Richard Williamson entschlossen eigene Bischöfe zu weihen

(London/Menzingen/Rom) Wie Secretum Meum Mihi berich­tet, ver­här­tet sich die Absicht des von der Pius­bru­der­schaft aus­ge­schlos­se­nen Bischofs Richard Wil­liam­son, eige­ne Bischö­fe zu wei­hen. Msgr. Richard Wil­liam­son, der Anfang Okto­ber aus der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. wegen „wie­der­hol­ten Unge­hor­sams“ ausgschlos­sen wur­de, geht ziel­stre­big auf eine neue Exkom­mu­ni­ka­ti­on zu. Wil­liam­son hat­te sich bereits 1988 durch sei­ne gül­ti­ge, aber unrecht­mä­ßi­ge, da von Papst Johan­nes Paul II. nicht aner­kann­te Bischofs­wei­he die Exkom­mu­ni­ka­ti­on zuge­zo­gen. Sie war erst im Janu­ar 2009 von Papst Bene­dikt XVI. für gegen­stands­los erklärt wor­den, um den Weg für eine kir­chen­recht­li­che Aner­ken­nung der von Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re 1970 gegrün­de­ten Pius­bru­der­schaft frei­zu­ma­chen.

In sei­nen wöchent­li­chen Rund­brie­fen greift der Aus­ge­schlos­se­ne inzwi­schen die Pius­bru­der­schaft mit den­sel­ben Begrif­fen und Anschul­di­gun­gen an, mit denen er bis­her Rom angriff. In sei­nem Rund­brief 278 vom 10. Novem­ber ver­wirft Wil­liam­son nicht nur die Prie­ster­aus­bil­dung der „römi­schen Kon­zils­kir­che“, son­dern auch jene der Pius­bru­der­schaft. Er wer­de der gött­li­chen „Vor­se­hung“ auch durch „Prie­ster- und Bischofs­wei­hen“ fol­gen, wenn dies dem „gött­li­chen Wil­le“ ent­spre­che. „Was mich betrifft, geht es dar­um Sei­ner Vor­se­hung zu fol­gen durch die Wei­he von Prie­stern oder durch die Wei­he von Bischö­fen. Got­tes Wil­le gesche­he“, so Wil­liam­son.

„Bekla­gens­wert ist, daß ihm eini­ge fol­gen wer­den, die durch die stän­di­gen Angrif­fen gegen den Papst und die katho­li­sche Kir­che ver­gif­tet wur­den“, so der spa­ni­sche Kir­chen­hi­sto­ri­ker Fran­cis­co de la Cigo­ña. „Es wer­den nicht vie­le sein, die glau­ben wer­den, daß Wil­liam­son die ein­zi­ge Ret­tung für die Kir­che ist. Aber es wird sie geben. Und sie wer­den voll­mun­dig behaup­ten, daß es außer­halb der Kir­che kein Heil gibt, aber in Wirk­lich­keit damit nicht Rom mei­nen, ja nicht ein­mal die Pius­bru­der­schaft, son­dern daß es außer­halb des Wil­liam­so­nis­mus kein Heil gebe. Es scheint unfaß­bar, aber es ist so. Mit Wil­liam­son ent­steht ein wei­te­res ‚Kirch­lein‘, bes­ser gesagt eine wei­te­re Sek­te.“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Jens Falk

63 Kommentare

  1. Mein Ein­druck ist, der Mann macht sich schon seit Jah­ren nur mehr über Kir­che und Bru­der­schaft lustig und glaubt selbst nicht an das, was er von sich gibt. Sein wah­res Gesicht zeig­te er auf dem Flug­ha­fen Lon­don, wo er mit Base­cap, Son­nen­bril­le und erho­be­ner Faust alles ande­re als einen Got­tes­mann ver­kör­per­te.

    • Bischof Wil­liam­son hat kei­nen Grund, sich über „Kir­che und Bru­der­schaft“ lustig zu machen.

      Zu tief ist sei­ne ehr­li­che Sor­ge sowohl um Kir­che wie auch um die Pius­bru­der­schaft, wie sei­nen Bei­trä­gen unschwer zu ent­neh­men ist.

      Und im Unter­schied zu so man­chen Kir­chen­leu­ten und höhe­ren Pius­brü­dern glaubt Bischof Wil­liam­son durch­aus das, was er sagt, und er hat wie­der­um im Unter­schied zu besag­ten Leu­ten auch den Mut, zu sei­nen Wor­ten zu ste­hen.

      Was nun die Ver­klei­dung von Lon­don betrifft, hal­te ich es für durch­aus mög­lich, daß das auf eine Wei­sung des Gene­ral­obe­ren der Pius­bru­der­schaft zurück­geht, betreibt Fel­lay doch schon seit lan­gem die Aus­schal­tung und Kalt­stel­lung von Bischof Wil­liam­son.

      • War das nicht am Flug­ha­fen in Bue­nos Aires? Na, egal! — Die Base­ball-Kap­pe und der Zivilan­zug, eine per­fi­de Idee von Fel­lay? Ein inter­es­san­ter Gedan­ke! Mei­nen Sie wirk­lich Wil­liam­son hät­te es aus­ge­rech­net in die­sem Fall nötig gehabt, Fel­lay zu gehor­chen? Er hat­te ja — kir­chen­recht­lich nicht ganz falsch — fest­ge­stellt, dass er grun­sätz­lich kei­nen Gehor­sam lei­sten müsse(Exemtion), weil Bischö­fe grund­sätz­lich direkt dem Papst unter­stellt sind, auch wenn sie noch einer ande­ren Gemein­schaft ange­hö­ren.
        Ich fin­de es inter­es­sant, wie Wil­liam­son-Fans es grund­sätz­lich schaf­fen, aber auch jedes dum­me Ver­hal­ten ihres „Stars“ dem armen Bischof Fel­lay in die Schu­he zu schie­ben. — Auch wenn ich mensch­lich immer mehr Sym­pa­thien für Bischof W. gehegt habe, bin ich der Mei­nung, dass sich Bischof Fel­lay in die­sem Bru­der­zwist immer fair ver­hal­ten hat und auch jetzt ver­hält. Fel­lay hat es nicht nötig ver­bal auf Wil­liam­son ein­zu­dre­schen und das ver­dient mei­ne Ach­tung und mei­nen tie­fen Respekt. Wenn hier jemand sei­ne Abschal­tung vor­an­ge­trie­ben hat, dann Bischof W. selbst.

        • Die Abbe­ru­fung Bischof Wil­liam­sons von der Lei­tung des argen­ti­ni­schen Prie­ster­se­mi­nars, die anschlie­ßen­de Abschie­bung nach Lon­don, die sta­tu­ten­wid­ri­ge und damit rechts­wid­ri­ge Aus­la­dung Bischof Wil­liam­sons von dem Gene­ral­ka­pi­tel der Pius­bru­der­schaft und schließ­lich den Aus­schluß Bischof Wil­liam­sons aus der Pius­bru­der­schaft als „immer fair“ zu bezeich­nen, ver­rät schon ein arg eigen­ar­ti­ges, viel­mehr ein abso­lut abar­ti­ges Ver­ständ­nis von Fair­neß.

          Zur Flug­ha­fen­klei­dung möch­te ich anmer­ken, daß Bischof Wil­liam­son ein aus­ge­spro­chen grad­li­ni­ger Mensch ist, der zu sei­nem Wort und Tun steht. Daher scheint es mir sehr unwahr­schein­lich, daß Bischof Wil­liam­son von sich aus die­se Klei­dung wähl­te. Viel eher ist das Fel­lay zuzu­trau­en, der doch schon seit lan­ger Zeit alles dar­an setzt, Bischof Wil­liam­son in Ver­sen­kung zu brin­gen.

          Übri­gens bin ich kein abso­lu­ter Fan Bischof Wil­liam­sons, aber ich ver­ab­scheue die Nie­der­tracht, Schä­big­keit und Schänd­lich­keit ihm gegen­über.

          • 1. Die Abbe­ru­fung Bischof Wil­liam­sons als Regens, muss­te sein, weil Argen­ti­ni­en ihn offi­zi­ell AUSGEWIESEN hat­te. – Die Abschie­bung nach Lon­don, muss­te sein, weil er bri­ti­scher Staats­bür­ger ist und das Ver­ei­nig­te König­reich ihn des­halb als ein­zi­ges west­li­ches Land auf­neh­men MUSSTE. (Wis­sen Sie nicht, dass die mei­sten Län­der auf die­ser Welt ein Ein­rei­se­ver­bot für ihn haben? Zwar kann man soet­was igno­rie­ren und damit durch­kom­men, aber die Fal­le kann dann auch ein­mal zuschnap­pen, wenn man doch ein­reist.)
            2. Ich kann nicht ein­schät­zen, wie weit die Aus­la­dung Bischof Wil­liam­sons vom Gene­ral­ka­pi­tel rech­tens war und hal­te sie für unklug, aber ich kann Bischof Fel­lays Situa­ti­on ver­ste­hen und nach­voll­zie­hen, wes­halb er es für rich­tig hielt.
            3. Jeder hono­ri­ge Mann kann auch mal unge­hö­rig han­deln und umge­kehrt. Ich neh­me mir des­halb die Frei­heit weder die Per­son von Fel­lay noch die von Wil­liam­son zu beur­tei­len, son­dern allein ihre Hand­lun­gen. Dan­ke für ihr Ver­ständ­nis.

          • @T. de Ahu­ma­da:
            Sie kön­nen sehr wohl ein­schät­zen, ob die Aus­la­dung Bischof Wil­liam­sons recht­mä­ßig war oder nicht — Sie brau­chen nur die Sta­tu­ten der Pius­bru­der­schaft nach­zu­le­sen.

            Auch die Lek­tü­re des Arti­kels über das Gene­ral­ka­pi­tel auf der Netz­sei­te des deut­schen Distrikts kann Ihnen wei­ter­hel­fen: Da steht klipp und klar drin, daß zu den Gene­ral­ka­pi­teln auch die Weih­bi­schö­fe ein­zu­la­den sind.
            http://pius.info/archiv-news/717-aktuell/6898-generalkapitel-der-piusbruderschaft

            Und da Bischof Wil­liam­son damals Weih­bi­schof der Pius­bru­der­schaft war, wäre es die Pflicht Fel­lays gewe­sen, Bischof Wil­liam­son zu die­sem Gene­ral­ka­pi­tel ein­zu­la­den. Fel­lay tat das Gegen­teil und brach damit die Sta­tu­ten der Pius­bru­der­schaft, ohne Wenn und Aber.
            Das Gan­ze erhält noch sei­ne beson­de­re Note dadurch, daß zu den Auf­ga­ben des Gene­ral­ka­pi­tels zählt, „nach­zu­prü­fen, ob die Bru­der­schaft die Sta­tu­ten gewis­sen­haft befolgt“.
            Daß der Sta­tu­ten­bre­cher Fel­lay wie­der­ge­wählt wur­de, wirft ein ziem­lich schlech­tes Licht.

          • @Seefeldt:

            Gut. Ich pas­se und wider­spre­che Ihnen nicht mehr. Aber dann müs­sen sie ihre Kon­se­quen­zen aus der Ange­le­gen­heit zie­hen, so wie Sie sie sehen. Ich mache mich noch ein­mal kun­dig.

          • @T. de Ahu­ma­da:
            Wel­che Kon­se­quen­zen mei­nen Sie?

            Kon­se­quen­zen habe ich tat­säch­lich gezo­gen: Mei­nen bis­he­ri­gen Dau­er­über­wei­sungs­auf­trag an die Pius­bru­der­schaft habe ich stor­niert, und ich wer­de künf­tig den Got­tes­dien­sten und son­sti­gen Ver­an­stal­tun­gen der Pius­bru­der­schaft weit­ge­hend fern­blei­ben. Zum Glück gibt recht nahe mei­nes Hei­mat­or­tes (oben­drein näher als die näch­ste Pius­ka­pel­le) zwei Mög­lich­kei­ten, sonn­tag­mor­gens an der Hei­li­gen Mes­se im außer­or­dent­lich schö­nen und guten Ritus teil­zu­neh­men.

  2. Bischof Wil­liam­son ist jetzt in einer ähn­li­chen Lage wie damals Erz­bi­schof Lefêb­v­re. Er ist recht alt, sieht die Pius­bru­der­schaft auf dem Weg in den Abgrund und muß daher aus sei­ner Sicht Prie­ster und viel­leicht auch Bischö­fe wei­hen, die die unver­fälsch­te katho­li­sche Tra­di­ti­on wei­ter­hin auf­recht­erhal­ten.

    Eine eige­ne Sek­te oder ein eige­nes Kirch­lein wird Bischof Wil­liam­son eben­so­we­nig grün­den wie damals Erz­bi­schof Lefêb­v­re. Bischof Wil­liam­son ist glau­bens­treu­er Katho­lik und wird das auch blei­ben.

    Wer ist eigent­lich die­ser Fran­cis­co de la Cigoña? Es ist unchrist­lich, ande­re Men­schen zu ver­leum­den, wie das Cigoña gegen­über Bischof Wil­liam­son begeht.

  3. Ich bin echt froh das Bischof Wil­liam­son aus der Prie­ster­bru­der­schaft St. PIUS X aus­ge­schlos­sen wur­de, denn allei­ne mit dem obi­gen Kom­men­tar, und sei­ner Ankün­di­gung sei­ner­seits Bischö­fe zu wei­hen, hat sich die­ser als Nar­zist und als jemand zu erken­nen gege­ben der die „Exkom­mu­ni­ka­ti­on“ wünscht. Und schon seit lan­gen hat die­ser die Eini­gung Roms mit der Prie­ster­bru­der­schaft St. PIUS X sabo­tiert. Aber der Weg des Unge­hor­sams führt nur ins Abseits, gut zu erken­nen an den Unge­hor­sa­men Kle­ri­kern des deutsch­spra­chi­gen Rau­mes. Obwohl es mir per­söhn­lich um sei­ne Exzel­lenz sehr leid tut. Katho­lisch reden ist nicht gleich katho­lisch WIRKEN. An ihren Früch­ten also sollt ihr sie erken­nen.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen.

  4. Es ist wohl Zeit, dass sich Richard Wil­liam­son end­lich als Sedis­va­kan­tist outet. Wie sonst ist sein Ver­hal­ten zu erklä­ren? Es gehört schon eini­ges dazu, sich „rechts“ von der Pius­bru­der­schaft zu posi­tio­nie­ren.… Was schein­bar Wil­liam­son und auch die Pius­bru­der­schaft nicht beden­ken: Moder­nis­mus und Pro­gres­sis­mus sind bei­de als fal­sche Wege von der Kir­che ver­wor­fen wor­den. Mei­nes Wis­sens zuletzt von Johan­nes Paul II und davor von Bene­dikt XV. und Pius XI.
    Viel­leicht ist Wil­liam­son ja wirk­lich auch nicht mehr als sovie­le ande­re im tra­di­tio­na­li­sti­schen Bereich auch: Ein Fun­da­men­ta­list. Das ist per se noch nichts „Schlim­mes“, aber es ver­stellt die­sen Leu­ten ein­fach die kla­re Sicht auf die Kir­che und ihre Auf­ga­be gestern, heu­te und mor­gen.

    • Bischof Wil­liam­son KANN sich nicht als Sedis­va­kan­tist outen, weil er kein Sedis­va­kan­tist ist. Das kann man jeder­zeit in aller Deut­lich­keit sei­nen Bei­trä­gen ent­neh­men.

      Moder­nis­mus und Pro­gres­sis­mus in der Kir­che ver­wor­fen? Ach wenn das doch nur wahr wäre! Zuwei­len ver­schlägt es mich doch in einen Diö­ze­san­got­tes­dienst, und was man da mit­un­ter erle­ben muß …

    • „Moder­nis­mus und Pro­gres­sis­mus sind bei­de als fal­sche Wege von der Kir­che ver­wor­fen wor­den. Mei­nes Wis­sens zuletzt von Johan­nes Paul II und davor von Bene­dikt XV. und Pius XI.“ — Nichts für ungut, aber bevor Sie die Tra­di­tio­na­li­sten defi­ni­tiv psych­ia­trie­ren, wäre mein Vor­schlag: Sie besor­gen sich umge­hend ein Exem­plar der Anti­mo­der­ni­sten­en­zy­kli­ka „Paschen­di“ von Pius X. (soll­ten Sie eine auf deutsch bekä­men, die nicht von der Pius­bru­der­schaft o.ä. Grup­pen her­aus­ge­ge­ben wur­de, bit­te GANZ laut „HIER“ rufen!) sowie die Enzy­kli­ka „Media­tor Dei“ von Pius XII. und lesen die­se Tex­te auf­merk­sam. Dann lesen Sie das, was als erneu­te Ver­ur­tei­lung des Moder­nis­mus durch JPII gilt, näm­lich die Enzy­kli­ka „Sple­ndor Veri­ta­tis“ noch auf­merk­sa­mer. Und schließ­lich schau­en Sie mit offe­nen Augen auf das, was um Sie her­um in der Kir­che so abgeht. Viel­leicht ver­ste­hen Sie dann, wo das Pro­blem der von Ihnen geschmäh­ten Leu­te mit der Kir­che von heu­te liegt.

    • Was heißt Fun­da­men­ta­list ? Die­sen Begriff haben sich die Grün­den unter­ein­an­der an den Kopf gewor­fen. Hie Fun­dis und dort Rea­los. Die Rea­los müs­sen nur auf­pas­sen, dass sie nicht alle Grund­sät­ze über Bord wer­fen und zu einer unnüt­zen Gemenge­la­ge ver­kom­men. Es geht nicht um Über­trei­be­rei. Der von den FSSPX Aus­ge­schlos­se­ne ist so und so indis­ku­ta­bel und das nicht nur aus theo­lo­gi­schen Grün­den. Den Hin­weis auf das bekann­te Straf­ver­fah­ren muss ich hier nicht aus­führ­lich dar­tun. Es geht um Kon­ti­nui­tät, um die erhal­tung der Kern­sub­stanz der Römisch-Katho­li­schen Kir­che.
      Es geht um die Besorg­nis über das gegen­wär­ti­ge Pon­ti­fi­kat und die aus­ge­spro­chen natio­nal­kir­che Son­der­be­we­gung in Deutsch­land. Die wah­rung der Welt­kir­che mit „rechts“ zu ver­or­ten geht somit rest­los ins Lee­re. Es geht um die Mit­te der Men­schen, nicht um Rän­der und Rand­po­si­tio­nen.

  5. „Nie­mand hat die Absicht, eine Mau­er zu errich­ten“, so begann schließ­lich der Mau­er­bau 1961. Es ist nur noch eine Fra­ge von Mona­ten, wann sich die­ser Schritt ereig­nen wird, daß ein neu­es (und enf­gül­ti­ges) Schis­ma statt­fin­det. Schon län­ger sucht Wil­liam­son Unter­stüt­zung von den Palma­ri­ta­nern, es wird so sein, daß einer der „Bischö­fe“ der Palma­ri­ta­ner (wahr­schein­lich der Freiburger/Essener Schmitz) und einer der Latei­ner aus Tou­lou­se ihm assi­stie­ren wird. Es wird Zeit, daß Papst Bene­dikt Wil­liam­son aus dem Kle­ri­ker­stand aus­schließt, damit des­sen gesam­te Hand­lun­gen ungül­tig wer­den und somit kein spi­ri­tu­el­len Scha­den anrich­ten kön­nen.
    Jetzt kann eigent­lich nur eine Aner­ken­nung der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. in Rom unter kano­ni­schen Son­der­be­din­gun­gen hel­fen. Wil­liam­son hat abso­lut über­reizt. Ds Spiel ist aus. Glaubt er viel­leicht, daß ihm de Mal­lerais assi­stie­ren wird? Nie­mals wird das gesche­hen!. Aber nur vom Haupt­schiff kann man ein Bei­boot abschnei­den, ds muß Rom ver­ste­hen.

    • Der Aus­schluss eines Prie­sters aus dem Kle­ri­ker­stand machen des­sen Mes­sen nicht ungül­tig, son­dern nur uner­laubt, und für die Spen­dung des Wei­he­sa­kra­men­tes eines aus dem Kle­ri­ker­stan­des aus­ge­schlos­se­nen Bischofs gilt das glei­che. Eine von Wil­liam­son (sogar allein) vor­ge­nom­me­ne Bischofs­wei­he wäre zwei­fel­los gül­tig (wenn auch sakri­le­gisch und uner­laubt), dar­an kann auch der Papst nichts ändern.

    • Ich fin­de, man soll­te erstein­amal ganz ruhig abwar­ten, was unse­re Ex-Exzel­lenz jetzt wirk­lich anstellt oder auch nicht, anstatt hier gleich den Teu­fel an die Wand zu malen: Palmar de Troya! Gibt es die über­haupt noch? …und haben die nicht Gian­bat­ti­sta Mon­ti­ni, als Paul VI. der eigent­li­che „Macher“ des 2. Vati­ka­nums als „Mär­ty­rer“ ver­ehrt?

    • Der Ver­gleich mit der Mau­er­bau­nicht­an­kün­di­gung ist schon allein des­we­gen falsch, weil Bischof Wil­liam­son nichts der­glei­chen sagt — er behaup­tet nicht, kei­ne Bischö­fe wei­hen zu wol­len, er deu­tet viel­mehr im Gegen­satz dazu die Mög­lich­keit von Bischofs­wei­hen an.

      Ein Schis­ma beab­sich­tigt Bischof Wil­liam­son auch nicht; er ist Katho­lik und will auch Katho­lik blei­ben und denkt über­haupt nicht dar­an, eine eige­ne Kirche(ngemeinschaft) zu grün­det, will viel­mehr wie Erz­bi­schof Lefêb­v­re die katho­li­sche Tra­di­ti­on bewah­ren.

      Eine Aner­ken­nung der Pius­bru­der­schaft durch Rom? Bis zum Aus­schluß Bischof Wil­liam­sons war das auch ein inni­ger Wunsch von mir. Nur kommt es immer auf das Wie an. Und wie kann die Pius­bru­der­schaft sich auf eine Eini­gung mit einem Rom ein­las­sen, das Karol Woj­ty­la selig­sprach, also aus­ge­rech­net jenen Papst, der die Pius­bru­der­schaft ver­damm­te?

  6. Falls die­se Nach­richt seri­ös ist: Damit war zu rech­nen.
    Doch wir haben kei­nen Grund, uns sicher vor einer Spal­tung zu füh­len. Das wird dann sehr schmerz­haft sein.
    Grün­de:
    Ein Teil der libe­ra­len Katho­li­ken, der Theo­lo­gen und der Bischö­fe sind vom Papst geist­lich so weit weg wie der „Hel­den­bi­schof“. Sie sind auf kei­nen Fall bereit, auf die wei­ter­ge­hen­de Pro­te­stan­ti­sie­rung unse­rer Kir­che zu ver­zich­ten: Auf­he­bung des Zöli­ba­tes, Frau­en­prie­ster­tum, selbst geba­stel­te Got­tes­dien­ste, „fla­che Hier­ar­chien“ zu for­dern, ist für sie selbstverständlich.Grundwahrheiten unse­res Glau­bens erken­nen sie nicht mehr an. Eini­ge Bischö­fe wür­den sich schon jetzt von Rom lösen, wenn sie nicht Angst vorm Ver­lust der Kir­chen­steu­ern hät­ten: Tauf­schein­ka­tho­li­ken, die über­gro­ße Mehr­heit, wür­den die Gele­gen­heit nut­zen, eine der­art zer­strit­te­ne Kir­che auch äußer­lich zu ver­las­sen.
    Der FSSPX steht viel­leicht jetzt ein Klä­rungs­pro­zess bevor. Uns spä­ter. Wann, weiß nie­mand. „Auf­ge­scho­ben ist nicht auf­ge­ho­ben“.

  7. Man muß bemer­ken, daß wenn Mgr. Wil­liam­son Bischofs­wei­hen vor­nimmt eine sog.„Exkommunikation“ eben­so ungül­tig wäre wie jene von 1988, da Mgr. Wil­liam­son genau so wie die Sus­pen­die­rung des Erz­bi­schofs 1976 und sämt­li­che Mass­nah­men gegen die Tra­di­ti­on seit 1974.

  8. Noch eine Bemer­kung: Woher kommt die Annah­me, daß auto­ma­tisch Sedis­va­kan­tis­mus fol­gen muß? Das ist kei­ne logi­sche Stei­ge­rung der Posi­ti­on der Prie­ster­bru­der­schaft son­dern eine Spe­zi­al­fra­ge: Ich zitie­re dazu den ver­stor­be­nen DDr. Gre­gor Hes­se „Von den Sedis­va­kan­ti­sten trennt uns eine theo­lo­gi­sche Fra­ge von der kon­zi­lia­ren Kir­che Wel­ten“.

  9. Bischof Wil­liam­son schreibt doch gar nicht daß er Bischö­fe wei­hen wird. Er schreibt:

    „Was mich angeht, so wer­de ich jeden­falls ver­su­chen, Got­tes Vor­se­hung beim Wei­hen von Prie­stern – und von Bischö­fen – zu fol­gen. Got­tes Wil­le gesche­he.“

    http://eleisonkommentar.blogspot.de/

    • Eben, Wil­liam­son will Prie­ster- und Bischö­fe wei­hen! Wo will der „gute“ Mann denn noch Wei­hen, wenn nicht in eige­ner Sache? Für Rom sicher nicht, für die Pius­bru­der­schaft eben­so­we­nig. Für wen also dann? Für irgend­wel­che schwin­de­li­gen Sek­tie­rer, die sich in völ­li­ger Selbst­über­heb­lich­keit Päp­ste und Bischö­fe nen­nen?
      Der tra­gi­sche Ver­lauf des Lebens eines intel­li­gen­ten Man­nes, der vor lau­ter Bäu­me, den Wald aus den Augen ver­lo­ren hat.
      Für ihn muss man beten, dass er den rech­ten Weg fin­det.

      • Ja, beten (ist immer ange­bracht) und die Ruhe bewah­ren. …und viel­leicht auch mal genau lesen.
        Von Bischö­fe wei­hen „wol­len“ steht da wirk­lich nichts. „Wol­len“ bezieht sich erst­ran­gig auf „die Vor­se­hung Got­tes“, der Bischof Wil­liam­son sich „zur Ver­fü­gung stel­len“ möch­te. Und solan­ge er kei­ne Bischö­fe geweiht hat, und wir die genau­en Umstän­de die­ser even­tu­el­len Wei­hen nicht ken­nen, soll­ten wir nicht vor­grei­fen und ihn des­we­gen schon abur­tei­len. — Das ist näm­lich genau, das, was Bischof Wil­liam­son unge­rech­ter­wei­se mit Bischof Fel­lay gemacht hat: Er hat vor­ge­grif­fen, Fel­lay eine zukünf­ti­ge Hand­lung mit einer schlech­ten Inten­ti­on unter­stellt (einen „Ver­rat“ der Bru­der­schaft an den Vati­kan) und ihn bereits dafür abge­ur­teilt, bevor es über­haupt ein­ge­tre­ten ist. Wer immer den Raus­schmiss von Wil­liam­son für „gerecht“ hält, soll­te sich hüten, nicht den glei­chen Feh­ler zu bege­hen.

        • Alles klar: Wil­liam­son hat ledig­lich „theo­re­ti­siert“. Falls ihn irgend­wer (wer?) rufen soll­te, er wäre bereit Prie­ster und Bischö­fe zu wei­hen.

          Wie kommt er dazu, gin­ge es nur um blo­ße Theo­rie, aus­ge­rech­net jetzt einen sol­chen Satz zu schrei­ben? Er wird sich ja wohl etwas dabei gedacht haben. Schließ­lich hat er bis­her ja noch nie einen Bischof geweiht oder auch nur einer sol­chen Wei­he bei­gewohnt.
          Wirk­lich ein Schelm also, wer „Böses“ denkt??

          Drum, beten, beten, damit er die Kur­ve nimmt

          • 1. Er hat nicht gesagt „irgend­wer“, oder? (Es gibt durch­aus Umstän­de, die so eine ille­ga­le Bischofs­wei­he recht­fer­ti­gen könn­ten.)
            2. Man wird ihm wohl hun­dert­mal genau die­se Fra­ge gestellt haben. — Wenn das eine rhe­to­ri­sche Fra­ge war, kön­nen Sie dann sicher­lich auch noch sagen, wen genau Bischof Wil­liam­son bis­her zum Bischof geweiht hat und bei wel­chen Bischofs­wei­hen er schon anwe­send war? Viel­leicht auch noch, was die­se Bischö­fe heu­te machen…
            3. Selbst­ver­ständ­lich und gar kein The­ma

          • Soweit ich infor­miert bin haben Bischof de Gala­ret­ta, Bischof Tis­sier de Mal­lerais UND Bischof Wil­liam­son den Nach­fol­ger von Bischof de Castro May­er in Cam­pos geweiht!
            Er hat also schon mal einen Bischof geweiht, zusam­men mit sei­nen bei­den bischöf­li­chen Mit­brü­dern.

          • @Franziska Hubert:

            …genau. Der Bischof heißt Andre­as Rifan und ist seit 2000 sogar mit Rom ver­söhnt. Kein Sedis­va­kan­tist, kein Schis­ma… Wer malt hier eigent­lich immer den Teu­fel an die Wand?

  10. @ Tomas Kovas: Ja, war­um soll nicht Sedis­va­kan­tis­mus fol­gen? Gute Fra­ge eigent­lich.… Wenn ich mir über­le­ge, was sich „Exz.“ bereits alles gelei­stet hat.…Sie glau­ben doch nicht im Ernst, dass man das einem nor­ma­len „libe­ral-kon­ser­va­ti­ven“ Prie­ster auch nur im Ansatz durch­ge­hen las­sen wür­de. Das ging doch ohne­hin nur, weil „Exz.“ for­ma­li­ter nicht mehr der KK ange­hör­te (ich will kei­ne Spe­zi­al-Dis­kus­si­on über die Wirk­sam­keit von Exkom­mu­ni­ka­tio­nen anzet­teln.…). Etwas sim­pli­fi­zie­rend gesagt: Küßt „Nor­ma­lo-Prie­ster“ wie­der­holt sei­ne Haus­häl­te­rin, hat er ein „dickes“ Pro­blem am Hals, stän­kert „Exz.“ dau­ert es selbst für Pius­bru­der­schaft-Ver­hält­nis­se recht lan­ge, bis er end­lich gehen muss.
    Zum Zwei­ten: Sedis­va­kan­tis­mus ist schon des­halb m.E. logisch nicht halt­bar, da die­se Posi­ti­on Wan­del inner­halb der Gesell­schaft und damit nota bene auch inner­halb der Kir­che als sozia­ler Orga­ni­sa­ti­on aus­schließt.

    • Die Fra­ge ist falsch gestellt — in mehr­fa­cher Hin­sicht. Zunächst muß fest­ge­stellt wer­den, daß sich nicht Bischof Wil­liam­son an der Pius­bru­der­schaft ver­gan­gen hat, son­dern Fel­lay wie­der­holt an Bischof Wil­liam­son — erst durch die Abbe­ru­fung von der Lei­tung des argen­ti­ni­schen Prie­ster­se­mi­nars, dann durch die Abschie­bung nach Lon­don, wei­ter durch die sta­tu­ten­wid­ri­ge und damit rechts­wid­ri­ge Aus­la­dung Bischof Wil­liam­sons von dem Gene­ral­ka­pi­tel der Pius­bru­der­schaft und schließ­lich durch den Aus­schluß aus der Pius­bru­der­schaft selbst.

      Und was nun die Lang­mü­tig­keit betrifft, sei an jenen Vor­sit­zen­den der deut­schen Bischofs­kon­fe­renz erin­nert, der dem dama­li­gen Papst jah­re­lang in Sachen Tötungs­li­zen­zen (genannt „Bera­tungs­schei­ne“) auf das ärg­ste auf der Nase her­um­tanz­te und dafür schließ­lich zum Kar­di­nal ernannt wur­de (naja, dafür wohl weni­ger; der Preis für den Kar­di­nals­hut dürf­te wohl eher die Ver­scha­che­rung der ost­deut­schen Kir­chen­bü­cher an Polen gewe­sen sein).

    • Zum Ersten: „Wenn ich mir über­le­ge, was sich „Exz.“ bereits alles gelei­stet hat….Sie glau­ben doch nicht im Ernst, dass man das einem nor­ma­len „libe­ral-kon­ser­va­ti­ven“ Prie­ster auch nur im Ansatz durch­ge­hen las­sen wür­de.“ Sol­che Unter­stel­lun­gen brin­gen selbst dann nie­man­den wei­ter, wenn sie unauf­hör­lich wie­der­holt wer­den.

      Zum Zwei­ten: „Sedis­va­kan­tis­mus ist schon des­halb m.E. logisch nicht halt­bar, da die­se Posi­ti­on Wan­del inner­halb der Gesell­schaft und damit nota bene auch inner­halb der Kir­che als sozia­ler Orga­ni­sa­ti­on aus­schließt.“ — Ohne die Sedis­va­kan­ti­sten im gering­sten unter­stüt­zen zu wol­len: Könn­ten Sie bit­te erklä­ren, was Sie damit mei­nen? Sedis­va­kan­ti­sten hören sich näm­lich (lei­der!!!) wesent­lich logi­scher an, als Sie hier an die­ser Stel­le. (Und dem Zitat von Gre­gor Hes­se angeht, muss ich lei­der recht geben.)

  11. @ T. de Alm­uha­da und See­feldt: Ich sehe schon, mei­ne Kri­tik kommt nicht gut an. Wenn Sie den Sedis­va­kan­tis­mus für logisch hal­ten, ist das für mich in Ord­nung, es bleibt m.E. trotz­dem frag­wür­dig, wie man sedis­va­kan­ti­stisch argu­men­tie­ren kann. -
    Ich für mei­nen Teil hal­te die Cau­sa Wil­liam­son für über­schätzt, gut, dass er aus der FSSPX drau­ssen ist. Damit Sie mich nicht falsch ver­ste­hen, ich bin durch­aus ein Kon­ser­va­ti­ver im Reli­giö­sen und Kirch­li­chen bzw. im Katho­li­schen, aber das schließt Ent­wick­lung nicht aus. Mir ist gen­aus­wo wie Ihnen ein pro­te­stan­ti­sie­ren­der Katho­li­zis­mus zuwi­der, ich per­sön­lich brau­che kei­ne Küngs und Drewermanns.….Damit möch­te ich die Dis­kus­si­on für mich um Wil­liam­son been­den. Er gehe mit Gott, aber er gehe — end­lich!

    • 1.
      Ein Sedis­va­kan­tist bin ich nicht, und Bischof Wil­liam­son ist eben­falls kein Sedis­va­kan­tist.

      2.
      Es ist schlecht, daß Bischof Wil­liam­son aus­ge­schlos­sen wur­de, auch die übri­gen Fehl­hand­lun­gen ihm gegen­über sind schlecht.
      Sie sind zum einen schlecht, weil sie die Ein­heit der Pius­bru­der­schaft gefähr­den, sie sind zum ande­ren schlecht, weil ein der­ar­tig böses Ver­hal­ten wie das von Fel­lay gegen­über Bischof Wil­liam­son schwer­lich Segen brin­gen kann — eher dürf­te es einen Fluch (der bösen Taten) her­vor­brin­gen.

      3.
      Bischof Wil­liam­son steht zu sei­nem Wort, zu sei­nem Tun und auch zu sei­nem Glau­ben — und des­we­gen wird er nicht gehen. Er wird wei­ter­hin für den Erhalt der katho­li­schen Tra­di­ti­on kämp­fen.

    • 1. Ich bin eben­falls kei­ne Sedis­va­kan­ti­stin und das, weil ich den Sedis­va­kan­tis­mus eben nicht für logisch hal­te.
      2. Es zäh­len die theo­lo­gi­schen Argu­men­te, nicht die mensch­li­chen Qua­li­tä­ten. Und so hal­te ich Sedis­va­kan­ti­sten immer noch für Katho­li­ken, auch wenn sie viel­leicht in der Regel schwie­ri­ge Men­schen sind. Letz­te­res ist kein Argu­ment gegen den Sedis­va­kan­tis­mus und soll­te auch nicht ins Feld geführt wer­den.
      3. Ich bin nicht so ein­sei­tig „pro Wil­liam­son“ wie See­feldt, auch wenn ich eini­ge gut­ge­mein­te Schrit­te sei­tens Bischof Fel­lay, die dazu geführt haben, für unklug hal­te. Aber Wil­liam­son ist kein Sedis­va­kan­tist. Er hält den Papst für einen gül­ti­gen Papst, wenn auch für einen unfä­hi­gen. Das macht einen Unter­schied!
      4. Ich muss noch­mals beto­nen, dass ich lie­ber abwar­te, als Will­liam­son irgend­et­was, sei es posi­tiv oder nega­tiv zu unter­stel­len, bevor er es auch wirk­lich tut.

  12. Doch noch mal @ Ahu­ma­da: Was mir nicht ganz klar ist: War­um „psych­ia­trie­ren“? Was soll das hei­ßen? Und war­um „schmä­he“ ich die Tra­di­tio­na­li­sten? Ich „schmä­he“ nie­man­den. Ich stel­le nur fest, dass Tra­di­tio­na­li­sten a la FSSPX es sich mit der Katho­li­zi­tät und Tra­di­ti­on etwas zu ein­fach machen. Man kann nicht selek­tiv vor­ge­hen und sagen: „bis hier ists noch katho­lisch, aber ab hier (V2) nicht mehr“. Das ist alles. Oder wol­len Sie noch eine Kir­che und Kir­chen­pra­xis wie um 1900? Dann viel Spaß bei dem Ver­such, das zu ver­wirk­li­chen.…

    • „Oder wol­len Sie noch eine Kir­che und Kir­chen­pra­xis wie um 1900? Dann viel Spaß bei dem Ver­such, das zu ver­wirk­li­chen…“
      Ich habe um 1900 noch nicht gelebt und weiß nicht was damals so abschreckend für den heu­ti­gen Katho­li­ken war. Man könn­te ja unse­ren Herrn und Gott mal ver­su­chen wie er reagie­ren wür­de wenn wir den guten Katho­li­ken von heu­te in das Sieb schmei­ßen wür­de das die Spreu vom Wei­zen trennt. Aber es heißt „Du sollst dei­nen Herrn und Gott nicht ver­su­chen“. Aber das gilt im ver­schärf­ten Mas­se für die Katho­li­ken von heu­te beson­ders. Ihr Glau­be wird schon beim Namen der „Höl­le“ aufs ernst­haf­te auf die Pro­be gestellt.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Sie machen es sich sehr ein­fach, Sie lesen anschei­nend nicht die nöti­gen Quel­len. Sie argu­men­tie­ren ein­fach nach Gefühl. Und dann wer­fen Sie den Tra­di­tio­na­li­sten vor, sie wür­den es sich „zu ein­fach“ machen!?
      Kein ernst­zu­neh­men­der Tra­di­tio­na­list will die Kir­che an einem histo­ri­schen Punkt ein­frie­ren, nicht im 19.Jh. und auch nicht 1958! Das sind die Vor­ur­tei­le jener, die sich nicht wirk­lich mit der legi­ti­men Kri­tik der Tra­di­tio­na­li­sten aus­ein­an­der­set­zen wol­len. Wie schon vor­ge­schla­gen: Lesen, lesen, lesen und zwar die offi­zi­el­len kirch­li­chen Tex­te bis zum 2. Vati­ka­num und auch die danach. Wenn Sie danach noch behaup­ten kön­nen V2 ste­he voll und ganz in die­ser Tra­di­ti­on, tun Sie es! Aber bit­te die Argu­men­te auch mit­lie­fern.

  13. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis des katho­li­schen Glau­bens:
    Der katho­li­sche Glau­be beruht auf der Offen­ba­rung Got­tes.
    Die­se Offen­ba­rung ist ewig gül­tig, also auch unver­än­der­lich.
    Da der katho­li­sche Glau­be auf die­ser unver­än­der­li­chen Offen­ba­rung beruht, kann auch der katho­li­sche Glau­be nicht geän­dert wer­den. Da der Mensch aber ein unvoll­kom­me­nes Wesen ist, kann der katho­li­sche Glau­be durch­aus ver­tieft wer­den. Das augu­s­ti­ni­sche Drei­fal­tig­keits­ver­ständ­nis und das Gro­ße Glau­bens­be­kennt­nis sind wich­ti­ge Bei­spie­le der Glau­bens­ver­tie­fung.
    Also nichts Neu­es, aber ein tie­fe­res Ver­ständ­nis des Bestehen­den.

    Und damit sind wir bei dem sprin­gen­den Punkt: Bis zum unse­li­gen 2VK war es unter ande­rem all­ge­mei­ner katho­li­scher Glau­be, daß die­ser Glau­be der allein wah­re Glau­be ist. Wei­ter war es bis zum 2VK all­ge­mei­ner Glau­be, daß die katho­li­sche Kir­che die eine von Gott gegrün­de­te Kir­che IST. Das 2VK hat unter ande­rem die­se katho­li­schen Glau­bens­wahr­hei­ten mehr oder weni­ger rela­ti­viert — ein Bruch im Glau­ben.

  14. @ See­feldt: Da lie­gen Sie ein biss­chen falsch. Die Offen­ba­rung ist als Pro­dukt der histo­ri­schen Ent­wick­lung eben nicht unver­än­der­lich. Zwar ist der Gehalt der Offen­ba­rung unver­än­der­lich, aber die Über­lie­fe­rung, das Tra­dit­um, eben nicht. Lesen Sie mal von Alo­is Schif­f­er­le „Mar­cel Lef­eb­v­re — Ärger­nis und Besin­nung“. Dar­in geht er m.E. über­zeu­gend auf das defi­zi­tä­re tra­di­tio­na­li­sti­sche Offen­ba­rungs­ver­ständ­nis ein.
    Ich benö­ti­ge übri­gens kei­ne „Nach­hil­fe“ in Sachen Glau­bens­leh­re. Ich bin katho­li­scher Christ, prak­ti­zie­re und wür­de mich selbst als kon­ser­va­ti­ven Novus Ordo Anhän­ger mit Sym­pa­thien für die MT bezeich­nen. Ihnen den­noch alles Gute und Got­tes und Mari­ens Segen.

  15. @ Quam­sin­gu­la­ri
    Zu Bischof Wil­liam­son ver­tre­te ich eine extrem ande­re Mei­nung als @Seefeldt. Was jedoch die Offen­ba­rung anbe­trifft hat er/sie voll­kom­men recht.Offenbarung als „Pro­dukt histo­ri­scher Ent­wick­lung“ ist häre­tisch: (…) Mit der Sen­dung des Soh­nes und der Gabe des Gei­stes ist die Offen­ba­rung nun­mehr gänz­lich abge­schlos­sen, auch wenn der Glau­be der Kir­che nach und nach ihre gan­ze Trag­wei­te erfas­sen muss“ — Kate­chis­mus der Katho­li­schen Kir­che, Kom­pen­di­um, 9.
    Mir ist klar, dass Ihre „Offen­ba­rungs­theo­rie“ an katho­li­schen Uni­ver­si­tä­ten, an ande­ren Aus­bil­dungs­stät­ten, gelehrt wird.
    Das zeigt, dass das nach­kon­zi­lia­re kirch­li­che Lehr­amt „als Hüte­rin der Wahr­heit“ weit­ge­hend zusam­men­ge­bro­chen ist. Es ist nicht mehr in der Lage, den eige­nen Kate­chis­mus zu ver­tei­di­gen. Wir leben im dok­tri­nel­len Cha­os.
    Denn kein Kon­zils­do­ku­ment ver­tritt expli­zit die Auf­fas­sung, Offen­ba­rung sei „Pro­dukt histo­ri­scher Ent­wick­lung“. Den­noch darf die Häre­sie unbe­an­stan­det gelehrt wer­den.

    • Um Ihnen für künf­tig die Wahl des rich­ti­gen Per­so­nal­pro­no­mens zu erleich­tern, darf ich Sie auf die bei­den Ant­wor­ten zum Quam­sin­gu­la­ri-Bei­trag vom 14.XI., 17:28 hin­wei­sen:

      „Ein Sedis­va­kan­tist bin ich nicht …“ (ich)
      „Ich bin eben­falls kei­ne Sedis­va­kan­ti­stin …“ (T. de Ahu­ma­da)

  16. @ cup­pa und @ See­feldt: Wol­len Sie allen Ern­stes die Wir­kung histo­ri­scher Ent­wick­lung im Gene­rel­len wie auch im Theo­lo­gi­schen bestrei­ten? Glau­ben Sie allen Ern­stes Sie kön­nen heu­te mit den glei­chen Argu­men­ten und Ansich­ten z.B. wie Tho­mas v. Aquin strei­ten und dis­ku­tie­ren? Dann gäbe es kei­ne Ent­wick­lung der neu­zeit­li­chen Theo­lo­gie und Wis­sen­schaft über­haupt. Sicher gibt es eine phi­lo­so­phia peren­nis, aber wie etwa Gott­lieb Söhn­gen, der Dok­tor­va­ter von Bene­dikt XVI. dies­bzgl. aus­führt: „Soll die Rede von einer Phi­lo­so­phia peren­nis besa­gen, ein bestimm­ter „Sta­tus“ in der Phi­lo­so­phie­ge­schich­te sei zu ver­ewi­gen, z. B. die ari­sto­te­li­sche Gedan­ken­welt des Tho­mas von Aquin, so wird phi­lo­so­phi­sche Arbeit zum Aus­gra­ben an Grä­ber­py­ra­mi­den einer Grä­ber­stadt und zu einer Art Grab­mal­pfle­ge und Ahnen­ge­dächt­nis. Das Ide­al einer Phi­lo­so­phia peren­nis behält aber sei­nen rech­ten Sinn als regu­la­ti­ve Idee, nicht als kon­sti­tu­ti­ves Prin­zip […]. Dem, der Phi­lo­so­phie­ge­schich­te pro­blem­ge­schicht­lich“ lesen kann.“

    • „Sicher gibt es eine phi­lo­so­phia peren­nis, aber wie etwa Gott­lieb Söhn­gen, der Dok­tor­va­ter von Bene­dikt XVI. dies­bzgl. aus­führt: „Soll die Rede von einer Phi­lo­so­phia peren­nis besa­gen, ein bestimm­ter „Sta­tus“ in der Phi­lo­so­phie­ge­schich­te sei zu ver­ewi­gen,“
      Jede Mari­en­er­schei­nung wür­de das Gequat­sche von Gott­lieb Söhn­gen als hei­ße Luft outen. Auch wenn er Bene­dikt XVI damals durch­ge­wun­ken hat.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Auch wenn ich nicht ‚cup­pa‘ oder ‚See­feldt‘ hei­ße:
      #1.“ Wol­len Sie allen Ern­stes die Wir­kung histo­ri­scher Ent­wick­lung im Gene­rel­len wie auch im Theo­lo­gi­schen bestrei­ten?“ — Eine „Wir­kung“ bestrei­tet hier nie­mand, die liegt ein­fach auf der Hand. –
      #2. „Glau­ben Sie allen Ern­stes Sie kön­nen heu­te mit den glei­chen Argu­men­ten und Ansich­ten z.B. wie Tho­mas v. Aquin strei­ten und dis­ku­tie­ren?“ — Ja, selbst­ver­ständ­lich kann man heu­te mit Tho­mas von Aquins Phi­lo­so­phie strei­ten und dis­ku­tie­ren, und das wur­de auch von den Päp­sten seit Leo XIII. (‚Aeter­ni Patris) bis Pius XII. (Huma­ni Gene­ris) so ver­langt. Als logi­sche Argu­men­te, blei­ben die Argu­men­te des Tho­mas ja immer gül­tig, auch wenn sie zur Ver­ständ­lich­keit für die Zeit­ge­nos­sen viel­leicht in einen aktu­el­len Erfah­rungs­kon­text gebracht wer­den kön­nen. –

    • #3. „Dann gäbe es kei­ne Ent­wick­lung der neu­zeit­li­chen Theo­lo­gie und Wis­sen­schaft über­haupt.“ – Doch, genau dann und nur dann gibt es eine. Um näm­lich eine Ent­wick­lung über­haupt fest­stel­len zu kön­nen, braucht man einen sta­bi­len Fak­tor, der sich ent­wickelt. Die Theo­lo­gie ent­wickelt sich auf der Basis der phi­lo­phia peren­nis. Wenn sich die phi­lo­so­phia peren­nis selbst ver­än­dern wür­de, hät­ten wir kei­ne Ent­wick­lung in der Theo­lo­gie, son­dern eine ver­än­der­te Theo­lo­gie. Und das ist ja dann auch ein­ge­tre­ten. Stel­len Sie sich das doch ein­mal ana­log in der Natur­wis­sen­schaft vor: Nur auf der Grund­la­ge unver­än­der­li­cher Prin­zi­pi­en gibt es einen wirk­li­chen Erkennt­nis­fort­schritt. Ver­än­de­rung ist nicht auto­ma­tisch Ent­wick­lung und schon gar nicht Fort­schritt.

    • #4. Die ange­führ­te künst­li­che Unter­schei­dung von Herrn Söhn­gen ist eine die­ser typi­schen Spitz­fin­dig­kei­ten, die nach ver­schlei­er­tem Moder­nis­mus rie­chen: „Idee“ klingt eben etwas flu­ider als „Prin­zip“ und so wird auf­grund der asso­zi­ier­ten Bedeu­tungs­ver­schie­bung die Sta­bi­li­tät des Prin­zips unmerk­lich rela­ti­viert, so das man nach und nach ande­re Prin­zi­pi­en oder Ideen ein­füh­ren kann, ohne das es groß bemerkt wird. — „Dok­tor­va­ter des Pap­stes?“ Ein wahr­haft schla­gen­des Argu­ment für die Rich­tig­keit sei­ner Aus­sa­gen und lei­der nur Was­ser auf die Müh­len jener, die Argu­men­te dafür sam­meln, daß der heu­te Papst sein katho­li­sches Hand­werk­zeug nie rich­tig gelernt hat und des­we­gen auch nie­mand auf ihn hört. Wie gesagt, Sie soll­ten mehr lesen, bevor sie mit der­ar­tig stump­fen Mes­sern in die Schlacht gegen die Tra­di­ti­on zie­hen.

  17. Der ARti­kel ent­hält Falsch­be­haup­tun­gen. Bischof Wil­liam­son hat zwar eine Bischofs­wei­he in Vor­aus­sicht gestellt, aber eben­so wie zu einem neu­en Prie­ster­se­mi­nar, wer­de er vor­erst noch zuse­hen und sich anse­hen wie die FSSPX sich ent­wickelt. Er hat gegen die Kon­zils­kir­che geschrie­ben, nicht über „römi­sche Kon­zils­kir­che“. Der Opus Dei-Mann soll gefäl­ligst schwei­gen wenn er kein Eng­lisch ver­steht!

  18. Zur Fra­ge der Ent­wick­lung in der Theo­lo­gie ist fol­gen­des anzu­mer­ken:
    Wie schon geschrie­ben, ist die gött­li­che Offen­ba­rung ewig unver­än­der­lich und damit auch die Grund­la­ge des katho­li­schen Glau­bens.

    Den­noch gab es, gibt es und darf es auch durch­aus Ent­wick­lung in der katho­li­schen Lit­ur­gie geben — ABER: nur als Ver­tie­fung, kei­nes­falls als Ände­rung!

    Als Ent­wick­lungs­schrit­te, ja ‑fort­schrit­te las­sen sich bei­spiel­wei­se das von mir bereits genann­te augu­s­ti­ni­sche Drei­fal­tig­keits­ver­ständ­nis sowie das Gro­ße Glau­bens­be­kennt­nis fest­stel­len: Bei­des kei­ne Neue­run­gen des katho­li­schen Glau­bens, son­dern Ver­tie­fun­gen und Klar­stel­lun­gen. Das, aber auch wirk­lich nur das ist KATHOLISCHE Ent­wick­lung des katho­li­schen Glau­bens, der katho­li­schen Theo­lo­gie.

    Das 2VK hat lei­der mit eini­gen katho­li­schen Glau­bens­wahr­hei­ten gebro­chen und ist damit in die­ser Hin­sicht unka­tho­lisch gewor­den.

    Aus­schließ­lich des­we­gen grün­de­te Erz­bi­schof Lefêb­v­re die Pius­bru­der­schaft, eben zur Wah­rung des Katho­li­schen.

    • Rich­tig­stel­lung:

      Der zwei­te Absatz mei­nes Vor­bei­trags soll­te lau­ten:

      Den­noch gab es, gibt es und darf es auch durch­aus Ent­wick­lung in der katho­li­schen Theo­lo­gie geben – ABER: nur als Ver­tie­fung, kei­nes­falls als Ände­rung!

  19. @ de Ahu­ma­da und Co.: Wie ich sehe, ist hier das Miß­ver­ständ­nis ver­brei­tet, ich zöge gegen die „Tra­di­ti­on“ zu Fel­de. Dem ist nicht so. Und ich mer­ke auch, dass Sie alle etwas sehr — man möge mir die­sen Begriff nach­se­hen — eng­stir­nig sind was mir die Dis­kus­si­on zeigt. Dem Hl. Vater aller­dings wie de Ahu­ma­da es macht vor­zu­wer­fen, er habe sein Hand­werks­zeug nicht rich­tig gelernt, zeigt MIR, dass Sie nur aufs Gest­ri­ge fixiert sind. Machen Sie das, tun Sie so, als gäbe es kein Heu­te usw. Mich ermü­det Ihr etwas sehr arg auf die Päp­ste des 19. Jahr­hun­dert fixier­tes Fest­hal­ten an der kirch­li­chen Tra­di­ti­on. Im übri­gen bin ich per­sön­lich sehr bele­sen, und fin­de Ihre Art und Wei­se mit abwei­chen­den Mei­nun­gen umzu­ge­hen nicht gut, was mir zeigt, dass es gut ist, dass der Hl. Vater und nicht ein Papst etwa der FSSPX am Ruder ist. Sie sind so stolz auf ihr tra­di­tio­nel­les Römisch-Katho­lisch-Sein, dass Sie etwas ver­krampft wir­ken. Machen Sie ruhig mal ein paar Locke­rungs­übun­gen. Adieu, Quam­sin­gu­la­ri.

    • „Dem Hl. Vater aller­dings wie de Ahu­ma­da es macht vor­zu­wer­fen, er habe sein Hand­werks­zeug nicht rich­tig gelernt,“

      DAS aber war es, was ich geschrie­ben habe:

      „…lei­der nur Was­ser auf die Müh­len JENER, die Argu­men­te dafür sam­meln, daß der heu­te Papst sein katho­li­sches Hand­werk­zeug nie rich­tig gelernt hat und des­we­gen auch nie­mand auf ihn hört.“

      Habe ICH damit behaup­tet, der Papst hät­te sein Hand­werk­zeug nicht gelernt?

    • „Dem ist nicht so. Und ich mer­ke auch, dass Sie alle etwas sehr – man möge mir die­sen Begriff nach­se­hen – eng­stir­nig sind was mir die Dis­kus­si­on zeigt.“
      Ich sehe es ihnen auf jeden Fall nach. Viel­leicht kön­nen die Wor­te unse­res Herrn für einen klei­nen Aus­gleich sor­gen.
      “Zu jener Zeit hob Jesus an und sprach: Ich prei­se dich, Vater, Herr des Him­mels und der Erde, dass du dies vor Wei­sen und Ver­stän­di­gen ver­bor­gen und es Unmün­di­gen offen­bart hast.”
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  20. Freu­en wir uns doch über wei­te­re gute katho­li­sche Bischö­fe!

    Sie wer­den für den katho­li­schen Glau­ben und die katho­li­sche Tra­di­ti­on kämp­fen und wah­re Hir­ten sein, die treu die Sakra­men­te für ihre Schäf­chen ver­wal­ten.

  21. @Quamsingulari:
    Wie in so man­chem ande­ren lie­gen Sie auch in Ihrer Selbst­ein­schät­zung falsch. Ange­sichts Ihrer per­ma­nen­ten Wei­ge­rung, auf Sach­ar­gu­men­te ande­rer ein­zu­ge­hen, hät­ten Sie eini­gen Grund, Ihre eige­ne Unart, mit abwei­chen­den Mei­nun­gen umzu­ge­hen, sehr ernst­haft zu hin­ter­fra­gen.

    Unter­stel­lun­gen und Ver­leum­dun­gen wie das mit dem „nur aufs Gest­ri­ge fixiert“, „auf die Päp­ste des 19. Jahr­hun­dert fixier­tes Fest­hal­ten“, „etwas ver­krampft“ usw. sind kei­ne Sach­ar­gu­men­te, son­dern zeu­gen von einem Man­gel der­sel­ben.

    Neh­men Sie bit­te vor allem ande­ren zur Kennt­nis, daß der katho­li­sche Glau­be zwar ver­tieft, aber nicht ver­än­dert wer­den darf, daß jeg­li­che ÄNDERUNG des katho­li­schen Glau­bens die­sen Glau­ben unka­tho­lisch wer­den läßt.

    T. de Ahu­ma­da brach­te ein sehr anschau­li­ches Bild aus den Natur­wis­sen­schaf­ten: Jede Wis­sen­schaft kann sich nur auf­grund unver­än­der­li­cher Prin­zi­pi­en fort­ent­wickeln.
    Das gilt ent­spre­chend auch für die Theo­lo­gie, mit der Grund­la­ge der gött­li­chen Offen­ba­rung.

  22. @ See­feldt: Haben Sie’s nicht ein biss­chen klei­ner? „Unter­stel­lun­gen“? viel­leicht, ja. „Ver­leum­dun­gen“? Lie­ber Mann, kann es sein, dass Sie etwas übers Ziel hin­aus­schie­ßen? Wis­sen Sie was eine „Ver­leum­dung“ ist? Ich habe ledig­lich sub­jek­ti­ve und per­sön­li­che Ein­schät­zun­gen von mir gege­ben auf der Grund­la­ge Ihrer Ein­trä­ge hier. Ich respek­tie­re doch Ihre tra­di­tio­na­li­sti­sche Ein­stel­lung, was wol­len Sie eigent­lich??? Ich habe eine ande­re Mei­nung und hal­te Ihre wie auch die Argu­men­ta­ti­on ande­rer für „ver­krampft“ und „vor­gest­rig“. Das ist alles. Wol­len Sie ernst­haft behaup­ten dies sei eine „Ver­leum­dung“? Las­sen Sie bit­te die Kir­che im Dorf.
    Im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes. Eigent­lich woll­te ich gar nicht mehr vor­bei­schau­en, aber nach­dem ich sehe, was hier so geschrie­ben wird.….meine Güte! Viel­leicht wäre es mal an der Zeit, dass wir alle uns wich­ti­ge­ren The­men zuwen­den als der FSSPX oder Wil­liam­son (Vor­sicht: Ist nur mei­ne Mei­nung!!! Kei­ne „Ver­leum­dung“!!!).

  23. @T. de Ahu­ma­da:
    Woher wol­len Sie wis­sen, daß Bischof Wil­liam­son „in den mei­sten Län­dern der Welt“ ein Ein­rei­se­ver­bot erhal­ten habe? Mir ist davon bis­her nichts bekannt, und Bischof Wil­liam­son war doch unlängst in Bra­si­li­en, ohne daß es irgend­wel­che Pro­ble­me bei der Ein- oder Aus­rei­se Bischof Wil­liam­sons gege­ben hät­te.

    Ihre Ent­schul­di­gung für Fel­lay in Sachen Argen­ti­ni­en ist lei­der kei­ne.
    Fel­lay setz­te Bischof Wil­liam­son als Rek­tor des argen­ti­ni­schen Semi­nars am 9.II.2009 ab.
    Erst 10 Tage spä­ter ersuch­te die argen­ti­ni­sche Regie­rung Bischof Wil­liam­son, das Land zu ver­las­sen. Hät­te Fel­lay Bischof Wil­liam­son erst nach der argen­ti­ni­schen Aus­wei­sung abge­setzt, wäre dage­gen nichts ein­zu­wen­den gewe­sen; da das aber 10 Tage vor­her geschah, war das doch eine von meh­re­ren Infa­mie­en gegen Bischof Wil­liam­son.

    @Quamsingulari:
    zur wohl nöti­gen Begriffs­klä­rung: Wenn man einem Dis­kus­si­ons­part­ner schlech­te Eigen­schaf­ten unter­stellt, ist das kei­ne Mei­nungs­äu­ße­rung, son­dern Unter­stel­lung bis Ver­leum­dung

    • @Quamsingulari:
      Zum Ver­ständ­nis der Dis­kus­si­on:
      Zweck der Dis­kus­si­on soll­te Gedan­ken­aus­tausch, auch Mei­nungs­aus­tausch sein, um im Ide­al­fall Erkennt­nis­se von den Dis­kus­si­ons­part­nern zu gewin­nen.

      Dazu muß man aber für die Argu­men­te der Part­ner offen sein; per­sön­li­che Her­ab­set­zun­gen, Unter­stel­lun­gen und Ver­leum­dun­gen sind dabei kon­tra­pro­duk­tiv.

      Daher ein gut­ge­mein­ter Rat: Ent­span­nen Sie sich! Lösen Sie sich von Ihrem ver­krampf­ten Fest­hal­ten an Ihren Anschau­un­gen und öff­nen Sie sich für die sach­li­chen Dar­stel­lun­gen ande­rer! So kön­nen Dis­kus­sio­nen auch und gera­de für Sie dank Erkennt­nis­ge­win­nen frucht­bar wer­den.

    • Ja, aber die argen­ti­ni­sche Regie­rung hat schon vor­her gesagt, dass sie das vor­hat­te. Nun ist von einer Pres­se­er­klä­rung bis zu einem Aus­wei­sungs­be­fehl ja auch noch ein büro­kra­ti­scher Weg von ein paar Tagen.
      Ja, er war in Bra­si­li­en. Meist geschieht ja in die­sen Fäl­len auch nichts, wenn man trotz­dem ein­reist. Da gab es einen ande­ren pro­mi­nen­ten Fall, der jah­re­lang in Län­der ein und aus­ge­reist ist, in denen es sogar einen Haft­be­fehl gegen ihn gab. Irgend­wann ist die Fal­le zuge­schnappt: Der Anwalt sei­ner Opfer hat­te der Poli­zei dort einen Tipp gege­ben, dass die­ser Mann sich in die­sem Land auf­hielt. Wenn Bischof Wil­liam­son nach Deutsch­land ein­rei­sen wür­de, wür­de höchst­wahr­schein­lich auch nur dann etwas „pas­sie­ren“, wenn z.B. Vol­ker Beck das mit­be­kom­men wür­de. (Das hat­te ich aber unten schon erwähnt.) ‑Letzt­lich wis­sen die Behör­den auch, dass Wil­liam­son völ­lig harm­los ist, sie kön­nen es sich aber nicht lei­sten, das öffent­lich zuzu­ge­ben, weil das poli­tisch unkor­rekt wäre.

      • Noch­mals zu Argen­ti­ni­en: So lang­sam mahl­ten die Müh­len von Bue­nos Aires kei­nes­wegs. Die BEKANNTMACHUNG erfolg­te am 19.II.2009, das Aus­rei­se­ge­such an Bischof Wil­liam­son bereits am fol­gen­den Tage, dem 20.II.2009. Fel­lay hat­te Bischof Wil­liam­son aber bereits am 9.II.2009 vom Rek­to­ren­amt abge­setzt. Damit steht fest: die Aus­wei­sung Bischof Wil­liam­sons durch die argen­ti­ni­sche Regie­rung ist kei­ne Ent­schul­di­gung für Fel­lays Abset­zungs­er­laß, Fel­lay beging damit eine böse Infa­mie gegen Bischof Wil­liam­son, und das war ja kei­nes­wegs sei­ne ein­zi­ge.

        Die Fra­ge, wel­che Län­der nun ein Ein­rei­se­ver­bot gegen Bischof Wil­liam­son ver­häng­ten, bleibt lei­der unbe­ant­wor­tet. Ich kann mir nur schwer vor­stel­len, daß Bra­si­li­en zu die­sen Län­dern gehört, weil Bischof Wil­liam­son sonst wohl kaum nach Bra­si­li­en ein­ge­la­den wor­den wäre und er selbst wohl auch nicht nach Bra­si­li­en gereist wäre.

        Es wäre schon ein arges Armuts­zeug­nis für die Welt, wenn tat­säch­lich vie­le Län­der ein Ein­rei­se­ver­bot ver­hängt hät­ten.

        • Bischof Wil­liam­son hat in kei­nem Land ein Ein­rei­se­ver­bot (außer wahr­schein­lich Argen­ti­ni­en)! Dies lag auch für Deutsch­land nie vor.
          Er durf­te und darf jeder­zeit nach Deutsch­land ein­rei­sen. Es hat nie ein Haft­be­fehl gegen ihn vor­ge­le­gen.

          • Viel­leicht kein „Ein­rei­se­ver­bot“ im stren­gen juri­sti­schen Sinn, aber doch eine Gefahr bei Ein­rei­se, wie z.B. in Frank­reich (Focus vom 21.02.2009): „Wil­liam­son droht die Ver­fol­gung durch die fran­zö­si­sche Justiz. Die Inter­na­tio­na­le Liga gegen Ras­sis­mus und Anti­se­mi­tis­mus (LICRA) will in den näch­sten Tagen in Frank­reich Anzei­ge gegen den 68-jäh­ri­gen Bri­ten erstat­ten. Die Zustän­dig­keit der dor­ti­gen Behör­den sei gege­ben, sag­te LIC­RA-Anwalt Alain Jaku­bo­wicz der Tages­zei­tung „Le Figa­ro“. Die Aus­sa­gen von Wil­liam­son sei­en über­all im Land zugäng­lich. In Frank­reich steht die Leug­nung von Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit seit 1990 als spe­zi­fi­scher Tat­be­stand unter Stra­fe. Rich­ter kön­nen Holo­caust-Leug­ner bis zu einem Jahr ins Gefäng­nis schicken oder sie hohe Buß­gel­der zah­len las­sen.…“

          • Wir soll­ten doch kla­re Begrif­fe anwen­den.

            Ent­we­der gibt es ein Ein­rei­se­ver­bot oder kei­nes. Eine oben­drein nur mög­li­che Straf­an­dro­hung ist kein Ein­rei­se­ver­bot (sicher aber ein Ein­rei­se­hin­de­rungs­grund für den Betrof­fe­nen).
            Man kann die argen­ti­ni­sche Aus­wei­sung natür­lich als impli­zi­tes Ein­rei­se­ver­bot wer­ten — das war es dann aber wohl mit den Ein­rei­se­ver­bo­ten.

            Zu Frank­reich: Da gab es auch nur Spe­ku­la­tio­nen über ein fran­zö­si­sches Straf­ver­fah­ren gegen Bischof Wil­liam­son, und das 2009! (mitt­ler­wei­le haben wir 2012 und von einem tat­säch­lich begon­nen fran­zö­si­schen Straf­ver­fah­ren war bis­her nichts zu hören).

            Und auch das sei hier ein­mal klar­ge­stellt: Bischof Wil­liam­son behaup­te­te nie, daß die Nazis über­haupt kei­ne Juden umge­bracht hät­ten, son­dern sprach selbst von 200.000 — 300.000 damals umge­kom­me­nen Juden. Das ist kei­ne Holo­caust­leug­nung, und auch wenn die­se Zahl deut­lich nied­ri­ger ist als die offi­zi­el­le, so sind auch 200.000 — 300.000 umge­kom­me­ne Men­schen eine schlim­me Zahl.

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