Papstthron entsorgt? – Umbauarbeiten zur Verkleinerung der Papstwohnung

Papstthron aus Sala Clementina entfernt für Begenung mit Religionsvertretern(Vati­kan) Die einen inner­halb und außer­halb der Kir­che beju­beln die spen­ding review von Papst Fran­zis­kus. Jede Geste ver­ein­fa­che die Insti­tu­ti­on und nähe­re das Papst­stum an die Gläu­bi­gen an. Die poli­ti­schen und reli­giö­sen Füh­rer der Welt zol­len der „Revo­lu­ti­on“ des neu­en Pap­stes ihre „Hoch­ach­tung“. Oba­ma teil­te schrift­lich sei­ne Bereit­schaft zur Zusam­men­ar­beit mit. Die bra­si­lia­ni­sche Staats­prä­si­den­tin, eben­falls poli­tisch links­ste­hend, spricht von einem „gro­ßen Papst“ und scherzt nach der ersten Audi­enz: „Wenn der Papst Argen­ti­ni­er ist, dann ist Gott Bra­si­lia­ner.“

Die ande­ren, vor allem inner­halb der Kir­che beob­ach­ten mit Zurück­hal­tung und Sor­ge, daß der neue Papst Armut mit Pau­per­is­mus und sei­ne Per­son mit dem Papst­tum ver­wech­seln könn­te. Ent­blößt und ver­armt er sei­ne Per­son, so sei das zu begrü­ßen und ehre ihn. Ent­blößt er durch miß­ver­stan­de­ne Selbst­be­zo­gen­heit jedoch Petrus, den Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden, dann ent­blö­ße er die durch das Amt aus­ge­drück­te Herr­schaft Jesu Chri­sti, die sicht­ba­re Kir­che von ihrer Auf­ga­be, Gott zu die­nen und ihn zu ver­herr­li­chen.

Bergoglio Style zwischen Jubel und Sorge

Der neue „Ber­go­glo Style“ wie ihn Jour­na­li­sten eupho­risch nen­nen, wird auch in die päpst­li­che Woh­nung Ein­zug hal­ten. Als Kuri­en­erz­bi­schof Georg Gäns­wein mit ande­ren dem neu­en Papst die Räum­lich­kei­ten des Pap­stes im letz­ten Stock des Apo­sto­li­schen Pala­stes zeig­te, von dem aus am Sonn­tag der Ange­lus gebe­tet wird, war die erste Reak­ti­on des neu­en Haus­herrn: „Hier ist ja Platz für 300 Per­so­nen“. Die Woh­nung wird nun durch Umbau­ten ver­klei­nert wer­den. Wer die Bil­der der Woh­nung zu Zei­ten Johan­nes Pauls II. und Bene­dikts XVI. kennt, weiß, daß sie so beschei­den ein­ge­rich­tet ist, daß sie mehr einer ein­fa­chen Dienst­woh­nung in einem könig­li­chen Palast ähnelt, als den Wohn­räu­men des Königs.

Benedikt XVI. auf dem Papstthron in der Sala Clementina bei der letzten Begegnung mit den Kardinälen am 28. Februar 2013Gestern erfolg­te jedoch ein ganz ande­rer, „weit­rei­chen­der Bruch mit dem Pro­to­koll“, so Vati­can Insi­der. Fran­zis­kus emp­fing in der Sala Cle­men­ti­na, dem päpst­li­chen Audi­enz­saal die Ver­tre­ter „der Kir­chen und kirch­li­chen Gemein­schaf­ten und der ver­schie­de­nen Reli­gio­nen“, die zu sei­ner Amts­ein­füh­rung nach Rom gekom­men waren. Dafür ließ er den Papst­thron und das Podest, auf dem die­ser stand, aus dem Saal ent­fer­nen und durch einen ein­fa­chen Stuhl erset­zen. Der Papst begeg­ne­te den Kon­fes­si­ons- und Reli­gi­ons­ver­tre­tern auf der­sel­ben Ebe­ne als Glei­cher unter Glei­chen, wenn auch als Pri­mus inter pares. Es ist noch nicht klar, ob die „Thron­ent­fer­nung“, über die ita­lie­ni­sche Medi­en berich­ten, dau­er­haft ist oder anlaß­be­zo­gen war, um den Reli­gi­ons­ver­tre­tern zu begeg­nen.

Ohne Thron Gleicher unter Gleichen

Der Ober­rab­bi­ner von Rom, Ric­car­do Di Seg­ni, berei­tet unter­des­sen den Besuch des Pap­stes in der Stadt­syn­ago­ge vor. Di Seg­ni hat­te wäh­rend des Pon­ti­fi­kats Bene­dikts XVI. mehr­fach schar­fe Kri­tik geübt, vor allem im Zusam­men­hang mit Papst Pius XII., aber auch wegen des Kar­frei­tags­ge­bets und dem Fall Wil­liam­son.

Der Öku­me­ni­sche Patri­arch von Kon­stan­ti­no­pel, Bar­tho­lo­mä­us I., hat Fran­zis­kus zu einer gemein­sa­men Pil­ger­rei­se ins Hei­li­ge Land ein­ge­la­den, um 2014 des 50. Jah­res­tags der Umar­mung zwi­chen Patri­arch Athen­ago­ras (1948–1972) und Paul VI. (1963–1978) zu geden­ken. Zwi­schen bei­den wur­den meh­re­re gemein­sa­me Punk­te bespro­chen, so reg­te der Patri­arch theo­lo­gi­sche Gesprä­che, der Papst einen gemein­sa­men Ein­satz zur Bewah­rung der Umwelt an. Für Novem­ber wur­de ein Besuch des Pap­stes im Fener, dem ortho­do­xen Vati­kan in Istan­bul bespro­chen. Am 25. Novem­ber 2009 hat­te Papst Bene­dikt XVI. Bar­tho­lo­mä­us geschrie­ben: „Die Kir­che ver­steht das Petrus­amt als Geschenk des Herrn an sei­ne Kir­che“. Dem Öku­me­ni­schen Patri­ar­chen war gestern bei der Audi­enz ein Ehren­platz zuge­wie­sen wor­den, als erster unter den Dele­ga­tio­nen zur Rech­ten des Pap­stes, aber von den ande­ren durch einen Abstand deut­lich abge­ho­ben.

Kritik an Kommunionteilnahme der Abtreibungsbefürworter Biden und Pelosi

Aber es fehlt nicht an Kri­tik: US-Vize­prä­si­dent Joe Biden und der Frak­ti­ons­füh­re­rin der Demo­kra­ti­schen Par­tei im Abge­ord­ne­ten­haus Nan­cy Pelo­si, bei­de Katho­li­ken, wur­de bei der Amts­ein­füh­rungs­ze­re­mo­nie am Peters­platz die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on gespen­det. Von ver­schie­de­ner Sei­te, vor allem aus den USA gab es dafür hef­ti­ge Kri­tik. Bei­de Poli­ti­ker sind Abtrei­bungs­be­für­wor­ter. Der katho­li­sche Prie­ster Frank Pavo­ne, Grün­der der Bewe­gung Prie­ster für das Leben, die sich für den unein­ge­schränk­ten Schutz des Lebens ein­set­zen, gera­de dort, wo es am mei­sten gefähr­det ist, im Mut­ter­leib durch Abtrei­bung, im hohen Alter durch Eutha­na­sie, hat­te bereits im Vor­feld der Amts­ein­füh­rung den Vati­kan auf­merk­sam gemacht, daß die bei­den Ver­tre­ter der US-Regie­rung und des US-Par­la­ments vom Kom­mu­nion­emp­fang aus­zu­schlie­ßen sei­en. „Die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on bedeu­tet Ein­heit und sie befin­den sich nicht in Ein­heit mit der Kir­che zu grund­le­gen­den Fra­gen wie dem Lebens­recht“, so Father Pavo­ne.

Mit dem Aus­schluß vom Kom­mu­nion­emp­fang tut sich die Kir­che schwer, allein schon aus logi­sti­schen Grün­den. Auch 2008, beim Besuch  Bene­dikts XVI. in den USA stell­ten sich Pelo­si, damals Vor­sit­zen­de des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses, der dama­li­ge Sena­tor und heu­ti­ge Außen­mi­ni­ster John Ker­ry und der Sena­tor Chris Dodd, alle Katho­li­ken und Abtrei­bungs­be­für­wor­ter zum Kom­mu­nion­emp­fang an. Laut katho­li­schem Ver­ständ­nis begeht jemand ein Sakri­leg, der die Kom­u­ni­on emp­fängt, obwohl er sie nicht emp­fan­gen dürf­te.

Jesuiten bieten Papst „jegliche Hilfe“ an, da er nun „Rat, Ideen und Personen brauchen wird“

Pater Adol­fo Nico­las Pachon, der Ordens­ge­ne­ral der Jesui­ten, denen der neue Papst ange­hört, bot Franz­i­kus „alle Mit­tel an, über die die Gesell­schaft Jesu ver­fügt, da er in sei­ner neu­en Posi­ti­on Rat­schlä­ge, Ideen und Per­so­nen sicher brau­chen wird“.

„Die Demut garan­tiert die Gegen­wart des Herrn: wenn jemand selbst­zu­frie­den ist und alle Ant­wor­ten für alle Fra­gen hat, dann ist das ein Beweis, daß Gott nicht mit ihm ist. Selbst­zu­frie­den­heit stellt man bei allen fal­schen Pro­phe­ten fest, bei den reli­giö­sen Füh­rern, die im Irr­tum sind, die die Reli­gi­on für ihr eige­nes Ego benut­zen“, schreibt Jor­ge Mario Kar­di­nal Ber­go­glio im Buch Über den Him­mel und die Erde, das er 2010 gemein­sam mit dem jüdi­schen Rab­bi­ner Abra­ham Skorka in Argen­ti­ni­en her­aus­brach­te.

„Regierungsprogramm“ in gemeinsamem Buch mit Rabbiner Abraham Skorka enthalten?

Dar­in spricht Ber­go­glio von Poli­tik, Reli­gi­on, inter­re­li­giö­sem Dia­log, Fun­da­men­ta­lis­mus, Athe­isten, Holo­caust und Kapi­ta­lis­mus. Eine vor­weg­ge­nom­me­ne Skiz­ze sei­nes Pon­ti­fi­kats: das Ver­hält­nis zur poli­ti­schen Macht, der Dia­log mit den ande­ren Reli­gio­nen und den Ungläu­bi­gen, die Öff­nung gegen­über wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen und ande­ren irre­gu­lä­ren Lebens­for­men, kei­ne Öff­nung gegen­über Homo-„Ehe“, Eutha­na­sie und Abtrei­bung. Und eine Neu­or­ga­ni­sa­ti­on der Römi­schen  Kurie, die schlan­ker wer­den und kol­le­gia­ler geführt wer­den soll.

2009 schrieb er das Vor­wort zu einem Thril­ler, der im Jer­sua­lem des 1. Jahr­hun­derts ange­sie­delt ist. Dort­hin könn­te er, der Nach­fol­ger des Apo­stels Petrus, bereits im näch­sten Jahr mit dem Nach­fol­ger des Apo­stels Andre­as rei­sen, den er gestern als „mein Bru­der“ bezeich­ne­te. Mit dem Juden­tum pfleg­te bereits Ber­go­glio in Bue­nos Aires ein sehr enges Ver­hält­nis. Von den Mos­lems sag­te der neue Papst beim Emp­fang in der thron­lo­sen Sala Cle­men­ti­na: „Herz­lich begrü­ße ich […] vor allem die Mus­li­me, die den einen, leben­di­gen und barm­her­zi­gen Gott anbe­ten und im Gebet anru­fen.“

Der Papst prä­sen­tier­te sich ihnen als Glei­cher unter Glei­chen. Eine neue Pha­se des Dia­logs scheint begon­nen zu haben.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: 30giorni/Wikicommons/screenshot CTV

14 Kommentare

  1. Ich weiß nicht war­um die Sache mit der nicht­ver­wei­ger­ten Kom­mu­ni­on immer noch sol­che Ver­wun­der­de­rung aus­löst. Ver­ur­tei­lun­gen jeg­li­cher Art, egal ob Lehr­amt­mä­ssi­ge oder Per­sön­li­che wur­den mit den Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil auf­ge­ge­ben und das mensch­li­che Gewis­sen wur­de abso­lut gestellt, nicht nur bezüg­lich des ersten Gebots (Reli­gi­ons­frei­heit) son­dern im Grun­de (damit) auch bezüg­lich den ande­ren Gebo­ten.

    • Kein Ein­spruch,
      aber ich weiß es nicht genau, ist die­se das Gewis­sen über Alles stel­len­de Aus­sa­ge nicht sin­gu­lär in Deutsch­land mani­fe­stiert, in der unsäg­li­chen „König­stei­ner Erklä­rung“?
      Ich den­ke wie Sie, es wird inzwi­schen über­all so gehand­habt, aber wie­der ein­mal, sind die Deut­schen am Gründ­lich­sten gewe­sen.
      Ich tei­le mit vie­len die Mei­nung das das, was wir von den USA hier sehen zutiefst ver­ab­scheu­ungs­wür­dig ist (Waf­fen, Krieg, Ver­got­tung des Gel­des, Raub­tier­ka­pi­ta­lis­mus in impe­ria­li­sti­scher Form), aber das es in die­sem Land vie­le Men­schen gibt, die laut­stark gegen Abtrei­bung und Unmo­ral (zb. jüngst die Chri­stoph Waltz Blas­phe­mie auf Jesus Chj­ri­stus) zu Fel­de zie­hen.
      Nicht weni­ge Bischö­fe prak­ti­zie­ren offen die Kom­mu­ni­ons­ver­wei­ge­rung gegen das per­ver­se Estab­lish­ment und kämp­fen offen gegen eine Homo­se­xua­li­sie­rung der Gesell­schaft und auch der Kir­che.
      Das ist so in Euro­pa NICHT mehr mög­lich, eine Kata­stro­phe, ja nicht ein­mal mehr in der Kir­che, inso­fern hat Ame­ri­ka mora­lisch einen Rie­sen­vor­sprung vor uns.

      • Es sieht so aus als wäre die deutsch­spra­chi­gen Theo­lo­gen die Avant­gar­de der Moder­ni­sten, der Rest der Theo­lo­gen und wei­te Tei­le des Kle­rus über­neh­men dann deren Ansich­ten — war­um auch immer — meist sogar unhin­ter­fragt.

        Ich kann nicht beur­tei­len wie es in Ame­ri­ka kon­kret mora­lisch aus­sieht. Einen Rie­sen­vor­sprung kann ich mir aber nur schwer vor­stel­len. Wenn sich dort noch geord­ne­ter grö­ße­rer Wider­stand ergibt, mag das auch an dem Ein­fluß evan­ge­li­ka­ler Grup­pen lie­gen, die dort sehr rüh­rig sind und Katho­li­ken viel­leicht mit­zie­hen oder zumin­dest auf Ideen brin­gen, sich nicht alles bie­ten zu las­sen.

  2. Jetzt scheint die Will­kür des Novus Ordo end­lich auch in der Papst- Eta­ge ange­kom­men zu sein.
    Ein Bruch nach dem ande­ren, was kommt als näch­stes?

  3. In den ersten 3 Jahr­hun­der­ten haben die Päp­ste auch in Beschei­den­heit ihre Ämter aus­ge­übt, und der aus dem 16. Jahr­hun­dert stam­men­de Papst­pa­last ent­rück­te die Päp­ste von ihren Mit­men­schen. Und ich bin über­zeugt, vie­le Päp­ste gaben vor mit ihrem Prunk Gott ver­herr­li­chen zu wol­len, und dien­ten vor allem ihrer Eitel­keit. Tia­ra und Thron , das stammt aus dem 13. Jahr­hun­dert als die Kreuz­fah­rer Kon­stan­ti­no­pel kaputt plün­der­ten und die Kir­che ganz offen nach der welt­li­chen Macht griff, und mit der Aus­rot­tung der Hohen­stau­fen durch die Kir­che und ihre Vasal­len das deut­sche Volk dem Papst­tum sehr ent­frem­det wur­de, ich sehe dort den Boden für die Refor­ma­ti­on.
    Aller­dings ist die­ser Papst ein gro­ßer Zweit­va­ti­ka­nist, er bekann­te sich schon hin­rei­chendst zu dem Kon­zils­do­ku­ment der Öku­me­ne wenn er sag­te dass die Mos­lems zu dem­sel­ben Gott beten. Aber das ist noch weni­ger absurd als wenn Bene­dikt XVI. sag­te, dass der Alte Bund für die Juden fort­be­steht. Es geht ver­hän­gis­voll wei­ter so, aller­dings ist Fran­zis­kus nicht so unauf­rich­tig wie Johan­nes Paul, Paul VI. und Johan­nes Paul II. die sehr lei­dend kon­ser­va­tiv taten und in Wirk­lich­keit nur sol­che Bischö­fe nah­men von denen sie wuss­ten, dass sie das Gegen­teil von dem tun, was sie vor­ga­ben zu bedau­ern.

  4. War­um habe ich bei Lesen die­ser Web­site (Arti­kel und Kom­men­ta­re) das ste­te Gefühl, es hier mit Leu­ten zu tun zu haben, denen die­se Papst­wahl gegen den Strich geht? Wenn das so sein soll­te, dürf­te den Betref­fen­den noch eine schwe­re Zeit bevor­ste­hen und sie wer­den sich irgend­wann über­le­gen müs­sen, wel­che Kon­se­quen­zen sie dar­aus zie­hen wol­len, es mit einem Papst zu tun zu haben, der ihren Über­zeu­gun­gen so sehr wider­spricht.
    Die Empö­rung über den Kom­mu­nion­emp­fang von Nan­cy Pelo­si und Joe Biden scheint mir auch etwas heuch­le­risch moti­viert zu sein. Die­se Ent­rü­stung war etwa bei Sil­vio Ber­lus­co­ni, dem per­ma­nen­te Ehe­bre­cher und Kin­der­schän­der (von sei­nen ande­ren häu­fig kri­mi­nel­len Unta­ten ganz zu schwei­gen) nach mei­ner Ent­rü­stung nie zu ver­neh­men. Dabei geht doch Ber­lus­co­ni, die­ser ver­kör­per­te Tief­punkt mora­li­scher Stan­dards, unver­dros­sen seit Jah­ren zur Hl. Kom­mu­ni­on, die ihm etwa von Ange­lo Sco­la, sei­nem Freund als alten Tagen, auch nie ver­wei­gert wor­den ist. Ich woll­te, dass die­je­ni­gen auf die­ser Sei­te, die so gern und schnell das Wort Moral im Mun­de füh­ren, das auch ein­mal the­ma­ti­sier­ten.

    • Ist Ber­lus­co­ni geschie­den wie­der­ver­hei­ra­tet? Ist er für die Ermor­dung klei­ner Kin­der? Das sind Fra­gen. Ich weiß es nicht.

  5. S.E Lef­eb­v­re 1978:

    „Was war das Merk­mal der katho­li­schen Kir­che, seit Unser Herr Jesus Chri­stus selbst sie gegrün­det hat?
    Mit wel­chen Wor­ten wur­de das Apo­sto­lat der Kir­che gegrün­det?
    „Eun­tes, doce­te omnes gen­tes!“ – Gehet hin und leh­ret alle Völ­ker und tauf­et sie im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Gei­stes.“
    Das hat Unser Herr Jesus Chri­stus selbst gesagt.
    Er sag­te NICHT, daß alle Reli­gio­nen den glei­chen Wert haben und wir kei­ne Mis­sio­nä­re mehr benö­ti­gen.
    Die Kir­che ist NICHT öku­me­ni­stisch.
    Die
    KIRCHE IST MISSIONARISCH.
    Das ist über­haupt nicht das­sel­be.
    Die Kir­che zieht aus und spricht den Men­schen an. Es wird zu uns gesagt:
    „Sie sind gegen den Dia­log!“
    Wir sind nicht gegen den Dia­log.
    Ich selbst war drei­ßig Jah­re lang in Afri­ka als Mis­sio­när tätig.
    Ich muß­te sehr wohl mit Hei­den spre­chen.
    Wir sind für den Dia­log,
    DER DIE SEELEN ZU UNESEREM HERRN JESUS CHRISTUS BEKEHRT.
    Wir sind aller­dings GEGEN einen Dia­log,
    der den IRRTUM EBENSO WIE DIE WAHRHEIT, und die TUGEND EBENSO WIE DAS LASTER aner­kennt. „

    .
    und wei­ter:

    „Wenn man den Glau­ben an die GOTTHEIT UNSERES HERRN JESUS CHRISTUS hat,
    SO WILL MAN, DASS JESUS CHRISTUS HERRSCHE,
    dass er regie­re,
    dass
    DER IRRTUM VERWORFEN WERDE.
    Man kann dann NICHT anneh­men, dass Jesus Chri­stus
    mit Bud­dha oder Moham­med oder Luther die glei­chen Rech­te habe.
    (..)
    hat JESUS CHRISTUS
    ALLEIN DAS ANRECHT ZU HERRSCHEN“
    .
    -
    http://www.razyboard.com/system/morethread-der-unverfaelschte-glaube-forumtradi-2207667–6195858‑0.html
    -

  6. ENZYKLIKA MORTALIUM ANIMOS
    von Papst Pius XI. aus dem Jah­re 1928 !
    Der Papst nimmt – unmiss­ver­ständ­lich – Stel­lung zu einem
    falsch ver­stan­de­nen „Oeku­me­nis­mus“.
    Aus­zug:
    —
    (…)
    Zu die­sem Zweck hal­ten sie vor einer zahl­rei­chen
    Zuhö­rer­schaft Kon­fe­ren­zen, Ver­samm­lun­gen und Vor­trä­ge, zu denen sie alle ohne jeden Unter­schied zur Aus­spra­che ein­la­den:
    Hei­den jeder Art und Chri­sten,
    und end­lich auch jene, die unse­li­ger­wei­se
    von Chri­stus abge­fal­len sind
    oder die sei­ne gött­li­che Natur und sei­ne gött­li­che Sen­dung erbit­tert und hart­näckig bekämp­fen.
    Der­ar­ti­ge Ver­su­che kön­nen von den Katho­li­ken in
    kei­ner Wei­se gebil­ligt wer­den.
    Sie gehen ja von der
    fal­schen Mei­nung jener aus, die da glau­ben,
    alle Reli­gio­nen sei­en
    gleich gut und lobens­wert,
    weil alle, wenn auch in ver­schie­de­nen For­men, doch glei­cher­ma­ßen dem
    uns ange­bo­re­nen und natür­li­chen Sinn Aus­druck geben, durch den wir nach Gott ver­lan­gen und uns
    sei­ner Ober­herr­schaft gehor­sam unter­wer­fen.
    Die Ver­tre­ter sol­cher Ansich­ten sind nun nicht nur in Irr­tum und Selbst­täu­schung befan­gen,
    son­dern
    sie leh­nen auch die wah­re Reli­gi­on ab, indem sie ihren Begriff ver­fäl­schen.
    Auf die­se Wei­se kom­men sie Schritt für Schritt zum Natu­ra­lis­mus und Athe­is­mus.
    (…)

    http://www.razyboard.com/system/morethread-enzyklika-mortalium-animos-forumtradi-2207698–5857179‑0.html

  7. Ber­go­glio ali­as Papst Franzikus.…..Papst ‚oder Ein­dring­ling im Dien­ste der Frei­mau­rer­lo­ge? Das ist hier die Fra­ge. La Salet­te spricht hier eine deut­li­che­re Sprache:„Rom wird den Glau­ben ver­lie­ren und Sitz des Anti­christ wer­den“. Der Jesu­it zeig­te von Anfang an ‚wes­sen Gei­stes Kind er ist. Sei­ne Ver­ach­tung der triden­ti­ni­schen hl.Messe,seine zyni­sche Aus­fäl­le gegen ALLES was den Päp­sten bis­her hei­lig war.-Zb: Die­se Kla­mot­ten kön­nen Sie sich sel­ber anziehen,die Zeit des Car­ne­val ist vorbei,siehe Wei­ge­rung das gol­de­ne Papst-Brust­kreuz zu tragen,ec,ect. Man sieht auch,wer immer vom Teu­fel spricht wie Herr Ber­go­glio… Das freut die fal­schen Schlan­gen und die Wöl­fe unter den Kar­di­nä­len und Bischofs­müt­zen. Herr erbar­me Dich dei­ner Kir­che!

  8. Revo­lu­ti­on ist das rich­ti­ge Wort. Aber die begann genau genom­men mit der Refor­ma­ti­on. Rich­tig ent­la­den hat sich die­ser Geist,nach mei­ner Ansicht, im 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil. Das per­fi­de dar­an ist die Tat­sa­che, daß es zwar offi­zi­ell kei­ne neu­en Dog­men auf­ge­stellt hat, aber alle Glau­bens­wahr­hei­ten zur Dis­kus­si­on stellt (Geist des Kon­zils).
    Die zwei­te Stoß­rich­tung sehe ich in der Auf­lö­sung des Papst­am­tes.
    Zuerst nur ein biss­chen mehr Kol­le­gia­li­tät, dann Auf­ga­be der Regent­schaft mit dem Ver­kauf der Tia­ra. Dann die Inan­spruch­nah­me der Rück­tritts­mög­lich­keit und nun haben wir nur noch einen Bischof von Rom, der schein­bar sei­ne noch ver­blie­be­ne Macht dazu nutzt, das Amt voll­stän­dig auf­zu­lö­sen.
    Wenn er in die­sem Tem­po wei­ter macht, brau­chen sich die Kar­di­nä­le zu kei­nem Kon­kla­ve mehr tref­fen.
    Aber let­zend­lich ver­greift man sich an den Herr­schafts­rech­ten unse­res Her­ren und Hei­lands, der sich sei­ne Kir­che mit sei­nem Blut erwor­ben hat.
    Auf die Fra­ge von Pila­tus bekennt er: Ja, ich bin ein König. Dafür bin ich in die Welt gekom­men, daß ich für die Wahr­heit Zeug­nis able­ge.
    Was ist nun die Auf­ga­be eines Königs? Ich den­ke doch wohl regie­ren.
    Die abso­lu­te Wahr­heit ist unmo­dern gewor­den und die Macht des Bin­den und Lösens wird, wenn über­haupt, nur noch kol­le­gi­al aus­ge­übt.

    Herr, sei und gnä­dig.

  9. Statt die päpst­li­che Woh­nung medi­en­wirk­sam und kost­spie­lig ver­klei­nern zu las­sen, könn­te man ja in den über­zäh­li­gen Räu­men auch Obdach­lo­se ein­quar­tie­ren.

  10. Über­schrif­ten wie „Papst­thron ent­sorgt?…“ erzeu­gen m. E. unnö­tig Panik, Angst und Miss­trau­en. Das dient nicht der sach­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung mit eini­gen zuge­ge­be­ner Wei­se irri­tie­ren­den Maß­nah­men unter Papst Fran­zis­kus.

  11. Ein Papst braucht kei­nen Thron, die­se Königs­in­si­gni­en sind eine Ver­ir­rung des 13. Jahr­hun­derts.

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