Eucharistischer Kongreß vielversprechender Ersatz für Katholikentag — Wermutstropfen Kommunionspendung

Eucharistischer Kongreß vielversprechender Ersatz für Katholikentag: Wermutstropfen Kommunionspendung - Eucharistische Anbetung(Köln) Der Eucha­ri­sti­sche Kon­greß für Deutsch­land darf als gro­ßer Erfolg bezeich­net wer­den. Vor allem stellt er als katho­li­sche Groß­ver­an­stal­tung die bes­se­re Vari­an­te zum Katho­li­ken­tag dar. Wird letz­te­rer mit sei­nem gesell­schafts­po­li­ti­schen Anspruch vom Zen­tral­ko­mi­tee der Katho­li­ken mit deut­lich pro­gres­si­vem Touch ver­an­stal­tet, wur­de der Eucha­ri­sti­sche Kon­greß von der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz (DBK) mit einer deut­lich katho­li­sche­ren und kirch­li­che­ren Note aus­ge­rich­tet. An die­ser Stel­le sol­len zumin­dest eini­ge unvoll­stän­di­ge Anmer­kun­gen gemacht wer­den.

Täglich heilige Messe im überlieferten Ritus

An jedem Kon­greß­tag wur­de vom eme­ri­tier­ten Weih­bi­schof von Köln, Klaus Dick eine Hei­li­ge Mes­se in der außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus zele­briert. So auch am Sams­tag, den 8. Juni als zeit­gleich 20 Hei­li­ge Mes­sen in eben­so vie­len Kir­chen ange­bo­ten wur­den, 19 davon von Bischö­fen zele­briert und jeweils vor­an­ge­hen­der Kate­che­se, dar­un­ter drei Jugend­ka­te­che­sen und einem Pon­ti­fi­kal­amt im byzan­ti­ni­schen Ritus. Den­noch war die gro­ße roma­ni­sche Basi­li­ka St. Kuni­bert über­füllt, in der in der über­lie­fer­ten Form zele­briert wur­de. Vor allem waren sehr vie­le jun­ge Katho­li­ken zu sehen. Teil­neh­mer am hei­li­gen Meß­op­fer konn­ten über die wahr­heits­wid­ri­ge Bericht­erstat­tung eini­ger Medi­en und deren Zah­len­spie­le nur schmun­zeln. Es war eini­gen offen­sicht­lich nicht genehm, daß die Alte Mes­se auf dem Kon­greß so gro­ßen Zulauf erleb­te.

Stärkere Einbindung traditionsverbundener Katholiken als Referenten und Diskussionsteilnehmer

Als Pro­gramm­punkt gab es auch einen Vor­trag „Hin­füh­rung zum byzan­ti­ni­schen Ritus“ des Pader­bor­ner Lit­ur­gie­wis­sen­schaft­lers Micha­el Kunz­ler. Viel­leicht kann in das Pro­gramm des näch­sten Eucha­ri­sti­schen Kon­gres­ses auch ein Vor­trag zum The­ma „Hin­füh­rung zur außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus“ ein­ge­plant wer­den. Eben­so wäre die Ein­be­zie­hung von tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ner Lai­en und Ver­tre­tern der Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten in das Kul­tur­pro­gramm, vor allem den Podi­ums­dis­kus­sio­nen wün­schens­wert, um Ein­sei­tig­kei­ten zu ver­mei­den, wie sie auf dem Podi­um über das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil mit der rhein­land-pfäl­zi­schen Sozi­al­mi­ni­ste­rin und ehe­ma­li­gen BDFK-Vor­sit­zen­den Ursu­la Han­sen anklan­gen.

Der Köl­ner Stadt-Anzei­ger schrieb: „Es soll­te unter der Wür­de eines so klu­gen Theo­lo­gen wie des Kuri­en­kar­di­nals Wal­ter Kas­per sein, die Öff­nung des Wei­he­am­tes für Frau­en vor Lai­en­chri­sten als bedeut­sa­mes The­ma auf der kirch­li­chen Agen­da zu bezeich­nen, um es im Abstand nur weni­ger Stun­den, aber dafür vor kle­ri­ka­lem Publi­kum als neben­säch­lich und medi­al auf­ge­bauscht abzu­tun. Das Kir­chen­volk, auch das in Köln als from­me Pha­lanx ver­sam­mel­te, ist viel zu welt­ge­wandt und cle­ver, um sol­che Dop­pel­zün­gig­kei­ten nicht zu erken­nen und als rhe­to­ri­sche Taschen­spie­le­rei zu ent­lar­ven.“ Die Fra­ge ist aller­dings, wem die „rhe­to­ri­sche Taschen­spie­le­rei“ gilt.

Anomalie bei Kommunionempfang überwinden

Dem posi­ti­ven Gesamt­ein­druck ste­hen eini­ge Epi­so­den ent­ge­gen. Dazu gehört auch der Umgang mit dem eucha­ri­sti­schen Herrn bei der Kom­mu­nion­aus­tei­lung beim Eröff­nungs- und Abschluß­got­tes­dienst. Unbe­streit­bar gibt es eine Rei­he logi­sti­scher Pro­ble­me bei Mas­sen­got­tes­dien­sten zu bewäl­ti­gen. Mit etwas Phan­ta­sie und gutem Wil­len lie­ße sich den­noch man­ches bes­ser machen.

Mehr als 6.000 Gläu­bi­ge nah­men am Tanz­brun­nen am Eröff­nungs­got­tes­dienst teil, mehr als 20.000 waren es dann im Rhein­Ener­gie­Sta­di­on beim Abschluß­got­tes­dienst, der vom Vor­sit­zen­den der Bischofs­kon­fe­renz, Erz­bi­schof Robert Zollitsch zele­briert wur­de. Trotz der zahl­reich anwe­sen­den Bischö­fe und Prie­ster erfolg­te die Kom­mu­nion­aus­tei­lung auf den Rän­gen fast aus­schließ­lich von Lai­en, groß­teils Frau­en. Die Kom­mu­ni­ons­pen­der wur­den der Sicht­bar­keit wegen von Schirm­trä­gern beglei­tet, beim Eröff­nungs­got­tes­dienst gene­rell, beim Abschluß­got­tes­dienst unten auf dem Spiel­feld. Dabei war das Para­dox zu beob­ach­ten, daß Prie­ster den Schirm tru­gen und Frau­en dane­ben die Scha­len mit den kon­se­krier­ten Hosti­en und die Kom­mu­ni­on aus­teil­ten.

Die Anre­gung, statt oder zusätz­lich zu den Schir­men, leich­te Bet­sche­mel mit­zu­tra­gen, um den Gläu­bi­gen den knien­den Kom­mu­nion­emp­fang zu ermög­li­chen, wur­de bis­her nicht auf­ge­grif­fen.

Sicher gut gemeint war beim Eröff­nungs­got­tes­dienst die Ein­tei­lung einer Blin­den zur Kom­mu­nion­aus­tei­lung. Eine Geste, die jedoch die von der Kir­che vor­ge­se­he­ne Mund­kom­mu­ni­on von vor­ne­her­ein unmög­lich mach­te.

Die Rück­kehr zu einem wirk­lich ehr­fürch­ti­gen eucha­ri­sti­schen Ver­ständ­nis und der Anbe­tung, wie sie auch und gera­de in der Eucha­ri­stie­fei­er gebo­ten ist, wird erst mög­lich sein, wenn die Bischö­fe die „Ano­ma­lie“ (Robert Spa­e­mann) der gene­rel­len Hand­kom­mu­ni­on über­den­ken, die nicht den kirch­li­chen Vor­schrif­ten ent­spricht, son­dern ledig­lich durch ein Indult erlaubt ist. Ein Indult, das Papst Bene­dikt XVI. 2010 für die Papst-Mes­sen sogar auf­hob.

Der Kom­mu­nion­emp­fang stellt einen zen­tra­len Moment der Ehr­furcht vor Chri­stus und der Ver­ei­ni­gung mit Chri­stus dar. Er weist deut­li­che Ver­ständ­nis- und Hand­lungs­de­fi­zi­te auf, die eben­so wäh­rend der Wand­lung erkenn­bar ist durch die schwin­den­de Bereit­schaft der Gläu­bi­gen, nie­der­zu­knien. Vie­le Gläu­bi­ge ver­ste­hen die wah­re Bedeu­tung der Eucha­ri­stie nicht mehr. Auch, weil sie ihnen nie­mand erklärt.

Die Teil­neh­mer des Eucha­ri­sti­schen Kon­gres­ses brin­gen das nöti­ge Bewußt­sein schon mit oder sind offen dafür. Sie soll­ten auch und gera­de durch die Ein­übung der nöti­gen Umgangs­for­men in der prak­ti­schen Umset­zung bestärkt wer­den. Das setzt Anlei­tung vor­aus.

In den Pfar­rei­en muß das nöti­ge Ver­ständ­nis für die wirk­li­che Gegen­wart Got­tes durch sein Fleisch und sein Blut, auf beein­drucken­de Wei­se bestä­tigt in zahl­rei­chen eucha­ri­sti­schen Wun­dern, vie­len Gläu­bi­gen erst wie­der ver­mit­telt wer­den. Das bedarf sicher der Geduld, zunächst aber vor allem der Ent­schlos­sen­heit.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Stift Hei­li­gen­kreuz

15 Kommentare

  1. „Eucha­ri­sti­scher Kon­greß viel­ver­spre­chen­der Ersatz für Katho­li­ken­tag – Wer­muts­trop­fen Kom­mu­ni­ons­pen­dung“

    Im Prin­zip rich­tig, auch weil der Katho­li­ken­tag des ZDK eine boden­lo­se Unver­schämt­heit und in wei­ten Tei­len eine Belei­di­gung der Römisch Katho­li­schen Kir­che ist.
    Mot­to : Tie­fer gehts nim­mer !

    Die Ver­an­stal­tung in Köln hat­te wirk­lich eini­ge gute Ansät­ze und Per­so­nen, die sich klar und deut­lich für Eucha­ri­stie-Lit­ur­gie, Glau­ben und katho­li­sche Lebens­füh­rung ein­setz­ten.
    Aber wo Licht, da auch viel Schat­ten!
    War­um kann man nicht end­lich den Wil­len Papst Bene­dikts respek­ti­ern und zumin­dest in Deutsch­land das „Pro Mul­tis“ ein­füh­ren, es wäre eine phan­ta­sti­sche Gelegn­heit dazu gewe­sen.
    War­um läßt man den Bischof von Mainz, Leh­mann einen solch hane­bü­che­nen Unsinn über die Mes­se aller Zei­ten erzäh­len ?
    Bischof Acker­mann, ver­liebt in den Wohl­klang sei­ner Wor­te und fas­zi­niert von der eige­nen Wich­tig­keit, ödet mit sei­nen Ein­las­sun­gen zum kirch­li­chen Miß­brauch an.
    Depla­ziert.
    Bischof Zollitsch.….….….….….….…. nein das erspa­re ich mir lie­ber!
    Wie gesagt das sind Bischö­fe der RKK ! ! !

    Wenig­stens hat Kar­di­nal Kas­per ein wenig ver­sucht, den Kir­chen­steu­er­mil­li­ar­dä­ren ins Gewis­sen zu reden, Kar­di­nal Meiss­ner trat auch sehr posi­tiv in Erschei­nung.
    Ich den­ke wie gesagt es sind vie­le gute Ansät­ze vor­han­den, aber viel­leicht kann man sich mit dem Kon­greß „Freu­de am Glau­ben“ ein­mal aus­tau­schen, oder zusam­men­tun, denn dort geht es noch mehr um den Glau­ben und sei­ne prak­ti­sche Ums­st­zung und nicht um die Selbst­dar­stel­lung eit­ler Kir­chen­für­sten, die ohne­hin jede Boden­haf­tung ver­lo­ren haben.

  2. Der Eucha­ri­sti­sche Kon­gress als Alter­na­ti­ve und Aus­weich­mög­lich­keit für jene, die dem Katho­li­ken­tag nichts abge­win­nen kön­nen — das wäre pri­ma.

    Aber Kom­mu­nion­aus­tei­lung von Hel­fe­rin­nen aus­füh­ren zu las­sen, wäh­rend die Prie­ster ihnen den Schirm hal­ten — wie absurd!
    Wer hat sich da mal wie­der durch­ge­setzt und was soll dadurch demon­striert wer­den?
    Bei der Abschluss­mes­se Papst Bene­dikts damals auf dem Frei­bur­ger Flug­platz nahm ich einen Umweg in Kauf, um zu einem Prie­ster zu gelan­gen.
    Die Kom­mu­ni­on­hel­fe­rin befand sich deut­lich näher, aber hier inter­es­siert nicht die Bequem­lich­keit des kur­zen Weges, son­dern die kon­se­quen­te Ent­schei­dung.
    Auch das kann eine „Abstim­mung mit Füßen“ sein.
    Es liegt auch an uns Gläu­bi­gen, hier Zei­chen zu set­zen und unse­ren Wil­len kund­zu­tun!

    • lie­ber mari­en­zweig,
      das emp­fin­de ich auch so.die kom­mu­ni­ons­pen­dung der frau­en assi­siert von schirm­tra­gen­den prie­stern ist vor allem ein affront gegen die wei­sun­gen des guten pap­stes benedikt.lehmann und beson­ders kas­par sind mit ihren petri­fi­zier­ten gesich­tern ger­ne in oppo­si­ti­on was von dort her kommt..letzterer hat sich öffent­lich für die frau­en­quo­te in den kirch­li­chen sakral­dien­sten breit gemacht-sogar die „stim­me russlands„hat das zum ent­set­zen der ROK publi­ziert.
      sie haben ein­mal treff­lich und kompetent,dargelegt,wie wert­voll das charisma,der frau­en als trä­ge­rin­nen und ver­mitt­le­rin­nen des glau­bens ist.(cfr mulie­ris dignitatem)die gan­ze kir­che könn­te einpacken,wenn sie die guten treu­en frau­en nicht hätte(bezw gehabt hätte),sie sind es die die got­tes­dien­ste betend mit­tra­gen und mit selbst­lo­sem ein­satz sich kari­ta­tiv engagieren..was sind das für prie­ster die sich belie­big über den sich mit­tei­len­den chri­stus im sakra­ment hinwegsetzten,ja sich an des­sen stel­le positionieren.es ist christus,der ein­lädt-nicht der pfar­rer brösmeli(schirmhaltend und gebenedeiend).die kom­mu­ni­ons­pen­dung ist inner­ster teil der hl.messfeier,da ist jedes noch so gut­ge­mein­te expe­ri­ment abso­lut deplatziert.danke für ihr klares,mutiges Bekennt­nis.

      • Dan­ke, lie­be Hedi Züg­ler!
        Heu­te abend war ich bei der Hl. Mes­se und der anschlie­ßen­den Anbe­tung in einer Wall­fahrts­kir­che, ca. 35 km ent­fernt.
        Aber die­ser Weg lohnt sich.
        Sicher, man kann das nicht jeden Tag machen.
        Aber jedes­mal gehe ich gestärkt und ermu­tigt aus die­ser Kir­che, dank der dor­ti­gen Patres.
        Bei den vie­len Nega­tiv-Nach­rich­ten über unse­re Kir­che und den Spott, den man unge­straft über sie ergie­ßen kann, ver­liert Mari­en­zweig so man­ches Mal den Mut und die Zuver­sicht.
        Aber wir dür­fen dies nicht zulas­sen, nie­mals!
        Denn sonst hät­ten die Fein­de der Kir­che gesiegt und der Ober­feind sowie­so!
        Übri­gens: Mari­en­zweig ist weib­lich.

    • @Marienzweig
      Wegen treu­er Kato­li­ken wie Ihnen, die wis­sen wor­um es geht, geht die Kir­che nicht unter. Sie begrei­fen den Ruf Chri­sti und ver­su­chen unter Mühen, ihm zu fol­gen.
      Vie­le ande­re, auch jede Men­ge Kle­ri­ker, haben den „Beruf“ gewählt und es sich bequem gemacht.
      Lei­der sind die­se in der Kir­che sehr zahl­reich gewor­den (Bei der Ali­men­tie­rung ja auch kein Wun­der)
      In den Dekan­denz­län­dern der 1.Welt sind inzwi­schen die treu­en Lai­en gläu­bi­ger als so vie­le Kle­ri­ker.
      Skan­da­lös !

      • Lie­ber Micha­el!
        Loben Sie mich bit­te nicht zu sehr!
        Ob ich eine treue Katho­li­kin bin, weiß ich nicht.
        Aber ich bemü­he mich red­lich dar­um; nicht zwang­haft, son­dern in Freu­de und Hin­ga­be.
        Und ich bin über­zeugt, dass auch Sie und die vie­len Kom­men­ta­to­ren hier in die­sem Sin­ne han­deln.
        Wer Jesus Chri­stus und sei­ne Kir­che liebt, kann und will es gar nicht anders.
        Oft genug gelingt es uns nur unge­nü­gend, doch wenn das Herz bereit und viel guter Wil­le vor­han­den ist, wird der Herr das Sei­ni­ge tun.
        Davon bin ich über­zeugt!
        Das war nicht immer so!
        Aber heu­te weiß ich, was wirk­lich zählt im Leben.

        • @Marienzweig
          Vie­len Dank, wir sind Alle auf dem Weg und uns eint gera­de heut­zu­ta­ge, die Sehn­sucht nach unver­kürz­ter Ver­kün­di­gung des Wor­tes Got­tes.
          Wir sind in der Kir­che umge­ben von vie­len Men­schen, die das so nicht wol­len und das schmerzt unge­heu­er.
          Hero­en wie B. Leb­fe­v­re hat­ten den Mut, bis in die Exkom­mu­ni­ka­ti­on zu gehen, um vor allem die Irr­we­ge bei der Lit­ur­gie nicht mit­ge­hen zu müs­sen.
          Jedem ist ein ande­rer Weg bestimmt, man muß ihn nur anneh­men.
          Da wir nur Men­schen sind, geht dabei sicher viel schief, aber Chri­stus ist die ein­zi­ge „Insti­tu­ti­on“, bei der der gute Wil­le zählt.

    • Ich war als Frei­wil­li­ger zur Beglei­tung der Kom­mu­ni­ons­pen­der wäh­rend der Abschluss­mes­se ein­ge­teilt, und als sich ein Laie vor einen Prie­ster drän­geln woll­te, blockier­te ich ihn und fauch­te ihn an, er sol­le gefäl­ligst dem Prie­ster den Vor­tritt las­sen. Dar­auf­hin zog er belei­digt ab und spen­de­te kei­ne Kom­mu­ni­on.

  3. Bese­on­ders wich­tig war die Ein­füh­rung in den byzan­ti­ni­schen Ritus und das ent­spre­chen­de Pon­ti­fi­kal­amt. Eine sol­che Erwei­te­rung des geist­li­chen Hori­zon­tes ist äußerst wich­tig und berei­chernd, weil man durch die Kennt­nis einer ande­ren Tra­di­ti­on die Eige­ne oft bes­ser und tie­fer ver­steht.

    Daß eine Dame die hl. Eucha­ri­stie aus­teilt, wäh­rend der Prie­ster ihr den Schirm hält, erin­nert mich eher an Kar­ne­val. Im Mit­tel­al­ter durf­ten am Kar­ne­val die Novi­zen die Sit­ze der Obe­ren ein­neh­men, wäh­rend die Obe­ren die Sit­ze der Novii­zen ein­ge­nom­men haben. Da die Fei­er in Köln statt­ge­fun­den hat, ergibt sich die Fra­ge, ob die Ver­an­stal­ter hier dem Köl­ner Kar­ne­val ihre Reve­renz erwei­sen woll­ten oder nur dem Femi­nis­mus.

  4. Also ich muss ganz klar sagen, dass ich unten beim Abschluss­got­tes­dienst dabei war und ich kei­nen wirk­lich gar kei­nen Prie­ster gese­hen habe, der einen Schirm trug!!!! Das waren die Kom­mu­ni­on­hel­fer! Man soll­te echt auch mal die zdf-Über­tra­gung anschau­en und / oder sich selbst über­zeu­gen, und/oder dabei sein!

  5. Anmer­kun­gen:
    1) Papst Fran­zis­kus zele­briert bekannt­lich, ohne auch nur eine Knie­beu­ge anzu­deu­ten. Dass ihn eine Knie­ge­lenks­ar­thro­se dar­an hin­dert, ist inzwi­schen aus­zu­schlie­ßen. Die­ses Bei­spiel dürf­te Lai­en kaum hel­fen, ein ehr­fürch­ti­ge­res Ver­hal­ten beim Kom­mu­nion­emp­fang wie­der zu erler­nen.
    2) Wenn die hl. Kom­mu­ni­on nicht von Prie­stern aus­ge­teilt wird, sehe ich nicht ein, war­um zwi­schen Män­nern und Frau­en unter­schie­den wird. Sind die Hän­de von Män­nern wür­di­ger, rei­ner als Frau­en­hän­de?
    3) Der sprin­gen­de Punkt ist: LAIEN HABEN GRUNDSÄTZLICH nicht die kon­se­krier­ten Hosti­en auch nur zu berüh­ren. Dies ist dem geweih­ten Prie­ster vor­be­hal­ten.
    4) Dass das katho­li­sche Prie­ster­tum aus­schließ­lich Män­nern vor­be­hal­ten ist, heißt nicht, dass Män­ner grund­sätz­lich wür­di­ger, rei­ner sind als Frau­en.
    5) Ent­ge­gen dem Gen­der-Wahn­sinn muss betont wer­den: Män­ner und Frau­en sind gleich­wer­tig, aber ver­schie­den­ar­tig. Der Logos, die zwei­te gött­li­che Per­son, ist als Mann auf die Welt gekom­men. DESHALB kön­nen Frau­en nicht katho­li­sche Prie­ste­rin wer­den. Der Prie­ster han­delt im Auf­trag Jesu Chri­sti am Altar und bei der Spen­dung der Sakra­men­te. Er reprä­sen­tiert IHN. Im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes.
    6) Weil sich mit der pro­te­stan­ti­sier­ten Mes­se Pauls VI. die Rol­le des Prie­sters gewan­delt hat, haben wir die For­de­run­gen nach der Abschaf­fung des Zöli­bats, die For­de­rung nach dem Frau­en­prie­ster­tum.
    7) Weil der Opfer­cha­rak­ter der hl. Mes­se zurück­ge­drängt wur­de zugun­sten des Gedächt­nis­mah­les, sind dann auch Lai­en Kommunionspender/innen. Wenn der Wort­got­tes­dienst als erster Teil gleich­wer­tig ist, wenn der Prie­ster vor allem der Vor­ste­her des Vol­kes Got­tes ist, ist nicht ein­zu­se­hen, war­um Frau­en nicht auch Vor­ste­he­rin sein kön­nen.
    8) Die Wur­zel des Übels liegt im NOM. Damit will ich kei­nes­falls die Teil­nah­me an der Eucha­ri­stie­fei­er her­ab­set­zen, auch wenn sie für mich nicht mehr mög­lich ist. Sie ist die ordent­li­che Form des römi­schen Ritus. Das ist die Rea­li­tät.

    • @cuppa
      Ich bin sowie­so Fan Ihrer Bei­trä­ge.
      Dan­ke für die­se 8 kla­ren Punk­te !
      Kurz und klar die gan­ze Mise­re erläu­tert.
      Satan hat zu sei­nen Unter­teu­feln gesagt: „Wie kann man den Tod­feind am besten zer­stö­ren ? Natür­lich beim Wich­tig­sten was er hat näm­lich bei der hl.Messe!“
      Er hat sich jede Men­ge nütz­li­che Idio­ten gesucht in der Kir­che und gefun­den.
      Das Ergeb­nis ist die­ser sakri­le­gi­sche NOM und die größ­te Kir­chen­kri­se Men­schen­ge­den­kens.
      Nicht das er gewon­nen hät­te, aber die Zeit zum jüng­sten Gericht hat er dra­ma­tisch ver­kürzt, denn klar ist auch das Chri­stus SEINE ECCLESIA nicht immer dem Fürst die­ser Welt über­las­sen wird.

  6. Die Wur­zel die­ses Übels liegt nicht nur am NOM- Ritus son­dern auch und vor allem dar­an,
    dass seit 50 Jah­ren kein kath. Reli­gi­ons­un­ter­richt mehr statt­fin­det, der die­sen Namen ver­dient.
    Auch in den mei­sten Pfar­rei­en gibt es kei­ne Chri­sten­leh­re und kei­nen Kate­chis­mus­un­ter­richt
    mehr, son­dern nur noch „Sozi­al­ge­fa­sel“.
    Die Men­schen wis­sen bei der Kom­mu­ni­on nicht mehr, vor wem sie „ste­hen“.
    Des­halb soll­ten wenig­stens wir, die letz­ten glau­bens­treu­en Katho­li­ken, ein gutes Bei­spiel geben.
    Wenn schon eine Teil­nah­me am NOM- Ritus, dann nur dort, wo die­ser „wür­dig“ gefei­ert wird.
    Die Kom­mu­ni­on nur beim Prie­ster, nie­mals bei „Kom­u­ni­on­hel­fern“, als Mund­kom­mu­ni­on kniend emp­fan­gen.
    Wo das unmög­lich ist, wenig­stens mit vor­he­ri­ger wür­di­ger Knie­beu­ge !
    Das gibt auch weni­ger muti­gen Mit­chri­sten die Kraft die­sem Bei­spiel zu fol­gen.
    Die­se Erfah­rung mach­te ich schon oft bei Rei­sen durch Euro­pa, wenn ich kei­ne Gele­gen­heit hat­te, eine Hl. Mes­se im wah­ren katho­li­schen Ritus zu besu­chen.
    Demü­ti­ges wür­di­ges Ver­hal­ten vor dem eucha­ri­sti­schen Herrn macht den Mit­chri­sten Mut.

Kommentare sind deaktiviert.