Benedikt XVI. kehrt in den Vatikan zurück — Veröffentlicht Papst Franziskus letzte Enzyklika seines Vorgängers?

Jahr des Glaubens veröffentlicht Papst Franziskus letzte Enzyklika Benedikts XVI. über den Glauben?(Rom) In weni­gen Stun­den kehrt Bene­dikt XVI. in den Vati­kan zurück. Am Nach­mit­tag tritt er sei­ne vor­aus­sicht­lich letz­te Rei­se an, die ihn von Castel Gan­dol­fo nach Rom führt. In Rom wird er inner­halb der Leo­ni­ni­schen Mau­ern sei­ne Unter­kunft im Klo­ster Mater Eccle­siae bezie­hen. Damit beginnt ein noch nie dage­we­se­nes „Zusam­men­le­ben“ zwei­er Päp­ste im Vati­kan.

Ob es zu einer wei­te­ren Begeg­nung zwi­schen ihnen kom­men wird, wie jener in Castel Gan­dol­fo? Papst Fran­zis­kus könn­te sei­nen Vor­gän­ger jeder­zeit mit weni­gen Schrit­ten durch die Vati­ka­ni­schen Gär­ten besu­chen. Auf theo­lo­gi­scher Ebe­ne hat jeden­falls eine gewis­se Zusam­men­ar­beit zwi­schen den bei­den Päp­sten begon­nen.

Papst Fran­zis­kus könn­te bald, es heißt noch im Herbst, sei­ne erste Enzy­kli­ka ver­öf­fent­li­chen. Wie es scheint, wird die­ser der Ent­wurf zugrun­de lie­gen, den Bene­dikt XVI. sei­nem Nach­fol­ger beim erwähn­ten Zusam­men­tref­fen am 23. März auf Castel Gan­dol­fo über­ge­ben hat. Die Geschich­te des Ent­wurfs von Bene­dikt XVI. für eine Enzy­kli­ka über den Glau­ben ist schnell erzählt.

Die Entstehung des Entwurfs für eine Enzyklika über den Glauben

Mit der Eröff­nung des Jahrs des Glau­bens im Okto­ber 2012 über­gab der Papst der Sek­ti­on für die Glau­bens­leh­re an der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on sei­nen Ent­wurf für eine Enzy­kli­ka, die den Glau­ben zum Gegen­stand haben soll­te. Der Auf­trag lau­te­te, ihn im Licht sei­ner Aus­füh­run­gen zum The­ma als Papst, aber auch in sei­nen frü­he­ren Büchern aus­zu­ar­bei­ten. Nach eini­gen Wochen Arbeit über­ga­ben die Theo­lo­gen ihre Arbeit. Noch nicht damit zufrie­den, schick­te sie Papst Bene­dikt XVI. mit Anmer­kun­gen für eine erneu­te Bear­bei­tung zurück. Die zwei­te Über­ar­bei­tung der Kon­gre­ga­ti­on wur­de dem Papst knapp einen Monat vor sei­nem Amts­ver­zicht über­ge­ben.

Die Sek­ti­on für die Glau­bens­leh­re an der gleich­na­mi­gen Kon­gre­ga­ti­on wird seit 2009 von Pater Her­mann Geiß­ler gelei­tet. Der 48jährige Tiro­ler Prie­ster gehört der im öster­rei­chi­schen Bre­genz am Boden­see behei­ma­te­ten Gemein­schaft Das Werk an, der auch Leo Kar­di­nal Scheff­c­zyk ver­bun­den war. Pater Geiß­ler ver­dankt sei­ne Prie­ster­aus­bil­dung dem frü­he­ren Regens­bur­ger Bischof Rudolf Gra­ber und des­sen Prie­ster­se­mi­nar Col­le­gi­um Rudol­phinum in Hei­li­gen­kreuz bei Wien, wo er an der phi­lo­so­phisch-theo­lo­gi­schen Hoch­schu­le der Zister­zi­en­ser­ab­tei stu­dier­te. In Rom setz­te er anschlie­ßend sei­ne Stu­di­en fort, wo er 1991 an der Late­ran­uni­ver­si­tät über Kar­di­nal John Hen­ry New­man pro­mo­vier­te und im sel­ben Jahr zum Prie­ster geweiht wur­de. Nach zwei Jah­ren in der Pfarr­seel­sor­ge in Bre­genz wur­de Pater Geiß­ler 1994 an die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on beru­fen, wo er seit eini­gen Jah­ren als Sek­ti­ons­lei­ter eine der drei Abtei­lun­gen der Kon­gre­ga­ti­on lei­tet.

Den Ent­wurf für die Enzy­kli­ka führ­te Bene­dikt XVI. am 28. Febru­ar im Gepäck mit nach Castel Gan­dol­fo. Offen­sicht­lich zufrie­den mit der von der Sek­ti­on für die Glau­bens­leh­re gelei­ste­ten Arbeit und den letz­ten von ihm selbst vor­ge­nom­me­nen Ergän­zun­gen über­gab er die druck­fer­ti­ge Enzy­kli­ka sei­nem Nach­fol­ger mit dem Hin­weis, daß es nun Papst Fran­zis­kus zuste­he, zu ent­schei­den, was mit dem Ent­wurf geschieht.

„Lehrmäßig einwandfreie“, druckfertige Enzyklika an Papst Franziskus übergeben

Im Vati­kan heißt es, daß der Text voll­stän­dig und durch und durch ratz­in­ge­ria­nisch ist. „Er ist lehr­mä­ßig ein­wand­frei und gut gemacht“, wie der Vati­ka­nist Pao­lo Roda­ri sei­ne Quel­le an der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on zitiert.

Der Glau­ben war das zen­tra­le The­ma des Pon­ti­fi­kats von Bene­dikt XVI. „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ lau­te­te 2011 nicht von unge­fähr das Mot­to sei­nes drit­ten Deutsch­land­be­suchs. Im Mit­tel­punkt stand mit einer gei­sti­gen Groß­an­stren­gung das Bemü­hen den moder­nen Men­schen an Gott anzu­nä­hern. Ein Bemü­hen das jedoch immer auch die Kir­che betraf aus dem Wis­sen her­aus, daß die Kri­se der heu­ti­gen Kir­che „eine Kri­se des Glau­bens ist“. Bene­dikt XVI. war bewußt, daß in Tei­len der Kir­che der Kom­paß nicht mehr die rich­ti­ge Rich­tung anzeigt, weil sie das Ein­mal­eins des Glau­bens nicht mehr wirk­lich beherr­schen. Die den Kar­di­nal­tu­gen­den gewid­me­ten Jah­re soll­ten, so die Inten­ti­on des Pap­stes, im drit­ten und letz­ten Jahr des Glau­bens, die­sen stär­ken, aber auch auf den Man­gel hin­wei­sen.

Nun liegt die Enzy­kli­ka in der Hand von Papst Fran­zis­kus. Eine Ver­öf­fent­li­chung wird noch in die­sem Jahr für mög­lich gehal­ten. Wel­che Ände­run­gen der Papst dar­an vor­neh­men wird und wie umfang­reich die­se sein wer­den, ist noch nicht abzu­se­hen.

Bene­dikt XVI. kehrt mit sei­nen Bücher in den Vati­kan zurück, nicht allen, aber einem Groß­teil. Ein klei­ner Teil wur­de dem Päpst­li­chen Geheim­ar­chiv über­ge­ben. Für das ehe­ma­li­ge Kir­chen­ober­haupt wur­de im Klo­ster eine Biblio­thek und ein Stu­dier­zim­mer geschaf­fen, was unter ande­rem die Umbau­ar­bei­ten nötig mach­te, die einen sofor­ti­gen Ein­zug ver­hin­der­ten.  Ob es über die­se Enzy­kli­ka hin­aus noch wei­te­re indi­rek­te For­men der „Zusam­men­ar­beit“ zwi­schen den bei­den Päp­sten geben wird, ist schwer abschätz­bar und scheint nicht beson­ders wahr­schein­lich. Tat­sa­che ist, daß Bene­dikt XVI. in sei­ner klö­ster­li­chen Abge­schie­den­heit mit sei­nem theo­lo­gi­schen Sach­ver­stand für even­tu­el­le Anfra­gen sei­nes Nach­fol­gers bestens gerü­stet ist.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Amici Bene­det­to XVI.

34 Kommentare

  1. Am Abend des 28. 02. 2013 ende­te das Pon­ti­fi­kat Bene­dikt XVI. Von ihm kann kei­ne Enzy­kli­ka mehr ver­öf­fent­licht wer­den. Ein Not­stand, der die Ver­öf­fent­li­chung der fer­tig ver­fass­ten Enzy­kli­ka ver­hin­dert hät­te, bestand defi­ni­tiv nicht.
    Jede Enzy­kli­ka seit dem Amts­an­tritt von Papst Fran­zis­kus hat allein ihn zum Autor. Wenn er sei­nen Vor­gän­ger als ‚Quel­le‘ benutzt, ändert das nichts an dem Tat­be­stand.
    Oder haben wir uns jetzt an ein Papst­kol­le­gi­um zu gewöh­nen? An eine Dop­pel­spit­ze? Der eine ist für die Wer­bung, für die Medi­en­ar­beit zustän­dig, der ande­re für die Theo­lo­gie.
    Unmög­lich scheint in Rom nichts mehr.

    • Kei­ne schlech­te Idee. Bei­de wären für die jewei­li­gen Auf­ga­be abso­lut pas­send. Ich glau­be aber nicht, dass Fran­cis­cus der nai­ve unge­bil­de­te Mensch ist, der in die­sem Blog so oft beschwo­ren wird. Er ist in erster Linie Jesu­it und als sol­chen sehr, sehr gut aus­ge­bil­det. Er weiß sehr genau was er tut und wenn er sich ent­schei­det Tei­le der nicht ver­öf­fent­li­chen Enzy­kli­ka von Bene­dikt ein­zu­ar­bei­ten ist das sei­ne Entscheidung.……und die vom Bene­dikt (der wird kaum das Copy­right ein­kla­gen). Ein Papst­kol­le­gi­um ist eine wun­der­ba­re Vor­stel­lung, nur wie ist es dann mit „ex cathe­dra“??? Mein Tipp, hal­tet es mit Johan­nes 23: „wenn ich unfehl­bar bin, wenn ich „ex cathe­dra“ spre­che, spre­che ich nicht „ex cathe­dra“. Wir haben klu­ge Päp­ste.…..

  2. Soviel zum The­ma lang­ge­plan­ter Papst­rück­tritt…
    Da über­gibt der Papst Bene­dikt sei­ne fer­ti­ge und the­ma­tisch so über­aus wich­ti­ge Enzy­kli­ka dem Nach­fol­ger, der dar­an nun nach Gusto her­um­schnip­seln und sich schluss­end­lich mit frem­den Federn schmücken kann. Die Gläu­gi­gen erhal­ten dann einen raze-ber­go­glio­ni­schen Misch­masch und jeder kann sich wie­der her­aus­su­chen, was ihm passt. Das wird gefal­len!

  3. War­um regen sich die Leu­te denn so auf, wenn es wirk­lich so wäre? Wäre es wirk­lich soooo ent­setz­lich wenn Papst eme­ri­tus Bene­dict XVI noch mal so etwas wie eine Enzy­kli­ka ver­öf­fent­li­chen wür­de? Das kann doch nur för­der­lich sein. Einen Theo­lo­gen wie unse­ren Alt­papst gibt es eben sobald nicht mehr. Ich hof­fe, daß er noch lan­ge lebt. Und eine katho­li­sche „Dop­pel­spit­ze“ — hat doch was. Oder?

    • Ganz Ihrer Mei­nung, Regi­na. Nur, dass ich das nicht Dop­pel­spit­ze nen­nen wür­de. Es gibt nur einen amtie­ren­den Papst. Bene­dikt wird klug genug sein, sich zurück­zu­hal­ten, und Fran­zis­kus, ein aus­ge­wie­se­ner „Team-Play­er“, wird klug genug sein, sei­nen Vor­gän­ger zu kon­sul­tie­ren, wo es ihm ange­bracht scheint. Das kann und soll­te abseits der öffent­li­chen Wahr­neh­mung gesche­hen. Da die bei­den völ­lig ver­schie­de­ne Cha­ris­men haben, wäre die­se beding­te Kom­ple­men­ta­ri­tät gewiss zum Nut­zen der Kir­che. Man hat sich in letz­ter Zeit an so viel Neu­es gewöh­nen müs­sen, dass dies einen nun wirk­lich nicht mehr umwer­fen kann.

      • Die Anwe­sen­heit zwei­er Päp­ste im Vati­kan ist in der Kir­chen­ge­schich­te abso­lut bei­spiel­los und wirft theo­lo­gi­sche Pro­ble­me auf, die offen­bar noch nicht rich­tig zu Ende gedacht wor­den sind. Kann — darf es denn über­haupt einen Papa eme­ri­tus geben? Es gibt eme­ri­tier­te Bischö­fe, Pro­fes­so­ren etc. Ein eme­ri­tier­ter Bischof von Rom? Mei­net­we­gen ja! Aber ein eme­ri­tier­ter Papst? Nein, das kann nicht sein. Ich sehe das Papst­amt durch den Rück­tritt Bene­dikts XVI. beschä­digt. Schon wird der Ruf laut, den Titel „Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden“ abzu­schaf­fen, so jüngst der Münch­ner Dog­ma­ti­ker Stu­ben­rauch. Ist das nicht ein direk­ter Angriff auf den päpst­li­chen Pri­mat. Und Fran­zis­kus scheint ja auch kei­nen beson­de­ren Wert auf die­sen Titel zu legen. Wo soll das alles nur enden?

      • Umwer­fen wür­de es einen nicht mehr, inzwi­schen ist wohl nichts mehr unmög­lich, aber ob es gut wäre?

        Die­se Situa­ti­on hat es noch nie gege­ben, man muss abwar­ten, wie sich das ent­wickeln wird.

        • Da wird sich gar nichts „ent­wickeln“. Ratz­in­ger wird kom­plett im Off ver­blei­ben, er wird sei­nen Nach­fol­ger weder zu beein­flus­sen ver­su­chen noch wür­de die­ser das mit sich machen las­sen. Mag Prof. Ratz­in­ger sich aus uner­find­li­chen Grün­den „Papa eme­ri­tus“ nen­nen las­sen, wir haben nur einen Papst, Fran­zis­kus. Etwas ande­res ist auch eine unmög­li­che Mög­lich­keit.

          • Ratz­in­ger könn­te aber Ein­fluss auf Papst Fran­zis­kus neh­men, das habe ich gemeint und dabei wäre mir nicht wohl.

          • Da müs­sen Sie sich nicht sor­gen. Ratz­in­ger ist inzwi­schen so geschwächt, daß er weder phy­sisch noch psy­chisch noch in der Lage ist, sei­nen Nach­fol­ger irgend­wie ein­zu­n­or­den. Selbst wenn er die­ses wol­len wür­de, was bezwei­felt wer­den darf. Und wie gesagt, Fran­zis­kus der Gro­sse wäre der Aller­letz­te, der sol­ches mit sich machen lie­sse.

          • Da haben Sie ja inter­es­san­te Insi­der­infor­ma­tio­nen geof­fen­bart, wer­ter Dun­kel­ka­tho­lik. Ist Ihnen zufäl­lig auch bekannt, ob von offi­zi­el­ler oder inof­fi­zel­ler Sei­te dem plötz­li­chen phy­si­schen und — wie sie inter­es­san­ter­wei­se behaup­ten — psy­chi­schen Ver­fall unse­res viel­ge­lieb­ten Hei­li­gen Vaters eme­ri­tus ein wenig nach­ge­hol­fen wur­de?
            Ach, und den Titel „der Gro­sse“ haben Sie unse­rem demü­ti­gen Fran­zis­kus nach gut einem Monat Bischof-von-Rom-Sein (wohl­ge­merkt: ich sage nicht Spie­len!) auch schon zuge­dacht! Darf ich Sie ganz ohne Anflug von Häme fra­gen, ob Sie sich gei­sti­ger Gesund­heit erfreu­en? Oder lei­den Sie seit dem 13. März an einer beson­ders aus­ge­präg­ten Form von Ber­go­glio­ma­nie?

          • Das ist die Fra­ge der Fra­gen! Jetzt wird mir eini­ges kla­rer! — Die Ber­go­glio­ma­nia muss mit hell­se­he­ri­schen Fähig­kei­ten ver­bun­den sein — der Herr kennt sich in mei­nem Innen­le­ben so gut aus, dass ich immer wie­der stau­ne und mich über mei­ne mir bis dato unbe­kann­te Dop­pel­na­tur wun­dern darf. Viel­leicht ist es auch die Ber­go­glio­ma­ni­pu­lio­ma­nia?

  4. Unan­ge­neh­me Vor­stel­lung, dass da an einer fer­ti­gen Enzy­kli­ka, die es, aus wel­chen Grün­den auch immer, nicht mehr vor dem 28.2.2013 an die Öffent­lich­keit geschafft hat (?!), womög­lich her­um­ge­schnip­selt oder her­um­ge­dok­tert wer­den könn­te…
    Gab es nicht schon Ärger wegen der Enzy­kli­ka „Spe sal­vi“ anno 2007? Zu kri­tisch gegen­über der säku­la­ren und gott­frei­en Demo­kra­tie, zu sehr auf die Not­wen­dig­keit einer fest ver­an­ker­ten christ­li­chen Deu­tung der Lebens­voll­zü­ge fixiert etc. Zwei­fel dar­an, dass man eine Gesell­schaft, die Gott aus­schließt aus ihrer Ver­fas­sung dau­er­haft mensch­lich hal­ten kann… war es nicht so?

    Sprä­che etwas dage­gen, dass Bene­dikt den als Enzy­kli­ka geplan­ten Text ein­fach als ganz nor­ma­len theo­lo­gi­schen Text aus sei­ner Feder ver­öf­fent­licht? Weiß da jemand etwas?

    Man­che, sehr klu­ge Kom­men­ta­to­ren hier, haben schon an ande­rer Stel­le dar­auf hin­ge­wie­sen, dass das Pro­blem der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che der fast völ­li­ge Ver­lust jedes über­na­tür­lich-eschao­lo­gi­schen Den­kens ist. Ohne dies ergibt der christ­li­che Glau­be kei­nen Sinn mehr und es ist ehr­li­cher, agno­sti­scher Phi­lo­soph zu wer­den.

    Nur, wo tra­di­tio­nell geglaubt wird, wächst etwas — vgl. auch den Arti­kel heu­te über die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta.

    Wer Glau­ben hat, der Ber­ge ver­set­zen könn­te, aber kei­ne Lie­be, klingt nach Blech — frei nach Pau­lus. Dar­auf beru­fen sich die Escha­to­lo­gie-Ver­wei­ge­rer. Klamm­heim­lich wur­de aus christ­li­cher Lie­be in der glau­bens­frei­en kle­ri­ka­len Zone auto­ri­tä­re Sen­ti­men­ta­li­tät. Ob daher die Lie­be, die Cari­tas, von der Pau­lus sprach, ohne rech­ten Glau­ben und rech­te Hoff­nung über­haupt mög­lich ist?

    Wer spricht mit Auto­ri­tät und im vol­len Ein­klang mit dem depo­si­tum fidei aus, was rech­ter Glau­be ist? Mit Auto­ri­tät wohl­ge­merkt, eben nicht im auto­ri­tä­ren Stil des Unge­hor­sams, der die Ach­tung vor dem Amt umkehrt in Anse­hen der Per­son und Kle­ri­ka­lis­mus oder womög­lich aka­de­mi­schen Dün­kel, der nach erhal­te­nen Prei­sen oder Zen­su­ren und nicht mehr nach Wahr­heit fragt…

    • „Wer Glau­ben hat, der Ber­ge ver­set­zen könn­te, aber kei­ne Lie­be, klingt nach Blech – frei nach Pau­lus. Dar­auf beru­fen sich die Escha­to­lo­gie-Ver­wei­ge­rer. Klamm­heim­lich wur­de aus christ­li­cher Lie­be in der glau­bens­frei­en kle­ri­ka­len Zone auto­ri­tä­re Sen­ti­men­ta­li­tät. Ob daher die Lie­be, die Cari­tas, von der Pau­lus sprach, ohne rech­ten Glau­ben und rech­te Hoff­nung über­haupt mög­lich ist?“
      +++
      Haben Sie in dem Zusam­men­hang schon die heu­ti­ge Tages­pil­le von F. genos­sen?
      http://www.kath.net/news/41154

      Der päpst­li­che Gedan­ke, das unser „Nein“ zu die­sem und jenem eine Fol­ge des „Ja“ ist, das in der Lie­be Chri­sti bleibt, gefällt mir aller­dings außer­or­dent­lich. So muss man auch das „Nein“ Erz­bi­schof Lef­eb­v­res ver­ste­hen. Ob das der Papst aller­dings genau­so sieht und nun alles in sei­ner Macht ste­hen­de anord­net, um den Hei­li­gen Geist für sei­ne „zwei­te Arbeit“ freie Bahn zu schaf­fen (Stich­wort: „das Expe­ri­ment der Tra­di­ti­on wagen“/siehe Lef­eb­v­re-Zitat im Vor­wort Mit­tei­lungs­blatt der FSSPX, Mai 2013, Nr.412, S. 2), auf dass uns der Hei­li­ge Geist anhand der Früch­te zei­ge, wel­cher Weg der rich­ti­ge für die Kir­che ist!?

      • Tja…danke für den Hin­weis auf die neue­ste Pil­le… Wann weiß ich, wel­ches „Nein“ jetzt ein „Nein“ ist, das aus dem „Ja der Lie­be“ kommt?
        Bei F. gibt es gutes und böses „Nein“.
        Lie­ber Hic est hodie — die­ses F.-Pillen-Doping geht aufs intel­lek­tu­el­le Lei­stungs­ver­mö­gen und macht mich scheu, dies­mal gegen die katho­li­schen „Puri­ta­ner“ und „Para-Evan­ge­li­ka­len“. Jetzt wis­sen Sie’s: Lef­eb­v­re war ein Para-Puri­ta­ner, ein nein­sa­gen­der Gue­ril­la ohne umgrei­fen­des Ja. Zing, pifff­paff, erwischt! Ja, ja, das ist es — Moment, nein, äh ja, halt doch, dies­mal ein gesun­des „Nein“ wegen des lie­be­vol­len „Ja“ zu den Pius-Puris, jaja­ja und des­we­gen aus lau­ter Lie­be nein­nein. Nein, bzw. ja, oder doch umge­kehrt? Also ich mei­ne doch ein rei­nes Nein ohne Ja drum­her­um, das ist der Feh­ler der Pius-Puris, und den machen wir natür­lich nicht, nein­nein, ja genau…

        Wochen spä­ter:

        Jesus hat gesagt, man kön­ne an den Früch­ten erken­nen, wo der Hl. Geist wirkt… Und unser Ja sei ein ja und unser Nein ein Nein.

        Ja, Sie haben recht. Ja Ja Ja!

  5. Streng genom­men müß­te Bene­dikt XVI. nach sei­nem Rück­tritt wie­der das sein, was er vor­her, näm­lich Kar­di­nal. Das dem nicht so ist, lädt zu Spe­ku­la­tio­nen ein.

    • Streng genom­men ist das Unfug. Er ist kein Kar­di­nal mehr, seit er zum Papst gewählt wur­de. Sei­ne Titel­kir­che hat ein ande­rer Kar­di­nal erhal­ten — soll der sie jetzt wie­der abge­ben? Kar­di­nal ist mehr als ein rotes Män­tel­chen…

      • Als „eme­ri­tier­ter“ Papst wei­ter­hin das Pri­vi­le­gi­um des päpst­li­chen Habits zu haben, fin­de ich eben­falls sehr unge­wöhn­lich. Das ist außer­dem kein sehr zurück­ge­zo­ge­nes Leben, das Bene­dikt XVI. im Her­zen des Vati­kan füh­ren kann. Ich bin erstaunt. Wenn­gleich nicht unbe­dingt Mon­te­cas­si­no, so zumin­dest einen völ­lig ande­ren Ort, ent­fernt von sei­ner päpst­li­chen Wir­kungs­stät­te. Wäre es schlimm gewe­sen, wenn er sich für das Braum der Fran­zis­ka­ner oder das Schwarz eder Bene­dik­ti­ner ent­schie­den hät­te?

        • Gewis­se Unter­schie­de gibt es schon: Bene­dikt trägt nur noch einen lose fal­len­den wei­ßen Talar, ohne Zin­gu­lum und ohne Mozet­ta, dazu brau­ne Halb­schu­he.

          ich hät­te es aller­dings auch bes­ser gefun­den, wenn er z.B. einen schwar­zen Talar tra­gen wür­de und wenn er sei­nen Ruhe­sitz außer­halb des Vati­kans genom­men hät­te.

          Z.B. in einem Klo­ster in Bay­ern.

        • In der Tat, da haben Sie Recht. Da Ratz­in­ger nur Welt­prie­ster und kein Ordens­mann ist, wäre der brau­ne oder schwar­ze Ordens­ha­bit für ihn natür­lich nicht in Fra­ge gekom­men. Aber kon­se­quent wäre es gewe­sen, wenn er wie­der den nor­ma­len Anzug aus sei­ner Pro­fes­so­ren­zeit mit Kol­lar ange­zo­gen hät­te. Dass er sich immer noch in der päpst­li­chen Sou­ta­ne bewegt, lädt aller­dings zu gewis­sen Spe­ku­la­tio­nen ein. Domi­ni­ka­ner ist er ja auch nicht. Wenig­stens hat er die roten Schüh­chen ent­sorgt. 🙂 Und Fran­zis­kus ist so sturm­fest und erd­ver­wach­sen, demm ist das wurscht, ob der sog. „Papa eme­ri­tus“ ein paar Schrit­te weit weg an der vati­ka­ni­schen Mai­er oder auf dem Mon­te­cas­si­no sei­nen Lebens­abend ver­bringt

          • Und stel­len Sie sich ein­mal vor, Papst Bene­dikt wäre nicht zurück­ge­tre­ten (wor­den?), dann müss­ten sich der Vati­kan und wir Gläu­bi­gen nicht mit die­sen lei­di­gen Pro­blem­fra­gen (Wohn­sit­ze, Titel, rote Schu­he, Papast­in­si­gni­en ja oder nein) her­um­schla­gen, unser Si,si-No,no-Bergoglio-Neupapst hät­te sei­ne Tage fried­lich am Ende der Welt beschlie­ßen kön­nen, wo sei­ne Erd­ver­wach­sen­heit einen gewis­sen sinn­stif­ten­den Zweck erfüllt haben wür­de und wo er even­tu­ell sogar noch ein­mal eine zwei­te Chan­ce erhal­ten hät­te, die von Ihnen atte­stier­te Sturm­fe­stig­keit — bei­spiels­wei­se unter einer neu­en Mili­tär­jun­ta — unter Beweis zu stel­len. In sum­ma: es wäre für ALLE Betei­lig­ten ein Segen gewe­sen, wenn es die­sen Papst­rück­tritt NIE gege­ben hät­te.

    • Immer­hin wird dadurch qua­si der „cha­rac­ter inde­le­bi­lis“ des Papst­am­tes betont. Papst­sein ist halt mehr, als nur Bischof von Rom zu sein. Papst bleibt man für Zeit und Ewig­keit. Ein Rück­tritt vom Papst­amt ist des­halb in der Tat nur in ganz schwer­wie­gen­den Aus­nah­me­fäl­len mög­lich und theo­lo­gisch im Grun­de eine voll­kom­men unaus­ge­go­re­ne Sache.

      • Wo bit­te­schön fin­den Sie den angeb­li­chen „cha­rac­ter inde­le­bi­lis des Papst­am­tes“ belegt? da wäre ich neu­gie­rig, die Beleg­stel­le genannt zu bekom­men. Ein Papst wird nicht geweiht., er befin­det sich also gegen­über dem drei­fach geglie­der­ten Wei­he­amt nicht in einem onto­lo­gisch höhe­ren Sta­tus. Also ist das „Papst­amt“, im Unter­schied zum Bischofs­amt, funk­tio­nal, nicht sakra­men­tal. Kon­kret gesagt: Der Bischof von Rom ist dies nicht, weil er Papst ist, son­dern der Papst ist Papst, weil er Bischof von Rom ist. Inso­fern ist es theo­lo­gisch und kir­chen­recht­lich völ­lig rich­tig, daß der Papst von sich sel­ber immer als „Bischof von Rom“ spricht. Was übri­gens auch Bene­dikt XVI. stets getan hat.

        • Ach, da bit­te ich um Ihre Hil­fe, ist das Papst­amt tat­säch­lich unlös­bar mit dem Amt des Bischofs vom Rom ver­knüpft? Hät­te dies dann zur Fol­ge, wenn Rom bei­spiels­wei­se unter die Herr­schaft der Mus­li­me fie­le und unter­gin­ge, wür­de es dann kei­nen Ppast mehr geben, bzw. wür­de sein Bischof­amt zur rei­nen Titu­la­tur? Ist mit der Krö­nung des Pap­stes, der Wahl eines neu­en Namens, sei­ner drei­fa­chen Regent­schaft und sei­nem umfas­sen­den Juris­dik­ti­ons­pri­mat nicht auch eine onto­lo­gi­sche Ver­än­de­rung ver­bun­den? Wel­chen dog­ma­ti­schen Ver­bind­lich­keits­grad bean­sprucht Ihre rein funk­tio­na­le Sicht auf das Papst­amt?

          • Der Papst wird schon lan­ge nicht mehr „gekrönt“ son­dern fei­er­lich in sein Amt ein­ge­führt.

        • Das Papst­amt ist ent­we­der sakral oder banal. Wie soll denn ein Funk­tio­när das Heil der See­len in den Hän­den hal­ten? Schon mal was von Bin­de- und Löse­ge­walt gehört?

          • Das Papst­amt ist wie jedes geist­li­che Amt natür­lich sakral und nicht banal. Aber es ist nun ein­mal nicht sakra­men­tal Oder haben Sie Bele­ge, daß ein Papst jemals als sol­cher geweiht wor­den ist. Nach dem Kir­chen­recht kann ja jeder männ­li­che getauf­te Katho­lik zum Papst gewählt wer­den. Nach erfolg­ter Wahl wür­de er natür­lich geweiht aber eben „nur“ zum Bischof, mit­nich­ten zum Papst. Ergo ist das Papst­amt funk­tio­nal, das des Bischofs von Rom sakra­men­tal. Und was den „umfas­sen­den Juris­dik­ti­ons­pri­mat“ angeht: so onto­lo­gisch kann der nicht sein, sonst gäbe es ihn seit Anbe­ginn, statt erst seit 142 Jah­ren. Die Kir­che ist 1871 Jah­re ganz gut ohne aus­ge­kom­men. Also: wor­in soll die „onto­lo­gi­sche Ver­än­de­rung“ lie­gen, die einer durch sei­ne Wahl zum Papst erfährt?? Zu einer onto­lo­gi­schen Ver­än­de­rung gehört eine Kon­se­kra­ti­on. Wie wird ein Kar­di­nal Papst zum Papst kon­se­kriert?? Hab ich noch nie gehört.

          • Ihn gab es eben nicht erst seit 1871, das ist Quatsch! Das Kon­zil hat nicht „Wahr­heit geschaf­fen“, son­dern bloß fest­ge­stellt und expli­zit for­mu­liert, was wahr ist und schon immer war. — So hat nicht etwa das IV. Late­ran-Kon­zil „die Wesens­ver­wand­lung erfun­den“, son­dern bloß fest­ge­stellt, daß die­se schon immer Glau­be der Kir­che war & immer sein wird. — Es ist also zu unter­schei­den zwi­schen der Wahr­heit selbst und der Erkennt­nis & Fest­stel­lung die­ser — zeit-inva­ri­an­ten — einen Wahr­heit.

          • Es wäre ja auch ziem­lich gro­tesk, zu behaup­ten, die Gra­vi­ta­ti­ons­kraft zwei­er Mas­sen sei „erst seit New­tons ‚Princi­pia Mathe­ma­ti­ca‘ “ pro­por­tio­nal zum rezi­pro­ken Abstands­qua­drat die­ser Mas­sen …

          • Mit die­sem pseu­do-Ein­wand glau­ben heu­te ja auch vie­le, den frü­hen tri­ni­ta­ri­schen bzw. chri­sto­lo­gi­schen Kon­zi­li­en bzw. Dog­ma­ta „begeg­nen“ zu kön­nen; nicht erst seit Nikäa / Kon­stan­ti­no­pel / Chal­ke­don ist Jesus von Naza­reth
            — iden­tisch mit dem ein­zig­ge­bo­re­nen Sohn Got­tes, dem Logos, der zwei­ten Per­son der Aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit;
            — wesens­gleich mit dem Vater;
            — wah­rer Gott und wah­rer Mensch. -
            Die­se eine, ewi­ge Wahr­heit wird auch nicht im Gering­sten etwa dadurch „geschmä­lert“, daß es — kon­tin­gen­ter­wei­se — nun mal Kai­ser Kon­stan­tin der Gro­ße war, der das 1. Kon­zil nach Nikäa ein­be­rief …

        • Ja, ich muss Ihnen da lei­der wider­spre­chen. Der Juris­dik­ti­ons­pri­mat beruht auf wahr­haf­ter bischöf­li­cher Gewalt. Dies impli­ziert, dass der Papst nicht ein­fach nur Bischof von Rom, son­dern, auf­grund sei­nes umfas­sen­den Pri­ma­tes, auch Uni­ver­sal­bi­schof der Gesamt­kir­che ist. Als sol­cher spricht er ex cathe­dra unfehl­bar. Als Bischof von Rom besitzt er die­se Unfehl­bar­keit nicht. Seit apo­sto­li­schen Zei­ten wird zwar die Lehr- und Lei­tungs­au­to­ri­tät für die Gesamt­kir­che den Bischö­fen von Rom als natür­li­che Nach­fol­ger des Hei­li­gen Petrus zuge­spro­chen und das I. Vati­ka­num defi­nier­te es daher logi­scher­wei­se als „de fide“, dass die Nach­fol­ger des Petrus im Pri­mat die römi­schen Bischö­fe sind, auf wel­chem Rechts­ti­tel die­se Ver­bin­dung aller­dings beruht, wur­de nicht defi­niert. Eine Tren­nung des Pri­ma­tes vom römi­schen Bischofs­stuhl ist daher im Bereich des Mög­li­chen. Man sieht hier­an, dass das Papst­amt eine eige­ne Qua­li­tät besitzt, die im Juris­dik­ti­ons­pri­mat begrün­det ist, der den Papst wesent­lich von ande­ren Bischö­fen unter­schei­det. Inso­fern kann ein Papst eme­ri­tus nie­mals wie­der ein­fa­cher Bischof oder gar Pro­fes­sor sein. Cha­rak­ter inde­le­bi­lis hin oder her — der Vati­kan sieht es offen­bar ähn­lich, sonst hät­te man Bene­dikt die­se Pri­vi­le­gi­en nicht zuge­stan­den.

  6. Das Amt des Pap­stes ist gebun­den an die beson­de­re Auf­ga­be, die dem Apo­stel Petrus von Jesus Chri­stus selbst ver­lie­hen wur­de. Weil das Wir­ken die­ses Apo­stels in Rom sei­nen Höhe­punkt fand, gera­de im Mar­ty­ri­um, ist der Papst immer auch der Bischof von Rom.
    Bene­dikt XVI. hat — rich­tig — mei­stens von sich als Nach­fol­ger des Apo­stels Petrus gespro­chen, öffent­lich, auch vor Staats­ober­häup­tern, bei allen öffent­li­chen Gele­gen­hei­ten. Mit ‚Bischof von Rom‘ bezeich­ne­te er sich nur dann, wenn es ange­bracht war, wenn er sich aus­schließ­lich an den römi­schen Kle­rus wand­te, an „sei­ne Römer.“
    Demon­stra­tiv hat Papst Fran­zis­kus gegen die­ses bis dahin gül­ti­ge Amts­ver­ständ­nis ver­sto­ßen, als er sich nach sei­ner Wahl der Welt­kir­che, ja, der Welt­öf­fent­lich­keit, als „Bischof von Rom“ vor­stell­te, sein Amt nicht mehr mit der Nach­fol­ge des Apo­stels Petrus ver­band, das nur welt­weit zu ver­ste­hen ist.
    Er ist zu klug, als dass er nicht gewusst hät­te, was er tat.
    Es gibt nur EINEN Nach­fol­ger des Apo­stels Petrus, Bene­dikt XVI. ist es seit sei­nem Rück­tritt nicht mehr. Man mag das bedau­ern, dar­un­ter lei­den, aber es ist hin­zu­neh­men. Alles ande­re beschä­digt das Amt des Pap­stes.
    Eine „MISCH-ENZYKLIKA“ , teils Bene­dikt, teils Fran­zis­kus, wäre für das Papst­amt fatal. Allein, dass die­se Mög­lich­keit ins Gespräch gebracht wird, zeigt, wie her­un­ter­ge­kom­men das Amt des Pap­stes bereits ist.
    Noch erschrecken­der ist,dass die über­wie­gen­de Mehr­heit der prak­ti­zie­ren­den Katho­li­ken sich nicht mehr dar­an stört. Schlim­mer noch: Dass selbst die Lei­tung der FSSPX sich weit­ge­hend zu dem „neu­en Stil“ in Schwei­gen hüllt, so, als sei das alles ganz nor­mal, was sich in Rom vor aller Augen abspielt.
    Viel­leicht ist das ja auch nor­mal, viel­leicht ist Bischof Fel­lay ein­fach nur zeit­ge­mäß, wenn er die über­wäl­ti­gen­de Zustim­mung teilt, die Papst Fran­zis­kus ent­ge­gen­ge­bracht wird. Wäh­rend eine völ­lig unbe­deu­ten­de Kom­men­taro­rin in die Tie­fen der Ver­gan­gen­heit gesun­ken ist und es noch nicht mal merkt…

Kommentare sind deaktiviert.