Papst Franziskus erinnert Ordensfrauen an ihre Gelübde Gehorsam, Armut und Keuschheit

(Vati­kan) Vor der Gene­ral­au­di­enz emp­fing Papst Fran­zis­kus heu­te vor­mit­tag die Obe­rin­nen katho­li­scher Frau­en­or­den, die an der Voll­ver­samm­lung des UISG-Dach­ver­ban­des der Obe­rin­nen in Rom teil­nah­men. Der Papst dank­te den Ordens­frau­en für ihren Ein­satz für die Kir­che durch ihr Gebet und ihr viel­fäl­ti­ges Apo­sto­lat.
Papst Fran­zis­kus sprach aus­führ­lich über den Ger­hor­sam und erin­ner­te die Ordens­frau­en an die Bedeu­tung ihres Gehor­sams­ge­lüb­des „als Hören auf den Wil­len Got­tes, der vom Hei­li­gen Geist ver­mit­telt und von der Kir­che beglau­bigt“ wird. Es gel­te zu akzep­tie­ren, daß der Gehor­sam gegen­über Gott auch durch mensch­li­che Ver­mitt­lung erfol­ge. Das Ver­hält­nis Auto­ri­tät-Gehor­sam sei kon­sti­tu­ti­ver Teil des kirch­li­chen Auf­trags und stel­le eine beson­de­re Umset­zung ihrer Ver­mitt­ler­rol­le dar.
Die Armut sei in der Logik des Evan­ge­li­ums die Über­win­dung jeder Form von Ego­is­mus, das lehrt Ver­trau­en in die gött­li­che Vor­se­hung zu haben. Armut als Hin­weis für die gan­ze Kir­che, daß „nicht wir das Reich Got­tes bau­en, es nicht die mensch­li­chen Mit­tel sind, die es wach­sen las­sen, son­dern in erster Linie die Macht und die Gna­de des Herrn, der durch unse­re Schwach­heit han­delt“, wie Radio Vati­kan berich­tet.
Die Keusch­heit „ist ein kost­ba­res Cha­ris­ma“, sie erwei­tert die Frei­heit sich Gott und den ande­ren zu schen­ken. „Die Keusch­heit um des Him­mel­rei­ches wil­len zeigt, daß die emo­tio­na­le Zunei­gung ihren Platz in der gereif­ten Frei­heit hat und ein Zei­chen der künf­ti­gen Welt ist, um immer den Pri­mat Got­tes erstrah­len zu las­sen. Aber, bit­te, eine ‚frucht­ba­re‘ Keusch­heit, eine Keusch­heit, die geist­li­che Kin­der der Kir­che zeugt. Die Gottgweih­te ist Mut­ter, sie muß Mut­ter sein und nicht ‚alte Jung­fer‘! Ver­zeiht“, füg­te der Papst impro­vi­siert hin­zu, „aber die­se Mut­ter­schaft, die Frucht­bar­keit des geweih­ten Lebens ist wich­tig. Die­se Freue geist­li­cher Frucht­bar­keit erfül­le euer Dasein: seid Müt­ter, wie die Mut­ter Maria und Mut­ter der Kir­che. Man kann Maria nicht ohne ihre Mut­ter­schaft ver­ste­hen, man kann die Kir­che nicht ohne ihre Mut­ter­schaft ver­ste­hen. Ihr seid Iko­ne Mari­ens und der Kir­che.“

 

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