Brief Di Noias an die Piusbruderschaft – Charisma der ersten Jahre wiederfinden – Anerkennung unterschiedlicher Positionen, über die Zukunft entscheiden soll

Kurienerzbischof Augustine Di Noia Brief an Piusbruderschaft Bischof Fellay schickte ihn allen Priestern der Bruderschaft zu neuer geistlicher Ansatz Vorschlag unterschiedliche Positionen anerkennen und Entscheidung darüber Zukunft übertragen(Vatikan/Menzingen) Wie erst jetzt bekannt wur­de, hat­te Kuri­en­erz­bi­schof Augu­sti­ne Di Noia bereits Ende Novem­ber 2012 dem Gene­ral­obe­ren der Pius­bru­der­schaft einen lan­gen per­sön­li­chen Brief geschrie­ben. Aus­drück­lich erlaub­te er Msgr. Fel­lay, das Schrei­ben bei Bedarf allen Mit­glie­dern der Bru­der­schaft zukom­men zu las­sen. Das Gene­ra­lat der Bru­der­schaft hat dies in die­ser Woche getan und das Schrei­ben des Kuri­en­erz­bi­schofs allen Prie­stern der Bru­der­schaft über­mit­telt.

Das Schrei­ben zeigt, daß es noch Bewe­gung in den fest­ge­fah­re­nen Eini­gungs­ge­sprä­chen gibt und das ist bereits beacht­lich. Der Brief ent­hält vie­le lich­te Sei­ten, wirft aber auch neue Fra­gen auf.

Bruderschaft hat Brief allen Mitglieder übermittelt — Neue Bewegung in Einigungsfrage

Ripo­ste Catho­li­que schreibt zusam­men­fas­send: Der Aus­schluß von Msgr. Wil­liam­son kün­digt zwei­fel­los eine Spal­tung der Bru­der­schaft an, was nicht dazu füh­ren wird, die Rei­hen der Mehr­heit der Prie­ster rund um Msgr. Fel­lay zu schlie­ßen, des­sen Posi­ti­on wenig klar her­vor­tritt.

Kann der Sta­tus quo der Bru­der­schaft ohne kano­ni­sche Aner­ken­nung noch lan­ge so andau­ern? Die Bru­der­schaft wird sich zu einer Ent­schei­dung zwi­schen kano­ni­scher Aner­ken­nung oder Bruch durch­rin­gen müs­sen oder sie wird ihr auf­ge­zwun­gen wer­den.

Positionen unverändert — Wie kann dennoch modus vivendi gefunden werden?

In sei­nem Schrei­ben nimmt der Kuri­en­erz­bi­schof zur Kennt­nis, daß die unter­schied­li­chen Posi­tio­nen zwi­schen dem Hei­li­gen Stuhl und der Bru­der­schaft nach wie vor auf­recht sind. Der Hei­li­ge Stuhl betont, daß das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil im Licht der Tra­di­ti­on zu inter­pre­tie­ren ist, wäh­rend die Pius­bru­der­schaft eini­ge Teil des Vati­ka­nums für Irr­tü­mer hält. Di Noi­as Brief zielt auf die Fra­ge ab, wie die­se der­zeit herr­schen­de Nicht-Über­ein­stim­mung in den Posi­tio­nen erträg­lich gemacht wer­den kön­ne.

Unter Hin­weis auf Tex­te des Apo­stels Pau­lus, des Kir­chen­va­ters Augu­sti­nus und des Kir­chen­leh­rers Tho­mas von Aquin schlägt Kuri­en­erz­bi­schof Di Noia einen neu­en geist­li­chen Ansatz vor. Er for­dert in sei­nem Schrei­ben bei­de Sei­ten auf, jede für sich eine Gewis­sens­er­for­schung in Sachen Demut, Sanft­mut, Geduld und die Näch­sten­lie­be zu betrei­ben.

Di Noia schlägt neuen geistlichen Ansatz vor — Beide Seiten sollen ernsthafte Gewissenserforschung betreiben

Di Noia erin­nert zwar dar­an, daß Rom noch auf die Ant­wort von Msgr. Fel­lay zu der ihm am 14. Juni 2012 über­ge­be­nen Dok­tri­nel­len Prä­am­bel war­tet. Das Gewicht legt er jedoch auf einen neu­en Vor­schlag, der einer Art län­ge­rem Über­gang ähnelt.

1) Einer­seits soll­te die Pius­bru­der­schaft das posi­ti­ve Cha­ris­ma ihrer Früh­zeit wie­der­fin­den, die ihre ersten Jah­re in Frei­burg im Ücht­land und in Eco­ne geprägt haben. Ihre Auf­ga­be wäre es, sich für die Erneue­rung des­s­sen ein­zu­set­zen, was erneu­ert wer­den muß, vor allem durch die Aus­bil­dung tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ner Prie­ster.

2) Ande­rer­seits kann die Pius­bru­der­schaft wei­ter­hin eini­ge Tei­le der Leh­ren des Zwei­ten Vati­ka­nums für nicht ver­ein­bar mit dem vor­her­ge­hen­den Lehr­amt betrach­ten, aller­dings unter Beach­tung eini­ger Ein­schrän­kun­gen:
— den Ver­zicht bei jeder Gele­gen­heit zu den Mas­sen­me­di­en zu gehen
— sich nicht zu einem Par­al­lel-Lehr­amt auf­zu­schwin­gen
— Ein­wen­dun­gen immer in posi­ti­ver, kon­struk­ti­ver Wei­se vor­zu­brin­gen
— alle ihre Ana­ly­sen auf pro­fun­de und umfang­rei­che theo­lo­gi­sche Basis zu stel­len.
Die von Di Noia genann­ten Ein­schrän­kun­gen sind for­ma­ler Natur. Sie bezie­hen sich auf die Instruk­ti­on Donum veri­ta­tis über die kirch­li­che Beru­fung des Theo­lo­gen vom 24. Mai 1990. Die Vor­schlä­ge zie­len dar­auf ab, die offe­nen Fra­gen offen zu las­sen, und deren Lösung einem zukünf­ti­gen Moment zu über­las­sen.
Soll­te sich die­se Linie durch­set­zen, wäre es ein unglaub­li­cher Sieg für die Tra­di­ti­on, da sie offi­zi­ell aner­kennt, daß es zu bestimm­ten Fra­gen zwei unter­schied­li­che Posi­tio­nen neben­ein­an­der gibt, zu denen noch nicht ent­schie­den ist, wel­che sich in der Zukunft als die wirk­lich kirch­li­che durch­set­zen wird.

Positionsklärung nicht jetzt erzwingen, sondern einem künftigen Moment überlassen — Kann derzeit mehr verlangt werden?

„Kann der Hei­li­ge Stuhl noch mehr anbie­ten? Kann die Pius­bru­der­schaft noch anneh­men, man wür­de ihr nicht genug ent­ge­gen­kom­men?“, fragt die Ripo­ste Catho­li­que.

Msgr. Fel­lay scheint mit dem Zuwar­ten, Rom eine Ant­wort zu geben, den für die Pius­bru­der­schaft rich­ti­gen Weg gewählt zu haben. Di Noi­as Voschlag geht über alles bis­her gekann­te hin­aus. Der Schwe­be­zu­stand der Bru­der­schaft, nicht exkom­mu­ni­ziert, aber auch nicht kano­nisch aner­kannt zu sein, kann sicher kein Dau­er­zu­stand sein. Nun wird sich die Pius­bru­der­schaft ent­schei­den müs­sen, ob sie den Bruch oder die Aner­ken­nung will.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Rina­sci­men­to Sacro

41 Kommentare

  1. „…aller­dings unter Beach­tung eini­ger Ein­schrän­kun­gen:
    — den Ver­zicht bei jeder Gele­gen­heit zu den Mas­sen­me­di­en zu gehen
    — sich nicht zu einem Par­al­lel-Lehr­amt auf­zu­schwin­gen
    — Ein­wen­dun­gen immer in posi­ti­ver, kon­struk­ti­ver Wei­se vor­zu­brin­gen
    — alle ihre Ana­ly­sen auf pro­fun­de und umfang­rei­che theo­lo­gi­sche Basis zu stel­len.“

    Theo­lo­gen mögen so etwas unter Umstän­den für ein „Ent­ge­gen­kom­men“ hal­ten kön­nen, als Lin­gu­istin hal­te ich so etwas für eine kom­mu­ni­ka­ti­ve Zeit­bom­be : Bei die­sen For­mu­lie­run­gen sind doch unter­schied­lich­sten Inter­pre­ta­tio­nen Tür und Tor geöff­net! Und man darf raten, wer dann im Nach­hin­ein die Deu­tungs­ho­heit für sich in Anspruch neh­men und behaup­ten wird…

      • Selbst­ver­ständ­lich „ist das Lehr­amt in Rom“! Die Ver­ant­wor­tung für das Lehr­amt liegt ein­wand­frei in Rom. Rom ist ver­ant­wort­lich für die Kir­che und Rom wird sich ggf. für das See­len­heil der Irre­ge­lei­te­ten ver­ant­wor­ten müs­sen. — Das heißt aber nicht, dass ich mei­nen katho­li­schen Ver­stand in Rom „abge­ben“ dürf­te oder müss­te. Der Glau­be über­steigt bekannt­lich die Ver­nunft, er unter­bie­tet sie nie­mals — Und ich habe nur eine See­le zu ver­lie­ren. Wenn ich eine zwei­te hät­te, wür­de ich die­se ger­ne dem heu­ti­gen Rom anver­trau­en. Da ich aber nur eine habe, gehe ich lie­ber auf Num­mer sicher. Da die Leu­te vor dem Kon­zil durch­aus katho­lisch waren, bin ich es auch, wenn ich so katho­lisch blei­be wie sie es waren. Das Kon­zil hat über deren Glau­ben hin­aus ja nichts Ver­bind­li­ches ver­kün­det. Im Mit­tel­al­ter gabe es trotz drei­er Päp­ste nur eine Leh­re. Heu­te gibt es zwar nur einen Papst, aber vie­le Leh­ren. Die Wahr­heit setzt sich sicher durch, aber zur Zeit ist sie ver­dun­kelt.

  2. Auf die ‚Rat­schlä­ge‘, er sol­le unter­schrei­ben und kön­ne dann genau­so sei­ne Kri­tik vor­brin­gen, ant­wor­te­te Erz­bi­schof Lef­eb­v­re, dass er nicht mit dem Glau­ben spie­len kön­ne. Für die­sen gerad­li­ni­gen, glau­bens­treu­en Grün­der der FSSPX waren Glau­bens­fra­gen nicht ver­han­del­bar. Von daher kön­nen sei­ne ‚geist­li­chen Söh­ne‘ nichts unter­schrei­ben, was dem über­lie­fer­ten Glau­ben der Kir­che, dar­ge­legt von allen Päp­sten bis Pius XII., teil­wei­se wider­spricht.
    Ja, es ist eine „kom­mu­ni­ka­ti­ve Zeit­bom­be“, dem muss ich mich anschlie­ßen. Es wäre auch eine ‚pasto­ra­le Zeit­bom­be‘, die Gläu­bi­gen wür­den theo­lo­gisch nichts mehr ver­ste­hen, sie wären dem Nach­kon­zils­wirr­warr aus­ge­lie­fert wie die übri­gen Katho­li­ken.
    Schluss­end­lich weiß nie­mand, wie schnell die Kon­zil­s­epo­che zu Ende gehen wird. Wann wie­der der näch­ste Papst kommt, der bei dem Lehr­amt von Pius XII. und aller sei­ner Vor­gän­ger anknüpft wird. Spä­te­stens dann wird der Bruch hei­len.

    • Mir scheint Tei­le der Pius­brü­der kom­men aus ihrer EITELKEEITSECKE nicht mehr her­aus, wol­len es auch gar nicht ernst­haft versuchen.Mit dem Glau­ben „spielt“ man nicht,
      da kann ich mich nur 100-pro­zen­tig anschliessen.Die Fra­ge für­mich aber ist:Wer „spielt“ hier am meisten/besten?Hochmut kommt vor dem Fall, das scheint sich hier mal wie­der zu bestätigen.Was für Träumer.Herr Lam­mert war­tet auf den näch­sten Papst aus weis Gott woher,um den Pro­te­stan­tis­mus in der RK zum Sieg zu ver­hel­fen, und die FSSPX spe­ku­liert hoch­gra­dig auf den Unter­gang des Papst­tums, um dann als von Gott gesand­ter Ret­ter aufzutreten.Die Pro­gres­si­ven rei­ben sich schon die Hän­de, hof­fent­lich zu früh — denn ein Bruch spielt ihnen in die Kar­ten, vor­der­grün­dig zumindest.Für die FSSPX kommt nun wohl oder über frü­her oder spä­ter der Moment von „no return“.

  3. die Idee von Mgr Di Noia ist im gün­stig­sten Fall blau­äu­gig die FSSPX kann nicht zu ihren Posi­ti­on von vor 1974 zurück­keh­ren das hie­ße ja die Kata­stro­phen seit damals igno­rie­ren NOM ver­pflich­tend Assi­si ect

  4. Ich den­ke, es kommt dar­auf an, wie schwer man die Kri­se, die die Kir­che seit Vat. II durch­lei­det, bewer­tet.
    Ich den­ke nicht, dass die Kon­zils­kir­che auf Dau­er Bestand haben kann. Eine Kir­che, in der Theo­lo­gen und Pfar­rer unge­hin­dert von ihren Bischö­fen und dem Papst die Gott­heit Jesu Chri­sti leug­nen dür­fen, sei­ne Auf­er­ste­hung von den Toten, um nur zwei Bei­spie­le zu nen­nen, kann so nicht über­le­ben und sie darf es auch nicht!!!
    Es wird zu Brü­chen kom­men, davon ist aus­zu­ge­hen.
    Wenn die Fas­sa­de zusam­men­bricht, inmit­ten von Rui­nen, wird ein Papst die Epo­che der Kon­zil­späp­ste been­den. Oder es kommt anders, nur, der gegen­wär­ti­ge Zustand wird nicht blei­ben.
    Bischof Fel­lay ist um sei­ne Posi­ti­on nicht zu benei­den. Es ist eine Grat­wan­de­rung: Mit Rom nicht bre­chen, den Gesprächs­fa­den nicht abrei­ßen zu las­sen, und den­noch die Iden­ti­tät der Prie­ster­bru­der­schaft zu ver­tei­di­gen.
    Die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten mit ihrer unkla­ren Hal­tung zur Mes­se Pauls VI. kön­nen die FSSPX nicht erset­zen.

  5. Die theo­lo­gi­sche Aus­ein­an­der­set­zung um die­se ’neue Mes­se‘ muss geführt wer­den. Die Eccle­sia Dei-Gemein­schaf­ten kön­nen es nicht, sie haben sie als recht­mä­ßig aner­kannt. Was man als recht­mä­ßig aner­kennt, kann man nicht gleich­zei­tig in Fra­ge stel­len.
    Oder doch? Über­aus gern wüss­te ich es. Doch wo erfah­re ich es? Der „Sakri­stei­glau­be“ der Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten hat auf Dau­er auch kei­ne Zukunft.
    Es gab bes­se­re Zei­ten in der katho­li­schen Kir­che, das dürf­te unbe­strit­ten sein.

  6. Bei eini­gen Kom­men­ta­ren beschleicht mich ein selt­sa­mes Gefühl. Ich hof­fe, daß die Obe­ren der Pius­bru­der­schaft, beson­ders Bischof Fel­lay anders den­ken und die wich­ti­gen, ja erstaun­li­chen neu­en Zuge­ständ­nis­se im Di Noia-Vor­schlag erken­nen. Di Noia hat Mut bewie­sen. Oder haben die Tra­di­tio­na­li­sten ein so kur­zes Gedächt­nis? Erin­nern sie sich nicht mehr, wie sie noch vor kur­zem in der Kir­che aus­ge­grenzt wur­den? Di Noia setzt ganz neue, posi­ti­ve Akzen­te. Die Fra­ge ist: Wird er sich damit durch­set­zen kön­nen? Sicher ist das nicht. In der Kir­che gibt es noch vie­le Geg­ner einer Eini­gung zwi­schen Rom und der Pius­bru­der­schaft. Aber nicht nur im kano­ni­schen Teil der Kir­che, auch im Umfeld der nicht kano­ni­schen Bru­der­schaft schei­nen man­che nur das Haar in der Sup­pe zu suchen: War­um eigent­lich?

    • Ich stim­me Ihnen hier­in zu, gebe aber eines zu beden­ken:

      Die Bru­der­schaft muss wach­sam blei­ben! Hin­ter dem Ange­bot darf nicht ein ver­steck­ter Maul­korb ste­hen. Aner­kann­te Eclle­sia Dei Gemein­schaf­ten die­ser Art haben wir zu Genü­ge, so dass sie im gewünsch­ten offe­nen theo­lo­gi­schen Dis­kurs nichts mehr bewir­ken, da sie fast zur Gän­ze schwei­gen müs­sen.

      Die Speer­spit­ze war bis­her die Pius­bru­der­schaft, die offen aus­sprach, was doch jeder im All­tag sehen kann, dass der katho­li­sche Glau­be schwin­det und die Kir­che in einer nie dage­we­se­nen Kri­se steckt — zum Ärger­nis derer, die dies zu ver­ant­wor­ten haben.

      Aber auf der ande­ren Sei­te geb ich auch Di Noja recht: es spielt sehr wohl eine Rol­le, was man wie und wo sagt, auch die wahr­heit muss mit Lie­be und nöti­gem Respekt gesagt wer­den. Es muss klar sein wer das Lehr­amt inne hat und wer der­je­ni­ge ist, der ihm zu die­nen wünscht.
      Jeder ist also zu die­ser Gewis­sens­er­for­schung ein­ge­la­den, auch ich und du und Sie per­sön­lich. Es geht uns alle an!

  7. Schon vori­ges Jahr ist die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re, nach­dem die­se all ihre Bischö­fe ver­sam­mel­te, der Prie­ster­bru­der­schaft St. PIUS X in den Rücken gefal­len und hat die Prä­am­pel, die von sei­ner Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI mit loben­den Wor­ten ange­nom­men wur­de, so über­ar­bei­tet dass die­se nicht von der FSSPX ange­nom­men wer­den konn­te. Denn damals hat es wahr­lich so aus­ge­schaut, das sich Rom und die Prie­ster­bru­der­schaft St. PIUS X end­lich eini­gen könn­ten. Sie­he die dama­li­gen Aus­sa­gen sei­ner Exzel­lenz Bischof Fel­lay noch im Mai. Und die FSSPX kann doch nicht etwas Unter­schrei­ben, von dem sie weis das sie genau im Gegen­tei­li­gen Sin­ne aktiv wird. Das beson­ders die Bichö­fe des deutsch­spra­chi­gen Rau­mes alles unter­neh­men wer­den um eine eini­gung zu ver­hin­dern ist klar, denn vie­le die­ser haben sich von eher in Anti­ka­tho­li­ken ver­wan­delt, und fürch­ten nun die Wahlich Katho­li­sche Kon­ku­renz der FSSPX.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen.

  8. Aus mei­ner Sicht steht das Schrei­ben von Erz­bi­schof Di Noia in einem zeit­li­chen Zusam­men­hang mit den Beschlüs­sen des Gene­ral­ka­pi­tels der Bru­der­schaft; anders aus­ge­drückt, Erz­bi­schof Di Noia wird wohl kaum sein „Ange­bot“ in Unkennt­nis des Gene­ral­ka­pi­tels der Bru­der­schaft unter­brei­tet haben. Wenn dies der Fall wäre, hät­te man aus Ver­trags­sicht eine klas­si­sche „do ut des“ Situa­ti­on: sofern die in dem Schrei­ben genann­ten Bedin­gun­gen durch die Bru­der­schaft gewähr­lei­stet wer­den, wäre Rom bereit, im Gegen­zug die For­de­run­gen des Gene­ral­ka­pi­tels zu erfül­len.

    Wenn die­se Annah­me falsch ist, hal­te ich das Schrei­ben von Erz­bi­schof Di Noia, und die Wei­ter­lei­tung des­sel­ben durch die Bru­der­schafts­lei­tung an die Prie­ster für sinn­frei, was ich mir nicht vor­stel­len kann.

    Die Ant­wort auf das Schrei­ben soll­te daher nach mei­nem Dafür­hal­ten von ein­fa­ches „pla­cet“ sein. Dann wür­de man sehen, wie ernst es Rom wirk­lich ist, oder ob, wie bis­lang, doch wie­der wei­te­re zusätz­li­che For­de­run­gen gestellt wer­den.

  9. Kann man noch den Bischö­fen trau­en, die den Anti­mo­der­ni­sten­eid gebro­chen haben und Rus­land dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens nicht Wei­hen wol­len???

  10. Falls Sie, Seve­rus, auch mei­ne Kom­men­ta­re gemeint haben, dann muss ich beto­nen: Ich bin nicht befugt und ich bil­de es mir auch nicht ein, in irgend­ei­ner Form für die Pius­bru­der­schaft zu spre­chen. Bit­te nicht der FSSPX auch noch mei­ne Kom­men­ta­re anla­sten…

  11. Über­le­gun­gen zu Pkt 2) Ande­rer­seits kann die Pius­bru­der­schaft wei­ter­hin eini­ge Tei­le der Leh­ren des Zwei­ten Vati­ka­nums für nicht ver­ein­bar mit dem vor­her­ge­hen­den Lehr­amt betrach­ten, aller­dings unter Beach­tung eini­ger Ein­schrän­kun­gen:
    1* — den Ver­zicht bei jeder Gele­gen­heit zu den Mas­sen­me­di­en zu gehen
    2* — sich nicht zu einem Par­al­lel-Lehr­amt auf­zu­schwin­gen
    3* — Ein­wen­dun­gen immer in posi­ti­ver, kon­struk­ti­ver Wei­se vor­zu­brin­gen

    1- Ruft die Pri­ster­bru­der­schaft die öffent­li­chen Medi­en oder wer­den die­se von den öffent­li­chen Medi­en gesucht, damit die­se Mit der Lupe etwas fin­den kön­nen um die FSSPX damit in Miss­kre­dit zu brin­gen? = Mund­tot machen wol­len-

    2- Nicht die FSSPX hat sich im Sin­ne der Hei­li­gen Tra­di­ti­on zu einer Par­al­lel­kir­che Ent­wick­let son­dern die Kon­zils­kir­che, die Häre­si­en, Schis­ma­ti­sches und Apo­ta­ti­sches wik­ren för­dert oder gar belohnt.

    3- Der Ver­such zu ver­hin­dern dass von der FSSPX die Wahr­heit ver­kün­det wird, sie­he Kar­frei­tags­bit­ten, Abtrei­bung ist Mord, usw.

  12. Die Kon­ti­nui­tät in der Leh­re seit den Tagen der Apo­stel ist der Angel­punkt allen kirch­li­chen Lebens!
    Der Ball liegt des­halb in Rom:
    Wie kann und soll man zukünf­tig mit kon­kre­ten Kon­zils­tex­ten umge­hen, wenn sie sich offen­bar einer Kon­ti­nui­tät wider­set­zen?
    Katho­li­ken, die hier wegen Wider­sprü­chen zum frü­he­ren Lehr­amt an einem ver­nunft­ge­mä­ßen Gehor­sam gegen­über sol­chen „Kon­zils­leh­ren“ gehin­dert sind, haben ein Recht gegen­über dem Lehr­amt, wenn es sich wirk­lich ein sol­ches sein will, hier ver­nunft­ge­mä­ße Ant­wor­ten zu fin­den!

    Erst dann ist auch eine Ant­wort des Glau­bens­ge­hor­sams mög­lich! Rom ist hier also gefor­dert! (Übri­gens auch in zahl­rei­chen ande­ren Punk­ten wie die Bil­li­gung der Auf­for­de­run­gen zum Göt­zen­dienst in Assi­si usw. usw.)

    Übri­gens ist es eine typisch moder­ni­sti­sche Art, zu sagen, das Kon­zil wider­spricht zwar der Tra­di­ti­on, aber wir aner­ken­nen es trotz­dem!
    Ein Katho­lik braucht den kla­ren Bezug zum unver­än­der­li­chen Lehr­amt! Anders kann es kei­ne Lösung geben!

  13. Fakt ist doch eins: das Kon­zil hat statt­ge­fun­den, man kann es nicht aus­ra­die­ren, ohne die dog­ma­ti­schen Fun­da­men­te der Kir­che neu­er­lich zu erschüt­tern und wei­te­re Spal­tun­gen her­vor­zu­ru­fen. Die­ses Kon­zil — falsch oder nur falsch inter­pre­tiert — muss (zumin­dest in Tei­len) über­wun­den wer­den. Dazu bedarf es der Tra­di­ti­on. Eine bedeu­ten­de Insel unver­fälsch­ter Tra­di­ti­on ist die Pius­bru­der­schaft, deren inner­kirch­li­che Wirk­kraft jedoch gehemmt ist, solan­ge man sie in die schis­ma­ti­sche Schmud­del­ecke stel­len kann. Wer die Gesun­dung der Kir­che im Geist der Wahr­heit und den Sieg der Tra­di­ti­on wirk­lich will, der muss jede noch so klei­ne Chan­ce nut­zen, inner­halb die­ser Kir­che, die Kir­che Chri­sti ist und bleibt, zu wir­ken. „Sua­vi­ter in modo, for­ti­ter in re“, dazu rät DiNoia der FSSPX. In der Tat, es gibt kei­nen ande­ren Weg als die­sen, wenn man das Werk Lef­eb­v­res und die Tra­di­ti­on für die gan­ze Kir­che frucht­bar machen und nicht ins Sek­tie­rer­tum abglei­ten will.

    • Die Wirk­kraft der Pius­bru­der­schaft ist ja gehemmt, weil die Ver­ant­wort­li­chen in der Kir­che die Pius­bru­der­schaft genau in jener „schis­ma­ti­schen Schmud­del­ecke“ haben wol­len, in die sie sie stel­len. Die Ver­ant­wor­tung dafür liegt bei den Ver­ant­wort­li­chen nicht bei der Pius­bru­der­schaft. Jetzt sagt EB Di Noia sinn­ge­mäß: Ihr dürft das Kon­zil nur kri­ti­sie­ren wenn es uns nicht weh tut. D.h. jede sach­li­che Kri­tik am Kon­zil steht unter einem sub­jek­tiv defi­nier­ten Vor­be­halt. Tra­di­tio­na­li­sten, die sich ver­bie­gen müs­sen, um den Ver­ant­wort­li­chen nicht „weh zu tun“ gibt es unter Eccle­sia Dei bereits genug. Wenn Rom die Tra­di­ti­on ehr­lich woll­te, bräuch­te kei­ner mehr einen Gedan­ken an die Pius­bru­der­schaft zu ver­schwen­den. Es geht um den katho­li­schen Glau­ben und nicht um die Pius­bru­der­schaft. Wenn Rom den Glau­ben lie­ber in der „schis­ma­ti­schen Schmud­del­ecke“ lässt, weil es Rom sonst weh tut, was soll man dann in Rom?

  14. @cuppa

    Was man als recht­mä­ßig aner­kennt, kann man nicht gleich­zei­tig in Fra­ge stel­len.

    Natür­lich kann man das. Ich wür­de es fol­gen­der­ma­ßen tun, der NOM ist gül­tig und recht­mä­ßig, da das hei­li­ge Opfer Chri­sti statt­fin­det und Gott die Ehre gege­ben wird (Ich spre­chen natür­lich von dem EIGENTLICHEN NOM! Nicht von gewis­sen Miß­bräu­chen — die­se sind natür­lich NICHT RECHTMÄSSIG!).
    ABER:
    Er ist geeig­net dazu, sol­che Miss­bräu­che zu för­dern außer­dem kommt im Alten Ritus das Hei­li­ge viel mehr zum Aus­druck als im Neu­en. Also: Der Neue ist recht­mä­ßig und gül­tig, aber der Alte Ritus ist bes­ser da er das hl. Opfer mehr ver­deut­licht und daher dem Glau­ben för­der­li­cher ist. (So wür­de ich for­mu­lie­ren, ist nur mei­ne Mei­nung.)

    Lie­ber Cup­pa, das Schrei­ben stellt einen Qua­si-Sieg der Tra­di­ti­on dar. Was mei­nen Sie wie vie­le Leu­te ähn­lich den­ken wie Sie? So viel nur zur sog. „Deu­tungs­ho­heit“ (ein Unwort fin­de ich.)
    Fol­gen­der Link zeigt klar was ich mei­ne 😉 : http://pius.info/images/stories/video/show.php?

    • Der NOM ist genau­so so gül­tig und recht­mä­ßig, wie ein Pla­ce­bo, das man aus abstru­sen Grün­den ein­mal als Medi­ka­ment zuge­las­sen hat. Juri­disch kann man nie­man­den an den Kar­ren fah­ren, wenn er die­ses Pla­ce­bo her­stellt, ver­kauft oder ver­schreibt. Auch ein Pla­ce­bo kann unter gewis­sen Umstän­den wirk­sam sein. Trotz­dem macht sich der­je­ni­ge an der Wahr­heit schul­dig, der behaup­tet, Medi­ka­ment und Pla­ce­bo wären objek­tiv gleich­wer­tig und das Pla­ce­bo nicht vom Markt nimmt. — Der NOM kann auf­grund der hin­zu­ge­setz­ten sub­jek­ti­ven, katho­li­schen Inten­ti­on des Prie­sters auch gül­tig zele­briert wer­den, aber er trägt die katho­li­sche Inten­ti­on nicht in sich. Das ist das Pro­blem des NOM. — Die tra­di­tio­nel­le Mes­se dage­gen zwingt dem Zele­bran­ten die rich­ti­ge Inten­ti­on, die für die Gül­tig­keit der Wand­lung not­wen­dig ist, durch ihre Riten qua­si auf.

      • Her­un­ter auf den Boden: Die Neue Mes­se ist gül­tig, sie hat Opfe­rung, Wand­lung und Kom­mu­ni­on.

        Wenn der „Vor­ste­her“ die­ses miß­ach­tet, bleibt immer noch „die Neue Mes­se“ gül­tig. Nur sein Tun ist häre­tisch. Über die Gül­tig­keit sei­ner Zele­bra­ti­on mache ich mir vor­sätz­lich kei­ne Gedan­ken; ich lei­de nicht am Eva-Syn­drom.

  15. @cuppa

    scha­de der Link hat lei­der nicht funk­tio­nier. Dann so:

    http://pius.info/video/humor/6098-spass-muss-sein‑5

    Aber sie ver­ste­hen wie ich es mei­ne? Die 68ger sind vor­bei. Die Men­schen die­se zu ver­ant­wor­ten haben egal wie und wo wer­den in Bäl­de in den „wohl­ver­dien­ten Ruhe­stand“ gehen. Das ist der Lauf der Din­ge. Außer­dem ist Gott schon auf der Sei­te der Tra­di­ti­on den­ke ich. Sonst gäbs die Eccle­sia-Dei gar nicht.

    Übri­gens:
    Wenn Gott die FSSPX, in der Zeit in der sie nicht in der vol­len Ein­heit mit Rom ist, solan­ge erhal­ten hat, dann tut er es wenn sie in vol­ler Ein­heit mit Rom ist (sowies eigent­lich gott­ge­wollt und rich­tig ist!) doch sicher auch. Sogar noch stär­ker. Mei­nen Sie nicht auch? Ich fin­de wir soll­ten auch ein biß­chen über­na­tür­lich den­ken und auf Gott ver­trau­en. Fällt mir auch oft schwer und ich darf mir die­sen Satz vllt. auch eigent­lich gar nicht anma­ßen. Aber wir kön­nen ja alle für ein ander beten.

    Einen geseg­ne­ten Sonn­tag wünscht Ihnen

    Feu­er­becken

  16. @ Feu­er­becken
    Dan­ke, einen geseg­ne­ten „Rest-Sonn­tag“ wün­sche ich Ihnen auch!
    Was mich nicht dar­an hin­dern kann, Ihnen wider­spre­chen zu müs­sen. Denn für mich ist der NOM zwar gül­tig, aber nicht recht­mä­ßig. Oder anders aus­ge­drückt: Gül­tig, weil der geweih­te Prie­ster die Wand­lungs­wor­te gül­tig „aus­spricht“. Des­halb wird man mich auch in der nahen Kapel­le sehen, weil ich von der fort­dau­ern­den Gegen­wart Jesu Chri­sti im Taber­na­kel über­zeugt bin. Zum Gebet. Aber nicht mehr in der Eucha­ri­stie­fei­er, die dort gefei­ert wird. Sie ver­wischt den Opfer­cha­rak­ter so stark, dass ich es nicht mehr ertra­gen kann. Ich kann die­se Bana­li­sie­rung nicht mehr ertra­gen. Und es liegt am Ritus. Ich wür­de den Prie­stern bit­te­res Unrecht tun,deren Eucha­ri­stie­fei­er ich zum „Ende“ besuch­te, Es gab kei­nen Miss­brauch, im Gegen­teil, an ihrer Ein­stel­lung war nichts aus­zu­set­zen. Durch den Volks­al­tar sieht man ja das Gesicht des Prie­sters, sei­ne Auf­merk­sam­keit, sei­ne Andacht. Es gab nichts zu kri­ti­sie­ren. Sie zele­brier­ten so

    • @ cup­pa

      Sie maßen sich etwas an, was Ihnen nicht zusteht.

      Die Neue Mes­se ist eine Form unse­res Meß­ri­tus, die natür­lich, weil recht­mä­ßig dar­um auch gül­tig ist. Ver­ren­nen Sie sich nicht. Es ist nicht Ihre Auf­ga­be, Lehr­amt zu spie­len.

      Übe­las­sen Sie das ruhig dem Hl. Vater.

  17. Fort­set­zung:
    ehr­fürch­tig, dass es kei­nen Grund gab, die Eucha­ri­stie­fei­er zu mei­den. Nicht wegen der Prie­ster.
    Mei­ne letz­te „Tisch­mes­se“ ist auch noch nicht so lan­ge her. Kom­mu­nion­emp­fang unter bei­der­lei Gestal­ten natür­lich, eine Grup­pen­mes­se. Ganz legal, in einem Klo­ster. Es war eine „dich­te Atmo­sphä­re“, wie wir Kon­zils­ka­tho­li­ken sag(t)en.
    Heu­te graut mir davor. Nie wie­der, obwohl es so ehr­fürch­tig war.
    Weil ich zwi­schen dem Mess­op­fer und der pro­te­stan­ti­sie­ren­den Eucha­ri­stie­fei­er einen zu tie­fen Gegen­satz sehe.
    Die­sen Gegen­satz benennt die FSSPX. Auch des­halb gehe ich in die näch­ste Pius-Kapel­le. Obwohl es mir rein mensch­lich nichts bringt. Sie, die Gläu­bi­gen, wir­ken auf mich wie eine geschlos­se­ne Gesell­schaft, zu der ich kei­nen Zugang habe. Aber die Patres pre­di­gen anders. Irgend­wie „kern-katho­lisch“. Und die FSSPX hat mir mit ihrer Argu­men­ta­ti­on mein immer stär­ke­res Unbe­ha­gen am NOM erklärt. Das zählt mehr als das Gefühl, ich ste­he einer geschlos­se­nen Gesell­schaft gegen­über.

  18. Wer sagt, daß die Ent­schei­dung über einen Dis­kurs her­bei­ge­führt wer­den muß? Oft wird mit den Füßen abge­stimmt: dort, wo die Kir­chen sich mit der Zeit fül­len, dort ist der Sie­ger. Die Kon­zils­kir­che hat immer weni­ger zu bie­ten. Solan­ge die Bru­der­schaft drau­ßen ist, kann sie nichts bei­tra­gen. Als Sauer­teig müss­te sie den Teig durch­drin­gen, das geht nicht, wenn er drau­ßen ist. Außer­dem wird hier so getan, als ob es Gott nicht gäbe, als ob zwei Par­tei­en sich irgend­wie eini­gen müss­ten. Wenn die Gesin­nung der Bru­der­schaft in Ord­nung wäre, wenn es ihr nicht ums Recht­ha­ben gin­ge, son­dern ein­zig ums auf­rich­ti­ge Die­nen, dann käme von oben sicher der nöti­ge Segen dazu, damit das Wir­ken frucht­bar sein kann. Momen­tan sieht es aber nach viel Angst aus, nach Berech­nung (unter dem näch­sten Papst?) und nach Stolz. Wenn über­eif­rig Pro­vo­ka­tio­nen (Erz­bi­schof Mül­ler / Juden) erfol­gen, dann ist das kein Zei­chen von Klug­heit, Demut oder Wil­len zur „Zusammen“arbeit, eher sieht es nach Allein­an­spruch aus.

    • Sie haben doch sel­ber die Fra­ge beant­wor­tet, war­um und wie­so es zwi­schen dem Vati­kan und der Prie­ster­bru­der­schaft St. PIUS X noch immer kei­ne Eini­gung gibt:

      Die Kon­zils­kir­che hat immer weni­ger zu bie­ten ,

      Und egal was auch geschieht, wel­che Fre­vel, wel­cher lit­ur­gi­scher Miss­brauch, wel­che Häre­si­en ver­brei­tet, schim­sa­tisch oder sogar apo­sta­tisch gewirkt wird usw. der Vati­kan steht (und hier beson­ders die Fein­de Got­tes unse­res Herrn und sei­ner Kir­che die in ihr wüten) voll zu die­ser Kon­zils­kir­che. Und weil eben die Neue Kon­zils­kir­che zu allen anti­ka­tho­li­schen Strö­mun­gen nur auf Blind, Taub und Stumm stellt, hat die­se immer weni­ger zu bie­ten. Und die FSSPX die wahr­lich noch katho­lisch ist und nicht bereit ist sich den sata­ni­schen Zeit­geist und den Moder­nis­mus zu beu­gen, ist den­je­ni­gen in der Kir­che, die dies schon lan­ge getan haben, ein gewal­ti­ger Bal­ken vor den Augen und denn die FSSP X hält die­sen einen Spie­gel vor, wie Katho­lisch sein, rich­tig gehen wür­de.

    • Es gibt auch eine fal­sche Demut und einen gesun­den Stolz. Es gibt eine Demut, die immer vom Die­nen redet und im Grun­de genom­men zu bequem ist, die Wahr­heit zu ver­tei­di­gen und not­wen­di­ge Kon­flik­te durch­zu­ste­hen. Die­se Demut ist zur Zeit sehr ver­brei­tet. Selbst der Hei­li­ge Vater schafft es manch­mal nicht, sich die­sem Main­stream-Trug zu ent­zie­hen, wenn er behaup­tet, dass man öku­me­nisch „noch nicht so weit“ wäre, ein gemein­sa­mes Abend­mahl mit den Pro­te­stan­ten zu fei­ern. — Das ist doch genau­so ein Blöd­sinn, wie zu behaup­ten, dass wir lei­der noch nicht so weit sind, dass 2x2 nicht nur 4 son­dern gleich­zei­tig auch 5,5 sein kann. Aber anschei­nend ist es heut­zu­ta­ge „demü­tig“ so einen Quatsch zu ver­zap­fen.

      • Soll der Hei­li­ge Vater einen neu­en 30-jäh­ri­gen Krieg aus­ru­fen?

        Jeder Gut­wil­li­ge kann erken­nen, daß er mit sanf­ten Wor­ten in Lie­be die Wahr­hei­ten anspricht. Es gilt auch zu ver­mei­den , daß noch ein paar Hun­dert neue Deno­mi­na­tio­nen ent­ste­hen.

        Schaut auf die Alt­ka­tho­li­ken, die sind glau­be ich 18 000. Die sind jetzt so tief gesun­ken, wie die ver­wahr­lo­se­sten Pro­te­stan­ten. Kann der Hl. Vateer so reden, wie ich es gera­de (pro­vo­zie­rend) getan habe?

        • Ich den­ke nicht, dass heu­te irgend­je­mand den Glau­ben noch so ernst nimmt, dass Krie­ge dar­über aus­bre­chen könn­ten. Wenn der Papst deut­li­cher spre­chen wür­de, wäre er viel­leicht nicht mehr so beliebt, wür­de er aber eher in der Nach­fol­ge Chri­sti ste­hen. Jesus war kein Pazi­fist. Wie wir im Evan­ge­li­um nach­le­sen kön­nen, war er nicht beson­ders diplo­ma­tisch und die Fol­gen ken­nen wir. — Sanft­mut darf nicht die Wahr­heit ver­schlei­ern und dadurch das See­len­heil vie­ler Men­schen gefähr­den. Wie sag­te Che­ster­ton so schön in „The Ever­la­sting Man“: „Ein guter Frie­den ist immer bes­ser als ein guter Krieg, aber ein guter Krieg ist auf jeden Fall bes­ser als ein schlech­ter Frie­den.“ Und an den paar Hun­dert von Deno­mi­na­tio­nen wird kein Papst schul­dig, nur weil er klar auf der EINEN Wahr­heit besteht, denn die­se Deno­mi­na­tio­nen sind alle falsch und des­halb gefähr­lich für das See­len­heil ihrer Anhän­ger, und die blei­ben es lei­der auch, wenn sie nomi­nell „katho­lisch“ wür­den.

  19. @ M.S.
    Wenn die FSSPX nach wie vor davon über­zeugt ist, dass der NOM den Glau­ben gefähr­det, dann ist es ihre Pflicht, das auch offen zu sagen und auch zu begrün­den. Bei­des ist gesche­hen. War­um gehen Sie auf die per­sön­li­che Ebe­ne, grei­fen die Gesin­nung der Pius­bru­der­schaft an, statt sach­lich zu argu­men­tie­ren, inhalt­lich bezo­gen auf den NOM? Wei­sen Sie z.B. bit­te nach, dass die kon­zi­lia­re Theo­lo­gie des Pascha-Myste­ri­ums mit der Theo­lo­gie des Kon­zils von Tri­ent über­ein­stimmt. Gut, in einem Kom­men­tar ist das nicht mög­lich.
    Aber dann könn­te ja mal die Petrus­bru­der­schaft die­sen Dienst lei­sten.
    Wenn die FSSPX davon über­zeugt ist, dass die Ursa­che der Kir­chen­kri­se im Kon­zil selbst begrün­det ist, dann muss sie dazu ste­hen. Und sie darf dar­auf hof­fen, dass irgend­wann ein Papst das auch so sieht.
    Ich wüss­te zu gern von den Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten, wie sie die Kir­chen­kri­se begrün­den. Ob Vat. II, ob Rom eine Ver­ant­wor­tung trägt. Denn ohne Dia­gno­se gibt es kei­ne Hei­lung!

  20. Auch wenn die Eccle­sia Dei Gemein­schaf­ten der­zeit Schi­ka­nen und Ein­schrän­kun­gen erfah­ren mögen, so bin ich doch sehr dank­bar, daß es sie gibt. Sie lei­sten einen bedeu­ten­den Bei­trag für die Tra­di­ti­on. Es gibt nicht weni­ge Leu­te, die unter dem Papst blei­ben und sich inner­halb der Kir­che für die Tra­di­ti­on ein­set­zen wol­len. Ste­ter Trop­fen höhlt den Stein, mit der Zeit schlägt sich die Arbeit die­ser Leu­te nie­der. Klei­ne Schrit­te sind auch Schrit­te, und viel­leicht bes­ser als gar kei­ne zu wagen?

  21. Das Pro­blem um den rech­ten Gehor­sam ent­stand nicht durch den Hoch­mut der Gläu­bi­gen, son­dern durch ihre Not, dass „Hir­ten“ den über­lie­fer­ten Got­tes­dienst ver­folg­ten und für Irr­leh­ren und Ehr­furchts­lo­sig­keit weit die Tore öff­ne­ten.

    Eine Lösung die­ses Pro­blems ist rela­tiv ein­fach:
    Die Treue zur Über­lie­fe­rung — und damit zu Chri­stus! — muss bei allen Betei­lig­ten klar erkenn­bar sein, nicht nur in Wor­ten, son­dern auch in der Tat. Wer die Ver­wir­rung in die Kir­che hin­ein getra­gen hat, ist ver­ant­wort­lich, sie auch wie­der zu been­den!

    Es gilt also nicht nur das Kon­zil auf­zu­ar­bei­ten, son­dern auch die Auf­ru­fe zum Göt­zen­dienst in Assi­si und vie­le ande­re Aus­wüch­se, die zu der schwie­ri­gen Lage der Kir­che heu­te erst geführt haben und die all­seits bekannt sind!
    Anders ist Gehor­sam in der Kir­che und auch das (An)Erkennen der Hir­ten durch die Her­de in der Kir­che gar nicht mög­lich! (Vgl. Joh. 10,5!).

  22. „Die Bru­der­schaft wird sich zu einer Ent­schei­dung durch­rin­gen müs­sen (…) oder sie wird ihr auf­ge­zwun­gen wer­den“.
    Lang­sam wird es mul­mig. Stand die­ser Satz wört­lich in dem Brief an Bischof Fel­lay, oder ist es eine Inter­pre­ta­ti­on?
    Wir dis­ku­tie­ren über einen Brief, der an die Prie­ster der FSSPX gerich­tet ist. Der Gläu­bi­ge und die Öffent­lich­keit nichts angeht. Eini­ge Prie­ster der FSSPX kön­nen einem wirk­lich das Leben schwer­ma­chen. Weil sie ein­fach nicht dis­kret sind, stän­dig öffent­li­che Dis­kus­sio­nen aus­lö­sen. Von prie­ster­li­cher Ver­ant­wor­tung kann ich da nichts erken­nen. Eher von Flü­gel­kämp­fen.

    Es wäre prak­ti­scher, Bischof Fel­lay stell­te den Brief direkt ins Inter­net. Alle Unter­la­gen, die an die Prie­ster gehen. Zumin­dest, was Rom betrifft. Weil eini­ge hoch­wür­di­ge Her­ren eh nicht schwei­gen.
    Und wenn sie eh nicht schwei­gen, wenn doch alles im Inter­net lan­det, dann wäre man wenig­stens soli­de infor­miert. Das The­ma ist für Inter­net­spe­ku­la­tio­nen wirk­lich zu ernst.

  23. War­um so pes­si­mi­stisch. Man­che Kom­men­ta­re sind so voll Miß­trau­en und Furcht, als wäre eine gute Nach­richt aus Rom schlim­mer als eine schlech­te. Wo bleibt das Ver­trau­en, wenn schon nicht in die Men­schen, so doch in Gott, der Sei­ne Kir­che nie ver­läßt?
    Hier wur­de der Brief von Erz­bi­schof Di Noia von einem Le Figa­ro-Jour­na­li­sten ver­öf­fent­licht:
    http://www.riposte-catholique.fr/summorum-pontificum-blog/documents-summorum/la-lettre-de-mgr-augustine-di-noia-a-mgr-bernard-fellay#.UPxrGWczQSY
    Gute Nach­rich­ten muß man auch erken­nen kön­nen, sie sind lei­der sel­ten. An schlech­ten man­gelt es ja nicht. Sor­ge um die Kir­che darf nie Freu­de über ihre Grö­ße und Herr­lich­keit ver­decken. Beten wir, daß der Wil­len Got­tes gesche­he.

    • Und wie ist die­ser Brief an den Le Figa­ro-Jour­na­li­sten gekom­men? War­um ist ein so wich­ti­ges Doku­ment nicht im Mit­tei­lungs­blatt des deut­schen Distrikts abge­druckt, wird dort nicht dis­ku­tiert, son­dern ein­fach ver­schwie­gen?
      War­um muss man die­sen Brief im Inter­net lesen? Aber auch die Home­page des deut­schen Distrikts der FSSPX schweigt sich aus, als wür­de es ihn nicht geben.
      Im übri­gen erschließt sich mir nicht die „gute Nach­richt“, wenn die FSSPX eine „gleich­ge­schal­te­te Eccle­sia Dei-Gemein­schaft“ wer­den soll.
      Gott ver­lässt sei­ne Kir­che nicht? Er lässt es offen­bar zu, dass sie ihm untreu wird. Nicht nur heu­te. Ein mit­un­ter schwer erträg­li­ches Geheim­nis.

  24. Daß vie­lem Fir­le­fanz vor­ge­stan­den wur­de und wird, hat sicher mit dem „Bruch“ 1977 und 1988 zu tun, den EB Lef­eb­v­re voll­zog. Aber außer­halb der Kir­che kann die FSSPX bei wei­tem nicht so wir­ken. In die­ser Posi­ti­on kann man Sie leicht als Out­law hin­stel­len. Irrele­vant! Nicht ernst zu neh­men.

    Die Ver­hun­zer des NOM haben mit ihrer Revo­lu­ti­on zuerst die Reak­ti­on her­aus­ge­for­dert: Zeit­schrif­ten wie „DER FELS“ und „Theo­lo­gi­sches“ und sicher vie­les mehr.

    Erst 23 Jah­re nach dem Ende des Kon­zils hat EB Lef­eb­v­re Bischö­fe geweiht, das war dann Kon­ter­re­vo­lu­ti­on.

  25. „Nun wird sich die Pius­bru­der­schaft ent­schei­den müs­sen, ob sie den Bruch oder die Aner­ken­nung will.“
    Ich hal­te die­sen Satz, Herr Nar­di, mit Ver­laub, für eine gedank­li­che Eng­füh­rung. Die Pius­bru­der­schaft hat sich ledig­lich zu ent­schei­den, ob sie unter Papst Bene­dikt die Aner­ken­nung will.
    In der Kirch­li­chen Umschau Novem­ber 2012 ist ein wich­ti­ger Arti­kel von Dr. Barth zu lesen:‘ Der Kon­zils­ein­schwö­rer‘, die Rede ist von Erz­bi­schof Di Noia. Er wird von Dr. Barth zitiert, er wird an sei­nen eige­nen Wor­ten gemes­sen. Der Autor kommt zum Ergebnis:“(…)Entscheidend ist nicht mehr, was frü­her ein­mal vom Lehr­amt fest­ge­legt wor­den ist, son­dern was man in der ‚leben­di­gen Tra­di­ti­on‘ dar­aus macht. So klar und unum­wun­den ist die­sem gefähr­li­chen Irr­weg sel­ten Aus­druck ver­lie­hen wor­den!“
    Moder­nis­mus pur! Von allen Päp­sten bis Pius XII. streng ver­ur­teilt, seit die Päp­ste mit dem Moder­nis­mus zu kämp­fen haben.
    Wird die FSSPX erneut exkom­mu­ni­ziert, weil sie die­sen Irr­weg nicht mit­geht, bekom­men alle

  26. Eccle­sia Dei-Gemein­schaf­ten enor­me Pro­ble­me. Dann hal­ten sie einem Papst die Treue, der die Tra­di­ti­on der Kir­che als eine Art „Stein­bruch“ behan­delt, der sie jeweils frei aus­legt, sich aus­sucht, wie sie neu zu bewer­ten ist.
    Nicht mehr die Kon­zils­tex­te an sich sind aus­zu­le­gen, was sie besa­gen, son­dern wie der Papst sie für sei­ne Zeit bewer­tet.
    Der Papst bestimmt, dass das II. Vati­ka­num der Tra­di­ti­on ent­spricht, egal, dass allein die äuße­re Form zeigt, dass es nicht stimmt. Von den Inhal­ten, die der Tra­di­ti­on wider­spre­chen, ganz zu schwei­gen.
    Es wird deut­lich: Die FSSPX könn­te auf die näch­ste Kri­se zuge­hen. Die Eccle­sia Dei-Gemein­schaf­ten dann aber auch. Es wäre näm­lich das Ende der Tra­di­ti­on, wie die Päp­ste sie gelehrt haben bis 1962.
    Etwas ist in dem Wirr­war tröst­lich: Ex cathe­dra wird die­ser Irr­weg nicht ver­kün­det, Jeder nach­fol­gen­de Papst kann ihn — muss ihn — irgend­wann been­den. Oder das näch­ste, dog­ma­ti­sche Kon­zil. „Die Pfor­ten der Höl­le wer­den sie nicht über­wäl­ti­gen.“

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