Erste russisch-orthodoxe Kirche der arabischen Halbinsel eingeweiht

(Mos­kau) Nach vier Jah­ren Bau­zeit wur­de die erste rus­sisch-ortho­do­xe Kir­che auf der ara­bi­schen Halb­in­sel ein­ge­weiht. Die Kir­che wur­de in der Stadt Schard­scha in den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten errich­tet und ist dem Apo­stel Phil­ip­pus geweiht. Wie die Inter­net­sei­te des Mos­kau­er Patri­ar­chats bekannt­gab, konn­ten auf der Spit­ze aller fünf Kup­pel ver­gol­de­te Kreu­ze ange­bracht wer­den. In der Regel wird in isla­mi­schen Staa­ten die Anbrin­gung christ­li­cher Sym­bo­le wie das Kreuz im Äuße­ren nicht gestat­tet. Vor der Anbrin­gung wur­den die in Ruß­land gefer­tig­ten Kreu­ze durch den Pfar­rer der Kir­che, Alex­an­der Zar­kes­her geseg­net.

Zur Kir­che gehört ein drei­stöcki­ges Gebäu­de, das als Pfarr­haus und Kul­tur­zen­trum dient. Das Mos­kau­er Patri­ar­chat erin­nert an die „Bedeu­tung des Ereig­nis­ses für die ortho­do­xe Gemein­schaft in der Gegend“. Mög­lich wur­de der Kir­chen­bau durch Sul­tan bin Moha­med al-Qas­si­mi III., des Emirs von Schard­scha, der mit sei­ner Ent­schei­dung die letz­ten Hür­den besei­tig­te. Das Patri­ar­chat von Antio­chi­en, in des­sen Zustän­dig­keit die ara­bi­sche Halb­in­sel fällt, erteil­te die Zustim­mung, daß die rus­si­sche Gemein­schaft durch einen Prie­ster des Mos­kau­er Patri­ar­chats betreut wird.

Die Grund­stein­le­gung im Jahr 2007 nahm der dama­li­ge Metro­po­lit von Smo­lensk und Kali­nin­grad (Königs­berg) vor, der heu­te amtie­ren­de rus­sisch-ortho­do­xe Patri­arch von Mos­kau, Kyrill I.

(Asianews/Giuseppe Nar­di, Bild: Asia­news)