"Die Jagd ist eröffnet." Kirchenfeindliche Karikatur aus den frühen 1860er Jahren - mit geopolitischem Kontext. Garibaldi im roten Hemd schießt auf Kleriker. Der neue italienische König Viktor Emanuel II. will den Papst abschießen. Der Franzose (Napoleon III.) ruft: "Im Kirchenstaat wird nicht gejagt". Der Brite (Premierminister Palmerston) antwortet, während er sein Gewehr lädt: "Laß ihn (den italienischen König) einen guten Schuß machen, dann sind wir alle zufrieden."
Hintergrund

1870: Rom wird Hauptstadt – zwischen Licht und vielen Schatten

Von Anto­nel­lo Can­n­a­roz­zo* Bevor ich die­sen Arti­kel geschrie­ben habe, habe ich bewußt län­ger gewar­tet, um fest­zu­stel­len, wie das histo­ri­sche Datum des 20. Sep­tem­ber 1870, das an die Ein­nah­me Roms und das Ende des Kir­chen­staa­tes und damit der welt­li­chen Herr­schaft der Päp­ste erin­nert, seit eini­gen Jah­ren immer mehr ver­blaßt und inzwi­schen weit­ge­hend tot­ge­schwie­gen wird.
Msgr. Umberto Benigni (1862–1934), Päpstlicher Protonotar sowie Gründer und Leiter des Sodalitium Pianum (1909–1914/1921).
Hintergrund

Umberto Benigni und der Kampf gegen den Modernismus

Am 28. Febru­ar 1934 hat­ten sich seit dem frü­hen Mor­gen Regen­wol­ken über Rom ver­dich­tet. Unter die­sem Win­ter­him­mel wur­de der Sarg mit dem Leich­nam von Msgr. Umber­to Benig­ni zu Gra­be getra­gen, der nicht weit davon ent­fernt war, einer der ein­fluß­reich­sten Men­schen im Vati­kan gewe­sen zu sein, weil er die katho­li­sche Leh­re unnach­gie­big gegen die moder­ni­sti­sche Ideo­lo­gie …