Kardinal Arthur Roche mit Papst Franziskus: zwei erklärte Gegner des überlieferten Ritus
Liturgie & Tradition

Die „Einheit“ als Instrument gegen die Tradition

Die gegen­wär­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die Lit­ur­gie sind weder neu noch über­ra­schend. Sie betref­fen viel­mehr einen Bereich, der seit den spä­ten 1960er Jah­ren in beson­de­rer Wei­se auf­ge­bro­chen ist und der Kir­che eine tie­fe Wun­de geschla­gen hat. Im Kern geht es um das Wesen der Hei­li­gen Mes­se und damit um nichts gerin­ge­res als das rech­te Ver­ständ­nis des­sen,
Papst Franziskus hielt seine schützende Hand über Marko Ivan Rupnik (rechts), doch auch fast ein Jahr nach dem Ende seines Pontifikats gibt es im Fall Rupnik Fortschritte
Leo XIV.

Der Fall Rupnik und die Geduld der Opfer

Der Umgang des Vati­kans mit Miß­brauchs­vor­wür­fen steht seit Jah­ren unter kri­ti­scher Beob­ach­tung. Kaum ein Fall ver­deut­licht die struk­tu­rel­len Span­nun­gen mehr wie jener um den ehe­ma­li­gen Jesui­ten und Prie­ster­künst­ler Mar­ko Ivan Rup­nik. Wäh­rend die kirch­li­chen Behör­den wie­der­holt Trans­pa­renz und Auf­ar­bei­tung in Aus­sicht stel­len, wächst bei den Betrof­fe­nen der Ein­druck, daß hin­ter den Mau­ern des Kir­chen­staats wei­ter­hin
Der vatikanische Gerichtssaal im Verfahren erster Instanz, das nun für nichtig erklärt wurde.
Leo XIV.

„Jahrhundertverfahren“ für nichtig erklärt

Das vati­ka­ni­sche Beru­fungs­ge­richt erklär­te das soge­nann­te „Jahr­hun­dert­ver­fah­ren“ gegen Kar­di­nal Ange­lo Becciu und wei­te­re Ange­klag­te für nich­tig. Das Urteil stellt einen schwe­ren Rück­schlag für die vati­ka­ni­schen Anklä­ger und zugleich für den Reform­an­spruch des ver­stor­be­nen Pap­stes Fran­zis­kus dar, der das Ver­fah­ren als Beleg für ein ent­schlos­se­nes Vor­ge­hen gegen finan­zi­el­le Unre­gel­mä­ßig­kei­ten prä­sen­tiert hat­te. Nun stel­len sich eine gan­ze
Papst Leo XIV. mit dem neuen Päpstlichen Almosenier und Präfekten des Dikasteriums für die Nächstenliebe Msgr. Marín de San Martín
Leo XIV.

Personalwechsel im Vatikan: Kardinal Krajewski nach Lodsch versetzt

Mit zwei Per­so­nal­ent­schei­dun­gen voll­zog der Hei­li­ge Stuhl gestern einen Wech­sel an der Spit­ze des vati­ka­ni­schen Wohl­tä­tig­keits­dien­stes. Wie aus dem Tage­bul­le­tin des vati­ka­ni­schen Pres­se­am­tes her­vor­geht, wur­de der bis­he­ri­ge Päpst­li­che Almo­se­ni­er, Kon­rad Kar­di­nal Kra­jew­ski, zum neu­en Metro­po­li­ten von Lodsch ernannt. Sein Nach­fol­ger als Almo­se­ni­er und Prä­fekt des Dik­aste­ri­ums für den Dienst der Näch­sten­lie­be, wie das Amt seit
Sr. Linda Pocher mit Papst Franziskus: Feministischer Klerikalismus als Ausweg wohin?
Nachrichten

Die Illusion eines „weiblichen Kirchenwesens“

In die­sen Tagen, rund um den Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag, ver­brei­tet sich erneut ein wohl­be­kann­tes Nar­ra­tiv: Frau­en müß­ten in der Kir­che „mehr Raum“ erhal­ten, um die Insti­tu­ti­on zu „ver­wan­deln“. Bis in die hin­ter­ste Pro­vinz tra­gen die Main­­stream-Medi­en die­se Erzäh­lung wei­ter. Ein beson­ders mar­kan­tes Bei­spiel lie­fert das jüng­ste Inter­view mit Sr. Lin­da Pocher, der femi­ni­sti­schen Vor­­­zei­­ge-Orden­s­­frau von Papst
Msgr. Pedro Daniel Martínez Perea, Kritiker von Amoris laetitia und dafür von Franziskus abgesetzter Bischof von San Luis, wurde von Papst Leo XIV. in Audienz empfangen.
Leo XIV.

Kritiker von Amoris laetitia rehabilitiert?

Am gest­ri­gen 5. März 2026 emp­fing Papst Leo XIV. den eme­ri­tier­ten Bischof von San Luis in Argen­ti­ni­en, Mon­si­gno­re Pedro Dani­el Mar­tí­nez Perea, in Audi­enz. Die Begeg­nung erreg­te in kirch­li­chen Beob­ach­ter­krei­sen erheb­li­che Auf­merk­sam­keit, denn Msgr. Mar­tí­nez Perea ist einer jener Bischö­fe, die früh und deut­lich Kri­tik an der pasto­ra­len Linie von Papst Fran­zis­kus und ins­be­son­de­re an
Papst Leo XIV. informiert sich über empirische Erhebungen zum überlieferten Ritus und zur Tradition
Leo XIV.

Was der Besuch von Bullivant und Cranney bei Papst Leo XIV. bedeuten könnte

Am 5. März emp­fing Papst Leo XIV. im Vati­kan zwei Reli­gi­ons­so­zio­lo­gen, deren For­schungs­ar­beit sich unter ande­rem mit einem der sen­si­bel­sten The­men des gegen­wär­ti­gen kirch­li­chen Lebens befaßt: der über­lie­fer­ten latei­ni­schen Mes­se. Der bri­ti­sche Theo­lo­ge und Reli­gi­ons­so­zio­lo­ge Ste­phen Bul­li­vant sowie der US-ame­ri­­ka­­ni­­sche Daten­wis­sen­schaft­ler Ste­phen Cran­ney arbei­ten gemein­sam an einer umfang­rei­chen Stu­die über Katho­li­ken, die den tra­di­tio­nel­len römi­schen
Alejandro Labaka mit Amazonas-Indios des Huaorani-Stammes
Leo XIV.

Ein nudistischer und pädophiler „Heiliger“?

„Vie­le von uns sehen sich wei­ter­hin in der Pflicht, reli­giö­se, als „Evan­ge­li­sie­rung“ getarn­te Päd­era­stie offen­zu­le­gen. Schwei­gen ist kei­ne Opti­on“, so der gali­cische Jour­na­list und Publi­zist Fran­cis­co Fernán­dez de la Cigo­ña, der schar­fe Kri­tik an einem Selig­spre­chungs­ver­fah­ren übt.
Die als Synodalität getarnte Revolution.
Leo XIV.

Eine gefährliche Sprachverschiebung

Ein jüngst ver­öf­fent­lich­tes Arbeits­pa­pier aus dem Umfeld des welt­wei­ten Syn­oden­pro­zes­ses sorgt für erheb­li­che theo­lo­gi­sche Irri­ta­ti­on. Unter dem wie meist sper­ri­gen Titel „Für eine syn­oda­le Kir­che: Gemein­schaft, Teil­ha­be und Sen­dung. Stu­di­en­grup­pe Nr. 4. Die Revi­si­on der Ratio Fun­da­men­ta­lis Insti­tu­tio­nis Sacer­do­ta­lis in syn­­o­dal-mis­­sio­na­ri­­scher Per­spek­ti­ve“ fin­det sich eine For­mu­lie­rung, „die in ihrer Trag­wei­te kaum über­schätzt wer­den kann“, so