Queen Elisabeth II. kommt nach Rom — Kein Treffen mit dem Papst

Elisabeth II. und Johannes Paul II. 1980 in Rom(London/Rom) Eli­sa­beth II., die Köni­gin des Ver­ei­nig­ten König­reichs Groß­bri­tan­ni­en und Nord­ir­land, so der offi­zi­el­le Titel, wird dem­nächst zum vier­ten Mal Ita­li­en besu­chen. Im Gegen­satz zu ihren Staats­be­su­chen am Mit­tel­meer, wird die Mon­ar­chin die­ses Mal weder den Vati­kan auf­su­chen noch den Papst sehen.

Wäh­rend des zwei­tä­gi­gen Auf­ent­halts in Rom, der für den 6. und 7. März vor­ge­se­hen ist, ist kein Pro­gramm­punkt im Kir­chen­staat vor­ge­se­hen. Dies teil­te der „Pres­se­saal“ des Hei­li­gen Stuhls auf Nach­fra­ge von News Cat­to­li­che mit, nach­dem Buck­ing­ham Palace ver­gan­ge­nen Don­ners­tag die Ita­li­en­rei­se bekannt­gab. Grün­de, wes­halb der Vati­kan kein Tref­fen mit der Köni­gin vor­sieht, wur­den kei­ne genannt.

Bei den drei bis­he­ri­gen Besu­chen in Rom hat­te die Köni­gin, die gleich­zei­tig auch Ober­haupt der angli­ka­ni­schen Kir­che von Eng­land ist, jeweils den Papst getrof­fen: 1961 Johan­nes XXIII., 1980 und 2000 Johan­nes Paul II.

Eine offi­zi­el­le Begeg­nung der Köni­gin mit Papst Bene­dikt XVI. fand hin­ge­gen am 16. Sep­tem­ber 2010, wäh­rend der Pasto­ral­rei­se des Pap­stes in das Ver­ei­nig­te König­reich statt. Es war die erste offi­zi­el­le Rei­se eines Pap­stes als Staats­ober­haupt in das Ver­ei­nig­te König­reich seit der Abspal­tung des Lan­des von der katho­li­schen Kir­che durch König Hein­rich VIII. 1982 hat­te Johan­nes Paul II. als erstes katho­li­sches Kir­chen­ober­haupt seit der Spal­tung Eng­land besucht.  Wur­de Johan­nes Paul II. von der Queen in Lon­don nur zu einem pri­va­ten Tref­fen emp­fan­gen, kam es zwi­schen Eli­sa­beth II. und Bene­dikt XVI. zu einem offi­zi­el­len Tref­fen, das in Edin­burgh statt­fand, da die Köni­gin in Schott­land nicht Kir­chen­ober­haupt ist.

War es in Edin­burgh die Köni­gin, die den Papst als Staats­gast emp­fing, wäre nun der Papst an der Rei­he, die Köni­gin in Rom zu emp­fan­gen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vigna del Signo­re