Verurteilte Papst Franziskus den katholischen Protest gegen synkretistische „Gedenkliturgie“ in Buenos Aires? Ein Rätsel

Betender Protest gegen synkretistische Gedenkliturgie in der Kathedrale von Buenos Aires(Rom/Buenos Aires) Ziem­li­che Rät­sel gibt der­zeit eine angeb­li­che Ver­ur­tei­lung auf. Papst Fran­zis­kus habe gegen­über einem Ver­tre­ter des Jüdi­schen Welt­kon­gres­ses (WJC) die „Stö­rung eines Gedenk­got­tes­dien­stes in Bue­nos Aires zur Erin­ne­rung an die Novem­ber­pro­gro­me 1938 ver­ur­teilt“ berich­te­ten die katho­li­schen Pres­se­agen­tu­ren des deut­schen Sprach­raums unter Beru­fung auf den Jüdi­schen Welt­kon­greß. Jun­ge Katho­li­ken pro­te­stier­ten am 12. Novem­ber in Bue­nos Aires mit einer Erklä­rung gegen die Pro­fa­nie­rung der Kathe­dra­le durch eine syn­kre­ti­sti­sche jüdisch-inter­re­li­giö­se „Geden­k­lit­ur­gie“ (sie­he eige­nen Bericht Jun­ge Katho­li­ken pro­te­stie­ren gegen „Miß­brauch“ der Kathe­dra­le von Bue­nos Aires für jüdi­sche „Geden­k­lit­ur­gie“). Von Sei­ten des Vati­kans gibt es aller­dings kei­ne Bestä­ti­gung die­ser Erklä­run­gen, ja nicht ein­mal eine Bestä­ti­gung für die Audi­enz.

Laut Jüdi­schem Welt­kon­greß habe Papst Fran­zis­kus am Diens­tag Clau­dio Epel­man vom Latein­ame­ri­ka­ni­schen Jüdi­schen Kon­greß (LAJC) emp­fan­gen. Epel­man habe am Mon­tag und Diens­tag an einer Tagung des Inter­na­tio­na­len Zen­trums für Inter­re­li­giö­sen und Inter­kul­tu­rel­len Dia­log König Abdul­lah Bin Abdu­la­ziz (KAICIID) in Wien teil­ge­nom­men.

Laut Jüdi­schem Welt­kon­greß habe der Papst zu Epel­man gesagt: „Aggres­si­on kann kein Akt des Glau­bens sein“. Eine Aus­sa­ge, die der WJC auf sei­ner Inter­net­sei­te in Zusam­men­hang mit dem „laut­star­ken Pro­test“, gemeint ist das Rosen­kranz­ge­bet, in Bue­nos Aires bringt. Zudem, so der WJC habe der Papst bekräf­tigt, daß Chri­sten „nicht Into­le­ranz pre­di­gen dür­fen“ und ein der­art „mili­tan­tes Auf­tre­ten über­wun­den wer­den müs­se“. Der Jüdi­sche Welt­kon­greß bekräf­tig­te in sei­ner Stel­lung­nah­me erneut, daß es sich um „Anhän­ger der Pius­bru­der­schaft“ gehan­delt habe, die die Gedenk­fei­er „stör­ten“.

Clau­dio Epel­man, mit Ber­go­glio seit sei­ner Zeit als Erz­bi­schof in Bue­nos Aires „befreun­det“, habe die deut­li­chen Wor­te gelobt, mit denen der Papst bereits in der Ver­gan­gen­heit den Anti­se­mi­tis­mus ver­ur­teil­te, so der WJC.

Soweit die Dar­stel­lung des Jüdi­schen Welt­kon­gres­ses auf sei­ner Inter­net­sei­te. Die Mel­dung wur­de im katho­li­schen Bereich nur von den katho­li­schen Medi­en im deut­schen Sprach­raum über­nom­men, so auch von der deut­schen Redak­ti­on von Radio Vati­kan. Ande­re Redak­tio­nen von Radio Vati­kan haben die Nach­richt nicht über­nom­men, eben­so­we­nig ita­lie­ni­sche oder spa­nisch­spra­chi­ge katho­li­sches Medi­en. Auch Pagi­na Cato­li­ca, die zum Pro­test gegen den jüdisch-inter­re­li­giö­sen „Got­tes­dienst“ auf­ge­ru­fen hat­te, weiß bis­her nichts von einer Aus­sa­ge des Pap­stes zum Vor­fall in der Kathe­dra­le.

Erzbischof Poli mit anderen Konfessions- und Religionsvertretern bei jüdisch-interreligiöser GedenkliturgieAuf den offi­zi­el­len Sei­ten des Vati­kans fin­det sich kein Hin­weis auf eine Audi­enz. Epel­man wird weder in der Audi­enz­li­ste geführt, noch gibt es von Sei­ten des Hei­li­gen Stuhls eine Bestä­ti­gung der Audi­enz und noch weni­ger eine Ver­laut­ba­rung zu den Inhal­ten. Laut Vati­kan wur­de Epel­man von Papst Fran­zis­kus zusam­men mit ande­ren Reli­gi­ons­ver­tre­tern kurz nach dem Kon­kla­ve am 20. März emp­fan­gen und als Mit­glied der Dele­ga­ti­on des Jüdi­schen Welt­kon­gres­ses am 2. Sep­tem­ber (sie­he eige­nen Bericht).

Epel­man hat­te als LAJC-Gene­ral­se­kre­tär den Pro­test und das Gebet der jun­gen Katho­li­ken ver­gan­ge­ne Woche ver­ur­teilt. Er sprach dabei von einem Aus­druck von „Fun­da­men­ta­lis­mus und Into­le­ranz“. Er bezich­tig­te die jun­gen Katho­li­ken des „Fana­tis­mus“ und beschul­dig­te sie, das „Geden­ken an die Ermor­dung von sechs Mil­lio­nen Juden“ ver­hin­dert haben zu wol­len und daß sie „die Exi­stenz ande­rer leug­nen“ wür­den. Das genaue Gegen­teil stand jedoch in der Erklä­rung der jun­gen Katho­li­ken.

Der Vor­fall ver­deut­lich­te, daß neben poli­ti­schen und reli­giö­sen Kom­ple­xen auch inner­halb der Katho­li­schen Kir­che eini­ge Ver­wir­rung zu herr­schen scheint. Eben­so, daß man zwi­schen den Reli­gio­nen trotz des offi­zi­ell gepfleg­ten Dia­logs in der Rea­li­tät wenig gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis für­ein­an­der auf­bringt. Erstaun­li­cher­wei­se wur­de von jüdi­scher Sei­te, wo zumin­dest auch eine gewis­se Ver­wun­de­rung dar­über zu erwar­ten wäre, war­um ein jüdi­sches Geden­ken mit einem „Got­tes­dienst“ aus­ge­rech­net in einer katho­li­schen Kir­che statt­fin­den muß, sofort Anti­se­mi­tis­mus unter­stellt, wäh­rend es den jun­gen Katho­li­ken nicht um eine jüdi­sche, son­dern um eine katho­li­sche Fra­ge ging. Es ging nicht um die nicht-katho­li­schen „Gäste“, die in die Kathe­dra­le kamen, son­dern um den katho­li­schen Erz­bi­schof, der die Kathe­dra­le für eine nicht-katho­li­sche Ver­an­stal­tung zur Ver­fü­gung stell­te. Die jun­gen Katho­li­ken hat­ten den Erz­bi­schof zuvor schrift­lich und mit einem öffent­li­chen Appell erfolg­los gebe­ten, die Kir­che nicht für eine nicht-katho­li­sche „Lit­ur­gie“ zu öff­nen. Der Vor­fall legt man­geln­de Gesprächs­be­reit­schaft durch den Erz­bi­schof von Bue­nos Aires gegen­über sei­nen Gläu­bi­gen offen. Er legt eben­so man­geln­de Bereit­schaft der katho­li­schen wie nicht-katho­li­schen Teil­neh­mer des „Gedenk­got­tes­dien­stes“ offen, die schrift­lich ver­teil­te Erklä­rung der jun­gen Katho­li­ken zur Kennt­nis zu neh­men. Das „Geden­ken“ vom 12. Novem­ber wirft auch die Fra­ge auf, ob der offi­zi­ell auf obe­rer Ebe­ne gepfleg­te inter­re­li­giö­se Dia­log sich im Detail auf dem rich­ti­gen Weg befin­det.

Erstaun­lich ist eben­so, mit wel­chem Reflex im deut­schen Sprach­raum katho­li­sche Medi­en die letzt­lich anti­ka­tho­li­sche Mel­dung des Jüdi­schen Welt­kon­gres­ses sofort über­nah­men. Ein Reflex, der viel­leicht einer Hin­ter­fra­gung bedürf­te.

Viel­leicht erfährt man mor­gen aus dem Mund von Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di mehr über die angeb­li­chen Aus­sa­gen von Papst Fran­zis­kus zu Clau­dio Epel­man, sofern über­haupt eine Audi­enz statt­ge­fun­den hat.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Info Cato­li­ca

14 Kommentare

  1. Auch wenn zwi­schen Juden­tum und Kir­che eine beson­de­re Bezie­hung besteht, so dür­fen die Unter­schie­de nicht weg­ge­re­det wer­den. Das Juden­tum ist seit dem Kreuz­tod und der Auf­er­ste­hung Chri­sti die bewuß­te Ableh­nung des Mes­si­as‘. Eine Kathe­dra­le ist ein Ort der Ver­herr­li­chung der gött­li­chen Drei­fal­tig­keit, wes­halb sie für reli­giö­se Prak­ti­ken des Juden­tums denk­bar unge­eig­net ist.

  2. Man darf hier zwei Sachen nicht ver­mi­schen. Die Gewalt, wel­ches die Juden durch die Jahr­hun­der­te erlit­ten haben ist grund­sätz­lich falsch und durch nichts zu recht­fer­ti­gen. Aller­dings haben auch die Jun­den kei­nen ande­ren Weg zur Recht­fer­ti­gung und zum Heil ihrer See­le als allein Chri­stus. Und hier liegt ja auch die Tra­gik die­ses Vol­kes. Ihre Füh­rer haben ihren Mes­si­as ver­wor­fen ( Wir haben kei­nen König als den Kai­ser). Unser Herr wein­te, als er beim Ein­zug vom Ölberg her sei­ne Stadt sah, weil er wuß­te was kom­men wird. Beim Tod unse­res Herrn riss der Vor­hang im Tem­pel mit­ten ent­zwei. Gott ver­ließ die­sen Tem­pel und er wur­de 70 n. Chr. zer­stört. Somit ist der alte Bund Got­tes mit sei­nem Volk ersetzt wor­den. In den katho­li­schen Kir­chen wohnt nun eben die­ser „ver­wor­fe­ne“ Mes­si­as mit Leib und See­le, Gott­heit und Mensch­heit im Taber­na­kel. Es ist aber doch falsch, auf­grund eines Schuld­kom­ple­xes der aktu­el­len kirch­li­chen Hier­achie, die Woh­nung unse­res Herrn Men­schen zur Ver­fü­gung zu stel­len, die ihn offen­sicht­lich able­hen. Let­zend­lich lästert man ihn dadurch wie­der (Wenn er der Sohn Got­tes ist , so stei­ge er her­ab vom Kreuz).

  3. Der Pro­test war sicher rich­tig, nur hät­ten die jun­gen Leu­te viel­leicht bes­ser den Rosen­kranz still gebe­tet und der Mut­ter­got­tes so das „Han­deln“ über­las­sen.
    Wer weiß, was pas­siert wäre? Viel­leicht hät­ten sich die Ver­an­stal­ter unwohl gefühlt und hät­ten ihre Zere­mo­nie abge­kürzt. Zumin­dest dem Erz­bi­schof hät­te es zu den­ken gege­ben. Vor allem kann man stil­le Beter nicht hin­aus­wer­fen oder der Aggres­si­vi­tät ankla­gen.

    • Sie schrei­ben: „Der Pro­test war sicher rich­tig, nur hät­ten die jun­gen Leu­te viel­leicht bes­ser den Rosen­kranz still gebe­tet und der Mut­ter­got­tes so das ‚Han­deln‘ über­las­sen.“
      Wer weiß. Aber erin­nern wir uns, wie Jesus Chri­stus im Tem­pel vor­ge­gan­gen ist, als Er zwei­mal die Händ­ler hin­aus­trieb, die dort, for­mell wohl recht­mä­ßig, ihre Geschäf­te trie­ben, im Unter­schied zu der Fei­er der jüdi­schen Reli­gi­ons­ver­tre­ter in der Kathe­dra­le, die ein Affront gegen das Kir­chen­recht war. Damit hat der Herr uns ein Bei­spiel gege­ben, dass es nicht genügt, zu beten und nicht ein­zu­grei­fen, wo man ein­grei­fen kann. Mir scheint, die jun­gen Katho­li­ken haben rich­tig gehan­delt. Mein gro­ßer Respekt für sie!

  4. Die all­jähr­li­chen Kar­frei­tags-Für­bit­ten der Hei­li­gen Mut­ter Kir­che ste­hen.

    So nebst etwa den­je­ni­gen für die Hei­li­ge Kir­che, den Papst und die Stän­de der Kir­che, für die Irr­gläu­bi­gen, die Hei­den, auch die Für­bit­ten für die Men­schen jüdi­schen Glau­bens.
    Papst Bene­dikt XVI. hat sei­ner­zeit für den Ritus der hei­li­gen Mes­se im triden­ti­ni­schen Ritus eine Neu­for­mu­lie­rung die­ser Für­bit­te erlas­sen, die wie­der näher an der ursprüng­li­chen — triden­ti­ni­schen — Fas­sung ist, wenn auch eine behut­sa­me For­mu­lie­rung bei­be­hal­ten wur­de.
    Den­noch blieb der — mitt­ler­wei­le „rou­ti­ne­mä­ssi­ge“ — Auf­schrei der immer glei­chen Krei­se nicht aus. Es wur­de gar die „Rück­nah­me“ (?!) die­ser Kar­frei­tags-Für­bit­te ver­langt.

    Wir dür­fen denn in die­sem Zusam­men­hang nie­mals ausser Acht las­sen, dass
    — aus­nahms­los — für alle Men­schen das See­len­heil
    allei­ne durch, mit und in JESUS CHRISTUS, der Ewi­gen Wahr­heit, zu erlan­gen ist, die wie­der­um unauf­lös­lich an die unfehl­ba­re Glau­bens­wahr­heit, dass es ausser­halb der Kir­che kein Heil geben kann.
    So sind denn die Für­bit­te-Gebet gera­de auch für die Juden wei­ter­hin unab­ding­bar, denn es kann kei­nen „Son­der­weg“ zur Glück­se­lig­keit geben.
    Der hei­li­ge Pau­lus hat es denn unmiss­ver­ständ­lich aus­ge­drückt:
    -
    „Im Namen Jesu soll jedes Knie sich beu­gen im Him­mel auf der Erde und unter der Erde.“
    ( Phil 2,10 )

    Die Ewi­ge Wahr­heit Jesus Chri­stus:
    -
    Joh. 14;6
    I c h
    bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben, nie­mand kommt zum Vater ausser durch mich.
    -

    Die Neu­for­mu­lie­rung der Kar­frei­tags-Für­bit­ten für die Juden von Papst Bene­dikt XVI.:
    -
    „Ore­mus et pro Iuda­eis.
    Ut Deus et Domi­nus noster illu­mi­net cor­da eorum, ut agnos­cant Iesum Chri­stum sal­va­to­rem omni­um homi­num.
    [Ore­mus. Flecta­mus genua. – Leva­te.]
    Omni­po­tens sem­pi­ter­ne Deus, qui vis ut omnes homi­nes sal­vi fiant et ad agni­tio­nem veri­ta­tis veni­ant, con­ce­de pro­pi­ti­us, ut ple­ni­tu­di­ne gen­ti­um in Eccle­si­am Tuam intran­te omnis Isra­el sal­vus fiat. Per Chri­stum Domi­num nostrum. Amen.“
    +
    „Lasst uns auch beten für die Juden,
    auf dass Gott, unser Herr, ihre Her­zen erleuch­te, damit sie Jesus Chri­stus erken­nen, den Ret­ter aller Men­schen.
    [Las­set uns beten. Beu­get die Knie. Erhe­bet Euch.]
    All­mäch­ti­ger ewi­ger Gott, Du willst, dass alle Men­schen geret­tet wer­den und zur Erkennt­nis der Wahr­heit gelan­gen. Gewäh­re gnä­dig, dass beim Ein­tritt der Fül­le aller Völ­ker in Dei­ne Kir­che ganz Isra­el geret­tet wird. Durch Chri­stus, unse­ren Herrn. Amen.“
    ±±±±
    -
    Zum Ver­gelich die triden­ti­ni­sche Ursprungs­fas­sung:
    -
    „Ore­mus et pro per­fi­dis Juda­eis, ut Deus et Domi­nus noster auf­e­rat velamen de cor­di­bus eorum, ut et ipsi cognos­cant Jes­um Chri­stum Domi­num nostrum.“

    „Omni­po­tens sem­pi­ter­ne Deus, qui eti­am judai­cam per­fi­diam a tua miser­i­cor­dia non repel­lis, exau­di pre­ces nostras, quas pro illi­us popu­li obcæcatione defe­ri­mus, ut agni­ta veri­ta­tis tuæ luce, quæ Chri­stus est, a suis tenebris eru­an­tur. Per eun­dem Domi­num nostrum.“
    +
    „Las­set uns auch beten für die treu­lo­sen Juden, dass Gott, unser Herr, weg­neh­me den Schlei­er von ihren Her­zen, auf dass auch sie erken­nen unsern Herrn Jesus Chri­stus.“

    „All­mäch­ti­ger ewi­ger Gott, du schlie­ßest sogar die treu­lo­sen Juden von dei­ner Erbar­mung nicht aus; erhö­re unse­re Gebe­te, die wir ob der Ver­blen­dung jenes Vol­kes vor dich brin­gen: Möch­ten sie das Licht dei­ner Wahr­heit, wel­ches Chri­stus ist, erken­nen und ihrer Fin­ster­nis ent­ris­sen wer­den. Durch ihn, unse­ren Herrn.“
    -

    Die Kir­che lehrt auch, dass die See­len-Ret­tung auch eines Men­schen guten Wil­lens, der zwar unver­schul­det ausser­halb der Hei­li­gen Mut­ter Kir­che steht, aber durch eine Her­zens-Begier­de / Begier­de- Blut­tau­fe nach die­ser Kir­che ver­langt, mög­lich ist.
    Die­se Gna­den ent­sprin­gen frei­lich allei­ne aus der Quel­le der Sühn-Opfer und Für­bit­ten der Kir­che für jene, die ( noch ) fern sind von ihr.
    Ergän­zend dazu die dies­be­züg­li­chen Visio­nen der hei­li­gen Bri­git­ta von Schwe­den:
    -

    .…Und von dir, du Jude, neh­me ich alle Juden aus, die heim­lich Chri­sten sind und mir im Ver­bor­ge­nen mit auf­rich­ti­ger Lie­be, rech­tem Glau­ben und voll­kom­me­nen Tun die­nen.…“

    „.…Und von dir, du Hei­de, neh­me ich alle aus,
    die gern den Weg mei­ner Gebo­te wan­deln wür­den, wenn sie wüss­ten, wie, und wenn sie unter­wie­sen wür­den, und die in ihrem Han­deln so viel tun wie sie es wis­sen und kön­nen, die­se sol­len kei­nes­wegs mit euch gerich­tet wer­den.…“
    -

    • Was bedeu­tet eigent­lich „ganz Isra­el“ in der Bene­dikt-Ver­si­on der Kar­frei­tags­für­bit­te? Ganz Isra­el kann sich doch ledig­lich die Katho­li­sche Kir­che nen­nen.

    • Unklar­hei­ten?
      Der Inha­ber des Stuh­les Petri aner­kennt kei­ne objek­ti­ve Wahr­heit und nicht den objek­ti­ven Unter­schied zwi­schen gut und bös, er stellt das Chri­sten­tum auf eine Stu­fe mit den nicht­christ­li­chen Reli­gio­nen, zu denen er Brücken baut („pon­ti­fex“).
      Beken­nen­de jun­ge Katho­li­ken beschimpft er als aggres­si­ve Stö­rer, und einem Orden ver­bie­tet er gegen gel­ten­des Recht die Zele­bra­ti­on der alten Mes­se.
      Unklar­hei­ten?

      • Ver­zei­hung Herr Lämm­lein -
        der Sach­lich­keit hal­ber sei es noch mal gesagt: ich bezie­he mich auf den Text oben im Arti­kel.
        Ja: Unklar­hei­ten, stän­dig Unklar­hei­ten.
        F. hat dies gesagt, aber nein, das ist gar nicht klar, ob er es gesagt hat, oder wenn er es gesagt hat, ob er es mit die­sen Wor­ten gesagt hat. Ein Heer von Spei­chel­leckern will dann wie­der erklä­ren, dass die, die kon­ster­niert sind, nicht nur alles falsch ver­ste­hen, son­dern dass sie gar nicht wil­lens sei­en, den Hei­li­gen Vater rich­tig zu ver­ste­hen.
        Den­noch, was hat er denn nun wie­der gesagt? Er lobt die Petrus­brü­der für ihre wert­vol­le Arbeit in der Tra­di­ti­on und macht die FI fer­tig. Jeder stützt sich dann auf das, was ihm per­sön­lich zusagt: der Papst liebt die Tra­di­ti­on, nein er hasst sie, falsch, ihr ver­steht ihn nur falsch, ja wer ver­steht denn wen gera­de falsch? Ihr uns! Nein wir euch!
        Und das umstrit­te­ne Inter­view ver­schwin­det von der Vati­kan-Web­site. Na bit­te, der Papst hat es eige­se­hen. Ein­ge­se­hen, was denkt ihr denn, er ist ein­fach nur klug und will sich nicht strei­ten. Er hät­te wenig­stens was dazu sagen kön­nen, also zu dem still­schwei­gen­den Weg­neh­men von der web­site. Bääää-der Papst ist nie­man­dem Rechen­schaft schul­dig. Er hat immer recht. Nein, er hat nicht immer recht, nur wenn er ex cathe­dra…
        Klei­ne Zwi­schen­fra­ge: womit hat er denn recht ali­as unrecht?
        Ach, schon wie­der so eine Fra­ge, ihr soll­tet lie­ber alle für ihn beten und euch freu­en, dass wir bla­bla­bla…
        Hal­lo? Hil­fe? Ist da wer? Wo bin ich?

        • Sehr geehr­te Frau J.,
          Ich habe Ihr Wort auf­ge­grif­fen und ihm einen ande­ren Bezug gege­ben — sehen Sie es mir nach.
          Sie beschrei­ben ja nur zu zutref­fend die Lage. Es wäre dazu man­ches zu sagen.
          Aber heu­te abend bin ich, in einem ande­ren Zusam­men­hang, auf die­se Schrift­wor­te gesto­ßen, die ich Ihnen und den Lesern wei­ter­ge­ben möch­te:
          „Jesus Chri­stus ist der­sel­be gestern und heu­te und in Ewig­keit“ (Hebrä­er 13,8).
          „Ich habe erkannt, dass alles, was Gott tut, für ewig sein wird; es ist ihm nicht hin­zu­zu­fü­gen und nichts davon weg­zu­neh­men“ (Pre­di­ger 3,14).
          „Alles Fleisch ist wie Gras, und sei­ne Herr­lich­keit wie des Gra­ses Blu­me. Das Gras ver­dorrt, und sei­ne Blu­me ist abge­fal­len; aber das Wort des Herrn bleibt in Ewig­keit“ (1 Petrus 1,24–25).
          Viel­leicht lässt Gott das alles zu, damit wir wie­der ler­nen, uns mehr an Ihn Selbst zu wen­den und in Ihm unse­ren Halt zu fin­den.

        • Wie wahr wie wahr. Der Leib Chri­sti, sei­ne wah­re Kir­che, wird gegei­ßelt, gefol­tert und gekreu­zigt. Und die Her­de den Wöl­fen über­las­sen, ja in deren Arme getrie­ben. Aber der Herr lässt sei­ne Her­de nicht im Stich. Erwar­ten wir betend, sein Wort wei­ter­ge­bend sein Han­deln, die Ret­tung.

  5. Gui­do Horst hat in der Tages­post bereits über die Eigen­wil­lig­keit von Papst Franz berich­tet, an drei Nach­mit­ta­gen in der Woche sei­ne eige­nen Ter­mi­ne zu machen, ohne daß die offi­zi­el­le Audi­enz­lei­tung davon Kennt­nis erhiel­te.
    Somit kann auch von offi­zi­el­ler Sei­te, da nicht bei die­sen pri­va­ten Pri­vat­au­di­en­zen invol­viert, inhalt­lich kom­men­tie­ren.
    Wenn Herr Epel­man in Rom weilt, war­um soll er nicht ein­fach mal so in der Casa St. Mar­ta bei sei­nem Freund vor­bei­schau­en und sich danach frei­mü­tig äußern?
    Eine erkenn­ba­re Regel­mä­ßig­keit lässt sich zwi­schen­zeit­lich fest­stel­len: Die pri­va­ten Gesprächs­part­ner von Papst Franz äußern sich nach den statt­ge­hab­ten Tref­fen genaue­stens über die Gesprächs­in­hal­te und noch nie gab es eine Replik von P. Franz.
    So soll es wohl sein.

    Fan­den die­se ‚Got­tes­dien­ste‚ in der Kathe­dra­le von Bue­nos Aires anläß­lich eines Holo­caust Geden­kens nicht auch unter K. Ber­go­glio statt oder wur­den von ihm gar inau­gu­riert?
    Zumin­dest wir­ken die Aus­sa­gen des Jüdi­schem Welt­kon­greß, der Papst habe zu Epel­man gesagt: „Aggres­si­on kann kein Akt des Glau­bens sein“ und die­ser bekräf­tigt habe , daß Chri­sten „nicht Into­le­ranz pre­di­gen dür­fen“ und ein der­art „mili­tan­tes Auf­tre­ten über­wun­den wer­den müs­se“ authen­tisch.
    Immer­hin ist die kri­ti­sche Hal­tung von Papst Franz gegen­über Rosen­kranz­be­tern bekannt gewor­den und sei­ne Abnei­gung gegen­über ‚Pela­gia­nern‚, die sich zu vie­le Gedan­ken über die Tra­di­ti­on und das Glau­bens­gut der Kir­che machen.
    Die Erklä­rung der jun­gen Katho­li­ken tref­fen genau­so den ehe­ma­li­ge Erz­bi­schof von Bue­nos Aires
    wie den jet­zi­gen Erz­bi­schof, der offen­bar nur eine ‚Tra­di­ti­on‚ fort­führt.

  6. Hören wir auf etwas zu erwar­ten was wir schlicht nicht erwar­ten dür­fen.
    Die Frei­mau­rer haben die Macht über­nom­men. Ihr Ziel ist es schon lan­ge die EineWelt­Re­li­gi­on zu schaf­fen und wir sind jetzt dabei, Die Kir­chen, die Altä­re und die Sakra­men­te und Hei­li­gen Gegen­stän­de wer­den ent­weiht. Hei­den und Anders­gläu­bi­ge wer­den in die Kir­chen ein­zie­hen,
    Und allen die ihrem Gewis­sen fol­gen, wird der Barm­her­zi­ge alle Sün­den ver­ge­ben. Die Nach­fol­ge Jesus wird in die­ser Ideo­lo­gie nicht das Kreuz sein.
    Jesus bie­tet zwar allen die Ret­tung an, aber nur in dem sie Ihm nach­fol­gen und um Ver­ge­bung bit­ten.
    Der Bischof weiß nicht was ihm geschieht, wie ihm geschieht und was mit ihm gespielt wird.
    Aber die wah­re Kir­che besteht wei­ter, jen­seits des Mör­tels und der Zie­geln.

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