Papst Franziskus über „Homo-Lobby“, „Gnosis“ und „restaurative Kräfte“ in der Kirche

Privataudienz der CLAR bei Papst Franziskus: "restaurative Kräfte", "Gnosis" und "Homo-Lobby" in der Kirche(Vati­kan) Papst Fran­zis­kus emp­fing am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag, den 6. Juni Vor­stands­mit­glie­der der Latein­ame­ri­ka­ni­schen und kari­bi­schen Kon­fe­renz der Ordens­leu­te (Con­fe­der­ación Lati­no­ame­ri­ca­na y Cari­be­ña de Reli­gio­sos y Reli­gio­sas, CLAR). Eine nicht auto­ri­sier­te Mit­schrift der ein­stün­di­gen Anspra­che des Pap­stes an die Anwe­sen­den wur­de von der pro­gres­si­ven chi­le­ni­schen Sei­te Refle­xi­on y Libe­r­aci­on ver­öf­fent­licht, wie Rora­te Cae­li berich­tet.

Auf der heu­ti­gen Bespre­chung mit den Jour­na­li­sten wur­de Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di direkt auf den Bericht ange­spro­chen. Der Vati­kan­spre­cher beton­te, daß es sich um eine „Pri­vat­au­di­enz“ han­del­te: „Ich habe des­halb kei­ne Erklä­run­gen zum Inhalt des Gesprächs abzu­ge­ben“. Die freie Rede des Pap­stes und die wahr­schein­lich nur noti­zen­ar­ti­ge Mit­schrift erschwe­ren zuwei­len das genaue Ver­ständ­nis des­sen, was der Papst sagen woll­te.

Nicht autorisierte Mitschrift der Papstansprache an die CLAR-Ordensvertreter

In der von Refle­xi­on y Libe­r­aci­on ver­öf­fent­li­chen Nie­der­schrift der mit­ge­schrie­be­nen Noti­zen for­der­te der Papst die Ordens­leu­te auf, die „Türen zu öff­nen“. Ent­schei­dend sei, daß man „vor­wärts gehe“ und „auf­rütt­le“. Dabei wer­de man auch Feh­ler machen. Das sei aber nicht wich­tig. Es sei auch nicht wich­tig, wenn dann ein Brief der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on kom­me mit der Ermah­nung, dies gesagt oder jenes gedacht zu haben, denn ent­schei­dend sei „vor­wärts“ zu gehen. Es sei ihm lie­ber eine Kir­che, die Feh­ler macht, als eine, die durch ihre Ver­schlos­sen­heit krank wer­de.

Papst Franziskus zur Tötung ungeborener Kinder

Zur Tötung unge­bo­re­ner Kin­der sag­te der Papst, es sei not­wen­dig zu den Ursa­chen vor­zu­drin­gen, „bis zu den Wur­zeln“. „Abtrei­bung ist schlecht, aber das ist klar.“ Es sei dar­über hin­aus zu fra­gen, wel­che Inter­es­sen hin­ter der Zustim­mung zu einem Abtrei­bungs­ge­setz ste­hen. Wel­chen Ein­fluß gro­ße Orga­ni­sa­tio­nen mit ihrem Geld neh­men. „Wißt Ihr das? Es ist not­wen­dig zu den Ursa­chen zu gehen, man darf nicht bei den Sym­pto­men ste­hen blei­ben. Habt kei­ne Angst anzu­kla­gen. Ihr wer­det lei­den, wer­det Pro­ble­me bekom­men, aber habt kei­ne Angst anzu­kla­gen, das ist der pro­phe­ti­sche Auf­trag des reli­giö­sen Lebens…“

Die Sorgen des Papstes: „restaurative Kräfte“, „Pelagianismus“ und „Gnosis“

Dachverband der Ordensleute Lateinamerikas und der KaribikDann teil­te Papst Fran­zis­kus den Ordens­leu­ten „zwei Sor­gen“ mit. Das eine Anlie­gen sei der „Pela­gia­nis­mus, den es in der Kir­che von heu­te“ gebe. „Es gibt eini­ge restau­ra­ti­ve Grup­pen. Ich ken­ne eini­ge, sie fie­len mir auf weil ich sie in Bue­nos Aires emp­fan­gen habe. Und man fühlt sich wie 60 Jah­re zurück­ver­setzt! Vor das Kon­zil… Man fühlt sich wie im Jahr 1940…“ Dazu erzähl­te Papst Fran­zis­kus eine „Anek­do­te“, um das Gesag­te zu ver­deut­li­chen. Nicht „um dar­über zu lachen“, denn er habe es mit Respekt ange­nom­men, doch es „beun­ru­higt mich“ auch. Als er zum Papst gewählt wur­de, habe er einen Brief „von einer die­ser Grup­pen“ erhal­ten, die ihm mit­teil­te: „Eure Hei­lig­keit, wir bie­ten Ihnen die­sen geist­li­chen Schatz von 3.525 Rosen­krän­zen“ an, die für den neu­en Papst gebe­tet wur­den. „War­um sagen sie nicht ein­fach ‚Wir beten für Sie, wir bit­ten‘, aber die­se Zäh­le­rei…“ Die­se Grup­pen wür­den zu For­men und Prak­ti­ken zurück­keh­ren, die er noch erlebt habe, die zu einer bestimm­ten Zeit gal­ten, „aber nicht mehr jetzt, heu­te gibt es sie nicht mehr“. Wen der Papst genau mit der Anspie­lung auf pela­gia­ni­sche Häre­sie und die „restau­ra­ti­ven Kräf­te“ mein­te, wird nicht klar.

Das zwei­te Sor­ge sei die „Gno­sis, die­ser Pan­the­is­mus“. In bei­den Fäl­len hand­le es sich um „Eli­te-Strö­mun­gen“, die von „Bil­dungs­eli­ten“ getra­gen wür­den. „Ich hör­te von einer Gene­ral­obe­rin, die die Schwe­stern ihrer Kon­gre­ga­ti­on am Mor­gen nicht auf­for­der­te zu beten, son­dern gei­stig im Kos­mos zu baden. Das besorgt mich, weil sie die Mensch­wer­dung leug­nen!“

Das Evan­ge­li­um, so der Papst, sei weder die alte Regel noch die­ser Pan­the­is­mus. „Wenn wir auf die Peri­phe­rie schau­en; die Mit­tel­lo­sen, die Dro­gen­ab­hän­gi­gen, der Men­schen­han­del, … Das ist das Evan­ge­li­um. Die Armen sind das Evan­ge­li­um…“

An der Römischen Kurie gibt es eine Homo-Lobby, „es ist wahr, sie ist da“ — „Betet für mich“

Über die Römi­sche Kurie und die neu von ihm beru­fe­ne Kar­di­nals­kom­mis­si­on sag­te der neue Papst: „Und, ja.. es ist schwie­rig. In der Kurie gibt es auch hei­li­ge Men­schen, wirk­lich, es sind hei­li­ge Men­schen.“ Aber es gebe auch viel Kor­rup­ti­on und eine Homo-Lob­by. „Es ist die Rede von einer Homo-Lob­by, und es ist wahr, sie ist da… Wir müs­sen sehen, was wir tun kön­nen. Betet für mich…, daß ich so wenig Feh­ler wie mög­lich mache.“

Text: Rora­te Caeli/Giuseppe Nar­di
Bild: Rora­te Caeli/CLAR

44 Kommentare

  1. Es ist so ver­wir­rend, man bekommt fast nur nicht-auto­ri­sier­te Mit­schrif­ten über den Papst; und was er wirk­lich denkt, das lässt sich nur erra­ten. Und wenn so und so vie­le Rosen­krän­ze für den Papst oder ein ande­res Anlie­gen gebe­tet wer­den, was ist dar­an denn ver­werf­lich? Und wenn man das heu­te tut, was vor 40 Jah­ren rich­tig war, was ist dar­an aus­zu­set­zen? Und was bedeu­tet „vor­wärts, vor­wärts“, wenn nicht dabei gesagt ist, wohin die­se Rei­se nach Vor­wärts geht? War­um kann sich der Papst nicht deut­lich und nicht authen­tisch aus­drücken und uns in kla­rer Spra­che sagen, was er zu sagen hat?

    • Das wer­ter Schatz­grä­ber,

      sind aller­dings genau die Fra­gen, die ich mich auch fra­ge. Was die gleich­blei­ben­de Rich­tig­keit der kath. Leh­re und was das kla­re und ein­deu­ti­ge Reden betrifft, fra­ge ich mich das sogar schon län­ge­re Zeit.

  2. Das Zäh­len von gebe­te­ten Rosen­krän­zen usw. klingt tat­säch­lich wie ein „Kuh­han­del“, und ich weiß nicht, ob es frü­her wirk­lich auch Grup­pen gege­ben hat, die sol­ches prak­ti­zier­ten…

    Ech­tes Gebet ist anders, dar­auf weist uns Jesus aus­drück­lich hin, wenn Er sagt, wir sol­len es nicht machen „wie die Hei­den, die mei­nen, sie fän­den Erhö­rung, wenn sie vie­le Wor­te machen“ (Mt. 6,7).
    Beim Beten sol­len wir in Demut und in Wahr­heit vor Gott hin­tre­ten, unse­re Sün­den bekla­gen und bereu­en, wie der Zöll­ner im Tem­pel (Lk. 18,10ff.) dann wird Gott unse­re Bit­ten erhö­ren, so, wie Er weiß, dass es zu unse­rem Besten gereicht.
    Er will, dass wir bit­ten: „Bit­tet, und es wird euch gege­ben“ (Lk.11,9), aber wir brau­chen dabei nicht zu zäh­len oder es gar öffent­lich vor­rech­nen, unser „Vater weiß ja, was not­tut“ (Mt. 6,8)!

  3. Echt trau­rig und ver­mut­lich gibt die­ser Satz sei­ner Hei­lig­keit Papst Fran­zis­kus nur sehr wenig Hoff­nung auf eine bal­di­ge Bes­se­rung nicht nur wegen der Wör­ter zur Hei­li­gen Tra­di­ti­on der HRKK, son­dern beson­ders des­we­gen:
    „Es ist die Rede von einer Homo-Lob­by, und es ist wahr, sie ist da… Wir müs­sen sehen, was wir tun kön­nen. Betet für mich…,

    Ist die­se Homo­lob­by schon so mäch­tig das sich der Papst davor fürch­tet und ist Papst Bene­dikt XVI wegen der Gefahr die von die­ser Aus­geht, geflo­hen? Ich ver­mu­te ja, und sehe dar­in allei­ne die Früch­te des VK II das sich immer mehr als Ver­rats Kon­zil an Gott dem Herrn und der Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apo­sto­li­schen Kir­che her­aus­stellt. Und hof­fent­lich hat einer der Ver­ant­wort­li­che im Vati­kan den Mut und sorgt dafür das der Bericht der Kar­di­nä­le über Vati­leaks öffent­lich wird, viel­leicht wacht ja dann die Mas­se der Lau­en auf.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen.

    • Dass der Papst sich ange­sichts der offen­bar tat­säch­lich exi­stie­ren­den Homo — Lob­by unsi­cher fühlt, ist erkenn­bar, sofern die­se Ver­öf­fent­li­chung stimmt.

      Aber die Exi­stenz einer Homo — Lob­by im Vati­kan kann man nicht dem VKII anla­sten.

      Frü­her war der Kle­rus auch nicht hei­li­ger, nur erfährt man heu­te mehr dank der moder­nen Medi­en.

      Aller­dings muss da auf­ge­räumt wer­den.

    • Falls rich­tig über­setzt wur­de, was Papst Fran­zis­kus sag­te, näm­lich…

      „Es ist die Rede von einer Homo-Lob­by, und es ist wahr, sie ist da… Wir müs­sen sehen, was wir tun kön­nen. Betet für mich…,“

      Dann wäre die­se Info mehr oder weni­ger amt­lich und ich wür­de nicht in sei­ner Haut stecken wol­len.
      Wenn die­se Flut­wel­le bis in den Vati­kan reicht, wer oder was kann sie dann noch auf­hal­ten?

      • Lie­be Mari­en­zweig, auf­hal­ten kann die­se Ent­wick­lung wahr­schein­lich nur Gott.

        Wir soll­ten für den Papst beten, jeder so, wie er es am besten kann.

  4. Wenn zwei Rosen­krän­ze bes­ser sind als einer, dann kann das Zäh­len nicht schlecht sein!
    Auch ist das Beten eine zu ver­rich­ten­de Pflicht, so dass man sich über­win­den muss wie ein Kind, dass man mit der Wen­dung „Noch drei Löf­fel“ moti­viert, sei­ne Sup­pe zu essen.

    • @ Arrow

      Ich wün­sche Ihnen, dass Sie eine Gebets­form fin­den, zu der Sie sich nicht „über­win­den“ müs­sen, son­dern die Sie so erfüllt, dass Sie sie ver­mis­sen, wenn sie mal aus­fällt.
      Das gibt es! Wei­ter­su­chen!

      • das alles ist Gna­de und nur Gnade,kann nicht verordnet,nicht kri­tisch ange­wünscht werden,nur ersehnt,nur demü­tig erbe­ten wer­den.
        ich habe Achtung,wenn jemand sich über­win­det und den Ver­su­chun­gen der Lau­heit trotzt.wenn Ver­su­chun­gen im Gebet nach­zu­las­sen-bloss weils einem gera­de nicht schmeckt einen überkommen,da stand­haft zu blei­ben fin­de ich ganz gross.da muss man wei­ter beten,weiter beten in aller Armut und Unzu­läng­lich­keit der See­le.
        ich hat­te in einer Stadt eine Nach­ba­rin mir im drit­ten Stock grad gegenüber.nach der har­ten Fabrikarbeit,bevor sie was ande­res tat,kniete sie nie­der vor dem Bild der Got­tes­mut­ter und bete­te den Rosenkranz.diese Süd­län­de­rin hat eine bei­ssen­de Weh­mut in mir gelassen.bis heute.danke lie­ber arrow.ich weiss halt nicht ob sci­vi­as sein Bre­vier auch immer mit feu­ri­ger Begeisterung,voller Kon­zen­tra­ti­on und Anmu­tung verrichtet.integre humi­li­ter et veraciter.ich wün­sche es betend für ihn.

  5. Ich fin­de es sehr scha­de, daß der Hei­li­ge Vater sich so abfäl­lig über die Rosen­krän­ze äußert, die ihm über­ge­ben wur­den. Es war sicher nicht sei­ne Absicht, aber ich den­ke auf die­se Art ver­letzt er vie­le from­me Katho­li­ken sehr stark. Ähn­lich wie mit dem Satz: „Die Zeit der Kar­ne­va­lia­den ist vor­rüber“, der Aus­sa­ge, daß die die „zurück“ wol­len, dick­köp­fig und lahm­her­zig sei­en. oder dem „nur gei­stig“ gespen­de­ten Segen. Scha­de. Da wird eine Aus­söh­nung mit der Tra­di­ti­on bzw. eine Rück­kehr zu der­sel­ben, sicher nicht leich­ter wer­den, son­dern lei­der wie­der eher in wei­te­re Fer­ne rücken.

  6. Zwi­schen­fra­ge: Was hat das Zäh­len von gebe­te­ten Rosen­krän­zen mit der Häre­sie des Pela­gia­nis­mus zu tun? Da steig ich nicht durch. Die­se Zahl soll doch ein­fach nur genau das sagen, was der Hl. Vater meint: „Hl. Vater, schau­en Sie wie groß die Gebets­be­reit­schaft ist.“ Die Zahl drückt die Bereit­schaft aus, das Vetrau­en auf die Für­sprachs­kraft der Mut­ter Got­tes, die Beharr­lich­keit. Was soll dar­an schlimm sein?

  7. Mög­li­cher­wei­se hält F. das abge­zähl­te Beten von Rosen­krän­zen für eine Art „Werk­ge­rech­tig­keit“, wie sie der Pela­gia­nis­mus ver­tritt: die Gna­de tritt zu mei­nen guten Wer­ken gewis­ser­ma­ßen bloß noch hin­zu.
    Wenn mir einer schrei­ben wür­de: schau, so vie­le Rosen­krän­ze haben wir für dich gebe­tet, dann wür­de mich das rüh­ren. Wäre ich Papst, wür­de der Grup­pe viel­leicht für jedes Mit­glied einen beson­ders schö­nen, durch mich selbst geweih­ten Rosen­kranz schicken als Dan­ke­schön.
    Man mag es ja für einen Aus­druck der kind­li­chen Fröm­mig­keit hal­ten, aber auch das sind die heu­ti­gen „Rän­der“, die, die mit ein­fäl­ti­gen Her­zen glau­ben, wie vor 60 Jah­ren…
    Was soll das also, dass F. sich öffent­lich über die­se ein­fa­chen und von Jesus doch beson­ders gelieb­ten, kind­li­chen Men­schen lustig macht? Und was ist an ihnen „gefähr­lich“?
    Ich habe jedoch den Ein­druck, dass das Ablä­stern über den „Pela­gia­nis­mus“ ein Ablen­kungs­ma­nö­ver F.s ist, weil er nicht nur über die eigent­li­che Sor­ge reden will, die ihn ums­treibt und die im letz­ten Satz zum Aus­druck kommt:
    „Es ist die Rede von einer Homo-Lob­by, und es ist wahr, sie ist da… Wir müs­sen sehen, was wir tun kön­nen. Betet für mich…, daß ich so wenig Feh­ler wie mög­lich mache.“
    Der Satz ist furcht­bar, weil er bedeu­tet: Ich ste­he mit dem Rücken zur Wand. Ich weiß nicht, was ich tun kann. Lie­be Gläu­bi­ge, betet für mich — ich bin in einem tra­gi­schen Kon­flikt — was immer ich tun kann, es wird falsch sein.“
    Die besag­te Lob­by hat seit Jahr­zehn­ten das Selbst­bild einer armen, ver­folg­ten und total fried­li­chen rie­si­gen Min­der­heit gezeich­net.
    Sicher gibt es unter ihnen Opfer — inwie­fern Opfer übri­gens, das müss­te dann dif­fe­ren­ziert befragt wer­den — aber sie wur­den von alters her welt­weit nicht zuletzt auch wegen ihrer schlei­chen­den Gewalt­tä­tig­keit abge­lehnt, wovon die Geschich­te Sodoms ja zeugt. Es wäre end­lich not­wen­dig, Homo­se­xuea­li­tät ideo­lo­gie­frei kri­tisch zu befor­schen!
    Ich jeden­falls bete einen Rosen­kranz für F. … oder sogar zwei oder .…drei .…oder.…

  8. Man muß mit dem Aus­druck „Pela­gia­nis­mus“ vor­sich­tig sein. Ich kann in der beschrie­be­nen Vor­gangs­wei­se, näm­lich dem hl. Vater die gebe­te­ten Rosen­krän­ze gleich­sam zu „schen­ken“, kei­ner­lei „Pela­gia­nis­mus“ erken­nen. Die­ses Eti­kett ist alles ande­re als hilf­reich.

    Gera­de den Jesui­ten hat man wegen der Initia­tiv­kraft des hl. Igna­ti­us selbst „Pela­gia­nis­mus“ vor­ge­wor­fen. Im Exer­zi­ti­en­buch schreibt Igna­ti­us auch, daß man nie zuviel von Gna­de reden sol­le. Ich glau­be, er hat so for­mu­liert, weil schon zu sei­ner Zeit vie­le ihre Faul­heit und Initia­tiv­lo­sig­keit hin­ter dem Reden von der Gna­de ver­steck­ten.

    Ande­rer­seits hat der hl. Vater mit dem „Pan­the­is­mus“ und der „Gno­sis“ ganz recht. Die haben seu­chen­ar­tig um sich gegrif­fen. Viel­leicht hät­te er auch anfü­gen kön­nen, daß es Jesui­ten waren, die das am mei­sten ver­brei­tet haben (Teil­hard und Rah­ner zuerst zu nen­nen).

    Die Linie des hl. Vaters ist m. E. noch nicht ganz klar, aber immer­hin spricht er rea­le Miß­stän­de über­ra­schend deut­lich an und ist offen­bar gewillt, die­se zu behe­ben.

    Deo gra­ti­as.

  9. Wenn es noch eines Bewei­ses bedurft hat daß Tra­di­tio­na­li­sten von Papst Franz nichts zu erwar­ten haben da haben wir ihn aber was hat das mit Pelagi­nis­mus zu tun wel­che Grup­pie­rung er in Bezug auf den Rosen­kranz­kreu­zug gemeint hat ist doch völ­lig klar

  10. Prak­ti­ken heu­te und gestern.
    Man soll­te nicht jedes Wort auf die Gold­waa­ge legen, aller­dings ist es auch schön, das sovie­le Men­schen für ihn beten und ich den­ke das erkennt er auch an.
    Die Aus­sa­ge „vor dem Kon­zil“ “ nach dem Kon­zil“ ist der­ma­ßen ideo­lo­gisch über­frach­tet, das eine sach­li­che Aus­ein­an­derst­zung (noch) nicht mög­lich ist.
    Immer­hin wur­de, in wel­cher Form auch immer (jede Zeit hat ihre Form), gebe­tet.
    Wer ehr­lich ist, muß fest­stel­len, das das Gebet in vie­len Fäl­len deut­lich weni­ger, bis gar nicht mehr prak­ti­ziert wird, oder nicht mehr öffent­lich erwähnt!
    Es zeich­net die der Tra­di­ti­on ver­bun­de­nen Grup­pen aus, den Gebets­schatz der Kir­che wie­der­zu­be­le­ben.

  11. Offen­sicht­lich haben wir uns schon so an den Glau­bens­schwund in der Kir­che gewöhnt, dass wir den Skan­dal nicht mehr bemer­ken: Der Papst stellt eine ihm miss­fal­len­de Form des Betens, die er für über­holt hält, auf eine Stu­fe mit der Irr­leh­re des Pan­the­is­mus.
    „Im Kos­mos baden“, dar­auf kom­men Zeit­geist­theo­lo­gen und halb­ge­bil­de­te Zeit­geist-Ordens­leu­te, die Eli­te der Kon­zils­kir­che.
    „Rosen­kranz­ge­be­te zäh­len“, dazu dürf­ten eher weni­ger gebil­de­te Katho­li­ken nei­gen, was ihr Gebet nicht ent­wer­tet. Eigen­ar­tig, hier ver­schließt sich die Lie­be des Pap­stes zu den ein­fa­chen Men­schen.
    Der Bischof von Rom, Fran­zis­kus, der nicht Papst sein will, aber dau­er­prä­sent ist, unter­bie­tet jedes intel­lek­tu­el­le Niveau, das von sei­nem Amt her gefor­dert wäre.
    Dass nach Bene­dikt XVI. ein Papst fol­gen wür­de, der sein Niveau nicht errei­chen wür­de, konn­te ich mir leicht vor­stel­len. Die­sen Nie­der­gang nicht.

    • Dem Papst miss­fällt das „Zäh­len“ der für ihn gebe­te­ten Rosen­krän­ze. Nun ist ja jeder Rosen­kranz bereits in sich ein „gezähl­tes“ münd­lich gespro­che­nes Gebet, dass eine Betrach­tung der Geheim­nis­se unter­stützt. Die „Zah­len“ des RK haben eine tie­fe sym­bo­li­sche Deu­tung und es bedeu­tet eine Übung des „Gehor­sams“ gegen­über der kirch­li­chen Tra­di­ti­on an der Men­ge der Vater Unser und Ave Maria nicht eigen­mäch­tig her­um­zu­pfu­schen. Die Kir­che hat die­sen Gebet als Waf­fe gegen die Häre­sie emp­foh­len und mit zahl­rei­chen Abläs­sen ver­se­hen, ja der Rosen­kranz ist ein „para­lit­ur­gi­sches“ Gebet, dass unter Umstän­den sogar das feh­len­de Bre­vier­ge­bet erset­zen kann (wel­ches ja auch eine quan­ti­ta­ti­ve Sei­te besitzt). — Sicher­lich muss man auch beim Rosen­kranz dar­an den­ken, dass die Qua­li­tät vor der Quan­ti­tät des Gebe­tes steht. Aber — wie ein dezi­diert „nach­kon­zi­lia­rer“ Theo­lo­ge, der fran­zö­si­sche Prie­ster Jean Lafran­ce immer und immer wie­der beton­te -, da wir uns über die „Qua­li­tät“ unse­res Gebe­tes fast sicher immer selbst betrü­gen wer­den, ist die fest­ge­setz­te Men­ge der Ave Maria eine demü­ti­ge Übung des Durch­hal­tens im Gebet: Selbst wenn wir des „qua­li­ta­ti­ven“ Betens noch so unfä­hig sind, haben wir da ein Maß an Zeit, das wir Gott schen­ken. — Was ich damit sagen will: Der Papst denkt über den Rosen­kranz genau­so, wie ich vor mei­ner Kon­ver­si­on zur katho­li­schen Kir­che vor einem Vier­tel­jahr­hun­dert (als Pro­te­stan­tin) gedacht habe. Er ist eben „auf­ge­klärt“… meint er… und schämt sich des­halb der „pri­mi­ti­ven“ katho­li­schen Fröm­mig­keit. — Auch für Päp­ste gilt, dass sie bes­ser erst den Ver­stand ein­schal­ten soll­ten, bevor sie den Mund auf­ma­chen.

      • Dass Sie sich des abfäl­li­gen Tons gegen sei­ne Hei­lig­keit nicht schä­men! So etwas Kir­chen­feind­li­ches.

        • Fin­den Sie in Ord­nung, dass der Papst Pan­the­isten und Rosenkranzbeter/innen auf eine Stu­fe stellt? In der neue­ren Kir­chen­ge­schich­te jeden­falls ist das ein­ma­lig.
          Ich fürch­te, dass er sei­nen Ver­stand ein­ge­schal­tet hat, dass er sehr bewusst unter jedes intel­lek­tu­el­le Niveau geht, um das Papst­amt zu bana­li­sie­ren. Ihn macht das bei den Leit­me­di­en sehr popu­lär. Sei­ne Nach­fol­ger hin­ge­gen dürf­ten es schwer haben, wenn sie not­ge­drun­gen auf die­ser Linie blei­ben, um medi­al nicht zer­fetzt zu wer­den, sich vom Prä­si­den­ten des Welt­kir­chen­ra­tes zu unter­schei­den. Wie heißt er eigent­lich?
          Irgend­wann ist der Papst-Bonus näm­lich auf­ge­braucht. Es scheint gewollt…

          • Wie recht Sie wie­der haben, Cup­pa, Sie spre­chen mir aus der See­le. Wohin soll die Bana­li­sie­rung des Papst­tums noch hin­füh­ren? Neben Fran­zis­kus hat­te sogar Johan­nes Paul II. noch mehr Wür­de. Die­ser Franz raubt der Kir­che ihre letz­te Glaub­wür­dig­keit. Das ist kein Hoff­nungs­schim­mer für künf­ti­ge Pon­ti­fi­ka­te. Wie schlimm soll es noch wer­den?

        • Sehen Sie, Vian­ney: Wenn Sie die Wirk­lich­keit nicht ver­leug­nen oder ver­drän­gen wol­len, kön­nen sie eigent­lich nur unter zwei Mei­nun­gen „wäh­len“: Ent­we­der Sie hal­ten die­sen Papst für eine aus­ge­mach­te Ulk­num­mer (so wie ich) oder (wie cup­pa) für einen aus­ge­buff­ten Tak­ti­ker, der es ganz bewusst dar­auf anlegt, den katho­li­schen Glau­ben zu ver­dre­hen und damit zu zer­stö­ren. Es mag sein, dass Sie eine von bei­den Mei­nun­gen sogar für „schlim­mer“ als die ande­re hal­ten. Prak­tisch gese­hen, kommt es aber lei­der aufs Glei­che ‚raus: Auf eine dog­ma­ti­sche und mora­li­sche Sedis­va­kanz. Es gibt zwar einen Papst (das ist mei­ne Über­zeu­gung), aber für den katho­li­schen Glau­ben ist die Per­son, die das Amt der­zeit inne­hat, eher hin­der­lich. War­um das so ist, weiß Gott allein, aber fast sicher liegt es dar­an, dass wir auf­grund unse­rer Lau­heit nichts Bes­se­res ver­dient haben. Neh­men Sie es mir bit­te nicht übel, aber ich kann mich ange­sichts der Lage der Kir­che manch­mal nur noch mit Sar­kas­mus über Was­ser hal­ten. Die­ser ent­springt aber einem tie­fen Schmerz, den ich aus Lie­be zur Kir­che bei sol­chem Ver­hal­ten eines Pap­stes emp­fin­de. Bit­te glau­ben Sie mir das.

          • Dann beten Sie für den Papst und schwei­gen Sie. Das Gebet hilft sicher — und Ihr abfäl­li­ger Ton scha­det der Kir­che! Das wür­de durch Schwei­gen nicht gesche­hen.

          • WER scha­det hier der Kir­che? Die klei­ne trau­rig-zor­ni­ge Lai­in, die sich in einem obsku­ren Forum unter ihres­glei­chen über den Zustand der Kir­che aus­heult? Oder doch eher ein Papst, der auf Schritt und Tritt den allein­se­lig­ma­chen­den Glau­ben rela­ti­viert? — Die katho­li­sche Kir­che ist kei­ne Sek­te in der das Volk zu schwei­gend weg­zu­schau­en hat, wenn der Guru da oben den Laden für Sei­nen eige­nen Ehr­geiz miss­braucht.

    • Cup­pa, Sie brin­gen es auf den Punkt, was vie­le seit der ersten Stun­de des neu­en Pap­stes spür­ten. Irgend­wann wer­den auch sei­nen treue­sten Anhän­gern die Augen auf­ge­hen. Es scheint immer offen­sicht­li­cher, dass vie­le der Papst­wäh­ler einen sol­chen Papst woll­ten.
      Es ist wirk­lich kein Papst­hass und kein Affront gegen die Kir­che, wenn gläu­bi­ge Katho­li­ken ihre Sor­gen zum Aus­druck brin­gen.

      • Sor­gen kann man auch mit ande­ren Wor­ten aus­drücken als mit „jedes intel­lek­tu­el­le Niveau“ unter­schrei­ten. Soll­te es sich bei Cup­pa tat­säch­lich um eine Katho­li­kin han­deln, schä­me ich mich aus­drück­lich für die­se Wort­wahl gegen­über dem Nach­fol­ger des Hei­li­gen Petrus. So etwas ist eine Sün­de. Und das muss man hier sagen.

        • @ Vian­ney: Ich unter­stüt­ze die State­ments Cup­pas und T. de Ahu­ma­das aus­drück­lich. Bei­de lie­ben die Kir­che und sind zutiefst getrof­fen durch die unwür­di­gen Vor­gän­ge in der Hier­ar­chie.

          Aber wer sind Sie eigent­lich, dass Sie die­sen bei­den das Wort ver­bie­ten dürf­ten?

          Zum Glück ist die Kir­che, wenn es mit ihr recht steht, nicht auto­ri­tär. Lei­der aber befin­den sich in ihr Wöl­fe, die man­gels Argu­men­ten nur noch Schwei­gen erpres­sen wol­len.
          Wenn die Wahr­heit schwei­gen muss, wer­den die Stei­ne reden. Wis­sen Sie das nicht?

          • Ja, Vin­cen­ti­us, noch darf ja die Wahr­heit reden. Sind Ihre Ohren offen, wer­den Sie dann der­mal­einst auch die Stei­ne reden hören. Tun Sie es nicht, ist Ihr Hun­ger nach der Wahr­heit wohl auch nicht all­zu groß.

  12. Am ersten Mor­gen nach sei­ner Wahl besuch­te Papst Fran­zis­kus
    die Kir­che „San­ta Maria Mag­gio­re“ und bete­te dort u.a. den Rosen­kranz.

    Betet für den Hei­li­gen Vater und ver­ur­teilt ihn nicht stän­dig !

  13. Beten und urtei­len schlie­ßen ja ein­an­der nicht aus. Von den sie­ben Gaben des Hei­li­gen Gei­stes betref­fen immer­hin vier ein­deu­tig die Ver­stan­des­kräf­te. Es geht auch nicht dar­um, den Hei­li­gen Vater zu „ver­ur­tei­len“, son­dern dar­um, sei­ne (öffent­li­chen) Hand­lun­gen bezüg­lich des Kri­te­ri­ums „katho­lisch“ zu „beur­tei­len“. Davon, dass ein Papst aus­schließ­lich katho­lisch zu han­deln hat, muss ich aus­ge­hen dür­fen. Wenn er es offen­sicht­lich nicht tut, geht das die Katho­li­ken durch­aus etwas an. — Ihr Ver­weis auf sein Gebet in Sanc­ta Maria Mag­gio­re über­zeugt nicht: Auch ein Pro­te­stant kann den Rosen­kranz ger­ne und voll Inbrunst beten (und ich ken­ne sogar eini­ge, die das tun). Er ist des­halb noch lan­ge nicht katho­lisch oder im Besitz des katho­li­schen Glau­bens…
    Ja, er muss dabei noch nicht ein­mal die rich­ti­ge katho­li­sche Vor­stel­lung von der Rol­le Mari­ens im Heils­ge­sche­hen haben und kann die­se sogar ganz bewusst ableh­nen. Sie bewe­gen sich auf der Argu­men­ta­ti­ons­li­nie des, was der ver­stor­be­nen Pfar­rer Milch als „Addi­tis­mus“ bezeich­ne­te. Ihrer Vor­stel­lung nach könn­te jemand „mehr oder weni­ger“ katho­lisch sein. Die­ser impli­zi­te „Addi­tis­mus“ war die gro­ße zwi­schen den Text­zei­len ange­leg­te Neue­rung des Vati­ka­num II. In die­ser neu­en Denk­wei­se über die Wahr­heit liegt der Bruch zwi­schen vor- und nach­kon­zi­li­ar, nicht in den dog­ma­ti­schen Inhal­ten, son­dern in der Art sie zu bewer­ten. Die­ser Papst hält sich des­halb für katho­lisch, aber er ist es nicht. Das ist auf­grund sei­ner Hand­lun­gen und Wor­te nach­weis- und fest­stell­bar und die­se Fest­stel­lung hat mit „Ver­ur­tei­lung“ im Sin­ne mora­li­scher Bewer­tung erstein­mal gar nichts zu tun.

      • Wer urteilt denn hier? Der ein­zi­ge der hier wahr­lich Urteilt ist Vian­ney der jeden der die Wahr­heit schreibt sofort als URTEILER und son­sti­ges ver­un­glimp­fen möch­te, das sind wir aber lei­der schon von den Anar­chi­sten gewöhnt, also nichts unbe­kann­tes mehr. .

        Und ja der „aller­nied­rig­ste“ hat es geschafft sei­ne Hel­fers­hel­fer so weit in die Hier­ar­chie der Kir­che hin­auf zu schleu­sen, sto­ßen (beson­ders was die Mit­glie­der der Homo­lob­by betrifft) , dass Gehor­sam zu Unge­hor­sam wird.

        Und solan­ge die neu­ge­grün­de­te Glau­bens­ge­mein­schaft Namens „Kon­zils­kir­che“ geför­dert wird, hat die Eine, Hei­li­ge, Katho­li­sche und Apo­sto­li­sche Kir­che Got­tes unse­res Herrn kei­ne Chan­ce wie­der zu erstar­ken.

        Lukas 16,10:
        „Wer im Gering­sten treu ist, der ist auch im Gro­ßen treu; und wer im Gering­sten unge­recht ist, der ist auch im Gro­ßen unge­recht“

        LUKAS:11.23
        Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sam­melt, der zer­streut.

        Mat­thä­us: 5. 37
        Euer Jawort sei viel­mehr ein Ja, euer Nein ein Nein. Was dar­über ist, das ist vom Bösen.

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen.

      • Sind Sie da nicht etwas vor­schnell? WER „urteilt“ hier denn!? … „Zorn ist eine Tod­sün­de“ Ach, ja? — Ich weiß ja, dass die Nach­kon­zi­lia­ren das trocke­ne Stu­di­um der kirch­li­chen Leh­re nicht mehr nötig haben, weil Sie meist direkt vom Hei­li­gen Geist inspi­riert wer­den, aber: Wenn Sie mal Ihre Nase in ein Hand­buch für Moral­theo­lo­gie gesteckt hät­ten, wüss­ten Sie doch, dass man auch mit wah­ren Aus­sa­gen die Unwahr­heit sagen kann, wenn man die nöti­gen Dif­fe­ren­zie­run­gen unter­lässt.

        • Sie schrei­ben doch sel­ber vom Urtei­len und vom Zorn. Ich zitie­re Sie nur. Und ich ver­gleich den Hei­li­gen Vater auch nicht mit einem Guru.

  14. Hat nicht F. neu­lich sogar die Fami­li­en dazu auf­ge­for­dert, wie­der den Rosen­kranz zu beten? Damals habe ich auch hier ver­wun­dert geschrie­ben, dass das Rosen­kranz­be­ten aber nur Sinn ergibt, wenn man nicht gleich­zei­tig auf die Hals­star­ri­gen schimpft, die vor das Kon­zil zurück­wol­len…

    F. weiß nicht, was er will. Das sind immer nur Bau­stei­ne, deren Kan­ten nicht zusam­men­pas­sen!
    Was um alles in der Welt ist hier nur los!
    Ja, ich bete sehr wohl für die­sen F., die­sen armen Papst, der wirk­lich und wahr­haf­tig bet­tel­arm ist. Wenn ich nicht wüss­te, dass Jesus der eigent­li­che Hohe­prie­ster ist, wür­de ich ver­rückt wer­den. Aber unser Herr bleibt der­sel­be, auch wenn die Päp­ste ver­sa­gen, und wir haben eine lie­be­vol­le Mut­ter, die IHN immer an uns erin­nern wird.

    • „Ja, ich bete sehr wohl für die­sen F., die­sen armen Papst, der wirk­lich und wahr­haf­tig bet­tel­arm ist.“
      Dan­ke. — Ja, wir wis­sen nicht, was wirk­lich los ist. Jeder muss sich sei­nen Reim drauf machen, so dass er damit leben und beten und am Glau­ben fest­hal­ten kann. Wenn die Wen­de in der Kir­che kommt, dann kommt sie so, dass es jeder mer­ken wird: Freund und Feind.

  15. Die hei­li­ge Bir­git­ta von Schwe­den sah sich ver­an­lasst, einen Kar­di­nal öffent­lich als „Affen“ zu beschimp­fen. Die hei­li­ge Katha­ri­na von Sie­na beschwor den Papst, Bischö­fe und Kar­di­nä­le wie „stin­ken­de Pflan­zen“ aus­zu­rei­ßen. Bei­de Hei­li­ge sind zur Kir­chen­leh­re­rin­nen erho­ben wor­den, zusam­men mit Edith Stein zu Patro­nin­nen Euro­pas. Sie führ­ten ein Gebets­le­ben, das nur als her­aus­ra­gend bezeich­net wer­den kann. Ihnen wur­den Visio­nen zuteil, sie unter­war­fen sich stets der Auto­ri­tät ihrer Beicht­vä­ter.
    Ich erwäh­ne die­se Hei­li­gen, um dem Ein­druck ent­ge­gen­zu­wir­ken, als ob es grund­sätz­lich einen Gegen­satz geben wür­de zwi­schen begrün­de­ter Kri­tik und dem Gebet.
    Es ist ein Schein-Gegen­satz. Nie­mand hat das Recht, ande­ren vor­zu­hal­ten, sie wür­den nicht oder zu wenig beten. Wer die Kri­tik an Papst Fran­zis­kus unbe­rech­tigt fin­det, möge bit­te mit Argu­men­ten dar­auf reagie­ren. Das ist ja wohl nicht zu viel ver­langt von den­ken­den Men­schen.

    • Weder Bri­git­ta noch Katha­ri­na haben aller­dings den Papst beschimpft, ihn mit einem Guru ver­gli­chen oder ähn­li­ches. Es gehört schon eine Men­ge Ver­trau­en auf die eige­ne Hei­lig­keit, wenn man meint, anonym den Nach­fol­ger des Hl. Petrus wüst beschimp­fen zu dür­fen statt für ihn demü­tig zu beten.

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