Pater Philippe Laguerie wieder Generaloberer des Institut du Bon Pasteur

Das Generalkapitel des Institut du Bon Pasteur wählte am 12. September neuen Generalrat.(Paris) Das Gene­ral­ka­pi­tel des tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Insti­tut du Bon Pasteur (Insti­tut vom Guten Hir­ten) wähl­te am 12. Sep­tem­ber, dem Fest Mariä Namen in Font­gom­bault Abbé Phil­ip­pe Lague­rie wie­der zum Gene­ral­obe­ren. Zu Assi­sten­ten des Gene­ral­obe­ren wur­den Pater Yan­nick Abbot Vel­la, Pfar­rer von Saint Eloi und Pater Paul Aulag­nier, Rek­tor des St. Vin­zenz von Paul-Prie­ster­se­mi­nars des Insti­tuts gewählt. Damit endet ein Streit um die Gene­ral­lei­tung des Insti­tuts, der beim Gene­ral­ka­pi­tel 2012 offen aus­ge­bro­chen war.

Das Insti­tut, eine Gesell­schaft des Apo­sto­li­schen Lebens päpst­li­chen Rechts, war im Sep­tem­ber 2006 von Rom ad expe­ri­men­tum aner­kannt wor­den und damit in die vol­le Ein­heit mit Rom zurück­ge­kehrt. Pater Lague­rie hat­te sich gemein­sam mit ande­ren von der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. getrennt und ein eige­nes Insti­tut gegrün­det.

Im Gefol­ge einer Apo­sto­li­schen Visi­ta­ti­on, die unter Lei­tung des dama­li­gen und inzwi­schen erneu­ten Sekre­tärs der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei, Msgr. Gui­do Poz­zo statt­fand, kam es insti­tuts­in­tern zu eini­ger Unru­he. Der Visi­ta­tor hat­te das Insti­tut auf­ge­for­dert, bei der Prie­ster­aus­bil­dung das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil posi­tiv zu wür­di­gen und den Kate­chis­mus der Katho­li­schen Kir­che in sei­ner über­ar­bei­te­ten Aus­ga­be von 1997 als maß­geb­li­che Grund­la­ge der kirch­li­chen Leh­re zu gebrau­chen. Zudem kön­ne es kei­ne kate­go­ri­sche Wei­ge­rung der Zele­bra­ti­on im Novus Ordo geben. Anlaß für Kri­tik waren auch eini­ge kri­ti­sche Arti­kel zu nach­kon­zi­lia­ren Ent­wick­lun­gen, die von Prie­stern des Insti­tuts ver­faßt wor­den waren.

Die römi­schen Anmah­nun­gen stärk­ten die Kri­ti­ker einer Eini­gung mit dem Hei­li­gen Stuhl inner­halb der Pius­bru­der­schaft, die im Früh­jahr 2012 in greif­ba­rer Nähe schien.

Beim Gene­ral­ka­pi­tel im Juli 2012 war Pater Lague­rie nicht mehr als Gene­ral­obe­rer bestä­tigt, son­dern eine jün­ge­re Insti­tuts­lei­tung unter dem neu­en Gene­ral­obe­ren Roch Perell gewählt wor­den, der eine kri­ti­sche­re Posi­ti­on gegen die römi­schen Vor­ga­ben ein­nahm. Der Wahl­vor­gang war jedoch wegen einer Wahl­wie­der­ho­lung umstrit­ten und wur­de von Pater Lague­rie ange­foch­ten. Der im Juli 2012 von Papst Bene­dikt XVI. zum neu­en Glau­bens­prä­fek­ten ernann­te Kuri­en­erz­bi­schof Ger­hard Lud­wig Mül­ler, gab als Prä­si­dent von Eccle­sia Dei dem Ein­spruch des ehe­ma­li­gen Gene­ral­obe­ren recht. Im April 2013 ernann­te der Vize-Prä­si­dent von Eccle­sia Dei, Kuri­en­erz­bi­schof Augu­sti­ne Di Noia den eme­ri­tier­ten Abt von Font­gom­bault zum kom­mis­sa­ri­schen Gene­ral­obe­ren des Insti­tuts mit dem Auf­trag ein neu­es Gene­ral­ka­pi­tel ein­zu­be­ru­fen und die Neu­wahl der Gene­ral­lei­tung zu wie­der­ho­len. Die Amts­zeit des neu­ge­wähl­ten Gene­ral­rats dau­ert bis 2019.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Insti­tut du Bon Pasteur