Piusbruderschaft: Letzte Phase der Versöhnung mit „Schweigen und Gebet“ begleiten — Gebetsaufruf

Am Mitt­woch, den 16. Mai berät die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on in ihrer Haupt­ver­samm­lung über die kir­chen­recht­li­che Aner­ken­nung der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. Das letz­te Wort wird dann Papst Bene­dikt XVI. haben.

Der Gene­ral­obe­re der Pius­bru­der­schaft, Bischof Ber­nard Fel­lay, der für die von ihm ange­streb­te Ver­söh­nung mit dem Hei­li­gen Stuhl eine gro­ße Mehr­heit hin­ter sich weiß, schließt eine durch die Ver­söh­nung pro­vo­zier­te Abspal­tung eines Teils von der Bru­der­schaft nicht mehr aus. In einem CNS-Inter­view beton­te Msgr. Fel­lay, daß er das Ange­bot von Papst Bene­dikt XVI. für „auf­rich­tig“ hal­te und der Papst die trei­ben­de Kraft für eine Ver­söh­nung sei. Er selbst, Fel­lay, habe eher noch war­ten wol­len, bis man die Din­ge kla­rer sehe. Wohl auch, weil die kano­ni­sche Errich­tung der Pius­bru­der­schaft zu einer Bewäh­rungs­pro­be für deren Ein­heit wird: „Aber es scheint wirk­lich, als wol­le der Hei­li­ge Vater, daß es jetzt geschieht.“

Der Gene­ral­obe­re ver­tei­dig­te im CNS-Gespräch sei­nen Ver­söh­nung­kurs  gegen­über Rom.  Zugleich bekräf­tig­te er: „Wir wer­den nicht Selbst­mord bege­hen.“ Noch gebe es kei­ne Ver­ein­ba­rung, wird der Gene­ral­obe­re zitiert: „Die Sache ist noch nicht gelau­fen.“ Es gebe vor allem noch Klä­rungs­be­darf, ob die vom Vati­kan „vor­ge­schla­ge­nen Struk­tu­ren und Bedin­gun­gen gang­bar sind“, damit sich die Pius­bru­der­schaft „frei ent­fal­ten“ wird kön­nen.

Vor weni­gen Tagen bezeich­ne­te das Gene­ral­haus der Pius­bru­der­schaft die Ver­öf­fent­li­chung nicht aut­ho­ri­sier­ter inter­ner Schrei­ben als „ver­ur­tei­lens­wert“. Den Ver­ant­wort­li­chen wird vor­ge­wor­fen, durch den Ver­trau­ens­bruch  „eine schwe­re Sün­de began­gen“ zu haben, da die Tat „die Unru­he­stif­ter der Spal­tung wei­ter bestär­ken“ wer­de.

Ange­sichts der deli­ka­ten Situa­ti­on in der sich die Kir­che mit dem Eini­gungs­pro­zeß befin­det, soll­ten Katho­li­ken mit Schwei­gen und Gebet ant­wor­ten, so Msgr. Fel­lay und in die­ser Hal­tung die­se Pha­se die Gesprä­che mit dem Hei­li­gen Stuhl mit „ver­dop­pel­tem Gebet“ zu beglei­ten, damit allein Got­tes Wil­le gesche­he, für das Wohl der Kir­che und das Heil der See­len“.

1 Kommentar

  1. Wenn man die nach­kon­zi­lia­re Situa­ti­on betrach­tet, dann kann man sagen, daß unter dem omi­nö­sen „Geist des Kon­zils“ eine Revo­lu­ti­on begann.
    Die Reak­ti­on setz­te sehr bald ein. Die Reak­tio­nä­re wider­setz­ten sich dem ideo­lo­gi­schen Blöd­sinn nach Kräf­ten.
    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re lei­te­te die Kon­ter­re­vo­lu­ti­on ein, als er die Pius­bru­der­schaft grün­de­te. Erst 1977 weih­te er die ersten Prie­ster und erst 1988, als er offen­bar die Hoff­nung ver­lo­ren hat­te, daß die Nar­ren doch noch zur Ver­nunft kom­men wür­den, weih­te er vier Bischö­fe.

    Die neu­ka­tho­li­schen Nar­ren sind Schuld am Unge­hor­sam der Pius­bru­der­schaft.

    Es ist viel­leicht ein wenig über­trie­ben, wenn man sagt, daß 1965 die gemä­ßig­te Fort­set­zung von 1517 begann. Sie wird ja noch immer wei­ter betrie­ben.

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