Keine katholischen Ärzte mehr an katholischen Krankenhäusern

(Köln) Rudolf Schmidt, Vor­stand des Ver­eins Katho­li­scher Ärz­te­ar­beit e.V. begrüßt die kla­re Hal­tung der Bischö­fe zur „Pil­le danach“ und ver­si­chert, daß nun kei­ne katho­li­schen Ärz­te mehr an katho­li­schen Kran­ken­häu­sern mehr sein wer­den. Er erklär­te zur Fra­ge, ob es noch katho­li­sche Ärz­te gebe, die wegen der abtrei­ben­den Wir­kung der „Pil­le danach“ beden­ken zur Anwen­dung haben gegen­über dem Deutsch­land­funk: „Also, ich gehe davon aus, dass die Frau­en, die zum Arzt gehen müs­sen in dem Fall, dass die über­haupt nicht zu einem sol­chen Kol­le­gen kom­men. Ver­ste­hen Sie? In den katho­li­schen Kran­ken­häu­sern wird es sol­che Kol­le­gen, die so streng, nach altem Maß­stab han­deln, wer­den die über­haupt nicht in den Kran­ken­häu­sern sein. Also, da hab ich gar kei­ne Beden­ken.“

Text: Linus Schnei­der

6 Kommentare

  1. Mal abge­se­hen vom merk­wür­di­gen Gebrauch der deut­schen Spra­che durch Herrn Schmidt:
    War­um soll es denn künf­tig katho­li­sche Kran­ken­häu­ser geben, in denen kei­ne katho­li­schen Ärz­te mehr zu fin­den sind? Wäre das vie­le Geld durch die deut­schen Bis­tü­mer nicht sinn­vol­ler in Katho­li­sches zu inve­stie­ren?

  2. Kei­ne Katho­li­schen Kran­ken­häu­ser mehr !
    Es wäre mei­ner Ansicht viel bes­ser wenn die Kath.Kirche sich end­lich aus die­sem Zweig ver­ab­schie­de­te.
    Der sozia­li­sti­sche Staat mit sei­ner „Reli­gi­on des Sozia­lis­mus“ und dem ewi­gen Heil auf Erden hat sowie­so das Mono­pol im sozia­len Bereich.
    Genau wie im Gewerk­schafts­be­reich agie­ren die Kir­chen, weil vom Glau­ben gänz­lich los­ge­löst, wie ein Dio­no­sau­ri­er kom­plett fehl am Plat­ze.
    Katho­li­sches wird nicht mehr vor­aus­ge­setzt und die Gesell­schaft will es auch nicht mehr.
    Außer­dem bezu­schußt der Staat die Kli­ni­ken und kann es dann ja auch ganz machen, wel­chen Unter­schied macht das noch.

  3. Beel Z. Buhl, Vor­stand des Ver­eins der Katho­li­schen Gefal­le­nen Engel e. V. begrüß­te aus­drück­lich in einer Pres­se­er­klä­rung die kla­ren Wor­te Rudolf Schmidts, eines „in der Mit­te der moder­nen katho­li­schen Kir­che ruhen­den Katho­li­ken“. Er erhof­fe sich wei­te­re sol­che „muti­gen, posi­ti­ven Impul­se“ und beglück­wünsch­te Herrn Schmidt für sei­ne vor­bild­lich ver­schlei­ern­de und ver­que­ren­de Rhe­to­rik. Als per­sön­li­chen Dank stell­te er Herrn Schmidt den Applaus der wei­ten Medi­en­land­schaft, ein Gefühl von Moder­ni­tät und Ange­nom­men­sein in der Gesell­schaft, Pre­sti­ge und Kar­rie­re in Aus­sicht, sowie, in lang­fri­sti­ger Hin­sicht und bei wei­te­rer „posi­ti­ver Zusam­men­ar­beit“, ewi­ge Hoff­nungs­lo­sig­keit und Zäh­ne­knir­schen an „einem dunk­len Ort“.

  4. „Ver­ste­hen Sie? In den katho­li­schen Kran­ken­häu­sern wird es sol­che Kol­le­gen, die so streng, nach altem Maß­stab han­deln, wer­den die über­haupt nicht in den Kran­ken­häu­sern sein. Also, da hab ich gar kei­ne Beden­ken.“

    Ihr seid nicht heiß und ihr seid nicht kalt, ihr seid nur lau­warm. Mal sehen was der Herr nach eurem irdi­schen Feu­er­werk für eine Ent­schei­dung tref­fen wird.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  5. So rich­tig schlau wer­de ich aus dem Arti­kel nicht.
    Ich habe das Gefühl, hier spricht bit­te­rer Sar­kas­mus aus den Wor­ten von Rudolf Schmidt und dem Bericht­erstat­ter, die sich von den Bischö­fen im Stich gelas­sen füh­len.

  6. An die­sen sol­chen Früch­ten kön­nen wir den Pon­ti­fi­kat von Papst Bene­dikt erken­nen, wer einen Bischof Mixa absetzt und den Rück­tritt eines Bischofs Leh­manns ablehnt und einen Wöl­ki zum Erz­bi­schof und Kar­di­nal macht, und einen Mül­ler zum Prä­fek­ten, der braucht sich nicht zu wun­dern dass das mit der Abtrei­bungs­pil­le in deut­schen Kran­ken­häu­sern endet.

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