2. Vatikanisches Konzil — Beginn der Epoche des Niedergangs

Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil war aus der Sicht des deut­schen Phi­lo­so­phen Robert Spa­e­mann Start­punkt einer „Epo­che des Nie­der­gangs“ für die katho­li­sche Kir­che. Das sag­te er in einem Inter­view mit der Tages­zei­tung Die Welt.

„Das Kon­zil hat die Katho­li­ken lasch gemacht, es ist alles so welk gewor­den“, so Spa­e­mann wört­lich. Prie­ster dürf­ten heut­zu­ta­ge die Auf­er­ste­hung Jesu leug­nen und den­noch in den Mes­sen pre­di­gen bzw. an Uni­ver­si­tä­ten dozie­ren. Wer hin­ge­gen sei­ne Kir­chen­steu­er nicht ent­rich­te, der flie­ge aus der Kir­chen­ge­mein­schaft.

Der Phi­lo­soph wört­lich: „Da kann doch etwas nicht stim­men.“ Er sieht im Kon­zil ein über­trie­be­nes Har­mo­nie­stre­ben am Werk: „Man woll­te den eman­zi­pa­to­ri­schen und kul­tur­re­vo­lu­tio­nä­ren Zeit­geist seg­nen“. Daß das Kon­zil den Zöli­bat ver­tei­digt und Latein als kirch­li­che Lit­ur­gie­spra­che bestä­tigt habe, wer­de heu­te von vie­len bewußt über­se­hen.

Text: PM/ RV
Bild: Jörg Nol­ler

3 Kommentare

  1. Ich sehe besag­tes Kon­zil als eine Art Dosen­öff­ner. Geschaf­fen, auf daß der Inhalt aus­flie­ße. Nun ist er aus­ge­lau­fen und es wird gefragt, wie der ehe­ma­li­ge Inhalt kom­plett wie­der in die Dose zu bekom­men ist. Man nennt die­sen Vor­gang “Neu-Evan­ge­li­sie­run­g”

  2. Wir alle, vor allem auch die vie­len Emi­nen­zen, Exzel­len­zen, Deka­den­zen und Hoch­wür­den,
    sol­len ganz ein­fach wie­der bei Chri­stus anfan­gen.

    Joh 14, 6: „Ich bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben“

  3. Wie sich ein Phi­lo­soph zu einem der­art unqua­li­fi­zier­ten Pam­phlet hin­rei­ßen las­sen kann, ist wohl nur tie­fen­psy­cho­lo­gisch zu erklä­ren.
    o Spa­e­mann schreibt: „Aggior­na­men­to heißt den Wider­spruch der Kir­che zur Welt … aktua­li­sie­ren.“
    Der Phi­lo­soph legt hier etwas in „Aggior­na­men­to“ hin­ein, was sei­ner höchst per­sön­li­chen Vor­stel­lung ent­spricht. Das soll­te er sagen. „Aggior­na­men­to“ heißt „Heu­tig Machung“. Nichts ande­res.
    o Spa­e­mann schreibt: Papst Johan­nes XXIII. „war von einem Opti­mis­mus geprägt, den man fast schon ruch­los nen­nen möch­te.“
    Hier lei­stet sich Spa­e­mann eine gera­de­zu unge­heu­er­li­che Unter­stel­lung! Ruch­los bedeu­tet: „gott­los, fre­vel­haft gemein, nie­der­träch­tig“ (Duden. Ety­mo­lo­gie, 1963, S. 576). Wer Papst Johan­nes XXIII. als „ruch­lo­sen Opti­mi­sten“ bezeich­net, hat jedes Augen­maß und jede einem Phi­lo­s­phen zie­men­de Zurück­hal­tung ver­lo­ren.
    In der Eröff­nungs­an­spra­che zum Kon­zil sag­te der „ruch­lo­se Opti­mist“ Johan­nes XXIII: „Es ist nicht unse­re Auf­ga­be, den kost­ba­ren Schatz unse­res Gla

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