Joseph Shaw, Vorsitzender von Una Voce International, analysiert die jüngsten Signale von Papst Leo XIV. zum überlieferten Römischen Ritus
Leo XIV.

Papst Leo signalisiert einen Kurswechsel hinsichtlich der traditionellen Messe

Von Joseph Shaw* Am 18. März wand­te sich Kar­di­nal Paro­lin in einem Schrei­ben an eine Voll­ver­samm­lung der fran­zö­si­schen Bischö­fe und über­mit­tel­te dabei eine Bot­schaft – oder viel­mehr meh­re­re Bot­schaf­ten – von Papst Leo. Der Brief rief die Bischö­fe dazu auf, die katho­li­schen Schu­len zu ver­tei­di­gen und die Für­sor­ge für des Miß­brauchs schul­dig gewor­de­ne Prie­ster nicht
Das Letzte Abendmahl, Mosaik im Markusdom von Venedig.
Nachrichten

Christus ist für uns gehorsam geworden bis zum Tod

Am Grün­don­ners­tag fei­ert die Kir­che die Erin­ne­rung an eine Rei­he von Bege­ben­hei­ten, die sich am Tage vor dem blu­ti­gen Kreu­zes­tod des Hei­lands abge­spielt haben. Die Erin­ne­rung an die Fuß­wa­schung, an die Ein­set­zung des Altar­sa­kra­men­tes und des Prie­ster­tums, an den Ver­rat des Judas und das Lei­den Chri­sti am Ölberg.
Fußwaschung am Gründonnerstag durch Benedikt XVI.
Leo XIV.

Das Ende spektakulärer Gesten an den Rändern

Die erste Kar­wo­che des neu­en Pon­ti­fi­kats von Papst Leo XIV. setzt ein Zei­chen – lit­ur­gisch, kirch­lich und nicht zuletzt sym­bo­lisch. Wäh­rend in den ver­gan­ge­nen drei­zehn Jah­ren eine syste­ma­ti­sche Ver­la­ge­rung der zen­tra­len Grün­don­ners­tags­ri­ten an Orte außer­halb der klas­si­schen Sakral­räu­me statt­fand, kehrt der neue Papst zu einer sicht­ba­ren, öffent­lich ver­or­te­ten Zele­bra­ti­on der Lit­ur­gie zurück.
Liturgie der Karwoche: entblößte Altäre nach der Zelebration des Gründonnerstags
Liturgie & Tradition

Die Reform der Karwoche unter Pius XII.: vom Montag bis zum Gründonnerstag

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Wir set­zen die Rei­he über die Ver­än­de­run­gen fort, die der Novus Ordo der Kar­wo­che, ein­ge­führt 1955 durch Pius XII., für die Lit­ur­gie mit sich brach­te. Wer an einer wis­sen­schaft­li­che­ren Arbeit zu die­sem The­ma inter­es­siert ist, kann die Stu­di­en von Gre­go­ry DiPip­po, Hen­ri de Vil­liers und P. Ste­fa­no Caru­si kon­sul­tie­ren; als wich­tig­ste biblio­gra­phi­sche
Papst Leo XIV. erteilte Kardinal Aveline, Erzbischof von Marseille, den Auftrag, eine "Lösung" für die Frage der Tradition zu finden
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Wird Frankreich die „Tradi-Frage“ lösen?

Die Dis­kus­si­on um die Zukunft des über­lie­fer­ten Römi­schen Ritus in der katho­li­schen Kir­che tritt in eine neue Pha­se ein – und Frank­reich könn­te dabei eine Schlüs­sel­rol­le zufal­len. Wie aus einem Bericht der fran­zö­si­schen Tages­zei­tung La Croix her­vor­geht, erteil­te Papst Leo XIV. den fran­zö­si­schen Bischö­fen fak­tisch den Auf­trag, ein trag­fä­hi­ges Modell für den Umgang mit der
Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem und die Franziskanerkustodie des Heiligen Landes veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, mit der sie den gestrigen Konflikt mit der israelischen Polizei für beendet erklären. Den beiden Kirchenvertretern wird für die Karwochen- und Osterliturgie der Zugang zur Grabeskirche gewährt. Die Gläubigen bleiben weiterhin ausgesperrt.
Nachrichten

Kardinal Pizzaballa: Gebet an den heiligen Stätten gewährleistet

Das Latei­ni­sche Patri­ar­chat von Jeru­sa­lem und die Kusto­die des Hei­li­gen Lan­des ver­öf­fent­lich­ten heu­te eine gemein­sa­me Erklä­rung, in der sie den Vor­fall vom Palm­sonn­tag als bei­gelegt betrach­ten. Gestern hat­te die israe­li­sche Poli­zei dem Latei­ni­schen Patri­ar­chen Kar­di­nal Piz­za­bal­la und dem Kustos des Hei­li­gen Lan­des den Zugang zur Gra­bes­kir­che ver­wehrt, wo sie eine pri­va­te Palm­sonn­tags­mes­se fei­ern woll­ten. Hier
Von der Kirche Dominus flevit aus segnete Kardinal Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, am gestrigen Palmsonntag, die Stadt Jerusalem.
Nachrichten

Palmsonntag: Israel verweigert Kirchenführern Zugang zur Grabeskirche

Die Ereig­nis­se des gest­ri­gen Palm­sonn­tags in Jeru­sa­lem fügen sich zu einem Bild zusam­men, das eben­so irri­tie­rend wie bezeich­nend ist: Sicher­heits­ar­gu­men­te, die in letz­ter Kon­se­quenz dazu füh­ren, daß selbst höch­ste kirch­li­che Wür­den­trä­ger am Zugang zu ihrer hei­lig­sten Stät­te gehin­dert wer­den – und ein poli­ti­sches Kri­sen­ma­nage­ment, das erst im nach­hin­ein und nur nach welt­wei­ter Empö­rung reagiert.
Kardinal Arthur Roche mit Papst Franziskus: zwei erklärte Gegner des überlieferten Ritus
Liturgie & Tradition

Die „Einheit“ als Instrument gegen die Tradition

Die gegen­wär­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die Lit­ur­gie sind weder neu noch über­ra­schend. Sie betref­fen viel­mehr einen Bereich, der seit den spä­ten 1960er Jah­ren in beson­de­rer Wei­se auf­ge­bro­chen ist und der Kir­che eine tie­fe Wun­de geschla­gen hat. Im Kern geht es um das Wesen der Hei­li­gen Mes­se und damit um nichts gerin­ge­res als das rech­te Ver­ständ­nis des­sen,
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin äußerte sich zum überlieferten Ritus und läßt versöhnliche Töne anklingen
Leo XIV.

Neue Töne zum überlieferten Ritus?

Der vati­ka­ni­sche Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin hat sich erneut zur Fra­ge des über­lie­fer­ten Römi­schen Ritus geäu­ßert – und dabei einen Ton ange­schla­gen, der teils als bemer­kens­wer­te Kurs­kor­rek­tur wahr­ge­nom­men wird. 
Von links: Msgr. Orlita undd Don Bamonte von der Internationalen Exorzistenvereinigung in Audienz bei Papst Leo XIV.
Leo XIV.

Exorzisten berichten über die Audienz bei Leo XIV.

Die Audi­enz von Papst Leo XIV für die Spit­ze der Inter­na­tio­na­len Exor­zi­sten­ver­ei­ni­gung hat in den ver­gan­ge­nen Tagen ein erheb­li­ches Medi­en­echo aus­ge­löst – aller­dings nicht immer ein zutref­fen­des. Wäh­rend säku­la­re Bericht­erstat­tung teils zur Über­zeich­nung oder gar zur Lächer­lich­ma­chung neig­te, erlaubt ein kur­zes Inter­view der Nuo­va Bus­so­la Quo­ti­dia­na mit dem stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­der der Ver­ei­ni­gung, dem ita­lie­ni­schen Prie­ster