Bei der gestrigen Veranstaltung am 24. Februar mit dem Titel „Um weiter über den Frieden zu sprechen“ („Per continuare a parlare di pace“) im Regionalparlament der Emilia-Romagna kritisierte Kardinal Pierbattista Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, die internationale Gemeinschaft. Die Veranstaltung fand anläßlich des vierten Jahrestags des Beginns des russisch-ukrainischen Krieges statt.
Per Videokonferenz zugeschaltet, äußerte der Kardinal – der als möglicher nächster Erzbischof von Mailand im Gespräch ist – in Anwesenheit des Regierungschefs der Emilia-Romagna sowie von Kardinal Matteo Zuppi, Erzbischof von Bologna und Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, deutliche Kritik.
„Hier [im Heiligen Land] sind die Menschen sehr wütend auf die internationale Gemeinschaft: weil die internationale Gemeinschaft Israel erlaubt, in Palästina zu tun, was sie Rußland nicht erlaubt, in der Ukraine zu tun.“
Diese Stellungnahme wurde vom Publikum mit Applaus aufgenommen. Pizzaballa schilderte die humanitäre Notlage in Gaza und der Westbank:
„Sowohl in Gaza als auch in der Westbank bleibt die Situation sehr ernst. 53 Prozent des Gazastreifens stehen noch unter direkter Kontrolle Israels, und zwei Millionen Menschen – ich wiederhole: zwei Millionen – sind fast alle vertrieben. Es gibt einen erheblichen Mangel an Antibiotika und grundlegender medizinischer Versorgung. Die meisten Menschen leben in Zelten, und die Schulen sind seit fast drei Jahren geschlossen. Die Perspektiven für Gaza sind schwer vorherzusagen.“
Auch die politische Lage beschrieb er als chaotisch und unsicher:
„Die Governance ist sehr unklar und chaotisch, man versteht nicht, wie sich die Situation entwickeln wird. Über die Westbank spricht niemand. Dort gibt es ständig Checkpoints, der palästinensische Kataster wird nicht anerkannt, und Vertragsabschlüsse werden nicht anerkannt. Der Krieg hat tiefes Mißtrauen und Haß erzeugt, obwohl es immer noch viele Menschen gibt, die ein normales Leben aufbauen wollen. Es ist nicht die Zeit, große Hoffnungen in internationale Institutionen zu setzen.“
Er appellierte an Eigenverantwortung und aktives Engagement:
„Wir können nicht auf eine Art Heilsbringer von außen warten. Internationale Abkommen haben ihre Schwäche gezeigt. Die Großen entscheiden nach eigenen Kriterien, die nicht dem Gemeinwohl dienen. Den Frieden müssen wir selbst vorbereiten, wir dürfen keine Angst haben, uns zu engagieren und Gesicht zu zeigen.“
Pizzaballa erinnerte auch an die tragische Situation in der Ukraine:
„Hier ist der Krieg noch nicht vorbei: Der großflächige Einsatz von Waffen mag beendet sein, aber die Menschen sterben weiterhin.“
Text: Ilaria De Boni
Bild: Facebook (Screenshot)
Der ehrwürdige Kardinal sollte bei solchen Gelegenheiten auf die blutrünstige Hamas verweisen, die hauptsächlich schuld ist an den Verhältnissen im Gazastreifen. Wer hatte den Krieg gegen Israel am 7.Oktober 2023 denn entfacht? Es sind diejenigen, die das eigene Volk in geistiger und materieller Armut versinken lassen. Ein Großteil des Problems ist dem Koran geschuldet, der Haß schürt, die Menschen entrechtet und versklavt. Das scheint einigen Kirchenführern, auch leider Papst Leo, bislang noch entgangen zu sein.
Es ist schon seltsam, dass uns die Endzeit einen Patriarchen in Jerusalem beschert, der die Ereignisse als von Menschen gemacht interpretiert.
@ Frank Rech : Der Schein ist nicht das Sein! Bevor man urteilt, sollte man sich möglichst umfassend aus unabhängigen und vertrauenswürdigen Quellen nach dem alten Grundsatz „audiatur et altera pars“ informieren! NB: Dazu reicht es bei weitem nicht, die ÖRR und die unumstrittenen Mainstream-Medien zu konsultieren!
Als Einstieg für eigene Recherchen könnte ich z.B. die mittlerweile als „umstritten“ geltende freie Journalistin Karin Leukefeld empfehlen!
Sie schreibt über sich selbst und ihre Arbeit: „Als freie Journalistin und Buchautorin berichte ich aus Ländern des Mittleren Ostens. Bei meiner Arbeit entstehen immer wieder Kontakte, die mir überraschende, hoffnungsvolle, doch oft auch tragische Einblicke in den Alltag der Menschen, in ihre Ängste und Wünsche für die Zukunft vermitteln. Über dieses „Leben im Hintergrund der Schlagzeilen“ berichte ich in meinen Reportagen und Features für Tages- und Wochenzeitungen sowie den ARD-Hörfunk.
Ich möchte Sie einladen, hinter die Schlagzeilen zu schauen. Erfahren Sie mehr über das farbige, sehr komplexe politische, kulturelle und soziale Gefüge einer Region, die leider zu häufig nur noch als Brutstätte von Intoleranz, religiösem Fanatismus und Gewalt Schlagzeile macht.“
https://leukefeld.net/
https://de.wikipedia.org/wiki/Karin_Leukefeld
Der Bericht einer israelischen Soldatin gibt Anlaß, die Sache nüchtern zu betrachten. Es gibt die Juden und die jüdischen Zionisten.
Warum war die Grenze zum entsprechenden Zeitpunkt nicht gesichert? So wie sich die Israelis aufführen, liegt es nahe, zu glauben, daß der Völkermord geplant ist, um Eretz Israel zu erreichen. Sogar die Christen werden dort bedrängt.
Dazu gibt es ein Interview von Tucker Carlson mit einem palästinensischen Geistlichen.
Das Heil kam von den Juden. Sie erwarten immer noch den Messias. Der Sanhedrin hat mit >sein Blut komme über uns und unsere Kinder< sein eigenes Volk verflucht.