Erzbischof Carlo Maria Viganò, einst die Nummer vier des vatikanischen Staatssekretariats, rechte Hand des Regierungschefs des Vatikanstaates und Botschafter des Heiligen Stuhls in den USA, könnte in wenigen Tagen aus der Kirche ausgeschlossen werden.
Hintergrund

„Der Prozeß“ gegen Erzbischof Carlo Maria Viganò

(Rom) Der Hei­li­ge Stuhl, kon­kret das Glau­bens­dik­aste­ri­um, hat ein „außer­ge­richt­li­ches Straf­ver­fah­ren“ gegen Msgr. Car­lo Maria Viganò, Titu­lar­erz­bi­schof von Ulpia­na und ehe­ma­li­gen Apo­sto­li­schen Nun­ti­us, ein­ge­lei­tet. Der Erz­bi­schof selbst hat­te dies am 20. Juni bekannt­ge­ge­ben. Der hoch­ran­gi­ge Vati­kan­di­plo­mat gehör­te bereits unter den Vor­gän­ger­päp­sten zu den weni­gen, die Pro­ble­me nicht nur erken­nen, son­dern auch anpacken und lösen wol­len.
Papst Franziskus wird von seinem Hofstaat gelenkt, wobei es zu Interessenskonflikten unterschiedlicher Seilschaften kommt. Wem das Ohr gehört, der hat Einfluß. Dazu gehört, daß Franziskus eingeredet wurde, er müsse eine kugelsichere Weste tragen.
Forum

Papst Franziskus in sede vacante

Von Eck* Ein­lei­tung So nann­te man die letz­ten fünf Jah­re des Pon­ti­fi­kats von Johan­nes Paul II., als der Papst nicht mehr in der Lage war, das Schiff­lein Petri zu füh­ren, und von den füh­ren­den römi­schen Kuria­len in einem ver­deck­ten Krieg um die Aus­rich­tung und die Nach­fol­ge gesteu­ert wur­de. Der ster­ben­de Papst war so sehr kon­trol­liert,
Die drei baltischen Staaten unterhalten seit 1991 diplomatische Beziehungen zum Heiligen Stuhl. Einzig Litauen kann auf eine lange eigenstaatliche Tradition zurückblicken. Estland und Lettland unterstanden vier Hochstiften und dem Livländischen Schwertbrüderorden und bildeten neben Preußen den zweiten Ordensstaat des Deutschen Ordens
Nachrichten

Als Nuntius an die Front

(Rom) Erz­bi­schof Georg Gäns­wein wur­de von Papst Fran­zis­kus zum Apo­sto­li­schen Nun­ti­us in den bal­ti­schen Staa­ten ernannt. Lan­ge hat es gedau­ert, von man­chen war es her­bei­ge­re­det wor­den, nun ist es so weit: Der deut­sche Titu­lar­erz­bi­schof von Urbi­sa­glia und eme­ri­tier­te Prä­fekt der Prä­fek­tur des Päpst­li­chen Hau­ses wur­de zum Apo­sto­li­schen Nun­ti­us (Bot­schaf­ter) für Litau­en, Est­land und Lett­land bestellt.
Bischof Joseph Yang Yongqiang (rechts) wurde vom kommunistischen Regime zum neuen Bischof von Hangzhou ernannt und von Papst Franziskus bestätigt. Neben ihm ist Msgr. Yu Shun, Bischof von Jining, zu sehen. Beiden war zunächst die Teilnahme an der Synodalitätssynode 2023 erlaubt worden.
Christenverfolgung

Kaiser Xi wünscht, Papst Franziskus erfüllt

(Rom) Chi­nas Staats- und Par­tei­chef Xi Jin­ping wünscht und Papst Fran­zis­kus erfüllt. Am Sams­tag gab das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt bekannt, daß Bischof Joseph Yang Yong­qiang bereits am 12. Juni von Fran­zis­kus zum Bischof von Hang­zhou ernannt wor­den war.
Kardinal Victor Manuel "Tucho" Fernandez am Samstag auf dem Weg in die Kathedrale von Westminster in London
Nachrichten

„Ich weihe Bischof Waller“, Tucho Fernández

Am Sams­tag, dem 22. Juni, wur­de ein neu­er Ordi­na­ri­us des Per­so­nal­or­di­na­ri­ats Unse­rer Lie­ben Frau von Wal­sing­ham geweiht. Die Wei­he spen­de­te kein Gerin­ge­rer als der hoch­um­strit­te­ne Prä­fekt der römi­schen Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on Kar­di­nal Vic­tor Manu­el Fernán­dez. Eine Geste, die in Rom als „Cha­os­ma­xi­mie­rung“ beschrie­ben wird.
Papst Franziskus beim G7-Gipfel 2024 in Apulien (im Bild mit Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron)
Hintergrund

Der Papst beim G7-Gipfel, eine verpaßte Chance

Erst­mals in der Geschich­te des 1975 ent­stan­de­nen infor­mel­len Zusam­men­schlus­ses der sie­ben wich­tig­sten west­li­chen Indu­strie­staa­ten, des­sen 50. Gip­fel­tref­fen vom 13. bis 15. Juni in Ita­li­en statt­fand, wur­de ein Papst als Red­ner ein­ge­la­den. Mög­lich mach­te dies Ita­li­ens Mini­ster­prä­si­den­tin Gior­gia Melo­ni, die 2024 den jähr­lich wech­seln­den Vor­sitz der G7-Staa­ten führt und zugleich die rech­te­ste unter den sie­ben Staats-
Rom untersagt im Dom von Melbourne die Zelebration im überlieferten Ritus. Die Logik: In Pfarrkirchen ist diese untersagt, kann es aber Ausnahmen geben. In einer Kathedrale gehe das aber ganz und gar nicht.
Liturgie & Tradition

Die tägliche Demütigung der Tradition

Ab Febru­ar 2024 wur­de vom römi­schen Dik­aste­ri­um für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung auf sei­ner Inter­net­sei­te eine Liste sei­ner „Akten“ ver­öf­fent­licht. Die erste Liste betrifft das Jahr 2023, die zwei­te das erste Drit­tel des Jah­res 2024. In die­sen Listen sind die Dis­pen­sen auf­ge­führt, die gemäß Art. 3, § 2 des tra­di­ti­ons­feind­li­chen Motu pro­prio Tra­di­tio­nis cus­to­des
Papst Franziskus mit lutherischen Bischöfen und Bischöfinnen beim "Reformationsgedenken" im schwedischen Lund 2016
Forum

Franziskus, der Papst des Alten Testaments

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Für Berg­o­glio ist die Tra­di­ti­on nichts ande­res als Tra­di­ti­on, d. h. es gibt kein Heils­er­eig­nis hin­ter der Tra­di­ti­on, son­dern nur tra­di­tio­nel­le Über­zeu­gun­gen, was immer sie auch sein mögen. Für ihn sind sie alle nur will­kür­li­che Ideen und Prak­ti­ken, inso­fern sie in einer bestimm­ten Kul­tur, in einem bestimm­ten Kon­text und in einer bestimm­ten
Beabsichtigt Rom den nächsten, diesmal finalen Schlag gegen die Tradition?
Liturgie & Tradition

Wird der letzte Nagel in den Sarg für den überlieferten Ritus geschlagen?

Kommt es zum fina­len Schlag gegen den über­lie­fer­ten Ritus? Davor warnt jeden­falls die tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne US-ame­ri­­ka­­ni­­sche Inter­net­sei­te Rora­te Cae­li. Sie spricht von „zuneh­men­den Gerüch­ten über eine ‚End­lö­sung‘ für die tra­di­tio­nel­le latei­ni­sche Mes­se“. Wir wie­der­ho­len: Es han­delt sich um Gerüch­te. Aller­dings haben sich eini­ge wäh­rend des Pon­ti­fi­kats von Fran­zis­kus bewahr­hei­tet. Hier der Text von Rora­te Caeli: