Roberto de Mattei: Wird Papst Franziskus den Ursachen der Krise entgegentreten? Das Beispiel Hadrians VI.

Habemus Papam Franciscum welche Linie wird Franz I. einschlagen, erkennt er die doktrinellen und moralischen Fehler der jüngsten Vergangenheit?Nach­fol­gend die erste Stel­lung­nah­me des bekann­ten tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Histo­ri­kers Rober­to de Mattei zur Wahl von Papst Franz I. (Fran­zis­kus):

Die Kir­che hat einen neu­en Papst: Jor­ge Mario Ber­go­glio. Der erste nicht-euro­päi­sche Papst, der erste latein­ame­ri­ka­ni­sche Papst, der erste namens Fran­zis­kus. Die Mas­sen­me­di­en ver­su­chen über sei­ne Ver­gan­gen­heit als Kar­di­nal, als Erz­bi­schof von Bue­nos Aires und als ein­fa­cher Prie­ster zu erra­ten, was die Zukunft der Kir­che unter sei­nem Pon­ti­fi­kat sein wird. Der Trä­ger wel­cher Revo­lu­ti­on wird er sein? Hans Küng bezeich­net ihn als die „best­mög­li­che Wahl“ (La Repub­bli­ca, 14.3.) Aber erst nach der Ernen­nung sei­ner Mit­ar­bei­ter und nach sei­nen ersten pro­gram­ma­ti­schen Reden wird man die Aus­rich­tung des Pon­ti­fi­kats von Papst Fran­zis­kus abschät­zen kön­nen. Für jeden Papst gilt, was 1458 Kar­di­nal Enea Sil­via Pic­co­lomi­ni im Augen­blick sei­ner Erwäh­lung zum Papst mit dem Namen Pius II. sag­te: „Ver­geßt Enea, hört auf Pius“.

Die Geschich­te wie­der­holt sich nie genau gleich, die Ver­gan­gen­heit hilft aber, die Gegen­wart zu ver­ste­hen. Im 16. Jahr­hun­dert durch­leb­te die katho­li­sche Kir­che eine nie dage­we­sen Kri­se. Der Huma­nis­mus mit sei­nem unmo­ra­li­schen Hedo­nis­mus hat­te die römi­sche Kurie und selbst die Päp­ste ange­steckt. Gegen die­se Kor­rup­ti­on war die pro­te­stan­ti­sche Pseu­do­re­form von Mar­tin Luther ent­stan­den, die von Papst Leo X. aus der Fami­lie der Medi­ci als ein „Zank unter Mön­chen“ abge­tan wur­de. Die Häre­sie war gera­de dabei sich aus­zu­brei­ten, als nach dem Tod Leos X. 1522 uner­war­tet ein deut­scher Papst, Adri­an von Utrecht, gewählt wur­de, der sich den Namen Hadri­an VI. gab. Die Kür­ze sei­nes Pon­ti­fi­kats ver­hin­der­te es, daß er sei­ne Pro­jek­te zu Ende füh­ren konn­te. Im beson­de­ren gel­te das, wie der bekann­te Papst­hi­sto­ri­ker Lud­wig von Pastor schreibt, für den gigan­ti­schen Krieg gegen die Viel­zahl von Miß­bräu­chen, die die römi­sche Kurie wie fast die gesam­te Kir­che ent­stell­ten. Selbst wenn sein Pon­ti­fi­kat län­ger gedau­ert hät­te, war das Übel in der Kir­che zu sehr ver­wur­zelt, bemerkt von Pastor, als daß ein ein­zi­ges Pon­ti­fi­kat jene gro­ße not­wen­di­ge Ver­än­de­rung bewir­ken hät­te kön­nen. Das gan­ze Übel, das seit meh­re­ren Genera­tio­nen began­gen wur­de, konn­te nur durch eine lan­ge kon­ti­nu­ier­li­che Arbeit über­wun­den wer­den.

Hadri­an VI. erkann­te das Aus­maß des Übels und die Ver­ant­wor­tung, die Män­ner der Kir­che  dafür tru­gen. Das geht ein­deu­tig aus der Inst­ruc­tio her­vor, die der apo­sto­li­sche Nun­ti­us Fran­ces­co Chi­e­re­ga­ti im Namen des Pap­stes am 3. Janu­ar 1523 auf dem Nürn­ber­ger Reichs­tag ver­las. Lud­wig von Pastor unter­streicht die außer­or­dent­li­che Bedeu­tung die­ses Doku­ments, nicht nur um die Vor­stel­lun­gen des Pap­stes zur Erneue­rung der Kir­che ken­nen­zu­ler­nen, son­dern weil es sich um einen Text han­delt, wie es ihn in der Kir­chen­ge­schich­te zuvor noch nie gege­ben hat­te.

Nach­dem er dar­in zunächst die luthe­ri­sche Häre­sie ver­wirft, behan­delt er im letz­ten und bedeu­ten­de­ren Teil der Instruk­ti­on das Ver­sa­gen der höch­sten kirch­li­chen Auto­ri­tät vor den Umstürz­lern.

Wir beken­nen offen, daß Gott die­se Ver­fol­gung sei­ner Kir­che gesche­hen läßt wegen der Sün­den der Men­schen und beson­ders der Prie­ster und Prä­la­ten. Fest­steht, daß sich die Hand Got­tes nicht zurück­ge­zo­gen hat, weil Er uns nicht ret­ten kann, son­dern weil uns die Sün­de von ihm trennt und Er des­halb uns nicht erhört. Die Hei­li­ge Schrift lehrt ein­deu­tig, daß die Sün­den des Vol­kes in den Sün­den der Geist­lich­keit ihren Ursprung haben und des­halb, wie der hl. Chryso­sto­mus dar­legt, unser Hei­land, als er die kran­ke Stadt Jeru­sa­lem rei­ni­gen woll­te, zuerst in den Tem­pel ging, um an erster Stel­le die Sün­den der Prie­ster zu bestra­fen, wie ein guter Arzt, der die Krank­heit an der Wur­zel heilt. Wir haben nie die päpst­li­che Wür­de ange­strebt und hät­ten viel lie­ber unse­re Augen in der Stil­le des Pri­vat­le­bens geschlos­sen: Ger­ne hät­ten wir auf die Tia­ra ver­zich­tet, und nur aus Got­tes­furcht, der Recht­mä­ßig­keit der Wahl und der Gefahr eines Schis­mas haben uns ver­an­laßt, das Amt des höch­sten Hir­ten anzu­neh­men, das wir weder aus Ehr­geiz aus­üben wol­len, noch um unse­re Ange­hö­ri­gen zu berei­chern, son­dern ein­zig um der Hei­li­gen Kir­che, der Braut Got­tes ihre ursprüng­li­che Schön­heit zurück­zu­ge­ben, um den Unter­drück­ten zu hel­fen, um wei­se und fähi­ge Män­ner zu för­dern, um über­haupt alles zu tun; was einem guten Hir­ten und wah­ren Nach­fol­ger Petri geziemt. Jedoch soll sich nie­mand wun­dern, wenn wir nicht mit einem Schlag alle Miß­bräu­che besei­ti­gen, denn die Krank­heit ist tief ver­wur­zelt und sehr ver­zweigt. Man wird daher einen Schritt nach dem ande­ren set­zen und zuerst den schwe­ren, gefähr­lich­sten Übeln durch rich­ti­ge Arz­nei begeg­nen, um nicht durch über­eil­te Reform alles noch mehr zu ver­wir­ren. Denn, wie Ari­sto­te­les sagt, jede plötz­li­che Ver­än­de­rung ist für ein Gemein­we­sen gefähr­lich.

Die Wor­te Hadri­ans VI. hel­fen uns zu ver­ste­hen, wie die heu­ti­ge Kri­se der Kir­che ihren Ursprung in dok­tri­nel­len und mora­li­schen Män­geln der Män­ner der Kir­che im hal­ben Jahr­hun­dert seit dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil haben kann. Die Kir­che ist unfehl­bar. Aber ihre Glie­der, auch die hohen kirch­li­chen Auto­ri­tä­ten  kön­nen Feh­ler machen und müs­sen bereit sein, ihre Schuld auch öffent­lich ein­zu­ge­ste­hen. Wir wis­sen, daß Hadri­an VI. den Mut hat­te, die­se kri­ti­sche Über­prü­fung der Ver­gan­gen­heit anzu­ge­hen. Wie wird der neue Papst dem Pro­zeß der dok­tri­nel­len und mora­li­schen Selbst­zer­stö­rung der Kir­che ent­ge­gen­tre­ten und wel­che Hal­tung wird er gegen­über einer moder­nen Welt ein­neh­men, die von einem tie­fen anti­christ­li­chen durch­drun­gen ist? Nur die Zukunft wird auf die­se Fra­gen Ant­wort geben, aber sicher ist, daß die Ursa­chen für die Dun­kel­heit unse­rer gegen­wär­ti­gen Zeit in unse­rer jüng­sten Ver­gan­gen­heit lie­gen.

Die Geschich­te sagt uns auch, daß auf Hadri­an VI. mit dem Namen Cle­mens VII. (1523–1534) Giu­lio de Medi­ci folg­te. Unter sei­nem Pon­ti­fi­kat geschah am 6. Mai 1527 der schreck­li­che Sac­co di Roma durch die luthe­ri­schen Lands­knech­te Kai­ser Karls V. Die Zer­stö­run­gen und Sakri­le­ge, die damals began­gen wur­den, und die jene des Jah­res 410 über­tra­fen, las­sen sich kaum beschrei­ben. Mit beson­de­rer Bru­ta­li­tät wur­de gegen Kir­chen­leu­te vor­ge­gan­gen: Ordens­frau­en ver­ge­wal­tigt, Prie­ster und Mön­che ermor­det oder als Skla­ven ver­kauft, Kir­chen, Palä­ste und Häu­ser zer­stört, Reli­qui­en zer­streut und weg­ge­schafft. Auf das Gemet­zel folg­ten in schnel­ler Abfol­ge Hun­ger und Pest. Die Bewoh­ner wur­den dezi­miert.

Das katho­li­sche Volk inter­pre­tier­te das Ereig­nis als ver­dien­te Stra­fe für die eige­nen Sün­den. Erst nach der schreck­li­chen Plün­de­rung begann sich das Leben grund­le­gend zu ver­än­dern. Das Kli­ma des mora­li­schen und reli­giö­sen Rela­ti­vis­mus löste sich auf und in der all­ge­mei­nen Not mach­te sich in der Hei­li­gen Stadt ein ern­stes, schlich­tes und reue­vol­les Kli­ma breit. Die­se neue Atmo­sphä­re mach­te die gro­ße reli­giö­se Wie­der­be­le­bung der katho­li­schen Gegen­re­for­ma­ti­on des 16. Jahr­hun­derts mög­lich.

Text: Cor­ris­pon­den­za Romana/Giuseppe Nar­di
Bild: Vatican.va

19 Kommentare

  1. Rober­to de Mattei sieht die Ursa­che der Kri­se in den dok­tri­nel­len und mora­li­schen Män­geln der Män­ner der Kir­che im hal­ben Jahr­hun­dert seit dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil. Über „mora­li­sche Män­gel“ kann ich nicht urtei­len, die dok­tri­nel­len Män­gel lie­gen offen vor uns.
    Es wur­de wie­der deut­lich bei dem Vor­trag zum Jahr des Glau­bens, den der deut­sche Distrik­t­o­be­re der Pius­bru­der­schaft, P. Schmid­ber­ger, in Hat­ters­heim hielt. Klar geglie­dert stell­te er den katho­li­schen Glau­ben dar. (Quel­le: pius.info). Ich muss aber hin­zu­fü­gen: Wie er bis zum Kon­zil gelehrt wur­de. Im deutsch­spra­chi­gen Raum wird die­ser Glau­be weder an Uni­ver­si­tä­ten, noch an Fach­hoch­schu­len oder Aka­de­mien, gelehrt. Frag­men­te las­sen sich fin­den, aber kei­nes­falls der Glau­be ins­ge­samt. Der eine katho­li­sche Glau­be hat sich in einen Glau­bens­plu­ra­lis­mus ver­wan­delt.
    Ich fin­de es des­halb berech­tigt und nicht pole­misch oder sedis­va­kan­ti­stisch, von der Kon­zils­kir­che zu spre­chen. Es wird ein neu­er, syn­kre­ti­sti­scher Glau­be gelehrt und dann natür­lich ver­kün­det. Wenn die­se Kon­zils­kir­che mit ihrem Glau­bens­plu­ra­lis­mus nicht in Fra­ge gestellt wird, kann es kei­ne Lösung der Kri­se geben, son­dern eine wei­te­re Ver­schär­fung.
    Nicht nur Papst Fran­zis­kus, kein hoher kirch­li­cher Wür­den­trä­ger ist bereit, „hin­ter das Kon­zil zurück­zu­ge­hen.“ Mit allen Fol­gen, die dies für die Kir­che hat.

  2. Wenn man sich den dok­tri­nel­len wie mora­li­schen Män­geln ehr­lich stellt, ist der erste Schritt der Bes­se­rung getan.
    Möge der hei­li­ge Geist dies in den Her­zen bewir­ken.

  3. S.E. Lef­eb­v­re ( 1975 ) über den in die Hei­li­ge Mut­ter Kir­che ein­ge­drun­ge­nen „Libe­ra­lis­mus“:

    .
    „Die ver­häng­nis­vol­len Mythen des Libe­ra­lis­mus haben die sen­ti­men­ta­len Katho­li­ken seit lan­gem zu einem
    WENIG ERLEUCHTETEN Glau­ben VERFÜHRT.
    Auch die libe­ra­len Phi­lo­so­phien und die revo­lu­tio­nä­ren Orga­ni­sa­tio­nen übten eine star­ke Anzie­hungs­kraft auf die Krei­se der Intel­li­genz und des ENTCHRISTLICHTEN Vol­kes aus.
    Die­se libe­ra­le Atmo­sphä­re hat auf dem Weg über die Uni­ver­si­tä­ten, die SCHLECHTEN Theo­lo­gen und die katho­li­schen Orga­ni­sa­tio­nen, auch einen zuneh­men­den Ein­fluß auf die Kir­che gewon­nen.
    Die­se Atmo­sphä­re brei­te­te sich in den Semi­na­ren, im Kle­rus, bei den Bischö­fen und in den höch­sten kirch­li­chen Krei­sen Roms aus.
    Man den­ke nur an den Sil­lon, an Emma­nu­el Mounier, an Jac­ques Mari­tain und schließ­lich an Teil­hard de Char­din.
    Mit zäher Aus­dau­er strebt der Libe­ra­lis­mus die UNMÖGLICHE Ver­ei­ni­gung von Wahr­heit und Irr­tum, von Tugend und Laster, von Licht und Fin­ster­nis, die Ver­ei­ni­gung der katho­li­schen Kir­che mit der Welt und all ihren Ent­glei­sun­gen an.
    (…)
    …das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil den libe­ra­len Ideen in der Kir­che Bür­ger­rech­te ver­lie­hen hat.
    Die Ideen über die Frei­heit, über den Vor­rang des Gewis­sens, über die Ver­brü­de­rung mit dem Irr­tum des Öku­me­nis­mus, über die reli­giö­se Frei­heit und den Lai­zis­mus der Staa­ten, kön­nen sich auf den all­ge­mei­nen Geist des Kon­zils stüt­zen.“

    http://www.razyboard.com/system/morethread-liberale-katholiken-forumtradi-2207887–6158127‑0.html

  4. Häu­fig wird das Kon­zils­de­kret über die Reli­gi­ons­frei­heit als syn­kre­ti­stisch miß­ver­stan­den. Die­ses Dekret ist aber kei­ne Bestä­tigng einer glei­cher­ma­ße­nen Rich­tig­keit der Glau­bens­aus­sa­gen aller Rel­gi­o­nen, son­dern aus­schließ­lich eine Aner­ken­nung der in der Schöp­fung von Gott selbst grund­ge­leg­ten Reli­gi­ons­frei­heit durch die Kir­che. Sonst wäre die­ses Dekret häre­tisch. Denn Gott ist nicht zwin­gend wisen­schaft­lich beweis­bar, sei­ne Nicht­exi­stenz jedoch genau­so wenig. Gott hät­te sich aber in sei­ner All­macht einer wis­sen­schaft­li­chen Bei­weis­füh­rung öff­nen kön­nen, wenn er es gewollt hät­te. Das er das nicht getan hat, beweist, daß er es nicht gewollt hat und nicht will. Gott will also, daß wir uns in vol­ler Frei­heit, ohne auch nur den Hauch eines Zwan­ges, auch nicht den wis­sen­schaft­li­cher Logik, für ihn ent­schei­den.

    Genau­so­we­nig kann man sagen, daß die Tat­sa­che, daß uns Gott die Frei­heit zur Sün­de gege­ben hat, sei ein Beweis dafür, daß die Sün­de der guten Tat gleich­wer­tig sei!

    Zumin­dest die Haupt­schuld an der der­zei­ti­gen Mise­re trägt die 68er Ideo­lo­gie mit ihren Fol­ge­er­schei­nun­gen (Rela­ti­vis­mus, Gen­der­re­vo­lu­ti­on), nach der nicht der Wil­le Got­tes, son­dern der Wunsch des Men­schen­al­lei­ne höch­ste Wirk­lich­keit besitzt. Damit ist jede Schuld und jede per­sön­li­che Ver­ant­wor­tung aus­ge­schlos­sen. Feh­ler­haf­tes Ver­hal­ten gibt es (nach der 68er Ideo­lo­gie) nicht, so ist auch die Beich­te über­flüs­sig.

    Die Mise­re ist letzt­lich nur durch Ver­mitt­lung von Ver­ant­wor­tungs­be­wußt­sein und der damit ver­bun­de­nen Reak­ti­vie­rung des Buß­sa­kra­men­tes beheb­bar, wie der jet­zi­ge Erz­bi­schof von New York zutref­fend fest­ge­stellt hat.

    Es gibt genü­gend Schlaf­müt­zen, die die Unver­ein­bar­keit von Reli­gi­on und Ideo­lo­gie all­ge­mein und 68er Ideo­lo­gie ins­be­son­de­re über­haupt noch nicht bemerkt haben. Denn es waren gera­de die 68er, die der Kir­che die durch das Kon­zil frisch gewon­ne­ne Dyna­mik wie­der genom­men haben!

    Ich set­ze daher gro­ße Hoff­nung auf Papst Fran­zis­kus.

    • Wenn Sie den Grund­riss der Dog­ma­tik von Lud­wig Ott, die „Katho­li­sche Dog­ma­tik“ von Die­kamp-Jüs­sen, die den Glau­ben der vor­kon­zi­lia­ren Kir­che wie­der­ge­ben, zur Hand neh­men und mit Lehr­bü­chern der Kon­zils­kir­che veglei­chen, dann wer­den Sie sehen, dass es um tief­grei­fen­de Ver­än­de­run­gen im katho­li­schen Glau­ben geht. Es geht um tief­grei­fen­de Ver­än­de­run­gen, die den Kern des katho­li­schen Glau­bens betref­fen, die Chri­sto­lo­gie und die Sote­rio­lo­gie.
      Es geht um Irr­tü­mer, die der hl. Pius X. ver­ur­teilt hat, den Moder­nis­mus oder Neo­mo­der­nis­mus, der sich wäh­rend des Kon­zils durch­ge­setzt hat.
      Rober­to de Mattei beschäf­tigt sich nicht mit der 68-Ideo­lo­gie, son­dern mit grund­le­gen­den theo­lo­gi­schen Fra­gen.

      • Sie beschrei­ben lei­der nicht, wel­che Irr­tü­mer Sie mei­nen. Im Übri­gen ist es nicht neu, daß Glau­bens­in­hal­te durch tie­fe­re Durch­drin­gung neu begrün­det wer­den. So hat z. B. der kon­ser­va­ti­ve Teil­hard de Char­din Glau­bens­in­hal­te nicht ver­än­dert, son­dern der phi­lo­so­phi­schen Erklä­rung von Tho­mas eine natur­wis­sen­schaft­li­che an die Sei­te gestellt.

        Auch Tho­mas von Aquin hat anfangs auf dem Index gestan­den, bis man sei­ne Inter­pre­ta­ti­kon des Glau­bens ver­stan­den hat. Mit Teil­hard war es eben­so.

        Die Chri­sto­lo­gie wur­de in den ersten Koni­li­en ent­wickelt. Das 3. Konil wur­de von den Ost­sy­rern und das 4. von den Alt­ori­en­ta­len abge­lehnt. Erst vor etwa 60 Jah­ren hat sich her­aus­ge­stellt, daß das Gan­ze auf einem Miß­ver­ständ­nis, bedingt durch die Über­set­zung vom Grie­chi­schen ins Semi­ti­sche, han­del­te.

        Wir müs­sen dar­an den­ken, daß die Tra­di­ti­on sich fort­ent­wickelt, sofern sie nicht zum Tra­di­tio­na­lis­mus erstarrt. VATII hat kei­ne neue Glau­bens­sät­ze for­mu­liert. Wenn nacnhkon­zi­lia­re Autoren Glau­bens­sät­ze anders for­mu­lie­ren, kön­nen sie sich also kaum auf VATII beru­fen. Es ist daher zu prü­fen, ob die Ror­mu­lie­run­gen nach­ko­ni­lia­rer Autoren tat­säch­lich häre­tisch sind, oder ob sie lei­g­lich, wie Teil­hard, neue Gesichts­punk­te in die Theo­lo­gie ein­brin­gen.

        „Prü­fet alles, das Gute behal­tet“, so Pau­lus. Es geht aber um ein­ge­hen­de Prüfng und nicht nur um eine Begrün­dung, das Neue von vorn­her­ein abzu­leh­nen. Denn als Kon­ser­va­ti­ve sehen wir die Ent­wick­lng immer im Span­nungs­feld von Tra­di­ti­on und Inno­va­ti­on.

        • Im Gegen­satz zu Tho­mas von Aquin müs­sen wir — aus gutem Grund — auf die Hei­lig­spre­chung von Teil­hard de Char­din noch war­ten. In alle Ewig­keit…
          Wie schön wäre es, wenn das 2. Vati­ka­ni­sche Kon­zil einer Prü­fung unter­zo­gen wür­de. …Es ist ja nur ein Pasto­ral­kon­zil…

          • Wie­so wäre es schön, wenn VATII einer Prü­fung unter­zo­gen wür­de? Und wer soll gege­ben­falls prü­fen, und mit wel­che Auto­ri­tät ist jemand zu einer pro­fes­sio­nel­len Prü­fung berech­tigt?

            Ich haben von Ihren Aus­füh­run­gen den Ein­druck, daß Sie dem Katho­li­zis­mus nahe ste­hen, also der im 19. Jahr­hun­dert ent­stan­de­nen ideo­lo­gi­schen Aus­ga­be der Katho­li­zi­tät, der heu­te vor­wie­gend von den Pius-Brü­dern ver­tre­ten wird. Das ergibt sich recht ein­deu­tig aus Ihren Aus­füh­run­gen über einen angeb­li­chen Tra­di­tons­bruch, der auch, wie Sie aus­füh­ren, von Ott ver­tre­ten wird.

            Dage­gen war es ja gera­de ein Anlie­gen von VATII, die katho­li­sche Kir­che aus der gei­sti­gen Enge des Kato­li­zis­mus her­aus­zu­füh­ren in die ursprüng­li­che Wei­te ihrer Katho­li­zi­tät.

            „Wo Chri­stus ist, ist die katho­li­sche Kir­che“, so der Apo­stel­schü­ler Igna­ti­us von Antio­chi­en. Von Ideo­lo­gie all­ge­mein und Katho­li­zis­mus ins­be­son­de­re war nicht die Rede. Das sind, wie gesagt Erfin­dun­gen und Fehl­ent­wick­lun­gen des 19. Jahr­hun­derts, die von VATII berich­tigt wur­den.

            Ich gebe ger­ne zu, daß VATII häu­fig miss­ver­stan­den wird, ver­mut­lich wegen Unkennt­nis der Texte.so auch das Dekret, das die Lit­ur­gie­re­form beein­hal­tet. So ist z. B., nir­gend­wo von Volks­al­tä­ren, Zele­bra­ti­on ver­sus popu­lum, Beatmes­sen usw. die Rede. Die Zele­bra­ti­on ver­sus popu­lum wur­zelt in der von Mariua Laach aus­ge­hen­den lit­ur­gi­schen Bewe­gung (Her­we­gen, Guar­di­ni). Von der von mir voll bejah­ten Hand­kom­mu­ni­on ist in den Kon­zil­strex­ten eben­falls nichts zu fin­den.

            Ob Teil­hard kano­ni­siert wird, zeigt die Zuknft. Sei­ne Bedeu­tung für die Kir­che ist 70 Jah­re nach sei­nem Tod noch nicht end­gül­tig zu wür­di­gen. Jeden­falls hat BXVI, der füh­ren­de Theo­lo­ge schlecht­hin, ihn merhfach posi­tiv erwänt.

  5. Die Chan­cen sind nicht so schlecht, er hat der Befrei­ungs­theo­lo­gie gegen­ge­steu­ert, er ist ein ent­schie­de­ner Geg­ner der Homo­ehe und Abtrei­bung, und brach­te das für die Regie­ren­den schmerz­haft und deut­lich zum Aus­druck, wäh­rend Dr. Ratz­in­ger als er noch Papst war, wenn über­haupt immer nur irgend­wie ver­klau­su­liert daher­re­de­te. Und wenn Papst Fran­zis­kus nur die nach­kon­zi­lia­re Ord­nung her­stell­te, die ja heut­zu­ta­ge viel­fachst gebro­chen wird, dann wäre schon ein­mal viel gewonn­nen. Ein beson­de­rer Tra­dio­na­list ist er offen­bar nicht, aber der Schaum­schlä­ger Bene­dikt der manch­mal etwas Gutes säu­sel­te, und dann immer nur Bischö­fe ernann­te von denen man wuss­te, dass sie das abso­lut nicht ein­hal­ten wol­len , das war ganz ein schlech­ter Weg, von dem ich froh bin dass er zu Ende ist.

  6. Für mich stellt sich, nach die­sem Befund, die ganz kon­kre­te Fra­ge: Wie geht die Pius­bru­der­schaft damit um, wenn es zu einer Aner­ken­nung durch die Kir­che kommt. Wenn nicht aus­drück­lich auf die­se schwer­wie­gen­den Dif­fe­ren­zen im Abkom­men selbst hin­ge­wie­sen wird, wel­che Rol­le spielt der Glau­be dann?
    Man kann doch die­se Dif­fe­ren­zen nicht her­un­ter­spie­len wie spi­ri­tu­el­le Dif­fe­ren­zie­run­gen zwi­schen ver­schie­de­nen legi­ti­men „Schu­len“ oder Unter­schie­den in der Spi­ri­tu­al­tiät wie sie zwi­schen Jesui­ten, Domi­ni­ka­nern, Fran­zis­ka­nern oder Kar­me­li­ten besteht.
    Soll der über­lie­fer­te Glau­be dann in den Glau­bens­plu­ra­lis­mus ein­ge­speist wer­den, Son­der­gut der FSSPX sein neben dem Syn­kre­tis­mus in der Kon­zils­kir­che? Wegen der Wahr­heits­fra­ge wird das nicht gehen. Wird die nicht gestellt, wird auf Dau­er der über­lie­fer­te Glau­be im Glau­bens­mix der Kon­zils­kir­che unter­ge­hen. Das wird nicht sofort der Fall sein, aber Schritt für Schritt.
    Die­se Fra­ge ist kei­ne „Außen­sei­ter­fra­ge“, sie bleibt uns erhal­ten. Und wir wer­den sehen, wie Papst Fran­zis­kus damit umgeht. Die­se Fra­ge müss­te nicht immer wie­der erör­tert wer­den, wenn sie nicht den Kern der Kir­chen­kri­se betref­fen wür­de.

    • Lie­be Frau Cup­pa! Da wird man mit ihm am schwer­sten zu einer Lösung kom­men bei dem was Sie anspre­chen, er scheint ein über­zeug­ter Zweit­va­ti­ka­nist zu sein, aber wenn ich mir sei­ne Bio­gra­fie anschaue, macht er mir im Gegen­satz zu Rah­ner, Leh­mann und ande­ren kei­nen destruk­ti­ven Ein­druck, ich glau­be nicht dass er aus Lust am “ Zer­streu­en“ han­delt, aus Lust dar­an dem Teu­fel eine rei­che Ern­te zu besche­ren. Ich könn­te mir vor­stel­len, dass die Prie­ster­bru­der­schaft in ihm einen Gesprächs­part­ner hat.

      • Lie­ber Herr Wickerl,
        auf mich macht Papst Fran­zis­kus auch kei­nen destruk­ti­ven Ein­druck, nach mei­nem sub­jek­ti­ven Ein­druck. Es kom­men jetzt so vie­le Infor­ma­tio­nen zu uns, die ver­ar­bei­tet wer­den müs­sen, dass ich mich nicht in der Lage füh­le, eine Pro­gno­se in irgend­ei­ner Rich­tung abzu­ge­ben, wie sein Ver­hält­nis zur Pius­bru­der­schaft sein könn­te. Ich kann sei­ne Wahl über­haupt nicht bewer­ten.
        Er ist der Papst. In einer Kir­che, in der es drun­ter und drü­ber geht. Dafür trägt er kei­ne Ver­ant­wor­tung, so weit ich es beur­tei­len kann.
        Wie er damit umge­hen wird, ob er der schwe­ren Bür­de gewach­sen ist, die nun auf ihm liegt, ich habe kei­ne Ahnung.

  7. @ Jörg Gut­ten­ber­ger,

    schön daß Sie hier schrei­ben, aber

    Sie unter­trei­ben maß­los. Die ganz gro­ße Mas­se hat von Ideo­lo­gie kei­ne Ahnung und damit genau genom­men einen Denk­scha­den.

    Ein Bei­spiel: In der katho­li­schen Sonn­tags­zei­tung stand heu­te ein wirk­lich anspre­chen­des Inter­view mit Albert Schmid, Lan­des­vor­sit­zen­der des ZdK in Bay­ern. Die­ser Mann ist SPD-Mit­glied und war auch Funk­ti­ons­trä­ger. Der katho­li­sche Hans-Jochen Vogel hat als Justiz­mi­ni­ster das Abtrei­bungs­recht ein­ge­führt. Wie kann man in der SPD sein, bzw. sol­che Geset­ze machen und sich trotz­dem recht­gläu­big wäh­nen?

    Die Par­tei­en, die das Recht auf Abtrei­bung for­dern, mit hin­ter­li­sti­gen Metho­den durch­ge­setzt haben und jetzt mit Vehe­menz ver­tei­di­gen, sind doch extrem. Aber kei­ner sieht das so.

    Ich grü­ße Sie!

    • Herz­li­chen Dank für Ihre Stell­ng­nah­me!

      Ich sim­me Ihnen grund­sät­lich zu, mei­ne aber, daß das Abtreibungs-„Recht“ nicht durch Par­te­pro­gram­me und erst recht nicht von Kir­chen­zu­ge­hö­rig­keit begrün­det ist, son­dern allei­ne durch die 68er Ideo­lo­gie, die eine Ideo­lo­gie eines käl­te­sten und rück­sichts­lo­se­sten Ego­is­mus schlecht­hin ist. Jede Ideo­lo­gie ist letzt­lich lebens­feind­lich, stellt sich selbst über das Leben. Sie wis­sen selbst wie­viel Men­schen ihr Leben infol­ge ideo­lo­gi­scher Ver­b­ort­heit ver­lo­ren haben.

      In letz­ter Kon­se­quenz ist gleich­zei­ti­ges Bekennt­nis zu einer Reli­gi­on und einer Ideo­lo­gie aus­ge­schlos­sen. Sol­che Leu­te machen sich höchst unglaub­wür­dig. Daß das nicht gese­hen wird, zeigt die Ober­flä­c­j­lich­keit der heu­ti­gen Bevöl­ke­rung. Was ist Ideo­lo­gie ande­res, als eine Denk­hil­fe für Gehirn­pro­the­sen­trä­ger?

      • Ich muß Ihnen in dem einen Punkt aus­drück­lich wider­spre­chen: Das Recht auf Abtrei­bung ist eine alte sozia­li­sti­sche For­de­rung, die 1917 nach der Macht­über­nah­me durch die Kom­mu­ni­sten in Ruß­land sofort ein­ge­führt wur­de. Und dort ist die Abtrei­bungs­ra­te min­de­stens so hoch, wie die der Lebend­ge­bur­ten.

        Ich bit­te Sie, mei­ne Behaup­tung zu prü­fen, daß jede Ideo­lo­gie eine Häre­sie nicht nur der von Gott vor­ge­ge­be­nen Ord­nung ist, son­dern auch der Empirie/Logik wider­spricht.

        Des wei­te­ren behaup­te ich, daß jede Ideo­lo­gie den Satan als gei­sti­gen Vater hat. Die Aus­wir­kun­gen die­ser Ideen sind so sata­nisch, und die Befal­le­nen so ver­na­gelt. daß, wenn man dar­über den Kopf schüt­teln woll­te, man dastün­de wie ein bri­ti­sches Rind mit BSE.

        Der Sozia­lis­mus erscheint wie eine leicht modi­fi­zier­te Aus­füh­rung der katho­li­schen Sozi­al­leh­re. Bei Gen­der Main­strea­ming fragt man sich, ob die Ver­fech­ter eine sek­to­ra­le Gei­stes­stö­rung haben. Blö­der geht es ein­fach nicht.

        • Herz­li­chen Dank für Ihren Hin­weis auf den sozia­li­sti­schen Ursprung der Frei­ga­be der Abtrei­bung!

          Jede Ideo­lo­gie ist mehr, als eine Über­trei­bung, und jede Über­trei­bung ist vom Teu­fel. Ideo­lo­gie sieht die gesam­te Wirtklich­keit aus­schließ­lich unter dem Gesichts­punkt einer ein­zi­gen Idee und ist des wegen von vorn­her­ein wirk­lich­keits­fremd, denn jedes Sein ist nor­ma­ler­wei­se (abge­se­hen von unse­rem Ursprung in Gott) bi- oder mul­tik­au­sal. Die­se Erkennt­nis hat sich spä­te­stens sei der Klas­sik her­aus­ge­ar­bei­tet, wie sich aus den bei­den The­men eines sym­pho­ni­schen Sat­zes ergibt.

          Da jede Ideo­lo­gie — aus obi­gen Asfüh­run­gen ersicht­lich — Frei­heits­kil­ler ist, kann sie nur vom Teu­fel sein, denn Gott will, daß wir aus inne­rer Frei­heit in Lie­be (der Psy­cho­lo­ge sagt nicht ganz deckungs­gleich: pri­mär­mo­ti­viert) han­deln und so die Eben­bild­li­c­jh­keit Got­tes in uns ver­wirk­li­chen. Gott will also unse­re Frei­heit, der Teu­fel hin­ge­gen unent­rinn­ba­re Knecht­schaft.

          Bit­te, beach­ten Sie unter die­sem Gesichts­punkt auch den Ver­such, alle Klein­kin­der in staat­li­chen Erzie­hungs­sy­ste­me ein­zu­spei­sen, wenn auch nicht mit juri­sti­schem Zwang, so doch zumin­dest mit wirt­schaft­li­chem Druck.

          Soweit bekannt, will man in Schwe­den die Anre­de Vater und Mut­ter durch geschlechts­neu­tra­les Voka­bu­lar erset­zen.

          Den Sozia­lis­mus kann man m. E. schon allei­ne des­we­gen nicht als modi­fi­zier­te christ­li­che Sozi­al­leh­re sehen, weil er als Ideo­lo­gie die gesam­te Wirk­lich­keit aus­schließ­lich durch die sozia­le Bril­le sieht, also­Zwang zur Gleich­heit. Das Chri­sten­tum sieht die Wirk­lich­keit jedoch im Span­nungs­feld von Fei­heit und Gleich­heit, also bicau­sal.

  8. Im Text ist von „die luthe­ri­sche Häre­sie“ die Rede. Auch heißt es: „Die Kir­che ist unfehl­bar. Aber ihre Glie­der, auch die hohen kirch­li­chen Auto­ri­tä­ten kön­nen Feh­ler machen und müs­sen bereit sein, ihre Schuld auch öffent­lich ein­zu­ge­ste­hen“. Kar­di­nal Ratz­in­ger schrieb in „Die christ­li­che Brü­der­lich­keit“ (1960), das Fern­blei­ben der Pro­te­stan­ten habe nichts mehr mit der den Häre­ti­ker als sol­chen kenn­zeich­nen­den „per­ti­n­acia“ zu tun. Des­halb hielt er die Kate­go­rie des Häre­ti­schen in Bezug auf gläu­bi­ge Pro­te­stan­ten für unbrauch­bar. Dies war auch durch­gän­gig die Leh­re Bene­dikt XVI. in sei­nem Pon­ti­fi­kat. Dazu kommt die gemein­sa­me „Gemein­sa­me Erklä­rung zur Recht­fer­ti­gungs­leh­re“, in der fest­ge­stellt wur­de, dass die Exkom­mu­ni­ka­tio­nen im Kon­zil von Tri­ent nicht auf die luthera­ni­schen Kir­chen anzu­wen­den sei­en. Bene­dikt XVI. hat die­se Aus­sa­gen über die pro­te­stan­ti­schen Gemein­schaf­ten nie zurück­ge­nom­men, son­dern immer von „getrenn­ten Brü­dern“ gespro­chen.

    • Im Doku­ment „Domi­nus Jesus“ wird allen nicht katho­li­schen Kir­chen das vol­le Kir­che­sein abge­spro­chen!

    • @ kei­na­me

      das neh­me ich gern zur Kennt­nis.
      Es ergänzt näm­lich aus­ge­zeich­net Pri­va­tof­fen­ba­run­gen, die von AKE oder der Resl sind, die aber von einen noch leben­den Zeu­gen bestä­tigt wer­den: Eric Mor­stad. Als sein Vater, luthe­ri­scher Pastor, ver­schied, sag­te die­ser plötz­lich, „Jesus ist da“.

Kommentare sind deaktiviert.