Acht Kardinäle beraten Papst bei Kurienreform

(Vati­kan) Papst Fran­zis­kus hat acht Kar­di­nä­le in eine Bera­tungs­grup­pe beru­fen, die sich mit dem The­ma einer Kuri­en­re­form befas­sen wird. Das teil­te das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt an die­sem Sams­tag mit. Mit­glied der Kar­di­nal­s­grup­pe ist auch der Erz­bi­schof von Mün­chen und Frei­sing, Kar­di­nal Rein­hard Marx. Die Idee zu die­ser Bera­tungs­grup­pe sei bereits bei den Gesprä­chen vor dem Kon­kla­ve ent­stan­den, heißt es in der Erklä­rung. Es gehe kon­kret dar­um, ein Pro­jekt zu erar­bei­ten, um die Apo­sto­li­sche Kon­sti­tu­ti­on „Pastor bonus“ zu ändern, so Vati­kan­spre­cher Fede­r­i­co Lom­bar­di an die­sem Sams­tag. Die Grup­pe wird sich erst­mals vom 1. bis 3. Okto­ber tref­fen. Papst Fran­zis­kus hat bereits mit den acht Kar­di­nä­len Kon­takt auf­ge­nom­men.

RV/LS

4 Kommentare

  1. Kar­di­nal Marx !
    Man weiß wenig­stens wofür er steht.
    Kir­chen­steu­er in Deutsch­land zemen­tie­ren, Gesprä­che mit FSSPX been­den und die „Schmud­del­kin­der“ end­lich wie­der exkom­mu­ni­zie­ren, wei­te­re Öff­nung zum Pro­te­stan­tis­mus, Locke­rung von Zöli­bat und Öff­nung hin zum Frau­en­prie­ster­tum (Nicht heu­te aber war­um nicht mor­gen)
    Ein über­zeug­ter Ver­tre­ter der deutsch- katho­lisch-öku­me­ni­sti­schen Kir­che.
    Und natür­lich wird er alle deustchen Ver­tre­ter des Moder­nis­mus in Rom eta­blie­ren und wei­te­re dort­hin diri­gie­ren !
    Ich sehe ganz schwarz !

    • Sie wer­fen ein­fach mal alles Mög­li­che in einen Topf und rüh­ren dann her­um.
      Gegen die Kir­chen­steu­er ist nichts ein­zu­wen­den, viel fließt in Sozi­al-kari­ta­ti­ves, viel in die Bau­sub­stanz.
      Was die FSSPX betrifft: Sie muss doch nur die Prä­am­bel aner­ken­nen, dann ist alles in But­ter. Die Bischö­fe haben sich bereits 2009 durch die ver­bo­te­ne Prie­ster­wei­he selbst exkom­mu­ni­ziert.
      Wie sie dar­auf kom­men, dass Marx sich dem Pro­te­stan­tis­mus öff­nen, den Zöli­bat lockern und das Frau­en­prie­ster­tum ein­füh­ren will, weiß ich nicht. Von Marx wur­de Hasen­hüttl doch gera­de wegen letz­te­rer Fra­ge gera­de gemaß­re­gelt. Wenn ein Papst de fide defi­nie­ren soll­te, dass Frau­en doch zu Prie­ste­rin­nen geweiht wer­den, wer­de ich das in Gehor­sam anneh­men. Das soll­ten Sie auch. Es gibt kein Patch­work­chri­sten­tum, bei ich mei­nen Gehor­sam dem Papst nur dann zuwen­de, wenn er tut und sagt, was mir gefällt!

      • Ach, ja. Marx lässt eine pro­te­stan­ti­sche Bischö­fin im Dom die Vor­zü­ge der Pil­le prei­sen, ver­wehrt aber den Lebens­recht­lern dort öffent­lich zu beten. Er sorgt dafür, dass ein glau­bens­treu­er Bischof, der nicht ins libe­ra­le System passt, abge­setzt wird, usw. Ein Ran­jith hin­ge­gen, der sich neben sei­ner über­zeu­gen­den Fröm­mig­keit auch durch sei­ne intel­lek­tu­el­len und admi­ni­stra­ti­ven Fähig­kei­ten aus­zeich­net, wird nicht gefragt. Wobei man Kar­di­nal Marx aller­dings zu gut hal­ten muss, dass er ein aner­kann­ter Fach­mann auf dem Gebiet der christ­li­chen Sozi­al­leh­re ist. Und was soll die­ser abso­lu­te Gehor­sam gegen­über päpst­li­chen Wei­sun­gen? Kri­ti­sche Beob­ach­tung der vati­ka­ni­schen Vor­gän­ge ist heu­te mehr denn je gefragt. Und soll­te ein Papst (sicher nicht Fran­zis­kus) Refor­men wie das Frau­en­prie­ster­tum durch­set­zen wol­len, wird es genug Gläu­bi­ge geben, die ihm auf die­sem Weg nicht fol­gen wer­den. Die Schuld an die­sem Schis­ma trü­ge dann aber Rom.

      • Die Fra­ge des „Frau­en­prie­ster­tums“ ist bereits lehr­amt­lich ent­schie­den, und zwar aus­drück­lich, bin­dend und end­gül­tig (zuletzt in ‚Ordi­na­tio sacer­do­ta­lis‘ Johan­nes Pauls II. von 1994). Wür­de der jet­zi­ge oder ein zukünf­ti­ger Papst sich in offe­nen Wider­spruch dazu bege­ben, so *dürf­te* ich ihm dar­in nicht fol­gen. Wahr­schein­lich wäre er in die­sem Fal­le sogar for­ma­ler Häre­ti­ker — und nicht mehr Papst. Dann wäre der Stuhl Petri in der Tat vakant.
        Es gibt kein „Patch­work­chri­sten­tum“ — nein, natür­lich nicht, aber es gibt den gesun­den Men­schen­ver­stand, den zu gebrau­chen, und das per­sön­li­che Gewis­sen, dem zu fol­gen jeder Gläu­bi­ge ver­pflich­tet ist, zumal wenn ein Prie­ster, ein Bischof oder sogar der Papst selbst Leh­ren ver­kün­det (oder gar sich anmaßt, ‚zu glau­ben vor­zu­le­gen‘), die in offe­nem Wider­spruch zum gesam­ten Lehr­amt der Kir­che ste­hen (dazu auch Gal 1,8). Die Gehor­sams­pflicht kann nie­mals von der per­sön­li­chen Gewis­sens­pflicht „dis­pen­sie­ren“, und ‚ple­na potestas‘ (in der Lei­tungs­ge­walt, wohl­ge­merkt! nicht in der Leh­re, denn über die­se hat *kei­ner* eine ‚Macht‘!) kann für einen Papst nie­mals ein „Frei­brief“ dafür sein, der Kir­che sei­ne „bloß per­sön­li­che Lehr­mei­nung“ als eine sol­che des Lehr­amts gleich­sam unter­zu­schie­ben; er ist ver­pflich­tet — so, wie die Apo­stel es von Anfang an waren -, den Glau­ben der Kir­che rein und unver­fälscht zu ver­kün­di­gen und zu bewah­ren, und nicht nach sei­nem Gut­dün­ken, nach Mehr­heits­mei­nun­gen oder aus Nütz­lich­keits­er­wä­gun­gen her­aus zu ver­än­dern.

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