Papst streicht Sonderzulage für Kardinäle der Vatikanbank und Wahlbonus für Vatikanbedienstete

Papst Franziskus streicht Zuschlag für Vatikanangestellte(Vati­kan) Papst Fran­zis­kus hat den Bonus für die Kar­di­nä­le gestri­chen, die über die Vati­kan­bank wachen. Jeder Kuri­en­kar­di­nal erhält ein monat­li­ches „Gehalt“ von 5000 Euro, für das es im Lau­fe der Zeit unter­schied­li­che Bezeich­nun­gen gab. Die­se Kar­di­nals­zu­wen­dung ist unter­schieds­los für alle gleich, unab­hän­gig davon, wel­ches Amt die Kar­di­nä­le an der Kurie inne­ha­ben. Die übri­gen Kar­di­nä­le erhal­ten ihre Zuwen­dun­gen von den Diö­ze­sen, denen sie als Bischö­fe vor­ste­hen. Bis­her gab es jedoch eine Aus­nah­me. Die fünf Kar­di­nä­le, die als Kom­mis­sa­re die Vati­kan­bank über­wach­ten, erhiel­ten bis­her von der Bank einen zusätz­li­chen Bonus von 2100 Euro monat­lich.

Papst Fran­zis­kus hat­te bereits den 4000 Ange­stell­ten des Vati­kan­staa­tes die tra­di­tio­nell bei jeder Wahl eines Pap­stes ein­ma­lig aus­be­zahl­te Zula­ge von 1.000 Euro gestri­chen. Er ent­schied, das Geld kari­ta­ti­ven Ein­rich­tun­gen zukom­men zu las­sen. Nun leg­te er den Rot­stift auch bei den fünf Aus­nah­men unter den in Rom resi­die­ren­den Kar­di­nä­len an. Die Ein­spa­rung erfolg­te gleich­zei­tig mit der Geneh­mi­gung des Jah­res­ab­schluß­be­rich­tes für 2012 und beläuft sich auf 25.000 Euro für jeden Kar­di­nal. Kuri­en­kar­di­nal Dome­ni­co Cal­ca­g­no, Prä­fekt der Güter­ver­wal­tung des Apo­sto­li­schen Stuhls mein­te zur Strei­chung scherz­haft: „Ver­gan­ge­nes Jahr haben wir die Fel­le noch nach Hau­se gebracht, es hät­te schlim­mer kom­men kön­nen.“

Unter­des­sen bat Papst Fran­zis­kus in einem Brief die in Pilar tagen­de Voll­ver­samm­lung der argen­ti­ni­schen Bischö­fe um Ent­schul­di­gung, „für die Abwe­sen­heit, wegen ande­rer jüngst über­nom­me­ner Ver­pflich­tun­gen, die mich fest­hal­ten“. Im Spei­se­saal des vati­ka­ni­schen Gäste­hau­ses und neu­en Apo­sto­li­schen Pala­stes Domus Sanc­tae Marthae nimmt der Papst jedes Mal an einem ande­ren Tisch Platz. Am Ende der mor­gend­lich in der Haus­ka­pel­le zele­brier­ten Mes­se setzt er sich zum Gebet irgend­wo am Ende der Kapel­le nie­der. Den Kaf­fee berei­tet er sich selbst zu und bie­tet ihn auch den Schwei­zer Gar­di­sten an, die vor sei­nem Zim­mer Wache ste­hen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Asia­news

52 Kommentare

  1. In der Tat, Jor­ge Mario Ber­go­glio oder der Bischof von Rom, kann wegen ande­rer jüngst über­nom­me­ner Ver­pflich­tun­gen nicht an der tagen­den Voll­ver­samm­lung der argen­ti­ni­schen Bischö­fe teil­neh­men, er hat näm­lich den Küchen­dienst im vati­ka­ni­schen Gäste­haus über­nom­men. Die­se anspruchs­vol­le Auf­ga­be läßt ihm nur ganz wenig Frei­zeit, in der er dann ent­we­der sei­ne PR-Abtei­lung mit lusti­gen Geschich­ten aus sei­nem beweg­ten aber demü­tig-boden­stän­di­gem Leben füt­tert, jun­gen Frau­en die Füße küßt oder ihre Baby­bäu­che abta­stet. Sie glau­ben mir nicht? Bit­te, hier ist der Foto­be­weis: http://www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-2311996/Ali-Landrys-baby-bump-receives-hands-blessing-Pope-Francis.html

    • Damit macht Papst Fran­zis­kus das was Jesus gefor­dert hat: Bringt die Kin­der zu mir. Nach­zu­le­sen in einem Buch das man Bibel nennt und das frü­her vie­len Katho­li­ken geläu­fig war.

      PS: Ich fin­de das gut und es zeigt mal wie­de wie gut es ist die­sen Papst zu haben.

    • Die gan­zen Frei­mau­rer-Trolls sind wie­der unter­wegs, die einen auf den rech­ten Weg ermah­nen bzw. umer­zie­hen wol­len bzw. einem das Katho­lisch­sein gleich ganz abspre­chen, sobald man nur den Mund auf­macht. Sie tra­gen rein gar nichts zum The­ma bei, aber grei­fen einen wegen sei­ner Mei­nung an. Die­se Stra­te­gie ist alt und so vor­aus­seh­bar, daß es weh­tut. Muß ein wirk­lich trau­ri­ges Leben sein, noch mit­ten in der Nacht an der Neu­en Welt­ord­nung zu basteln. Wahr­schein­lich han­delt es sich bei den gan­zen Ein­trä­gen, die wie­der den Papst (und nicht Gott!) so beju­beln, um ein und dies­sel­be Per­son, die mit sich sel­ber redet, um so eine gan­ze Grup­pe von Leu­ten vor­zu­täu­schen, denn der Schreib­stil ist jedes Mal der glei­che. Trau­rig, wirk­lich trau­rig. Ich bete für Sie.

      • Wer eine kom­pro­miss­lo­se Min­der­hei­ten­mei­nung in der Öffent­lich­keit ver­tritt, kann nicht nur mit Zustim­mung rech­nen. Das ist über­all so, bei reli­giö­sen The­men eben­so wie bei poli­ti­schen. Wer aber Kri­tik uner­träg­lich fin­det, soll­te auf Öffent­lich­keit ver­zich­ten und sich lie­ber im ver­trau­ten Zir­kel mit Gleich­ge­sinn­ten aus­tau­schen. Even­tu­ell soll­te er sich dafür ein­set­zen, dass sein Lieb­lings­fo­rum die Kom­men­tar­funk­ti­on ganz abschafft oder noch stär­ker zen­siert. Das hat natür­lich auch sei­ne Nach­tei­le, schont aber die Ner­ven der Gesin­nungs­freun­de.

        • Klar, dafür sind die Foren ja da; aber man soll­te sich eben auf die öffent­lich geäu­ßer­ten Meinungen/Argumente/Anmerkungen bezie­hen und sich nicht mehr oder weni­ger direkt ein Urteil über die Per­son, den Glau­ben, das ‚Katho­lisch­sein‘ des­sen anma­ßen, der da öffent­lich eine Mei­nung ver­tritt. Intel­li­gen­te Erwi­de­run­gen, Gegen­ar­gu­men­te — kei­ne Unter­stel­lun­gen und per­sön­li­chen Dif­fa­mie­run­gen der­je­ni­gen, die immer­hin noch den Mut haben, auch eine ‚kom­pro­miss­lo­se Min­der­hei­ten­mei­nung‘ zu ver­tre­ten …!

  2. Ich kann beim besten Wil­len nicht ver­ste­hen, wo das Pro­blem dar­in liegt, dass er den Bauch einer Schwan­ge­ren berührt um, so scheint es, das unge­bo­re­ne Kind zu seg­nen. Wir als Kir­che beto­nen doch immer, dass auch vor der Geburt voll­wer­ti­ges Leben vor­han­den ist.
    Man kann ja vie­les kri­ti­sie­ren, aber in die­sem Punkt kann ich die Kri­tik wirk­lich nicht ver­ste­hen.

    • Rich­tig. Ein wür­de­vol­les Seg­nen ist sicher­lich sinn­vol­ler als Men­schen zu knud­deln. Aber wenn er schon so ein Knud­del-Papst ist, dann ist die Berüh­rung des Bau­ches einer Schwan­ge­ren das mit Abstand Sinn­voll­ste, was er machen kann. Damit zeigt er der Welt, dass ihm die unge­bo­re­nen Kin­der, die heut­zu­ta­ge gemein­hin als vogel­frei gel­ten, was bedeu­ten.

  3. Der Papst hat im Bei­sein des Ehe­man­nes und min­de­stens eines geist­li­chen Wür­den­trä­gers, den man im Hin­ter­grund sieht, mit einer ehr­fürch­ti­gen Segens­ge­ste den Bauch der wer­den­den Mut­ter berührt und wie man sieht mit deren Ein­ver­ständ­nis.

    Er hat das unge­bo­re­ne Kind geseg­net!

  4. Was ver­dient eigent­lich ein Vati­kan-Ange­stell­ter? Ist das gra­vie­rend viel bei der heu­ti­gen Preis­ent­wick­lung, wenn man 1500 € Son­der­zah­lung nach einer Papst­wahl erhält? Wird der Betrag ver­steu­ert? Dann bleibt mit Sozi­al­ver­si­che­run­gen viel­leicht noch die Hälf­te…
    Das ist groß­ar­tig, wirk­lich — heut­zu­ta­ge brau­chen wir oft drin­gend sol­che Son­der­zah­lun­gen, um offe­ne Zahn­arzt­rech­nun­gen zu zah­len und der­glei­chen… Die­se Strei­chung begei­stert mich in kei­ner Wei­se!
    Etwas nach­voll­zieh­ba­rer ist das mit den Bonus­zah­lun­gen an die 5 Kar­di­nä­le. Bin mir bloß nicht sicher, ob das den Vati­kan­bank-Filz nun wesent­lich bes­sert. Den Filz durch­schaue ich nicht, aber die Strei­chung von Bonus­zah­lun­gen in gerin­ger Höhe wir­ken auf mich wie eine Ali­bi­hand­lung. Auch wenn mir die ohne­hin wohl­si­tu­ier­ten Kar­di­nä­le kei­nes­wegs leid tun…
    Und dass er sich den Kaf­fee sel­ber kocht — bra­vo! Ist das nicht so etwas von egal? Drei Hand­grif­fe und die Kaf­fee­ma­schi­ne läuft. Viel­leicht will er ein­fach den Kaf­fee nach sei­ner Gewohn­heit haben und nicht mit Haus­häl­te­rin­nen dar­über strei­ten.
    Das Rum­ge­hän­ge in dem Gäste­haus ist für mich merk­wür­dig, wie wenn er den Ernst der Lage noch nicht begrif­fen hät­te. Passt zu der stän­di­gen Rede vom „Bischof von Rom“. Fra­ge mich, ob Franz men­tal schon im Papst­amt ange­kom­men ist.
    Sein Schrei­ben an die Bischö­fe in Argen­ti­ni­en fin­de ich eher ein­fach nur lustig.

    • Viel­leicht ist er ein Fan von Antho­ny Quinn und ver­sucht ihn in sei­ner Film­rol­le als unkon­ven­tio­nel­ler „Papst Kiril“ noch zu über­tref­fen. 😉
      Ehr­lich, manch­mal kommt es mir wirk­lich so vor, als spie­le er eine Rol­le und gefal­le sich dar­in, aus sel­bi­ger zu fal­len, als ob er den Über­ra­schungs­mo­ment und die Ver­le­gen­heit der klei­nen Leu­te, die ihn im Lift und an den Tischen von St. Mar­tha begeg­nen (müs­sen!), gera­de­zu genie­ßen wür­de.
      Und über die heu­ti­ge Franz­i­kus-Pil­le möch­te man eigent­lich schon gar nicht mehr öffent­lich nach­den­ken: http://www.kath.net/news/40995. Das Schlim­me dabei ist, man weiss eigent­lich gar nicht, gegen wen er da nun wie­der ein­mal aus­tei­len will. Pro­ble­ma­tisch zudem, dass er fort­wäh­rend auch sprach­lich aus der Rol­le fällt, indem er posi­ti­ve Begrif­fe (gesun­der Menschenverstand/kluge Vor­sicht) nega­tiv besetzt und umge­dreht (Ernied­ri­gung). Das stif­tet tota­le Ver­wir­rung. Schreck­lich. Ich sage es nicht gern, aber so leicht­fer­tig, unüber­legt und dilet­tan­tisch hat wirk­lich noch kein Papst vor ihm agiert.

      • Ich wun­der mich als Katho­lik über vie­le Kom­men­ta­re hier. Offen­sicht­lich gibt es hier vie­le die nicht wirk­lich katho­lisch sind, wohl auch ett­li­che die nur katho­li­sche getauft sind (Tauf­schein­chri­sten?), aber wesent­li­che der katho­li­schen Theo­lo­gie nicht (mehr?) wis­sen.
        Denn es geht mir hier die Ach­tung vor der Ent­schei­dung des Hei­li­gen Gei­stes ab.

        PS: Was der Hei­li­ge Geist ist und was der mit unse­rem Papst Fran­zis­mus zu tun hat, bit­te in Kath­pe­dia nach­le­sen.

        • Das kön­nen Sie ver­ges­sen. Die Leu­te hier wol­len die Wahr­heit nicht sehen. Hier macht man sich die Welt, wie Sie einem gefällt.

          • Nicht nur hier, auch über­wie­gend im Blog von Radio Vati­kan, wenn auch nicht so extrem wie hier.

            In dem von mir genann­ten Blog und anders­wo im Inter­net wer­den die Wor­te und Taten des Pap­stes der­ma­ßen ver­dreht, dass sie ins kon­ser­va­ti­ve Welt­bild pas­sen, da herrscht schon eine fast krank­haf­te Rea­li­täts­ver­wei­ge­rung.

          • … dass ich durch die Nen­nung die­ser Namen in kei­ner Wei­se unse­ren Papst Fran­zis­kus mit sol­chen … ‚höchst-pro­ble­ma­ti­schen‘ Päp­sten der Ver­gan­gen­heit „ver­glei­chen“ oder irgend­wie in Zusam­men­hang brin­gen will, soll­te wohl ziem­lich klar sein! — Viel­mehr soll­te dies zum Nach­den­ken dar­über anre­gen, dass die Argu­men­ta­ti­on von Sttn ja … nicht ganz unpro­ble­ma­tisch ist und wohl wei­te­rer Refle­xi­on, Inter­pre­ta­ti­on und Erläu­te­rung bedarf, wie ein auch nur ober­fläch­li­cher Blick auf die Kir­chen­ge­schich­te sehr deut­lich zeigt. -

            Zudem: Päp­ste sind — unter wohl­de­fi­nier­ten Vor­aus­set­zun­gen! — infal­libel; aber sind alle ihre Hand­lun­gen, ihre Äuße­run­gen, ihr per­sön­li­cher Stil, ihre poli­ti­schen Ansich­ten usw. in jedem Fal­le „inkri­ti­ka­bel“?

          • Inter­es­sant, dass sol­che Auf­li­stun­gen nicht weg­zen­siert wer­den im Gegen­satz zu mei­ner Auf­li­stung der kon­sr­e­va­ti­ven Grup­pie­run­gen, die hier ihr Unwe­sen trei­ben.

        • Per­sön­li­che Belei­di­gun­gen und kei­ne kla­ren Argu­men­te? Heißt „Katho­lisch-Sein“, dass man sich ein­schlä­fern lässt von for­ma­len Akten?

          Ihr Argu­ment brach­te man schon gegen Jesus vor: der Die­ner des Hohe­prie­sters­gab ihm eine Ohr­fei­ge und sag­te zu ihm: Redet man auch so mit dem Hohen­prie­ster?
          Was sag­te Jesus: Habe ich falsch gere­det, bewei­se es mir (mit Argu­men­ten), habe ich dage­gen recht gere­det — war­um schlägst du mich?

          Was heißt das? Es heißt: die Wür­de des Pap­stes liegt in sei­nem Amt, nicht in sei­ner Per­son. Wenn die Per­son unglaub­wür­dig ist mit trfit­gen Grün­den, dann darf man das sagen. Nie­mand hier hat ein Schis­ma oder einen Papst­sturz aus­ge­ru­fen. Viel­leicht hof­fen wir ein­fach nur, dass unse­re Beden­ken irgend­wie bei ihm ankom­men und er das bedenkt, was wir mit gutem Grund befremd­lich fin­den.

    • „1500 € Son­der­zah­lung“

      Der Arti­kel wur­de anschei­nend geän­dert. Nun ist nur noch von 1.000 Euro Son­der­zah­lung die Rede.

      „Wird der Betrag ver­steu­ert?“

      Soweit ich weiß, zah­len Ange­stell­te des Vati­kan über­haupt kei­ne Steu­ern. Weder auf das Ein­kom­men, noch auf Waren und Dienst­lei­stun­gen.

      • Ja, dann hab ich mich ver­le­sen, sor­ry. Ich habe Augen­pro­ble­me und ver­le­se mich trotz Bril­le manch­mal bei Zah­len oder ande­ren Zei­chen, die ich nicht aus Gewohn­heit ablei­ten kann.

  5. Wenn nur unser Bischö­fe von die­sem Papst ler­nen wür­den das sie ein Amt haben was auf Näch­sten­lie­be und Demut auf­bau­en soll­te.

    • Es gibt doch noch ein paar ver­nünf­ti­ge Katho­li­ken hier, die unse­ren neu­en Papst zu schät­zen wis­sen und die wis­sen, wer der HL. Geist ist und was er in und für die Kir­che tut.

      • Aber wir sind hier in der Min­der­heit.
        Aber bes­ser hier in der Min­der­heit und dafür in der Kir­che in der über­wäl­ti­gen­den Mehr­heit, als in einem Inter­net­fo­rum in der Mehr­heit und drau­ßen in der Welt eine klei­ne Min­der­heit 😉

        • Mehr­heit macht nicht Wahr­heit; wie sehr ‚Mehr­hei­ten‘ fehl­ge­hen, sich und ande­re ins abso­lu­te Abseits manö­vrie­ren kön­nen, hat die Geschich­te ja nun oft genug gezeigt …

        • Wer all­zu sehr von der „Welt“ gelobt wird, soll­te sich fra­gen, ob er im Sin­ne Chri­sti nicht etwas falsch macht. Klar ist jeden­falls, dass Bene­dikt von der „Welt“ (= der Mehr­heit) der­art ange­fein­det wur­de, weil er ein zutiefst hei­lig­mä­ßi­ger Mann ist. Aus christ­li­cher Sicht bedeu­tet Mehr­heits­weg Holz­weg!

        • Mei­ne Ant­wort „so sehe ich das auch“ galt Ihnen, lie­ber Anhän­ger von Papst Fran­zis­kus. Hier erscheint sie miss­ver­ständ­li­cher Wei­se an fal­scher Stel­le.

          • Ich hab das schon ver­stan­den. Die weni­gen „Fran­zis­ka­ner“ hier kann ich mir mer­ken, Rapun­zel.
            Es ist immer wie­der erschreckend, was ich hier alles lese.
            „Wer all­zu sehr von der „Welt“ gelobt wird, soll­te sich fra­gen, ob er im Sin­ne Chri­sti nicht etwas falsch macht“
            So weit sind wir hier schon, dass wir uns sel­ber in einer art Opfer­rol­le sehen.

          • Chri­stus selbst sag­te das schon; in [] mein per­sön­li­cher Kom­men­tar: „Und ihr [wenn ihr zu mir steht und mei­ne Wor­te ver­kün­det] wer­det von jeder­mann gehasst sein um mei­nes Namens wil­len. Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird geret­tet wer­den“ — Mt 1o,22; oder Pau­lus in 1 Kor 4:
            „1o Wir sind Nar­ren um Chri­sti wil­len, ihr aber seid klug in Chri­stus; wir schwach, ihr aber stark; ihr in Ehren, wir aber verachtet.Wir sind Nar­ren um Chri­sti wil­len, ihr aber seid klug in Chri­stus; wir schwach, ihr aber stark; ihr in Ehren, wir aber ver­ach­tet. 11 Bis auf die­se Stun­de lei­den wir Hun­ger, Durst und Blö­ße, wer­den geschla­gen und haben kei­ne Blei­be und arbei­ten müh­sam mit unsern eige­nen Hän­den. 12 Wir wer­den geschmäht und seg­nen, wir lei­den Ver­fol­gung und hal­ten stand; wir wer­den gelä­stert und spen­den Trost; 13 zum Aus­wurf der Welt sind wir gewor­den, zum Abschaum aller bis jetzt.“ — Wir wür­den als katho­li­sche Chri­sten sicher­lich weni­ger ‚von der Welt‘ gehasst wer­den, wenn wir ‚der Welt‘ fei­ge nach dem Mun­de reden und nicht dem Hei­li­gen Geist, son­dern dem ‚Zeit­geist‘ fol­gen wür­den — nur wären wir dann kei­ne Chri­sten mehr …

      • Tut das wirk­lich Not, so per­sön­lich zu wer­den, statt Sach­ar­gu­men­te bei­zu­tra­gen (was durch­aus auch mal mit deut­li­cher Iro­nie ver­bun­den sein darf)? Gar impli­zit zu unter­stel­len, dass die­je­ni­gen, die sich um eben sol­che bemü­hen und intel­li­gen­te Kri­tik üben oder berech­tig­te Beden­ken äußern, des­halb schon ‚unver­nünf­tig‘ sei­en oder nicht wüss­ten, ‚wer der hei­li­ge Geist ist und was er für die Kir­che tut‘!? Für mich klingt das ziem­lich — unfair, into­le­rant, wenn nicht ziem­lich ANMASZEND …

  6. Bis­lang kann ich an die­sem Papst nichts Nega­ti­ves fest­stel­len. War­um kri­ti­sie­ren Kom­men­ta­to­ren die Seg­nung eines Unge­bo­re­nen oder das Grün­don­ners­tags-Waschen von Füßen nor­ma­ler Men­schen? Mit bei­den Gesten nimmt er die For­de­rung Jesu wört­lich, der Größ­te sein zu wol­len, wenn er der Die­ner aller sei.

    Die­se Sei­te hebt rich­ti­ger- und lobens­wer­ter Wei­se wer­bend für das Unge­bo­re­ne Leben ein. Wer einen unge­bo­re­nen Men­schen seg­net, der erkennt ihn als voll­wer­ti­gen und voll­fer­ti­gen Men­schen an. War­um bit­te, soll das schlecht sein. Im Gegen­teil. Drin­gendst erfor­der­lich unter die­sen mör­de­ri­schen Umstän­den. Steht einem Papst sehr gut an, der sich nicht in Glau­bens- uns Sit­ten­leh­ren unfehl­bar sein soll. Wozu Jesus sich nicht zu scha­de war, der sogar Judas die Füße gewa­schen hat, soll­te sein Stell­ver­tre­ter hier auf Erden doch auch hin­be­kom­men. Offen­bar waren die Päp­ste, die dies nicht gemacht haben, offen­sicht­lich in Sachen Näch­sten­lie­be in die­nen­der Demut auf dem Holz­weg und haben sich nur als anony­me Ver­kün­di­gungs­päp­ste ohne Lie­bes­tun durch die Zeit gemo­gelt. Was erwar­ten wir von einem Papst, der sich FRANZISKUS nennt? Die Zeit der blo­ßen Ver­kün­di­gung von Glau­bens­dog­men ist vor­bei. Die­se bei­be­hal­tend muss jetzt die Zeit kom­men, die den Papst als demü­ti­gen und die­nen­den Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden implan­tiert. Wer von den Kom­men­ta­to­ren dem Papst von vorn­her­ein selbst­dar­stel­len­de Schau­spie­le­rei unter­stellt, ver­leum­det ihn. Wir wer­den es an sei­nem wei­te­ren Wir­ken fest­stel­len, ob die­ses (Vor)urteil so stim­mig ist. Wir müs­sen uns ver­ab­schie­den von Päp­sten, die auf Thro­nen sit­zen, nur mit einem erlauch­ten Kreis von Kar­di­nä­len ver­keh­ren und durch ihr Tun mehr in die stell­ver­tre­ten­de Nach­fol­ge Chri­sti ein­tau­chen. Ver­kün­det wur­de 2000 Jah­re lang genug und rich­tig. Jetzt ist die Zeit, die­se Ver­kün­di­gung auch auf und mit dem höch­sten Amt zu ver­bin­den, wel­ches die Chri­sten­heit zu bie­ten hat, näm­lich mit die­nen­dem, lie­ben­dem und demü­ti­gem Leben zu erfül­len.

    • Man soll­te die Kom­men­ta­re durch­le­sen, bevor der But­ton „Absen­den“ gedrückt wird. Sor­ry für die unaus­ge­go­re­nen Satz­bil­dun­gen.
      Anstatt „hebt“ „tritt“. „sich nicht“ soll weg, usw.

    • Vie­len Dank! Sie spre­chen genau das an, was ich mir auch zu die­sem Papst den­ke. Ein Papst, der wie ein feu­da­ler Kai­ser über allen ande­ren auf einem Barockthron sitzt, ist für vie­le Men­schen ein ver­stö­ren­des Bild, weil Chri­stus dann nicht mehr im Mit­tel­punkt zu ste­hen scheint. Ich bin wirk­lich sehr gespannt auf das, was Fran­zis­kus noch alles ver­än­dern wird. Der Thron von Pius IX. ist ja bereits raus­ge­flo­gen, die Pelz­mozzet­ta eben­so. Nicht zu ver­ges­sen die roten Schu­he und die gol­de­ne Feru­la. Das Amt des Pap­stes wird wir zu dem as es eigent­lich immer schon gewe­sen sein soll­te, es wird zum Hir­ten­amt.
      Den Unmut über die­sen Papst, der hier häu­fig zum Aus­druck gebracht wird ist für mich nicht nach­voll­zieh­bar. Es han­delt sich aber schein­bar bei den mei­sten Kom­men­tarto­ren hier um Pius­brü­der, oder zumin­dest um Leu­te, die der Pius­bru­der­schaft nahe­ste­hen. Und aus die­sem Grund ist der Hin­ter­grund die­se Has­ses auf den neu­en Bischof von Rom erkenn­bar. Fran­zis­kus wird kei­ne Holo­caustläug­ner mehr in unse­re Kir­che auf­neh­men. Die­se Zei­ten sind vor­bei. Ich finds rich­tig und gut so, aber den Pius­brü­dern passt das natür­lich gar­nicht, weil sie nun ent­we­der das II.Vatikanum voll aner­ken­nen müs­sen, oder aber nicht mehr Mit­glied der katho­li­schen Gemein­schaft sein kön­nen.

      • Inso­fern ist es inter­es­sant, was die Pius­bru­der­schaft und ihre Anhän­ger wirk­lich den­ken, denn auf ihrer Home­page hal­ten sie sich zur Zeit zurück.

        Die Tra­di­tio­na­li­sten ver­ges­sen, dass die Tra­di­ti­on nicht erst mit dem kon­zil von Tri­ent oder dem Hoch­mit­tel­al­ter begon­nen hat, son­dern mit der Urkir­che, die sich noch an der rei­nen Leh­re Jesu ori­en­tiert hat.

        Es ist also Tra­di­ti­on im besten Sin­ne, dort­hin zurück zu keh­ren. Nicht umsonst nennt man die Kir­che der ersten Jahr­hun­der­te „Alte Kir­che“.

        Papst Fran­zis­kus legt das Papst­amt im ursprüng­li­chen Sinn aus, wenn er sei­nen Sta­tus als Bischof von Rom stär­ker betont.

        • [sinn­ge­mäß] „ich wer­de euch den Geist der Wahr­heit sen­den“, „ich wer­de bei euch sein alle Tage bis ans Ende der Welt“ — IMMER, nicht bloß in der ‚Urkir­che‘!

          • Genau! Auch heu­te ! Und auch wäh­rend des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils. Eccle­sia sem­per refor­man­da!

          • Och nööö … — wer hat DAS denn „defi­niert“? Hat­te über die­ses aller­grund­le­gend­ste aller Super­dog­men der Neu­en Kir­che schon mal kurz was kom­men­tiert, ich kopier’s noch­mal (leicht gekürzt & umfor­mu­liert) hier­hin:
            Die­ses — wie ich fin­de — ziem­lich unre­flek­tier­te Reden (auch schon vom Vor­sit­zen­den der DBK) von der ‚eccle­sia sem­per refor­man­da‘ ist auch bezeich­nend; das ist doch eigent­lich ein Grund­prin­zip, ‚Axi­om‘ des (refor­mier­ten, cal­vi­ni­sti­schen!) Pro­te­stan­tis­mus, voll­stän­dig heißt’s ja auch ‚eccle­sia refor­ma­ta[!] sem­per est refor­man­da‘. Die­ser Satz stammt (laut Wiki) aus dem nie­der­län­di­schen refor­mier­ten Pro­te­stan­tis-mus des 17. Jhds. — sich aus­drück­lich auf die ‚refor­mier­te Kir­che‘ bezie­hend, ein Wort­spiel, ein ganz und gar nicht katho­li­sches zumal !!!

          • Wir kon­sti­tu­ie­ren die Kir­che, als Men­schen; aber sie ist der mysti­sche Leib Chri­sti! — Die Ver­su­chung ist groß, das, was eigent­lich uns sel­ber ver­pflich­tet, ein­fach auf die Kir­che „abzu­wäl­zen“, sie nach unse­ren Maß­stä­ben umzu­ge­stal­ten. In Wirk­lich­keit sind wir selbst es doch, jeder & jede ein­zel­ne von uns, die sich stets wie­der ’neu in Form brin­gen‘ müs­sen. Dabei ist die Kir­che die ein­zi­ge ‚Inva­ri­an­te‘, an der wir uns ori­en­tie­ren kön­nen. Sie ist immer die­sel­be, nicht wie eine von Men­schen, für mensch­li­che, zeit­li­che Zwecke gemach­te Orga­ni­sa­ti­on; nur so kön­nen wir in ihr (belast­ba­ren, ech­ten!) Halt fin­den. Chri­stus — Sei­ne Bot­schaft, Sei­ne Kir­che muß uns ver­än­dern, uns ‚refor­mie­ren‘, auch hohe Anfor­de­run­gen an uns stel­len, nicht wir an sie!

          • Da gibt es doch die­sen berühm­ten, sehr gewitz­ten, ins Schwar­ze tref­fen­den Aus­spruch von Mut­ter The­re­sa; von einem Jour­na­li­sten gefragt, was sich denn ihrer Mei­nung nach alles an und in der Kir­che ändern müs­se, mein­te sie nur: „Sie und ich!“

    • Was genau mei­nen Sie mit: „Offen­bar waren die Päp­ste, die dies nicht gemacht haben, offen­sicht­lich in Sachen Näch­sten­lie­be in die­nen­der Demut auf dem Holz­weg und haben sich nur als anony­me Ver­kün­di­gungs­päp­ste ohne Lie­bes­tun durch die Zeit gemo­gelt“? — Die das Man­da­tum nicht durch­ge­führt haben? In den letz­ten, sagen wir mal, 5oo Jah­ren — wel­che?? Oder mei­nen Sie alle Päp­ste, die das Man­da­tum den Instruk­tio­nen gemäß *nicht* an jun­gen Frau­en mus­li­mi­schen Glau­bens durch­ge­führt (und sie damit letzt­lich auch vor mög­li­chen, erheb­li­chen Pro­ble­men in ihrer eige­nen Glau­bens­ge­mein­schaft bewahrt) haben??? — Ist nicht ein Reden von „anony­men Ver­kün­di­gungs­päp­sten“, die sich „ohne Lie­bes­tun durch die Zeit gemo­gelt“ hät­ten, unglaub­lich respekt­los und dif­fa­mie­rend, wenn nicht sogar übel nach­re­dend und hoch­gra­dig ver­leum­de­risch???? Ihnen zu unter­stel­len, sie hät­ten gegen das Lie­bes­ge­bot gehan­delt und gelebt????? — Unglaub­lich, wirk­lich …

    • Sie wol­len also sagen, die Päp­ste vor­her haben nicht gedient und waren nicht demü­tig? Und jetzt kommt end­lich die Licht­ge­stalt, für die „die Zeit gekom­men ist“.
      Und das ist „katho­lisch“?
      „Wir müs­sen uns ver­ab­schie­den von Päp­sten, die …“ — ja, sind das sol­che wie Bene­dikt, Pius X. etc., Gre­gor der Gro­ßer? Weg mit ihnen von ihren Thro­nen? War damals nicht der Hei­li­ge Geist im Spiel?

      Davon ist in der katho­li­schen Tra­di­ti­on aber kei­ne Rede, mit Ver­laub. Jesus sagt: Geseg­net, wer fest­hält an dem Über­lie­fer­ten. Eben­so lehr­te es auch Pau­lus: Bleibt bei dem, was wir euch münd­lich und in Brie­fen über­lie­fert haben. (Bibel­stel­len und wei­te­re Gedan­ken dazu habe ich gera­de auf mein Blog gestellt http://zeitschnur.blogspot.de/)

      Und Sie mei­nen, das ist jetzt vor­bei — ent­ge­gen den Wor­ten Jesu und sei­ner Apo­stel?

      In einem gebe ich Ihnen recht: War­um soll­te der Papst kein Unge­bo­re­nes seg­nen? War­um nicht Sträf­lin­gen die Füße waschen? Damit habe ich prin­zi­pi­ell kein Pro­blem.
      Nur müs­sen die­se Gesten im Gesamt­bild schlüs­sig sein, und da hapert es nach der Sicht vie­ler. Bei­spiel: wie­so kann der Papst vor Sträf­lin­gen Knie­beu­gen machen, nicht aber bei der Wand­lung vor unse­rem Herrn? Das sind ver­wir­ren­de Signa­le, das kön­nen Sie nicht guten Gewis­sens bestrei­ten.

      Wenn man wei­ter bedenkt, dass das Haupt­merk­mal der gro­ßen Apost­asie, die wir erle­ben ist, dass der Mensch wie ein gol­de­nes Kalb umtanzt wird und nicht mehr alles auf Gott aus­ge­rich­tet wird, dann gewin­nen die­se päpst­li­chen Gesten eine bestimm­te Fär­bung, die uns berech­tig­ter­wei­se Sor­gen machen muss, wenn es uns um Gott geht, dass sein Wil­le gesche­he und sein Reich kom­me — nicht unser Wil­le sich auf Bie­gen und Bre­chen durch­set­zen muss und wie bestim­men, wel­ches Reich wir haben wol­len…

      • Ich sage es ja: die Her­me­neu­ten des Bruchs fei­ern die­sen Papst als ihre Licht­ge­stalt. Im unbe­grün­de­ten Able­gen päpst­li­cher Hoheits­zei­chen, in der Ver­ar­mung päpst­li­cher Lit­ur­gie sehen sie bereits sym­bol­haft eine Zei­ten­wen­de für die Kir­che her­an­bre­chen, die das Vor­an­ge­gan­ge­ne als Über­holt oder Falsch ver­wirft. Allein sie ver­tre­ten den wah­ren und allein­se­lig­ma­chen­den Weg in die Zukunft, ob der mit dem, was immer und über­all geglaubt wur­de, über­ein­stimmt, das schert sie nicht. Dabei über­se­hen sie (oder eben gera­de nicht!!), dass eine leben­di­ge Insti­tu­ti­on wie die Kir­che sich nur um den Preis ihrer Exi­stenz vom Web­stuhl der Zeit und der je eige­nen Tra­di­tio­nen abschnei­det. Die­ser Abso­lut­heits­an­spruch der Her­me­neu­ten des Bruchs rich­tet sich gegen die Leh­re und Tra­di­ti­on der Kir­che und ist des­halb häre­ti­scher Natur. Ein Papst täte gut dar­an, sich von sol­chen Schwarm­gei­stern zu distan­zie­ren und ein­deu­ti­ge Zei­chen gegen eine Ver­ein­nah­mung durch die Her­me­neu­ten des Bruchs zu set­zen!

  7. Da wird “ Katho­li­sches “ wie­der jam­mern über den Pau­per­is­mus. Aber ich sage Katho­li­sches, dass Jesus wie­der­holt Erklä­run­gen abgab, wie sehr er allen Luxus ablehnt, wer Leu­te in fei­ner Klei­dung und im Luxus sehen will soll zu den hero­dia­ni­schen Palä­sten gehen und so wei­ter, und im Sin­ne von Pfar­rer Trop­per sage ich, Gott hat es auch nicht not­wen­dig dass man zu sei­ner Ehre Edel­stei­ne, Gold und ande­ren Gla­mour auf­wen­det, dies­be­züg­lich soll­te man Papst Fran­zis­kus in Ruhe las­sen, er ist wenig­stens so wie er ist, wäh­rend wir von dem von Katho­li­sches so ver­ehr­ten Papst Bene­dikt heu­te noch nicht wis­sen, ob er nur schwach war, oder sich nur ins Fäust­chen lacht. Papst Fran­zis­kus führt uns wenig­stens nicht an der Nase her­um, und ich beur­tei­le Papst Bene­dikt nicht an sei­nem Gesäu­sel son­dern an sei­nem Tun, Mix­a­ab­set­zung, Wag­ner­ab­set­zung und Mül­ler­ein­set­zung, der die Unbe­fleck­te Emp­fäng­nis leu­gent oder zumin­dest rela­ti­viert, mich erin­nert Dr. Ratz­in­ger an Mephi­sto.

    • Mephi­sto­phe­lisch benimmt sich mit sei­nen wider­li­chen Unter­stel­lun­gen gegen Papst Bene­dikt hier nur einer, und das sind Sie Ver­ehr­te­ster! Gehen Sie zu den Frei­kir­chen, da haben Sie ihren Got­tes­dienst, den Sie für evan­ge­li­ums­ge­mäss hal­ten.

    • Sie hal­ten also die wun­der­ba­ren Bot­schaf­ten von Bene­dikt XVI für „Gesäu­sel“?! Schau­en Sie doch mal genau­er hin, Sie wer­den über­wäl­tigt sein von der Tie­fe und der Viel­falt der Tex­te und Reden die­ses gro­ßen Pap­stes. Die Aus­sa­gen sei­nes Nach­fol­gers sind mir zu ein­sei­tig. Wenn das so wei­ter geht, wer­den wir in ein paar Jah­ren eine Kir­che von reso­lut Küng­scher Prä­gung haben, und die von Bene­dikt ein­ge­lei­te­ten Refor­men wer­den erdrückt wor­den sein. Aber viel­leicht wird Gott das nicht zulas­sen und es fin­den sich muti­ge Chri­sten, die auch mal ein Wort des Wider­spruchs wagen. Die mei­sten, das sieht man ja auch an diver­sen Forums­dis­kus­sio­nen, hän­gen ihr Män­tel­chen nach dem Wind und zie­hen es vor im Main­stream zu schwim­men, getreu dem Mot­to „Was sche­ren mich mei­ne Über­zeu­gun­gen von gestern?“

  8. Selbst wenn Papst Frna­zis­kus in die Irre gin­ge mit dem was er tut, eine fal­scher Kerl ist er nicht.

  9. Wer­te Zeit­schnur,
    was ich damit sagen will, ist, dass die Päp­ste der dama­li­gen Zeit noch ziem­lich abge­schot­tet vom christ­li­chen Leben ihrer Scha­fe leb­ten, auf Thro­nen getra­gen wur­den und — auch das ist rich­tig, die sozia­le Fra­ge für ande­re intel­lek­tu­ell aus­ge­ar­bei­tet hat­ten. Aber nicht selbst Hand anleg­ten. Wer Stell­ver­tre­ter Chri­sti sein will, darf nicht nur „Gutes und Rich­ti­ges ver­kün­den“, wie dies ja auch von einem Groß­teil der Päp­ste gemacht wor­den ist, der muss auch wie Petrus auf die Stra­ße gehen. Jesus kam als König auf einem Esels­fül­len in Jeru­sa­lem an. Er ließ sich nicht bedie­nen, son­dern dien­te. Er hat sich nicht abge­schot­tet, son­dern er war als Wan­der­pre­di­ger unter­wegs. Ich erwar­te nicht vom Papst, dass er sich die Schnür­schuh umschnallt und als Wan­der­pre­di­ger durch die Welt zieht: Aber er soll­te schon mehr direk­ten Kon­takt zu den Men­schen suchen. IM Zeit­al­ter des Inter­net kann sich der Papst eben nicht mehr so abschot­ten, wie dies in den 50er Jah­ren mög­lich war. Ich glau­be sogar, dass so man­cher Papst unter sei­ner Ein­sie­de­lei im Vati­kan gelit­ten hat. Jesus hat die Armen beson­ders her­vor­ge­ho­ben. Was für den Papst gilt, gilt auch für Kar­di­nä­le. Dar­um ist die Strei­chung von Boni das erste Zei­chen in die rich­ti­ge Rich­tung. Schon lan­ge über­fäl­lig. Die Apost­asie, die wir erle­ben, liegt nicht am Papst, son­dern an den Lebens­um­stän­den der Men­schen, am Ver­sa­gen der Kir­che, ins­be­son­de­re der deutsch­spra­chi­gen Kir­che, die sich um kla­re Posi­tio­nen zuneh­mend her­um­drückt, die es ver­mei­det, katho­li­sches Stand­punk­te wer­bend ver­kün­di­gend zu ver­tre­ten und auch am Zeit­geist, der jeden christ­li­chen (erst recht „katho­li­sche“ ) Glau­bens­in­halt zer­re­det und zer­stört. Auch der Ein­fluss des Nihi­lis­mus, Sozia­lis­mus und Belie­big­keits-Glo­ba­li­sie­rungs­sucht sind Grün­de, die zum Nie­der­gang der Kir­che führ­ten. Eine falsch ver­stan­de­ne Wis­sen­schaft­lich­keit trug auch ihr Scherf­lein zur Apost­asie bei. Gera­de in die­ser Situa­ti­on ist die Glaub­wür­dig­keit des Pap­stes, den Men­schen zuwandt wichtg

    • Vie­le Kli­schees, mein lie­ber Bazil­lus, und wo steht geschrie­ben, dass der Stell­ver­tre­ter in Ihrem Sin­ne „Hand anle­gen muss“? Hat nicht jeder sein Cha­ris­ma? Ist der Papst eine Art „Dia­kon“ oder gar ein Kran­ken­pfle­ger oder Sozi­al­ar­bei­ter?
      Und kann man auto­ma­tisch von jedem, der nicht „auf die Stra­ße geht“ sagen, er las­se sich bloß bedie­nen? Ist das nicht übel­ste Het­ze und Ver­leum­dung?
      Alles sehr ver­grö­bert auf jeden Fall und offen­bart eine Miss­ach­tung intel­lek­tu­el­ler, admi­ni­stra­ti­ver oder diplo­ma­ti­scher Arbeit. Und: was ist mit den stil­len Betern? Welch unschätz­ba­ren Dienst tut BXVI. nun, wenn er „nur“ noch betet?

      • Wete Zeit­schnur,
        Bei­des ist toll, Abschot­tung und sich nur auf das Gebet zurück­zie­hen war gestern. Viel­leicht ver­ste­he ich das Gebet etwas umfas­sen­der. Aus dem Gebet her­aus, bei dem die Kraft Got­tes die See­le durch­strömt hin zur guten Tat. Denn die Lie­be zum Näch­sten will doch irgend­wo hin, anson­sten kei­ne Reso­nanz in die See­le zurück­kehrt. Ich habe in mei­nem State­ment nicht gesagt, dass der Papst nur Sozi­al­ar­bei­ter sein soll, son­dern er hat Glaub­wür­dig­keit zu ver­tre­ten. Ver­kün­di­gung eines Glau­bens, die in demü­ti­ger Armut auch prak­ti­ziert wird, ist mehr denn je ange­sagt. Er in sei­ner Stel­lung wird kei­nem Kran­ken­pfle­ger den Rang ablau­fen und soll es auch nicht. Auch die sozia­le Tat, die der Papst eben sym­bol­haft als Bei­spiel für die Chri­sten­heit vor aller Augen prak­ti­ziert, ist Gebet, eben eine ande­re Form des Gebe­tes. Wenn ein Papst die­se Gesten vor den Augen der Welt tut, die­ses aber kri­ti­siert wird, so fin­de ich das ein­fach nicht rich­tig. Mei­ne Mei­nung.

        Wer­te Zeit­schnur, Ist es auch ein Kli­schee, wenn das Mat­thä­us­s­che Welt­ge­richt den Weg zum Him­mel nur über die gute Tat weist? Sind die Selig­prei­sun­gen auch alle Kli­schees, die unser Herr Jesus Chri­stus in erster Linie als Tat- und Ver­hal­tens­grun­die­rung in Rich­tung Him­mel­reich ver­kün­det? Von Glau­be und Gebet ist dabei nicht ein­mal expli­zit die Rede.
        Selbst­ver­ständ­lich wird der Glau­be an ande­rer Stel­le im Evan­ge­li­um deut­lich gefor­dert. Und das habe ich in Bezug auf den Papst nicht bestrit­ten und gefor­dert. Im Gegen­teil. Die Ver­kün­di­gung von Dog­men bei­be­hal­ten, aber eben in Ver­bin­dung mit der guten Tat. Aber: Ein Papst hat Vor­bild zu sein, wenn er es auch nur in Gesten aus­drücken kann. Und das tut er. Es ist kein Kli­schee, wenn er vom Chri­sten Glau­ben und Tun ver­langt, damit der Christ und die Leh­re Jesu und der Kir­che glaub­wür­dig bleibt. Nichts ande­res tut die­ser Papst bis­her. Wie es wei­ter geht, wer­den wir sehen.

  10. Es fehlt an glaub­wür­di­ge Ver­tre­tung katho­li­scher Posi­tio­nen. Gemein­schaft ins rich­ti­ge Ver­hätl­nis gesetzt zum Opfer­cha­rak­ter Chri­sti 50/50 wäre der gol­de­ne Weg der kath. Kir­che. Wäh­rend die vor­va­ti­ka­ni­sche KIr­che 100 % Opfer­cha­rak­ter bevor­zugt hat und den Men­schen drau­ßen hat ste­hen las­sen und die Höl­le zur ewi­gen Mah­nung die Schäf­chen an der Stan­ge gehal­ten hat, wur­de die Gemein­schaft als etwas Pfui bah gese­hen, womit das 2. Vat. auf­ge­räumt hat, zu Recht. Aber wir haben die Gründ­lich­keit der deutsch­spra­chi­gen Kir­che unter­schätzt. Sie hat den Opfer­cha­rak­ter auf 10 % gefah­ren und die Gemein­schaft auf 90 „. Das war der Feh­ler nach dem 2. Vati­ka­num. Die Kir­che sah den Glau­ben zuviel vom Men­schen aus, nicht von Gott aus. Das muss sich wie­der ändern, um Glaub­wür­dig­keit wie­der zu erlan­gen. Ich habe die Kir­che vor dem 2. Vati­ka­num noch mit­be­kom­men. Der Abfall setz­te bereits vor die­sem Zeit­punkt ein. Höl­len­pre­dig­ten wirk­ten eher gegen­tei­lig. War­um bit­te die Angst vor einem Chri­sten­tum, wel­ches frei­wil­lig ist ohne Angst vor der Höl­le daher­kommt und bewusst ange­nom­men wer­den soll und der Kirch­gang nicht nur aus Tra­di­ti­on statt­fin­det. Ich habe es mit­er­lebt, wie unse­re Bau­ern wäh­rend der Mes­se die letz­ten Vieh­prei­se in der Kir­che wäh­rend des Got­tes­dien­stes erör­ter­ten. Der Katho­li­zis­mus war geprägt von Rou­ti­ne und Tra­di­ti­on, aber nicht im besten Sin­ne. Die Auf­lö­sungs­er­schei­nung mach­ten sich vor dem 2. Vati­ka­num bereits bemerk­bar. Wir dür­fen nciht so tun, als ob das 2. Vat. die Ursa­che der Apost­asie war. Die setz­te schon frü­her ein. Die Ein­füh­rung des TV, des Radi­os lie­ßen die Men­schen schon früh ohne Gott aus­kom­men. Zur Kir­che ging es nur wegen der Argus­au­gen der Nach­barn. Über­zeu­gung war viel­fach lei­der nicht dahin­ter. Aber, das muss ich zuge­ste­hen, die Volks­fröm­mig­keit der damals älte­ren Men­schen war noch grö­ßer. Die jün­ge­ren waren damals schon geprägt von Sport, TV und ande­ren Ablen­kun­gen. Gott spiel­te eine immer weni­ger gro­ße Rol­le.

    • Ja … der Mensch scheint (fast zwang­haft?) immer von einem Extrem ins ande­re fal­len zu müs­sen; vie­le Anlie­gen des Kon­zils waren ja abso­lut berech­tigt (auch gegen die von Ihnen genann­te Ober­fläch­lich­keit, auch ‚Pha­ri­sä­er­haf­tig­keit‘), aber man hat dann teil­wei­se eben „weit über’s Ziel hin­aus­ge­schos­sen“, „das Kind mit dem Bade aus­ge­schüt­tet“; ein ver­nünf­ti­ges Maß hal­ten, das isses … und das scheint ver­flixt schwer zu sein, zu allen Zei­ten .….

  11. Mei­ne Skep­sis gegen­über Papst Fran­zis­kus besteht zwar wei­ter­hin, doch was in die­sem Arti­kel beschrie­ben wird, fin­det mei­ne Zustim­mung. Und gar die Seg­nung des Unge­bo­re­nen, die im ersten Kom­men­tar erwähnt wird, lässt mei­ne Sym­pa­thie nur stei­gen.
    War­ten wir aber ab…

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