Der heilige Hieronymus Emiliani gab seine militärische Laufbahn auf, um sich Waisenkindern zu widmen.
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Der heilige Hieronymus Emiliani – der Ritter, der zum Vater der Waisen wurde

Von Rober­to de Mat­tei* Am 20. Juli gedenkt die über­lie­fer­te Lit­ur­gie der Kir­che des hei­li­gen Hie­ro­ny­mus Emi­lia­ni (1486–1537). Er wur­de 1486 in Vene­dig als Sohn einer Patri­zi­er­fa­mi­lie gebo­ren. Wie vie­le jun­ge Adli­ge der Sere­nis­si­ma erhielt er eine Aus­bil­dung, die stär­ker auf das Waf­fen­hand­werk und die Staats­füh­rung als auf wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en aus­ge­rich­tet war. Sein Ide­al war
Priester betet zusammen mit einer Familie den Rosenkranz
Hintergrund

Die Restauration

In katho­li­schen Krei­sen wird seit Jahr­zehn­ten der Wunsch nach einer „Restau­ra­ti­on“ von Glau­ben, Kir­che und christ­li­cher Kul­tur geäu­ßert. Gemeint ist eine Rück­kehr zu den Quel­len, da offen­sicht­lich nicht nur die Welt, son­dern auch Tei­le der kirch­li­chen Auto­ri­tät – teils sogar der Stell­ver­tre­ter Chri­sti – die gött­li­che Offen­ba­rung ver­nach­läs­si­gen. Doch statt der erhoff­ten Restau­ra­ti­on, die bei
Relief des heiligen Herlembald in der Kirche San Calimero (Mailand)
Christenverfolgung

Märtyrer der kirchlichen Erneuerung

Von Rober­to de Mat­tei* Auch die Erneue­rung der Kir­che hat ihre Mär­ty­rer. Zu ihnen gehö­ren der hei­li­ge Ari­ald (+ 1066) und der hei­li­ge Her­lem­bald (+ 1075), Anfüh­rer der Pata­ria, einer Lai­en­be­we­gung, die im 11. Jahr­hun­dert sich zum Ziel setz­te, die Moral der Kir­che im Erz­bis­tum Mai­land, einer der kor­rup­te­sten in Ita­li­en, wiederherzustellen.