Papst Franziskus segnet Journalisten „still“

Aus „Respekt vor dem Gewis­sen eines jeden“, seg­ne­te Papst Fran­zis­kus bei sei­ner ersten Begeg­nung die Medi­en­ver­tre­ter nur still.

13 Kommentare

  1. Chri­stoph Reb­ner: Wo kön­nen sie hier Jesus Chri­stus her­aus­le­sen, sind sie Gedan­ken­le­ser??
    [spa­nisch:] Ich habe gesagt, dass ich Ihnen von Her­zen mei­nen Segen ertei­len wür­de. Da aber vie­le von Ihnen nicht der katho­li­schen Kir­che ange­hö­ren, ande­re nicht gläu­big sind, ertei­le ich von Her­zen die­sen Segen in Stil­le jedem von Ihnen mit Respekt vor dem Gewis­sen jedes ein­zel­nen, aber im Wis­sen, dass jeder von Ihnen ein Kind Got­tes ist. Gott seg­ne Sie.

    Oder lau­tet die Segens­for­mel der Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und APOSTOLISCHEN Kir­che bis­her nicht doch: .….…..Es seg­ne euch der all­mäch­ti­ge Gott, Der Vater, + und der Sohn, + und der Hei­li­ge + Geist.

    Gott zum Gru­ße

  2. „…aber im Wis­sen, dass jeder von Ihnen ein Kind Got­tes ist.“
    Dann hät­te der acht­sa­me Fran­zis­kus I. aber vor Respekt vor Athe­isten auch hier kon­se­quent still sein müs­sen oder etwas von „Kind des Uni­ver­sums“ sagen sol­len. [Iro­nie]
    Sehr frag­wür­dig, aber nicht mehr als dass er als Kar­di­nal ein Ordi­na­ri­at für Angli­ka­ner für unnö­tig erach­te­te und mein­te, wir bräuch­ten die angli­ka­ni­sche Kir­che.

  3. Der Begriff Kin­der Got­tes für alle Men­schen ist falsch.
    Nur die Getauf­ten, die Katho­li­ken, die in der heilg­ma­chen­den Gna­de leben sind Kin­der Got­tes. Alle ande­ren sind Geschöp­fe Got­tes, aber nicht sei­ne Kin­der.
    Heißt es nicht beim hl. Pau­lus: „Einst waren wir Kin­der des Zorns“?

    • Lie­be Simo­ne,
      alle Kin­der, sprich alle Men­schen, sind Kin­der Got­tes. Und zwar des­halb, weil eben die Men­schen Geschöp­fe Got­tes sind, sind sie auch sei­ne Kin­der, unab­hän­gig davon, ob sie getauft oder nicht getauft sind.
      Nach Ihrer Logik wären alle Men­schen, die nicht getauft sind, Kin­der des Zorns.
      womit wol­len sie das begrün­den?
      Die­se gedank­li­che Eng­füh­rung ist uner­träg­lich.
      Ich hal­te es da lie­ber mit Frère Roger aus Tai­zé, der sei­ner­zeit for­mu­lier­te: „Gott ist die schlecht­hin­ni­ge Lie­be.“ Und ich glau­be, dass die­ser Gott in sei­ner Lie­be alle Men­schen, ob getauft oder unge­tauft, als sei­ne Kin­der ansieht.

      • Sie dür­fen jetzt nicht gleich schockiert sein, aber da muß ich Sie etwas kor­ri­gie­ren. Bes­ser gesagt, tut das unser Herr Jesus Chri­stus, durch sei­nen Lieb­lings­jün­ger Johan­nes. Mit dem bibli­schen Begriff „Kin­der Got­tes“ sind nicht ein­fach alle Men­schen gemeint, weil Gott der Ursprung aller Schöp­fung und allen Lebens ist. Das ist nett gedacht, trifft die Sache aber nicht. Der Begriff „Kind Gottes/Kinder Got­tes“ geht viel tie­fer. Er stammt von Chri­stus selbst und soll­te daher auch nicht leicht­fer­tig umge­deu­tet wer­den:
        In Johan­nes 1,12 sagt Johan­nes zunächst von sich: „Ich bin ein Kind Got­tes.“
        Und dann defi­niert er, wer ein Kind Got­tes wer­den kann: „Allen aber, die ihn auf­nah­men, gab er Macht, Kin­der Got­tes zu wer­den, allen, die an sei­nen Namen glau­ben.“
        Es ist daher kei­nes­wegs so, daß mit dem Begriff „Kind Got­tes“ auto­ma­tisch jeder gemeint ist. Jeder könn­te zwar Zugang dazu haben, ein „Kind Got­tes“ zu wer­den, aber nur wenn er an sei­nen Namen glaubt und ihn auf­nimmt. Aber Chri­stus selbst scheint da Sei­ne Zwei­fel gehabt zu haben, daß das alle tun wer­den:
        s. Johan­nes 3,1–2: „Seht, wie groß die Lie­be ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir hei­ßen Kin­der Got­tes, und wir sind
        es. Die Welt erkennt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.“
        Die Welt, damit sind jene Men­schen gemeint, die den drei­fal­ti­gen Gott nicht aner­ken­nen. Sie sind kei­ne „Kin­der Got­tes“.
        Ich kann Ihnen nur emp­feh­len auch den näch­sten Satz zu lesen. Er ist eine groß­ar­ti­ge Ver­hei­ßung für die „Kin­der Got­tes“, aber nicht auto­ma­tisch für alle Men­schen nur weil sie Men­schen sind. Also, alle sind wir Geschöp­fe Got­tes, aber längst nicht alle sind wir Kin­der Got­tes.

  4. Sag­te nicht neu­lich jemand in einer ver­gleichs­wei­se sehr schlich­ten und beschei­de­nen Homi­lie: „Wenn man Jesus Chri­stus nicht bekennt, bekennt man die Welt­lich­keit des Teu­fels, die Welt­lich­keit des Bösen“!?

    Und könn­te man nicht aus dem eben­dort zitier­ten Satz „Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teu­fel.“ schluss­fol­gern: „Wer nicht im Namen des Herrn seg­net, seg­net im Namen des Teu­fels“?

  5. S.E. Fel­lay:
    -
    „Der heu­ti­ge Öku­me­nis­mus ent­springt wesent­lich dem Irr­tum des reli­giö­sen Rela­ti­vis­mus.
    Die Kir­che ist das Reich Got­tes auf Erden. 
    Wir tre­ten in die­ses ein durch Glau­be und TAUFE, wel­che die Erb­sün­de in uns tilgt, uns zu Tem­peln des Hei­li­gen Gei­stes gestal­tet und des gött­li­chen Lebens teil­haf­tig macht; sie pfropft uns dar­über hin­aus als leben­di­ge Rei­ser dem wah­ren Wein­stock Jesus Chri­stus auf, so dass wir — wie­der­ge­bo­ren aus dem Was­ser und dem Hei­li­gen Geist — WAHRE KINDER GOTTES, BRÜDER CHRISTI und Mit­er­ben der himm­li­schen Herr­lich­keit sind. Bekeh­rung, Buße, Glau­be an Chri­stus und Annah­me sei­ner Stif­tun­gen sind Vor­aus­set­zung für das Heil. 
    Aller­dings kann und darf nie­mand zur Annah­me des Glau­bens gezwun­gen wer­den. Die­ser ist viel­mehr die frei­wil­li­ge Annah­me der gesam­ten Offen­ba­rung Got­tes. Die katho­li­sche Kir­che ist der ein­zi­ge Weg des Heils. Indes wirkt sie auch außer­halb ihrer sicht­ba­ren Gren­zen durch dort mög­li­cher­wei­se ver­streu­te Wahr­heits­ele­men­te,
    die aber von Rechts wegen alle ihr gehö­ren*. 
    Kei­ne der ande­ren Kon­fes­sio­nen und Reli­gio­nen außer­halb der vom Gott­men­schen selbst gestif­te­ten ist also ein Weg des Heils; sie sind eher Wege des Ver­der­bens; denn trotz der Heilsele­men­te, die sich in ihnen fin­den kön­nen, füh­ren sie aus sich selbst her­aus ent­we­der von Chri­stus oder von der von Chri­stus gestif­te­ten Kir­che weg.“

    http://www.razyboard.com/system/morethread-verklaerung-forumtradi-2207888–5852834‑0.html

    • Der heu­ti­ge Öku­me­nisms mag tat­säch­lich reli­giö­sem Rela­ti­vis­mus ent­spre­chen, die Öku­me­ne hin­ge­gen beruht auf dem, so in den Abschieds­re­den, geäu­ßer­ten Mah­nung zur Ein­heit. Selbst­ver­ständlch geht es nicht um Ein­heit um jeden Preis, das wäre tat­säch­lich Öku­me­nis­mus, son­dern um Ein­heit in der Wahr­heit, also um Öku­me­ne. Hier­bei geht das immer tie­fe­re Ein­drin­gen durch Gebet, Medi­ta­ti­on und Gespräch, bis wir in der Tie­fe zum Kern der uns allen gemein­sa­men Wahr­heit durch­drin­gen.

      Außer­dem ergibt sich die Fra­ge der Unter­schei­dung zwi­schen Fra­ge, zu denen es nur eine ein­zi­ge rich­ti­ge Ant­wort gibt und sol­chen, zu denen es zwei oder meh­re­re rich­ti­ge Ant­wor­ten gibt. So hat man sich z. B. mit den Ost­kir­chen bei der Fra­ge, wann in der Lit­ur­gie Wand­lung geschieht, in der Epik­le­se oder der Ana­mne­se, dar­auf geei­nigt, daß hier jede Kir­che ihre Auf­fas­sung behal­ten kann, wenn nur in jedem Kanon bei­des (also Epik­le­se und Anna­mne­se) ent­hal­ten sind.

      Alle christ­li­chen Kir­chen haben — abge­se­hen vom filio­que — das­sel­be Glau­bens­be­kennt­nis. Trotz­dem gibt es zur Zeit noch kir­chen­tren­nungs­re­le­van­te Lehr­un­ter­schie­de.

  6. Das ist das „Inklu­si­ons­mo­dell“ nach dem wir uns nun alle zu rich­ten haben. Man gibt alles auf, was ande­re nicht tei­len oder stö­ren könn­te und wups, sind alle gleich und man selbst ist noch glei­cher, da die Ande­ren nicht auf­ge­ben müs­sen, was wir nicht tei­len..

    • Inklu­si­on ist in der Tat genau das Mode­wort, mit dem sich die neue­ste Stoß­rich­tung des Wider­sa­chers beschrei­ben lässt.

  7. Gestern vor den Jour­na­li­sten, heu­te in und vor San­t’An­na: Hof­fent­lich ist sich der Hl. Vater bewusst, wem er das brei­te Inter­es­se und den öffent­li­chen Zuspruch, den er gegen­wär­tig erfah­ren darf, ver­dankt: ganz allein dem Papst­amt — und eben nicht „nur“ dem­je­ni­gen eines Bischofs von Rom. Wie man näm­lich aus glaub­wür­di­ger Quel­le vor Ort erfah­ren kann, befin­det sich die Kir­che in Argen­ti­ni­en im all­ge­mei­nen wie auch die Erz­diö­ze­se Bue­nos Aires alles ande­re als in blü­hen­dem Zustand; u.a. hat es — trotz längst prak­ti­zier­ter Pover­ty & Humi­li­ty, auf­ge­ge­be­nem Bischofs­pa­lais, Self-Coo­king etc. — noch nie so weni­ge Semi­na­ri­sten wie der­zeit gege­ben. Der letz­te Erz­bi­schof amtier­te seit 1998.

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