Erdbeben: Papst betete Schmerzhaften Rosenkranz — Mittwochskatechese auf nächste Woche verschoben

Amatrice (Rieti) vor und nach dem Erdben
Amatrice (Rieti) vor und nach dem Erdben

(Rom) Papst Fran­zis­kus unter­brach am heu­ti­gen Vor­mit­tag die tra­di­tio­nel­le Mitt­wochs­au­di­enz, um der Erd­be­ben­op­fer in Mit­tel­ita­li­en zu geden­ken.

„Ich hat­te die heu­ti­ge Kate­che­se wie jeden Mitt­woch vor­be­rei­tet und zwar in die­sem Jahr der Barm­her­zig­keit über das The­ma der Nähe Jesu. Aber auf­grund der Nach­richt über das Erd­be­ben, wel­ches das Zen­trum Ita­li­ens getrof­fen und ein gro­ßes Gebiet zer­stört hat sowie vie­le Todes­op­fer und Ver­letz­te gefor­dert hat, kann ich nicht anders, als mei­nen gro­ßen Schmerz und mei­ne Anteil­nah­me all jenen Men­schen in den vom Beben getrof­fe­nen Gebie­ten zum Aus­druck zu brin­gen. Eben­so schlie­ße ich alle Men­schen ein, die ihre Ange­hö­ri­gen ver­lo­ren haben und jene, die noch unter dem Schock des Bebens und sei­ner Schrecken lei­den. Ich habe gehört, dass der Bür­ger­mei­ster vom Ama­tri­ce gesagt hat: ‚Den Ort gibt es nicht mehr.‘ Und dass unter den Opfern auch Kin­der sind, erschüt­tert mich zutiefst.

Daher möch­te ich alle die­se Per­so­nen aus den Orten Accu­mo­li, Ama­tri­ce und ande­ren Orten, der Diö­ze­sen Rie­ti und Asco­li Pice­no und in ganz Lati­um, in Umbri­en und den Mar­ken mei­nes Gebets ver­si­chern und ihnen die Zuwen­dung und Umar­mung der gan­zen Kir­che zusa­gen, die in die­sem Augen­blick euch mit müt­ter­li­cher Lie­be an sich zieht, und eben­so mit der Anteil­nah­me von uns allen hier auf dem Peters­platz.

Ich dan­ke allen Frei­wil­li­gen und den zivi­len Hilfs­kräf­ten, die die­sen Men­schen gera­de hel­fen. Ich bit­te euch dar­um, euch mit mir im Gebet zu ver­bin­den, auf dass der Herr Jesus, der immer mit dem mensch­li­chen Schmerz Mit­leid hat, sei­ne trö­sten­de Nähe die­sen Lei­den­den schen­ke und ihnen auf die Für­spra­che Mari­as Frie­den schen­ke.

Tei­len wir das Mit­leid Jesu!

Die heu­ti­ge Kate­che­se ver­schie­ben wir auf näch­sten Mitt­woch. Ich lade euch ein, mit mir den Schmerz­haf­ten Rosen­kran­zes zu beten.“

Der Spre­cher:

Einen herz­li­chen Gruß rich­te ich an alle Pil­ger deut­scher Spra­che. Wir berüh­ren Jesus, wenn wir hin­aus­ge­hen, um den Brü­dern und Schwe­stern in Not zu hel­fen. So wird in der Berüh­rung mit Chri­stus, dem Hei­land, unser Leben erneu­ert. Gott seg­ne euch alle.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Chie­sa e post­con­ci­lio