Franziskus der Papst, der das Papsttum abschafft — Die Revolution, die die Kardinäle wollten

Tu es Petrus - Wer formuliert im Hintergrund das Lehramt des Papstes?(Vati­kan) Die posi­ti­ven Aspek­te und schö­nen For­mu­lie­run­gen des neu­en Apo­sto­li­schen Schrei­bens „Evan­ge­lii Gau­di­um“ von Papst Fran­zis­kus sol­len gewür­digt wer­den. Das tun aber bereits unkri­tisch die katho­li­schen „Nor­ma­li­sten“ und deren Sei­ten im Inter­net. Die kir­chen­fer­nen Medi­en (etwa Der Spie­gel und der ORF) jubeln wie gewohnt. Mit gutem Grund, wie der fol­gen­de Auf­satz nahe­legt. Wir sehen daher mehr unse­re Auf­ga­be, das zu beleuch­ten, was ande­re, aus wel­chem Beweg­grund auch immer, igno­rie­ren. Wir las­sen dazu den katho­li­schen Kul­tur­kri­ti­ker Fran­ces­co Cola­femmi­na zu Wort kom­men, der sich die Mühe gemacht hat, das 185-Sei­ten-Doku­ment zu lesen. Nach Ver­wir­rung um Inter­views, die auch inhalt­lich ver­wirr­ten, leg­te der Papst mit „Evan­ge­lii Gau­di­um“ sein Regie­rungs­pro­gramm offi­zi­ell und als Teil des Lehr­am­tes auf den Tisch. Bei der Lek­tü­re kom­me jedoch kei­nes­wegs „gau­di­um“ auf. Grund zur Freu­de gebe es nicht. Papst Fran­zis­kus, so Cola­femmi­na, sei ein Chaos­papst und wie es scheint, der erste Rela­ti­vist auf dem Papst­thron. Sei­ne Auf­ga­be sei es Tohu­wa­bo­hu zu erzeu­gen. Sein Regie­rungs­pro­gramm aber sei eine „Revo­lu­ti­on“. Sie wol­le die Zer­stö­rung der Kir­che, wie sie zwei­tau­send Jah­re Bestand hat­te. Fran­zis­kus sehe sich ledig­lich als Papst, um das Papst­tum sei­ner von Chri­stus gestif­te­ten Auto­ri­tät zu ent­klei­den und zu mini­mie­ren. Ein Mon­arch, der sei­nen Thron ver­schenkt. Kein Akt der Demut, son­dern der Zer­set­zung. Damit sei aber auch klar, was die Kar­di­nä­le woll­ten, denn die Revo­lu­ti­on des Fran­zis­kus sei eine Revo­lu­ti­on der Kar­di­nä­le, die ihn gewählt haben und eben die­se Revo­lu­ti­on gefor­dert haben und för­dern, jeden­falls einer akti­ven, orga­ni­sier­ten Grup­pe unter ihnen. Die Fra­ge bleibt ange­sichts eines sprung­haf­ten Hü und Hott des Pap­stes, was eigent­lich gilt. Der Blitz­ein­schlag in die Kup­pel des Peters­doms beim Rück­tritt von Papst Bene­dikt XVI. kommt neun Mona­te spä­ter wie­der in leb­haf­te Erin­ne­rung.
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Evangelisierung „außer Kontrolle“ — Roma delenda est

von Fran­ces­co Cola­femmi­na

Eini­ge „Per­len“ der Exhor­ta­tio von Papst Fran­zis­kus zum „evan­ge­li­schen Cha­os“. Wie Kiko Argüel­lo ((Grün­der des Neo­ka­techu­me­na­len Weges, des­sen lit­ur­gi­sche Son­der­we­ge Papst Bene­dikt XVI. einer noch nicht abge­schlos­se­nen Über­prü­fung unter­zie­hen ließ)) kurz nach sei­ner Wahl sag­te, scheint der Papst eine Kir­che zu wün­schen, in der man ein „Tohu­wa­bo­hu“ macht und in der es kei­ne zen­tra­le Auto­ri­tät mehr gibt, die davon „abhält“. In der man an die Bischofs­kon­fe­ren­zen auch Ent­schei­dun­gen zur Glau­bens­leh­re dele­giert mit einem Papst, der zum Garan­ten des Öku­me­nis­mus redu­ziert ist, zu einem wei­sen Greis, der Rat­schlä­ge gibt. Viel­leicht funk­tio­niert sein System sogar.

Doch mit die­ser Akti­on des Pap­stes ist eine gro­ße Unbe­kann­te ver­bun­den, sie zer­stört das Erschei­nungs­bild des Papst­tums, jene hauch­dün­ne von Chri­stus gestif­te­te Bezie­hung zwi­schen dem Papst und sei­ner Kir­che, wie wir sie ken­nen. Denn eines ist sicher, daß die „Welt“ die­se „neue“, ganz ande­re Kir­che als die vor­he­ri­ge, zu akzep­tie­ren wird wis­sen und auch, wie sie sich ihr nähern kann. Blie­be noch zu ver­ste­hen, was dann aus der vor­he­ri­gen Kir­che, aus unse­rer Kir­che wird. Wenn sie ver­schrot­tet wird, wird es schwie­rig wer­den, zu ver­ste­hen, wel­che Auto­ri­tät es gibt und wer dann die Toch­ter sein wird, die ihre Mut­ter ver­leug­net. ((der Autor meint Teil­kir­chen (Töch­ter der Kir­che) und deren Ver­hält­nis zu Rom, zur unver­kürz­ten Glau­bens­wahr­heit und kirch­li­chen Ord­nung))

Der Papst ver­legt alles auf eine völ­lig unvor­her­seh­ba­re und geist­lich unde­fi­nier­te Ebe­ne, wo die Struk­tu­ren kei­ne Bedeu­tung mehr haben und die Auto­ri­tät auf ein Mini­mum redu­ziert sein wird. Eine Ebe­ne, auf der die Bewah­rung der Glau­bens­wahr­heit und die Hei­li­ge Lit­ur­gie zu göt­zen­die­ne­ri­schen Kari­ka­tu­ren eines Nar­ziss­mus und heuch­le­ri­schen Äußer­lich­kei­ten redu­ziert sind. Eine Ebe­ne, auf der das Zuhö­ren und die Aner­ken­nung des ande­ren und die dia­lek­ti­sche Bezie­hung gene­rell zum zen­tra­len Angel­punkt der Evan­ge­li­sie­rung auf­stei­gen.

Auf dra­ma­ti­sche Wei­se – das heißt mit einer gewis­sen Thea­tra­lik – geht der Papst soweit, sei­ne Vor­rech­te auf­zu­ge­ben. Indem er sei­ne eige­ne Auto­ri­tät rela­ti­viert, ähnelt er auf die­se Wei­se einem Mon­ar­chen, der sei­ne Macht mit dem Zweck aus­übt, um sie zu zer­stö­ren oder an ande­re zu ver­tei­len. Der sei­ne eige­ne Auto­ri­tät nur mit dem Ziel aner­kennt, sich ihrer zu ent­le­di­gen. Das klingt alles schön und demü­tig, wenn die­se Demut dar­in bestün­de, nicht zu ändern, was man erhal­ten hat, nicht die Insti­tu­ti­on des Papst­tums zu schwä­chen mit dem Ziel, es den angeb­li­chen Not­wen­dig­kei­ten der Zeit anzu­pas­sen. Das bedeu­tet das Papst­tum rela­ti­vie­ren und histo­ri­sie­ren, und es bedeu­tet das Papst­tum der ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­te oder Jah­re zu einer Art von nicht authen­ti­schem Ver­rat an der gött­li­chen Insti­tu­ti­on umzu­in­ter­pre­tie­ren. Es heißt, behaup­ten zu wol­len, daß alles was auch bis­her war, allein auf die Welt und deren Not­wen­dig­keit hin geformt war. Und weil sich die Welt ändert, muß sich auch das Papst­tum ändern.

Es ist inter­es­sant fest­zu­stel­len, daß der Papst jede poten­ti­el­le Kri­tik mit der Fest­stel­lung abtut, daß der wah­re Christ ein fröh­li­cher Christ ist. Und hier scheint mir, bin ich ihm mit mei­nem Brief an die trau­ri­gen tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Katho­li­ken zuvor­ge­kom­men. Grund­sätz­lich aber gibt es nichts an die­ser Revo­lu­ti­on des Pap­stes, wor­über man in Trau­rig­keit ver­fal­len soll­te, einer Revo­lu­ti­on, die letzt­lich von den Kar­di­nä­len kommt, die ihn gewählt haben und die aktiv die­se Revo­lu­ti­on gefor­dert und vor­an­ge­trie­ben haben. Eben­so wenig gibt es irgend­et­was, wes­halb man des­we­gen sich freu­en soll­te. Ich schla­ge einen drit­ten Weg vor: jenen der stoi­schen Unbe­irrt­heit.

Auf jeden Fall – und hier soll­te die Stim­mung vom trau­ri­gen, fröh­li­chen oder unbe­irr­ten, wel­che es auch sei, zum Iro­ni­schen oder sogar Komi­schen über­ge­hen – denn nach der Lek­tü­re des voll­stän­di­gen Apo­sto­li­schen Schrei­bens bleibt ein ham­le­ti­scher Zwei­fel: Wel­ches ist die Gute Nach­richt, die wir Katho­li­ken heu­te ver­kün­den soll­ten? Wenn es dar­um geht, die christ­li­che Bot­schaft zu einer Art von glo­ba­ler Umar­mung zu bana­li­sie­ren, bin ich mir sicher, daß uns das gelin­gen wird. Man stellt näm­lich in der päpst­li­chen Exhor­ta­tio mit Erstau­nen fest, daß Wor­te wie „Sün­de“ und „Bekeh­rung“ nicht im Zusam­men­hang mit einer evan­ge­li­sie­ren­den Dyna­mik gebraucht wer­den, son­dern um eine Umwand­lung, eine Palin­ge­ne­se (Neu­schöp­fung) der Kir­che zu beschrei­ben. Wor­te und damit auch die Kon­zep­te „Him­mel“ und „Höl­le“, „ewi­ges Leben“ und „Jen­seits“ feh­len völ­lig. Eben­so erhält die Vor­stel­lung einer Erlö­sung nur mehr eine abge­färb­te „sozia­le“ Dimen­si­on.

Kurz­um, noch mehr Wider­sprü­che, noch mehr Ver­wir­rung als die schon herr­schen­de, zwi­schen ein paar Schrit­ten vor­wärts und ein paar Schrit­ten rück­wärts, zwi­schen Inter­views, die gege­ben und mehr oder weni­ger wie­der zurück­ge­zo­gen wer­den, zwi­schen ein paar Schlä­gen gegen alle Sei­ten, zwi­schen einem Zwei­ten Vati­ka­num nach Mar­chet­to und einem Zwei­ten Vati­ka­num nach dem Mot­to „Schluß mit den Unglücks­pro­phe­ten“, eben kurz­um, nach einer ita­lie­ni­schen Rede­wen­dung, noch mehr Towu­ha­bo­hu als so und man stirbt.

Zum Beleg der Knapp­heit wegen nur eini­ge Aus­zü­ge aus dem Apo­sto­li­schen Schrei­ben Evan­ge­lii Gau­di­um, die um wei­te­re zu ergän­zen wären:

16. Ich glau­be auch nicht, dass man vom päpst­li­chen Lehr­amt eine end­gül­ti­ge oder voll­stän­di­ge Aus­sa­ge zu allen Fra­gen erwar­ten muss, wel­che die Kir­che und die Welt betref­fen. Es ist nicht ange­bracht, dass der Papst die ört­li­chen Bischö­fe in der Bewer­tung aller Pro­blem­krei­se ersetzt, die in ihren Gebie­ten auf­tau­chen. In die­sem Sinn spü­re ich die Not­wen­dig­keit, in einer heil­sa­men „Dezen­tra­li­sie­rung“ vor­an­zu­schrei­ten.

32. Da ich beru­fen bin, selbst zu leben, was ich von den ande­ren ver­lan­ge, muss ich auch an eine Neu­aus­rich­tung des Papst­tums den­ken. Mei­ne Auf­ga­be als Bischof von Rom ist es, offen zu blei­ben für die Vor­schlä­ge, die dar­auf aus­ge­rich­tet sind, dass eine Aus­übung mei­nes Amtes der Bedeu­tung, die Jesus Chri­stus ihm geben woll­te, treu­er ist und mehr den gegen­wär­ti­gen Not­wen­dig­kei­ten der Evan­ge­li­sie­rung ent­spricht. […]

40. […] Außer­dem gibt es inner­halb der Kir­che unzäh­li­ge Fra­gen, über die mit gro­ßer Frei­heit geforscht und nach­ge­dacht wird. Die ver­schie­de­nen Rich­tun­gen des phi­lo­so­phi­schen, theo­lo­gi­schen und pasto­ra­len Den­kens kön­nen, wenn sie sich vom Geist in der gegen­sei­ti­gen Ach­tung und Lie­be in Ein­klang brin­gen las­sen, zur Ent­fal­tung der Kir­che bei­tra­gen, weil sie hel­fen, den äußerst rei­chen Schatz des Wor­tes bes­ser deut­lich zu machen. Den­je­ni­gen, die sich eine mono­li­thi­sche, von allen ohne Nuan­cie­run­gen ver­tei­dig­te Leh­re erträu­men, mag das als Unvoll­kom­men­heit und Zer­split­te­rung erschei­nen. Doch in Wirk­lich­keit hilft die­se Viel­falt, die ver­schie­de­nen Aspek­te des uner­schöpf­li­chen Reich­tums des Evan­ge­li­ums bes­ser zu zei­gen und zu ent­wickeln.

47. […] Die­se Über­zeu­gun­gen haben auch pasto­ra­le Kon­se­quen­zen, und wir sind beru­fen, sie mit Beson­nen­heit und Wage­mut in Betracht zu zie­hen. Häu­fig ver­hal­ten wir uns wie Kon­trol­leu­re der Gna­de und nicht wie ihre För­de­rer. Doch die Kir­che ist kei­ne Zoll­sta­ti­on, sie ist das Vater­haus, wo Platz ist für jeden mit sei­nem mühe­vol­len Leben.

94. Die­se Welt­lich­keit kann beson­ders aus zwei zutiefst mit­ein­an­der ver­bun­de­nen Quel­len gespeist wer­den. Die eine ist die Fas­zi­na­ti­on des Gno­sti­zis­mus, eines im Sub­jek­ti­vis­mus ein­ge­schlos­se­nen Glau­bens, bei dem ein­zig eine bestimm­te Erfah­rung oder eine Rei­he von Argu­men­ta­tio­nen und Kennt­nis­sen inter­es­siert, von denen man meint, sie könn­ten Trost und Licht brin­gen, wo aber das Sub­jekt letzt­lich in der Imma­nenz sei­ner eige­nen Ver­nunft oder sei­ner Gefüh­le ein­ge­schlos­sen bleibt. Die ande­re ist der selbst­be­zo­ge­ne und pro­me­t­hei­sche Neu-Pela­gia­nis­mus derer, die sich letzt­lich ein­zig auf die eige­nen Kräf­te ver­las­sen und sich den ande­ren über­le­gen füh­len, weil sie bestimm­te Nor­men ein­hal­ten oder weil sie einem gewis­sen katho­li­schen Stil der Ver­gan­gen­heit uner­schüt­ter­lich treu sind. Es ist eine ver­meint­li­che dok­tri­nel­le oder dis­zi­pli­na­ri­sche Sicher­heit, die Anlass gibt zu einem nar­ziss­ti­schen und auto­ri­tä­ren Eli­te­be­wusst­sein, wo man, anstatt die ande­ren zu evan­ge­li­sie­ren, sie ana­ly­siert und bewer­tet und, anstatt den Zugang zur Gna­de zu erleich­tern, die Ener­gien im Kon­trol­lie­ren ver­braucht. In bei­den Fäl­len exi­stiert weder für Jesus Chri­stus noch für die Men­schen ein wirk­li­ches Inter­es­se. Es sind Erschei­nun­gen eines anthro­po­zen­tri­schen Imma­nen­tis­mus. Es ist nicht vor­stell­bar, dass aus die­sen schmä­lern­den For­men von Chri­sten­tum eine ech­te Evan­ge­li­sie­rungs­dy­na­mik her­vor­ge­hen könn­te.

95. Die­se bedroh­li­che Welt­lich­keit zeigt sich in vie­len Ver­hal­tens­wei­sen, die schein­bar ein­an­der ent­ge­gen­ge­setzt sind, aber den­sel­ben Anspruch erhe­ben, „den Raum der Kir­che zu beherr­schen“. Bei eini­gen ist eine osten­ta­ti­ve Pfle­ge der Lit­ur­gie, der Leh­re und des Anse­hens der Kir­che fest­zu­stel­len, doch ohne dass ihnen die wirk­li­che Ein­sen­kung des Evan­ge­li­ums in das Got­tes­volk und die kon­kre­ten Erfor­der­nis­se der Geschich­te Sor­gen berei­ten. Auf die­se Wei­se ver­wan­delt sich das Leben der Kir­che in ein Muse­ums­stück oder in ein Eigen­tum eini­ger weni­ger. […]

96. […] Statt­des­sen unter­hal­ten wir uns eitel und spre­chen über „das, was man tun müss­te“ – die Sün­de des „man müss­te tun“ – wie spi­ri­tu­el­le Leh­rer und Exper­ten der Seel­sor­ge, die einen Weg wei­sen, ihn sel­ber aber nicht gehen. Wir pfle­gen unse­re gren­zen­lo­se Fan­ta­sie und ver­lie­ren den Kon­takt zu der durch­lit­te­nen Wirk­lich­keit unse­res gläu­bi­gen Vol­kes.

280. […] Es gibt aber kei­ne grö­ße­re Frei­heit, als sich vom Hei­li­gen Geist tra­gen zu las­sen, dar­auf zu ver­zich­ten, alles berech­nen und kon­trol­lie­ren zu wol­len, und zu erlau­ben, dass er uns erleuch­tet, uns führt, uns Ori­en­tie­rung gibt und uns treibt, wohin er will. Er weiß gut, was zu jeder Zeit und in jedem Moment not­wen­dig ist. Das heißt, in geheim­nis­vol­ler Wei­se frucht­bar sein!

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Fides et For­ma

55 Kommentare

  1. Auf­grund des teils Ent­set­zen her­vor­ru­fen­den Inhal­tes von „Evan­ge­lii gau­di­um“ muss man davon aus­ge­hen, dass fol­gen­de Aus­sa­gen des Pap­stes im Inter­view mit dem Frei­mau­rer Scal­fa­ri durch­aus so gefal­len sind:
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    „Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil hat beschlos­sen, der Zukunft mit einem moder­nen Geist ins Gesicht zu sehen und sich für die moder­ne Kul­tur zu öff­nen.
    Die Kon­zils­vä­ter wuss­ten, dass Öff­nung zur moder­nen Kul­tur reli­giö­se Öku­me­ne bedeu­te­te und Dia­log mit den Nicht­glau­ben­den.
    Seit­dem ist sehr wenig in die­se Rich­tung getan wor­den.
    Ich habe die Demut und den Ehr­geiz, es tun zu wol­len.“
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    „radio­va­ti­can“ hat eine erste Kurz­zu­sam­men­fas­sung des Schrei­bens ver­öf­fent­licht.
    Selbst in die­ser ist der auf­fal­len­de Grund­ton des Schrei­bens in Form der Abnei­gung gegen die hl. Tra­di­ti­on unüber­les­bar. Die­ses Schrei­ben beinhal­tet denn auch die Bekräf­ti­gung der von Papst Fran­zis­kus zuvor in Inter­views gestreu­ten moder­ni­sti­schen Irri­ta­tio­nen:
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    [.…]
    Neue Wege“ und „krea­ti­ve Metho­den“ sol­len dazu die­nen,
    die „ursprüng­li­che Fri­sche der Fro­hen Bot­schaft“ neu zu erschlie­ßen.
    Jesus soll aus den „lang­wei­li­gen Scha­blo­nen“ befreit wer­den,
    in die wir ihn gepackt haben (11).
    Der „Weg einer pasto­ra­len und mis­sio­na­ri­schen Neu­aus­rich­tung (..), der die Din­ge nicht so belas­sen darf wie sie sind“ (25) ist das eine, eine Reform der Struk­tu­ren der Kir­che das ande­re, was es dazu braucht.

    Papst Fran­zis­kus denkt dabei auch an eine
    „Reform des Papst­tums“, weil er dazu beru­fen sei, das zu leben, was er von ande­ren ver­lan­ge (32).
    Auch sein Amt müs­se immer mehr der Bedeu­tung treu wer­den,
    die Chri­stus ihm geben woll­te und „mehr den gegen­wär­ti­gen Not­wen­dig­kei­ten der Evan­ge­li­sie­rung ent­spricht“ (32).
    Mit Bezug dar­auf spricht der Papst etwa von der
    Bedeu­tung der Bischofs­kon­fe­ren­zen, die „Sub­jek­te mit kon­kre­ten Kom­pe­tenz­be­rei­chen (..) auch ein­schließ­lich einer gewis­sen authen­ti­schen Lehr­au­to­ri­tät“ wer­den soll­ten,
    wie es das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil gewünscht habe.
    „Eine über­trie­be­ne Zen­tra­li­sie­rung kom­pli­ziert das Leben der Kir­che und ihre mis­sio­na­ri­sche Dyna­mik, anstatt ihr zu helfen.” (32)
    Man dür­fe kei­ne Angst haben, die Din­ge anzu­ge­hen, die zwar histo­risch gewach­sen sei­en, aber nicht direkt mit dem Evan­ge­li­um zusam­men hin­gen (43).

    Papst Fran­zis­kus spricht von denen, die sich für etwas Bes­se­res hal­ten,
    die einem Stil von Katho­li­zis­mus anhin­gen, wel­cher der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren,
    die sich um eine über­trie­be­ne Pfle­ge der Lit­ur­gie zuwen­den, die gesell­schaft­li­che Aner­ken­nung suchen, die zu Funk­tio­nä­ren wer­den.
    Papst Fran­zis­kus zählt die Ver­su­chun­gen auf, die alle den einen Kern hät­ten:
    Hier feh­le Chri­stus (95).
    „Es ist eine schreck­li­che Kor­rup­ti­on mit dem Anschein des Guten.
    Man muss sie ver­mei­den, indem man die Kir­che in Bewe­gung setzt, dass sie aus sich her­aus­geht, in eine auf Jesus Chri­stus aus­ge­rich­te­te Mis­si­on, in den Ein­satz für die Armen.“ (97)

    Die Rol­le der Lai­en

    Fran­zis­kus unter­streicht die Not­wen­dig­keit, die Ver­ant­wor­tung der Lai­en für die Kir­che zu ver­stär­ken, teil­wei­se durch man­geln­de Aus­bil­dung,
    teil­wei­se durch einen „aus­ufern­den Kle­ri­ka­lis­mus“ spiel­ten sie nicht die Rol­le,
    die sie spie­len soll­ten,
    auch müss­ten die „Räu­me für eine wirk­sa­me­re weib­li­che Gegen­wart in der Kir­che noch erwei­tert wer­den,“ vor allem dort, wo die wich­ti­gen Ent­schei­dun­gen getrof­fen wür­den. (92,93)
    „Die Bean­spru­chung der legi­ti­men Rech­te der Frau­en (…)
    stellt die Kir­che vor tie­fe Fra­gen, die sie her­aus­for­dern und die nicht ober­fläch­lich umgan­gen wer­den kön­nen“. (104)
    Im glei­chen Zusam­men­hang stellt Papst Fran­zis­kus aber noch ein­mal fest,
    dass das den Män­nern vor­be­hal­te­ne Prie­ster­tum nicht zur Dis­kus­si­on ste­he,
    aber „Anlass zu beson­de­ren Kon­flik­ten geben (kann),
    wenn die sakra­men­ta­le Voll­macht zu sehr mit der Macht ver­wech­selt wird“ (104).
    Auch die Jugend­li­chen müss­ten eine grö­ße­re Rol­le spie­len, so der Papst wei­ter (106).
    [.…]

    • Fran­zis­kus for­dert immer nur von Ande­ren. Er selbst spielt sich zum Armutsti­tan auf. Sei­ne unzu­rei­chen­den theo­lo­gi­schen Kennt­nis­se will er durch gefäl­li­ge Wort­hül­sen erset­zen, die von den Medi­en zu ger­ne auf­ge­grif­fen wer­den. Die­ser Mann hat uns nichts zu sagen, wer ihm folgt, geht einen Irr­weg. Wir ken­nen den über­lie­fer­ten Glau­ben und brau­chen kei­nen, der ihn nach sei­nem will­kür­li­chen Ver­ständ­nis fehl­in­ter­pre­tiert. Der Papst woll­te sich zurück­neh­men, statt­des­sen drang­sa­liert er das glau­bens­treue Kir­chen­volk. Wir brau­chen ihm nicht.

  2. Das frei­mau­re­ri­sche Kuckucks­ei im Vati­kan lei­stet uner­müd­lich flei­ßig gan­ze Arbeit. Und nein, die for­mel­le Qua­si-Ent­mach­tung des Papst­am­tes ist hier­bei nicht mal das Schlimm­ste. Nein, Papa Ber­go­glio geht noch viel wei­ter: als Nach­fol­ger Petri und somit Stell­ver­tre­ter Got­tes auf Erden, rela­ti­viert er nicht mal so sub­til die beson­de­re Stel­lung Jesu Chri­sti als mensch­ge­wor­de­nen Sohn Got­tes, der ein­fach so einer unter vie­len wird: „Ich glau­be auch nicht, dass man vom päpst­li­chen Lehr­amt eine end­gül­ti­ge oder voll­stän­di­ge Aus­sa­ge zu allen Fra­gen erwar­ten muss, wel­che die Kir­che und die Welt betref­fen.“ Folgt man die­sem Stand­punkt, so wird Got­tes ewi­ge Wahr­heit und die Leh­re Jusu Chri­sti, wie sie uns in den Evan­ge­li­en offen­bart wor­den ist, zu einer belie­bi­gen unter vie­len, dies­mal sogar mit einem „päpst­li­chen“ Sie­gel drauf. Wenn das nicht schlimm­ste Häre­sie ist, dann weiß ich auch nicht wei­ter. Eben­so wer­den die wich­tig­sten Glau­bens­in­hal­te, wie Cola­femmi­na rich­tig bemerkt, die Kern­stücke der Leh­re ein­fach so unter den Tisch fal­len gelas­sen. Kei­ne „Umkehr“, kei­ne „Erlö­sung“, kein „See­len­heil“ mehr, nein die Haupt­auf­ga­be ist es, die Bäu­che der Leu­te satt­zu­krie­gen. Unglaub­lich. Huma­nis­mus und Frei­mau­re­rei, die als Katho­li­zis­mus posie­ren, will­kom­men in der Eine-Welt-Reli­gi­on. Das riecht jetzt wirk­lich unbe­streit­bar nach Schwe­fel, jeden­falls für mich, aber ich bin ja auch nur einer „der einem gewis­sen katho­li­schen Stil der Ver­gan­gen­heit uner­schüt­ter­lich treu ist“ und somit für Papa Ber­go­glio der Sün­der schlecht­hin.

    • Für mich ist nach die­sem Freu­den­evan­ge­li­um (ohne Umkehr und Buße) der Fall auch klar. Sogar har­re ich jetzt mit mehr Gelas­sen­heit der Din­ge, die da kom­men.

    • Ich habe es geahnt, an die­sem heu­er so grau­en­vol­len Christ­kö­nig­fest in mei­ner Hei­mat­kir­che — da kann­te ich das neue Schrei­ben „Evan­ge­lii Gau­di­um“ noch nicht:

      „Er ist uns in der nach­kon­zi­lia­ren Unter­durch­schnitt­lich­keit unser zum „Bru­der“ her­ab­ge­wür­dig­ter Fetisch gewor­den, ein Göt­ze unse­res Nar­ziss­mus. Nichts ande­res erzählt uns Papst Fran­zis­kus, der glaubt, zu denen „an den Rän­dern“ müss­ten wir gehen, dort hät­te man Ihn drin­gend nötig, als ob nicht vor Ihm jeder in der Fer­ne, „an den Rän­dern“, auf dem besten Weg zur Höl­le wäre… Wenn man jedoch Ihn als lee­re Spie­gel­fä­che für die eige­ne Eitel­keit hält, mag es wahr sein: die „an den Rän­dern“ bzw. die, die ein auf­ge­bläh­ter theo­lo­gi­scher Appa­rat dafür hält, haben viel­leicht noch nicht ver­in­ner­licht, wie man Ihn miss­braucht für die eige­ne Ergöt­zung. Lasst uns also gehen und auch den letz­ten Rest Glau­ben, der an den Rän­dern noch exi­stiert, aus­trei­ben. Schafft all den Armen der Welt sozia­le und mate­ri­el­le Sicher­heit und erzählt ihnen, „der Jesus“ sei eine Art Spar­schwein für alle, einer, der das Geld bes­ser ver­wal­tet als die, die sich nicht auf ihn beru­fen…“
      http://zeitschnur.blogspot.de/2013/11/christkonig.html

      • Irgen­wie kommt uns das bekannt vor: An die Rän­der gehe,unters Volk gehen,ect.Bergoglio redet wie einst Mao wäh­rend der pro­le­ta­ri­schen Kulturrevolution.Vergleiche das Zitat Maos:Lasst tau­send Blu­men blühen,tausend Mei­nun­gen mit­ein­ader wetteifern..Und dann die schon revo­lu­tio­nä­re-pro­kom­mu­ni­sti­schen Auf­ru­fe an die Jugend zur Rebellion.Und dann das ewge Gere­de von der Armut.Wie bei Mao: Barfussäzte,alles fürs Volk,Antiautoritäre Flos­kel, Phra­sen die aus dem kom­mun isti­schen Mani­fest stam­men könnten.Gleichmachrei auf der gan­zen Linie,eine Art Primitfkommunismus.Das ist es, was Ber­go­glio und sei­ne roten Kar­di­nä­le wol­len.

        • Oje — wie Recht Sie haben! das ist mir noch gar nicht auf­ge­fal­len, aber es stimmt: auch Mao hat das prak­ti­ziert… und vor allem hat er die, die so freu­dig mit­ge­macht haben, oft ganz gute Leu­te, die dann wirk­lich aus Idea­lis­mus arm und bar­fuß und auf­rich­tig waren, fer­tig­ma­chen las­sen von einem Mob.
          Mao hat sich selbst damit nicht die Hän­de schmut­zig gemacht, son­dern hat das dann durch den Volks­mob in irgend­wel­chen Ver­samm­lun­gen durch­füh­ren las­sen, das hat sich von sel­ber getan..

  3. Das ist erschüt­ternd.

    Vor allem auch die Nomen­kla­tur („Neu-Pela­gia­nis­mus“ u. a.) ist voll­kom­men depla­ziert. Was heißt auch: „Bei eini­gen ist eine osten­ta­ti­ve Pfle­ge der Lit­ur­gie, der Leh­re und des Anse­hens der Kir­che fest­zu­stel­len, doch ohne dass ihnen die wirk­li­che Ein­sen­kung des Evan­ge­li­ums in das Got­tes­volk und die kon­kre­ten Erfor­der­nis­se der Geschich­te Sor­gen berei­ten.“ ???

    Was will Papst Fran­zis­kus wirk­lich? Es wird immer rät­sel­haf­ter.

    • Es ist mei­nes Erach­tens kei­nes­wegs erschüt­ternd, son­dern viel­mehr klar, ein­deu­tig, über­fäl­lig und von jedem wah­ren Katho­li­ken, der Chri­sten­tum über Recht­ha­be­rei, geleb­ten Glau­ben über gleis­ne­ri­sche Gesten setzt, mit wah­rer Freu­de zu begrü­ßen.

      Gera­de der von Ihnen zitier­te Abschnitt ist doch ein bewun­derns­wert kraft­vol­les, ganz ein­deu­ti­ges Signal. In wel­che Rich­tung, muss ich hier hof­fent­lich nicht aus­drück­lich sagen. (Auch die erneu­te Lek­tü­re von Mat­thä­us 18.15 ‑17 könt­ne hier hilf­reich sein).

      • Genau, Herr Kaf­sack, auch Sie soll­ten die­se Mt.-Stelle lesen!
        Sie hat näm­lich mit dem State­ment und Zitat von Herrn Schrems sach­lich nichts zu tun!
        (Aber das ist der neue F.-Stil: zu labern und auf irra­tio­na­le Wei­se wild etwas zusam­men­zu­stop­peln, was — bei Lich­te und unter Ein­satz der Ver­nunft — nicht klar ver­ständ­lich is, dabei aber immer ganz deut­lich unfair und pri­mi­tiv in irgend­ei­ne Rich­tung aus­zu­tei­len. Klar, dass er damit bestimm­ten Main­stream-Cha­rak­te­ren in allen „Lagern“ aus dem Her­zen spricht.)

        Gestern emp­fahl ich F. zu Weih­nach­ten einen Bibel­kun­de-Kurs.
        Heu­te emp­feh­le ich ihm einen in Kir­chen­ge­schich­te.
        Der Ärm­ste weiß immer noch nicht, was „Pela­gia­nis­mus“ ist. Und auch über „Gno­sti­zis­mus“ als äußerst viel­ge­stal­ti­ges Phä­no­men könn­te er ein beleh­rung ver­tra­gen. Und da der papst ja nun nichts Ent­schei­den­des mehr zu sagen hat, kön­nen wir die­ses Schrei­ben getrost ver­ges­sen.
        Aber eines ist klar, Frau Lor­le­berg und Herr Schwi­bach und kath.net und alle Jubel­vö­gel­chen der letz­ten Mona­te: nein, weder ich noch ande­re haben F. falsch ein­ge­schätzt oder womög­lich falsch ver­stan­den. Jetzt haben wir es amt­lich aus Rom.

        Habe sel­ten ein gesit­lich der­ma­ßen unin­spi­rier­tes Werk gele­sen…
        Es ist trau­rig. Und aus­ge­rech­net der Autor sitzt zu Gericht über die Her­zens­mo­ti­ve ande­rer, die er doch aufs Gan­ze und so pau­schal gar nicht wis­sen kann…

        • Kann Ihnen lei­der nur zustim­men.
          Der größ­te Quatsch aus Papst­mund ist die Ermun­te­rung zur Mis­si­on in der Kir­che !
          Das ich nicht lache, wen sol­len wir mis­sio­nie­ren ?
          Ande­re Reli­gio­nen?
          Abge­fal­le­ne Chri­sten?
          Wen und wie ?
          Alles im nebu­lö­sen Geschwa­fel „Gott ist gut“ ver­steckt.
          Kommt ein Athe­ist und sagt Gott gibt es nicht und Papst Franz sagt es gebe ihn doch, einigt man sich schön in der Mit­te auf „ein bischen“ ! So ist jeder froh und kei­nem ist gedient.
          Das soll Mis­si­on sein ?
          Wür­den die Tage nicht abge­kürzt wür­den auch die letz­ten noch abfal­len.
          Und mir fällt noch ein nicht an der Kir­che irre zu wer­den, bei Bene­dikt hat­te ich noch Hoff­nung, jetzt habe ich auf­ge­ge­ben.
          Herr erbar­me Dich unser !

      • Die­se eupho­ri­schen Zei­len sol­len wohl zur Kri­tik her­aus­for­dern. Tun sie aber nicht, da es kei­ne Sub­stanz gibt, mit der man sich aus­ein­an­der­set­zen könn­te. Es müs­sen gro­ße „Lücken“ bei einem der­ar­ti­gen Ver­ständ­nis des Tex­tes herr­schen. Mit dem Laden­hü­ter der Kapi­ta­lis­mus­kri­tik fin­det er bei Frau Wagen­knechr viel­leicht noch Auf­merk­sam­keit. Bei den Betriebs­ar­bei­tern erhält er allen­falls ein mit­lei­di­ges Grin­sen.

      • Dan­ke. Jetzt weiß ich wenig­stens, was mit „gleis­ne­risch“ gemeint sein könn­te.
        Wah­rer Katho­lik ? Was für eine Anma­ßung ! Ihre Dik­ti­on spricht für Unein­sich­tig­keit.

    • Ich bin mir nicht sicher, ob Fran­zis­kus über­haupt weiß, was er will. Ich bin der Ansicht, dass er völ­lig über­for­dert ist. Was hat er denn in Argen­ti­ni­en bis­her gelei­stet ? Das wäre doch ein­mal von Inter­es­se.

      • Das ist sehr rich­tig! Das wür­de mich auch mal inter­es­sie­ren. Aber gera­de daß man von die­sem Mann nicht viel weiß hat­ten wohl die Kar­di­nä­le im Sinn als sie den wähl­ten. Lei­der wähl­ten. …

  4. Vie­len Dank an die Redak­ti­on für die Über­set­zung und die stand­haf­te Wei­ge­rung auch eine rosa­ro­te Bril­le auf­zu­set­zen!
    Es ist beru­hi­gend zu lesen, dass es mit Herrn Fran­ces­co Cola­femmi­na wenig­stens noch einen gibt, der voll durch­blickt, was seit März gespielt wird und was die soge­nann­ten „Tra­di­ti­ons­blog­ger“ welt­weit — Prie­ster inklu­si­ve — immer noch nicht wahr­ha­ben wol­len oder kön­nen.
    Offen­sicht­lich soll gera­de mit Hoch­druck die Eine-Welt-Reli­gi­on geschaf­fen wer­den, die seit 50 Jah­ren mit Hil­fe des Vati­kan vor­be­rei­tet wird. Dazu muss natür­lich unbe­dingt die katho­li­sche Kir­che so gut wie mög­lich abge­bro­chen wer­den, denn sie stört vor allem. Schein­bar drängt irgend­je­man­den hin­ter den Kulis­sen die Zeit. Schon der hl. Papst Pius X hat vor Leu­ten gewarnt, die schon zu sei­ner Zeit alle Reli­gio­nen in der „Eine-Welt-Kir­che“ vers­schmel­zen woll­ten, und zwar einer Enzy­kli­ka, die der heu­ti­ge Vati­kan zufäl­lig (?) nicht hoch­ge­la­den hat.
    http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/2013/11/die-enzyklika-vom-hl-papst-pius-x-die.html

    • „Offen­sicht­lich soll gera­de mit Hoch­druck die Eine-Welt-Reli­gi­on geschaf­fen wer­den, die seit 50 Jah­ren mit Hil­fe des Vati­kan vor­be­rei­tet wird.“
      Genau­so ist es. Par­al­lel läuft in der Welt die Zer­stö­rung der Natio­nen und die Ver­mi­schung der Völ­ker. Am Ende steht der Welt­bür­ger der kei­ne Wur­zeln und kei­ne Hei­mat mehr hat und bereit ist für den Anti­chri­sten. Dem sein Reich ist eben von die­ser Welt.
      Aber schein­bar sind sie in Zeit­not. Sie eska­lie­ren. Ob die Schlan­ge weiß das ein zier­li­cher Fuß über ihrem Haup­te schwebt der ihren Kopf zer­tre­ten wird?
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Vie­len Dank, Mar­ti­na, für die­sen Hin­weis auf die „ver­lo­re­ne“ ali­as unter­drück­te Enzy­kli­ka Pius X.

      Ich emp­feh­le allen, sie zu lesen.

  5. Laut der Dog­ma­tik, die Papst Fran­zis­kus offen­sicht­lich im Wege ist, endet die Auto­ri­tät des Pap­stes da, wo er anfängt, sei­ne abso­lu­te Macht zur Zer­stö­rung der Kir­che ein­zu­set­zen. Sei­ne Macht ist ihm von Gott zum Auf­bau der Kir­che über­tra­gen. Alles ande­re ist Amts­miss­brauch.

    • Tref­fend dar­gesz­tellt. Das müs­sen sich die „Papst­treu­en“, die die­se Bezeich­nung pla­ka­tiv vor­aus­tra­gen, ein­mal durch den Kopf gehen las­sen. Dort herrscht aber eine beson­de­re Art von Gehor­sam. Letzt­lich sind wir nicht dem Stell­ver­tre­ter mit beschränk­tem Auf­ga­ben­kreis ver­pflich­tet.

  6. UNGLAUBLICH:

    Papst Fran­zis­kus spricht von denen, die sich für etwas Bes­se­res hal­ten,
    die einem Stil von Katho­li­zis­mus anhin­gen, wel­cher der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren,
    die sich um eine über­trie­be­ne Pfle­ge der Lit­ur­gie zuwen­den, die gesell­schaft­li­che Aner­ken­nung suchen, die zu Funk­tio­nä­ren wer­den.

    Als ob die tra­di­tio­nel­len Chri­sten, vor allem die Pius­bru­der­schaft gesell­schaft­li­che Aner­ken­nung durch Lit­ur­gie­pfle­ge suchen wür­den! Blan­ker Hohn, das Gegen­teil ist rich­tig: Eher gesell­schaft­li­cher Aus­schluß, Spott und Hohn wird einem tra­di­tio­nel­len Katho­li­ken für die Bemü­hung um die Mes­se aller Zei­ten zuteil. Und wer sind denn die Funk­tio­nä­re von heu­te? Eher schon die selbst­herr­li­chen neu­ka­tho­li­schen PGR-Funfk­tio­nä­re und deren Pfar­rer am Gän­gel­band, die kein „Sich­selbst­fei­ern“ , kein „Mirs­an­mir­fres­sen“ für Ehe­ju­bi­la­re und ande­re (Noch)kirchengeher aus­las­sen. Sie befin­den sich doch alle in Abhän­gig­keit im Troß von Poli­tik und Medi­en und ver­ges­sen bei all ihrem Mit­mensch­lich­keits­ge­tue auf das Wesen: Die aller­hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit, unse­ren Herrn, unse­re lie­be Frau und die wah­re katho­li­sche Kir­che. So sehr sind sie mit Pfarr­kaf­fe und Kek­si­backen beschäf­tigt, daß kei­ner mehr den Hei­land bemerkt, vor allem bei dem Aus­tausch klei­ner Gehä­ßig­kei­ten unter­ein­an­der, wer nun den besten, nach­hal­tig­sten Kuchen gebacken hat, wer am eif­rig­sten beim Auto­fa­sten dabei ist — das alles bei brü­der­li­chem lächer­li­chen Lächeln.
    Das sind die Funk­tio­nä­re der Brü­der­lich­keit in den Hal­le­lu­ja­schup­pen, selbst­ge­recht, die her­um­schur­deln und mei­stern, um MENSCHLICHE Aner­ken­nung zu fin­den, aber dabei unse­ren Herr­gott fast gänz­lich ver­ges­sen.

    Gera­de die­ses Sit­ten­bild ist bei der Tra­di­ti­on sicher nicht anzu­tref­fen, hier spürt man im Umgang mit­ein­an­der WAHRE Hei­lig­keit, da sie auf Chri­stus kon­zen­triert sind, so zu Heil kom­men und so ganz von allei­ne immer hei­li­ger wer­den. Nicht durch das Buh­len und das „Fishing for Com­pli­ments“ son­dern durch die Aus­rich­tung des Lebens auf den wah­ren, ewi­gen Glau­ben.

    Also die Aus­sa­ge mit den Funk­tio­nä­ren und mit der geselll­schaft­li­chen Aner­ken­nung unse­res Pap­stes ist auf das schärf­ste zurück­zu­wei­sen.

  7. Das war schon eine Idee vn Johan­nes Paul II. der gab schon Erklä­run­gen ab dass man das Papst­amt so anpas­sen muss dass die ande­ren christ­li­chen Kon­fes­sio­nen damit “ leben “ kön­nen. Öku­me­ne , Öku­me­ne über alles .….

    • Rich­tig. Und auch hier haben wir es mit den Ergeb­nis­sen der Bischofs­syn­ode von 2012 zu tun. Das ist nicht nur Fran­zis­kus. Fran­zis­kus ist Fol­ge eines Umbruchs, nicht die Ursa­che.

  8. Die­ser Papst ist eine Kata­stro­phe.

    Mein erster Gedan­ke dazu war, er ist Frei­mau­rer. Nichts desto trotz, die Kir­che hat­te schon viel schlim­me­re Päp­ste und wird auch die­sen über­ste­hen.

    Gelobt sei Jesus Chri­stus
    Mar­kus

    • Das ist der Trost unse­rer Tage. Dass sich Fran­zis­kus wan­delt, glaubt von uns wohl kei­ner mehr. Er ist dem Amt wohl auch nicht gewach­sen. Er will bewun­dert wer­den, das ist aber zutiefst unka­tho­lisch.

    • Das ist wahr.

      DIESER PAPST IST EINE KATASTROPHE !

      Aber ob die Kir­che ihn über­le­ben wird … Das ist die Fra­ge.

      Du bist Petrus … un die Pfor­te der Hol­le wer­den sie nicht über­wäl­ti­gen.

      Was aber, wenn die­ser Papst wie in den Weis­sa­gun­gen des Mala­chi­as der Anti­christ ist. Dann gute Nacht .….

      • Erst wenn das Bar­geld­ver­bot kommt und die einen noch kau­fen dür­fen und die ande­ren nicht mehr, wer­den wir Gewiß­heit haben. Aber die­se Zeit ist ganz ein­deu­tig anti­christ­lich. Chri­sten­ver­fol­gun­gen phy­sisch und spi­ri­tu­ell wohin man schaut. Geköpf­te Mari­en­sta­tu­en soll­ten und sol­len uns eine War­nung sein. Die­se Zeit ist schnell und wir müs­sen vor­be­rei­tet sein sonst kön­nen wir das Myste­ri­um nicht ver­ste­hen, geschwei­ge denn aus­hal­ten.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

  9. die­ser Papst ist ein Hur­ri­can — er wir­belt alles durch­ein­an­der und zwingt uns, uns auf das Eigent­li­che in der Nach­fol­ge Jesu (nicht Petri) zu besin­nen.

  10. „Wenn einer das Evan­ge­li­um liest, fin­det er eine ganz kla­re Aus­rich­tung: nicht so sehr die rei­chen Freun­de und Nach­barn, son­dern vor allem die Armen und die Kran­ken, die­je­ni­gen, die häu­fig ver­ach­tet und ver­ges­sen wer­den, die » es dir nicht ver­gel­ten kön­nen « (Lk 14,14). Es dür­fen weder Zwei­fel blei­ben, noch hal­ten Erklä­run­gen stand, die die­se so kla­re Bot­schaft schwä­chen könn­ten. Heu­te und immer gilt: » Die Armen sind die ersten Adres­sa­ten des Evan­ge­li­ums «[52], und die unent­gelt­lich an sie gerich­te­te Evan­ge­li­sie­rung ist ein Zei­chen des Rei­ches, das zu brin­gen Jesus gekom­men ist. Ohne Umschwei­fe ist zu sagen, dass – wie die Bischö­fe Nord­ost-Indi­ens leh­ren – ein untrenn­ba­res Band zwi­schen unse­rem Glau­ben und den Armen besteht. Las­sen wir die Armen nie allein!“ (EG 48)

    Das ist nur ein typi­sches Zitat für die­ses Schrei­ben. es ist theo­lo­gisch nicht halt­bar. Nir­gends im Evan­ge­li­um steht, dass Jesus vor allem für die sozi­al Armen und Kran­ken gekom­men ist. dafür kennt man die­ses Geschwa­fel aus der Kitsch-Theo­lo­gie der 70er Jah­re. Man spie­le dazu die­se unsäg­li­chen Off­beat-Songs auf Hal­beng­lish, die nicht vom Hl. Geist, son­dern von einem zünf­ti­gen Lager­feu­er inspi­riert sind… (Ja, ich geste­he es gleich: ich fin­de, für Gott müss­te wirk­lich was Bes­se­res dar­ge­bracht wer­den. Und über­haupt sind auch wir mehr wert als die­ses Gedu­del.

    Das ist ein der­ma­ßen inver­tiert eli­tä­res Gewäsch, dass es mir wirk­lich schlecht wird. Wenn die­ser Papst ein­mal die Evan­ge­li­en oder gar den Rest des NT lesen wür­de, müss­te ihm etwas ganz ande­res auf­fal­len.

    1. Jesus wen­det sich defi­nitv allen zu — kei­nes­wegs nur den „Armen“. F. wider­spricht damit offen der Hl. Schrift und der Leh­re der Kir­che.

    2. Jesus heilt und trö­stet Men­schen aus den unter­schied­lich­sten Schich­ten und Situa­tio­nen. Ob das der stink­rei­che Zöll­ner ist, der spä­ter das ergau­ner­te Geld zurück­zahlt, ob das der ver­stor­be­ne Laza­rus ist (über des­sen Finan­zen wir nix wis­sen), ob das Niko­de­mus der San­he­drin-Ange­hö­ri­ge, ob das kran­ke, gesun­de, rei­che oder arme Frau­en sind, ob es Dir­nen sind oder keu­sche Frau­en, Mili­tärs in hohen Rän­gen — Jesus geht auf die­je­ni­gen zu, in deren Herz er einen ent­spre­chen­den Impuls sieht.

    3. Die „pau­pe­r­es spi­ri­tu“, von denen Jesus in der Berg­pre­digt spricht, die „bea­ti“ sei­en, sind kei­ne Armen im Sin­ne des F. Es sind viel­mehr Men­schen, die sich ihrer gei­sti­gen Armut bewusst sind. Und die kom­men quer aus allen Schich­ten und Natio­nen und Geschlech­tern.

    4. Man kann es nicht anders sehen: was F. hier lehrt, kommt in die Nähe einer Häre­sie. Denn das Evan­ge­li­um rich­tet sich erstens an alle und zwei­tens an die­je­ni­gen, die es anneh­men, und die kom­men von über­all (!!!!!!!!!) her.

    Das ist das Pro­gramm des voll­ende­ten Spie­ßer­tums, der Gott in das Klein-Klein sei­nes theo­lo­gi­schen Bau­ka­sten-Schub­la­den­schranks ein­sor­tiert hat.
    Wenn ER sich nicht erbarmt, wer­den wir in drei Jah­ren eine voll­kom­men ande­re, total wöl­fisch-ver­kom­me­ne Kir­che vor­fin­den.

    Imma­cu­la­ta, bit­te für uns!

    • Dan­ke für die­se Klar­stel­lung der wah­ren Leh­re.
      Ich hat­te gestern eine zwei­stün­di­ge Begeg­nung mit einem Pfar­rer, wel­cher sich als Sozi­al­the­ra­peut mit christ­li­chem Anstrich prä­sen­tier­te. Er mach­te immer wie­der deut­lich wie doch der „Papst“ dem moder­nen Men­schen und den Pro­ble­men der Armen gerecht wird.
      Zur Fra­ge meh­re­rer älte­rer Teil­neh­mer was denn nach dem Tod wäre, sag­te das wis­se er nicht, aber es sei halt tröst­lich an etwas danach zu glau­ben. Die Irri­ta­ti­on und er Schrecken in der Run­de war zu spü­ren.
      Es schmerzt so etwas über sich erge­hen las­sen zu müs­sen, ähn­li­ches hört man ja auch in den Pre­dig­ten. Sie sind meist sehr vage und welt­lich gehal­ten.
      Die sozi­al­de­mo­kra­ti­sier­te Ent­wick­lung bei uns und die Vari­an­te der Befrei­ungs­theo­lo­gie des Bischofs von Rom wol­len das Schis­ma. Die Tra­di­ti­on wird ver­wor­fen.

    • @zeitschnur
      Sie sagen es. Die­se Ein­tei­lung hier die bösen Rei­chen, dort die guten Armen, macht über­haupt kei­nen Sinn. Jeder weiß, daß es auch Arme gibt, die selbst­ver­schul­det abge­sackt sind. Und Rei­che, die durch har­te Arbeit zu Wohl­stand gekom­men sind. Und Rei­che, die ihren Wohl­stand mit Bedürf­ti­gen tei­len, soll es auch geben.

      Die­se Ein­tei­lung führt zur Pola­ri­sie­rung, und hilft weder den einen noch den ande­ren.

  11. Schö­ner Kom­men­tar von Mari­on­KS auf gloria.tv:

    Franz schreibt:

    119. In allen Getauf­ten, vom ersten bis zum letz­ten, wirkt die hei­li­gen­de Kraft des Gei­stes, die zur Evan­ge­li­sie­rung drängt. Das Volk Got­tes ist hei­lig in Ent­spre­chung zu die­ser Sal­bung, die es „in creden­do“ unfehl­bar macht. Das bedeu­tet, dass es, wenn es glaubt, sich nicht irrt, auch wenn es kei­ne Wor­te fin­det, um sei­nen Glau­ben aus­zu­drücken. Der Geist lei­tet es in der Wahr­heit und führt es zum Heil.[96] Als Teil sei­nes Geheim­nis­ses der Lie­be zur Mensch­heit begabt Gott die Gesamt­heit der Gläu­bi­gen mit einem Instinkt des Glau­bens – dem sen­sus fidei –, der ihnen hilft, das zu unter­schei­den, was wirk­lich von Gott kommt. Die Gegen­wart des Gei­stes gewährt den Chri­sten eine gewis­se Wesens­gleich­heit mit den gött­li­chen Wirk­lich­kei­ten und eine Weis­heit, die ihnen erlaubt, die­se intui­tiv zu erfas­sen, obwohl sie nicht über die geeig­ne­ten Mit­tel ver­fü­gen, sie genau aus­zu­drücken.
    —-

    Wir brau­chen nun was Glau­bens­fra­gen angeht eh kein Papst oder sonst­wen mehr. Wir sind nun sel­ber unfehl­bar. Alle Getauf­ten sind nun unfehl­bar. Es gibt seit gestern kei­ne Häre­ti­ker oder in Glau­bens­fra­gen Irren­de mehr. Der Kerl ist ne Witz­ka­no­ne!

    • Kunst­stück: wenn ich wirk­lich „in creden­do totam fidem catho­li­cam“ bin (also weiß, ver­ste­he und mit Herz und Ver­stand auch glau­be), und dann abso­lut inhalt­s­treu etwas ‚de fide‘ wie­der­ge­be, kann sogar ich Nich­tig­keit ‚unfehl­bar reden‘.
      „Als Teil sei­nes Geheim­nis­ses der Lie­be zur Mensch­heit begabt Gott die Gesamt­heit der Gläu­bi­gen mit einem Instinkt des Glau­bens – dem sen­sus fidei –, der ihnen hilft, das zu unter­schei­den, was wirk­lich von Gott kommt“ – unter der Vor­aus­set­zung, daß die Gläu­bi­gen auch wirk­lich in vol­lem Umfang genau das glau­ben, was die Kir­che Chri­sti zu glau­ben vor­legt und immer ver­kün­det hat. Was aber eine hin­rei­chend gründ­li­che Glau­bens­un­ter­wei­sung vor­aus­setzt …
      … auch hier wie­der – was der Papst sagt, mag wohl for­mal kor­rekt sein (dann ist es sogar fast ‚tri­vi­al‘!), aber er unter­schlägt die not­wen­di­gen Bedin­gun­gen. Und sug­ge­riert somit genau das Fal­sche.
      Und noch­mal (wir hat­ten die Dis­kus­si­on ja schon mal hier …): der Hl. Geist ZWINGT nie­man­den, weder den Ein­zel­nen noch das ‚Volk Got­tes‘ noch den Amts­trä­ger. Und den Papst auch nur unter den stren­gen Bedin­gun­gen der Kathe­dral­ent­schei­dung; die­se und nur die­se sind dann wirk­lich unfehl­bar. Anson­sten bewahrt auch die Amts­gna­de vor Irr­tum nicht …

    • Das sind ein­fach kei­ne authen­ti­schen katho­li­sche Tex­te. Ist der Ver­fas­ser wohl gar kein Katho­lik ? Ich gehe hier­bei davon aus, dass Ber­doglio auch sei­ne Schreib­hel­fer hat.

  12. Eine Fra­ge bleibt:

    Wie will man mit einer so schwa­chen, dezen­tra­li­sier­ten, auto­ri­täts­be­frei­ten Kir­che die Tra­di­tio­na­li­sten (Katho­li­ken) bekämp­fen?

    Ach so: Dafür hat man ja die lie­be, bei­fall­klat­schen­de Welt als Scher­gen.

    • Die Medi­en wer­den das unter Ein­satz von Begrif­fen wie „erz­kon­ser­va­tiv“ oder gar „rechts­ra­di­kal“ und „fun­da­men­ta­li­stisch“ rich­ten. Bald wird man dann vom Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­tet oder gar als ter­ro­ri­sti­sche Ver­ei­ni­gung ein­ge­stuft. Tota­li­tä­re Syste­me ken­nen nun mal ganz vie­le Mög­lich­kei­ten mit Wider­stand und vor allem mit der Wahr­heit fer­tig­zu­wer­den.

      • Rechts­ra­di­kal bleibt den Super­na­tio­na­li­sten vor­be­hal­ten. Wir wol­len gera­de das Gegen­teil: Die Wah­rung der Welt­kir­che unter einem Papst, der nach der Über­lie­fe­rung der Kir­che die­sel­be mit Hil­fe der Bischö­fe lei­tet.

  13. Ich wer­de den Vor­schlag von Herrn Cola­femmi­na beher­zi­gen, der den Weg der stoi­schen Unbe­irrt­heit vorschlägt.…Wahrscheinlich ist es die ein­zi­ge Mög­lich­keit, mit den Ver­wirr­nis­sen aus Rom zurecht­zu­kom­men. „Blei­bet hier, und wachet mit mit, wachet und betet.…“

  14. Es scheint, als wol­le der Papst Ber­go­glio Sozi­al­sor­ge statt Seel­sor­ge, um es ein­fach aus­zu­drücken.
    Dabei sag­te Jesus in der Berg­pre­digt als aller­er­sten Satz, „selig die arm sind vor Gott, denn Ihnen gehört das Himmelreich.“(Matthäus 5,3)
    Mich ver­wun­dert es zu lesen, dass in einer bestimm­ten Zei­tung sinn­ge­mäß von kon­ser­va­ti­ven „Hard­li­nern“ in der Kir­che die Rede ist, gegen die sich Papst Fran­zis­kus behaup­ten müs­se. Als glau­bens­treu­er Mensch ist man also heu­te ein Hard­li­ner.

    Als „Gau­de“ sehe ich es nicht, was in Evan­ge­lii Gau­di­um geschrie­ben steht, son­dern als ein wei­te­res alar­mie­ren­des Doku­ment, das zeigt wie ernst die Lage in der katho­li­schen Kir­che ist.

    Anschei­nend bedarf es nur eini­ger mehr­deu­ti­ger Sät­ze oder Inter­views um ein Medi­en­echo zu ent­fa­chen und mit dem dar­aus fol­gen­den Rücken­wind „Refor­men“ medi­en­taug­lich zu machen.

    Er pro­biert und pro­biert um zu sehen wie weit er gehen kann. Zunächst das Inter­view, das man erst als Regie­rungs­er­klä­rung sah und von dem man sich nach­her aber distan­zier­te. Und jetzt „Evan­ge­lii Gau­di­um“.
    Je genau­er man bei die­sem Papst hin­schaut, desto mehr könn­te man erschrecken.

  15. Bischof Pomp
    Obwohl der Papst zu Beschei­den­heit auf­ruft, fei­ert Bischof Vitus Huon­der in der Wie­ner Karls­kir­che die alte latei­ni­sche Mes­se in gold­be­stick­tem Gewand. Soweit die Berner­zei­tung 27.11.13

    Kein Zwei­fel die Hatz der welt­li­chen „Jün­ger“ des Bischofs von Rom auf die treu­en geweih­ten Die­ner und die Tra­di­ti­on hat begon­nen.

    Wenn die Wöl­fe jubeln ist die Leh­re falsch.
    Wer oder was ist der­je­ni­ge der die fal­sche Leh­re for­mu­liert und ver­brei­tet. Der Stell­ver­tre­ter Chri­sti kann er jeden­falls nicht sein.
    Aber das woll­te und soll­te gemäß derer die ihn instal­lier­ten der Bischof von Rom von Anfang an nicht sein. Sein Auf­trag ist ein ande­rer.
    Die EineWelt­Re­li­gi­on hat Ihr Grün­dungs­do­ku­ment vor­ge­legt. Das Schis­ma ist ein­ge­tre­ten.
    Die Tra­di­ti­on wird hin­aus­ge­wor­fen.
    Kon­zen­trie­ren wir uns auf Chri­stus, beten wir, ver­kün­den wir das wah­re Evan­ge­li­um und scha­ren wir uns um die treu­en geweih­ten Die­ner. Hel­fen wir See­len zu ret­ten, die sonst den Wöl­fen über­las­sen sind.

  16. Das neue Mani­fest des Bischofs von Rom ermun­tert die Köl­ner Karl Rah­ner Aka­de­mie.
    Bezo­gen auf den ange­kün­dig­ten Rück­tritt von Kar­di­nal Meis­ner lesen wir im Köl­ner Stadt Anzei­ger vom 27.11.13:
    Einen Tag, nach­dem Papst Fran­zis­kus in sei­nem Lehr­schrei­ben „Evan­ge­lii Gau­di­um“ sei­ne Vor­stel­lun­gen von einer tief grei­fen­den Kir­chen­re­form vor­ge­stellt hat, ver­öf­fent­lich­ten sechs pro­mi­nen­te Katho­li­ken aus dem Erz­bis­tum Köln eine „Denk­schrift“ über die Zukunft der Erz­diö­ze­se
    „Das, was wir tun, liegt ganz auf der Linie des Pap­stes“, sagt Bernd Wacker, Lei­ter der Karl Rah­ner Aka­de­mie. Die heißt, auf einen knap­pen Nen­ner gebracht: mehr Offen­heit, mehr Dia­log, weni­ger Pomp und auto­ri­tä­rer Füh­rungs­stil, mehr Ver­ant­wor­tung für die Lai­en.
    das Papier ent­hält zwei­er­lei: eine schar­fe Abrech­nung mit der 25-jäh­ri­gen Amts­zeit von Kar­di­nal Joa­chim Meis­ner und Per­spek­ti­ven für eine reform­ori­en­tier­te Zukunft. „Das Erz­bis­tum Köln bedarf einer spi­ri­tu­el­len und intel­lek­tu­el­len Erneue­rung, die nur im Gei­ste des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils zu lei­sten ist“, schrei­ben die Autoren. „Danach steht im Mit­tel­punkt des christ­li­chen Glau­bens nicht die unfrag­ba­re Auto­ri­tät des Bischofs, son­dern die Frei­heit und Wür­de der mensch­li­chen Per­son.“
    Der neue Erz­bi­schof…. müs­se „eine Kul­tur per­sön­li­cher Glau­bens­ver­ant­wor­tung und geschwi­ster­li­chen Mit­ein­an­ders“ ermög­li­chen, die Kir­che wie­der „als Anwalt der Armen erkenn­bar machen“, Lai­en die Mit­wir­kung in den Lei­tungs­gre­mi­en des Erz­bis­tums ermög­li­chen und die Öku­me­ne neu bele­ben.
    Wir kön­nen fest­stel­len, die Wöl­fe haben erkannt dass die Her­de ohne Hirt ist. Ja das der Hirt sogar den Schutz­zaun ein­ge­ris­sen und eine Ein­la­dung aus­ge­spro­chen hat.

    • Dan­ke für den Hin­weis.
      Paul Wacker ist zu wider­spre­chen. Die Frei­heit und Wür­de der Per­son ist kein Selbst­zweck. Sie ist Mit­tel und nicht Mit­tel­punkt. Sol­che Ego­zen­trik ver­trägt das Katho­li­sche nicht. Zwar ist der Mensch als Per­son wich­tig, dies jedoch nicht teleo­lo­gisch, son­dern auf Gott gerich­tet.
      Las­sen wir theo­lo­gisch blei­ben.

  17. Die FAZ schreibt:
    Papst Fran­zis­kus’ Regie­rungs­er­klä­rung Der Traum ist kei­ne Uto­pie
    26.11.2013 • Frei­heit statt Zwang, Ein­la­dung statt Kon­trol­le: Mit sei­nem ersten „Apo­sto­li­schen Schrei­ben“ wirbt Papst Fran­zis­kus für eine grund­le­gen­de Reform der katho­li­schen Kir­che. Hin­ter die­sen Anspruch wird es kein Zurück mehr geben.
    Eine Kir­che, die sich aus Angst vor Feh­lern und Zwei­deu­tig­kei­ten mit einem Pan­zer aus ver­meint­lich unver­än­der­ba­ren Riten und über­zeit­li­chen Wahr­hei­ten umgibt, ist dem lang­jäh­ri­gen Seel­sor­ger und Armen­bi­schof schlicht ein Greu­el.

    Ja, das ist es eine Regie­rungs­er­klä­rung, der 20 frei­mau­re­ri­schen Kräf­te im Vati­kan.
    Der Bischof, das Sprach­rohr „ver­kün­det“ medi­al. Auf den Hei­li­gen Geist an er sich nicht beru­fen, denn der ist mit Chri­sti, sei­nem Leib und sei­nem Wort und sei­nem Lei­den untrenn­bar ver­bun­den. Der ande­re Geist ist der des Ver­füh­rers und sei­ner Jün­ger.
    Das Schwert der Wahr­heit ist in der Welt. Eine Dis­kus­si­on mit dem Bischof von Rom, in der Hoff­nung das er in die Tra­di­ti­on und Leh­re der kath. Kir­che zurück­fin­det und der Stell­ver­tre­ter Chri­sti wird ist müßig.
    Wie schon frü­her aus­ge­führt wird sich das Schis­ma immer deut­li­cher zei­gen. „Ein­la­dung statt Kon­trol­le“ heißt das jetzt Hei­den und Fein­de Chri­sti vor den Altar tre­ten. Heid­ni­sche Feste wer­den ein­ge­führt. Jesus und Maria, so auch das Kreuz wird ent­fernt. Die Sakra­men­te ent­weiht.
    Die treu­en geweih­ten Die­ner wer­den auf­ge­for­dert die­sem fal­schen Weg zu fol­gen. Sie lei­den beson­ders, wir wie auch die See­len wel­che „Ihre wah­re Kir­che, das Wort die Leh­re die Sakra­men­te und den prie­ster­li­chen Segen suchen, wer­den ver­zwei­feln.
    Wir müs­sen gemein­sam Wege fin­den, das ist unse­re Auf­ga­be in der Nach­fol­ge Chri­sti.
    Katho­li­sches Info kann hier, mit uns gemein­sam, eine gro­ße Chan­ce bie­ten.
    Stel­len wir in den Mit­tel­punkt, die Ver­kün­dung die treu­en Glau­bens­zeu­gen, die treu­en Die­ner,
    geben wir Hin­wei­se wie man sein See­len­heil in die­ser schwie­ri­gen Zeit wah­ren kann.
    Beten wir gemein­sam, ver­kün­den wir das Wort, denn wir sind alle Jün­ger und dazu beru­fen. Wir wer­den dabei vom Him­mel geführt und beschützt.
    Viel­leicht ist Katho­li­sches Info ja bereit die­sen Weg mit uns zu gehen, es wäre ein wah­rer Segen.

    • Ich den­ke Katholisches.info ist auf­rich­tig an der Wahr­heit inter­es­siert und es gibt kaum eine bes­se­re deutsch­spra­chi­ge Nach­rich­ten­sei­te für glau­bens­treue Katho­li­ken.

    • Der Arti­kel in der FAZ ist von Dani­el Deckers ‚der sich kürz­lich beson­ders pro­fi­liert hat mit sei­nen Hass­ti­ra­den gegen den Lim­bur­ger Bischof , dazu vor län­ge­rer Zeit mit man­chen Invek­ti­ven gegen Papst Bene­dikt em. und im März 2013 mit einem Arti­kel , in dem er den Triden­ti­ni­schen Ritus als eine qua­si homo­ero­ti­sche Ver­an­stal­tung in den Dreck zog (www.katholikenkreis.de). Deckers als Bio­graph Kar­di­nal Leh­manns ‚der dem Kar­di­nal und sei­ner Neu­en Kir­che seit Jah­ren publi­zi­sti­schen Begleit­schutz gibt , kann sicher als des­s­sen Sprach­rohr gelten.So lass­sen sich die Macht — und Ein­flußstträn­ge in der deut­schen Amst­kir­che nach­zeich­nen, ins­be­son­de­re mit dem „Geständ­nis“ Leh­manns , dass er schon beim vor­letz­ten Kon­kla­ve Ber­go­glio gewählt hat. D.h. die deut­sche Amst­kir­che ‚.viel­leicht mit Aus­nah­me des Köl­ner Kar­di­nals, hat sich beson­ders her­vor­ge­tan die kath. Kir­che zu zer­stö­ren. Die amts­kirch­li­chen Ver­tre­ter und das ZDK sind ihrem Ziel einer pro­te­stan­ti­sier­ten Kir­che ein gutes Stück näher gekom­men.

  18. Die Abnei­gung gegen die tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Katho­li­ken ist augen­schein­lich und fin­det Paral­el­len. Auch Hw Karl Rah­ner und Vor­grim­ler mach­ten aus ihrer Abnei­gung gegen die hl. Tra­di­ti­on kei­nen Hehl. In dem von ihnen ver­fass­ten „Klei­nes Konzilskompendium„steht in der Ein­lei­tung zur Kon­sti­tu­ti­on über die hl. Lit­ur­gie:
    -
    (….)
    „Befrem­det, nicht gera­de ver­wirrt, waren jene Schich­ten des „gläu­bi­gen Vol­kes“, die Lit­ur­gie pri­mär als Brauch­tum und Folk­lo­re anse­hen und den die­sel­ben reli­giö­sen Anspruch einer erneu­er­ten Lit­ur­gie als lästig emp­fin­den. Es han­delt sich um jene Schich­ten, denen die Heils­sor­ge der Kir­che zwar immer zu gel­ten hat, die aber kei­nes­falls zum Mass­stab kirch­li­cher Selbst­voll­zu­ges gemacht wer­den dür­fen, da sie …. aus ein­ge­pflanz­ter Träg­heit nie zum Sebst­voll­zug der kirch­li­chen Lit­ur­gie bei­tra­gen( es sei denn als Staf­fa­ge bei Mas­sen­de­mon­stra­tio­nen )
    Wider­stän­de erhe­ben sich aus soge­nann­ten aka­de­mi­schen Krei­sen, deren Anghö­ri­ge ihre
    Unfä­hig­keit zur Kom­mu­ni­ka­ti­on, ihren Bil­dungs­dün­kel und ihr ste­ri­les Ver­hält­nis zur Geschich­te hin­ter dem Anspruch beson­de­rer Kirch­lich­keit zu tar­nen suchen, indem sie ihre Res­sen­ti­ments als Mass­stab des Katho­li­schen aus­ge­ben. Dem Kon­zil war es leich­ter, als dies den ein­zel­nen Bischofs­kon­fe­ren­zen und Bischö­fen gewor­den wäre, die­se wort­star­ken und teil­wei­se ein­fluss­rei­chen, aber in der Huma­ni­tät geschei­ter­ten tra­gik­ko­mi­schen Rand­fi­gu­ren der Kir­che völ­lig ausser acht zu las­sen….

  19. Die FAZ ver­or­tet Ber­go­glio nach „sei­ner“ Regie­rungs­er­klä­rung in die süd­ame­ri­ka­ni­sche Befrei­ungs­theo­lo­gie. Natür­lich nimmt sie dabei die Kath. Kir­che mit in Sip­pen­haft. Hier der Arti­kel: Die Kir­che ver­ach­tet die Rei­chen
    Die Deut­sche Mit­tel­stands­zei­tung berich­tet von einem Geheim­tref­fen zur Vor­be­rei­tung der NEUEN EINE WELTORDNUNG (EINEWELTREGIERUNG): Am Volk vor­bei sol­len des­sen Rech­te aus­ge­he­belt wer­den. Die neue Regie­rungs­ko­ali­ti­on in Deutsch­land hat bereits zuge­stimmt. Mehr dazu: Geheim­tref­fen: EU schwört Staa­ten auf neue Welt­ord­nung ein

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