Homo-Orgien unter Seminaristen — Fernsehsender der Bischöfe macht Homo-Werbung

TV2000, der Sender der katholischen Bischöfe (das Bild zeigt nicht die Sendung vom 6. Juni)
TV2000, der Sender der katholischen Bischöfe (das Bild zeigt nicht die Sendung vom 6. Juni)

(Rom) Am 6. Juni ereig­ne­te sich bei TV2000, dem Fern­seh­sen­der der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz ein Skan­dal son­der­glei­chen. Wäh­rend der Sen­dung „Il dia­rio di Papa Fran­ces­co“ (Das Tage­buch von Papst Fran­zis­kus) waren „christ­li­che LGBT“ zu Gast. Die unan­ge­mes­se­ne Bezeich­nung, die eine Ver­ein­bar­keit von Homo­se­xua­li­tät und Chri­sten­tum sug­ge­rie­ren will, wur­de erst­mals Anfang Mai vom Avve­ni­re, der Tages­zei­tung der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz gebraucht. „Die Begriffs­wahl ist eben­so unzu­tref­fend, als hät­te die Zei­tung der Bischö­fe von ‚christ­li­chen Abtrei­bern‘ geschrie­ben“, so Nuo­va Bus­so­la Quo­ti­dia­na (NBQ). „Die Begriffs­wahl ist Indi­ka­tor für die gro­ße dok­tri­nä­re und exi­sten­ti­el­le Ver­wir­rung in der Kir­che.“

TV2000 wirbt für Homosexualität und beruft sich auf „Amoris laetitia“

Im Stu­dio waren drei selbst­er­nann­te Katho­li­ken der Grup­pe „Pon­ti sospe­si“ (Schwe­be­brücken) gela­den. Die Grup­pe sam­melt Homo­se­xu­el­le, die sich als Chri­sten bezeich­nen, aber in offe­nem Wider­spruch zum christ­li­chen Glau­ben leben wol­len. Ein Wider­spruch, den eini­ge Kir­chen­krei­se offen­sicht­lich durch Ände­rung der Glau­bens­leh­re über­win­den wol­len. Die Grup­pe arbei­tet inten­siv mit meh­re­ren der „histo­ri­schen“ pro­te­stan­ti­schen Kir­che Ita­li­ens zusam­men, so mit der evan­ge­lisch-luthe­ri­schen Kir­che und den Wal­densern (Cal­vi­ni­sten).

Ver­ant­wort­lich für die Medi­en der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz (CEI) ist Bischof Nun­zio Galan­ti­no, der von Papst Fran­zis­kus ein­ge­setz­te Gene­ral­se­kre­tär der CEI und enger Papst-Ver­trau­ter. Die „christ­li­chen LGBT“ füh­len sich nicht nur von Per­so­nen des glei­chen Geschlechts ange­zo­gen, son­dern sind prak­ti­zie­ren­de Homo­se­xu­el­le und erhe­ben den Anspruch, daß die Kir­che sich ihrem Lebens­stil anzu­pas­sen habe, denn „Love is Love“.

„Gott akzeptiert alles“ — Kirchliche Lehre unterschlagen

Unter den Gästen befan­den sich auch eine Ordens­frau ohne Orden­s­kleid und ein Prie­ster, bei­de „über­zeugt“ davon, daß Gott, „weil er uns liebt“, alles akzep­tie­re, was Men­schen tun. Auf die­se plat­te Wei­se wur­de in nur 20 Minu­ten die Homo­se­xua­li­tät im Fern­seh­sen­der der katho­li­schen Bischö­fe Ita­li­ens für „salon­fä­hig“ erklärt. Der Rich­tungs­wech­sel um 180 Grad wur­de mit dem Apo­sto­li­schen Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia von Papst Fran­zis­kus begrün­det. Dazu wur­de Para­graph 250 zitiert mit den Wor­ten: „eine respekt­vol­le Beglei­tung zu gewähr­lei­sten, damit die­je­ni­gen, wel­che die homo­se­xu­el­le Ten­denz zei­gen, die not­wen­di­gen Hil­fen bekom­men kön­nen, um den Wil­len Got­tes in ihrem Leben zu begrei­fen und ganz zu erfül­len“,

Kein Wort der Erwäh­nung fand die kirch­li­che Leh­re, was denn der Wil­len Got­tes in Sachen Homo­se­xua­li­tät ist, die in der Hei­li­gen Schrift als „him­mel­schrei­en­de Sün­de“ bezeich­net wird. Man­che Theo­lo­gen gehen auf­grund der Wort­wahl der Hei­li­gen Schrift sogar davon aus, daß es sich in Got­tes Augen um die schlimm­ste unter den Tod­sün­den han­delt, weil sie ein direk­ter Angriff gegen die gött­li­che Ord­nung ist, die Gott der Natur des Men­schen zugrun­de­ge­legt hat.

Colleen Bayer verteidigt katholische Lehre und kritisiert Kardinal Schönborn

Colleen Bayer mit Kardinal Burke
Col­le­en Bay­er mit Kar­di­nal Bur­ke

Wäh­rend der Fern­seh­sen­der der Bischö­fe die Homo­se­xua­li­tät hofier­te, die kirch­li­che Leh­re dazu unter­schlug und das damit zusam­men­hän­gen­de exi­sten­ti­el­le Dra­ma ver­dun­kel­te, erhob sich gleich­zei­tig in Rom eine muti­ge Stim­me zur Ver­tei­di­gung der Glau­bens­leh­re, die der Kir­che durch die Offen­ba­rung anver­traut und von ihr seit 2000 Jah­ren gelehrt wird. Col­le­en Bay­er, die Vor­sit­zen­de von Fami­ly Life Inter­na­tio­nal aus Neu­see­land erzähl­te bei einem Vor­trag am sel­ben 6. Juni, der als Video­auf­zeich­nung im Inter­net ver­brei­tet wird, eini­ge Epi­so­den, die mit der Gen­der-Ideo­lo­gie und der Homo­se­xua­li­tät zu tun haben.

Bay­er begann mit einer Kri­tik an Wiens Erz­bi­schof, Chri­stoph Kar­di­nal Schön­born, der Amo­ris lae­ti­tia am 8. April der Welt­öf­fent­lich­keit vor­stell­te. Es sei ein „enor­mer Feh­ler“ des Kar­di­nals gewe­sen, von „posi­ti­ven Ele­men­ten“ im Zusam­men­hang mit der Homo­se­xua­li­tät zu spre­chen. Die­se irri­ge Sicht­wei­se habe der Kar­di­nal bereits in einem Inter­view der Jesui­ten­zeit­schrift Civil­tà  Cat­to­lica 2015 ange­deu­tet, als er sag­te: „Die Kir­che hat nicht in erster Linie in das Schlaf­zim­mer, son­dern in das Eßzim­mer zu schau­en!“ Sol­che will­kür­li­chen und rea­li­täts­frem­den Aus­sa­gen sei­en „Müll, rei­ner Müll“, so Bay­er.  „Ein mit uns befreun­de­ter Prie­ster hat sein Leben ver­lo­ren, wegen dem, was im Schlaf­zim­mer pas­siert. Bit­te, betet für sei­ne See­le.“

Existentielles Drama — Homo-Orgien unter römischen Seminaristen

Die Frau erzähl­te dann die Geschich­te eines jun­gen Angli­ka­ners, der zum katho­li­schen Glau­ben kon­ver­tier­te und in Rom in eine Prie­ster­se­mi­nar ein­trat, nach­dem er sei­nen Obe­ren über sei­ne Sor­gen und Anstren­gun­gen berich­te­te, was sei­ne zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hun­gen anbe­lang­te, weil er sich von Män­nern ange­zo­gen fühl­te. Den­noch wur­de er zum Prie­ster geweiht und nach Neu­see­land geschickt, wo fünf Jah­re des Prie­ster­tums nicht aus­reich­ten, sei­ne psy­chi­sche Zer­ris­sen­heit und sei­ne Begier­den zu über­win­den.

Damals lern­te der Prie­ster das Ehe­paar Bay­er ken­nen, ver­trau­te sich ihnen an und bat um ihre Hil­fe.

„Er sag­te uns: ‚Sie wis­sen nicht, was wir in Rom am Frei­tag­abend getan haben. Wir tra­fen uns…‘, und sie taten, was Homo­se­xu­el­le tun.“ Bei die­ser Gele­gen­heit „ent­hüll­te er uns die römi­schen Par­tys am Frei­tag­abend mit ande­ren Semi­na­ri­sten“, die „in homo­se­xu­el­len Orgi­en ende­ten“.

In die­sem Moment habe ihr die Ent­hül­lung „fast das Herz gebro­chen“, so Bay­er. „Bis dahin dach­te ich, daß wir in der Kir­che alle Gott unter der Kup­pel Roms anbe­ten, und eine Rei­se nach Rom eine Rei­se nach Hau­se ist. Zu erfah­ren, daß in den Semi­na­ren die­ser Stadt sol­che Din­ge gesche­hen…“

Der jun­ge, ver­zwei­fel­te Prie­ster ent­hüll­te „die Ver­wü­stung, den Schmutz und Din­ge, die gesche­hen sind, die furcht­bar sind…“. Bay­er frag­te dann nach den Ver­ant­wort­li­chen, die solch psy­chisch zer­ris­se­ne Per­so­nen in die Semi­na­re auf­neh­men, und schil­der­te die Äng­ste des jun­gen Kon­ver­ti­ten und Prie­sters, den der inne­re Wider­spruch sei­nes Lebens schließ­lich in den Selbst­mord führ­te.

„Wie im Namen Got­tes konn­te so etwas unter der Kup­pel von Rom gesche­hen? Wie also kann ein Kar­di­nal Roms dann so etwa behaup­ten?“

Men­schen mit einer homo­se­xu­el­len Nei­gung hät­ten ein Iden­ti­täts­pro­blem, das für sie zum exi­sten­ti­el­len Dra­ma wer­den kön­ne. Ihnen müs­se gehol­fen wer­den, ihre Iden­ti­tät zu fin­den. Sie dürf­ten nicht unter­stützt wer­den, in eine Wider­na­tür­lich­keit zu ver­fal­len.

Existentielles Drama — Gewalttätige lesbische Beziehung

Bay­er berich­te­te dann von einem schwan­ge­ren Mäd­chen, das von sei­ner femi­ni­sti­schen, abtrei­bungs­be­für­wor­ten­den „Ver­lob­ten“ miß­han­delt wur­de. Das sexu­el­le Ver­hält­nis zwi­schen den bei­den Frau­en sei gewalt­tä­tig und besitz­ergrei­fend gewe­sen: „Als ich den Kör­per von Jackie sah, wein­te mein Herz. Er war über­sät mit ver­narb­ten und fri­schen Schnitt­wun­den und von ande­ren Ver­let­zun­gen. Ihr wur­de in ihrem Leben auf schreck­li­che Wei­se Gewalt ange­tan.“ Das gesche­he nicht unab­hän­gig vom Geschlecht des Part­ners.

Bay­er gelang­te zum Schluß, daß die von Chri­stus der Kir­che anver­trau­te Leh­re, die vor der Homo­se­xua­li­tät warnt und die­se zurück­weist, viel mensch­li­cher, ehr­li­cher und mit­füh­len­der ist als jede will­kür­lich, ideo­lo­gisch oder trieb­ge­lei­tet zusam­men­ge­rühr­te welt­li­che Sau­ce, die als angeb­li­che „Lie­be Got­tes“ aus­ge­ge­ben wird. Es genü­ge zu lesen, wie Luca Di Tol­ve nach sei­ner Bekeh­rung und einer christ­li­chen Psy­cho­the­ra­pie end­lich sei­ne wirk­li­che Bestim­mung in der Lie­be für eine Frau fand.

In sei­nem Buch „Ich war schwul. In Med­jug­or­je habe ich mich selbst gefun­den“ schil­dert Di Tol­ve die trieb­be­frie­di­gen­de, aber nicht erfül­len­de Natur der homo­se­xu­el­len Bezie­hun­gen, die in die Ver­zweif­lung trei­be: „Der tie­fe Beweg­grund, der zu homo­se­xu­el­lem Ver­hal­ten treibt, ist immer der­sel­be: die Suche nach den männ­li­chen Wesens­zü­gen, die man in sich selbst nicht aus­drücken kann.“ Das eige­ne Ich im eige­nen Geschlecht konn­te sich aus irgend­ei­nem Grund nicht rich­tig ent­fal­ten. Homo­se­xu­el­le haben daher eine gebro­che­ne Natur. „Ein Mann und eine Frau erken­nen im Unter­schied, wie sehr sie sich ergän­zen, um durch die Grün­dung einer Fami­lie ein Gan­zes zu bil­den. Zwei Män­ner oder zwei Frau­en kön­nen nie zu die­ser Ergän­zung und Ver­voll­komm­nung gelan­gen.“ Ein rei­fer Mann und eine rei­fe Frau blei­ben nicht auf der Stu­fe blo­ßer Trieb­ve­frie­di­gung hän­gen wie unrei­fe Jugend­li­che, die nicht erwach­sen wer­den.

Christus und die Kirche fordern jede Lüge, auch die Lebenslügen zu bekämpfen

„Des­halb“, so Di Tol­ve, „konn­te ich im Sex mit Män­nern nie Frie­den fin­den.“ Er fand die Kraft, einen Aus­weg zu suchen, und mach­te sich auf die Suche nach der Männ­lich­keit in sich selbst, anstatt die eige­ne bei ande­ren zu suchen. „Damit fand ich mei­ne Iden­ti­tät. Mit mei­ner Iden­ti­tät und damit mit mir selbst im Rei­nen, konn­te ich die Homo­se­xua­li­tät hin­ter mir las­sen und mich end­lich auf das ande­re Geschlecht ein­las­sen und mei­ne Frau ken­nen­ler­nen.“

„Chri­stus und die Kir­che haben ein gro­ßes Her­zens­an­lie­gen“, so Bay­er, „daß jede Lüge, auch die Lebens­lü­gen, mit Mut und Kraft bekämpft wird.“

Es scheint, als wür­de im der­zei­ti­gen Ein­drin­gen der Homo­se­xua­li­tät in die Kir­che, durch fünf­te Kolon­nen und durch schwäch­li­che Nach­gie­big­keit, wahr wer­den, was die Got­tes­mut­ter 1995 in Civi­ta­ve­c­chia sag­te, wo eine Mari­en­sta­tue Blut wein­te. Das Phä­no­men wird vom zustän­di­gen Bischof Giro­la­mo Gril­lo für echt gehal­ten. Eine offi­zi­el­le Ent­schei­dung durch die katho­li­sche Kir­che ist noch aus­ste­hend. Die Gottemut­ter habe damals gesagt:

„Mei­ne Kin­der, die Fin­ster­nis Satans ver­dun­kelt die gan­ze Welt und ver­dun­kelt auch die Kir­che Got­tes. In Rom legt sich die Fin­ster­nis immer mehr über den Fel­sen, den euch mein Sohn Jesus hin­ter­las­sen hat, um sei­ne Kin­der zu erbau­en, zu erzie­hen und geist­lich wach­sen zu las­sen.“

Ange­sichts der Apost­asie, so Bay­er, „muß man sich der Klau­en Satans bewußt wer­den und die Hän­de Got­tes suchen und die­se fest­hal­ten“, damit Gott „uns aus dem Sumpf her­aus­führt“ durch „Män­ner und Frau­en Got­tes“ und durch „die Recht­gläu­big­keit“.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: TV2000 (Screen­shot)