Piusbruderschaft kauft Kirche im Heiligen Bezirk von Lourdes

(Lour­des) Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. kauf­te ein Grund­stück mit Kir­che und meh­re­ren Gebäu­den, das in der Nähe vom Hei­li­gen Bezirk und der Grot­te der Erschei­nung liegt.

Die tra­di­ti­ons­treue Schwe­stern-Kon­gre­ga­ti­on der „Klei­nen Die­ne­rin­nen des hl. Johan­nes des Täu­fers“ hat das rie­si­ge Gelän­de erwer­ben kön­nen. Der neu­erste­hen­de Kon­vent, dem in Zukunft auch ein Alten­heim für Prie­ster, ein Haus für Exer­zi­ti­en und für die Auf­nah­me von kran­ken Pil­gern ange­glie­dert wer­den soll, konn­te vor kur­zem gekauft wer­den. Der Gebäu­de­kom­plex liegt an der Stra­ße des hei­lig­sten Her­zens Jesu (rue du Sacré CÅ“ur).

Das gan­ze Gelän­de hat ca. 10.000 Qua­drat­me­ter – inmit­ten der Alt­stadt von Lour­des. Die neu­erwor­be­ne Kir­che hat ca. 300 Sitz­plät­ze und meh­re­re Altä­re.

Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. wird auf dem Grund­stück ein Prio­rat unter dem Patro­nat der hl. Ber­na­det­te errich­ten. Die fei­er­li­che Ein­wei­hung ist am 15. August 2011.

„Mit dem Kauf wur­de ein Wunsch von Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re Wirk­lich­keit, der sich immer ein geist­li­ches Zen­trum der Bru­der­schaft in der Stadt der Imma­cu­la­ta gewünscht hat­te“, heißt es auf der Web-Sei­te der Pius­bru­der­schaft.

Lour­des ist mit fast 6 Mil­lio­nen Pil­gern einer der meist­be­such­ten Wall­fahrts­or­te der Welt. Er liegt in der Nähe der spa­ni­schen Gren­ze am Ran­de der fran­zö­si­schen Pyre­nä­en.

Die Wall­fahrt nach Lour­des begann mit einer Serie von Mari­en­er­schei­nun­gen im Jahr 1858. Zwi­schen dem 11. Febru­ar 1858 und dem 16. Juli d. Jah­res erschien der spä­ter hei­lig­ge­spro­che­nen Ber­na­det­te Sou­bi­rous in einer Grot­te acht­zehn Mal eine Dame, die sich spä­ter mit den Wor­ten „Ich bin die Unbe­fleck­te Emp­fäng­nis“ vor­stell­te und die Men­schen zur Buße und zum Beten des Rosen­kran­zes auf­rief.

Von den 7000 gemel­de­ten Hei­lun­gen wur­den 67 mitt­ler­wei­le von der Kir­che als Wun­der im strik­ten Wort­sin­ne aner­kannt.

Die Pius­bru­der­schaft ver­an­stal­tet jedes Jahr im Okto­ber eine inter­na­tio­na­le Wall­fahrt. Durch die Erlaub­nis der kirch­li­chen Auto­ri­tä­ten durf­te sie in den letz­ten Jah­ren – wie alle ande­ren Pil­ger­grup­pen auch –, die Kir­chen des Hei­li­gen Bezirks nut­zen.

Die tra­di­ti­ons­treue Kon­gre­ga­ti­on der „Klei­nen Die­ne­rin­nen des hl. Johan­nes des Täu­fers“ (Peti­tes Ser­van­tes de Saint Jean Bap­ti­ste) wur­de 1978 als kran­ken­pfle­gen­de Gemein­schaft in der Nähe der west­fran­zö­si­schen Hafen­stadt Nan­tes gegrün­det. Die Schwe­stern – ca. 30 – füh­ren heu­te ein Tagungs­haus und ein Alten­heim. Die prie­ster­li­che Betreu­ung liegt seit der Grün­dung bei der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X.

Video (in fran­zö­si­scher Spra­che) von der ersten fei­er­li­chen Mes­se in der neu­erwor­be­nen Kir­che am 31. Juli 2011, dem Fest des Patrons des neu­erwor­be­nen Klo­sters, des hl. Igna­ti­us von Loyo­la: