durch­ge­setzt haben. Man den­ke nur an den Apo­sto­li­schen Visi­ta­tor, der sich schon Jah­re zuvor über den Orden und des­sen Spi­ri­tua­li­tät auf abfäl­li­ge Wei­se lustig gemacht hat­te. Des­sen Bericht ist aber maß­geb­lich mit­ver­ant­wort­lich an der jet­zi­gen Ent­wick­lung. Bei der Visi­ta­ti­on sol­len Ordens­an­ge­hö­ri­ge „Beden­ken“ gegen den Neu­en Ritus geäu­ßert haben. Recht­fer­ti­gen sol­che „Beden­ken“ gegen den Novus Ordo wirk­lich eine Zwangs­be­glückung mit eben die­sem? Beden­ken sind vor allem unter den Ordens­schwe­stern ver­brei­tet, die in beson­de­rer Anhäng­lich­keit den Alten Ritus wün­schen. Ihre Situa­ti­on ist durch das römi­sche Dekret lit­ur­gisch der­zeit gänz­lich in der Schwe­be.

Kurz­um, die Fran­zis­ka­ner haben mit ihrer Posi­ti­on nicht hin­ter dem Berg gehal­ten, son­dern sie ihrem mis­sio­na­ri­schen und evan­ge­li­sa­to­ri­schen Cha­ris­ma ent­spre­chend ganz selbst­ver­ständ­lich nach außen getra­gen. Dar­in zeig­te sich am deut­lich­sten eine unter­schied­li­che histo­ri­sche Ent­wick­lun­gen zwi­schen dem Orden und etwa den Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten. Letz­te­re blicken direkt oder indi­rekt auf eine lan­ge Pha­se der Mar­gi­na­li­sie­rung, teils der offe­nen Ver­fol­gung zurück. Ihre Ange­hö­ri­gen sind davon geprägt. Eine Prä­gung, die bis heu­te nach­wirkt. Eine Fol­ge ist eine stän­di­ge Sor­ge, die gewähr­ten Spiel­räu­me wie­der zu ver­lie­ren, was in einer außer­halb tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ner Krei­se kaum wahr­nehm­ba­ren Außen­wir­kung ihren Nie­der­schlag fin­det. Die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta kann­ten eine sol­che Pha­se nicht, wes­halb sie weit offe­ner und unge­zwun­ge­ner ihren authen­ti­schen und ehr­li­chen Weg gehen. Bis jetzt. Nun wur­de ihnen die „Rech­nung“ ser­viert. Ihre selbst­ver­ständ­li­che Kri­tik an inner­kirch­li­chen Ent­wick­lun­gen und die Unter­stü­zung der Linie von Papst Bene­dikt XVI. auch durch eine kri­ti­sche Ana­ly­se des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils kam nicht über­all in der Kir­che gut an. Schon gar nicht, weil die Fran­zis­ka­ner der Imma­ko­la­ta damit Anklang fin­den, wie ihre rasche Aus­brei­tung dank zahl­rei­cher Beru­fun­gen zeigt.

Damit aber zum Leit­ar­ti­kel, der voll­in­halt­lich wie­der­ge­ge­ben wird:

Der ewiggültige Glauben der Kirche

Von Pater Ste­fa­no Maria Manel­li FI ((Il Set­tim­ana­le di Pad­re Pio (XII), Nr. 18 v. 5. Mai 2013. Pater Ste­fa­no Maria Manel­li ist der Grün­der und Gene­ral­mi­ni­ster der Kon­gre­ga­ti­on der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta. Der Orden zählt rund 800 Ange­hö­ri­ge, die sich auf vier Ordens­zwei­ge auf­tei­len, je einen mis­sio­na­ri­schen und einen kon­tem­pla­ti­ven männ­li­chen und weib­li­chen Zweig.))

Uner­schüt­ter­lich an der Tra­di­ti­on fest­hal­ten, an den Leh­ren der Kir­che seit ihren Ursprün­gen: das ist die ein­zi­ge Garan­tie für eine Zukunft voll der Hoff­nung in das Gute. Nicht so ist es aber in unse­ren Tagen, in denen größ­te „Fin­ster­nis“ herrscht wegen die­ser stän­di­gen Suche nach „Neu­em“ und „Ande­rem“…

Die­se Ermah­nung von Pater Pio an eine sei­ner geist­li­chen Töch­ter macht schnell die Run­de in San Gio­van­ni Roton­do. Man schrieb das Jahr 1968, es war das letz­te Lebens­jahr von Pater Pio, der am 23. Sep­tem­ber 1968 starb. Die geist­li­che Toch­ter hat­te sich unmit­tel­bar nach der Beich­te vor Pater Pio nie­der­ge­kniet und Pater Pio, der zwei oder drei Mal kraft­voll sei­ne Hand auf ihren Kopf leg­te, sag­te zu ihr mit fast lau­ter Stim­me (es hör­ten ver­schie­de­ne Per­so­nen): „Nicht ver­ges­sen, mei­ne Toch­ter, Stand­fe­stig­keit und Beharr­lich­keit im Glau­ben unse­rer Väter“ und wie­der­hol­te noch ein­mal mit Nach­druck: „Im Glau­ben unse­rer Väter!“

Ein leuch­ten­des Glau­bens­zeug­nis von Pater Pio für eine unauf­lös­li­che Ein­heit mit „dem Glau­ben unse­rer Väter“, dem ein­zi­gen ewig­gül­ti­gen Glau­ben der Kir­che bis zum Ende der Zei­ten.

Die­se Aus­sa­ge von Pater Pio ver­brei­te­te sich damals in San Gio­van­ni Roton­do von Mund zu Mund, und sie schien allen sofort ein Warn­ruf zum Schutz und zur Ver­tei­di­gung ange­sichts abseh­ba­rer Gefah­ren. Doch erst die näch­sten Mona­te und Jah­re mach­ten nach und nach die gan­ze Dra­ma­tik die­ses Auf­schreis von Pater Pio sicht­bar, da kon­kret und sehr schnell mit der Zer­stö­rung des „Glau­bens unse­rer Väter“ in der Kir­che und der Welt begon­nen wur­de.

Die neue Lit­ur­gie der Hei­li­gen Mes­se die, statt die Kir­che zu fül­len, sie zu lee­ren begann, und den durch­schnitt­li­chen Besuch der Sonn­tags­mes­se von 60 Pro­zent auf 5 Pro­zent im ein­mal christ­li­chen Euro­pa ein­bre­chen ließ. Das Sakra­ment der Beich­te erleb­te gleich­zei­tig einen erschrecken­den Zusam­men­bruch bis hin zum Ver­schwin­den sogar der Beicht­stüh­le aus vie­len Kir­chen. Die künst­li­che Ver­hü­tung aus Ableh­nung und Haß gegen das Leben scheint zur töd­li­chen Beherr­sche­rin der Paa­re, der christ­li­chen Paa­re gewor­den zu sein. Die unan­stän­dig­ste Mode hat sich durch­ge­setzt und bestimmt den scham­lo­se­sten Ver­fall der Sit­ten in der gan­zen Gesell­schaft. Und so wei­ter auch für den Rest.

Und wir wis­sen sehr gut, daß Pater Pio blu­tend sich selbst ganz für die täg­li­che Hei­li­ge Mes­se ver­zehrt hat, für die Beich­te Tag und Nacht, für die Ver­tei­di­gung des Lebens und die für das Leben immer offe­ne christ­li­che Ehe, für eine anstän­di­ge und wür­de­vol­le christ­li­che Klei­dung. All das eben gemäß „dem Glau­ben unse­rer Väter“.

Es gibt aber noch eine ande­re Epi­so­de von Pater Pio, die sich in den letz­ten Tagen sei­nes Lebens (viel­leicht im August 1968) zutrug. Bei einem abend­li­chen Gespräch mit einer Grup­pe von Freun­den und geist­li­chen Kin­dern (eini­ge Ärz­te und Besu­cher) kam die Rede auf die viel­fäl­ti­gen Früch­te, die man vom gro­ßen Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil erhof­fen durf­te, das nur drei Jah­re zuvor (1965) zu Ende gegan­gen war.

Die klei­ne Grup­pe der Anwe­sen­den äußer­te und pro­gno­sti­zier­te für die Zukunft zahl­rei­che hoff­nungs­vol­le Din­ge als Früch­te des Kon­zils. Sie woll­ten aber die Bestä­ti­gung von Pater Pio haben und schau­ten auf ihn. Pater Pio aber sag­te nur sehr sehr ernst: „Es erwar­ten uns nur Fin­ster­nis­se, alles Fin­ster­nis­se… aber wir kön­nen nichts sagen… sei­en wir still!“

Eine ent­setz­li­che Pro­phe­zei­ung, die wir von Jahr zu Jahr vor unse­ren Augen Rea­li­tät wer­den sehen mit dem Mas­sa­ker des Lebens (Abtrei­bung, Embryo­nen), mit dem Zusam­men­bruch der Fami­lie, der Jugend, des geweih­ten Lebens, der erschrecken­den Ver­wir­rung der Ideen und der Leug­nung der Glau­bens­dog­men… Von wegen der „Glau­be unse­rer Väter“: jetzt hat „die Fin­ster­nis die Macht“ (Lk 22,53).

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta

8 Kommentare

  1. Wohin der Zug in der Kir­che abgeht sieht man ja wenn man sich San Gio­van­ni di Roton­do ansieht, oben an der alten Kir­che die Sta­tue des Schau­spie­lers Karol Woj­ti­la, des nun­meh­ri­gen seli­gen Johan­nes Pauls II. , sei­ne Gesichts­zü­ge die ich nicht näher beur­tei­len möch­te, legen das gan­ze Lebens­werk von ihm dar, — er hat uns alle in die Irre geführt- er tat so als ob er unter der Ent­wick­lung nach dem Kon­zil lit­te, beson­ders in der Pha­se als Kar­di­nal Wyszyn­ski noch leb­te, und för­der­te fast nur Leu­te die das Gegen­teil des­sen taten was er for­der­te. ( Kas­per, Schön­born und so wei­ter)
    Und dann schaue man sich die neue Kir­che in S. Gio­van­ni Roton­do an, eine pein­li­che Kitsch­kir­che ohne­glei­chen, so als ob man sich über Pater Pio lustig machen woll­te, Mephi­sto kann sei­ne gro­ße Freu­de dar­an haben.

  2. Es ist nicht die Fra­ge war­um gegen die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta vor­ge­gan­gen wird, denn dies wird ja im Hei­li­gen Wil­len Got­tes unse­res Herrn bereits erklärt, sie­he

    Johan­nes 15. 18- 19
    Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stam­men wür­det, wür­de die Welt euch als ihr Eigen­tum lie­ben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, son­dern weil ich euch aus der Welt erwählt habe dar­um hasst euch die Welt.

    Daher soll­te die Fra­ge lau­ten, war­um man sich im Vati­kan von Gott dem Herrn, sei­nen Hei­li­gen Wil­len, der Glau­bens­leh­re und der Hei­li­gen Tra­di­ti­on sei­ner Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apo­sto­li­schen Kir­che abge­wen­det hat, und sich dafür der Welt zuge­wandt hat???????

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  3. „Daher soll­te die Fra­ge lau­ten, war­um man sich im Vati­kan von Gott dem Herrn, sei­nen Hei­li­gen Wil­len, der Glau­bens­leh­re und der Hei­li­gen Tra­di­ti­on sei­ner Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apo­sto­li­schen Kir­che abge­wen­det hat, und sich dafür der Welt zuge­wandt hat???????“
    Fra­ge? Immer drei Ant­wor­ten. Ja, Nein, oder Jein.
    Ent­we­der steht die Kon­zils­kir­che in Treue zu Chri­stus oder nicht. Die schlimm­ste Vari­an­te ist das jawohl als auch. Aber nun haben wir einen Papst der alles „Durch­ein­an­der“ brin­gen will und da muß die Ent­schei­dung fal­len. Las­sen wir ihn mal selbst spre­chen.
    http://www.welt.de/politik/ausland/article118405806/Papst-kaempft-gegen-Wetter-und-fuer-Revolution.html
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  4. War­um der Ein­griff? Wohl auch als ein Test für alle Tra­dis, um zu checken, wie weit man gegen die Tra­dis vor­ge­hen kann und ob sie sich über­haupt weh­ren wer­den, oder doch wie dum­me Schäf­chen alles hin­neh­men. Die FI sind des­halb ein ange­mes­se­nes Expe­ri­men­tier­feld, weil der Orden doch eine regu­lä­re Grup­pe (zwar eine sehr klei­ne, aber immer­hin) beinhal­tet, die am NOM fest­hielt und zugleich den Ramm­bock spie­len konn­te. Alle ande­ren Tra­di- oder biri­tu­el­len Gemein­schaf­ten sind bei Wei­tem nicht so gei­stig, intel­lek­tu­el und zah­len­mä­ßig vital wie die FI. Wenn die FI sich beu­gen wer­den, dann wer­den es die ande­ren viel schwe­rer haben, sich einer der­ar­ti­gen Maß­nah­me zu wider­set­zen. Die­se muss auch nicht so bru­tal kom­men wie im Fal­le der FI. Es geht noch heim­tücki­scher, so in der Art der Kar­frei­tags­für­bit­te für die Juden. Man wird „wohl­wol­lend“ den alten Ritus in die Gegen­wart der Kir­che inte­grie­ren wol­len, mit dem neu­en Kalen­der (d. h. den neu­en „Seli­gen“ und „Hei­li­gen“), mit weni­ger anstö­ßi­gen Gebe­ten usw.

    • „Die­se muss auch nicht so bru­tal kom­men wie im Fal­le der FI.“

      Das glau­be ich nicht. In der Regel mor­den Psy­cho­pa­then von Fall zu Fall bru­ta­ler und hem­mungs­lo­ser.

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