Die offizielle Audienz beim Papst war für heute angesetzt, doch Leo XIV. überraschte heute die peruanischen Bischöfe, die sich in Rom anlässlich der Ad-Limina-Visite aufhalten, während sie gerade zu Mittag aßen. Dies berichtet die Peruanische Bischofskonferenz selbst über ihre Kanäle in den Sozialen Medien.
Die sogenannte Ad-Limina-Apostolorum-Visite ist ein festes Ereignis im kirchlichen Kalender, bei dem Bischöfe aller Diözesen eines Landes nach Rom reisen, um den Papst zu treffen und über den Zustand ihrer Diözesen zu berichten. Der Begriff „Ad Limina“ bedeutet wörtlich „an die Schwelle“ (der Apostel), da die Bischöfe traditionell die Gräber der Apostel Petrus und Paulus besuchen.
Während dieser Besuche finden in der Regel Treffen mit verschiedenen Dikasterien des Vatikans statt, etwa zu Themen der Pastoral, Bildung, soziale Initiativen oder Finanzen. Überraschungsbesuche, wie der von Leo XIV. beim Mittagessen der peruanischen Bischöfe, sind ungewöhnlich und zeigen ein persönliches Interesse und eine besondere Wertschätzung gegenüber den Teilnehmern.
Für Peru ist die Ad-Limina-Visite besonders wichtig, da sie den Bischöfen die Möglichkeit bietet, aktuelle Herausforderungen in der Kirche zu besprechen, etwa die Pastoralarbeit in entlegenen Gebieten, die Förderung junger Priester oder soziale Projekte in urbanen und ländlichen Regionen.
Papst Leo XIV. war selbst zehn Jahr Bischof einer peruanischen Diözese.
Text: Giuseppe Nardi
Bild: X/Conferencia Episcopal Peruana (Screenshot)
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