„Du finanzierst Zwangsabtreibungen in China (durch die UNO)“ — Appell von Women’s Rights Without Frontiers

(Peking) Die Vor­sit­zen­de von Women’s Rights Without Fron­tiers, Reg­gie Litt­le­john ((Reg­gie Litt­le­john, Vor­sit­zen­de Women’s rights without fron­tiers, Juri­stin, befaßt sich vor allem mit der chi­ne­si­schen Ein-Kind-Poli­tik, zu die­sem The­ma bereits als Exper­tin ein­ge­la­den vom Euro­päi­schen Par­la­ment, dem bri­ti­schen Par­la­ment, vom Wei­ßen Haus, und dem ame­ri­ka­ni­schen Kon­greß, Vor­trä­ge an der Har­vard Law School, der Stan­ford Law School, der Geor­ge Washing­ton Uni­ver­si­ty und der The Heri­ta­ge Foun­da­ti­on)), rich­tet einen Appell, die Finan­zie­rung von inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen zu blockie­ren, die in Chi­na Zwangs­ab­trei­bun­gen und Zwangs­ste­ri­li­sa­tio­nen unter­stüt­zen.

In der kom­mu­ni­sti­schen Volks­re­pu­blik Chi­na ste­hen Zwangs­ab­trei­bun­gen und Zwangs­ste­ri­li­sa­tio­nen, selek­ti­ve Abtrei­bung weib­li­cher Föten und weib­li­cher Kin­der­mord auf der Tages­ord­nung. Sie wer­den von Staats­be­am­ten als Instru­men­te zur Bevöl­ke­rungs­kon­trol­le ein­ge­setzt und als Zwangs­maß­nah­men zur poli­ti­schen Kon­trol­le der eige­nen Bevöl­ke­rung. Die­se Zwangs­maß­nah­men wer­den von der UNO und ande­ren inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen finan­ziert. Auf die­se Wei­se sei­en alle Staa­ten in die men­schen­ver­ach­ten­den Poli­tik der kom­mu­ni­sti­schen Dik­ta­tur in der Volks­re­pu­blik Chi­na invol­viert. Die Finan­zie­run­gen der UNO und daher indi­rekt aller UN-Mit­glieds­staa­ten, die durch ihre Bei­trä­ge wie­der­um die Ver­ein­ten Natio­nen finan­zie­ren, ermög­li­chen jenes „Blut­bad“, das „hun­dert­fach grö­ßer ist als das Mas­sa­ker am Tien­na­men­platz von 1989“, so Chai Ling, einer der dama­li­gen Anfüh­rer der Stu­den­ten­pro­te­stes von Tien­na­men. Die­ses Mas­sa­ker „fin­de am hellich­ten Tag statt und wie­der­ho­le sich tag­täg­lich“, so Ling.

Reg­gie Litt­le­john, die Vor­sit­zen­de von Women’s Rights Without Fron­tiers, einer Frau­en­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on, die gegen Zwangs­ab­trei­bun­gen und Sex­skla­ven­tumm kämpft, rich­te­te einen Appell an die UN-Mit­glieds­staa­ten, die Geld­trans­fers an die UNO und an ande­re inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen ein­zu­stel­len, solan­ge sie die möde­ri­schen Zwangs­pro­gram­me der Volks­re­pu­blik Chi­na unter­stüt­zen und finan­zie­ren.

Im Appell von Women’s Rights Without Fron­tiers heißt es : „Du finan­zierst die Zwangs­ab­trei­bun­gen in Chi­na.“
Was Zwangs­ab­trei­bun­gen sind, zei­ge ein Video einer im sieb­ten Monat schwan­ge­ren Frau, deren Kind zwangs­wei­se vom Staat getö­tet wur­de.

Über das staat­li­che Zwangs­pro­gramm der Ein-Kind-Poli­tik infor­miert die Inter­net­sei­te von Women’s Rights Without Fron­tiers.

Wer in Chi­na gegen die Ein-Kind-Poli­tik ver­stößt, läuft Gefahr, Opfer von „Zwangs­ste­ri­li­sa­ti­on, Zwangs­ab­trei­bung, will­kür­li­cher Haft und ande­ren Miß­brauch zu wer­den“, heißt es in einem ame­ri­ka­ni­schen Kon­greß­be­richt vom 10. Okto­ber 2010.

Reg­gie Litt­le­john macht in ihrem Appell auf die Ver­let­zung der Men­schen­rech­te auf­merk­sam, die durch die chi­ne­si­schen Zwangs­pro­gram­me tag­täg­lich statt­fin­den. „Ich nen­ne zumin­dest drei Ver­let­zung der Men­schen­rech­te:
1.) Geschlechts­ge­no­zid. Wegen der tra­di­tio­nel­ler Bevor­zung männ­li­cher Kin­der, wer­den Mäd­chen in hohem Maß abge­trie­ben, aus­ge­setzt oder nach ihrer Geburt getö­tet.

2.) Sex­skla­ven­tum. Wegen der selek­ti­ven Ver­nich­tung der Mäd­chen, hat die Volks­re­pu­blik Chi­na heu­te einen Män­ner­über­schuß von 37 Mil­lio­nen. Die­ses enor­me Ungleich­ge­wicht führ­te zu einen groß­an­ge­leg­ten Frau­en­han­del und zu einem Sex­skla­ven­tum zwi­schen benach­bar­ten Staa­ten und Chi­na.

3.) Frau­en­selbst­mord. Laut Anga­ben der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on hat die Volks­re­pu­blik Chi­na die höch­ste Frau­en­selbst­mord­ra­te der Welt. Täg­lich neh­men sich rund 500 chi­ne­si­sche Frau­en das Leben. Steht die­se hohe Selbs­mord­ra­te nicht auch mit dem Trau­ma vie­ler Frau­en in Zusam­men­hang, die Opfer von staat­li­chen Zwangs­ab­trei­bun­gen und Zwangs­ste­ri­li­sa­tio­nen wur­den, die von der UNO und ande­ren inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen finan­ziert wur­den?

Reg­gie Litt­le­john klagt in ihrem Appell an, daß „wir alle“ jene chi­ne­si­schen Ein­rich­tun­gen mit­fi­nan­zie­ren, die zur „Fami­li­en­pla­nung“ Zwangs­mit­tel ein­set­zen. Die inter­na­tio­na­le Staa­ten­ge­mein­schaft finan­ziert die UNFPA (United Nati­ons Fami­ly Plan­ning Fund), das UN-Pro­gramm zur Bevöl­ke­rungs­kon­trol­le und welt­wei­ten Durch­set­zung des Mas­sen­mor­des an unge­bo­re­nen Kin­dern durch Abtrei­bung. Sie finan­ziert eben­so die bei­den inter­na­tio­na­len Abtrei­bungs­lob­by­si­ten IPPF (Inter­na­tio­nal Plan­ned Paren­t­hood Fede­ra­ti­on) und Marie Sto­pes Inter­na­tio­nal. Die­se Orga­ni­sa­tio­nen sind in Chi­na tätig, um Abtrei­bung als „Dienst­lei­stung“ anzu­bie­ten.

2001 blockier­ten die USA alle Gel­der für die UNFPA, nach­dem eine Unter­su­chung durch den dama­li­gen Außen­mi­ni­ster Colin Powell fest­stell­te, daß die UNFPA in Kom­pli­zen­schaft das chi­ne­si­sche Zwangs-Ein-Kind-Poli­tik för­der­te. Eine erneu­te Unter­su­chung des US-Außen­mi­ni­ste­ri­ums von 2008 bestä­tig­te die Zusam­men­ar­beit zwi­schen UNFPA und dem chi­ne­si­schen Regime zur Durch­set­zung der demo­gra­phi­schen Zwangs­maß­nah­men. Die UN-Orga­ni­sa­ti­on hielt trotz ame­ri­ka­ni­scher Pro­te­ste an ihrer men­schen­ver­ach­ten­den Poli­tik fest.

US-Prä­si­dent Barack Oba­ma nahm nach sei­ner Amts­ein­füh­rung die Finan­zie­rung der UNFPA trotz der bekann­ten Ver­let­zun­gen der Men­schen­rech­te wie­der auf, die sein Amts­vor­gän­ger unter­bun­den hat­te.

Die IPPF und Marie Sto­pes arbei­ten aus Über­zeu­gung mit dem repres­si­ven Pekin­ger Regime zusam­men. Auf der Inter­net­sei­te des IPPF heißt es eupho­risch: Der chi­ne­si­sche Able­ger von IPPF, die CFPA, „spielt eine sehr wich­ti­ge Rol­le im Fami­li­en­pla­nungs­pro­gramm Chi­nas“. Die Inter­net­sei­te von Marie Sto­pes Inter­na­tio­nal, nennt die staat­li­che Fami­li­en­pla­nungs­kom­mis­si­on ver­schie­de­ner chi­ne­si­scher Pro­vin­zen zu den „wich­tig­sten Part­nern“. Die Bri­tin Marie Sto­pe, die Grün­de­rin der gleich­na­mi­gen Abtrei­bungs­or­ga­ni­sa­ti­on war Ras­sen­hy­gie­ni­ke­rin und begei­ster­te Ver­eh­re­rin Adolf Hit­lers.

Ver­gan­ge­ne Woche stimm­ten die US-Bür­ger im Rah­men des neu­en You­Cut-Pro­gramms für die Ein­stel­lung der UNFPA-Finan­zie­rung. Der Repu­bli­ka­ner Renee Ell­mers brach­te einen Gesetz­ent­wurf ein, der die Strei­chung der UNFPA-Finan­zie­rung vor­sieht. Dadurch wür­den die USA zudem 400 Mil­lio­nen Dol­lar spa­ren. Der Gesetz­ent­wurf wird gera­de im Par­la­ment geprüft.

Mit einem Video macht Women’s Rights Without Fron­tiers auf das Anlie­gen auf­merk­sam, die Finan­zie­rung der chi­ne­si­schen Abtrei­bungs- und Frau­en­po­li­tik auch durch die west­li­chen Steu­er­zah­ler zu been­den.

(Asianews/Giuseppe Nar­di, Bild: Asia­news)