Wenn eine kleine Minderheit Denkmodelle diktiert – Der US-Wahlkampf und der europäische Applaus für die Homo-„Ehe“

(Washington/Brüssel) „Yes, we can“, mit die­sen Wor­ten begrüß­te die EU-Kom­mis­sa­rin für Inne­res, Ceci­lia Malm­ström die Erklä­rung des ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten Barack Oba­ma, die Homo-„Ehe“ ein­füh­ren zu wol­len. War­um dem so ist, wird klar, wenn man weiß, daß das Euro­päi­sche Par­la­ment an vor­der­ster Front für die Ein­füh­rung der Homo-„Ehe“ ein­tritt. Die links­li­be­ra­le Schwe­din Malm­ström ist eine Ver­tre­te­rin die­ser gesell­schafts­po­li­ti­schen Rich­tung in der EU-Kom­mis­si­on.

Obama betreibt Wahlkampf mit Homo-„Ehe“ — EU beklagt „restriktiven“ Familienbegriff von US-Bundesstaaten

In der am 13. März ver­ab­schie­de­ten Reso­lu­ti­on beklag­te die links-libe­ra­le Brüs­se­ler Mehr­heit, daß in den USA eini­ge Bun­des­staa­ten ein „restrik­ti­ves Ver­ständ­nis von Fami­lie“ hät­ten. Empört zeig­te sich das Euro­päi­sche Par­la­ment vor allem dar­über, daß eini­ge US-Bun­des­staa­ten die Fami­lie und ihre Defi­ni­ti­on in den Ver­fas­sun­gen ver­an­ker­ten, um damit den gleich­ge­schlecht­li­chen Per­so­nen deren „Rech­te“ zu ver­wei­gern und vor allem das Adop­ti­ons­recht. Die gesell­schafts­po­li­tisch kämp­fe­ri­schen Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten ver­ab­säum­ten es nicht, die repu­bli­ka­nisch regier­ten Bun­des­staa­ten dar­an zu erin­nern, daß EU-Recht ohne jede „Dis­kri­mi­nie­rung“ auf­grund des Geschlechts oder der sexu­el­len Ori­en­tie­rung Anwen­dung fin­de und dies auf der Grund­la­ge der EU-Grund­rechts­char­ta gesche­he.

Im März for­der­te das Euro­päi­sche Par­la­ment die EU-Kom­mis­si­on auf, die EU-Mit­glieds­staa­ten anzu­hal­ten, die Homo-„Ehe“ gegen­sei­tig anzu­er­ken­nen und eine Gleich­stel­lung der gleich­ge­schlecht­li­chen „Ehen“ mit der Ehe in allen Rechts­be­rei­chen wie Arbeits­recht, Steu­er­ver­gün­sti­gun­gen, Sozi­al­ver­si­che­rung und der­glei­chen mehr sicher­zu­stel­len.

Obama zielt nicht auf Homosexuelle, sondern auf den linksliberalen Mainstream ab

Die mäch­ti­ge Homo-Lob­by ist auf der Sie­ges­stra­ße von Euro­pa bis in die USA. Bereits im Febru­ar kün­dig­te Oba­ma an, nicht für den Defen­se Mar­ria­ge Act zur Ver­tei­di­gung der Ehe ein­tre­ten zu wol­len. Vor sei­ner Wahl 2008 ver­tei­dig­te er im Wahl­kampf noch die natür­li­che Ehe mit den Wor­ten: „Es ist ein Gewinn für die gesam­te Gesell­schaft, daß die Insti­tu­ti­on Ehe zwi­schen Mann und Frau bewahrt bleibt um dem All­ge­mein­wohl zu die­nen.“

Mit den nahen­den Neu­wah­len, die dem amtie­ren­den Prä­si­den­ten eine zwei­te und letz­te Amts­zeit ver­schaf­fen sol­len, klingt das ganz anders. Oba­ma wirbt offen­siv um die Stim­men der Homo­se­xu­el­len. Deren Bedeu­tung fällt bei Wah­len aller­dings zah­len­mä­ßig nicht beson­ders ins Gewicht. Oba­mas Bot­schaft rich­tet sich daher weit mehr an das gro­ße links­li­be­ra­le, hete­ro­se­xu­el­le Wäh­ler­re­ser­voir, das sich seit zwei Jahr­zehn­ten unter ande­rem dar­in gefällt, die „Rech­te“ von Homo­se­xu­el­len „zu ver­tei­di­gen“. Da letzt­lich nur weni­ge Pro­zent­punk­te den Aus­schlag geben wer­den, bil­det die­se Kli­en­tel einen wich­ti­gen Grund­stock von Oba­mas Anhän­ger­schaft.

28 Bundesstaaten haben Verbot der Homo-„Ehe“ in Verfassung verankert

Die Erklä­rung Oba­mas zugun­sten der Homo-„Ehe“ erfolg­te sofort nach Bekannt­wer­den, daß der Bun­des­staat Nord Caro­li­na durch Ver­fas­sungs­än­de­rung eben­die­se Homo-„Ehe“ ver­bo­ten hat­te. Mit Nord Caro­li­na sind es inzwi­schen 28 Bun­des­staa­ten, die den Schutz der natür­li­chen Ehe und Fami­lie in ihren Ver­fas­sun­gen fest­ge­schrie­ben haben.

Die Homo-„Ehe“ ist hin­ge­gen in eini­gen „libe­ra­len“ Bun­des­staa­ten erlaubt, das sind Mas­sa­chu­setts, Iowa, Ver­mont, New Hamp­shire, Con­nec­ti­cut, New York , dazu noch der District of Colum­bia. Mary­land, New Jer­sey und Washing­ton haben die­ses Jahr mit Gesetz die Homo-„Ehe“ zuge­las­sen.

Die simple Welt eines US-Präsidenten

Oba­ma recht­fer­tigt sei­ne neue Posi­ti­on indem er sagt, mit sei­ner Frau und sei­nen Töch­tern gespro­chen zu haben, die sich „mit gleich­ge­schlecht­li­chen Paa­ren wohl­füh­len. Malia und Sas­ha haben Freun­de, deren Eltern das glei­che Geschlecht haben. Eini­ge Male sit­zen Michel­le und ich bei Tisch und reden mit Malia und Sas­ha über ihre Freun­de und deren Eltern und es käme ihnen nicht in den Sinn, daß die­se anders behan­delt wer­den soll­ten. Für sie ergä­be das kei­nen Sinn und das ist etwas, was die Per­spek­ti­ve ändert.“ Damit hat Oba­ma sicher recht, es ändert tat­säch­lich die Per­spek­ti­ve, jene der mensch­li­chen Anthro­po­lo­gie.

Erzeugte verzerrte Wahrnehmung zwischen Realität (1–4 %) und „gefühlter“ Wahrnehmung (25 % Homosexuelle)

Das Para­dox liegt in den Zah­len, so zum Bei­spiel durch eine Erhe­bung des aner­kann­ten Gallup-Insti­tuts um nur ein Bei­spiel zu nen­nen, die bele­gen, daß Homo­se­xua­li­tät nur 1–4 Pro­zent der Ame­ri­ka­ner betrifft, wäh­rend der Durch­schnitts­ame­ri­ka­ner meint, daß 25 Pro­zent der Bevöl­ke­rung homo­se­xu­ell sei. An die­ser Stel­le kann nicht den Ursa­chen die­ser gera­de­zu irra­tio­na­len Dis­kre­panz zwi­schen Rea­li­tät und „gefühl­ter“ Wirk­lich­keit nach­ge­gan­gen wer­den, allen vor­an der Wir­kung von Mas­sen­me­di­en. Man dürf­te nicht falsch lie­gen, wenn man eine ähn­lich ver­zerr­te Wahr­neh­mung auch in eini­gen euro­päi­schen Staa­ten annimmt. Jeden­falls zeigt das Bei­spiel, wie eine klei­ne, gut finan­zier­te und mäch­ti­ge Min­der­heit es schafft, The­men, Denk- und Ver­hal­tens­mo­del­le durch­zu­set­zen, die tief in die öffent­li­che Mei­nung west­li­cher Gesell­schaf­ten ein­ge­drun­gen sind. Ein Vor­gang, der nicht denk­bar wäre, wenn die­se Denk­mo­del­le nicht von einer kul­tu­rell domi­nan­ten Strö­mung auf­ge­grif­fen und geför­dert wür­de.

Auftrag und Pflicht des Gesetzgebers zum Schutz von Ehe und Familie

Die­ses Phä­no­men wird sich nicht von allei­ne auf­lö­sen, wenn die Poli­tik nicht die natür­li­che Ehe ver­tei­digt, jenen Bund zwi­schen einem Mann und einer Frau, in des­sen festem und dau­er­haf­ten Rah­men sie die Kin­der zeu­gen und in Gebor­gen­heit erzie­hen wol­len. Das ist nicht von der Kir­che so fest­ge­legt, son­dern von der Natur.

Es ist der Gesetz­ge­ber, der erst durch die Recht­set­zung im Den­ken der Men­schen die­se natür­li­che Ord­nung unter­gra­ben und zer­stö­ren kann, indem er sie durch will­kür­li­che neue Kate­go­rien ersetzt, die zu einer erschrecken­den sitt­li­chen Ver­ro­hung füh­ren kön­nen. Das dra­ma­tisch-tra­gi­sche Bei­spiel dafür ist das Lebens­recht. Durch die gesetz­li­che Lega­li­sie­rung von „Aus­nah­me­fäl­len“ wur­de die Tötung unge­bo­re­ner Kin­der zu einem selbst­ver­ständ­li­chen „Recht“, ohne jeden öffent­li­chen Auf­schrei gegen ein him­mel­schrei­en­des Unrecht. Haupt­sa­che man hört und sieht davon nichts.

In den USA wird der Prä­si­dent­schafts­wahl­kampf auch zu die­sen The­men geführt. Oba­ma hat sich durch sei­ne Erklä­rung einer bestimm­ten Kli­netel ver­schrie­ben. Sein Her­aus­for­de­rer Mitt Rom­ney wird glaub­haft unter Beweis stel­len müs­sen, daß er eine authen­ti­sche Alter­na­ti­ve zum amtie­ren­den Prä­si­den­ten dar­stellt auch beim Schutz von Ehe und Fami­lie, und dem Schutz der Kin­der, der gebo­re­nen und unge­bo­re­nen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vati­can Insi­der

2 Kommentare

  1. Die EU-Kom­mis­sa­rin ist nicht links­li­be­ral,
    son­dern sie ist links­ver­trot­telt.
    Kann ein ver­nünf­ti­ger Mensch so einen Blöd­sinn ver­tre­ten?
    Yes, she can!
    Sie ist in einem gei­sti­gen Käfig gefan­gen.

  2. Die­se „klei­ne, gut finan­zier­te und mäch­ti­ge Min­der­heit“ ist aber nicht die HS-Lob­by, wie man anneh­men könn­te, son­dern die mafio­se glo­ba­li­sti­sche Ver­bre­cher­ban­de, die die Neue Welt­ord­nung durch­set­zen will und die Homos (und die Femi­ni­stin­nen) dazu instru­men­ta­li­siert.

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