Unbekannter Bischof, Ende des 15. Jahrhunderts
Forum

Das bischöfliche Amt des Episkopos im Spannungsfeld zwischen universalem Kirchenrecht und pastoraler Eigenmächtigkeit

Von Con­tra Ambi­va­lent* Der Begriff des Bischofs wur­zelt sprach­lich und theo­lo­gisch in der anti­ken und neu­te­sta­ment­li­chen Funk­ti­on des Epi­sko­pos (ἐπίσκοπος): des Auf­se­hers, Wäch­ters oder Hüters. Das ist mehr als eine ety­mo­lo­gi­sche Fuß­no­te. Es ver­weist auf das Wesen des bischöf­li­chen Amtes. Der Bischof ist nicht ledig­lich Mode­ra­tor pasto­ra­ler Pro­zes­se oder Reprä­sen­tant sei­ner Diö­ze­se. Er ist auch
Liturgie & Tradition

Wenn der Diakon das Hochgebet spricht – liturgischer Mißbrauch

Die hei­li­ge Eucha­ri­stie ist nach kirch­li­chem Ver­ständ­nis der Mit­tel­punkt des kirch­li­chen Lebens. Gera­de des­halb sind ihre lit­ur­gi­schen Struk­tu­ren uni­ver­sell prä­zi­se gere­gelt – nicht als deko­ra­ti­ve Ord­nung, son­dern als Aus­druck des theo­lo­gi­schen Gehalts der Zele­bra­ti­on selbst. Vor die­sem Hin­ter­grund zeigt eine in der Diö­ze­se Bozen-Bri­­xen öffent­lich über­tra­ge­ne Meß­fei­er auf, daß bis in die letz­te Diö­ze­se des