Am Sonntag weltweit eine Stunde Eucharistische Anbetung

Eucharistische Anbetung 2. Juni 2013(Vati­kan) Am Sonn­tag, den 2. Juni fin­det in allen Kathe­dra­len der Welt von 17 Uhr bis 18 Uhr im Rah­men des von Papst Bene­dikt XVI. aus­ge­ru­fe­nen Jahrs des Glau­bens eine Eucha­ri­sti­sche Anbe­tung statt. Die Anbe­tungs­in­itia­ti­ve wur­de heu­te von Kuri­en­erz­bi­schof Rino Fisi­chel­la, Prä­si­dent des Päpst­li­chen Rats für die Neue­van­ge­li­sie­rung, und dem Sekre­tär des von Papst Bene­dikt XVI. geschaf­fe­nen Dikaste­ri­ums, Kuri­en­bi­schof José Ocat­vio Ruiz Are­nas in Rom vor­ge­stellt.

Die fei­er­li­che Eucha­ri­sti­sche Anbe­tung fin­det am kom­men­den Sonn­tag im Peters­dom in Rom unter dem Mot­to „Ein ein­zi­ger Herr, ein ein­zi­ger Glau­be“ statt. Alle Kathe­dra­len der Welt wur­den ein­ge­la­den, so Erz­bi­schof Fisi­chel­la, sich der Initia­ti­ve anzu­schlie­ßen und die tie­fe Ver­bun­den­heit der Gläu­bi­gen welt­weit in der Anbe­tung Got­tes im Aller­hei­lig­sten Sakra­ment des Alta­res zum Aus­druck zu brin­gen.

Die Gebets­stun­de kön­ne als „histo­ri­sches Ereig­nis“ bezeich­net wer­den, so der Kuri­en­erz­bi­schof, „da es der­glei­chen in der Kir­chen­ge­schich­te noch nicht gege­ben hat. Für eine Stun­de wer­den alle Kathe­dra­len ihre Uhr nach der Roms rich­ten und in Gemein­schaft mit dem Papst sich in Eucha­ri­sti­scher Anbe­tung sam­meln.“
Die Initia­ti­ve sei auf ein über­wäl­ti­gen­des Echo gesto­ßen, die neben den Bischofs­kir­chen „gan­ze Bischofs­kon­fe­ren­zen, die Pfar­rei­en, Orden und vor allem Klaus­ur­klö­ster, Bru­der­schaf­ten und Ver­ei­ni­gun­gen erfaßt“ habe.

Auch im deut­schen Sprach­raum fin­det die Eucha­ri­sti­sche Anbe­tung in zahl­rei­chen Kathe­dra­len, Pfarr­kir­chen, Klo­ster­kir­chen und Kapel­len statt. Die vom Vati­kan ein­ge­rich­te­te Inter­net­sei­te Annus fidei — Jahr des Glau­bens bie­tet auf einer inter­ak­ti­ven Welt­kar­te (anklicken) einen beein­drucken­den Über­blick über die gro­ße Teil­nah­me an der Gebets­in­itia­ti­ve. Lei­der ist die Kar­te alles ande­re denn voll­stän­dig. Sind in Deutsch­land und der Schweiz nur ein Teil aller Anbe­tungs­or­te ein­ge­tra­gen, meist ohne nähe­re Hin­wei­se, in wel­cher Kir­che die Anbe­tung statt­fin­det und in wel­cher Stra­ße sie sich befin­det, feh­len Öster­reich, Liech­ten­stein und Luxem­burg voll­kom­men. Auch in ande­ren Län­dern schei­nen die Anga­ben unvoll­stän­dig. Im Inter­net fin­den sich aber fast alle hei­li­gen Orte, die sich an der Anbe­tung des Herrn betei­li­gen.

Von den Cook­in­seln bis Reykjavà­k, von Chi­le über Bur­ki­na Faso bis Tai­wan, vom Irak über die Phil­ip­pi­nen bis in die USA wer­den sich die Bischö­fe, Prie­ster und Gläu­bi­gen in den Kathe­dra­len zeit­gleich ab 17 Uhr römi­scher Zeit ver­sam­meln, um in den Anlie­gen des Hei­li­gen Vaters vor dem aus­ge­setz­ten Aller­hei­lig­sten zu beten. Im ersten Anlie­gen heißt es: „Für die auf der gan­zen Erde ver­streu­te und heu­te im Zei­chen der Ein­heit in der Eucha­ri­sti­schen Anbe­tung ver­sam­mel­te Kir­che. Der Herr mache sie immer gehor­sa­mer auf sein Wort hören, um sich der Welt „immer schö­ner, ohne Makel und ohne Fal­ten, hei­lig und unbe­fleckt zu zei­gen.“
Im zwei­ten Anlie­gen wird Chri­stus ange­ru­fen für alle lei­den­den Men­schen, die unter For­men einer neu­en Skla­ve­rei lei­den, Opfer von Krie­gen sind, von Men­schen­han­del, des Dro­gen­han­dels, der Skla­ven­ar­beit, für Frau­en und Kin­der, die Gewalt erlei­den.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Ado­ra­zio­ne per­pe­tua

3 Kommentare

  1. Laut Kar­te betei­li­gen sich in Deutsch­land sechs Pfar­rei­en an der Anbe­tung.
    Da wird sich der Herr im Sakra­ment aber freu­en, dass er hier­zu­lan­de so enthu­sia­stisch ver­ehrt wird …

  2. Könn­te man nicht ein­fach mal Gott im aller­hei­lig­sten Sakra­ment des Altars anbe­ten, ihm hul­di­gen und ihn ver­eh­ren, ohne dies mit allen mög­li­chen, und sei­en sie noch so gut gemein­ten Für­bit­ten, zu ver­bin­den?

    • Lie­ber Jean-Lou­is!
      Das habe ich mir auch schon oft gewünscht.
      Herz­li­che Grü­ße
      Edgar

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