Luis Ladaria Ferrer — Der Theologe hinter den Ansprachen von Papst Franziskus

Kurienerzbischof Luis Ladaria Ferrer, Sekretär der Glaubenskongregation ist der Theologe hinter den Ansprachen von Papst Franziskus(Vati­kan) Papst Fran­zis­kus hat einen Mit­bru­der aus dem Jesui­ten­or­den zu sei­nem Haupt­be­ra­ter in theo­lo­gi­schen Fra­gen gemacht. Es han­delt sich um Pater Luis Fran­cis­co Ladar­ia Fer­rer. Der spa­ni­sche Kuri­en­erz­bi­schof ist Sekre­tär der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on. Papst Bene­dikt XVI. berief ihn 2008 auf die­sen Posten und erhob ihn zum Erz­bi­schof. Er ist der erste Jesu­it in die­ser Posi­ti­on. Ladar­ia war bereits seit 1995 Con­sul­tor der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on und 2004 von Papst Johan­nes Paul II. zum Vor­sit­zen­den der Inter­na­tio­na­len Theo­lo­gen­kom­mis­si­on ernannt worden.

Obwohl er eines der wich­tig­sten Ämter an der Römi­schen Kurie inne­hat, ist der Kuri­en­erz­bi­schof einer brei­te­ren Öffent­lich­keit kaum bekannt. Der Spa­ni­er tritt kaum öffent­lich in Erschei­nung und gibt noch sel­te­ner Inter­views. In einem der weni­gen, die er 2008 kurz nach sei­ner Ernen­nung zum Sekre­tär des Hei­li­gen Uffi­zi­ums der Monats­zeit­schrift 30Giorni gab, sag­te er zur Fra­ge, ob er damals auch der Fas­zi­na­ti­on des Sturm­jah­res 1968 erle­gen sei: „Ein biß­chen waren wir wahr­schein­lich alle von ’68 beein­flußt, aber in mei­nem Fall galt das nicht beson­ders.“ 1992 lern­te ihn der dama­li­ge Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger ken­nen und schätzen.

Der Förderer und Verteidiger des Glaubens — und die „katholischen Universitäten voller Häresien“

Kuri­en­erz­bi­schof Ladar­ia, 1944 auf Mal­lor­ca gebo­ren, war nach dem Stu­di­um der Rechts­wis­sen­schaf­ten 1966 in den Jesui­ten­or­den ein­ge­tre­ten. Sei­ne Phi­lo­so­phie und Theo­lo­gie­stu­di­en absol­vier­te Ladar­ia, der über gute Deutsch­kennt­nis­se ver­fügt, in Madrid und Frank­furt am Main. 1973 wur­de er zum Prie­ster geweiht. Kurz dar­auf pro­mo­vier­te er an der Päpst­li­chen Uni­ver­si­tät Gre­go­ria­na in Rom in Theo­lo­gie und wur­de Pro­fes­sor für Dog­ma­tik an der Päpst­li­chen Uni­ver­si­tät Comil­las in Madrid, spä­ter an der Gre­go­ria­na in Rom. Sei­ne fach­li­chen Schwer­punk­te sind Theo­lo­gi­sche Anthro­po­lo­gie und Chri­sto­lo­gie. Im Juni 2011 mach­te der Erz­bi­schof Ladar­ia zuge­schrie­be­ne Satz die Run­de: „Ihr wißt, es gibt die Prie­ster, die Bischö­fe, die katho­li­schen Uni­ver­si­tä­ten, die vol­ler Häre­si­en sind!“ Bekannt wur­de der Satz durch den Gene­ral­obe­ren der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X., Msgr. Ber­nard Fel­lay. Erz­bi­schof Ladar­ia, immer­hin als Num­mer Zwei der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on für die Bewah­rung und Ver­tei­di­gung des Glau­bens zustän­dig, bestä­tig­te weder die Aus­sa­ge noch demen­tier­te er sie, wes­halb sie als authen­tisch gel­ten darf.

Als sei­ne Lehr­mei­ster bezeich­ne­te Ladar­ia 2008 in Deutsch­land die Jesui­ten Alo­is Grill­mei­er und Otto Sem­mel­roth, die ein­fluß­rei­che Kon­zils­theo­lo­gen waren, sowie Her­mann Josef Sie­ben, der zu einem füh­ren­den Exper­ten der Kon­zils­idee wur­de. In Rom waren es eben­so Jesui­ten: sein Dok­tor­va­ter, der Patro­lo­ge Anto­nio Orbe, bei dem er über den Kir­chen­va­ter Hil­ari­us von Poi­tiers pro­mo­vier­te, und Juan Alfa­ro und Zol­tan Als­zeg­hy. Er gilt theo­lo­gisch als „gemä­ßig­ter Kon­ser­va­ti­ver“ (30Giorni). Von sich selbst sagt er: „Ich muß sagen, daß mir die Extre­mis­men nicht gefal­len, weder die pro­gres­si­ven noch die tra­di­tio­na­li­sti­schen. Ich glau­be, daß es einen Mit­tel­weg gibt, die von der Mehr­heit der Theo­lo­gie­pro­fes­so­ren hier in Rom und in der Kir­che all­ge­mein gegan­gen wird, der mir der rich­ti­ge Weg scheint, den es zu gehen gilt, auch wenn jeder von uns sei­ne Beson­der­hei­ten hat, weil wir, Gott sei Dank, nicht alle gleich, kei­ne Klo­ne sind.“

Kritik an Ladarias Schriften — „Wenn ich ernannt wurde, muß ich ein solches Urteil nicht verdienen“

Sei­ne Ernen­nung zum Sekre­tär der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on wur­de in tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Krei­sen nicht mit Begei­ste­rung auf­ge­nom­men. Der spa­ni­sche Theo­lo­ge José Marà­a Ira­b­u­ru warf Ladar­ia vor, daß des­sen 1993 erschie­ne­nes Buch Teologà­a del peca­do ori­gi­nal y de la gra­cia (Theo­lo­gie der Erb­sün­de und der Gna­de, Madrid 1993) nicht mit der kirch­li­chen Glau­bens­leh­re über­ein­stim­me. Die Zeit­schrift Si si, No no schrieb, daß Ladar­i­as Buch Antropologà­a teoló­gi­ca (Anthro­po­lo­gi­sche Theo­lo­gie, Madrid 1983) „völ­lig außer­halb der dog­ma­ti­schen, katho­li­schen Tra­di­ti­on steht“. Ladar­ia mein­te zu die­ser Kri­tik: „Wenn ich in die­ses Amt beru­fen wur­de, muß ich anneh­men, daß mei­ne Arbei­ten nicht ein sol­ches Urteil verdienen.“

Bis­her zeich­ne­te sich das soeben begon­ne­ne Pon­ti­fi­kat mehr durch eben­so unge­wöhn­li­che wie umstrit­te­ne Gesten aus als durch die Wor­te, die der neue Papst an die Welt rich­te­te. Der Papst schreibt sei­ne Pre­dig­ten selbst und trägt sie immer in Ita­lie­nisch vor, oft durch spon­ta­ne Ergän­zun­gen berei­chert. Er ist cha­ris­ma­tisch ver­an­lagt, was ihn näher an Johan­nes Paul II. her­an­rückt als an Bene­dikt XVI. Es war aller­dings Bene­dikt XVI., der zu wesent­li­chen Tei­len der theo­lo­gi­sche Stich­wort­ge­ber für den pol­ni­schen Papst war. Nach dem Lehr­amt des deut­schen Pap­stes erschei­nen die Pre­dig­ten von Fran­zis­kus mehr an all­täg­li­chen Lebens­er­fah­run­gen ori­en­tiert und nicht die des ober­sten Glau­bens­hü­ters. Die dis­kre­te Mit­ar­beit des Jesui­ten Ladar­ia soll die Spon­ta­nei­tät von Papst Fran­zis­kus unter dem Gesichts­punkt der Glau­bens­leh­re unter­stüt­zen und theo­lo­gisch untermauern.

Ladaria soll Spontaneität von Papst Franziskus theologisch untermauern

Mit­ar­bei­ter des Staats­se­kre­ta­ria­tes spre­chen davon, daß „Ladar­ia der Ratz­in­ger Ber­go­gli­os“ wer­den könn­te. Papst Fran­zis­kus wird sei­nen infor­ma­len, ein­fa­chen und direk­ten Pre­digt­stil bei­be­hal­ten. Ladar­ia sorgt für den theo­lo­gi­schen Fein­schliff. Allein aus sprach­li­chen Grün­den wird die Zahl der spa­nisch­spra­chi­gen Mit­ar­bei­ter um den Papst deut­lich zunehmen.

Msgr. Ladar­ia war bereits als Erz­bi­schof von Madrid im Gespräch. Mit der Wahl von Papst Fran­zis­kus dürf­te er an der Römi­schen Kurie blei­ben, wo aller­dings die Stel­le des Prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on noch weni­ge Mona­te vor sei­nem Rück­tritt von Bene­dikt XVI. durch den deut­schen Erz­bi­schof Mül­ler besetzt wur­de. 2010 über­trug Papst Bene­dikt XVI. dem Sekre­tär des ehe­ma­li­gen Hei­li­gen Uffi­zi­ums Voll­mach­ten, unein­ge­schränk­te Ermitt­lun­gen gegen Bischö­fe unter Umge­hung aller bischöf­li­chen Zustän­dig­kei­ten ein­zu­lei­ten und durch­zu­füh­ren, die im Rah­men des Pädo­phi­lie-Skan­dals des sexu­el­len Miß­brauchs beschul­digt wur­den. Der Papst erteil­te dem spa­ni­schen Kuri­en­erz­bi­schof die Befug­nis, bei Bestä­ti­gung der Anschul­di­gun­gen alle Vor­be­rei­tun­gen für die Amts­ent­he­bung zu treffen.

Unter­des­sen ver­such­te die Jesui­ten­zeit­schrift Popo­li zu beschrei­ben, wohin Papst Fran­zis­kus die Kir­che füh­ren wer­de, hin zu einer „Kir­che der Armut, der Rein­heit des Her­zens, der Barm­her­zig­keit, der Mil­de und der Demut“, die uni­ver­sel­ler sein wer­de, weil sie „nicht mehr als euro­päi­sche und west­li­che oder rom­zen­trier­te Insti­tu­ti­on“ iden­ti­fi­zier­bar sein wer­de. Was kon­kret hin­ter den vie­len Wor­ten gemeint ist, ist hin­ge­gen weni­ger klar. Weni­ger klar ist auch noch, wel­che Theo­lo­gie Jor­ge Mario Ber­go­glio, der nun­meh­ri­ge Papst Fran­zis­kus ver­tritt, die der­zeit von man­chen über­schweng­lich als „neu“, „modern“, „der heu­ti­gen Welt zuge­wandt“, „offen für die Moder­ne, aber gegen die mar­xi­sti­sche Befrei­ungs­theo­lo­gie“ geschil­dert wird.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Jornal Santuario

29 Kommentare

  1. „Eine „Kir­che der Armut, der Rein­heit des Her­zens, der Barm­her­zig­keit, der Mil­de und der Demut“, die uni­ver­sel­ler sein wer­de, weil sie „nicht mehr als euro­päi­sche und west­li­che oder rom­zen­trier­te Insti­tu­ti­on“ iden­ti­fi­zier­bar sein wer­de.“ Aha, mehr brau­che ich nicht zu wis­sen. Da haben wir sie wie­der, die ver­wäs­ser­te, vom Zeit­geist abhän­gi­ge, voll­kom­men defor­mier­te, das Evan­ge­li­um ver­ach­ten­de neue „Kir­che“ der Belie­big­keit, die den Weg für die Ein­welt­re­li­gi­on der Neu­en Welt­ord­nung ebnet. Was man in 2000 Jah­ren nicht geschafft hat, soll jetzt erle­digt wer­den und zwar aus dem Inne­ren her­aus. Möge Gott uns bei­ste­hen, das Ende scheint nah.

  2. Was sich in der kur­zen Zeit in Rom so abspielt, läßt in mir gro­ße Befürch­tun­gen erwachsen:
    Gemäß der kirch­lich aner­kann­ten Mari­en­er­schei­nung von La Salet­te des Jah­res 1846 wird der Anti­christ in Rom die Her­schaft übernehmen.

  3. Grü­ße an allen Punk­ten des Drei­ecks! Ich bin völ­lig beein­druckt von Papst Fran­zis­kus. Er ist auf bestem Wege, der beste Papst aller Zei­ten zu wer­den. Das zwei­te Vati­ka­num war der erste Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung. Nun gebe Gott, dass Papst Fran­zis­kus wei­te­re Refor­men ein­lei­ten wird, um die Kir­che in neu­er Wür­de glän­zen zu las­sen. Gin­ge es nach dem fun­da­men­ta­li­sti­schen Flü­gel, wür­den die (men­schen­ge­mach­ten) Dog­men jede wah­re Spi­ri­tua­li­tät erdrücken. Sol­chen Bestre­bun­gen hat ein guter Papst die rote Kar­te zu zei­gen. Rosen­kreu­ze­ri­sches Gedan­ken­gut könn­te die Kir­che veredeln.

    • Jetzt muß sich der Papst Fran­zis­kus nur noch beim näch­sten Bil­der­ber­ger Tref­fen anmel­den um sich dort Tipps zu holen, wie er die alt­mo­di­sche, unzeit­ge­mä­ße und völ­lig ver­staub­te katho­li­sche Kir­che am besten demo­liert, Ver­zei­hung, refor­miert. Denn mer­ke: heu­te ste­hen wir noch am Abgrund, mor­gen dage­gen möch­ten wir schon einen Schritt wei­ter sein.

    • Mem­phis Mis­raim, wel­che Refor­men / Ände­run­gen wol­len Sie?

      Was ist die rich­ti­ge Rich­tung — Ihrer Mei­nung nach?

      Was / wer ist der „fun­da­men­ta­li­sti­sche Flügel“?

      Wel­che Dog­men pas­sen Ihnen nicht?

      Und zuletzt: Was ist wah­re Spi­ri­tua­li­tät — Ihrer Mei­nung nach?

  4. Ja, Medi­en­lieb­ling, in der Tat wäre es nicht ver­kehrt den Papst am Bil­der­ber­ger­tref­fen teil­neh­men zu las­sen. Sie glau­ben doch wohl nicht an die alber­nen Ver­schwö­rungs­theo­rien, die man sich über die Bil­der­ber­ger erzählt? Die Bil­der­ber­ger sind eine Trup­pe ehren­wer­ter Men­schen, Licht­ar­bei­ter, die die Welt im Sin­ne Got­tes zu einem bes­se­ren Ort machen. Lei­der wird das nicht verstanden.

    • Stim­me Ihnen in Ihrer Ein­schät­zung der edlen Absich­ten der Bil­der­ber­ger Grup­pe voll­kom­men zu! Die­se geschät­zen, hoch­in­tel­li­gen­ten Phil­an­tro­phen wol­len nur unser Bestes! Lei­der wol­len es nur die wenig­sten ein­se­hen! Des­halb wäre Papst Fran­zis­kus die rich­ti­ge Per­son um den unge­wa­sche­nen Mas­sen die abso­lu­te Rein­heit und auch Alter­na­tiv­lo­sig­keit der Plä­ne der Bil­der­ber­ger Grup­pe für unse­rer aller Zukunft zu erläu­tern und näher­zu­brin­gen! Als Zei­chen des guten Wil­lens könn­te Papst Fran­zis­kus auch das völ­lig alt­mo­di­sche Kreuz durch eine Pyra­mi­de mit dem all­se­hen­den Auge erset­zen, sowie die katho­li­schen Kir­chen als Orte zur Ver­fü­gung stel­len, wo uns allen der RIFD Chip ein­ge­pflanzt wer­den könn­te. Damit wür­de er zei­gen, daß die katho­li­sche Kir­che end­lich in der Post­mo­der­ne und im 21.Jh. ange­kom­men ist! Der gren­zen­lo­se media­le Jubel wäre ihm sicher ganz gewiß, denn popu­lär und pro­gres­siv zu sein ist das ein­zi­ge was zählt!

    • Mit den Bil­der­ber­gern wür­de sich Papst Fran­zis­kus auf Anhieb ver­ste­hen, alle wol­len nur das Beste für uns und die Welt retten.
      Um das gan­ze noch glaub­wür­der erschei­nen zu las­sen, emp­feh­le ich Fran­zis­kus, sich eine Dienst­klei­dung der Schwei­zer­gar­di­sten aus­zu­bor­gen und damit auf­zu­tre­ten. Eine rote Papp­na­se wür­de ihm sicher auch noch gut ste­hen und sei­ne Wür­de noch zusätz­lich unterstreichen.
      Hof­fent­lich ist er sich mit sei­nem theo­lo­gi­schen Bera­ter dar­in einig, dass wir alle in den Him­mel kom­men, gleich wel­chen Glau­bens oder son­sti­ger Anschau­un­gen wir auch sein mögen. Da kön­nen wir dann mit sei­nem Vor-Vor­gän­ger im Him­mel fröh­lich fei­ern und ver­ächt­lich auf den fran­zö­si­schen Erz­bi­schof nach unten blicken.

  5. Bis zu einem gewis­sen Grad haben Sie recht! Die Pyra­mi­de mit dem all­se­hen­den Auge ist ein uraltes und ehr­wür­di­ges Sym­bol. Es ver­kör­pert ein über­ir­di­sches Prin­zip. Ich bevor­zu­ge aller­dings das Rosen­kreuz, denn es ist das Sym­bol der Rei­nen. Selbst­ver­ständ­lich soll­ten Kir­chen kein Ort wer­den, am dem man das RIFD-Chip ver­pflanzt, zu dem ich ein gespal­te­nes Ver­hält­nis habe. Um die blin­de, bar jeg­li­cher Idea­le, dump­fe Mas­se unter Kon­trol­le zu hal­ten, war­um nicht? Irgend­wer muss sie anlei­ten und füh­ren. Popu­lär muss man als Papst nicht sein. Aller­dings soll­te man die Wahr­heit, die Gno­sis, ver­kün­den. Alles ande­re ist Betrug.

    • Die Wahr­heit ist in unse­ren Zei­ten ein sehr dehn­ba­rer Begriff, so dehn­bar wie Kau­gum­mi unge­fähr. Außer­dem braucht der Papst die Wahr­heit nicht zu ver­kün­den, das tun schon die Medi­en für ihn, und zwar 24 Stun­den am Tag, auf allen mög­li­chen Kanä­len. So wird der Papst ent­la­stet und kann sich voll­ends auf sei­ne Image­pfle­ge kon­zen­trie­ren, in die Kame­ra lächeln, das „Dau­men hoch“ Zei­chen machen, sowie „Guten Appe­tit“ wünschen.

      • Die Medi­en ver­kün­den die Gno­sis? Ich glaub, da hab ich bis­her was ver­passt. Wel­ches Pro­gramm soll­te ich da einschalten?

        • Ich sehe Sie haben kei­ne Sat­an­la­ge. Die vie­len Kanä­le mit den vie­len Damen, alle­samt mit einer Textilallergie.

  6. „Das zwei­te Vati­ka­num war der erste Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung. Nun gebe Gott, dass Papst Fran­zis­kus wei­te­re Refor­men ein­lei­ten wird, um die Kir­che in neu­er Wür­de glän­zen zu lassen.“
    Sage mir wer das 2.Vatikanum lobt und ich sage dir was es ist.
    Dan­ke Mem­phis Mis­raim. Sie sind unbe­zahl­bar. Sie lie­fern Bestä­ti­gun­gen für mein Den­ken und das auch noch umsonst. Was für ein schö­ner und erfolg­rei­cher Tag ist der heutige.
    Per Mari­am ad Christum.

  7. Die Gesund­heit des „Pap­stes“ ist nicht ganz up to Date.Er schwächelt.Wahrscheinlich wird ihm kein lan­ges Leben beschie­den sein.Was zu erwar­ten ist.…

    • Sie soll­ten sich schä­men, dem Papst den Tod zu wün­schen. Das tun Sie schon das 2. Mal auf die­ser Traditionalistenseite.

      Papst Fran­zis­kus ist der­je­ni­ge, auf den die Wahl des Hl. Gei­stes gefal­len ist. Wem das nicht passt, der soll zur Pius­bru­der­schaft gehen.

      Papst Fran­zis­kus wirkt im Übri­gen sehr vital! Auch wenn das nicht in Ihr Kon­zept passt.

      • Pius­bru­der­schaft? Sind das nicht die Ein­zi­gen, die das Papst­tum ohne Abstri­che ver­tei­di­gen? Ich glau­be nicht, dass da Papst­geg­ner hingehen.

        • Sie, auchkein­na­me, haben mich sei­ner­zeit ermahnt, die Stan­des­pflich­ten zu erfül­len und spra­chen davon „die Hän­de an den Rosen­kranz“ zu fes­seln und nicht so sehr in die „Tasten zu hau­en“ — und Sie posten um 1:11?!

          Oder muss­ten Sie da gera­de eine Geld­trans­ak­ti­on des öster­rei­chi­schen Gel­des für die Bru­der­schaft vornehmen?

      • Hier ist zu erwäh­nen ‚dass ich weder dem „Papst“ den Tod gewünscht habe und dar­über­hin­aus auch nicht zu zwei­ten mal.Basta. Ob der Hl.Geist etwas mit der Wahl zu des­sen Amt etwas zu tun gehabt haben soll,ist doch eher zweifelhaft,es war doch eher ein unhei­li­ger Geist von einer gro­ssen Cli­cue von Kar­di­nä­len, die ihren Super ‑Coup gestar­tet haben.nun, aber las­sen wir uns doch nicht von einem aus­ge­bil­de­ten Jesui­ten all zu bil­lig hin­ters Licht führen.Dass Fran 1. nicht sin­gen kann fin­de ich (und tau­sen­de ande­re auch),menschlich ent­täu­schend, ich habe seit jeher Skep­sis gegen­über betont unmu­si­ka­li­schen Men­schen, noch dazu, wenn sie 44 jah­re Lit­urg waren.ABER SEIS AUCH DRUM,DIESE GANZE DEMONSTRATIVE „NEUE“ Art und Wei­se, die­se Volks­nä­he und Beschei­den­heit und Armuts­kar­te soll doch sicher von dem ablen­ken, was er wirk­lich vorhat,.Oder eben von dem wa er gera­de nicht vor­hat, was er nicht zu tun ver­mag! Sei­ne erste „Pre­digt“ neben­bei bemerkt währ­den der Inthro­ni­sa­ti­on war so kurz und gei­stig der­art lapi­dar, dass man dan ein­druck hatte,etwas mit der Kon­ver­sa­ti­on am Micro­phen von Radio Vati­can wür­de nicht stimmen…

          • War­um regen Sie sich denn hier so auf-Sie wei­ser „Herr“ Sie.Gibt es denn nichts wich­ti­ge­res auf der Welt, dass Sie auf­regt. Sie haben doch kei­ne Argu­men­te gegen mich vor­zu­wei­sen, son­dern pure Pole­mik! Sie mach sicher alles richtig,auch wenn’s nur Ein­bil­dung ist.

          • An Leo­ne (3. April 2013 um 04:52 bzw. 14:27)

            Sie haben Ihr gutes Recht, so zu schrei­ben, wie Sie geschrie­ben haben. Ich respek­tie­re das. Jedoch habe ich eine kla­re Mei­nung dazu.

            Dass der neue Papst nicht sin­gen kann, dass er Pro­ble­me mit Fremd­spra­chen hat, fin­de auch ich scha­de, will es ihm aber nicht zum Vor­wurf machen. Eben­so was Tei­le aus sei­nen bis­he­ri­gen Pre­dig­ten und uner­freu­li­che Ten­den­zen zur Schlicht­heit angeht, die auch ich mit ern­ster Sor­ge betrach­te. Auch die Rol­le der Kurie (Kar­di­nä­le Soda­no, Hum­mes und Kas­per) bei Kar­di­nal Ber­go­gli­os Wahl zum Papst gefiel mir über­haupt nicht, der ich mir die Wahl Kar­di­nal Ran­jiths oder Kar­di­nals Bur­kes erhofft habe — weil sie so tra­di­ti­ons­be­wusst und auf lit­ur­gi­sche Sorg­falt, Wür­de und Hei­lig­keit bedacht sind.

            Aber noch wis­sen wir zu wenig, um über Papst Fran­zis­kus urtei­len zu kön­nen. Wich­ti­ger ist es doch, für ihn zu beten und Über­zeu­gungs­ar­beit zu lei­sten (ihm und sei­nen Leu­ten ggü.), dass die Über­lie­fe­rung und Sakra­li­tät (gera­de in der Hl. Lit­ur­gie) von immenser Wich­tig­keit ist für die Kir­che. Geste­hen wir Fran­zis­kus zu, dass er sich zum Posi­ti­ven ändern kann, dass er dazu­ler­nen kann, und set­zen wir uns dafür aktiv und effi­zi­ent ein!

      • Also, das mit dem Hei­li­gen Geist hab ich bis zum letz­ten Kon­kla­ve auch immer geglaubt. Die Sache scheint doch etwas kom­ple­xer zu sein. Immer­hin gab es in der lan­gen Geschich­te auch schlech­te Päp­ste, wenn auch nicht in der Neuzeit.

  8. @Rapunzel
    Wenn Sie Rat­schlä­ge geben, dann geben Sie bit­te die rich­ti­gen Rat­schlä­ge. Wer mit dem Mann, der Fran­zis­kus heißt als Bischof von Rom und damit Papst ist, nicht ein­ver­stan­den ist, der ist bei der Pius­bru­der­schaft völ­lig an der fal­schen Stel­le. Ent­täuscht muss er sich abwen­den. Die Home­page der Pius­bru­der­schaft in Deutsch­land heißt pius.info. Wer sie inter­es­siert liest, muss zu dem Schluss kom­men: Der deut­sche Distrikt ist ein­ver­stan­den mit die­sem soge­nann­ten Papst, sie haben nichts zu kri­ti­sie­ren, sie befin­den sich in voll­kom­me­ner Zufrie­den­heit mit ihm.
    Ich ken­ne Bischof Wil­liam­sons Schrif­ten nicht, muss ich aus­drück­lich sagen, direkt raten, sich an ihn zu hal­ten, kann ich nicht. Ich weiß nur, dass er die­sen Papst mit die­sen Taten nicht billigt.
    Als Ein­zi­ger von der Pius­bru­der­schaft. Doch er ist aus­ge­schlos­sen, er gehört nicht mehr zur Piusbruderschaft.
    Mit ande­ren Wor­ten: Die Prie­ster sind ein­ver­stan­den, es sind nur noch ein paar Lai­en, die sich wehren.
    Bit­te kei­ne fal­schen Rat­schlä­ge: Die Pius­bru­der­schaft, DIE LEITUNG, ist ein­ver­stan­den mit Papst Franziskus!

    • Wel­chen (wenig­stens ver­ba­len) Kreuz­zug erwar­ten Sie denn gegen einen Papst, der noch nicht ein­mal drei Wochen im Amt ist?

      • Über­haupt kei­nen Kreuz­zug. Ich stel­le nur fest: Alles, was vie­len Kom­men­ta­to­ren hier, Schmerz, Kum­mer, Sor­gen berei­tet, was hier zum Asu­druck kommt, ist für die Lei­tung der Pius­bru­der­schaft, den geist­li­chen Söh­nen von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re, kei­ne Sil­be der Kri­tik wert. Dabei haben sie sehr gute Theologen.
        Das ist ja das Beun­ru­hi­gen­de: Die­ser Mann ist erst so kurz im Amt und hat Zei­chen gesetzt, Reden gehal­ten, die einen Tra­di­ti­ons­bruch nach dem ande­ren beinhalten.
        Aber gut: Wenn es Bischof Fel­lay und Herrn Pater Scmid­ber­ger gefällt, wie der Papst die Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie gestal­tet hat, der Papst, der das Vor­bild der Prie­ster sein soll, ich kann es wirk­lich nicht ändern. Ich stel­le es mit Schmerz fest. Nicht mehr und nicht weni­ger. Dabei reicht es über­haupt nicht aus, sich nur auf den Grün­don­ners­tag zu beziehen…

  9. Mitt­ler­wei­le kommt es mir so vor, als ob jeder Papst die Kir­che für sich neu erfin­den könn­te. Ich bin bis­her immer davon aus­ge­gan­gen, daß sich auch der Papst ( oder neu­er­dings Bischof von Rom) an den von Gott geof­fen­bar­ten Glau­ben hal­ten muss. Also ist doch die Fra­ge, wohin ein Papst die Kir­che führt nur sinn­voll, wenn er Ande­res mit ihr vor hat.
    Auch möch­te ich gern wis­sen, wo die Kir­che zen­triert sein soll, wenn nicht in Rom. Immer­hin wur­de die Kir­che von unse­rem Herrn auf Petrus gegrün­det. Dies wür­de an der gött­li­chen Ver­fass­heit rüh­ren. Auch wur­de nur dem Petrus und sei­nen Nach­fol­gern die Gewalt des Bin­den und Lösen verheißen.
    Ich kann mich des Ein­drucks nicht erwäh­ren, daß es let­zend­lich um die Abwick­lung der Kir­che geht. Und das min­de­stens seit 1962.

    • Ja,Sie haben Recht.Aber der Mann, der sich Bischof von Rom nennt,ist ein gelehr­ter schlau­er Jesu­it ‚ein Fuchs. Der wird noch ganz anders wüh­len… .Die­se Leu­te kön­nen sehr aggres­siv sein,deshalb wur­den sie ja auch zeit­wei­se von den Päp­sten in ihrem WIr­ken stak eingeschränkt.I n der Schweiz waren sie zeit­wei­se veboten.Sie soll­ten wie­der vebo­ten werden,da sie gera­de­zu Staats­ge­fäh­dend sub­ver­siv agieren.

      • Er nennt sich nicht nur Bischof von Rom, er ist es, denn der Papst ist auch der Bischof von Rom.

        Papst Fran­zis­kus wur­de legi­tim im Kon­kla­ve gewählt, also ist er das Ober­haupt der römisch — katho­li­schen Kirche.

      • Gut gebrüllt, LEONE, das über­se­hen die Leu­te wohl, daß wir es hier mit einem Jesui­ten zu tun haben. Er war Novi­ze­n­mei­ster und Pro­vin­zi­al, d.h. er gehör­te zum geho­be­nen Füh­rungs­per­so­nal. Der tut nur so dumm, der JPII. hät­te von ihm noch eine Men­ge ler­nen kön­nen. Ich neh­me die­sem Papst kein Stück Brot mehr ab.

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