Glaubenskongregation für Versöhnung mit Piusbruderschaft – Verweigerer-Bischöfe künftig getrennt behandeln?

(Vati­kan) Die ordent­li­che Voll­ver­samm­lung der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, die heu­te vor­mit­tag in Rom tag­te, behan­del­te die Ant­wort der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. vom 17. April und gab ein posi­ti­ves  Gut­ach­ten zur Ver­söh­nung mit der Pius­bru­der­schaft ab. Die Kon­gre­ga­ti­on for­mu­lier­te eini­ge Anmer­kun­gen, die sie bei den wei­te­ren Schrit­ten zwi­schen dem Hei­li­gen Stuhl und der Pius­bru­der­schaft berück­sich­tigt wis­sen möch­te. Gemäß dem bereits fest­ge­leg­ten Kalen­der, han­delt es sich bei den „Anmer­kun­gen“, um Punk­te, die vom Prä­fek­ten der Kon­gre­ga­ti­on, Wil­liam Kar­di­nal Leva­da Papst Bene­dikt XVI. nahe­ge­bracht wer­den sollen.

Dazu gehört auch die Anre­gung, daß die Posi­ti­on der von deren Gene­ral­obe­ren Msgr. Ber­nard Fel­lay ange­führ­ten Pius­bru­der­schaft von jener der ande­ren drei Bischö­fe der Bru­der­schaft künf­tig getrennt behan­delt wer­den sollte.

Die drei Bischö­fe Alfon­so de Gall­are­ta, Ber­nard Tis­sier de Mal­lerais, und Richard Wil­liam­son schei­nen plötz­lich eine Eini­gung mit dem Hei­li­gen Stuhl auf der Grund­la­ge der „Dok­tri­nel­len Prä­am­bel“ kate­go­risch abzulehnen.

Kar­di­nal Leva­da wird Papst Bene­dikt XVI. in den näch­sten Tagen über die Mei­nung der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on infor­mie­ren. Dar­auf­hin wird der Papst sei­ne Ent­schei­dun­gen tref­fen, in denen er voll­kom­men frei ist.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Mes­sa in Latino

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