Neue Schuhe für den Papst: „Schwarze, nicht rote“

Papstschuhe Schuhe Johannes Pauls II.(Vatikan/Buenos Aires) Papst Fran­zis­kus hat nie offi­zi­ell dazu Stel­lung genom­men. Fest steht aber: Er mag kei­ne roten Schu­he. Er mag schwar­ze. Der Papst rief sei­nen Schu­ster Car­los Sama­ria in Bue­nos Aires an, offen­bar per­sön­lich. Sama­ria lie­fert Jor­ge Mario Ber­go­gli­os seit fast 40 Jah­ren die Schu­he. Der Papst gab nun eine neue Bestel­lung auf: „Bring mir die neu­en Schu­he, aber schwarz wie immer.“ Der Schu­ster soll das glei­che Modell der ver­gan­ge­nen Jah­re bei­be­hal­ten und dem neu­en Papst ein Paar Schu­he in den Vati­kan brin­gen, wahr­schein­lich im Mai.

„Sie haben einen ein­fa­chen Schnitt, sind aus Kalbs­le­der mit einem glat­ten Ober­le­der ohne Deko­ra­tio­nen, mit Schnür­sen­kel“, so beschreibt der 81jährige Sama­ria die Schu­he. Papst Fran­zis­kus kennt er, seit die­ser Rek­tor des Jesuit­en­se­mi­nars von San Miguel im Nord­we­sten von Bue­nos Aires war. „Das neue Paar Schu­he wer­de ich ihm brin­gen, wenn ich ihn in Rom besu­che“, erklär­te der Schu­ster der Pres­se.

Über Geschmack läßt sich bekannt­lich treff­lich strei­ten. Bis­her tru­gen Päp­ste rote Schu­he in Form von Galo­schen, eben­falls mit glat­tem Ober­le­der ohne jede Zier­de. Im Bild sind Stra­ßen­schu­he und Haus­schu­he von Papst Johan­nes Paul II. zu sehen. Kein Papst wur­de bis­her jedoch wie Bene­dikt XVI. wegen der roten Schu­he kri­ti­siert. Das lag weni­ger an den Schu­hen, son­dern am ent­schlos­se­nen Wil­len, den am 28. Febru­ar zurück­ge­tre­te­nen Papst anzu­grei­fen.

Sama­ria gehört zu den Bekann­ten des Pap­stes, die er nach sei­ner Wahl per­sön­lich anrief. „Hal­lo, Sama­ria? Ich bin´s, Ber­go­glio“, habe er ihm am Tele­fon gesagt. „Wer sind Sie?“, habe der Schu­ster noch ver­schla­fen gefragt: „Sama­ria, ich bin´s, Fran­zis­kus, der Papst.“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Ste­fa­nel­li

137 Kommentare

  1. Net­te Sto­ry,
    aber mich wür­den doch sei­ne Aus­sa­gen zur Lage der Kir­che weit mehr inter­es­sie­ren.
    Allen die noch glau­ben er wür­de sich in Rich­tung Tra­di­ti­on bewe­gen, ist wohl die letz­te Hoff­nung genom­men wor­den, denn Kar­di­nal Marx im Amt des Bera­ters erregt in mir nur noch Kopf­schüt­teln.
    Das nur zum The­ma Demut, Ein­fach­heit !

  2. Auch ich bin sehr erstaunt über die Beru­fung von Marx in die­se Bera­tungs­kom­mis­si­on. Vor allem hat mich die­ser Kar­di­nal sehr ent­täuscht, als er vor ein paar Tagen die Schwei­zer­gar­de und die Brief­mar­ken des Vati­kans als über­flüs­sig taxiert hat. Alles Schö­ne im Vati­kan wird kiti­siert und wenn mög­lich noch abge­schafft. Ich ver­mis­se Papst Bene­dikt immer mehr!

    • Hat­te mal das Glück/Unglück Kar­di­anl Marx in einem 45-minü­ti­gen Fern­seh­in­ter­view erle­ben zu „dür­fen“. Mein Fazit: mit solch einer fünf­ten Kolum­ne als Kar­di­nal, wie die­ser Mensch es ist, braucht die Kir­che kei­ne Fein­de mehr.

      • Sie nenen einen gül­tig geweih­ten Bischof und Kar­di­nal, der das ordent­li­che Lehr­amt der Kir­che ver­kör­pert, einen „Feind der Kir­che“? Wel­che Kir­che wol­len Sie denn? Eine, in der Sie allein die Bischö­fe und Kar­di­nä­le nach ihrem Geschmack beru­fen und am besten auch noch sel­ber den Papst wäh­len? Und was bit­te­schön ist eine „fünf­te Kolum­ne“?

        • Medi­en­lieb­ling zitiert wohl Josef Sta­lin, der vom Vati­kan als „5. Kolon­ne“ sprach… Aus­ge­rech­net den Men­schen­schläch­ter und Kir­chen­feind Sta­lin. Wie ent­lar­vend…

          • Inwie­fern ent­lar­vend, lie­ber Vin­cen­ti­us? Ent­lar­vend wohl für all die lin­ken Gauk­ler inner­halb der Hier­ar­chie der katho­li­schen Kir­che, die so flei­ßig an ihrem Unter­gang wer­keln, wie Kar­di­nal Marx. Und sein Nach­na­me ist ist wohl der abso­lu­te Gip­fel der Iro­nie.

          • Ent­lar­vend für Sie — eines der größ­ten Scheu­sa­le der Mensch­heits­ge­schich­te dient Ihnen, um den Hei­li­gen Vater schlecht zu reden. Und Em. Marx wegen sei­nes Nach­na­mens ver­ächt­lich zu machen ist auch kei­ne Tugend.

        • Wenn man schon ein gül­tig Geweih­ter Bischof und Kar­di­nal der katho­li­schen Kir­che ist, soll­te man auch dem­entspre­chend auf­tre­ten. Kar­di­nal Marx ist dage­gen vor den bei­den Mode­ra­to­ren her­um­ge­kro­chen und aus­ge­wi­chen, um ja nicht anzu­ecken, als wäre ihm sein Chri­sten­tum pein­lich. Ja ein Rück­grat soll­te man als ein­fa­cher Christ und erst recht als ein Kar­di­nal schon mit­brin­gen. Punkt. Und was ich von der Kir­che will oder nicht will kann Ihnen doch voll­kom­men egal sein, liebe/r Sur­sum cor­da.

          • Ich fin­de, Sie könn­ten sich, wenn Sie Rück­grat haben, für die unglaub­li­che Ent­glei­sung mit dem Sta­lin­zi­tat ent­schul­di­gen.

          • Herr Groß­in­qui­si­tor Vin­cen­ti­us, ich ent­schul­di­ge mich bei Ihnen für rein gar nichts, da kön­nen Sie sich noch so sehr erei­fern wie Sie wol­len, und mir sonst was unter­stel­len. Viel­leicht soll­ten Sie sich mal für Ihr Her­um­t­rol­len ent­schul­di­gen, Sie ver­su­chen hier alle zu tor­pe­die­ren, die eine abwei­chen­de Mei­nung haben und Ihre gren­zen­lo­se Lie­be zum Papst Fran­zis­kus nicht tei­len.

          • Ihre Anre­de, ich sei Groß­in­qui­si­tor ist alles ande­re als ange­bracht. Ich habe Sie auch nicht auf­ge­for­dert, sich bei MIR zu ent­schul­di­gen. Ein Sta­lin­zi­tat. Einen Chri­sten­schläch­ter zitie­ren Sie da! Wahr­schein­lich sind Sie in Wirk­lich­keit von der kir­chen­feind­li­chen Pres­se und wol­len Men­schen, die sich hier katho­lisch infor­mie­ren wol­len, ver­wir­ren.

    • Die Brief­mar­ken und die Schwei­zer­gar­de nen­nen Sie „alles Schö­ne“ am Vati­kan? Nicht mehr? Kei­ne Ver­kün­di­gung der hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit? Kei­ne Eucha­ri­stie­fei­er? Kein Dienst der Lie­be an Kran­ken, Hilf­lo­sen, Armen? Potztau­send. Dann muss Kar­di­nal Marx recht­ha­ben. Denn wenn das Schö­ne am Vati­kan sich dar­auf beschränkt, muss man sowas abschaf­fen.

  3. @Rebekka Sie ver­mis­sen Papst Bene­dikt immer mehr, sei­ne Honig ums Maul Schmie­re­rei­en gehen Ihnen ab und Sie ver­ges­sen wes­sen Schöp­fung die­ser Marx ist. Es ist auch Pell dabei , nach Ein­schät­zung von Kreuz.net katho­lisch, ich war­te wei­ter ab.

  4. Nicht das Tra­gen der roten Schu­he ist für einen Papst begrün­dungs­pflich­tig, son­dern das Tra­gen von schwar­zen Stra­ßen­schu­hen! Das päpst­li­che Schuh­werk ist seit Jahr­hun­der­ten rot. Die rote Far­be soll an die Kreu­zi­gung und das Blut Chri­sti erin­nern, ein Zei­chen der Demut und Hin­ga­be sei­ner bis­he­ri­gen Trä­ger. Nur der Farb­ton hat­te sich manch­mal geän­dert. Es geht hier­bei nicht ein­fach um eine Geschmacks­fra­ge, um eine Fra­ge per­sön­li­cher Vor­lie­ben oder um eine Fra­ge sub­jek­ti­ver Befind­lich­kei­ten („Ich mag kei­ne roten Schu­he!“). Ich habe nie nach­voll­zie­hen kön­nen, war­um aus­ge­rech­net Papst Bene­dikt immer wie­der für das Tra­gen der roten Schu­he kri­ti­siert wor­den ist, so als habe er sie erst per­sön­lich ein­ge­führt. Auch Bene­dikts Vor­gän­ger tru­gen rote Schu­he, und das seit Jahr­hun­der­ten! Die Zei­chen­spra­che der roten Far­be hat also einen tie­fe­ren Sinn (ähn­lich beim Kar­di­nal­spur­pur).

    • 100% rich­tig was Sie sagen, Bra­vo dafür.
      Es geht nicht um die „per­sön­li­chen Befind­lich­kei­ten“ des ein­zel­nen Amts­in­ha­bers, son­dern um das Amt.
      Jeder Inha­ber hat sich dem zu unter­wer­fen, sonst sind wir irgend­wann ein locke­rer Frei­zeit­ver­ein mit unver­bind­li­chen Emp­feh­lun­gen fürs Leben.
      Nein, so geht es wirk­lich nicht.
      Er hat die­se Sachen ALLE vor­her gewußt und wenn es ihm alles so lästig war, er hät­te doch ableh­nen kön­nen.
      Ich ken­ne die Päp­ste bewußt seit Joh.Paul II und habe sie immer ver­tei­digt und mich mit ihnen iden­ti­fi­ziert und wenn sie ange­grif­fen wur­den, mit Vehe­menz verteidígt, weil ein Agriff auf den Papst auch immer ein Angriff auf mich per­sön­lich war.
      Bei die­sem Herrn mit Namen Fran­zis­kus, spü­re ich eine sel­te­ne Fer­ne und Distanz, er spricht mich nicht an, ich spü­re viel Eitel­keit und Selbst­dar­stel­lungs­ei­fer.
      Jesus Chri­stus ist sein Medi­um, aber sei­ne unlieb­sa­men Gebo­te, Wün­sche und For­de­run­gen blen­det er, genau wie sehr vie­le in der Kir­che, ein­fach aus.
      Wel­ches Zei­chen zb. hät­ten Asia­ti­sche Chri­sten in den roten Schu­hen, denn dort wird tau­send­fach um Chri­sti Namen gelit­ten und gestor­ben.
      Aber Franz mag so etwas nicht, als ob das jeman­den inter­es­siert.
      Sei­ne Aus­sa­gen über die Kir­che wir­ken ein­stu­diert, mir fehlt bei Allem die inne­re Hal­tung, es wirkt alles auf­ge­setzt.
      Schlimm schlimm, das man so etwas sagen muß.

      • Gehor­sam auch da, wo man den Inha­ber des geschul­de­ten Gehor­sams nicht ver­steht, wäre eine ver­dienst­li­che Sache.

          • Nein, son­dern Gehor­sam da, wo er ihm zusteht.
            Der Papst befin­det sich nicht in einem ima­gi­nä­rem Raum ober­halb und außer­halb der Kir­che, son­dern er ist Glied der Kir­che mit der Auf­ga­be, ihr zu die­nen, und nicht, sie irre­zu­füh­ren oder zu zer­stö­ren.
            Gera­de in der heu­ti­gen Zeit (wo es Häre­ti­ker unter den Bischö­fen und Kar­di­nä­len gibt) muss mit der Mög­lich­keit gerech­net wer­den, dass ein Papst Gehor­sam gegen gött­li­ches Recht for­dert, und dann muss man ihm wider­ste­hen und ihm den Gehor­sam ver­wei­gern.
            Man muss Gott mehr gehor­chen als den Men­schen. Die­ses Wort des hl. Petrus gilt nöti­gen­falls auch im Hin­blick auf den Papst.

          • Über Glau­bens­fra­gen ent­schei­det der Papst. Allein. Lesen Sie bit­te Pastor Aeter­nus und Dei Fili­us. Als Lai­en haben wir zu gehor­chen. Dem Papst ist der Bei­stand zuge­si­chert, in den wesent­li­chen Din­gen nicht aus dem Glau­ben her­aus­zu­fal­len. Dar­auf dür­fen und kön­nen wir uns ver­las­sen.

          • Wenn er aus­drück­lich ‚ex cathe­dra‘ defi­niert! Dann habe ich zu glau­ben — nicht zu gehor­chen; gehor­chen tut man Befeh­len, Anord­nun­gen (im Rah­men sei­ner Lei­tungs­ge­walt) — im Bezug auf wel­che er fehl­bar ist wie jeder Mensch. Gibt er gar einen Befehl gegen die Gebo­te Got­tes, so habe ich zu wider­ste­hen!

          • Es gibt auch einen Glau­bens­ge­hor­sam… Und selbst­ver­ständ­lich bezieht sich der auch auf das ordent­li­che und nicht nur auf das außer­or­dent­li­che Lehr­amt!

      • Der Inha­ber des Amtes hat sich genau WAS zu unter­wer­fen? Ihrem per­sön­li­chen Wunsch nach roten Schu­hen? Die Kir­che ist kein Wunsch­kon­zert, wo der Papst das tun muss, was Sie sich gera­de ein­bil­den. Mei­nes Wis­sens ist es umge­kehrt: die Gläu­bi­gen schul­den ihm Gehor­sam.

        Papst Fran­zis­kus blen­det die „unlieb­sa­men Gebo­te“ Jesu aus? Ich kann mich nicht erin­nern, dass Jesus irgend­je­man­dem gebo­ten hät­te, rote Schu­he zu tra­gen. Jesus hat aber viel ande­res Unlieb­sa­mes gebo­ten: die Nack­ten zu klei­den, die Gefan­ge­nen zu besu­chen, die Hun­gern­den zu spei­sen. Und genau dar­an erin­nert Papst Fran­zis­kus (wie es Papst Bene­dikt im übri­gen auch in zahl­rei­chen Äuße­run­gen getan hat).

        Und kön­nen Sie mir mal erklä­ren, wel­chen Nut­zen die asia­ti­schen Chri­sten aus den roten Schu­hen kon­kret hät­ten? Sie brau­chen die Stim­me und das Wort des Pap­stes, sie brau­chen sei­nen und unse­ren cou­ra­gier­ten Ein­satz für ihre Rech­te. Oder mei­nen Sie zynisch, die asia­ti­schen Chri­sten wür­den mit dem Blick auf die roten Schu­he des Pap­stes leich­ter ster­ben?

    • Die Bischö­fe von Rom tra­gen seit ca. 400 nach Chri­stus rote Schu­he. Das Tra­gen von Pur­pur war dem römi­schen Kai­sern vor­be­hal­ten — die­se erlaub­ten den römi­schen Bischö­fen das erst. Johan­nes Paul II. trug noch auf der Bah­re bei sei­nem Requi­em brau­ne Schu­he. Jeder Papst hat die ple­na potestas, das ändern zu kön­nen und zu dür­fen, was er für ange­bracht hält, soweit es nicht zum irre­form­a­blen Glau­bens­be­stand des Chri­sten­tums gehört. Ich kann wirk­lich nicht erken­nen, inwie­fern, rote, grü­ne, schwar­ze oder blaue Schu­he nun zum depo­si­tum fidei gehö­ren.

    • Ist das eigent­lich für das äuße­re Aus­se­hen unse­res Hl. Vaters so enschei­dend wich­tig, ob er nun rote oder schwar­ze Schu­he trägt? Vie­les ist da doch noch immer aus der Zeit des Barock bzw.der Renais­sance, was heu­te vie­le Gläu­bi­ge so nicht mehr ver­ste­hen und ent­spre­chend deu­ten und gei­stig ein­ord­nen kön­nen. Heu­te fragt der gläu­bi­ge Katho­lik nach dem, was unse­ren Papst inner­lich im Her­zen und im Ver­stand bewegt. Wenn ich dazu in der Hl.Schrift im NT lese, wie es unser Herr Jesus Chri­stus da selbst getan hat, wie eigent­lich unauf­fäl­lig ER auf­trat. So, daß die Men­schen ihn als den Chri­stus, den Mes­si­as nicht erkann­ten. Auch IHM war sei­ne Bot­schaft ent­schei­dend, daß sie vor allem Beach­tung fand, so sein Auf­tre­ten in sei­ner Vater­stadt.

  5. Die schwar­zen Schu­he sind mir jetzt viel zu deka­dent und nicht demü­tig genug! Voll­kom­men zer­latsch­te San­da­len mit min­de­stens 5 Vor­be­sit­zern wären ganz nach mei­nem Geschmack und authen­tisch genug oder am besten gleich bar­fuß. Alles ande­re ist barocker Fir­le­fanz und nicht mehr mit der Linie der katho­li­schen Kir­che unter Papst Fran­zis­kus ver­ein­bar.

    • In der Casa Mar­tha ist Papst Fran­zis­kus auch schon mal ohne Sou­ta­ne, nur im schwar­zen Anzug, anzu­tref­fen gewe­sen.

        • Ja, es ist schlimm. Der Bun­des­prä­si­dent z.B. läuft vor sei­nen Mit­ar­bei­tern auch nicht im Jog­ging­an­zug her­um, son­dern trägt sei­ne Dienst­klei­dung, d.h. sei­nen Anzug. Und die Dienst­klei­dung des Pap­stes ist nun mal das wei­ße Gewand. Punkt.

          • Ein Jog­ging­an­zug sind kei­ne medi­zi­nisch not­wen­di­gen ortho­pä­di­schen Schu­he. Ich fin­de die Nor­ma­li­tät von Papst Fran­cis­cus erfri­schend. Das wei­ße Gewand wird auch noch nicht seit einer Ewig­keit getra­gen. Las­sen Sie ihm halt sei­nen Geschmack.

          • Na dann hof­fe ich doch, daß der Papst Fran­zis­kus sei­ne ganz eige­ne, sym­pa­ti­sche Rea­li­ty-TV-Show bekommt.

        • Tja, was ist schlimm?
          Für Prie­ster und Bischö­fe gibt es Klei­der­vor­schrif­ten.
          Hier ist es wie mit so man­chem wäh­rend der letz­ten Wochen. Gewiss hat der Papst die Voll­macht, sich dar­über hin­weg­zu­set­zen.
          Aller­dings gibt der Papst — wie jeder Vor­ge­setz­te, aber er wie kein ande­rer — ein Bei­spiel, ein Vor­bild.
          Und wie der hl. Pau­lus sag­te, nicht alles, was erlaubt ist, ist auch zuträg­lich.
          Las­sen Sie mich umge­kehrt fra­gen: Gibt es für Sie eine Gren­ze, ab der es für Sie schlimm wür­de, was der Papst tut?
          Um bei der Beklei­dung zu blei­ben: Wie wür­den Sie es fin­den, wenn er mit schwar­zen Jeans, schwar­zem Roll­kra­gen­pull­over und schwar­zer Leder­jacke — und einem klei­nen ange­steck­ten päpst­li­chen Wap­pen am Revers — und schwar­zer Bas­ken­müt­ze her­um­läuft?
          Oder fin­den Sie grund­sätz­lich alles gut, egal was er macht?

          • Ich fän­de das, was Sie beschrei­ben, gar nicht schlimm. Er wür­de damit eine gewis­se Auf­ge­schlos­sen­heit zei­gen. Solan­ge er mora­lisch anstän­dig ist und den Glau­ben der Kir­che ver­tritt, dür­fe er auch in der Bütt auf­tre­ten. Um den Glau­ben geht’s. Ich habe noch nie ver­stan­den, war­um Geist­li­che bestimm­te Klei­dung (noch dazu von spät­an­ti­ken Beam­ten über­nom­me­ne) tra­gen sol­len.

          • Geehr­ter Vin­cen­ti­us,
            bezeich­nen­der­wei­se sind Sie mei­ner Fra­ge aus­ge­wi­chen.
            Da Sie mir nicht wider­spro­chen haben, muss ich anneh­men, dass Sie a l l e s gut fin­den wer­den, egal was Papst Fran­zis­kus tut, und dass es für Sie außer der dog­ma­ti­schen Recht­gläu­big­keit kei­ne Gren­ze gibt. Ich wün­sche Ihnen, dass Sie sich wenig­stens im Hin­blick dar­auf Ihre Wach­sam­keit bewah­ren.
            Und wie wür­den Sie es fin­den, wenn es sich mit völ­li­ger Sicher­heit her­aus­stell­te, dass Papst Fran­zis­kus die hl. Kom­mu­ni­on an Mus­li­me aus­ge­teilt hat?
            Ich könn­te das Klei­der­ar­gu­ment fort­spin­nen, um Ihre Tole­ranz aus­zu­te­sten.
            Geschenkt!
            Aber wer­fen Sie doch wie­der ein­mal einen Blick in das Buch Exo­dus (Kap. 39), wel­che Anwei­sun­gen Gott der Herr dort für die prie­ster­li­che und hohe­prie­ster­li­che Klei­dung gege­ben hat.
            Sieht nicht danach aus, als wäre es Ihm gleich­gül­tig, wie die Ihm geweih­ten Per­so­nen her­um­lau­fen.
            Aber bestimmt wer­den Sie auch dar­auf eine pas­sen­de Ant­wort fin­den.

          • Um Ihre Fra­ge nach­träg­lich zu beant­wor­ten: Unmo­ra­li­sches Han­deln (das impli­ziert Glau­bens­ab­fall und Häre­sie) wäre untrag­bar. Dabei ist anzu­mer­ken, dass selbst ein mor­den­der Papst (auch das gab es schon) Inha­ber der ple­na potestas ist. Nur durch die Häre­sie ver­liert er sein Amt.
            Ich habe prin­zi­pi­ell zu prä­su­mie­ren, dass alles, was Papst Fran­cis­cus tut oder lässt, von Amts wegen in Ord­nung ist. Das ist gute katho­li­sche Leh­re.
            Die Aus­tei­lung der Kom­mu­ni­on an Mus­li­me wäre eine dis­zi­pli­na­ri­sche Ange­le­gen­heit. Jeder Papst könn­te sich in einer sol­chen Ange­le­gen­heit selbst dis­pen­sie­ren (egal, ob die Kom­mu­ni­on für Nicht­chri­stin­nen und ‑chri­sten theo­lo­gisch sinn­voll ist). Es han­delt sich hier­bei um kei­ne Fra­ge gött­li­chen Rech­tes.
            Die Prie­ster des Alten Bun­des sind nicht mit den Prie­stern des Neu­en Bun­des in einen Topf zu wer­fen (das sagt eigent­lich schon der Hebrä­er­brief). Klei­dungs­vor­schrif­ten des Alten Bun­des sind mit­hin auf­ge­ho­ben. Dass in der nova lex auch Klei­der­vor­schrif­ten für die pre­byte­roi pro­mull­giert wären, ist mir neu. Im Übri­gen: Sol­len unse­re Prie­ster wirk­lich mit Tur­bä­nen und Wickel­ho­sen her­um­lau­fen???

          • 1) Ist die hl. Kom­mu­ni­on an Nicht­chri­sten nicht ein Sakri­leg? Nen­nen Sie mir einen Kir­chen­va­ter, einen gro­ßen katho­li­schen Theo­lo­gen der Ver­gan­gen­heit, einen seriö­sen Kir­chen­recht­ler, der die Mög­lich­keit der Kom­mu­ni­ons­pen­dung an Nicht­chri­sten für erlaubt hält, und nen­nen Sie mir einen Papst der Kir­chen­ge­schich­te, der sie getä­tigt hät­te! Von was für einer Selbst­dis­pen­sie­rung reden Sie daher?
            2) Die Aus­tei­lung der Kom­mu­ni­on ist nicht nur eine dis­zi­pli­na­ri­sche, sie ist auch eine zutiefst dog­ma­ti­sche Ange­le­gen­heit. Das betrof­fe­ne Dog­ma ist (min­de­stens): „Alle Gläu­bi­gen, die im Stan­de der Gna­de sind, kön­nen das Sakra­ment der Eucha­ri­stie heil­sam emp­fan­gen.“ Das Triden­ti­num bestimmt: „Wenn jemand sagt, der Glau­be allein sei hin­rei­chen­de Vor­be­rei­tung zum Emp­fan­ge des Sakra­men­tes der aller­hei­lig­sten Eucha­ri­stie, der sei aus­ge­schlos­sen.“
            Nun ist ein Mus­lim nicht nur nicht im Stan­de der Gna­de, er hat nicht ein­mal den (hier vor­aus­ge­setz­ten und als für sich allein unge­nü­gend qua­li­fi­zier­ten) Glau­ben.
            3) Sie zie­hen mei­nen Ein­wand aus Ex 39 ins Lächer­li­che. Das NT steht inso­fern in die­ser Tra­di­ti­on, als in allen von Apo­steln gegrün­de­ten Kir­chen hei­li­ge Para­men­te ver­wen­det wer­den. Auch schrei­ben Kano­nes der öku­me­ni­schen Kon­zi­li­en des 1. Mill­en­ni­ums sol­che vor, eben­so wie eine beson­de­re Klei­dung für den Kle­rus. Wenn Sie Jeans, Rol­li, Leder­jacke und Bas­ken­müt­ze für damit ver­ein­bar hal­ten, dann zeigt mir das nur, dass für Sie das Papst­amt sich zu einem meta­phy­si­schen Ding ver­selb­stän­digt hat, das den Bezug zum Dienst des Pap­stes i m Leib Chri­sti zu ver­lie­ren droht.

          • Nur der Papst legt fest, was ein Sakri­leg ist, nicht wir. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Papst Fran­cis­cus der besag­ten Mus­li­ma nicht die Kom­mu­ni­on gespen­det hat — und wenn, dann hat er die ple­na potestas sich von den ent­spre­chen­den Kir­chen­ge­set­zen zu dis­pen­sie­ren. Dazu ist er Papst.
            Im Übri­gen: Auch ohne Sakra­men­ten­emp­fang kön­nen Men­schen sich im Stan­de der Gna­de befin­den. Gott bin­det zwar sei­ne Gna­de an Sakra­men­te — er ist aber nicht an die Sakra­men­te gebun­den und kann Gna­den ver­lei­hen, wem er will. Ich hof­fe, das wol­len Sie nicht bestrei­ten!

          • Pro­testor altis­si­me!!! Die Fra­ge der Kom­mu­ni­ons­pen­dung ist defi­ni­tiv *kei­ne* nur dis­zi­pli­na­ri­sche Ange­le­gen­heit, in wel­cher der Papst sich selbst „dis­pen­sie­ren“ könn­te, son­dern eine zutiefst theo­lo­gi­sche und mora­li­sche (1 Kor 11,27–29)!

          • Pro­te­stie­ren dür­fen Sie — aber der Hl. Stuhl ist nie­man­dem Rechen­schaft pflich­tig (schon gar nicht Ihnen) außer Gott.

      • Na und? So eine Sou­ta­ne ist bestimmt nicht bequem und auch Bischö­fe und Kar­di­nä­le tra­gen sie längst nicht immer!

    • Viel­leicht haben Sie es nicht mit­be­kom­men. Die Schu­he sind ortho­pä­di­sche Maß­an­fer­ti­gun­gen wegen eines Rücken­lei­dens. Sie machen sich über einen behin­der­ten älte­ren Herrn lustig, des­sen kir­chen­po­li­ti­sche Rich­tung Ihnen nicht passt. Scha­de.

      • ortho­pä­di­sche Maß­an­fer­ti­gun­gen lie­ßen sich wohl auch in rot machen, oder?

        • Was liegt Ihnen so sehr am Pur­pur? Papst Franz soll den Glau­ben ver­kün­den, das kann er auch bar­fuß.

      • Lie­ber Vin­cen­ti­us, wie scha­de, daß die­ser älte­re Herr sich über jahr­hun­der­te alte Tra­di­ti­on lustig macht, die ihm ein­fach nicht paßt und und damit natür­lich voll­kom­men „unab­sicht­lich“ sei­ne Vor­gän­ger aus­se­hen läßt wie pom­pö­se Fashion­vic­tims. Der besag­te älte­re Herr, der zufäl­lig Papst und Staats­ober­haupt des Vati­kan­staa­tes ist, könn­te sich doch auch ohne viel Getue ortho­pä­di­sche Maß­schu­he in rot anfer­ti­gen las­sen, ohne den gan­zen Demuts­zir­kus, oder auch jede ande­re Far­be neh­men z.B. in Natur­le­der, also unge­färbt. Nein, der älte­re Herr wünscht aber aus­ge­rech­net Schwarz. Ein Schwarz, das so kraft­voll kon­tra­stiert mit dem wei­ßen Gewand, und so keck dar­un­ter her­vor­lugt. Welch eine Sym­bo­lik: eine Pech­schwär­ze, über­deckt durch eine dün­ne wei­ße Schicht. Und ja, was Sie als sei­ne „kir­chen­po­li­ti­sche Rich­tung“ bezeich­nen, emp­fin­de ich schlicht­weg als eine ganz fal­sche Show. Ich bin nun mal nicht so obrig­keits­hö­rig Men­schen gegen­über, der lie­be Herr­gott hat mir ein Hirn gege­ben, und die­ses so groß­zü­gi­ge Geschenk benut­ze ich immer und ger­ne. Punkt.

        • Gehe ich recht in der Annah­me, dass Ihnen der Papst ein­fach nicht passt und sei­ne Schuh­far­be eigent­lich egal ist? Solan­ge der Papst nicht vom Dog­ma abweicht, darf er jede Schuh­far­be haben. Es muss nicht der Pur­pur der chri­sten­ver­fol­gen­den Kai­ser sein.

          • Lie­ber Vin­cen­ti­us, nicht ich mache aus der Far­be der Papst­schu­he ein Thea­ter, es ist Papst Fran­zis­kus HÖCHSTPERSÖNLICH, der aus der Far­be sei­ner Schu­he eine Sei­fen­oper macht. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

          • Viel­leicht soll­te er sich in sei­ner Auf­ga­be und Stel­lung als Papst um wich­ti­ge­res als sein Schuh­werk küm­mern.

          • Dann kann Ihnen ja auch egal sein, ob die Schu­he rot oder schwarz sind. Im ist es das offen­kun­dig. DAS IST EINE REINE GESCHMACKSFRAGE.

          • Lie­ber Vin­cen­ti­us, per­sön­li­cher Geschmack hat mit Eitel­keit zu tun, und sei­ne Eitel­keit hat man an der Ein­gangs­tür abzu­ge­ben, wenn man sich ent­schie­den hat, das Petrus­amt anzu­neh­men. Punkt.

          • Es ist nicht eitel, wenn man schwar­ze, medi­zi­nisch not­wen­di­ge Schu­he anzieht. Eitel ist es, wenn man einen Papst aus einer Geschmacks­lau­ne ver­ur­teilt. Pfui!

          • Im Vor­ab­druck sei­nes Buches schreibt Erz­bi­schof Bergoglio/ Papst Fran­zis­kus, dass das christ­li­che Leben ein unab­läs­si­ges Leben mit dem Kreuz ist — das Kreuz als der Ort, an dem Chri­stus sei­nen äußer­sten G e h o r s a m Gott dar­ge­bracht hat.
            Nach mei­nem Emp­fin­den steht das prak­ti­sche Ver­hal­ten von Papst Fran­zis­kus, das er vom ersten Moment sei­ner Papst­wahl an den Tag leg­te, in deut­li­cher Dif­fe­renz zu die­sen Wor­ten: die Ver­wei­ge­rung des apo­sto­li­schen Segens an die Jour­na­li­sten; die Fuß­wa­schung, Fuß­küssung und Kom­mu­nion­aus­tei­lung an Nicht­chri­sten, …, kann ich nicht als Gehor­sam und demü­ti­ge Kreuz­an­nah­me erken­nen.
            Wäre ich der ein­zi­ge, der so emp­fin­det, dann hät­te es kaum Bedeu­tung. Aber es sind vie­le, denen es auf­fällt.

          • Soweit ich weiß, waren die Apo­stel im Abend­mahl­saal auch kei­ne Chri­sten, son­dern Juden. Einer hat Jesus sogar ver­ra­ten. Den­noch hat er ihnen die Füße gewa­schen und ihnen die Kom­mu­ni­on gereicht.
            Im Übri­gen hat der Papst einer Mus­li­ma nur die Füße gewa­schen (Nicht­chri­sten dür­fen Sakra­men­ta­li­en durch­aus emp­fan­gen), nicht jedoch die Kom­mu­ni­on gespen­det.
            Aus den von Ihnen geschil­der­ten Tat­be­stän­den man­geln­den Gehor­sam gegen Gott zu postu­lie­ren, erscheint mir ein wenig über­spannt.

          • Die Apo­stel waren Israe­li­ten. Einer war Jude, die ande­ren Gali­lä­er.
            Nur mal so neben­bei.

          • „Jude“ ist die Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit. Und alle, mein lie­ber Gre­go­ri­us waren Gali­lä­er. Nicht einer von Ihnen war Judä­er (das mei­nen Sie wohl.

          • 1) Die Kir­che schreibt vor, dass in der Grün­don­ners­tags­mes­se des Letz­ten Abend­mahls: 12 katho­li­schen Män­nern, erwach­sen (ab 18 Jah­ren), die dar­in die 12 Apo­stel reprä­sen­tie­ren, die Füße gewa­schen wer­den.
            Der Papst
            * küss­te einer
            * nicht­er­wach­se­nen
            * nicht­christ­li­chen
            * Frau und Straf­tä­te­rin
            als Reprä­sen­tan­tin der Apo­stel die Füße.
            Der Papst hat die­se Vor­schrif­ten nicht abge­än­dert (was er ja tun konn­te, aber dann hät­te er sich ja mit den Lit­ur­gie-Kar­di­nä­len aus­ein­an­der­set­zen müs­sen), er hat sie in sei­ner über­aus gro­ßen Demut und sei­nem vor­bild­li­chen Gehor­sam –nicht spon­tan, son­dern in einer im vor­aus detail­liert geplan­ten und orga­ni­sier­ten Akti­on– vor­sätz­lich, wis­sent­lich und wil­lent­lich gebro­chen und per Fern­se­hen welt­weit über­tra­gen las­sen. Bit­te erklä­ren Sie doch ein­mal, w a s der Papst durch die­sen Akt aus­drücken woll­te.
            2) Die Web­site der Erz­diö­ze­se Wien berich­tet, dass der Papst den Jugend­li­chen, denen er zuvor die Füße gewasch­küsst hat­te, auch per­sön­lich die hl. Kom­mu­ni­on spen­de­te. Trotz Nach­fra­gen hat der Vati­kan dies nicht demen­tiert. Das ist für mich maß­geb­li­cher als das ent­ge­gen­lau­ten­de Gerücht, das von anony­men, angeb­lich vati­ka­ni­schen Gewährs­leu­ten gestreut wur­de.
            Nach der F a k t e n lage muss ich davon aus­ge­hen: Papst Fran­zis­kus per­sön­lich hat –vor­ge­plant, vor­sätz­lich, wis­sent­lich und frei­wil­lig– das aller­hei­lig­ste Altarsa­kra­ment einer mus­li­mi­schen Jugend­li­chen gege­ben.
            3) Wenn Sie dar­in kei­nen Unge­hor­sam erblicken, dann erwar­te ich gern Ihre Erklä­rung, um w a s für einen Gehor­sam w e m gegen­über es sich bei die­ser Akti­on des Pap­stes han­del­te?

          • 1) Das ist sach­lich falsch. Weder das Mis­sa­le noch das Zere­mo­nia­le spre­chen davon, dass es 12 Män­ner sein müs­sen. Auch kann der Papst adhoc dage­gen ent­schei­den, dass er es anders macht. Das nennt man ple­na potestas.
            2) Ach­ten Sie auf die offe­ne For­mu­lie­rung der Web­site. Wenn Sie im Kreml nach­frag­ten, ob der rus­si­sche Prä­si­dent heu­te ins Bor­dell gegan­gen ist, wür­de Ihnen ob des Unsinns der Fra­ge auch nie­mand ant­wor­ten.
            3) Als Lai­en­christ habe ich die Pflicht (andern­falls bege­be ich mich in die Häre­sie), zuerst ein­mal anzu­neh­men, dass der Papst nicht irrt.

  6. @Vincentcius: Die Bil­der von JPII in Bade­ho­se sind ja wohl kei­ne offi­zi­el­len
    Fotos, wie Sie hier impli­zie­ren.
    Anson­sten fra­ge ich mich schon, auf was hier gewar­tet wird. Es hat wirk­lich den Ein­druck, dass hier all­ge­mein ver­mu­tet wird, wir erleb­ten gera­de die anti­christ­li­che Revo­lu­ti­on im Vati­kan. Alles, was nicht ins Bild passt, wird nie­der­ge­macht. Wes­halb sind Sie so nega­tiv?

    • nein, die Bil­der sind nicht offi­zi­ell. Aber ich ver­ste­he beim besten Wil­len nicht war­um schwar­ze Schu­he dem Amte abträg­lich sein sol­len.

    • Weil wir gera­de eine Revo­lu­ti­on im Vati­kan erle­ben, Ruh­ri. Mit der Able­gung von roten Schu­hen fing es an. Und wo wird es enden?

      Wir haben einen Papst, der als Kar­di­nal fau­le Wit­ze über den pri­ster­li­chen Zöli­bat riss. Was für eine Unge­heu­er­lich­keit! Wie dege­ne­riert ist eine Kar­di­nal­s­ver­samm­lung, die einen sol­chen Bock zum Gärt­ner macht.

      „Im Inter­view erzählt Jor­ge Mario Ber­go­glio den Witz von den zwei Prie­stern, die sich über ein künf­ti­ges Kon­zil unter­hal­ten. „Und einer fragt: ‚Wird ein neu­es Kon­zil den Pflicht­zö­li­bat auf­he­ben?‘ Und der ande­re gibt zur Ant­wort: ‚Ich mei­ne ja.‘ Aber der erste fügt hin­zu: ‚In jedem Fall wer­den das nicht mehr wir erle­ben, son­dern unse­re Kin­der.‘ “

      http://www.welt.de/kultur/article115294320/Franziskus-haelt-Ausnahmen-vom-Zoelibat-fuer-denkbar.html

      • Ich ermah­ne Sie freund­lich, sich im Ton gegen den Hei­li­gen Vater nicht zu ver­grei­fen. Sie schul­den ihm Gehor­sam. Eine Revo­lu­ti­on aus der Schuh­far­be und einem der älte­sten Zöli­bats­wit­ze zu schlie­ßen, ist absurd. Der Zöli­bat ist ein Ehe­hin­der­nis. Mehr nicht. Ob der ein­zel­ne Geist­li­che der latei­ni­schen Kir­che (in mehr als 20 ande­ren katho­li­schen Ritus­kir­chen gibt es ihn für Dia­ko­ne und Prie­ster nicht) einen spi­ri­tu­el­len Gewinn dar­aus zieht, ist eine ande­re Dis­kus­si­on. Ich fän­de es wün­schens­wert, wenn hin­rei­chend Män­ner sich zu die­sem spi­ri­tu­el­len Zei­chen bereit fän­den. Die sonn­täg­li­che Eucha­ri­stie vor Ort zu gewähr­lei­sten ist frei­lich das höhe­re Gut als die Ehe­lo­sig­keit des Prie­sters.

        • Ein Papst, der als Kar­di­nal öffent­lich sol­che wider­li­chen Zöli­bats­wit­ze reisst und das Mühen sei­ner Prie­ster um per­sön­li­che Hei­li­gung mit Füssen tritt, hat in mei­nen Augen jeden Anspruch ver­lo­ren, ernst genom­men zu wer­den. Ein socher Mann hat es in mei­nen Augen ver­wirkt, dass man ihm im Glau­ben Gehor­sam oder Respekt schul­det.

          • Sie wis­sen schon, dass ein Papst nur bei Häre­sie sein Amt ver­wirkt? Die vor­sätz­li­che Wider­setz­lich­keit gegen den Papst erfüllt den Tats­be­stand des Schis­mas. Wir hät­ten sogar einem Alex­an­der VI. oder Leo X. Gehor­sam geschul­det. Aber Sie schei­nen ja nur einen Gehor­sam nach Ihrem sub­jek­ti­ven Ermes­sen (ein Kenn­zei­chen des Rela­ti­vis­mus, den der eme­ri­tier­te Papst sooft zurecht gegei­ßelt hat) zu ken­nen.

        • Lie­ber Vin­cen­ti­us, man schul­det aus­schließ­lich Gott blin­den Gehor­sam, und kei­nem Men­schen, denn Men­schen sind nun mal fehl­bar und geben oft vor, was ande­res zu sein, als sie es tat­säch­lich sind. Das soll­te uns manch uner­freu­li­ches Erleb­nis aus der Geschich­te gelehrt haben.

          • Na, dann schau­en Sie mal in den Codex iuris cano­ni­ci. Der Hei­li­ge Vater ist übri­gens mit Unfehl­bar­keit aus­ge­stat­tet. Und er kann von uns Gehor­sam ein­for­dern, da er der Nach­fol­ger des Apo­stels Petrus ist und die Schlüs­sel­ge­walt inne­hat.

          • Da ich nicht alle Dis­kus­si­ons­bei­trä­ge gele­sen hat­te (mein Feh­ler), muss ich hin­zu­fü­gen: es ist rich­tig, dass die Katho­li­ken dem Papst Gehor­sam schul­den und dass die Gehor­sams­pflicht sehr weit gefasst ist. Bis jetzt jeden­falls gibt es imho kei­nen trif­ti­gen Grund, Papst Fran­zis­kus den Gehor­sam zu ver­wei­gern.
            Aller­dings gebe ich zu, dass sein Ver­hal­ten mich in bestän­di­ge Alarm­be­reit­schaft gesetzt hat.
            Das ist lei­der nicht das Ver­trau­en, das man dem Stell­ver­tre­ter Chri­sti als Katho­lik eigent­lich gern ent­ge­gen­bringt.
            Mit der Aus­tei­lung der hl. Kom­mu­ni­on an Mus­li­me jeden­falls wur­de eine rote Linie über­schrit­ten.

          • Zum ersten Teil Ihrer Ant­wort. Gut so! Fort­wäh­ren­de Wider­setz­lich­keit gegen den Papst erfüllt den Tat­be­stand des Schis­mas.
            Wir müs­sen uns halt umge­wöh­nen — Papst Fran­cis­cus mag nicht unse­ren kir­chen­po­li­ti­schen Erwar­tun­gen ent­spre­chen. Das ist aber unser, nicht sein Pro­blem. Noch­mal: Er hat kei­ner Mus­li­ma die Kom­mu­ni­on aus­ge­teilt.

        • Ich schlie­ße mich hicest­ho­die an.
          Schon dass ein Prie­ster oder Bischof sol­che Wit­ze reißt, ist unwür­dig.
          Zu schwei­gen vom Nach­fol­ger des hl. Petrus.

          • Auch unwür­di­ge Inha­ber der cathe­dra des Hl. Petrus sind im Besitz der Bin­de- und Löse­ge­walt. Die ver­lie­ren sie nur durch Häre­sie.
            Haben Sie eigent­lich schon mal über­legt, ob nicht Sie die­sen Witz miss­ver­ste­hen, weil Sie nicht hin­rei­chend vom Hl. Geist gelei­tet sind? Theo­re­tisch kann das ja auch sein.

  7. Ach, las­sen wir doch den Vati­kan, die letz­te Basti­on der über 2000-jäh­ri­gen christ­lich-abend­län­di­schen Kul­tur, ein­fach im Oze­an der vor­herr­schen­den Kul­tur­lo­sig­keit, der Belie­big­keit und des Real­tivis­mus absau­fen, weil let­zend­lich doch alles egal ist! Weg mit dem gan­zen kul­tu­rel­len Müll, der sich so ange­sam­melt hat, her mit der sooo sym­pa­thi­schen Form­lo­sig­keit und Ero­si­on jeg­li­cher Nor­men!

      • Lie­ber Vin­cen­ti­us, ich schrei­be das wegen ALLEM, was vor­ge­fal­len ist, seit­dem die­ser von den Medi­en beju­bel­te Selbst­dar­stel­ler auf­ge­taucht ist, vor allem aber wegen sei­ner Pre­dig­ten, die ich genau ver­fol­ge, die ich aber stets über­setzt bekom­men muß, weil er bis­her im Gegen­satz zu sei­nen Vor­gän­ger nur auf Ita­lie­nisch plap­pert, weil er nicht dazu kommt ande­re Spra­chen zu üben, die Sache mit den schwar­zen Schu­he ist wohl sehr zeit­auf­wän­dig. Aber ich sehe schon, ich kom­me nicht gegen ihre geball­te Jubel­kom­pe­tenz als Vor­sit­zen­der des Papst Fran­zis­kus Fan­clubs an, mein Pech.

        • Sie den­ken sich wirk­lich nichts dabei, über einen ande­ren Men­schen in einer der­art ver­ächt­li­chen Spra­che zu reden? So wür­de ich nicht ein­mal über irgend­ei­nen Mit­men­schen reden, geschwei­ge denn über den Papst. Das Gebot der Näch­sten­lie­be zählt für sie ver­mut­lich nicht? Auch nicht das Gebot, über den Näch­sten nicht schlecht zu reden?

          Wenn Sie den Papst par­tout nicht aus­ste­hen kön­nen und selbst bei sol­chen Klei­nig­kei­ten (es geht um kein Dog­ma, nichts was in den Kir­chen­vä­tern oder von einem rele­van­ten Den­ker der Tra­di­ti­on in einer Schrift fest­ge­stellt wor­den wäre) nicht akzep­tie­ren kön­nen, was der Papst tut — war­um zie­hen Sie dann nicht die Kon­se­quenz und tre­ten aus der Kir­che aus? Nie­mand zwingt Sie, die­sen Papst, den sie für so uner­träg­lich und schmä­hungs­wür­dig hal­ten, zu ertra­gen!

          • Seit wann glau­ben wir in der katho­li­schen Kir­che nur noch an den Papst und nicht mehr an Gott? Jesus hat uns gelehrt, uns vor fal­schen Pro­phe­ten in acht zu neh­men und somit kein obrig­keits­hö­ri­ges Schaf zu sein, „denn an ihren Früch­ten sollt ihr sie erken­nen“. Und da sie mir so im blin­den, unkri­ti­schen Gehor­sam dem Papst gegen­über gleich den Kir­chen­aus­tritt nahe­le­gen, möch­te ich Ihnen aus rei­ner Näch­sten­lie­be doch raten, ein wenig kri­ti­scher zu sein, sonst gehen Sie aber auch jedem Teu­fel auf den Leim.

          • Der Papst soll also sei­ner schwar­zen Schu­he wegen ein fal­scher Pro­phet sein. Ich erin­ne­re Sie ger­ne an die Bul­le „Unam Sanc­tam“ von Boni­faz VIII., in der es heißt, dass „alle mensch­li­che Krea­tur bei Ver­lust ihrer See­len Selig­keit unter­tan sein muß dem Papst in Rom“.

        • Was ist denn „Alles“ pas­siert? Es gibt noch kein ein­zi­ges Gesetz, nicht ein­mal ein ordent­li­ches Lehr­amt jen­seits von rüh­ren­den (wich ich fin­de) Pre­dig­ten. Petrus konn­te nicht mal schlecht Latein, nur ara­mä­isch und wohl mies (lesen Sie mal die Petri­nen) Grie­chisch — und Sie wer­fen ihm vor, „nur“ in der Spra­che zu pre­di­gen, die die Spra­che sei­ner Diö­ze­se ist? Das ist sei­ne Auf­ga­be — was soll der den sonst tun!

          • Lie­ber Vin­cen­ti­us, wer lesen UND ver­ste­hen kann ist klar von Vor­teil. Ich habe mich auf sei­ne Pre­dig­ten bezo­gen, sein „Mus­li­ma Füße Waschen und Küs­sen“, sei­ne Demut, die man auch unbe­dingt mit­be­kom­men soll, das stän­di­ge nicht endend wol­len­de Getue um was er trägt oder nicht tra­gen will, wo er wohnt oder auf kei­nen Fall woh­nen will usw. Kei­ne schlech­te Bilanz für die ganz kur­ze Zeit, die er im Amt ist.

          • Da ist doch wirk­lich nichts tra­gisch dran. Die gro­ße Men­ge der Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken mögen ihren Papst des­we­gen.

  8. @vincentius: Ver­zei­hung, wenn ich Sie falsch inter­pre­tiert haben soll­te. Wir sind uns da wohl näher als ich dach­te — auch in der Fra­ge des Gehor­sams gegen­über dem Hei­li­gen Vater.
    @hicesthodie: Was für eine Revo­lu­ti­on soll das sein? Doch nicht etwa der Anti­christ?
    Da habe ich doch den Ein­druck, dass der Durch­ein­an­der­wer­fer hier bei etli­chen Postings schon gewon­nen hat. Auch hier ver­mis­se ich Demut und Beschei­den­heit bei einu­gen. Wenn man sich selbst zum Wäch­ter des Glau­bens erklärt, kann das auch zu wenug tugend­haf­ten und äußerst unka­tho­li­schen Ver­hal­tens­wei­sen füh­ren.

    • @ Ruh­ri: Kei­ne Ursa­che. Man muss nicht immer in allem d’ac­cord sein (im Wesent­li­chen ein, im Zwei­fel die Frei­heit, in allem die Lie­be, sagt der Hei­li­ge Augu­stin). Ich fin­de, dass der Papst ganz unbe­scha­det vom Gehor­sam, der in die­sem Forum wohl eher eine sub­jek­ti­ve Ermes­sens­fra­ge ist, v.a. auch ein­mal ver­dient hat, gehört zu wer­den. Unse­re Vor­an­nah­me muss sein, dass er qua Amt erst ein­mal Recht hat. Natür­lich kann er (im Unwe­sent­li­chen) irren. Die Schuh­fra­ge zu arti­cu­lus stan­tis et caden­tis eccle­siae hoch­zu­sti­li­sie­ren, naja, da muss man schon bestimm­te Eigen­ar­ten haben…

  9. Aber natür­lich müs­sen wir dem Hl. Vater gehor­chen. Viel­leicht müs­sen wir ihn erdul­den wäh­rend sei­ner Amts­zeit. Aber wir müs­sen ihm gehor­chen.

  10. Schwe­stern und Brü­der!

    Es ent­setzt mich, welch Sam­mel­becken von Häre­si­en sich auf die­ser Web­sei­te fin­det! Da fin­den nie­der­träch­ti­ge Belei­di­gun­gen ande­rer Geschöp­fe Got­tes statt, bloß weil sie kei­nen Anstoß neh­men an einer Schuh­far­be (die zuge­ge­ben gegen die Tra­di­ti­on ver­stößt — aber nicht gegen ein Dog­ma!). Da wird über den Hei­li­gen Vater auf bil­lig­ste Wei­se geschimpft wie über die Tele­kom oder RTL2. Schrei­ben denn hier nur Pius­brü­der, die schon seit lan­gem in die Irre lau­fen?

    Wisst Ihr nicht, dass Ihr Euch sel­ber durch sol­ches Den­ken außer­halb der Kir­che stellt, also exkom­mu­ni­ziert? Wisst Ihr, dass Ihr, wenn Ihr den katho­li­schen Glau­ben ernst nehmt, jetzt nicht mehr heim­lich nach Hau­se schlei­chen und alle Gül­le, die Ihr hier aus­ge­gos­sen habt, ver­ges­sen machen könnt?

    Schämt Euch! Sol­che Ver­ge­hen sind beich­tens­wür­dig! Dann geht zu einem Prie­ster und bet­telt, dass er Eure Selbstex­kom­mu­ni­ta­ti­on löse!

    Schwe­stern und Brü­der, ich emp­feh­le Euch die gründ­li­che Lek­tü­re und Medi­ta­ti­on von Pas­cen­di und Lamen­ta­bi­li unse­res ver­ehr­ten Pap­stes Pius X.! Dort könnt Ihr nach­le­sen, wel­che Gei­stes­hal­tung wir unse­rem Papst schul­den, und zwar gleich­gül­tig, ob uns sei­ne Schuh­far­be, sei­nes Aus­sa­gen oder sei­ne Nasen­spit­ze pas­sen.

    Es ist der Hei­li­ge Vater, der in dern Nach­fol­ge des Apo­stels Petrus durch Jesus Chri­stus per­sön­lich mit der Gewalt zu bin­den und zu lösen betraut wur­de UND DESSEN WAHL NACH EINMÜTIGER KATHOLISCHER LEHRE GEISTGEWIRKT IST!

    Über den Papst schimpft man nicht, und schon gar nicht auf solch schänd­li­che sub­jek­ti­vi­stisch-kryp­to­pro­te­stan­ti­sche Wei­se, die jeg­li­ches Maß ver­mis­sen lässt! Wenn Ihr rote Schu­he bevor­zugt hät­tet, ärgert Euch ins­ge­heim, dass er schwar­ze trägt, aber seid ihm den­noch in allem in christ­li­cher Lie­be unter­tan und gehor­sam! Dazu seid Ihr ver­pflich­tet, wenn Ihr Euch katho­lisch nen­nen wollt und der wah­ren, rei­nen, objek­ti­ven katho­li­schen Leh­re anhangt.

    Ich bete zur Got­tes­mut­ter, dass sie Eure irr­lich­tern­den See­len wie­der auf den rech­ten Weg füh­re!

    • War­um sagen Sie Tili­din, das Pius­brü­der in die Irre lau­fen. War­um exkom­mu­ni­zie­ren sie Gläu­bi­ge Katho­li­ken, die hier dis­ku­tie­ren?
      Wo steht, das man den Papst nicht Beur­tei­len darf? War­um behaup­ten Sie, das die, die hier eine ande­re Mei­nung als Sie haben ver­tre­ten exkom­mu­ni­ziert sind?
      Wel­ches Dog­ma leug­nen die­se Brü­der und Schwe­stern denn, dass sie der Exkom­mu­ni­ka­ti­on anheim­fal­len???
      Der PAPST ist Stell­ver­tre­ter Jesu Christ, obwohl Fran­zis­kus fast immer nur als „Bischof von Rom“ spricht, aber als Papst kann auch er kri­ti­siert wer­den. Wenn die Kri­tik sach­lich bleibt. Sie aber tun ja gera­de so, als wäre alles was der Papst sagt oder tut, sogleich unfehl­bar!
      Der Papst ist dann Unfehl­bar, wenn er eine Glau­bens­leh­re ver­kün­det und sich auf die Unfehl­bar­keit aus­drück­lich beruft. Sodann muss die­se Leh­re schon immer in der Kir­che gelehrt und geglaubt wor­den sein! Was ich an Ihren Argu­men­ten auch nicht ver­ste­he, was bit­te ist Geist­ge­wirkt? Dies scheint mir kein tra­di­tio­nel­ler katho­li­scher Aus­druck zu sein. Mei­nen Sie damit, das wir davon aus­ge­hen, dass bei der Wahl des Pap­stes, der Hei­li­ge Geist, die­se Wahl lei­tet? Wenn ja, noch eine Fra­ge: War­um sind dann Kar­di­nä­le ab dem 80.Lebensjahr von der akti­ven Wahl aus­ge­schlos­sen? Wirkt der Hei­li­ge Geist nur bis man 80 Lebens­jah­re erreicht hat? Und war­um erzäh­len man­che Kar­di­nä­le, wenn sie gewählt haben. Mei­nes Wis­sens war es immer üblich, Still­schwei­gen über das Kon­kla­ve zu hal­ten, noch dazu wo die Kar­di­nä­le ja einen Eid auf die Hei­li­ge Schrift abge­legt haben, dass sie nichts, was im Kon­kla­ve vor sich geht, nach Außen tra­gen! Aber Ihr Vor­schlag, Pas­cen­di und Lamen­ta­bi­li zu lesen ist sehr gut, dann viel­leicht noch den Syl­labus des seli­gen Pap­stes Pius IX. und anschlie­ßend kann man dann noch die­se päpst­li­chen Schrei­ben mit der Ent­wick­lung der Kir­che seit 1962 ver­glei­chen und über­le­gen, was sich den geän­dert hat.

      • Gre­go­ri­us, das tut Tili­din, weil er/sie die postings hier liest! Tili­din exkom­mu­ni­ziert nie­man­den — das machen die, die den Papst ver­wer­fen schon sel­ber.
        Sie schrie­ben: „Wo steht, das man den Papst nicht Beur­tei­len darf?“. Das Kir­chen­recht sagt: „Sanc­ta Sedes a nemi­ne iudi­ca­tur.“
        Sie schrie­ben: „War­um behaup­ten Sie, das die, die hier eine ande­re Mei­nung als Sie haben ver­tre­ten exkom­mu­ni­ziert sind?“
        Ich gehe davon aus, dass Tili­din — zurecht! — davon aus­geht, dass fort­ge­setz­te Wider­sätz­lich­keit gegen den Hei­li­gen Vater den Tat­be­stand des Schis­mas erfüllt und damit die Tat­stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on nach sich zieht.
        Sie schrie­ben: „Wel­ches Dog­ma leug­nen die­se Brü­der und Schwe­stern denn, dass sie der Exkom­mu­ni­ka­ti­on anheim­fal­len???“
        Nicht nur die Leug­nung eines Dog­mas, son­dern die fort­ge­setz­te Wider­sätz­lich­keit gegen den Hei­li­gen Vater erfüllt den Tat­be­stand des Schis­mas und zieht damit die Tat­stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on nach sich.
        Selbst­ver­ständ­lich darf, kann und soll der Papst in Fra­ge gestellt wer­den. Was hier geschieht, das ist viel­fach das Aus­gie­ßen von Schmutz­kü­beln.
        Auch wenn der Papst nicht unfehl­bar spricht, geht die Prä­sump­ti­on davon aus, dass er erst ein­mal Recht hat. Nur bei reif­li­cher Prü­fung des Gewis­sens kann das Gewis­sen sich auch im Ein­zel­fall gegen eine (nicht unfehl­ba­re) Ent­schei­dung des Papst wen­den (das emp­feh­len die deut­schen Bischö­fe z.B. beim The­ma Emp­fäng­nis­ver­hü­tung).
        Die über 80jährigen Kar­di­nä­le sind von der Wahl wegen des Ent­schei­des von Papst Paul VI. aus­ge­schlos­sen.

        • Dan­ke Vin­cen­ti­us, damit bestä­ti­gen Sie mei­ne Ver­mu­tung, näm­lich der Groß­teil der Bischö­fe Deutsch­lands, Öster­reichs und der Schweiz befin­den sich im Schis­ma, eben­so ein gro­ßer Teil der Orts­kir­chen die sich den päpst­li­chen Anwei­sun­gen wider­setz­ten. Wie z. B. die Ände­rung der Wand­lungs­wor­te beim Kelch „für Vie­le“ oder die vom Hl. Vater Papst Bene­dikt XVI. gewünsch­te Mund­kom­mu­ni­on und die Befol­gung von Summorum Pon­ti­fi­cum. Es freut mich, dass auch sie das erkannt haben. Aber was ist mit Katho­li­ken, die sich den Anwei­sun­gen des Orts­bi­schofs wider­set­zen, wie z. B. Med­jugorie? Was ist mit Kar­di­nal Schön­born und sei­ner Äuße­rung zu Gleich­ge­schlecht­li­chen Lebens­ge­mein­schaf­ten, ist der Kar­di­nal nicht auch im Schis­ma, weil er gegen päpst­li­che Ver­laut­ba­rung und kath. Moral­leh­re spricht?

        • Bene­dikt XVI. hat die Neu­fas­sung des Kelch­wor­tes für den Neu­druck des Mess­bu­ches ange­ord­net. Dem sind die Bischö­fe nach­ge­kom­men (die­se haben übri­gens auch ein Remon­stra­ti­ons­recht). Die deut­sche Kir­che besitzt nach wie vor die Erlaub­nis zur Hand­kom­mu­ni­on. Nicht die deut­schen Bischö­fe befin­den sich im Schis­ma, nein, das sind ande­re.

      • @Gregorius:
        Ihre selek­ti­ve Lek­tü­re nicht nur kirch­li­cher Leh­rent­schei­dun­gen unab­hän­gig von ihrem lehr­amt­li­chen Ver­pflich­tungs­grad sind aus dog­ma­ti­scher Sicht famos: Anschei­nend hat für Sie ein Syl­labus einen höhe­ren Wahr­heits­grad als ein Kon­zils­do­ku­ment. Indem Sie das Prin­zip der „Hier­ar­chie der Wahr­hei­ten“ ableh­nen, stel­len Sie sich gegen eine zen­tra­le dog­ma­ti­sche Tra­di­ti­on der Patri­stik.

        Zum Glück (und wahr­schein­lich zu Ihrer gro­ßen Ent­täu­schung) hat Papst Fran­zis­kus die­sen Pflock gleich zu Beginn sei­ner Amts­zeit ein­gerammt:
        „Bestre­bun­gen zu einer Rück­kehr in die vor­kon­zi­lia­re Zeit erteil­te Fran­zis­kus eine deut­li­che Absa­ge. Es gebe Stim­men, die zurück­ge­hen woll­ten, so Fran­zis­kus. Das bedeu­te „dick­köp­fig zu sein “ und „törich­te und lah­me Her­zen zu bekom­men“. Ein sol­ches Unter­fan­gen, zeu­ge von dem Wil­len, den Hei­li­gen Geist zu zäh­men.“ (ent­nom­men http://kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=242260; Datum: 19.04.2013)

        Wenn es Ihnen gera­de in den Kram pas­sen wür­de, wür­den Sie den Syl­labus erro­rum wahr­schein­lich auch für wich­ti­ger bewer­ten als das Infal­libi­li­täts­dog­ma und den uni­ver­sa­len Juris­dik­ti­ons­pri­mat, bloß um (den von mir hoch­ge­schätz­ten) Pius X. nicht anzu­ta­sten. In Ihrer kri­tik­lo­sen Ver­eh­rung Pius‘ X. erin­nern Sie mich übri­gens an die Lutheran­be­tung man­cher Pro­te­stan­ten, aber dies nur am Ran­de.

  11. Ich bin eini­ger­ma­ßen fas­sungs­los, über was hier gestrit­ten wird. Gibt es denn wirk­lich nichts Wich­ti­ge­res für die Kir­che als die Schu­he des Pap­stes? Vie­le die­ser tra­di­tio­nel­len Zei­chen, von denen sich Papst Fran­zis­kus nun trennt, mögen sicher eine alt­ehr­wür­di­ge Bedeu­tung gehabt haben. Aber meist sind sie der Sym­bo­lik welt­li­cher Kai­ser und Für­sten ent­lehnt. Und da wir nun heu­zu­ta­ge eben kei­ne Kai­ser und Für­sten mehr haben, läuft die Sym­bo­lik ins Lee­re oder wird sogar miss­ver­stan­den, die roten Schu­he z.B. als Prunk. Die moder­ne Welt hat eben eine ande­re Sym­bol­spra­che, die genau­so für das Evan­ge­li­um nutz­bar gemacht wer­den kann. Glau­ben Sie denn im Ernst, dass die ersten Mär­ty­rer ihr Blut für rote Schu­he ver­gos­sen haben und nicht für die Bot­schaft der Got­tes- und Näch­sten­lie­be Jesu Chri­sti?

  12. @ Tili­din Sie haben mit Ihrer Mei­nung viel­leicht sogar recht. Vor allem sedis­va­kan­ti­sti­sche Posi­tio­nen sind abzu­leh­nen. Den Papst kri­ti­se­ren, das ist aller­dings noch lan­ge kei­ne Häre­sie. Die Popi­ko­ne Papst ist eine Erfin­dung des Medi­en­zeit­al­ters. Wenn es jemand gefällt, mag er sich dar­an ja erfreu­en, es nicht zu tun, ist kein Ver­stoß gegen den Glau­ben. Die Schu­he sind m.E. ein Sym­ptom. In der Kir­che sind Sym­bo­le von ent­schei­den­der Bedeu­tung. Es gibt also einen Grund für die roten Schu­he (ganz schlich­te, ein­fa­che Schu­he, nur eben rot und ohne Schnür­sen­kel. Das ein­fach zu ändern und das mit demont­ra­ti­vem, abwer­ten­dem Akt ist frag­lich, weit frag­li­cher als das Tra­gen der Schu­he. Übri­gens wur­den die roten Schu­he (das blö­de Gere­de von Pra­da konn­te man ja schon nicht mehr hören) nur bei Bene­dikt XVI. kri­ti­siert. Wer wuß­te oder beach­te­te sie bei JPII, JPI, PVI, JXXXIII usw.? Nie­mand. Bei BXVI. wur­de so getan, als hät­te er sie (wie­der) ein­ge­führt…

    • Ach so, der Papst ist eine blo­ße Pop-Iko­ne und ein Erfin­dung des Medi­en-Zeit­al­ters. Aber die roten Schu­he gehö­ren zum Glau­bens­gut und sind wich­ti­ger als der Papst. Mei­nen Sie das wirk­lich ernst?

      Und nie­mand hat Bene­dikt XVI. für die roten Schu­he kri­ti­siert. Das Weg­las­sen wird bei Fran­zis­kus posi­tiv wahr­ge­nom­men, weil es hel­fen kann, den Blick auf das Wesent­li­che zu rich­ten (und das sind gewiss nicht die Schu­he). Es ist also ein­fach eine Metho­de der Ver­kün­di­gung — so wie schon oft in der Geschich­te der Kir­che neu­ar­ti­ge, der jewei­li­gen Zeit ent­spre­chen­de Metho­den und Zei­chen ein­ge­führt wur­den. Wenn der neue Papst eine gute Idee hat, ist damit doch nichts gegen sei­nen Vor­gän­ger gesagt.

      • Offen­sicht­lich kann man leicht miß­ver­stan­den wer­den. Ich habe nicht geschrie­ben, daß der Papst eine Pop-Iko­ne ist. Das Papst­amt ist durch Chri­stus ein­ge­setzt durch die Beru­fung des Petrus. Eine selt­sa­me, der Pop­kul­tur ähneln­de Über­stei­ge­rung des­sen, was der gera­de amtie­ren­de Papst tut (oder nicht tut), das ist das Pro­dukt des Medi­en-Zeit­al­ters. Das habe ich geschrie­ben und gemeint.
        Was die Kri­tik an BXVI. wegen der roten (Pra­da) Schu­he anbe­langt: Durch eine ein­fa­che Goog­le-Suche kön­nen sie locker kilo­me­ter­lan­ge Quel­len dafür fin­den. Ich wür­de Sie bit­ten, zunächst eine Über­prü­fung vor­zu­neh­men, ehe sie vor­ei­lig ande­rer Mei­nung in Abre­de stel­len.
        Die roten Schu­he haben ihre Bedeu­tung, die kann viel­leicht nicht gewich­tig sein. Wenn dem so ist, soll­te jeden­falls eine Ände­rung erklärt und begrün­det wer­den. Genau das aber hat Papst Fran­zis­kus nicht getan, son­dern einen demon­stra­ti­ven Bruch gegen­über allen Vor­gän­gern voll­zo­gen. Da darf, ja muß man doch Kal­kül anneh­men. Eben das Kal­kül, das der Medi­en­ju­bel sicht­bar macht.

        • Albrecht von Prag schrieb:
          „Eine selt­sa­me, der Pop­kul­tur ähneln­de Über­stei­ge­rung des­sen, was der gera­de amtie­ren­de Papst tut (oder nicht tut), das ist das Pro­dukt des Medi­en-Zeit­al­ters.“

          Das kann man genau­so­gut von den Welt­ju­gend­ta­gen unter Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI., ja sogar von den Gene­ral­au­di­en­zen Pius XII., ja von des­sen Rom­be­such nach dem Bom­bar­de­ment der Alli­ier­ten behaup­ten.

          Die roten Schu­he wirk­ten immer arg femi­nin, gott­lob zieht sich der neue Hei­li­ge Vater anstän­di­ges Schu­werk an.

    • Johan­nes Paul II. trug brau­ne Schu­he (noch auf der Toten­bah­re) — und nie­mand sah des­we­gen eine vati­ka­ni­sche Revo­lu­ti­on aus­bre­chen…

  13. Zu der Behaup­tung, wel­che Wit­ze der Hl.Vater, als er noch Kar­di­nal war erzählt haben soll, fra­ge
    ich, ist man sich eigent­lich so sicher, daß das wirk­lich stimmt!? Es wird gera­de bei beson­de-
    ren Personen,die man zu tiefst ablehnt, doch schnell behaup­tet, wel­che unge­hö­ri­gen Wor­te (=Wit­ze) die­ser gesagt haben soll. Ruf­mord ist vor Gott sicher eine beson­ders schwe­re Sün­de. Wer hat­te wohl schon frü­her ein häß­li­ches Inter­es­se, die­sem jetzt gewähl­ten Papst „auf jeden Fall“ etwas ans Zeug zu flicken? Und das anscheind nur des­halb, weil ‚der‘ die­ses und jenes
    nicht genau so macht, wie es mei­nem indi­vi­du­el­len Maß­stab ent­spricht. Auch in die­ser Bezie-
    hung lesen wir von ähn­li­chen Vor­komm­nis­sen, wie es Jesus selbst schon ergan­gen ist. Dazu
    weist ER vor­sorg­lich sei­ne Jün­ger hin: Wie sie es mit mir dem Mei­ster gemacht haben, so wird
    es auch euch erge­hen ! Und welch üble Nach­re­den (bis heu­te) muß­te unser HERR über sich
    erge­hen las­sen. Wer übri­gens mit einem Fin­ger auf jemand zeigt, auf den selbst zei­gen gleich
    3 Fin­ger. Wie ist das, sich selbst zu sagen: Ich muß ein­mal vor Gott „für jedes Wort“ Rechen-
    schaft able­gen! Wür­de man dann noch immer wei­ter­erzäh­len, was man so über Jemand gehört
    haben will.… Vor Gott kann ich mich dann nicht her­aus­re­den: Das wird doch so erzählt!

    • Dan­ke für Ihre Wor­te. Dass das Vor­bild von Papst Fran­cis­cus Chri­stus selbst ist, wird deut­lich, wenn die­ser wie jener von einer ver­hetz­ten Men­ge ver­spot­tet wird.

      • Ich weiß nicht was Sie wol­len?
        Ich glau­be bei­na­he Sie haben vom Katho­li­schen Glau­ben nicht die Boh­ne ver­stan­den.
        Ist schlimm, passt aber in die heu­ti­ge Zeit !

        • Sie mei­nen also, daß katho­lisch gleich­be­deu­tend ist mein blo­ßer Äußer­lich­keit? Trau­rig.

    • Viel­leicht auch nicht.Kann sein oder auch nicht.Rufmord ist eine schwe­re Sünde,.…..Es gibt schlimmeres.Vielleicht fra­gen Sie mal Ihr Gottesbild,wo die­ser ‚Gott denn war,zum Bei­spiel KZ der Nazis,und,und und,und.….…

  14. als ein­fa­che see­le sind mir die vie­len mei­nun­gen wel­che hier auf­ge­führt wer­den zu viel,
    als ein­fa­che see­le lei­de ich auch unter die­ser ver­ach­tung von kultur,schönheit und glanz des höch­sten: eben der hl. lit­ur­gie-ich lade mir dafür die got­tes­dien­ste des hl.russlands her­un­ter etwa idie eröff­nung der erlö­ser­ka­the­dra­le in mos­kau etc.
    ‑da,wo der glei­che glanz aus den Ikonen,von den kost­ba­ren para­men­ten, aus den gesich­tern der ergrif­fe­nen popen und der abge­härm­ten ‚ehe­mals geschun­de­nen ein­fa­chen babusch­kas mir entgegenstrahlt.das lasst mei­ne see­le erhe­ben.
    schön
    ist das bewusstsein,jeder mensch hat sei­ne zeit-
    mein eige­nes nichts, das des papstes.,das eines jeden men­schen
    auf­je­den fall freue ich mich schon auf das näch­ste pontifikat(auch wenn ich das kaum mehr erlebe)-da kom­men näm­lich all die­se din­ge wieder!quod faxit deus.

    • Lie­be Frau Züger, Sie spre­chen auch mir ein­fa­cher See­le aus dem Her­zen! ‚Quod faxit Deus!‘
      Per Mari­am ad Chri­stum!

    • Es ist schon unglaub­lich, was hier alles ver­zapft wird. Die Papst­be­gei­ster­ten sind so vom Papa­lis­mus durch­dru­gen, daß selbst Stil­blü­ten wie „Nur der Papst legt fest, was ein Sakri­leg ist, nicht wir“ fal­len. Das ist natür­lich kom­plet­ter Unsinn — auch der Papst kann nicht schwarz zu weiß machen und umge­kehrt. Auch der Vor­wurf der „Häre­sie“ an die­je­ni­gen, die ein­zel­ne Aspek­te des aktu­el­len Pon­ti­fi­kats kri­tisch sehen, geht völ­lig ins Lee­re — eine Häre­sie ist die Leu­gung einer Glau­bens­wahr­heit, nicht man­geln­der Respekt vor einem Papst. Durch sel­bi­gen wäre man auch nicht „exkom­mu­ni­ziert“.

      Wer sich an den schwar­zen Schu­hen stößt, sieht die­se nur als einen von vie­len Tra­di­ti­ons­brü­chen schon in den ersten 30 Tagen und befürch­tet wei­te­re auf ent­schei­den­de­ren Gebie­ten. Umge­kehrt wird ein Schuh dar­aus: Wer Franz wegen der Far­be sei­ner Schu­he lobt, soll­te sich mal fra­gen, was dar­an so lobens­wert ist.

      Zu Bischof Marx: Er ließ Frau Käß­mann im Lieb­frau­en­dom von der Pil­le als „Got­tes­ge­schenk“ schwa­dro­nie­ren — ziem­lich zeit­gleich wur­de Lebens­schüt­zern in Mün­chen das Betre­ten einer Kir­che ver­wehrt. Da ist wohl jede Kri­tik ange­bracht! So ticken die Bera­ter von Bischof Franz von Rom (auch kei­ne Respekt­lo­sig­keit, so nennt er sich selbst am häu­fig­sten), und das macht auch mir Angst.

      • Natür­lich kann der Papst aus schwarz weiß machen — das ist der Inhalt der ple­na potestas. Ich bin dank­bar dafür, dass er es noch nicht getan hat und hof­fe, dass das auch so blei­ben wird. Aber theo­re­tisch ist das spä­te­stens seit 1870 mög­lich. Und es gibt kei­ne Appel­la­ti­ons­in­stanz gegen den Papst.

        Zu den Schu­hen: Schlie­ße mich Ihnen an. Ob Schwarz oder Rot, das ist so was von wurscht!

        Der Erz­bi­schof von Mün­chen ist Kar­di­nal und als sol­cher dem Papst Rechen­schaft pflich­tig. Wenn er etwas dem Katho­li­schen Glau­ben Abträg­li­ches täte, wür­de er schnell des Amtes ent­ho­ben. Auch das ist schon pas­siert.

        • Das ist eben so nicht rich­tig — auch der Papst hat nicht belie­bi­ge Frei­hei­ten. Er könn­te z.B. nie ex cathe­dra die Auf­er­ste­hung Chri­sti für ein Mär­chen erklä­ren usw.

          „Wenn er etwas dem Katho­li­schen Glau­ben Abträg­li­ches täte, wür­de er schnell des Amtes ent­ho­ben“ — wo waren Sie die letz­ten 40 Jah­re?!?

          • Nein, er könn­te FAKTISCH die Auf­er­ste­hung nicht zu einem Mär­chen erklä­ren — weil der Hl. Geist ihn dar­an hin­der­te (Dei Fili­us!).
            Aber theo­re­tisch ist das mög­lich, und das ist die ple­na potestas.

        • @ Vin­cen­ti­us
          „Natür­lich kann der Papst aus schwarz weiß machen – das ist der Inhalt der ple­na potestas.“
          Bei einem sol­chen Satz fra­ge ich mich, ob Sie echt sind oder ein Fake, ein For­ten­troll.
          Was Ihnen wie Papst­treue vor­kommt, ist für mich –hier– nicht and­res als G ö t z e n d i e n s t.
          Sie stel­len den Papst über den Herr­gott. Nicht ein­mal der Herr­gott kann und will aus Gut Böse, oder aus Böse Gut machen — wie Er aus­drück­lich in der Hei­li­gen Schrift sagt.
          Er wen­det in Sei­ner All­macht, Weis­heit und Vor­se­hung das Böse zum Guten, aber das ist etwas ganz and­res.
          Sie sind hier auf einem Irr­weg, und ich kann Ihnen nur herz­lich wün­schen, dass Ihnen recht­zei­tig die Augen auf­ge­hen.
          Wür­de ein­mal ein Papst (was Gott ver­hü­ten möge) auf den Anti­christ zei­gen und das christ­li­che Volk und die Mensch­heit auf­for­dern: Sehet da, Chri­stus, kommt, lasst uns ihn anbe­ten — dann wür­den Sie die­sem fal­schen Papst, und mit Ihnen Mil­lio­nen und Aber­mil­lio­nen, die nicht mehr Gut von Böse unter­schei­den kön­nen, ihm wie die Lem­min­ge in den Feu­er­pfuhl fol­gen. Rich­tig?

          • Genau das wird aber nicht kom­men, weil der Hl. Geist den Hl. Vater davor bewahrt. Fol­gen Sie getreu Papst Fran­cis­cus!

          • Ich fol­ge dem Papst, aber, mit Got­tes Gna­de, nicht in die Irre.
            Möge Gott ihn davor bewah­ren. Dafür bete ich.
            PS.
            Gott gibt die Gna­de, aber der Mensch muss mit der Gna­de mit­wir­ken wol­len.
            Es gibt eine von Gott gewähr­te hin­rei­chen­de Gna­de, die trotz­dem unwirk­sam bleibt wegen des Wider­stan­des des Wil­lens.
            Oder bezwei­feln Sie, dass der Papst einen frei­en Wil­len hat?

          • Auch das Mit­wir­ken­wol­len ist selbst noch­mal Gna­de. Wenn ein Papst ein Dog­ma erlässt, ist er von Gott vor Irr­tum bewahrt. Wenn das impli­zie­ren soll­te (man beach­te das „Wenn“!), dass er dann und auch nur dann nicht mehr frei ist, dann hat er in die­sem Augen­blicke und nur dann auch kei­nen frei­en Wil­len.

  15. @ Vin­cen­ti­us — 16. April 2013 um 19:51:
    Da es oben tech­nisch nicht mög­lich ist, ant­wor­te ich Ihnen hier.
    (Teil 1)
    Sie behaup­ten:
    „1) Das ist sach­lich falsch. Weder das Mis­sa­le noch das Zere­mo­nia­le spre­chen davon, dass es 12 Män­ner sein müs­sen.“
    Sind Sie da ganz sicher mit Ihrer for­schen Behaup­tung?
    Und was sagt uns dann die­ses Zitat aus dem Mis­sa­le Roma­num (2002): „Lotio pedum …11. Viri selec­ti dedu­cun­tur a mini­stris ad sedi­lia loco apto para­ta. Tunc sacer­dos … acce­dit ad sin­gu­los, eis­que fun­dit aquam super pedes et abster­git …”?
    Nach CIC (1983), can. 97, § 1, ist Erwach­se­ner, wer das 18. Lebens­jahr voll­endet hat.
    Also liegt offen­kun­dig ein Bruch der lit­ur­gi­schen Rubri­ken vor, so wie von mir oben beschrie­ben, von Ihnen aber abge­strit­ten.
    Hier liegt zwar kirch­li­ches Recht vor, das der Hei­li­ge Stuhl abän­dern kann, nach CIC can. 838.
    Sie schrei­ben: „Auch kann der Papst adhoc dage­gen ent­schei­den, dass er es anders macht. Das nennt man ple­na potestas.“ Es war aber nicht ad hoc, jeden­falls nicht im Sin­ne einer spon­ta­nen Augen­blicks­ent­schei­dung (unter Antrieb des Hei­li­gen Gei­stes, auf den Papst Fran­zis­kus sich ja so ein­drück­lich in sei­ner gest­ri­gen Pre­digt beru­fen hat), son­dern eine vor­ge­plan­te Ver­let­zung der lit­ur­gi­schen Rubri­ken.
    Klar hat er dazu die vol­le Macht.
    Aber nimmt sich eine sol­che Inan­spruch­nah­me sei­ner Voll­macht nicht selt­sam aus ange­sichts die­ser dem Papst oblie­gen­den Rechts­ver­pflich­tung: „Sache des Apo­sto­li­schen Stuh­les ist es, die hei­li­ge Lit­ur­gie der gan­zen Kir­che zu ord­nen, (…) sowie dar­über zu wachen, daß die lit­ur­gi­schen Ord­nun­gen. über­all getreu ein­ge­hal­ten wer­den.“ CIC can. 838, § 2 ?
    Aber noch ein­mal fra­ge ich Sie: W a s will er mit die­ser Geste den Betrof­fe­nen, uns katho­li­schen Chri­sten und der gan­zen Welt, die am Fern­se­hen zuschau­te, sagen, was eine sol­che Rubri­ken­ver­let­zung recht­fer­tigt?

    • Mis­sa­le Roma­num — Die AEM gilt im Deut­schen Sprach­ge­biet als lit­ur­gi­schen Gesetz. Dabei ist zu beach­ten, ob es sich bei den ein­zel­nen Aus­füh­run­gen um Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen (wie bei der lotio) oder um Ein­zel­ge­set­ze han­delt. Von bei­den kann sich der Papst übri­gens auch selbst dis­pen­sie­ren. Im Übri­gen ist auch das kei­ne lex divina.
      Sei­ne Inten­ti­on der Regel­ver­let­zung (wenn es denn eine war, ich wür­de das bestrei­ten): Nicht Rubri­ken sind wich­tig, son­der salus ani­ma­rum supre­ma lex.

  16. @ Vin­cen­ti­us – 16. April 2013 um 19:51:
    (Teil 2)
    Zu der Tat­sa­che, dass nach Mel­dung seriö­ser Medi­en der Papst per­sön­lich die hei­li­ge Kom­mu­ni­on Mus­li­men aus­ge­teilt hat, schrei­ben Sie:
    „2) Ach­ten Sie auf die offe­ne For­mu­lie­rung der Web­site. Wenn Sie im Kreml nach­frag­ten, ob der rus­si­sche Prä­si­dent heu­te ins Bor­dell gegan­gen ist, wür­de Ihnen ob des Unsinns der Fra­ge auch nie­mand ant­wor­ten.“
    Ihre Ant­wort zu die­ser ern­sten Fra­ge emp­fin­de ich als flap­sig und vom The­ma ablen­kend.
    In dem Arti­kel der Erz­diö­ze­se Wien steht zu lesen: „Bei der Eucha­ri­stie­fei­er umarmt der Papst die zwölf Jugend­li­chen zum Frie­dens­gruß. Die Kom­mu­ni­on teilt er jedem per­sön­lich aus.“
    http://www.erzdioezese-wien.at/content/news/articles/2013/03/27/a28907
    Mei­ne Mut­ter­spra­che ist deutsch. Nach den Regeln der deut­schen Gram­ma­tik, Seman­tik und Sti­li­stik (und mei­nem natür­li­chen Sprach­emp­fin­den sowie dem ande­rer Per­so­nen, die sich zu die­sem The­ma geäu­ßert haben) bezieht sich die Anga­be „jedem“ auf die unmit­tel­bar zuvor genann­te Gesamt­heit der zwölf Jugend­li­chen.
    Das hat Unru­he und Besorg­nis welt­weit her­vor­ge­ru­fen. Ein Blick in ame­ri­ka­ni­sche Inter­net­fo­ren und Blogs wird Ihnen das bestä­ti­gen. Des­halb haben Jour­na­li­sten den Pres­se­spre­cher Pater Lom­bar­di danach befragt. Pater Lom­bar­di, der viel unwich­ti­ge­re Fra­gen frei­gie­big beant­wor­tet, hat es abge­lehnt, sich zu die­ser Fra­ge zu äußern. War­um? Glau­ben Sie im Grun­de Ihres Her­zens wirk­lich, dass die­se Fra­ge „unsin­nig“ ist, ähn­lich wie die Fra­ge, ob “ der rus­si­sche Prä­si­dent Putin heu­te ins Bor­dell gegan­gen“ ist? Glau­ben Sie das a u f r i c h t i g?

  17. @ Vin­cen­ti­us – 16. April 2013 um 19:51:
    (Teil 3)
    3) Sie schrei­ben: „Als Lai­en­christ habe ich die Pflicht (andern­falls bege­be ich mich in die Häre­sie), zuerst ein­mal anzu­neh­men, dass der Papst nicht irrt.“
    Wenn Sie am Fern­se­hen oder auf you­tube sähen, wie Papst Fran­zis­kus einer Mus­li­min die hl. Kom­mu­ni­on gibt, dann wür­den Sie anneh­men, dass es eine Fäl­schung ist, ja?
    Wenn Sie selbst dane­ben stün­den und mit eige­nen Augen Zeu­ge wären, wür­den Sie anneh­men, dass es eine Sin­nes­täu­schung ist, nicht wahr?
    Die­se Ihre Ein­stel­lung wür­de ich bei einem ande­ren Papst akzep­tie­ren, bei Papst Fran­zis­kus nicht.
    War­um?
    Weil Papst Fran­zis­kus uns vom ersten Moment sei­ner Wahl an in einer gan­zen Serie von Taten gezeigt hat, dass er sich über Bräu­che, Regeln und Geset­ze hin­weg­setzt.
    Bei einem sol­chen Cha­rak­ter­pro­fil und pon­ti­fi­ka­len Pro­gramm muss im Zwei­fels­fal­le lei­der davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass hier kein gefälsch­tes Video und kei­ne Hal­lu­zi­na­ti­on vor­liegt, son­dern dass die Sze­ne real ist.
    Und das ist kei­ne Häre­sie, wor­über ande­re Kom­men­ta­to­ren Sie glück­li­cher­wei­se schon belehrt haben.

    • Schau­en Sie, damit machen SIE SICH SELBST zum Maß­stab. Das ist der gefähr­li­che Sub­jek­ti­vis­mus, vor dem Bene­dikt XVI. gewarnt hat!

      • Maß­stab ist der Glau­be, wie er von der katho­li­schen Kir­che auto­ri­ta­tiv vor­ge­legt ist, nicht mei­ne oder irgend­je­man­des sub­jek­ti­ve Mei­nung.
        Die­sem wah­ren Glau­ben ist der Papst nicht min­der ver­pflich­tet wie jeder ande­re Christ.

        • Dass dem wah­ren Glau­ben der Papst genau­so ver­pflich­tet ist, wür­de ich auch nie bestrei­ten. Er ist der­je­ni­ge, der ihn uns auto­ri­ta­tiv vor­legt!

  18. @Vincentius sagt:
    16. April 2013 um 19:46
    Sie schrei­ben:
    „(…) Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Papst Fran­cis­cus der besag­ten Mus­li­ma nicht die Kom­mu­ni­on gespen­det hat – und wenn, dann hat er die ple­na potestas sich von den ent­spre­chen­den Kir­chen­ge­set­zen zu dis­pen­sie­ren.“
    Hier geht es nicht um ein blo­ßes Kir­chen­ge­setz — wovon der Papst sich dis­pen­sie­ren könn­te. Hier geht es um eine unfehl­ba­re Glau­bens­wahr­heit, wel­cher eine bruch­lo­se dis­zi­pli­nä­re Tra­di­ti­on seit dem vom Herrn selbst gefei­er­ten Letz­ten Abend­mahl ent­spricht.
    Der hl. Pau­lus schärft ein: „Wer näm­lich unwür­dig isst und trinkt, der isst und trinkt sich das Gericht…“ (1 Kor 11, 27).
    Zur Wür­dig­keit gehö­ren Tau­fe und Glau­be, aber nicht ein­mal das ist aus­rei­chend.
    Lesen Sie die Väter­zeug­nis­se, was Dida­che, Justi­nus, Cypri­an, Augu­sti­nus u.a. dazu sagen.
    Lesen Sie dazu auch Can. 899 § 1, sowie Cann. 912 ff.
    Es ist voll­kom­men klar, dass die hl. Eucha­ri­stie nur an Getauf­te, die dar­über hin­aus die rich­ti­ge Dis­po­si­ti­on haben, gege­ben wer­den darf.
    Kein Papst darf das ändern.

    Fer­ner schrei­ben Sie:
    „Auch ohne Sakra­men­ten­emp­fang kön­nen Men­schen sich im Stan­de der Gna­de befin­den. Gott bin­det zwar sei­ne Gna­de an Sakra­men­te – er ist aber nicht an die Sakra­men­te gebun­den und kann Gna­den ver­lei­hen, wem er will.“
    Das steht im direk­ten Wider­spruch zur katho­li­schen Recht­fer­ti­gungs­leh­re und zum gan­zen Neu­en Testa­ment. Erin­nern Sie sich nur: Die­ser Tage haben wir in der Lesung gehört, wie der hl. Petrus (der erste Papst) die Juden, um geret­tet zu wer­den, auf­ge­for­dert hat, sich tau­fen zu las­sen! Damit erfüll­te er nur den Tauf­be­fehl des Herrn.
    Kein Papst, auch kein Fran­zis­kus, kann das abän­dern.
    Gott ist nicht gebun­den, aber der Papst ist es.
    Der Papst ist dar­an gebun­den, den Auf­trag Chri­sti aus­zu­füh­ren und der Kir­che zu die­nen, um des ewi­gen Hei­les der See­len wil­len.
    Er kann nicht machen, was ihm gera­de ein­fällt, und es als Ein­ge­bung des Hei­li­gen Gei­stes dekla­rie­ren.

    • Dass Gott Gna­den ver­lei­hen kann, wem er will, ist im Wider­spruch zum christ­li­chen Glau­ben? DAS IST CHRISTLICHER GLAUBE! Das Men­schen sich ohne Sakra­men­ten­emp­fang im Stan­de der Gna­de befin­den kön­nen ist eben­falls katho­li­scher Glau­be: Sonst wäre die seli­ge Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria nicht die unbe­fleckt Emp­fan­ge­ne. Aber Sie schei­nen ja die Imma­cu­la­ta Con­cep­tio bestrei­ten zu wol­len…

      • Nein, Vin­cen­ti­us. Im Wider­spruch zum christ­li­chen Glau­ben ist die pela­gia­ni­sche Irr­leh­re. Der Pela­gia­nis­mus leug­net die Erhe­bung des Men­schen in den Zustand der über­na­tür­li­chen Ord­nung und die Erb­sün­de, eine heu­te wie­der weit­ver­brei­te­te natu­ra­li­sti­sche Irr­leh­re.
        Das hier rele­van­te Dog­ma der Kir­che ist: Ohne Glau­ben ist die Recht­fer­ti­gung eines Erwach­se­nen nicht mög­lich. Der Glau­be ist, wie das Kon­zil von Tri­ent lehrt, „der Anfang des mensch­li­chen Hei­les, die Grund­la­ge und die Wur­zel aller Recht­fer­ti­gung“.
        Das ent­spricht dem Zeug­nis der Hei­li­gen Schrift: „Ver­kün­det das Evan­ge­li­um jedem Geschöpf! Wer glaubt und sich tau­fen lässt, wird geret­tet wer­den; wer aber nicht glaubt, wird ver­dammt wer­den.“ (Mk 16,16)
        Ein Mus­lim, der nicht den Glau­ben an Jesus Chri­stus annimmt und sich nicht tau­fen lässt, ist nicht gerecht­fer­tigt und nicht im Stand der hei­lig­ma­chen­den Gna­de und ist schon des­halb nicht dis­po­niert, das Sakra­ment der Eucha­ri­stie zu emp­fan­gen.
        Es ist wei­ter­hin Dog­ma, dass zum wür­di­gen oder frucht­brin­gen­den Emp­fang der Sakra­men­te beim erwach­se­nen Emp­fän­ger eine sitt­li­che Dis­po­si­ti­on erfor­der­lich ist. Die­se ist bei den Sakra­men­ten der Leben­di­gen der Gna­den­stand.
        Noch ein­mal: Zum wür­di­gen Emp­fang der Eucha­ri­stie ist der Gna­den­stand erfor­der­lich — de fide!
        Der Gna­den­stand ist bei Unge­tauf­ten nicht vor­han­den.
        (Des­halb muss­ten frü­her sogar jene, die sich auf die Tau­fe vor­be­rei­te­ten ‑die Katechu­me­nen -, die Hei­li­ge Mes­se vor dem Opfer­got­tes­dienst ver­las­sen.)
        „Die der Ein­set­zung der Eucha­ri­stie vor­aus­ge­hen­de Fuß­wa­schung (Jo 13, 4ff) ist nicht bloß eine Beleh­rung über die Demut, son­dern auch [hört, hört!] ein sym­bo­li­scher Aus­druck der für den Emp­fang der Eucha­ri­stie gefor­der­ten Gewis­sens­rein­heit (vgl. V. 10).“ (Lud­wig Ott, Grund­riss d. kath. Dog­ma­tik)
        Der­sel­be wei­ter: „Die unwür­di­ge Kom­mu­ni­on ist ein Sakri­leg“ (vgl. 1 Kor 11,27).
        Sie, geehr­ter Vin­cen­ti­us, reden an der eigent­li­chen Sache vor­bei — zwei­fel­los weil sie Ihnen, mit Recht, pein­lich ist.

        • Ob der Gna­den­stand auch bei Unge­tau­fen vor­han­den ist, weiß Gott. Das kann, muss aber nicht sein. Gott sel­ber kann begna­den, wenn er will. Dabei bleibt’s — neh­men Sie die Imma­cu­la­ta ernst!

          • Vin­cen­ti­us,
            die Imma­cu­la­ta Con­cep­tio ist ein The­ma, das nur ent­fern­test mit dem, das hier in Rede steht, zu tun hat, und es ist ziem­lich fahr­läs­sig von Ihnen, mir zu unter­stel­len, ich zöge sie in Zwei­fel.
            Es scheint eher umge­kehrt zu sein: Um das frag­wür­di­ge Vor­ge­hen von Papst Bene­dikt ‑Spen­dung der hl. Kom­mu­ni­on an Nichtchristen‑, sozu­sa­gen auf Teu­fel komm raus zu recht­fer­ti­gen, gera­ten Sie in Kon­flikt mit Dog­men, anders gesagt: mit der gött­li­chen Offen­ba­rung.
            Die Was­ser­tau­fe ist seit der Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums für alle Men­schen ohne Aus­nah­me zum Heil not­wen­dig (de fide). Wie das Kon­zil von Tri­ent defi­nier­te: die Recht­fer­ti­gung des Erb­sün­ders ist nicht mög­lich „ohne das Bad der Wie­der­ge­burt oder das Ver­lan­gen nach dem­sel­ben“.
            Sind Sie der Auf­fas­sung, ein Papst kön­ne von die­ser Wahr­heit „ad hoc“ dis­pen­sie­ren?
            War­um hat es dann zwei Jahr­tau­sen­de lang kein Papst getan?
            Der Auf­trag, den Chri­stus sei­ner Kir­che gab, ist, alle Völ­ker zu Jün­gern zu machen und sie im Namen des Vaters, des Soh­nes und des Hei­li­gen Gei­stes zu tau­fen (Mt 28,19), und nicht, die Tau­fe abzu­schaf­fen oder für fakul­ta­tiv zu erklä­ren.
            Jedoch möch­te ich für mein Teil die Dis­kus­si­on über die­ses The­ma an die­ser Stel­le been­den.

  19. Pein­li­cher Schreib­feh­ler:
    Statt „Bene­dikt“ lies „Fran­zis­kus“
    Das kommt davon, wenn es auf ein­mal zwei Päp­ste sind und man nicht auf­passt…

    • Bester Zet. Es ist doch voll­kom­men kla­re und ein­deu­ti­ge Leh­re der Kir­che, dass der Papst an das gött­li­che Recht gebun­den ist und ihm gleich jedem ande­ren Katho­li­ken unter­steht. Genau dort ist die Gren­ze sei­ner Voll­macht. Mit ande­ren Wor­ten: der Papst ist qua Amt Hüter und Bewah­rer, auch Aus­le­ger des­sen, was immer und über­all geglaubt wur­de, nie­mals aber Kreator oder gar Nega­tor des Glau­bens. Vin­cen­ti­us übt sich hier in einer ple­na potestas Agi­ta­ti­on, die stark an die Füh­rer- oder Per­so­nen­kul­te erin­nert, mit denen bspw. in Nord­ko­rea oder Tehe­ran den Men­schen die Gehir­ne gewa­schen wer­den. Jene von ihm bis an die Gren­zen des Absur­den und der Kar­ri­ka­tur getrie­be­nen (Schwarz/Weiss) All­machts­phan­ta­ste­rei­en und sei­ne Gehor­sams­fröm­me­lei sind nur der bil­li­ge Ver­such, die von die­sem Papst erwünsch­te Defor­ma­ti­on des Katho­li­schen vor­ab als gott­ge­ge­ben zu legi­ti­mie­ren und jeg­li­che Kri­tik dar­an abzu­wür­gen. Im Grun­de macht er sich über den Papst­pri­mat und den im Glau­ben geschul­de­ten Gehor­sam auf teuf­li­sche Wei­se lustig. Man spürt förm­lich hin­ter jeder Wort­spen­de das Augu­ren­lä­cheln die­ses, wie Sie es zu recht for­mu­lier­ten, Foren­trolls.

      • Bester hicest­ho­den. Das dog­ma­ti­sche Den­ken und die theo­lo­gi­sche Spe­ku­la­ti­on mögen Ihnen nicht lie­gen, das Den­ken in ein­fa­chen Struk­tu­ren mag zuge­ge­ben sei­nen Reiz haben. Aber lesen Sie doch bit­te eini­ge Ihrer Sät­ze noch­mal in Ruhe durch: „All­machts­phan­ta­ste­rei­en und sei­ne Gehor­sams­fröm­me­lei sind nur der bil­li­ge Ver­such, die von die­sem Papst erwünsch­te Defor­ma­ti­on des Katho­li­schen vor­ab als gott­ge­ge­ben zu legi­ti­mie­ren […]“ — das ist doch rein­ste Come­dy, eben­so wie bei Zet., der dem Stell­ver­tra­ter Petri über­all sei­ne klei­nen selbst­ge­mach­ten, ein­ge­bil­de­ten „roten Lini­en“ auf den Boden malen will!

        Oder mei­nen Sie so etwas etwa ernst? Mei­nen Sie, dass unse­rer gelieb­ten Mut­ter Kir­che sowie dem Hei­li­gen Vater damit gehol­fen ist, wenn Sie sich in Ver­schwö­rungs­theo­rien suh­len? Über­las­sen Sie das doch bit­te Dan Brown und Kon­sor­ten!

        Ich kann es nur noch­mals wie­der­ho­len: In der Frei­heit der Geschöp­fe Got­tes schul­den wir aus frei­em Ent­schluss dem Hei­li­gen Vater Treue und Gehor­sam, wenn wir inner­halb der Kir­che ste­hen wol­len und nicht außer­halb — und zwar auf­rich­ti­gen Her­zens. Natür­lich beraubt uns dies nicht der Frei­heit, die­ses und jenes kri­tisch zu betrach­ten, wir dür­fen uns sogar ins­ge­heim über sol­che Nich­tig­kei­ten wie sei­ne Schuh­wahl ärgern, aber Ihre Bos­haf­tig­keit dem Hei­li­gen Vater gegen­über ist abso­lut unak­zep­ta­bel. Schä­men Sie sich!

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