[Update] Brief der Vereinigung katholischer Ärzte der Schweiz und der Europäischen Ärzteaktion zur Freigabe der „Pille danach“

Wir doku­men­tie­ren den gemein­sa­men Brief der Ver­ei­ni­gung katho­li­scher Ärz­te der Schweiz und der Euro­päi­schen Ärzteak­ti­on vom 16.2.2013 in dem die Besorg­nis der „wei­te­ren Auf­wei­chung mora­li­scher Prin­zi­pi­en und eine fort­schrei­ten­de inner­kirch­li­che Spal­tung“ zum Aus­druck gebraucht wird.

S. E.
Hoch­wür­dig­ster Herr Kar­di­nal, Herr Erz­bi­schof, Herr Bischof!

Mit gro­sser Besorg­nis haben die bei­den Ärz­te­ver­bän­de, die Euro­päi­sche Ärzteak­ti­on und die Ver­ei­ni­gung der katho­li­schen Ärz­te der Schweiz die Dis­kus­sio­nen um die „Pil­le danach“ ver­folgt.

Die Erklä­rung von S.E. Kar­di­nal Joa­chim Meis­ner und die Erläu­te­run­gen der Pres­se­stel­le des Erz­bis­tums Köln zur „Pil­le danach“ haben zu gro­sser Ver­un­si­che­rung und Unru­he inner­halb und ausser­halb der Kir­che geführt. Die wis­sen­schaft­li­che Daten­la­ge zur Wir­kungs­wei­se der „Pil­le danach“ ist nicht gesi­chert und wird in Wis­sen­schafts­krei­sen kon­tro­vers bewer­tet. Ins­be­son­de­re eine aus­schliess­li­che ovu­la­ti­ons­hem­men­de Wir­kung darf als nicht bestä­tigt ange­nom­men wer­den. Die früh­ab­trei­ben­de Wir­kung der „Pil­le danach“ kann wei­ter­hin nicht aus­ge­schlos­sen wer­den.

Um mit Laun zu spre­chen: »Auch die Mög­lich­keit einer sol­chen Wir­kung führt bereits zu einem kate­go­ri­schen Nein auf der Ebe­ne der Moral«… »Wenn das [die Nida­ti­ons­hem­mung, Anm. d. Verf.] aber auch nur mög­li­cher­wei­se so ist, dann müss­te jeder, der die Ver­hü­tung als Mit­tel im Kampf gegen die Abtrei­bung pro­pa­giert, min­de­stens mit glei­cher Inten­si­tät gegen alle abor­ti­ven „ºVerhütungs„¹-
Mit­tel auf­tre­ten«. ((LAUN, A., Das Kind, Zur Abtrei­bung in Öster­reich (1991), Gebets­ak­ti­on Med­jug­or­je, Wien.))

In der Lite­ra­tur bestehen hin­rei­chen­de Anhalts­punk­te für die Wahr­schein­lich­keit auch einer nida­ti­ons­hem­men­den Wir­kungs­wei­se bei­der zur Zeit ver­füg­ba­ren „Pil­len danach“, allein schon aus phar­ma­ko­ki­ne­ti­scher und ‑dyna­mi­scher Sicht.

PiDiNa®: Levonorgestrel 1,5 mg

LNG muss bis spä­te­stens 72 Stun­den nach dem Geschlechts­ver­kehr ein­ge­nom­men wer­den, je frü­her, desto bes­ser.

LNG kann die Ovu­la­ti­on hem­men, wenn es 3 Tage vor dem LH-Anstieg ein­ge­nom­men wird. Vom LH-Anstieg bis zur Ovu­la­ti­on dau­ert es ca. 18 Stun­den. Als Bei­spiel zwei Zita­te zu Levon­or­ge­st­rel ((Zita­te aus ALAN CORBIN/MICHAEL GAST, Das prä­kli­ni­sche phar­ma­ko­lo­gi­sche Pro­fil von Levon­or­ge­st­rel, in: A. Teichmann/A. Cor­bin, Levon­or­ge­st­rel, Stuttgart/New York 1998, S. 7–24, hier S. 23 und S. 7.)), das in der LNG-hal­ti­gen „Pil­le danach“ in einer 50-fachen Dosis einer Mini­pil­le ent­hal­ten ist:

Levon­or­ge­st­rel … wirkt auf vie­len Ebe­nen kon­tra­zep­tiv. […] Die kon­tra­zep­ti­ve Wir­kung von Levon­or­ge­st­rel wird auch dadurch bestä­tigt, dass es eine Schwan­ger­schaft durch Beein­flus­sung von Endometrium/Blastozysten unter­bre­chen kann.

„Die fer­ti­li­täts­hem­men­den Wir­kun­gen von Levon­or­ge­st­rel wer­den wei­ter­hin durch sei­ne Fähig­keit, durch Stö­rung des Endometriums/der Bla­sto­zy­ste eine bestehen­de Schwan­ger­schaft zu unter­bre­chen, bestä­tigt.“

Das sind Fest­stel­lun­gen, die durch neue­re Stu­di­en noch wider­legt wer­den müss­ten!

Gemäss Rel­la ((2008 by IMABE — Insti­tut für medi­zi­ni­sche Anthro­po­lo­gie und Bio­ethik, Wien, Ima­go Homi­nis- Band 15- Heft 2″¢ S. 121 — 129- ISSN 1021–9803)) spie­len ins­be­son­de­re Stö­run­gen der Eilei­ter­moti­li­tät mit ver­zö­ger­tem Embryo­trans­port in die Gebär­mut­ter­höh­le und eine „gestör­te Zeit­ab­stim­mung zwi­schen der Kei­mes- und Endo­me­tri­ums­ent­wick­lung“ eine wich­ti­ge Rol­le, „die
Vor­aus­set­zun­gen für eine erfolg­rei­che Ein­ni­stung sind (feh­len­de Pha­sen­kon­kor­danz)“. Rel­la nimmt in min­de­stens 51% der Fäl­le eine früh­ab­trei­ben­de Wir­kung an.

ellaOne®: Ulipristalacetat 30 mg (UPA)

UPA ist ein Pro­ge­ste­ron-Rezep­tor-Modu­la­tor, ver­wandt mit Mife­pris­ton (Mife­gy­ne® / RU 486), der Abtrei­bungs­pil­le. Man kann es bis 120 Stun­den nach dem Geschlechts­ver­kehr ein­neh­men. Es soll aber auch bald­mög­lichst nach erfolg­tem
Ver­kehr genom­men wer­den.

UPA soll den Eisprung noch hem­men, wenn es kurz vor der Ovu­la­ti­on ein­ge­nom­men wird. Dies ist aber nur noch zu 8% der Fall, wenn es nach dem LH-Gip­fel ein­ge­nom­men wird ((Bra­che V, et al. Immedia­te pre!ovulatory admi­ni­stra­ti­on of 30 mg uli­pri­stal ace­ta­te signi­fi­cant­ly delays folli­cu­lar rup­tu­re. Hum Reprod. 2010; 25(9):2256!63.)).

Bei Ein­nah­me nach dem Eisprung hat es einen Ein­fluss auf das Endo­me­tri­um im Sin­ne einer Abnah­me der Schleim­haut­dicke und der pro­ge­ste­ro­nab­hän­gi­gen Ent­wick­lung des­sel­ben, was einer nida­ti­ons­hem­men­den Ein­wir­kung ent­spricht. ((Strat­ton P, et al. Endo­me­tri­al effects of a sin­gle ear­ly lute­al dose of the selec­ti­ve pro­ge­ste­ro­ne recep­tor modu­la­tor CDB!2914. Fer­til Ste­ril. 2010; 93(6):2035!41.))

Als Pro­ge­ste­ron-Rezep­tor-Modu­la­tor besetzt UPA die Pro­ge­ste­ron-Rezep­to­ren, bei­spiels­wei­se im Eier­stock, den Eilei­tern und der Gebär­mut­ter­schleim­haut, sodass das natür­li­che Pro­ge­ste­ron dort nicht mehr andocken kann. Dies kommt einem Ent­zug die­ses für die Ein­ni­stung und den Schwan­ger­schafts­er­halt uner­läss­li­chen Hor­mons gleich.

Somit kann auch für UPA eine nida­ti­ons­hem­men­de Wir­kung abso­lut nicht aus­ge­schlos­sen wer­den.

Allein schon die Zeit­ach­se der Wirk­sam­keit von UPA mit der ‚erfolg­rei­chen’ Ein­nah­me bis 120 Stun­den nach dem Geschlechts­ver­kehr kann nicht nur auf der Ovu­la­ti­ons­hem­mung beru­hen. Auch die noch höhe­re Sicher­heit von UPA spricht dafür, da unter UPA nur 2,1% Schwan­ger­schaf­ten auf­tre­ten, ohne UPA wären es 5,5%!

Auf­grund der nur rudi­men­tär geschil­der­ten Wirk­me­cha­nis­men von LNG und UPA darf nicht auf eine aus­schliess­li­che Ovu­la­ti­ons­hem­mung der bei­den Sub­stan­zen geschlos­sen wer­den, son­dern muss auch die Nida­ti­ons­hem­mung ernst­haft in Betracht gezo­gen wer­den. Für christ­lich ein­ge­stell­te Ärz­te kann daher die Appli­ka­ti­on die­ser Phar­ma­ka nicht in Fra­ge kom­men.

Die lehr­amt­li­chen Äusse­run­gen der römisch-katho­li­schen Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on sind dem­nach wei­ter­hin gül­tig und mass­ge­bend.

Eine Abwä­gung zwi­schen den ovu­la­ti­ons­hem­men­den und früh­ab­trei­ben­den Wir­kun­gen mit Inkauf­nah­me der Tötung des Fötus resp. Embry­os ist ethisch nicht ver­tret­bar.

Die ACTIO CUM DUPLICI EFFECTU, also das Prin­zip der dop­pel­ten Wir­kung, wur­de von Kar­di­nal Meis­ner im Zusam­men­hang mit der Frei­ga­be der „Pil­le danach“ eben­falls ange­führt.

Gemäss der katho­li­schen Moral­leh­re ist hier­für Vor­aus­set­zung, dass nichts in sich Schlech­tes im Spiel ist, wie dies bei­spiels­wei­se im ‚Bio­ethics Sum­mer Cour­se 2008’ von Prof. Joseph Tham, LC, in Rom, am Päpst­li­chen Athen­ae­um Regi­na Apo­sto­lo­rum, erläu­tert wur­de. Prof. Tham hat die Ver­ab­rei­chung der „Pil­le danach“ auch im Fal­le einer Ver­ge­wal­ti­gung aus­drück­lich abge­lehnt, da die Nida­ti­ons­hem­mung in sich schlecht sei!

Er sagt hier­zu: „It is not per­mis­si­ble, howe­ver, to initia­te or to recom­mend tre­at­ments that have as their pur­po­se or direct effect the remo­val, dest­ruc­tion, or inter­fe­rence with the implan­ta­ti­on of a fer­ti­li­zed ovum.“ ((USCCB “Ethi­cal and Reli­gious Direc­ti­ves for Catho­lic Health Care Ser­vices,“ 4th edi­ti­on (NCCB /USCC, June 15, 2001), no. 36.))

Erlaubt hin­ge­gen sei­en Medi­ka­tio­nen, wel­che die Ovu­la­ti­on, die Sper­mi­en­ka­pa­zi­ta­ti­on oder die Befruch­tung ver­hin­dern. Da dies bei LNG und UPA nicht aus­schließ­lich der Fall ist, sind sie nicht im Sin­ne der dop­pel­ten Wir­kung anwend­bar!

Man muss sich bewusst sein, dass jede „Pil­le danach“ vom Grund­kon­zept her so beschaf­fen ist, dass die Geburt eines Kin­des ver­hin­dert wer­den soll. Somit wäre es illu­so­risch zu glau­ben, dass nur die Ovu­la­ti­ons­hem­mung inten­diert sei, zumal Ver­ge­wal­ti­gun­gen – und natür­lich auch son­sti­ger unvor­her­ge­se­he­ner Geschlechts­ver­kehr – nicht nur vor der Ovu­la­ti­on statt­fin­den, son­dern zu jedem Zeit­punkt im Ver­lau­fe eines Zyklus. Der Zeit­raum nach erfolg­ter Ovu­la­ti­on mit all­fäl­li­ger Befruch­tungs­mög­lich­keit muss dem­entspre­chend zwangs­läu­fig eben­falls ‚abge­si­chert’ sein! Und dies kann bis heu­te ‚zuver­läs­sig’ prak­tisch nur durch die Nida­ti­ons­hem­mung gesche­hen.

Die Zukunft der ‚emer­gen­cy con­tracep­ti­on’ sieht dies­be­züg­lich nicht bes­ser aus, wie fol­gen­der Aus­blick zeigt: „Taken tog­e­ther, the­re is still a need to deve­lop more effec­ti­ve EC methods. To ensu­re the hig­hest effi­cacy and to cover the enti­re win­dow of fer­ti­li­ty, the ide­al agents for EC also need to tar­get the endo­me­tri­um and should be pos­si­ble to use on demand pre- or post­co­ital­ly.“ [Her­vorh. d. Verf.] ((Kri­sti­na Gemzell-Dani­els­son , Ceci­lia Ber­ger, P.G.L. Lalit­ku­mar, Emer­gen­cy con­tracep­ti­on „” mecha­nisms of action; Con­tracep­ti­on xx (2012) xxx–xxx, 2012 Else­vier Inc. Depart­ment of Women’s and Children’s Health, Divi­si­on of Obste­trics and Gyne­co­lo­gy, Karo­lins­ka Institutet/ Karo­lins­ka Uni­ver­si­ty Hospi­tal, S‑171 und Endometrium76 Stock­holm, Swe­den Recei­ved 8)) Hier wird das Endo­me­tri­um expli­zit als Ziel­or­gan der For­schung für prä- und post­kon­zep­tio­nel­le Metho­den benannt, was wie­der­um auf die Nida­ti­ons­hem­mung hin­weist.

Wir bedau­ern sehr, dass sich durch die aus unse­rer Sicht über­eil­te Über­nah­me unge­si­cher­ter wis­sen­schaft­li­cher Daten eine wei­te­re Auf­wei­chung mora­li­scher Prin­zi­pi­en und eine fort­schrei­ten­de inner­kirch­li­che Spal­tung abzeich­net.

Die bei­den unter­zeich­nen­den Ärz­te­ver­ei­ni­gun­gen bit­ten Sie, die unter­schied­li­chen ärzt­li­chen Bewer­tun­gen und Sicht­wei­sen zur „Pil­le danach“ in Ihre wei­te­ren Erwä­gun­gen ein­zu­be­zie­hen.

Mit vor­züg­li­cher Hoch­ach­tung und ver­bun­den im Bemü­hen um eine wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Klä­rung der Fak­ten­la­ge zu die­ser The­ma­tik
e.h.

Dr. med. Rahel Gür­ber
Prä­si­den­tin der Ver­ei­ni­gung der
katho­li­schen Ärz­te d. Schweiz VKAS
Dr. med. Bern­hard Gapp­mai­er
Erster Vor­sit­zen­der der
Euro­päi­schen Ärzteak­ti­on e.V.
Ergeht an:
1. Sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI
2. Sei­ne Exzel­lenz Erz­bi­schof Dr. Georg Gäns­wein
3. Mon­si­gno­re Dr. Win­fried König, Vati­ka­ni­sches Staats­e­kre­ta­ri­at
4. Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re
5. Kon­gre­ga­ti­on für das katho­li­sche Bil­dungs­we­sen
6. Kon­gre­ga­ti­on für die Bischö­fe
7. Päpst­li­cher Rat zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten
8. Päpst­li­cher Rat für die Pasto­ral im Kran­ken­dienst
9. Päpst­li­cher Rat für die Fami­lie
10. Päpst­li­che Aka­de­mie für das Leben
11. Fédé­ra­ti­on Inter­na­tio­na­le des Asso­cia­ti­ons de Méde­cins Catho­li­ques FIAMC
12. Dr. Hein­rich Mus­sing­hoff, Bischof von Aachen
13. Dr. Kon­rad Zdar­sa, Bischof von Augs­burg
14. Prof. Dr. Lud­wig Schick, Erz­bi­schof von Bam­berg
15. Dr. Rai­ner Maria Woel­ki, Kar­di­nal, Ber­lin
16. Micha­el Bautz, Diö­ze­san­ad­mi­ni­stra­tor von Dres­den
17. Dr. Gre­gor Maria Hanke, Bischof von Eich­stätt
18. Dr. Rein­hard Hau­ke, Weih­bi­schof und Diö­ze­san­ad­mi­ni­stra­tor von Erfurt
19. Dr. Franz-Josef Over­beck, Bischof von Essen
20. Dr. Robert Zollitsch, Erz­bi­schof von Frei­burg
21. Heinz Josef Alger­mis­sen, Erz­bi­schof von Ful­da
22. Lic. theol. Wolf­gang Ipolt, Bischof von Gör­litz
23. Dr. Wer­ner This­sen, Erz­bi­schof von Ham­burg
24. Nor­bert Trel­le, Bischof von Hil­des­heim
25. Dr. Joa­chim Meis­ner, Kar­di­nal, Erz­bi­schof von Köln
26. Dr. Franz-Peter Tebartz van Elst, Bischof von Lim­burg
27. Dr. Ger­hard Fei­ge, Bischof von Mag­de­burg
28. Prof. DDr. Karl Leh­mann, Kar­di­nal, Bischof von Mainz
29. Prof. Dr. Reihnard Marx, Kar­di­nal, Bischof von Mün­chen
30. Dr. Felix Genn, Bischof von Mün­ster
31. Dr. Franz-Josef Bode, Bischof von Osna­brück
32. Hans-Josef Becker, Erz­bi­schof von Pader­born
33. Wil­helm Schraml, Apo­sto­li­scher Admi­ni­stra­tor von Pas­sau
34. Prof. Rudolf Voder­hol­zer, Bischof von Regens­burg
35. Dr. Geb­hard Fürst, Bischof von Rot­ten­burg
36. Dr. Karl-Heinz Wie­se­mann, Bischof von Spey­er
37. Dr. Ste­phan Acker­mann, Bischof von Trier
38. Dr. Fried­helm Hof­mann, Bischof von Würz­burg
39. Dr. Jean-Clau­de Peris­set, Erz­bi­schof der Nun­tia­tur in Ber­lin
40. Dr. Hans Lan­gen­dör­fer SJ, Sekre­tär der Bischofs­kon­fe­renz

[Update 3. März 2013: Bei der Über­tra­gung ist der Redak­ti­on ein Feh­ler unter­lau­fen, das Wort ’nicht‘ vor ‚aus­schliess­lich‘ wur­de ent­fernt. Der Satz wur­de nun kor­ri­giert, rich­tig lau­te­tet er: Da dies bei LNG und UPA nicht aus­schließ­lich der Fall ist, sind sie nicht im Sin­ne der dop­pel­ten Wir­kung anwend­bar!

3 Kommentare

  1. Ist zu JEDEM Zeit­punkt (inner­halb des Zyklus) einer Ein­nah­me von Levon­or­ge­st­rel bzw. Uli­pristal­a­ce­tat aus­zu­schlie­ßen, dass die­se Pil­le rein ovu­la­ti­ons­hem­mend (oder bes­ser: ovu­la­ti­ons­ver­hin­dernd) wirkt? Man­che Stel­lung­nah­men (z.B. Bern­ward Büch­ner vom BVL) lau­fen dar­auf hin­aus, dass, wenn die Pil­le nur früh genug vor dem Eis­sprung ein­ge­nom­men wird (es wer­den unter­schied­li­che Fri­sten genannt), die Wir­kung „rein ovu­la­ti­ons­hem­mend“ sei, also eine Nida­ti­ons­hem­mung aus­zu­schlie­ßen sei. (Mit Tests könn­te fest­ge­stellt wer­den, wo sich die Frau zeit­lich vor dem Eis­sprung befin­det, wur­de ver­lau­tet.)

  2. Sehr kla­res und not­wen­di­ges Schrei­ben! Kard. Meis­ner hat­te in sei­ner gut­ge­mein­ten, aber ver­wir­ren­den Äusse­rung zwar klar die Fak­ten genannt, auf die es ankommt, war aber über deren wis­sen­schaft­li­che Absi­che­rung nicht ganz kor­rekt infor­miert.
    Mit die­ser ein­deu­ti­gen Sach­la­ge soll­te nun die unglück­li­che Dis­kus­si­on hof­fent­lich been­det wer­den kön­nen!

  3. „Erlaubt hin­ge­gen sei­en Medi­ka­tio­nen, wel­che die Ovu­la­ti­on, die Sper­mi­en­ka­pa­zi­ta­ti­on oder die Befruch­tung ver­hin­dern. Da dies bei LNG und UPA aus­schließ­lich der Fall ist, sind sie nicht im Sin­ne der dop­pel­ten Wir­kung anwend­bar!“

    Es müss­te wohl rich­tig hei­ßen: „Da dies bei LNG und UPA NICHT aus­schließ­lich der Fall ist, sind sie im Sin­ne der dop­pel­ten Wir­kung nicht anwend­bar!“

    Oder sehe ich da etwas falsch?

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