Weltjugendtag mit der Tradition — Rio de Janeiro 2013

Weltjugendtag 2013 Rio mit der Tradition(Rio de Janei­ro) Die dem über­lie­fer­ten Ritus ver­pflich­te­te, tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Apo­sto­li­sche Admi­ni­stra­ti­on St. Johan­nes Vian­ney von Cam­pos in Bra­si­li­en, bie­tet zum Welt­ju­gend­tag der katho­li­schen Kir­che ein eige­nes Pro­gramm für tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Jugend­li­che an. Dazu gehört vor allem die täg­li­che Fei­er des hei­li­gen Meß­op­fers in der über­lie­fer­ten Form des Römi­schen Ritus und täg­li­che Kate­che­sen. Der in Rio de Janei­ro aus der gan­zen Welt zusam­men­strö­men­de katho­li­sche Jugend soll die Mög­lich­keit gebo­ten wer­den, den Reich­tum des über­lie­fer­ten Ritus der katho­li­schen Kir­che ken­nen­zu­ler­nen und zu einer katho­li­schen Glau­bens­for­mung aus der Tie­fe der katho­li­schen Tra­di­ti­on. Bereits beim Welt­ju­gend­tag in Madrid 2011 waren ver­stärkt tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Akti­vi­tä­ten für die Jugend­li­chen ange­bo­ten wor­den.

Getra­gen wird das Pro­gramm von Juven­tu­tem Nite­roi einer tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen katho­li­schen Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on mit Sitz in der gleich­na­mi­gen Stadt Nite­roi. Die Stadt liegt auf der Rio de Janei­ro genau gegen­über­lie­gen­den Ufer­sei­te des Ein­gangs zur Bucht von Gua­naba­ra. Die bei­den Städ­te sind durch eine Brücke ver­bun­den.

Mit­tel­punkt und Stütz­punkt der tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Akti­vi­tä­ten wäh­rend des Welt­ju­gend­ta­ges ist die pracht­vol­le frü­he­re Kathe­dra­le von Rio de Janei­ro Igre­ja de Nos­sa Sen­ho­ra do Mon­te do Car­mo da anti­ga Sé. Von 1808 bis 1976 wur­de die Kir­che als Kathe­dra­le genützt, bevor die moder­ne Kathe­dra­le geweiht wur­de. Die in der Unter­stadt gele­ge­ne spät­ba­rocke Kir­che wur­de im 19. Jahr­hun­dert auch als könig­li­che und kai­ser­li­che Hof­kir­che der Köni­ge von Por­tu­gal und Kai­ser von Bra­si­li­en genützt. Erbaut wur­de sie 1670, als der Kar­me­li­ten­or­den nach Bra­si­li­en kam, daher auch ihr Name. Die heu­ti­ge Kir­che wur­de im 18. Jahr­hun­dert erbaut und 1770 geweiht und wird von der Apo­sto­li­schen Admi­ni­stra­ti­on St. Johan­nes Vian­ney seel­sorg­lich betreut. Der Admi­ni­stra­ti­on steht Bischof Dom Fer­nan­do Are­as Rifan, der welt­weit ein­zi­ge Ter­ri­to­ri­al­bi­schof der Tra­di­ti­on. Für die tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Akti­vi­tä­ten beim Welt­ju­gend­tag wur­de eine eige­ne Inter­net­sei­te ein­ge­rich­tet. Wer sich für die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on Juven­tu­tem Nite­roi inter­es­siert oder den Inter­na­tio­na­len Dach­ver­band Juven­tu­tem, kann dies auf deren jewei­li­ger Inter­net­sei­te tun.

Aus dem Programm:

Diens­tag, 23. Juli
15.00 Uhr: Gesun­ge­ne Mes­se in der außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus

Mitt­woch, 24. Juli

9.30 Uhr: Kate­che­se von S.Ex. Dom Fer­nan­do Are­as Rifan

10.00 Uhr: Gesun­ge­ne Mes­se in der außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus

18.00 Uhr: Fei­er­li­ches Pon­ti­fi­kal­amt in der außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus (Zele­brant: S.Ex. Dom Fer­nan­do Are­as Rifan)

Don­ners­tag, 25. Juli

9.30 Uhr: Kate­che­se von S.Ex. Dom Fer­nan­do Are­as Rifan

10.00 Uhr: Gesun­ge­ne Mes­se in der außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus

15.00 Uhr: Gesun­ge­ne Mes­se in der außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus

Frei­tag, 26. Juli

9.30 Uhr: Kate­che­se von S.Ex. Dom Fer­nan­do Are­as Rifan

10.00 Uhr: Gesun­ge­ne Mes­se in der außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus

15.00 Uhr: Gesun­ge­ne Mes­se in der außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus

Für tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Prie­ster, die zum Welt­ju­gend­tag nach Rio de Janei­ro rei­sen, besteht die Mög­lich­keit, in der Kir­che die Hei­li­ge Mes­se im über­lie­fer­ten Ritus zu zele­brie­ren.

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Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Juven­tu­tem Nite­roi WJD (screenshot)/Wikicommons/Apost.Admin. St. Johan­nes Vian­ney

3 Kommentare

  1. War­um eigent­lich der Aus­druck „außer­or­dent­li­che“ Form für den alten Ritus der Mes­se. Die­ser Aus­druck sagt ja eigent­lich, dass es ein Ritus ist, der „außer“ der Ord­nung besteht. Der „orden­li­che“ Ritus wäre dann also die „neue“ Mes­se!
    Die Kate­che­se von Bischof Rifan kann ja zu einer Erklä­rung die­ses Aus­drucks „äußer­or­dent­lich“ bei­tra­gen und viel­leicht erklärt er dabei auch den Grund, war­um er auch im „ordent­li­chen“ Ritus zele­briert hat.

    • Gre­go­ri­us: War­um „außer­or­dent­lich“ ? Weil eben die Hei­li­ge Mes­se im außer­or­dent­li­chen römi­schen Ritus“ außer­or­dent­lich HEILIG ist und somit die Eine, Hei­li­ge, Katho­li­sche und apo­sto­li­sche Kir­che stärkt und nicht wie „NOM“ die­se schwächt.

      Got­tes und Mari­ens Segen.

  2. Papst Bene­dikt ist ein aus­ge­spro­chen zart­füh­len­der Mann. Sei­ne Auf­se­hen erre­gen­den Reden in Regens­burg und Frei­burg waren so unge­fähr das Gröb­ste, was er sich abrin­gen konn­te. Auch das Augu­sti­ner­klo­ster in Erfurt gehört hier­her.

    Als Mann mit Durch­blick konn­te er trotz­dem nicht vor­her­se­hen, daß die Pro­te­stan­ten eine „Ori­en­tie­rungs­hil­fe“ prä­sen­tie­ren wür­den, die die Qua­li­tät eines „Tor­pe­dos gegen die Öku­me­ne“ hat. Ich war­te ange­spannt auf die Reak­ti­on der rk Öku­me­ni­sten.

    @ Gre­go­ri­us

    War­um Papst Bene­dikt den Alten Ritus als außer­or­dent­lich ein­ge­stuft hat, weiß ich natür­lich nicht.

    Tat­säch­lich sehe ich zwei außer­or­dent­li­che Riten, den Vor­kon­zi­lia­ren und den Ritus Fir­le­fan­zia. Dane­ben gibt es auch den Ordent­li­chen Ritus. Man kann immer­hin den Ein­druck gewin­nen, daß auch der „Ordent­li­che“ unter sei­nen Anhän­gern Fein­de hat, weil ihn so weni­ge ordent­lich fei­ern.

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