Auch Schweizer Bischofskonferenz genehmigt Phantom-„Pille danach“

Logo Schweizer Bischofskonferenz(Bern) Nach der deut­schen Bischofs­kon­fe­renz hat auch die Schwei­zer Bischofs­kon­fe­renz die Abga­be der „Pil­le danach“ an Ver­ge­wal­ti­gungs­op­fer gebil­ligt. Dies gab er Spre­cher der SBK bekannt, der prä­zi­sier­te, daß die Abga­be nur zur Emp­fäng­nis­ver­hü­tung nicht aber zur Abtrei­bung ein­ge­setzt wer­den dür­fe.

Den Auf­takt mach­ten am 21. Febru­ar die deut­schen Bischö­fe, nach­dem der Köl­ner Erz­bi­schof, Joa­chim Kar­di­nal Meis­ner bereits weni­ge Tage zuvor mit dem Gesund­heits­mi­ni­ste­ri­um des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len ein ent­spre­chen­des Pro­to­koll für katho­li­sche Kran­ken­häu­ser unter­zeich­net hat­te. Nun folg­ten auch die Schwei­zer Bischö­fe.

Die Bischö­fe gehen dabei von der Exi­stenz einer „neu­en Genera­ti­on“ von „Pil­le danach“-Präparaten aus, die kei­ne abtrei­ben­de Wir­kung hät­ten. Laut Erklä­run­gen der genann­ten Bischofs­kon­fe­ren­zen dür­fen nur die­se neu­en Prä­pa­ra­te ein­ge­setzt wer­den und dies aus­schließ­lich im Fal­le einer Ver­ge­wal­ti­gung. Als Ver­hü­tungs­mit­tel dür­fe die „Pil­le danach“ auch wei­ter­hin nicht ein­ge­setzt wer­den.

Lebens­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen stau­nen über das Ver­hal­ten der Bischö­fe und spre­chen von einer Phantom-„Pille danach“, auf die sich die Bischö­fe beru­fen, da es die­se „neue Genera­ti­on“ von „Pille-danach“-Präparaten gar nicht gebe. Für alle bis­her bekann­ten Prä­pa­ra­te, auch die von Kar­di­nal Meis­ner genann­ten, so die Fach­leu­te, kön­ne neben ihrer ver­hü­ten­den Wir­kung eine abtrei­ben­de Wir­kung nicht aus­ge­schlos­sen wer­den.

Am 12. Febru­ar, dem Tag nach dem ange­kün­dig­ten Rück­tritt von Papst Bene­dikt XVI., wur­de Kar­di­nal Meis­ner von der KNA und ande­ren Medi­en zitiert, daß der Papst vor­ab von sei­nem Schritt infor­miert gewe­sen und die­sen gebil­ligt habe. Weni­ge Stun­den spä­ter wur­de die Nach­richt demen­tiert. Kar­di­nal Meis­ner gab bekannt, den Papst nicht unter­rich­tet zu haben, eben­so sei der Schritt nicht vom Hei­li­gen Stuhl geneh­migt.

Das hin­der­te die deut­schen Bischö­fe nicht dar­an, am 15. Febru­ar den Schritt Meis­ners zur Zulas­sung der „Pil­le danach“ offi­zi­ell zu beschlie­ßen. Erz­bi­schof José Anto­nio Egu­ren, der Vor­sit­zen­de der Kom­mis­si­on für die Fami­lie und die Ver­tei­di­gung des Lebens der perua­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz bekäf­tig­te in einer Erklä­rung vom 23. Febru­ar, daß der Vati­kan sei­ne Posi­ti­on zur „Pil­le danach“ nicht geän­dert hat. Die deut­schen Bischö­fe wür­den von sei­ner „neu­en Genera­ti­on“ von Prä­pa­ra­ten spre­chend, die kei­ne abtrei­ben­de Wir­kung hät­ten, aber kei­ne wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en nen­nen, die dies bestä­ti­gen.

Lebens­schüt­zer wie Gün­ter Annen stau­nen nicht nur über die Ent­schei­dun­gen der Bischö­fe, son­dern auch über die Eile, die sie bei der Bil­li­gung der „Pil­le danach“ an den Tag legen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Schwei­zer Bischofs­kon­fe­renz

3 Kommentare

  1. Die Schwei­ze­ri­sche „Bischofs­kon­fe­renz“ ist für treugläu­bi­ge längst kein Weg­wei­ser mehr.

    Jüngst hat sie ihre „Erklä­rung“ zur Initia­ti­ve gegen die wei­te­re Bezah­lung der mör­de­ri­schen Abtrei­bung durch die Kran­ken­kas­sen­grund­ver­si­che­rung vor­ge­legt.

    Und natür­lich wie erwar­tet nicht den Mut auf­ge­bracht der Initia­ti­ve ein kla­res Ja bei­zu­steu­ern.
    Eine jäm­mer­li­che Vor­stel­lung…
    hier hilft es auch nichts von einer nöti­gen „Wen­de in der Abtrei­bungs­fra­ge“ zu posau­nen.
    Wer als Bischof sich durch wen­di­ge „Neu­tra­li­tät“ vor einem kla­ren Ja zur Ver­ban­nung der bis­he­ri­gen Finan­zie­rung des Mas­sen­mor­des an unge­bo­re­nen beseel­ten Kin­dern aus der Grund­ver­si­che­rung davon­schlei­chen will, ist gleich­sam ein Fah­nen­flüch­ti­ger vor unse­rem Herrn Jesus Chri­stus.

    Dass der Welt­geist-Bischof Büchel von St. Gal­len natür­lich sei­ne ( frei­den­ke­ri­sche ) Ver­ir­rung nicht las­sen konn­te, sehen wir an sei­nem „Kom­men­tar“ bez. der Grund­ver­si­che­rung.
    Er wies dar­auf hin, dass die Ver­si­che­rungs­deckung auch eine sozi­al­ethi­sche Sei­te hät­te die er wohl anders beur­tei­len wür­de als Vitus Huon­der (der Bischof von Chur), woll­te sich aber wie das gan­ze Gre­mi­um nicht auf ein Nein oder Ja zur Initia­ti­ve fest­le­gen.

    Wir erin­nern uns…
    der­sel­be Bischof hat von einer 
    „dro­hen­den Zwei­klas­sen-Medi­zin“ (!) gespro­chen im Fal­le der Annah­me der Initia­ti­ve.….
    sein „sozi­al­ethi­sches“ Plä­doy­er heisst nichts ande­res als die Erklä­rung des Mor­des an unge­bo­re­nen beseel­ten Kin­dern als eine „medi­zi­ni­sche Grund­ver­sor­gung“. !?

    Der Bischof von Basel, Felix Büchel, wie­der­um ist einer ande­ren Initia­ti­ve in den Rücken gefal­len, indem er sich für den staat­li­chen „Sexu­al­kun­de­un­ter­richt“ an Schu­len aus­ge­spro­chen hat!

    So gese­hen ist das „Pil­le danach“ Trau­er­spiel eine trau­ri­ge „zeit­ge­mä­sse Logik“

  2. Berich­ti­gung.…

    der Bischof von Basel
    — im Übri­gen ein­ma­lig in der gesam­ten Welt­kir­che im Bis­tum intern durch das Dom­ka­pi­tel gewählt ( inkl. Mit­spra­che­recht der Kan­to­ne ?! ) und erst im Nach­hin­ein vom Papst „bestä­tigt“
    wor­den -
    heisst natür­lich nicht Felix Büchel
    son­dern
    Felix Gmür.

  3. Als ob Satan den Vor­sitz bei die­sen Bischofs­kon­fe­ren­zen füh­ren wür­de, das kommt davon wenn man als Papst jeden Kon­flikt ver­mei­det und sich in Rausch­mit­tel wie Bücher­schrei­ben flüch­tet

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